Schweizer Medizintechnikindustrie Report 2010 "MedTech am Scheideweg" Kurzfassung für die Medienpräsentation, Zürich, 23.

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1 1 Schweizer Medizintechnikindustrie Report 2010 "MedTech am Scheideweg" Kurzfassung für die Medienpräsentation, Zürich, 23. August 2010

2 EINLEITUNG Herausgeber und Autoren des Schweizer Medizintechnikindustrie (SMTI) Reports 2010 verfügen über eine grosse Erfahrung HERAUSGEBER AUTOREN PETER BIEDERMANN Geschäftsleiter DR. PATRICK DÜMMLER Project Manager BEATUS HOFRICHTER Senior Manager Peter Biedermann ist bei der nationalen Swiss Life Science Marketing Alliance für die Medizintechnik verantwortlich Ebenso ist er an verschiedenen Innovationsprogrammen in der Schweiz beteiligt, z.b. ManuFuture-CH Peter Biedermann ist Autor verschiedener Publikationen und Co-Autor des SMTI Reports 2008 Peter Biedermann hat an den Fachhochschulen Bern und Basel Chemie und Umweltwissenschaften studiert Dr. Patrick Dümmler ist designierter Geschäftsleiter der Exportplattform Medtech Switzerland (ab ) Er verfügt über grosse Beratungserfahrung in Medizintechnik und Strategie Er ist Autor von über 65 Publikationen, u.a. der SMTI Reports 2006 und 2008 Dr. Patrick Dümmler hat an der Universität Zürich Wirtschaft studiert und sein Doktorat an der ETH Zürich mit der Arbeit über "Wissensbasierte Cluster in der Schweiz: Realität oder Fiktion? Das Beispiel der Medizinaltechnikbranche" erworben Beatus Hofrichter ist Autor der beiden SMTI Reports 2006 und 2008 Er hat mehr als 10 Jahre Beratungserfahrung in verschiedenen Branchen, hauptsächlich in Biotech, Chemie, Medizintechnik und Pharma Er ist Spezialist für Strategie, Geschäftstransformation und OPEX Beatus Hofrichter hat bei Helbling Management Consulting AG, KPMG/BearingPoint Consulting und Cilag AG International (eine Johnson&Johnson Firma) gearbeitet

3 EINLEITUNG Dies ist der fünfte umfassende Report über die SMTI BERICHT TITEL Wissensbasierte Cluster in der Schweiz: Realität oder Fiktion? Das Beispiel der Medizinaltechnikbranche Herausforderungen und Chancen der Schweizer MedTech Branche SMTI 2008 Schweiz Weiterhin führend in Medizintechnik Quick-Check on SMTI 2008 SMTI 2010 SCHWER- PUNKTE MedTech Industry Innovation Wissensbasierte Akteure Struktur und Cluster der SMTI MedTech Industrie Herausforderungen und Chancen MedTech Industrie Herausforderungen und strategische Schwerpunkte F&E MedTech Industrie Wachstumserwartungen Herausforderungen und strategische Schwerpunkte MedTech Industrie Herausforderungen und Schwerpunkte Entwicklungen im Gesundheitswesen F&E AUTOREN Dr. Patrick Dümmler Dr. Patrick Dümmler Beatus Hofrichter Dr. Patrick Dümmler Beatus Hofrichter René Willhalm Peter Biedermann Beatus Hofrichter René Willhalm Dr. Patrick Dümmler Beatus Hofrichter BETEILIGTE UNTER- NEHMEN ETH Zürich Helbling Medical Cluster Helbling Roland Berger Helbling Medical Cluster Roland Berger Deloitte KTI 3

