Homophobie: die Angst der Frauen vor der Autonomie

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Homophobie: die Angst der Frauen vor der Autonomie"

Transkript

1 REGINA RAUW Homophobie: die Angst der Frauen vor der Autonomie Wie`s losgeht, wenn Frauen von sich selbst ausgehen In: Regina Rauw, Olaf Jantz, Ilka Reinert, Franz Gerd Ottemeier-Glücks (Hg.): Perspektiven geschlechtsbezogener Pädagogik. Impulse und Reflexionen zwischen Gender, Politik und Bildungsarbeit Quersichten Band 1, Opladen 2001, S Die Existenz von Lesbisch-Sein reicht aus Die Existenz von weiblichen Liebesbeziehungen und die damit verbundene Präsenz von Erotik und Sexualität zwischen Frauen rufen bei vielen Mädchen und Frauen Distanzierungen und Befremden hervor. Auf den ersten Blick stellt weibliche Homophobie die angstbesetzte Abwehrreaktion gegenüber Lesben, dem möglicherweise eigenen Lesbisch-Sein oder dem Für lesbisch gehalten zu werden dar. Ich werde in diesem Artikel der Frage nachgehen, wovon sich da denn eigentlich distanziert wird, weil ich unterstelle, dass sich hinter der Abwehr des Lesbischen weitaus mehr als eine Differenz um die sexuelle Orientierung verbirgt. Homosexualität entspricht nicht der gesellschaftlichen Normalität und wird nach wie vor im Allgemeinen abgewertet und tabuisiert. Möglicherweise selbst homosexuell zu sein, kann also (reale) Ängste von Ausgrenzung, Diskriminierung und Abwertung mit sich bringen. Doch die Gefahr des eigenen Lesbisch-Werdens ausgelöst durch das Zutagetreten der Tatsache, dass es homosexuelle Frauen gibt, ist offensichtlich ziemlich gering. Es muss demnach weitgehendere Ängste geben, die durch das bloße Zutagetreten, Sichtbarwerden bzw. Existent-Sein von weiblicher Homosexualität ausgelöst werden. Homosexualität ruft meines Erachtens angstbesetzte Abwehr hervor, weil deutlich wird, dass Frauen ein eigenes Sexualleben und sexuelles Begehren haben können, welches sich nicht erst durch den aktiven Part eines Mannes erschließt. Die dauerhaft ungelöste Frage vieler Mädchen und Frauen danach, was denn zwei Frauen erotisch zusammen machen, weist m.e. darauf hin, dass eine Befriedigung sexuellen

