Workshop Beschäftigung, Gleichstellung, Soziale Sicherheit (nestor) am 7. September 2012

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1 Workshop Beschäftigung, Gleichstellung, Soziale Sicherheit (nestor) am 7. September

2 Teilnahme der älteren Beschäftigten (55 bis 65 Jahre) an betrieblichen Weiterbildungskursen in allen Unternehmen (Angaben in %) Quelle: Eurostat, CVTS3-Haupterhebung, vorläufige Ergebnisse, 25. September

3 3

4 Gestaltung alter(n)sgerechter Arbeit durch ver.di Älter werden im Unternehmen Betriebliche Einflussnahme Politische Einflussnahme Tarifverhandlungen 4

5 Politische Einflussnahme Beteiligung an Gesetzgebungsvorhaben / Initiativen Initiative 50plus 2007 Programm WeGebAU 2012 verstetigt Initiative Jedes Alter zählt

6 Tarifverhandlungen Tarifverträge im ver.di- Organisationsbereich Demografie-Tarifverträge Tarifverträge zum Arbeits- und Gesundheitsschutz Qualifizierungs-Tarifverträge 6

7 Betriebliche Einflussnahme Maßnahmenfelder für Betriebsvereinbarungen Ressourcen schonende alter(n)sgerechte Arbeit Arbeitsorganisation und -gestaltung / Arbeitszeit Präventionsmaßnahmen Qualifizierung / Personalentwicklung Wiedereingliederung / Maßnahmen für Leistungsgewandelte Maßnahmen der Gesundheitsförderung Umsetzung Arbeitsschutz / Ergonomie 7

8 Einschränkungen in der zeitlichen Verfügbarkeit durch Familienaufgaben Ziel: Familiengerechte Arbeitsbedingungen Einzelhandelsunternehmen - Rücksichtnahme auf Familienbedürfnisse, Akzeptanz und Offenheit gegenüber dieser Thematik als grundlegender Bestandteil der Organisationskultur - flexible Arbeitszeitregelungen - individuelle Teilzeitkonzepte - Arbeitszeitkonten - Arbeitsplanung im Voraus - Freistellungs-/Beurlaubungsmöglichkeiten; Rückkehrrecht - Teilzeitarbeit, Qualifizierung und Teilnahme an betrieblichen Veranstaltungen während Elternzeit/Pflegezeit - Wiedereinstieg organisieren, gleichwertigen Arbeitsplatz sichern - arbeitsplatznahe Betreuungsplätze und weitere Unterstützungsangebot 8

9 Die Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten ändern sich Ziel: Betroffene Beschäftigte qualifizieren, bevor entsprechend ausgebildete Arbeitskräfte eingestellt werden Finanzdienstleister Weiterbildungsbedarfe ermitteln und Qualifizierungsplan erstellen Ermittlung der Qualifikationsstruktur der Beschäftigten Weiterbildungsbilanz weiterführende interdisziplinäre Weiterbildungen können Anpassungsqualifizierungen ersetzen altersgerechte Lernformen wählen: Lernen am Arbeitsplatz/Lernzeiten einrichten selbstgesteuertes/selbstorganisiertes Lernen Weitergabe von Schulungswissen durch Vorgesetzte und Kolleg/innen kleine Lerngruppen, individuelle Anleitung gemeinsames (soziale Inhalte/ Wissenstransfer) und getrenntes Lernen (fachliche Themen) verknüpfen von Handlungs- und Erfahrungswissen mit neuen Qualifikationsanforderungen bei Ältereren Zielsetzung muss klar sein 9

10 Zusammenarbeit von älteren und jüngeren und Wissenstransfer Ziel: Der Wissenstransfer zwischen den Generationen soll gefördert und Erfahrungswissen im Unternehmen gehalten werden Stadtverwaltung Organisation des Wissenstransfers zwischen Älteren und Jüngeren durch Paten/innen oder Lerntandems: (ggf. wechselseitiger) Austausch von Fach- und Erfahrungswissen Sicherung des betrieblichen Know-Hows Einarbeitungskonzepte für neu eingestellte oder umgesetzte Mitarbeiter/innen sowie für Berufsrückkehrer/innen (Diagramm für die) Nachfolgeplanung mit Informationen zu Bereich, Funktion, Einstellung/Ausscheiden/Unterbrechungen/ Fort- und Weiterbildung/Verwendung der Stelle Standard in die Geschäftsprozesse, um zu vermeiden, dass sich Wissen (unabhängig vom Individualwissen) auf eine Person konzentriert 10

11 Symptome hoher Unzufriedenheit mit der Arbeit werden sichtbar Ziel: Wirksame Strategien gegen hohe Fehlzeitenund hohe Fehlerquote, belastetes Arbeitsklima Versicherungs-Dienstleister Ist Problem Lösung verantwortlich gleiches Arbeitspensum und gleiche Arbeitsaufgaben für alle Sachbearbeiter/innen (ältere) Mitarbeiter/innen fühlen sich zeitlich und inhaltlich überfordert, versuchen aber mitzuhalten vertikale Veränderung der Arbeitsaufgaben gezielte Schulungsangebote Unternehmensleitung/ Personalabteilung Arbeitsteams IPLV-Analyse 11

12 Leistungswandlung durch gesundheitliche Einschränkungen Ziel: krankheitsbedingte Kündigungen vermeiden Unternehmen der Abfallwirtschaft Papierkorbwerkstatt und BSR-Scouts für außerplanmäßige Reinigungseinsätze: betroffenen Arbeitnehmer können ihrem Leistungsvermögen entsprechend wertvolle Arbeit, anstatt auf Schonarbeitsplätze abgeschoben oder den Betrieb verlassen zu müssen Präventionsteam arbeitet eng mit Fachkraft für Arbeitssicherheit und betriebsärztlichem Dienst zusammen: Gesundheits- und Sozialberatung Sport und Ernährungskurse Konflikt- und Schuldnerberatung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) 12

13 Alternsgerechte Arbeitskarrieren Müllabfuhr Abfallverwertung und -beseitigung Fuhrpark Reinigung Betriebsgastronomie Vorstandsbüro Personal Kundenbetreuung Finanz- und Rechnungswesen/ Immobilien Informationstechnologie Reparatur- Werkstatt Müll-Scouts interne Dienstleistungen belastungsarme Verwaltungstätigkeiten Beratungstätigkeit 13

14 Berufseinstieg Qualifizierung Umstiegs-Phase Alter(n)sgerechte Berufsverläufe Modellprojekt demografischer Wandel Erzieher/in (stellv.) Leitung Fachberatung andere Tätigkeiten Projektarbeit Wissenstransfer Öffentlichkeitsarbeit andere Betreuungsbereiche kleinere Betreuungsgruppen Wechsel in die Verwaltung andere Möglichkeiten, z.b. Arbeitszeitreduzierung 25 Jahre 35 Jahre 40 Jahre 50 Jahre 55 Jahre 65Jahre 67 Jahre 14

15 Evelyn Räder ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesverwaltung Ressort 10 Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik/Alter(n)sgerechte Arbeit Telefon: 030/ Mobil: 0151/ Internet: Postanschrift: ver.di-bundesverwaltung, Berlin 15

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