4 EINLEITUNG Drei starke Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um die SMTI im Jahr 2010 zu analysieren 1) ERGÄNZENDES EXPERTENWISSEN Über Medical Cluster Medical Cluster bringt Hersteller, Zulieferer, Dienstleister und F&E Unternehmen aus der ganzen Schweiz zusammen. Wir bieten Dienstleistungen und Plattformen an mit dem Ziel, der Medizintechnikindustrie in der Schweiz optimale Wachstumsbedingungen zur Verfügung zu stellen. Das Hauptaugenmerk liegt auf Innovationsunterstützung, Wissensaustausch, Technologietransfer und Export Über Roland Berger Strategy Consultants Das Roland Berger Pharma & Healthcare Competence Center unterstützt Life-Science Unternehmen bei der Identifikation und Wahrnehmung von Chancen und beim erfolgreichen Bewältigen von Herausforderungen. Typische Projektthemen sind Wachstums-, Internationalisierungs- und Marketingstrategien, strategische Allianzen, M&A sowie Post Merger Integrations; Restrukturierungen, Portfolio- und Prozessoptimierungen Über Deloitte Deloitte ist eines der führenden Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Unternehmensfinanzierung an. Unsere 1000 Mitarbeitenden sind an den Standorten, Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich vertreten 1) Der Herausgeber und die Autoren danken der KTI für die finanzielle Unterstützung bei der Erstellung des Reports 4

5 EINLEITUNG Anerkannte Führungspersönlichkeiten und Industrieexperten haben die Erarbeitung des SMTI Reports 2010 unterstützt SMTI 2010 ADVISORY BOARD SMTI 2010 INDUSTRIEEXPERTEN Gilbert Achermann Verwaltungsratspräsident Straumann Roland Marti CEO B. Braun Medical Schweiz Richard Fritschi CEO Ypsomed Christoph Eigenmann Business Unit Director DePuy Spine DACH Prof. Dr. Lutz-P. Nolte Vorsitzender der CTI MedTech Initiative Eric Perucco CEO Stryker Osteonics Switzerland Stefan Blum Director BB MedTech Fund Bellevue Asset Management AG Martin Bopp Sektion Start-up & Entrepreneurship KTI MedTech Federal Department of Economic Affairs (DEA) Sonja Keppler Investment Manager EPS Value Plus AG Pasqual Kyburz MBA Student an der ETH Zürich, MTEC Erwin Locher Präsident MedTech Switzerland Patrick Roth Direktor Competence Center Medical Technology (CCMT) Dr. Margit Widmann Leiter der Medizintechnikabteilung Swissmedic Quelle: SMTI 2010, Advisory Board 5

6 INHALT UND HAUPTAUSSAGEN Inhalt und Hauptaussagen 1) 1 2 ZUSTAND DER MEDTECH INDUSTRIE TRENDS UND HERAUSFORDERUNGEN Die Schweiz zählt zu den weltweit führenden MedTech Standorten über 700 Hersteller und Zulieferer, über Angestellte Starke lokale MedTech F&E Wertschöpfungskette Weiter hohes Beschäftigungswachstum Stark steigender Kosten-, Preis- und internationaler Wettbewerbsdruck Unternehmensfokus auf der Steigerung der Profitabilität Steigende Anforderungen an den Nachweis des Produktnutzens 3 INNOVATION UND KOLLABORATION Enge Zusammenarbeit zwischen Zulieferern und Herstellern Fokus auf angewandte Forschung und inkrementelle Innovation Netzwerk Innovatoren tragen und treiben das Innovationspotential der SMTI 4 WACHSTUM UND EXPORT Geschätztes Umsatzwachstum von 10% (2010) und 12% (2011) Höhere Wachstumsraten durch Stärkung der Innovation und des Exports Hersteller profitieren von starkem Exportfokus (USA und BRIC Staaten) 5 SCHLUSSFOLGERUNGEN Die heutigen Geschäftsmodelle sind einem starken Wandel ausgesetzt Unternehmen müssen F&E Schwerpunkte bezüglich Innovation, Erneuerung und kollaborativen Lösungen setzen SMTI Firmen sollen im Ausland zukünftig stärker wachsen 1) Der vorliegende Report wurde im Sommer 2010 geschrieben, basierend auf Umfragedaten von 252 Unternehmen, die in der Schweiz im Bereich der Medizintechnik tätig sind. Weiter wurden die Datenbanken des Medical Cluster, Informationen von Advisory Board Mitgliedern, weitere Experteninterviews und internen Recherchen als Quellen genutzt 6