2 2 Begehrens ohne Mann bzw. ohne männliche Geschlechtsorgane, sei es für sich alleine oder mit einer anderen Frau, undenkbar ist. weil für viele Mädchen/Frauen das eigene Geschlecht mit Gefühlen von Ekel oder Distanz verbunden ist. Homosexualität stellt damit auch das Tabu der Selbstbefriedigung in Frage, weil sie impliziert, dass eine Frau das Geschlecht einer anderen Frau zärtlich berührt und damit schon fast sich selbst berührt. Frauen können sich selbst sexuell befriedigen, können eigenständig ihrer körperlichen Lust nachgehen und können eine andere Frau - d.h. eine Person mit den grundsätzlich gleichen Geschlechtsorganen - erotisch berühren. weil Mädchen oder Frauen ihre Angst ausdrücken, von lesbischen Mädchen oder Frauen gegen ihren eigenen Willen angemacht oder verführt zu werden. Die Befürchtung in bezug aus Homosexualität besteht aber weniger in der Grenzüberschreitung selber, denn Belästigung von Frauen wird deutlich als schlimmer deklariert als Belästigung von Männern. Anmache von Männern scheint zumindest die eigene Normalität zu bestätigen, während Anmache von Frauen den Anschein erwecken könnte, wenn eine sich nicht vehement dagegen zur Wehr setzt, selbst gerne lesbisch zu sein bzw. zu werden - und dieses Image gilt es auf alle Fälle zu vermeiden, weil es eine Abwertung bedeuten würde. weil das Denken von Homosexualität auch eigene homoerotische Erfahrungen in einem anderen Licht erscheinen lassen könnte: Galten diese doch immer als Ausprobieren, pubertäre Schwärmereien oder Nähe mit der besten Freundin, so könnten sie möglicherweise auch als homosexuelle Erfahrungen interpretiert ein völlig anderes Bild auf sich selbst eröffnen, welches die eigene (hetero-)sexuelle Identität als gar nicht so statisch und unveränderlich erkennen ließe. weil Homosexualität auch als eine Anfrage auf das eigene (heterosexuelle) Lebenskonzept angesehen werden kann. Frauen, die sich in ihrer Lebensplanung an ihrem Mann orientieren, die ihm zuliebe eigene Interessen zurückgesteckt haben, die sich mit vielen Kompromissen mit einem Mann arrangiert haben, müssten zur Kenntnis nehmen, dass ihr Weg nicht der einzig Mögliche ist, auch wenn sie sich vielleicht so fühlen, als hätte es für sie keine Alternativen gegeben. Frauenorientierte Lebenskonzepte lassen vermuten, dass Frauen auch ohne die Zugehörigkeit zu einem Mann zufrieden sein können bzw. dass es überhaupt möglich ist, ohne Mann das Leben zu gestalten. Wenn Homosexualität in der eigenen Wahrnehmung nicht zugelassen wird, kann das möglicherweise auch darin begründet sein, dass Frauen sich diesen Fragen an ihr heterosexuelles Beziehungs- und Lebenskonzept nicht stellen wollen.

3 3 Autonomie: Wunsch und Gefahr Die gemeinsame Struktur der homophoben Abgrenzungen liegt m.e. in Angst vor der weiblichen Autonomie, d.h. in der Angst davor, dass Frauen selbstbestimmt und eigenständig handeln können, dass Frauen sich unabhängig von der Bestätigung durch Männer definieren und dass Frauen diese Unabhängigkeit nicht allein sondern im Bezug auf andere Frauen erwerben. Homophobie bedeutet demnach auch die Angst vor Beziehungen unter Frauen, in denen Frauen andere Personen des gleichen und eigenen Geschlechts Männern bevorzugen und folglich die Erstrangigkeit von Männern nicht bestätigen. Warum ist es so, dass weibliche Autonomie für Frauen angstbesetzt ist, wo doch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit durchaus positiv konnotierte Eigenschaften sind? Lesben lieben und begehren Frauen, sie leben mit ihnen Sexualität und erklären gerade an diesem - für unsere Kultur sehr entscheidenden - Aspekt der sexuellen Identität Männer für bedeutungslos für ihre eigene Lust und Befriedigung. Damit stellen Lesben bzw. das Bild von lesbischer Liebe die Orientierung an männlicher Anerkennung und Bestätigung für richtiges Frau-Sein in Frage. Sie stellen ebenfalls das nach wie vor dominante Bild von heterosexueller Sexualität in Frage, welches sich als Penetration bzw. als Ergänzung zweier unterschiedlicher Körperteile im Geschlechtsverkehr darstellt. Auf den Aspekt von Sexualität und Partnerschaft bezogen verkörpern lesbische Beziehungen eine Gefährdung des normativen Weiblichkeitsbildes. Selbstverständlich gibt es auch in lesbischen Beziehungen Fremdbestimmung, Abhängigkeiten und Orientierungen an männlichen Definitionen von Sexualität. Ich werde in diesem Artikel gar keine Aussagen machen über die Realität von lesbischen Beziehungen oder von lesbischen Frauen und ihrem Grad von Selbstbestimmung und Autonomie. Mein Interesse liegt im Erörtern des Phänomens Homophobie. Diese orientiert sich nicht an der lesbischen Realität sondern an gesellschaftlich verfügbaren Bildern von lesbischer Sexualität und frauenorientierten Lebenskonzepten. Die Abgrenzungsbemühungen von Mädchen und Frauen gegenüber Lesben stellen m.e. den Versuch dar, die eigene Normalität zu demonstrieren, die eine Orientierung am männlichen Maßstab als entscheidendes Kriterium für eine gelungene weibliche Identitätsentwicklung voraussetzt.

