QEP-Aktuell am Workshop K: Von ISO zu QEP

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1 QEP-Aktuell am Workshop K: Von ISO zu QEP Anke Weber, Dr. Arthur Sterzing, Jürgen Asmuth

2 Erster Teil Grundlagen zur DIN EN ISO 9001 QEP KBV Seite 2

3 Ziele des Seminars Eine gemeinsame Wissensbasis zu ISO und zu QEP schaffen. Durch Vergleich der Normen Argumente und Tipps zum Umstieg entwickeln. Erfahrungen eines ISO-Auditors und QEP -Visitors erleben und individuelle Fragen an ihn richten. In Gruppenarbeit bestehende ISO-Dokumentation auf QEP umstellen. Reger Erfahrungsaustausch mit Möglichkeit zur Diskussion. QEP KBV Seite 3

4 Grundlagen der DIN EN ISO 9001 International gültige Normenreihe zum Aufbau und Bewertung von QM-Systemen Branchenunabhängige Norm für Dienstleistungsunternehmen sog. ISO-Familie 9000ff mit Leitfaden zur Leistungsverbesserung Mindestanforderungen Nachweisnorm Grundlagen und Begriffe Wörterbuch Leitfaden für das Auditieren QEP KBV Seite 4

5 Grundlagen der DIN EN ISO 9001 Das Prozessmodell nach DIN EN ISO ist ein Instrument, um wichtige Strukturen einer Praxis zu erkennen und diese herauszuarbeiten - bildet die Grundstruktur im QMH - erhöht die Transparenz, und stellt die Patientenorientierung in den Mittelpunkt - Praxisindividuell je nach Leistungsspektrum Quelle: DIN EN ISO 9001 QEP KBV Seite 5

6 Kapitel 5 Verantwortung der Leitung Chefkapitel, Chefsache Kernaufgabe Formulierung einer Q-Politik mit transparenten Q-Zielen, mit den erforderlichen Maßnahmen und Methoden. Regelung von Verantwortlichkeiten und Befugnissen. Verpflichtung zur Lenkung (Verteilung + Pflege) von Dokumenten und Aufzeichnungen. QEP KBV Seite 6

7 Kapitel 6 Management von Ressourcen Identifizierung und Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen. Dazu gehören: Schulung von Personal, Bereitstellung einer optimalen Praxiseinrichtung und die Schaffung einer förderlichen Arbeitsumgebung. QEP KBV Seite 7

8 Kapitel 7 Produktrealisierung Ausrichtung der Kernprozesse auf die Patienten. Die Bedürfnisse der Patienten erkennen und darauf eingehen. Daraus ergeben sich weitere spezifische Forderungen wie beispielsweise Umgang mit Kundeneigentum oder Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit (Labor, Therapieplanung, Anamneseerhebung, usw.) QEP KBV Seite 8

9 Kapitel 8 Messung, Analyse und Verbesserung Zum Abschluss des PDCA-Zyklus im QM-System soll die Praxis Maßnahmen zur Messung planen und Ergebnisse analysieren, beispielsweise: Messung der Patientenzufriedenheit. Messungen (Prüfungen) an den Praxisabläufen durchführen. (Wartezeiten, Terminvergabe, Befunderstellung, usw.). Interne Audits festlegen. Aus den Erkenntnissen sollen Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen abgeleitet werden. QEP KBV Seite 9

10 Anforderungen an die Dokumentation Welche Anforderungen stellen Sie an die Dokumentation, um von einem intern nützlichen QM- System sprechen zu können? QEP KBV Seite 10

11 Anforderungen an die Dokumentation Die Norm fordert Dokumentationen innerhalb des QM-Systems: eine dokumentiere Q-Politik und Q-Ziele, ein QM-Handbuch, dokumentierte Verfahren, Dokumente, welche die Praxis zur Sicherstellung der wirksamen Planung, Durchführung und Lenkung benötigt und geforderte Aufzeichnungen. Dokumente variieren in Form, Umfang und Anzahl je nach Praxisgröße und Leistungsspektrum QEP KBV Seite 11

12 Zweiter Teil Grundlagen zu QEP - Qualität und Entwicklung in Praxen QEP KBV Seite 12

13 Gründe für Qualitätsmanagement Inhaltliche Gründe (Innovationen und wachsender wissenschaftlicher Kenntnisstand; veränderte Patientenerwartungen) Organisatorische Gründe (Komplexität des Leistungsgeschehens; neue Vertragsformen) Wirtschaftliche Gründe (Wettbewerbsdruck; verschärfte Haftungsregelungen) QEP KBV Seite 13

14 Subjektive und objektive Qualität objektive Ansätze Qualitätsmessung und Beurteilung anhand objektiv formulierter und extern nachvollziehbarer Kriterien Qualität subjektive Ansätze Subjektive Wahrnehmung der Qualität der Praxis/ des MVZ durch die Patienten und andere Interessengruppen QEP KBV Seite 14

15 PDCA-Zyklus praktisch Eine Kollegin, die sich nicht ausreichend die Hände desinfiziert, wurde auf die Einhaltung der Regelungen hingewiesen. Act Plan Um eine hygienisch einwandfreie Praxis zu betreiben haben wir einen Hygieneplan erstellt und eine qualifizierte Kollegin ist für das Thema Hygiene verantwortlich. Wir überprüfen den Hände-Desinfektionsmittelverbrauch und die Reinigungskraft hakt die durchgeführte Flächendesinfektion auf einer Checkliste ab. Check Do Regelmäßig desinfizieren wir Hände und Flächen und lagern Sterilgut entsprechend den Vorgaben. QEP KBV Seite 15