7 1 ZUSTAND DER MEDTECH INDUSTRIE Die Schweiz ist ein internationaler Hotspot für MedTech INTERNATIONALER MEDTECH FOKUS [% des jeweiligen Totals] 1) KOMMENTARE Beschäftigte 0,3 0,2 0,2 0,2 1,1 1,9 Schweiz Deutschland UK EU USA Die Schweiz verfügt über eine starke Medizintechnikindustrie Die relative Spezialisierung ist im internationalen Vergleich sehr hoch Hoher Exportanteil zeigt internationale Stärke der SMTI BIP 0,7 0,6 0,5 0,5 5,0 Exportanteil 1,4 1,7 n.v. 2,8 1) Daten von 2008 oder, wenn nicht erhältlich, von 2007 Quelle: SMTI 2010, Destatis, Eucomed, Eurostat, UK National Statistics 7

8 1 ZUSTAND DER MEDTECH INDUSTRIE Die Schweiz besitzt ein starker MedTech Cluster Mehrere Institutionen und Organisationen unterstützen die SMTI Berne Capital Area BioAlps Zulieferer Hersteller Basel Area Greater Zurich Area Biopolo Ticino KOMMENTARE Starkes Netzwerk für Medizintechnik Regionale Organisationen, z.b. Basel Area Berne Capital Area Bio Alps Biopolo Ticino Greater Zurich Area Nationale Institutionen, z.b. CTI/KTI FASMED Medical Cluster Medtech Switzerland Osec SIX Swiss Exchange Swiss Life Science Marketing Alliance Quelle: SMTI 2010, Relief swisstopo 8

9 1 ZUSTAND DER MEDTECH INDUSTRIE Insbesondere Hersteller und Handel/Vertrieb fokussieren auf die Medizintechnik UMSATZANTEIL [%, 2009] KOMMENTARE Umsatzanteil anderer Produkte und Dienstleistungen Umsatzanteil Medizintechnik Zulieferer Hersteller 85 Handel und Vertrieb Dienstleister Ø 61 Hersteller und Handel/Vertrieb haben einen sehr hohen Medizintechnikanteil Viele Firmen der SMTI sind nicht ausschliesslich in der Medizintechnik tätig Viele Zulieferer verstärkten ihren MedTech Fokus Der Fokus auf die Medizintechnik wird zunehmend wichtiger, um den industriespezifischen Anforderungen gerecht werden zu können Umsatzanteil Medizintechnik % 84% 80% 59% Ø n = n = 122 9

10 1 ZUSTAND DER MEDTECH INDUSTRIE Hohes Beschäftigungswachstum von 10% in den letzten 2 Jahren DURCHSCHNITTLICHES BESCHÄFTIGUNGSWACHSTUM [% Veränderung über zwei Jahre] KOMMENTARE 2008/2009 Ø = +10% 2006/2007 Ø = +20% Starkes Mitarbeiterwachstum 2006/2007 Zulieferer Hersteller /2009 Anpassung der Einstellungsrate Abbremsung Wachstum Gegensatz zur Gesamtwirtschaft: SMTI Unternehmen stellten auch in der Krise Mitarbeiter ein Handel und Vertrieb Dienstleister