4 4 Während Mädchen, wenn sie sich in diesem Sinne äußern, dies eindeutig durch die Abgrenzung von Lesben und lesbischen Lebensentwürfen zum Ausdruck bringen, zeigen erwachsene Frauen ähnliches aber weniger angreifbares Verhalten. Durch Sätze wie Ich bin doch keine Emanze, keine Feministin, keine Männerhasserin. grenzen sie sich von anderen Frauen mit der Intention ab, die Sympathie von Männern oder männeridentifizierten Frauen einzuwerben. Auch Äußerungen von Lesben können in diesem Sinne interpretiert werden, wenn sie offensiv behaupten, sie haben nichts gegen Männer und ihre Liebe zu einer Frau hätte nichts mit deren Geschlechtszugehörigkeit zu tun. Die Bestätigung von Männern und deren Bedeutung im Leben einer Frau scheint das wichtigste Element in diesen Aussagen zu sein, worüber Mädchen und Frauen ihr Normal-Sein und damit Richtig-sein bekunden wollen. Ich möchte im folgenden zwei Begründungslinien aufzeigen, warum Autonomie für Frauen ein so gefährliches und gleichzeitig vielversprechendes Thema ist: 1. Wenn Frauen autonom sind, steigen sie aus der dualen und hierarchischen Geschlechterkonstruktion aus. Sie beziehen dann weder ihre Definition noch ihren Wert durch eine Orientierung am Männlichen, womit sie die herrschende Ordnung grundsätzlich in Frage stellen. Sie verzichten auf Anerkennung, die sie bisher dafür erhalten haben, dass sie die Normalität bestätigt haben. In Bezug auf die sexuelle Orientierung bestätigen Frauen/Mädchen durch Heterosexualität ihr Normal-Sein. Ein wesentlicher Bestandteil weiblicher Sozialisation ist das Erlernen der heterosexuellen Beziehungsfähigkeit als Aspekt gelungener Persönlichkeitsentwicklung (Zwangsheterosexualität). 2. Wenn Frauen sich aus der dualen Festschreibung von Weiblichkeit und Männlichkeit herausbewegen, bekommen die Unterschiede zwischen Frauen einen eigenen Wert. Die Differenzen unter Frauen sind ein wesentlicher Beitrag zur Freiheit mit der Erlaubnis: Ich darf mich unterscheiden. Frauenbeziehungen, die sowohl Gleichwertigkeit als auch Differenzen beinhalten, können dann entstehen, wenn Frauen sich nicht durch die Abhängigkeit von männlicher Wertschätzung aus den Beziehungen zu Frauen herausnehmen müssen. Für diese Qualität von Bezogensein auf andere Frauen gibt es bislang wenig Räume und wenig positive