16 Abgestimmte Bausteine von QEP Schrittweise zu mehr Qualität und Entwicklung Baustein 1 Baustein 2 Baustein 3 Baustein 4 Baustein 5 seminar Qualitätsziel- Katalog Einführungs- Manual Zertifizierun g Dramaturgi e für QZ u. a. Angebote QEP KBV Seite 16

17 Das bietet Ihnen QEP Modular aufgebaut, stufenweiser Einstieg möglich Indikatorenbasiert, handbuchgestützt Konsequente Praxisorientierung, Betonung der Patientenversorgung Leicht verständlich und einfach umsetzbar Kostengünstige Bausteine, non-profit-konzept Sichere Erfüllung der QM-Richtlinie Optional: AQUIK-Qualitätsindikatoren Zahlreiche Hinweise auf gesetzliche Anforderungen Zertifizierungsfähig QEP KBV Seite 17

18 QEP-Qualitätsziel-Katalog Patientenrechte und Patientensicherheit (2) Mitarbeiter und Fortbildung (3) Patientenversorgung (1) Führung und Organisation (4) Qualitätsentwicklung (5) QEP KBV Seite 18

19 Beispiel für Qualitätsziele QEP KBV Seite 19

20 QEP-Manual Aufbau Einleitung Arbeiten mit dem Manual hier finden Sie auch die CD-ROM Umsetzungsvorschläge zu Qualitätszielen Über 200 Musterdokumente Serviceteil QEP KBV Seite 20

21 Dokumentationsanforderungen im Vergleich Die Norm spricht von Pflichtaufzeichnungen, um die Funktionsfähigkeit des QM-Systems nachweisen zu können: Managementbewertung (5.6) Ausbildung, Schulungen (6.2.2) Nachweise, dass die Dienstleistung den Anforderungen entsprechen (7.1) Nachweis über Beschaffungsprozess (7.4.1) Umgang mit Kundeneigentum (7.5.4) Lenkung, Überwachung und Messung (7.6 und 8.2.4) Planung, Durchführung und Ergebnisse von Audits (8.2.2) Lenkung fehlerhafter Produkte (8.3) Korrekturmaßnahmen (8.5.2) Vorbeugemaßnahmen (8.5.3) QEP fordert schriftliche interne Regelungen zu: Kapitel 1 Patientenversorgung Terminvergabe telefonische Anfragen Verabreichung Medikamente Kapitel 2 Patientenrechte/-sicherheit Aufklärung Risiko- und Fehlermanagement Datenschutz und Datenübermittlung Kapitel 4 Führung und Organisation Strahlenschutz/Röntgen Infektionsschutz Kapitel 5 Qualitätsentwicklung Beschwerdemanagement Siehe Aufstellung Seite 195 des QEP-QZK QEP KBV Seite 21

22 Dritter Teil Exkurs: DIN EN (Dieser Vortragsteil wurde aufgrund eines längeren Workshopteils nicht gehalten) QEP KBV Seite 22

23 DIN EN Allgemeine Informationen: Norm wurde am durch CEN (European Committee for Standardization) ratifiziert Ist seit November 2012 beim Beuth-Verlag erhältlich Akkreditierungsverfahren der DakkS vermutlich nicht vor Sommer 2013 abgeschlossen Derzeit ist keine Technical Spezification (TS) als Umsetzungs-/ Auditierungsleitlinie geplant Berater und Zertifizierungsstellen stehen in den Startlöchern, es gibt offenbar Angebote von Zertifizierungen nach EN als internes Produktangebot von Zertifizierungsstellen QEP KBV Seite 23

24 DIN EN normative Merkmale: Risikomanagement und Patientensicherheit sind Forderungen in allen Kapiteln über 90 Aussagen/ Anforderungen zum Risikomanagement 12 Aussagen/ Anforderungen zur Patientensicherheit In der wird klinisch nicht auf den Krankenhauskontext beschränkt, vielmehr bezieht es sich auf das Zusammenwirken von Patienten und Angehörigen der Gesundheitsberufe. QEP KBV Seite 24

25 DIN EN Merkmale der DIN EN 15224, klinisches Risiko: Klinisches Risiko Das klinische Risiko bezeichnet jedes Risiko, das negative Auswirkungen auf eines der elf Qualitätsmerkmale haben könnte. Die Risikofaktoren könnten nichtklinisch sein, das Risiko wird aber als ein klinisches Risiko angesehen, wenn ein negativer Einfluss auf eines der Qualitätsmerkmale (3.11) besteht. Aspekte des Managements klinischer Risiken sind Bestandteil der vorliegenden Norm. QEP KBV Seite 25

26 DIN EN Merkmale der DIN EN 15224, 11 Qualitätsmerkmale: 1. Angemessene, richtige Versorgung 2. Verfügbarkeit 3. Kontinuität der Versorgung 4. Wirksamkeit 5. Effizienz 6. Gleichheit 7. Evidenz-/ wissensbasierte Versorgung 8. Auf den Patienten ausgerichtete Versorgung 9. Einbeziehung des Patienten 10. Patientensicherheit 11. Rechtzeitigkeit/ Zugänglichkeit QEP KBV Seite 26

27 DIN EN QEP beinhaltet: alle Qualitätsmerkmale Risiko- und Fehlermanagement Patientensicherheit Patientenzentrierte Versorgung QEP KBV Seite 27

28 DIN EN Diskussion der Auswirkungen: Es handelt sich um eine unabhängige Norm, die zur Zertifizierung im Gesundheitswesen benutzt werden kann. Die Norm schließt auch Aspekte hinsichtlich des Managements klinischer Risiken in den ganzen Planungs-, Ausführungs- und Lenkungsprozessen ein. Erste Reaktionen im QM-Markt Positionierung von QEP zur DIN EN QEP KBV Seite 28

29 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! QEP KBV Seite 29

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