11 1 ZUSTAND DER MEDTECH INDUSTRIE Hypothesen zum Stand und zur weiteren Entwicklung der SMTI SMTI PRODUKTSICHT MARKTSICHT INNOVATION Überdurchschnittliche Wachstumserwartungen korrelieren mit einem jungen, innovativen Produktportfolio oder bestin-class Produkten Höherer Kostendruck führt zu einem Prioritätenwechsel von radikaler zu inkrementeller Innovation in etablierten Segmenten Unternehmen, die auf vernetzte Innovation setzen erwarten überdurchschnittliches Wachstum ZUSAMMENARBEIT & BÜNDELUNG Um trotz Preisdruck Umsatz und Marktanteile halten zu können, setzen Unternehmen auf gebündelte Angebote Firmen, die primär bündeln neigen zur Senkung ihrer F&E Ausgaben Bündelung favorisiert Zusammenarbeit innerhalb der gleichen Wertekette Abnehmer fragen nach "Lösungen" und zwingen Firmen, ihre Geschäftsmodelle dementsprechend zu ändern INTERNATIONALI- SIERUNG Internationales Wachstum basiert auf Innovation Erfolg in Schwellenländern hängt stark von den Kompetenzen in Regulierungs- und Zulassungsfragen ab Die Änderungen in Gesundheitssystemen und aufkommende Chancen im Ausland erhöhen die Exportquoten von Zulieferern und Produzenten POSITIONIERUNG Kleinere Firmen sind im Export weniger stark, da Know-how und kommerzielle Zusammenarbeit fehlen Gut fundierte, langfristige Patientenstudien sichern Verkaufsbasis in entwickelten Märkten Fokus auf die Kundennachfrage erhält neue Priorität, da Wettbewerb zwischen Anbietern und Preisdruck von Abnehmerseite stetig zunehmen 11

12 2 TRENDS UND HERAUSFORDERUNGEN Der Puls der MedTech Industrie Die häufigsten Schlagwörter Quelle: SMTI 2010, 12

13 2 TRENDS UND HERAUSFORDERUNGEN Der Wettbewerb für die SMTI hat sich seit 2008 verschärft Preisdruck verändert das Marktumfeld RANGLISTE DER GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN [% der Antworten, 2010] 1) KOMMENTARE 1. Steigender Preiswettbewerb 2. Steigender Kostendruck seitens Abnehmer/Behörden 3. Intensivierung des Wettbewerbs Rangliste Seit 2008 sieht sich die SMTI zunehmend härterem Wettbewerb ausgesetzt Preiswettbewerb Kosten- und Margendruck Intensivierter Wettbewerb Mehrheit der SMTI Manager immer noch im "Krisenmodus" 4. Steigender Druck zur Senkung der Produktionskosten 68 - Kann zu Konsolidierungen führen, um 5. Verfügbarkeit qualifizierten Personals 6. Zugang zu spezialisiertem Know-How kritische Grösse zu erreichen diversifiziertes, innovatives Produktportfolio anzubieten besseren Zugang zu Wissensträgern zu erhalten 7. Bewältigung von Prozessen/ Organisation nach Wachstum n = 232; Mehrfachnennungen möglich 1) Herausforderungen von "grosser" oder "sehr grosser" Bedeutung 13

14 2 TRENDS UND HERAUSFORDERUNGEN SMTI Firmen konzentrieren sich auf Profitabilitätsverbesserungen, gefährden aber möglicherweise ihren Innovationsvorsprung RANGLISTE DER HANDLUNGSSCHWERPUNKTE [% der Antworten] 1) KOMMENTARE 1. Verbesserung Profitabilität 85 Rangliste Klare Verschiebung der Prioritäten hin zu operationellen Themen 2. Optimierung des Marketings 3. Weiterentwicklung der Organisation/Prozesse 4. Optimierung des Vertriebs 5. Stärkung der Produktinnovation 6. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle Verbesserung Profitabilität Optimierung Marketing & Vertrieb Weiterentwicklung der Organisation/ Prozesse Noch keine Umstellung hin zum "Wachstumsmodus" Konträr zu internationalen MedTech Umfragen im Fokus stehen 2) 7. Integration neuer Partner 8. Geographisches Wachstum/ Internationalisierung Entwicklung einer robusten F&E Pipeline Geographisches Wachstum Allianzen mit Pharma/Biotech n = 232; Mehrfachnennungen möglich 1) Handlungsschwerpunkte die für die SMTI Unternehmen relevant sind 2) Deloitte: "The future of the Life Science industries" 14