5 5 öffentliche Modelle. Statt dessen werden Frauenbeziehungen entweder als Konkurrenzbeziehungen oder als Opferbündnisse polarisiert. Diesen beiden Begründungslinien gehe ich genauer nach und zeige dabei die Strukturen auf, welche eine positive Besetzung von weiblicher Autonomie verhindern. Zwangsheterosexualität - die weibliche Normalität Mädchen haben spätestens mit der Adoleszenz zu lernen, was es bedeutet, in dieser Gesellschaft eine Frau zu werden. Sie erfahren, dass Attraktivität bei Jungen und Männern als Erfolg für eine gelungene Persönlichkeitsentwicklung zu verbuchen ist. Sie lernen, dass sie heterosexuelle Beziehungen einzugehen haben, damit sie von Eltern, der Peer-Group, Bekannten und Unbekannten Anerkennung erfahren. Eine feste Beziehung mit einem Mann verspricht Sicherheit, sozialen Status und Schutz vor anderen Männern. Diese Lernziele sind eindeutig, gleichzeitig aber genauso ambivalent, weil diese Orientierung an einer heterosexuellen Beziehung irgendwie immer für die einen zu früh ( frühreifes Flittchen ), die anderen zu spät ( frigide Jungfrau ), für die dritten nicht mit dem richtigen ( Doch nicht mit dem! ) stattfindet. Und auch die Vierte - die beste Freundin - fühlt sich und irgendwie zurecht - verlassen. Selbst wenn viele Mädchen wissen, dass sie mit ihren Liebesbeziehungen große Zugeständnisse in ihrer Selbstbestimmung und Freiheit machen müssen und dass sie sich in der Geschlechterhierarchie dem (männlichen) Partner unterzuordnen haben, so gehen sie dennnoch diese Beziehungen ein. Der Gewinn an Anerkennung durch Normerfüllung ist für sie subjektiv größer als der Verlust der eigenen Autonomie. Es gibt in unserer Gesellschaft keine wirkliche Alternative für Mädchen, die in gleichem Maße Anerkennung verspricht wie der Beweis der heterosexuellen Beziehungsfähigkeit. Eine leistungsbezogene Identität, die berufliche und/oder finanzielle Anerkennung bieten könnte, wird auch im Frauenbild der Moderne immer in Verbindung mit einer heterobeziehungsorientierten Identität vermittelt: Spätestens nach der Ausbildung sollte sich irgendwann ein männliches Wesen am Horizont abzeichnen, und selbst wenn er noch nicht real auftaucht, so ist doch sein Erscheinen in der Phantasie durch die stets mitgedachte potentielle Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Lebensplanung vieler Frauen fest eingeplant. Ist weit und breit kein Mann in Sicht, an der Berufswahl keine antizipierte Familienplanung festzustellen und nicht mal eine erotische Ebene mit dem Kollegen oder

6 6 Nachbarn zu erkennen, so gibt dies schon oft genug Anlass zu abwertenden Kommentaren wie karrieregeiles Mannweib, frigide Emanze oder eben in diskriminierenden Sinne die Lesbe. Um diesen unangenehmen Zuschreibungen zu entgehen, um wer zu sein (Freundin von XY), um Anerkennung zu erfahren, um sich nicht permanent rechtfertigen zu müssen, um in Ruhe gelassen zu werden und manchmal auch, um nicht zum noch zu überzeugenden Freiwild von Männern erklärt zu werden, geben sich Mädchen und Frauen ein heterosexuelles Image. Sie haben das Wissen erlernt, was es heißt, normal zu sein und dadurch akzeptiert zu werden. Das soll nicht heißen, dass alle Mädchen sich unfreiwillig, zwangsweise und eigentlich ungern heterosexuell orientieren. Es wird aber deutlich, wie eng die Bestätigung ihrer Person an die Erfüllung der Normalität - in diesem Falle der heterosexuellen gesellschaftlichen Norm - gebunden ist. Mädchen sind zwar in ihrer Entscheidung theoretisch frei, aber sie sind nicht wirklich frei im Sinne einer Wahl, weil die Alternativen sich nicht gleichwertig darstellen, d.h. weil ihnen Heterosexualität oft als die einzig denkbare und auf jeden Fall bessere Möglichkeit vermittelt wird, Frau-Sein und Weiblichkeit zu leben. In diesem Sinne benutze ich den Begriff der Zwangsheterosexualität (nach Rich 1993), weil Mädchen und Frauen durch den Wunsch nach Anerkennung und die (unterschiedlich große) Angewiesenheit auf Bestätigung durch Normerfüllung dazu gedrängt werden, sich heterosexuell zu orientieren. Es wird ihnen durch vielfältigste Instanzen offen und heimlich nahe gelegt, Beziehungen zu Männern den Beziehungen zu Frauen zu bevorzugen. Gleichzeitig zu diesem Prozess des Erlernens der sexuellen Orientierung auf ein gegengeschlechtliches Gegenüber lernen Mädchen, dass sie sich aus der Beziehung zu anderen Mädchen und Frauen herauszunehmen haben. Sie beginnen aufgrund der Orientierung an männlicher Bestätigung, sich selbst und andere Mädchen und Frauen mit der Brille eines Mannes zu betrachten und machen damit diese fiktive Sichtweise zum Maßstab weiblicher Attraktivität und Beliebtheit. Damit entfernen sie sich mehr und mehr von sich selbst, dem eigenen Empfinden von Schönheit und der Orientierung an eigenen Wertmaßstäben. Eine Entfremdung von anderen Frauen sowie deren Einschätzungen und Meinungen ist die logische Begleiterscheinung. Alles wird aus der fremdidentifizierten männlichen Sicht beurteilt, die Qualität der Begegnung mit gleichgeschlechtlichen Personen wird abgewertet bzw. hat dann ihre Existenzberechtigung, wenn sie die Orientierung am Männlichen bestätigt, wie beispielsweise die beste Freundin,