15 2 TRENDS UND HERAUSFORDERUNGEN Der verschärfte Wettbewerb erfordert einen besseren Nachweis des Produktnutzens und mehr Kommunikation mit Behörden ENTWICKLUNG DES GESUNDHEITSMARKTES [% der Antworten, 2010] 1) KOMMENTARE Steigende Anforderungen an den Nachweis des Produktnutzens Erhöhter Kommunikationsbedarf gegenüber Behörden/Abnehmern Verstärkte Bildung von Einkaufsgenossenschaften Zunehmender Wettbewerb und Kostendruck vermehrt Investitionen in den Nachweis des Produktnutzens Intensivierung der Kommunikation mit Behörden und Leistungsträgern optimale Positionierung der eigenen Produkte Stärkerer Wettbewerb um Anspruch auf Wiedervergütung 56 Derzeitige Entwicklungen im Gesundheitswesen führen zu Höhere Anforderungen an Produktpositionierung unter DRGs 51 Höheren Kosten für Produktregistrierung und Einhaltung der Vorschriften Negativer Einfluss von DRGs auf den durchschnittlichen Produktpreis n = Substantiellen Preissenkungen in gesättigten Märkten (Einkaufsgenossenschaften/DRGs) 1) Firmen die die Entwicklungen als "zutreffend" oder "teilweise zutreffend" bewerten, keine Vergleichsdaten für 2008 verfügbar 15

16 2 TRENDS UND HERAUSFORDERUNGEN Mehrschichtige Trends und Herausforderungen beeinflussen das zukünftige Wachstum der SMTI UNTERNEHMEN GESETZGEBUNG MARKT Patient im Mittelpunkt Unternehmenskultur wird sich ändern Vernetzte Innovation nimmt zu angeführt von Start-ups und kleinen Unternehmen Fachwissen nötig steigende regulatorische Anforderungen Vermehrte klinische Studien Produktnutzen muss demonstriert werden Patientendatenbanken entstehen führt zu einer stärkeren Segmentierung Hochgradig integrierte Lösungen Ausrichtung auf die zukünftige Nachfrage Nachweis der komparativen Effektivität Erhöhte Transparenz im Markt Einführung von DRGs erhöht Preisdruck und verringert radikale Innovationen Verschärfung regulatorische Anforderungen in Industriestaaten vermehrte Vorschriften bezüglich Qualität, Tests, Sicherheit und Verwendung Steigende regulatorische Anforderungen in Schwellenländern erschwert Exporte Vermehrte mobile Anwendungen externe Teleüberwachung von Patienten Wachsendes Nischenpotential für Startups vernetzte Spitzentechnologie Bildung von Einkaufsgenossenschaften sinkende Margen, Nachfrage nach umfassenden Angeboten Konvergenz neue Innovationsmöglichkeiten, aber zusätzliche regulatorische Anforderungen Konsolidierung auch innerhalb "Big MedTech" Bildung von Konglomeraten Exportverschiebung hin zu Schwellenländern wachsende Mittelschicht und stark steigende Gesundheitsausgaben ZUKÜNFTIGES WACHSTUM DER SMTI Quelle: SMTI 2010, SMTI Advisory Board 16

17 3 INNOVATION UND KOLLABORATION Hochgradige Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern Stärkung der inkrementellen Innovation ANTEIL FIRMEN MIT KOLLABORATIONEN [% der Nennungen, 2010] KOMMENTARE Hersteller/ Zulieferer Hochschulen Technologie/ IT-Dienstleister Förderorganisationen Mehrzahl der Kollaborationen zwischen Herstellern und Zulieferer Positionierung der Unternehmen als "Renovatoren", d.h. Verbesserung bestehender Produkte Zusammenarbeit mit Hochschulen Positionierung der Unternehmen als "Netzwerk Innovatoren", d.h. Forschung für neuartige Produkte Private Forschungsanstalten 9 24 Management Berater 4 9 Zulieferer Hersteller n = 122, Mehrfachnennungen möglich Source: SMTI