7 7 die immer wieder zur Aufrechterhaltung der heterosexuelle Beziehung herangezogen wird. Und dies alles geschieht spätestens in der Pubertät, wenn meistens auch die Beziehung zur eigenen Mutter von Abgrenzung, Kämpfen und Verletzungen geprägt sind - keine leichte Zeit, wie auch Carol Gilligan beschreibt: In patriarchalen Gesellschaften und Kulturen, die von Männerstimmen geprägt sind, ist die psychologische Entwicklung von Frauen mit einem Trauma verknüpft. Der Druck, der auf Jungen ausgeübt wird, sich in der frühen Kindheit von Frauen zu lösen, entspricht dem Druck der Mädchen, sich mit dem Erreichen der Adoleszenz aus der Beziehung zu sich selbst und der Beziehung zu Frauen herauszunehmen. Für die Mädchen bedeutet die Trennung von Frauen nicht nur die Loslösung von der Mutter, sondern auch von sich selbst - kein Mädchen mehr zu sein, sondern eine Frau zu sein, bedeutet dann, mit Männern zusammen` zu sein. (Gilligan 1994: 238) Frauenbeziehungen: entweder die Gleiche oder die Böse Warum bemühen sich Mädchen und Frauen so sehr um männliche Anerkennung? Warum nehmen sie sich aus den Beziehungen zu anderen Frauen heraus? Warum erscheint ihnen dies mehr oder weniger als der einzig gangbare Weg, um durch Normerfüllung zu Bestätigung durch andere zu gelangen? Warum wird ihnen kaum ein anderes Modell auf dem Weg zu Selbstbestimmung und Autonomie angeboten? Dies liegt aus meiner Sicht vor allem an zwei Grundelementen unserer Gesellschaft: Zum ersten verharren wir nach wie vor in einer polaren Zuschreibung von Weiblichkeit und Männlichkeit als sich gegenseitig ergänzende Konzepte. Die Konstruktion der geschlechtlichen Dualität ist nach wie vor ein wesentliches Element unseres kulturellen Gedankengutes (vergleiche Artikel in diesem Buch: Olaf Jantz, Regina Rauw: Alles bleibt anders!). Getreu dem Motto Gegensätze ziehen sich an! wird eine quasi natürliche beziehungsmäßige Orientierung zwischen Männer und Frauen vorausgesetzt. Diese wird von den einen in der Fortpflanzungsfähigkeit der Heterosexualität begründet, von anderen mit der Natürlichkeit der erotischen und emotionalen Angewiesenheit auf ein gegengeschlechtliches Objekt. Ich spreche nicht gegen die Bedeutung der Differenz innerhalb von Beziehungen, behaupte aber, dass die vorhandenen Differenzen zwischen Männern und Frauen Produkte sozialer