18 3 INNOVATION UND KOLLABORATION SMTI Firmen konzentrieren sich auf angewandte Forschung und inkrementelle Innovation FUNKTIONELLE KOLLABORATION MIT PARTNER [% nach Typ, 2010] KOMMENTARE Angewandte Forschung Qualitätssicherung Fokus der Zusammenarbeit auf angewandter Forschung Hinweis auf Produkt- Renovation Grundlagenforschung Registrierung Marketing/Sales Vertrieb Training After-Sales Services Markteinführung Hohe Bedeutung der Qualitätssicherung und Registrierung Ausbau des regulatorischen Wissens Steuerung des Innovationszyklus Überwälzung des Innovationsrisikos auf Zulieferer An dritter Stelle Grundlagenforschung Hinweis auf Produkt-Innovation Zulieferer Hersteller n = 106, Mehrfachnennungen möglich 18

19 3 INNOVATION UND KOLLABORATION Die SMTI bezieht viele Ideen für Spitzentechnologie aus angelagerten Forschungsfeldern der benachbarten Basisindustrie FORSCHUNGSFELDER (ILLUSTRATIV) Visualisierung / Simulation Navigation Software Engineering Teledienste/ Telemetrie ELEKTRO- TECHNIK MASCHINEN- BAU IKT RFID MedTech Kombinierte Produkte PHARMA Konvergenz BIOTECH Biomarker Robotertechnik 1) Materialien Nanotech SoHo Gentechnik KOMMENTARE Anwendung von Wissen aus Elektrotechnik und Maschinenbau Innovative Produkte (vernetzte Innovation) 2) durch Software Engineering Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), z.b. e-health Pharma/Biotech und MedTech Konvergenz führt zu neuen Produkten mit verschiedenen Wirkungsprinzipien Technologische Entwicklung und regulatorische Änderungen führen zu neuen Geschäftsmodellen MedTech Research Area 1) Substanzen menschlichen Ursprungs Quelle: SMTI 2010, CCMT, KTI/CTI 19

20 geringe Bedeutung Netzwerk hohe Bedeutung 3 INNOVATION UND KOLLABORATION Innovation ist der grösste Erfolgsfaktor für die SMTI Drei Innovationsmuster können unterschieden werden DAS INNOVATIONSMODELL (ILLUSTRATIV) INNOVATIONSMUSTER ~25% 1 Netzwerk Innovatoren 2 Renovatoren 1 Netzwerk Innovatoren Produktinnovation (radikale Innovation) Innovationsmotor der SMTI 25% aller SMTI Produkte auf dem Markt (20% kleinst/kleine Firmen; 5% grössere Firmen) erforschend ~25% Innovationstyp 3 ~50% Bündler ausbeutend 2 Renovatoren Produktverbesserungen (inkrementelle Innovation) Produktlinienerweiterung 25% aller SMTI Produkte 3 Bündler Keine Verbesserung bestehender Produkte in den letzten drei Jahren Nischen- oder Markterweiterungsstrategie 50% aller SMTI Produkte Quelle: SMTI 2010, Kyburz 20

21 4 WACHSTUM UND EXPORT SMTI Firmen erwarten 10-12% Wachstum pro Jahr in den nächsten zwei Jahren ERWARTETES WACHSTUM FÜR 2010 und 2011 [%, p.a.] KOMMENTARE Ø =10% Ø =12% 100% SMTI CEO's sind insgesamt sehr zuversichtlich (Erwartungen Mai 2010) 10-12% Wachstum Starkes Wachstum (> 10%) 55% 59% Die Prognose für den Schweizer Life Sciences Sektor insgesamt liegt bei 6.5% Start-ups sind besonders zuversichtlich Moderates Wachstum (0 to 10%) Neutral (0%) Moderate Abnahme (-5 to 0%) Starke Abnahme (< -5%) 1% 28% 6% 10% 26% 13% 1% 1% Etablierte Firmen erwarten moderates Wachstum aufgrund des Preiswettbewerbs n = 194 n = 188 Quelle: SMTI 2010, Credit Suisse, SwissRe 21

22 4 WACHSTUM UND EXPORT Unternehmen mit starkem Innovationsfokus erwarten ein überdurchschnittliches Wachstum ERWARTETE WACHSTUMSRATEN UND INNOVATIONSFOKUS [% erwartetes Wachstum] 1) KOMMENTARE Ø 12 Vergleich zu 2008 Weniger Fokus auf Produktinnovation Mehr Fokus auf Profitabilitätsverbesserung Ø Unternehmen die stark auf Innovation setzen erwarten signifikant höhere Wachstumsraten Innovationsgetriebene Unternehmen haben eine führende Rolle in der Entwicklung der SMTI Niedriger Innovationsfokus (niedriger F&E Anteil, Stärkung der Innovation keine Priorität), n = 33 Hoher Innovationsfokus (hoher F&E Anteil, Stärkung der Innovation eine Priorität), n = 18 1) Nur Hersteller und Zulieferer 22

23 4 WACHSTUM UND EXPORT Wachstumserwartungen und Exportanteil Hersteller setzen auf den Export, Zulieferer auf den heimischen Markt ERWARTETES WACHSTUM NACH EXPORTANTEIL [% erwartetes Wachstum, 2010] 1) KOMMENTARE Zulieferer 18 Export ist der zweite wichtige Wachstumsfaktor Hersteller Hersteller mit überdurchschnittlichem Exportanteil erwarten signifikant höheres Wachstum Ø Für Zulieferer ist der heimische Markt der Schlüssel zum Wachstum Schwierigkeiten den Marktzugang zu finden 4 Niedriger Exportanteil 2) Hoher Exportanteil 3) n = 114 1) Nur Hersteller und Zulieferer 2) Weniger als 44%/81% Exportanteil für Zulieferer/Hersteller 3) Mehr als 44%/81% Exportanteil für Zulieferer/Hersteller 23

24 4 WACHSTUM UND EXPORT Hersteller haben eine starke internationale Ausrichtung Mehr als 50% erwarten das höchste Wachstum ausserhalb Schweiz/EU LÄNDER MIT DEM HÖCHSTEN ERWARTETEN WACHSTUMSPOTENTIAL [% der Nennungen] KOMMENTARE Schweiz Schweiz Zulieferer Hersteller EU n = 49 n = USA/ Kanada Ausland 2 6 Japan 8 18 BRIC 8 6 Andere Länder in Asien 0 2 Andere Länder in Lateinamerika 1 2 Rest der Welt Das grösste Umsatzwachstum wird in der EU erwartet, gefolgt von der Schweiz Hersteller sind stärker international ausgerichtet 54% erwarten das grösste Umsatzwachstum in Ländern ausserhalb der EU und der Schweiz Im Fokus stehen insbesondere USA/Kanada und die BRIC Märkte Zulieferer sind stärker auf die EU und die Schweiz ausgerichtet, 24

25 4 WACHSTUM UND EXPORT Zum ersten Mal ist die Mitarbeiterzahl im Ausland stärker gewachsen als in der Schweiz Steigende Internationalisierung MITARBEITERWACHSTUM NATIONAL VS. INTERNATIONAL [% über die letzten 2 Jahre, Ende 2007 & 2009] 1) KOMMENTARE SMTI Firmen stellen weniger Mitarbeiter ein als früher Schweiz 7 21 Zum ersten Mal ist die Mitarbeiterzahl im Ausland stärker gewachsen Zunehmende Internationalisierung der SMTI Ausland 16 Die Umfrageergebnisse zeigen keine signifikante Verschiebung der Mitarbeiterzahlen zwischen der Schweiz und dem Ausland n = n = ) Nur Hersteller und Zulieferer 25