8 8 Konstruktionen von Geschlecht sind und sich damit die Heterosexualität als gesellschaftliche Institution erst durch die polaren Geschlechterkonzepte herstellt. Was uns dadurch fehlt, und damit beschreibe ich das zweite Grundelement, sind gleichwertige Beziehungen unter Frauen, die auf Differenzen basieren. Infolge der Geschlechterhierarchie sind Frauenbeziehungen grundsätzlich diffizil. Sie sind selten positiv besetzt: Frauen gelten entweder als Konkurrentinnen oder als Quatschtanten. Aufgrund der dualen und hierarchischen Denkstrukturen verharren Frauenbeziehungen entweder in der ausschließlichen Herstellung von Gemeinsamkeiten, gemeinsamen Unterlegenheits- und Opferbündnisse, die keine verlassen darf, will sie nicht in den Sog der Täterschaft geraten. Die andere Variante liegt in Konkurrenz- und Misstrauensbeziehungen, in denen es nur darum geht, mehr von der männlichen Anerkennung und Bestätigung abzubekommen. In diesem Sinne verspricht die Abwertung einer anderen Frau eine vermeintliche Selbst-Aufwertung. Beide Beziehungsmuster sind in der Geschlechterhierarchie gefangen, sie schaffen keine eigene Qualität unter Frauen. Um diese eigene Qualität der Frauenbeziehungen herzustellen, ist es notwendig, dass Frauen sich gegenseitig Wert und Bedeutung verleihen. Frau-Sein bekommt einen eigenen Wert, wenn Frauen sich auf Frauen beziehen. Frauen brauchen, um sich in der Welt zu verorten, Frauen, die zwischen ihnen und der Welt vermitteln. Die Voraussetzung ist, dass Frauen zum Maßstab werden, zur Autorität. Diese Autorität hat das Zeichen des Geschlechts zu tragen. Nur unter dieser Voraussetzung kann die Frau aus ihrer Selbstunsicherheit heraustreten, die viele Frauen schlimmer bewerten als die soziale Ungerechtigkeit, die ihnen widerfährt. Mit anderen Worten: Frauen werden für Frauen zur Quelle des Wissens und des Wertes. (Kolk 1994: 76) Dies ist aber nur dann möglich, wenn Frau-Sein weder ein irgendwie geartetes Gleichsein aller Frauen bedeutet, noch wenn Frau-Sein ein wesensmäßiges Anderssein von Männern bedeutet. Denn damit bliebe Frau-Sein in der Definitionsgebundenheit an Männliches gefangen. Es geht also darum, Frau-Sein aus der Abhängigkeit von Manin-Sein herauszuheben, aus der Gebundenheit ans Männliche, der Ergänzung oder Anpassung. Dies ist nur möglich unter Einbezug der Geschlechterdifferenz, und damit meine ich hier in erster Linie der Verschiedenheit unter Frauen. Die Akzeptanz der Differenz ist eine wichtige Voraussetzung, damit Frauen in Beziehung miteinander treten können und sich nicht einsam fühlen müssen, wenn sie sich aus der Abhängigkeit von männlicher Bestätigung lösen. Die Qualität von Frauenbeziehungen besteht dann darin, dass wir uns in der Begegnung mit