26 5 SCHLUSSFOLGERUNGEN Für die zukünftige Erschliessung des Wachstumspotentials der SMTI Unternehmen stehen sieben Handlungsfelder im Fokus POSITIONIERUNG KOLLABORATION/BÜNDELUNG OPERATIONELLES GESCHÄFTSMODELLE Anstreben der Innovationsführerschaft in erfolgsversprechenden Nischen Aufbau Werteversprechen und Lösungsorientierung Suchen der Nähe zu Spezialisten/Krankenhäusern Bildung starker Allianzen in früher Projektphase Eingehen einer Zusammenarbeit bei der Entwicklung von IT-Plattformen und -Lösungen Anstreben eines internationalen Out-Licensing zu grossen Medtech Herstellern für Vertrieb Ausweitung des Fachwissens durch Recruiting oder Insourcing Durchführung von Kostenoptimierungsmassnahmen Monitoring internationaler Einkaufspreisentwicklungen Überprüfung des "Krisenmodus" Überarbeitung des aktuellen Geschäftsmodells Strategische Orientierung/Neupositionierung (Konvergenz, Innovation) VERBESSERUNG DES WACHSTUMS- POTENTIALS DER SMTI FIRMEN INNOVATION Stärkung der vernetzten Innovation Überprüfung des Produktportfolios und der F&E Strategie Stärkung des Technologie-Scouting ausserhalb eigener Industrie INTERNATIONALES WACHSTUM Konzentration auf Wachstumsmärkte/ Nischen Monitoring des wachsenden internationalen Wettbewerbs und Substitutionsprodukte Aktive Suche nach Talenten auch im Ausland REGULATION Optimierung des regulatorischen Wissens und Herangehensweise für Hauptabsatzmärkte Stärkung juristischer Kapazitäten bezüglich Out-Licensing und Patentverletzungen Anpassung der Preisstrategie aufgrund Behördenbestrebungen zur Harmonisierung 26

27 "A4rb_standard" do not delete this text object! 27 Bestellung der Vollversion des SMTI 2010 Reports DRAFT, AUGUST 17 NOT to be published Die Vollversion des SMTI 2010 Reports kann bestellt werden unter zum Preis von CHF The Swiss Medical Technology Industry 2010 Report "MedTech at the Crossroads" 1 Bitte beachten, dass ohne die ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Herausgebers und der Autoren kein Teil dieser Publikation kopiert, verkauft, weitergegeben, oder in irgendeiner Form auf irgendeinem Weg, sei dies elektronisch, mechanisch, durch Kopie oder Fax oder sonstige Mittel vervielfältigt werden darf.

28 28 Dank Der Herausgeber und die Autoren möchten den folgenden Personen danken: Dem SMTI Advisory Board; den Industrieexperten; René Willhalm; Celinda Hampe (Medical Cluster); Aleksandar Ruzicic, Roland Mathys, Georg Thomas und Sara Schaufelberger (alle Roland Berger); Andrin Waldburger, Robert Reppas und Lukas Lang (alle Deloitte) für ihren Beitrag und ihre Unterstützung beim Erstellen des SMTI Reports 2010 KTI/CTI für ihre finanzielle Unterstützung bei der Erstellung dieses Reports Haftungsausschluss Ohne die ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Herausgebers und der Autoren darf kein Teil dieser Publikation kopiert, verkauft, weitergegeben, oder in irgendeiner Form auf irgendeinem Weg, sei dies elektronisch, mechanisch, durch Kopie oder Fax oder sonstige Mittel vervielfältigt werden. Diese Studie wurde im Sommer 2010 geschrieben unter Beteiligung von 252 Unternehmen, die in der Schweiz im Bereich der Medizintechnik tätig sind. Die Studie nutzt Informationen aus den Datenbanken des Medical Cluster, Advisory Board Mitgliedern, zusätzlichen Experteninterviews und internen Recherchen. Die verwendeten statistischen Daten spiegeln die Meinung der teilnehmenden Firmen zum Zeitpunkt der Datenerhebung (April bis Mai 2010) wider, diese kann von der aktuellen Meinung abweichen. Die an der Studie beteiligten Kollaborationspartner bestätigen, dass die Erhebung, die Auswertung und die Interpretation der Daten sorgfältig und anonym durchgeführt wurde. Diese Publikation stellt die Informationen lediglich in zusammenfassender Form dar und ist somit als generelle Wegleitung geeignet. Der Herausgeber und die Autoren können in keinster Weise für Verluste verantwortlich gemacht werden, die sich aus Handlungen ergeben, die auf Basis dieser Studie durchgeführt wurden. Alle Rechte an dieser Publikationen verbleiben beim Herausgeber, den Autoren und ihren jeweiligen Arbeitgebern (Medical Cluster, Roland Berger AG Strategy Consultants, Deloitte), 2010

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