9 9 anderen Frauen als vollständig empfinden, weil wir uns nicht als Gegenüber, Ergänzung oder Anhängsel wahrnehmen (vgl. Günter 1996: 14-20). Warum nicht autonom sein? Wenn Frauen sich als autonom begreifen, dann heißt das, dass sie von sich selbst ausgehen, von ihren eigenen Empfindungen, Erfahrungen, Wünschen und ihrem Wissen. Frauen erleben ihr Subjekt-Sein und ihr eigenes aktives Potential an der Gestaltung der Gesellschaft. Autonomie wird dann lebbar, wenn Frauen selber beginnen, normative Weiblichkeitsbilder außer Kraft zu setzten und sich auf Frauen zu beziehen. Die Entwicklung eines eigenen Selbstwertes und die Befreiung von Fremdbestimmung, so lauten folglich die Versprechungen der Autonomie. Trotz dieser positiven Anreize erlebe ich es immer wieder (auch an mir selbst), dass Mädchen und Frauen sich nicht autonom verhalten, d.h. sich selbst und die eigene Subjekt- Perspektive wider besseren Wissens zugunsten des Normal-Seins zurücknehmen. Das entscheidende Hindernis liegt meines Erachtens nach darin, dass Frauen ihren aktiven Anteil an der Herstellung und Reproduktion des hierarchischen Geschlechterverhältnisses nicht ausreichend wahrnehmen (wollen). Sie sehen sich lieber in der Rolle des passiven Opfers der patriarchalen Strukturen, beklagen ihren Status, geben den anderen (den Männern) die Schuld und fordern von ihnen Veränderungen ein. 1 Damit übernehmen sie aber insbesondere durch ihr eigenes Selbstverständnis eine systemstabilisierende Funktion. Passivität und Opferhaltung unterstützen und reproduzieren die eigene erfahrene Unterdrückung, sie tragen zur Erhaltung der Geschlechterhierarchie bei. Den eigenen Part als Mittäterinnen, die Rolle als Täterin, nehmen Frauen ungern wahr, denn darin läge auch die Anerkennung dessen, was Frauen vom Patriarchat haben: Bequemlichkeit, Bestätigung der weiblichen Normalität, schwach und passiv sein zu dürfen, Stärke und Verantwortung delegieren zu können. Mittäterschaft der Frau ist nicht ein Ausrutscher, eine gelegentliche Entgleisung, eine üble Abweichung, sondern die Norm selbst. Mittäterschaft heißt Mit-dem-Täter: Loyalität mit dem Mann und seiner Gesellschaft, Zustimmung für seine Herrschaft. (Thürmer-Rohr 1990; 12/13) 1 Hiermit möchte ich nicht in Abrede stellen, dass Frauen tatsächlich Opfererfahrungen machen, wenn sie z.b. sexuelle Gewalt erleben.

10 10 Die Frage nach der Autonomie, ausgelöst durch die Konfrontation mit Lesbisch-Sein, ist also m. E. in erster Linie eine Anfrage an uns Frauen, ob wir unseren aktiven Part an der Gestaltung der Welt anerkennen, ob wir unseren Anteil an der Mittäterschaft aufgeben wollen und was wir bereit sind, für unsere eigene Befreiung zu tun. Dabei müssen wir abwägen, welche Sicherheiten und Bestätigungen wir damit aufgeben und welchen Gewinn wir haben, wenn wir von uns selbst ausgehen. Die Antwort darauf kann und muss in jeder Situation gegeben werden. Es geht nicht um eine Entscheidung ein für alle Mal, denn wir sind immer neu wieder herausgefordert, uns dazu zu verhalten und unser Interesse und Begehren einzubringen. Das Einzige, was wir nicht können, ist uns nicht zu verhalten, denn mit unseren Haltungen, unseren Selbstdefinitionen, unseren Aussagen und unserem Schweigen haben wir jederzeit und gegenwärtig einen Anteil an der Gestaltung des Geschlechterverhältnisses. Literatur Carol Gilligan / Lyn M. Brown: Die verlorene Stimme - Wendepunkte in der Entwicklung von Mädchen und Frauen. Frankfurt, New York Andrea Günter: Weibliche Autorität, Freiheit und Geschlechterdifferenz: Bausteine einer feministischen politischen Praxis. Königstein/Taunus Sylvia Kolk: Von der Selbsterfahrung über die Selbsterkenntnis zur Einsicht. Ein Befreiungsweg im Kontext feministischer Bildungsarbeit. Bielefeld Adrienne Rich: Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz, in: Audre Lorde/Adrienne Rich: Macht und Sinnlichkeit, hrsg. von Dagmar Schultz, Berlin 4. Aufl. 1993, S Christina Thürmer-Rohr: Einführung - Forschen heißt Wühlen, in: Mittäterschaft und Entdeckungslust, hrsg. von Studienschwerpunkt Frauenforschung` am Institut für Sozialpädagogik der TU Berlin, Berlin, 2. Aufl. 1990, S

gehört mir Mein Körper Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder

gehört mir Mein Körper Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder Association Suisse pour la Protection de l Enfant www.aspe-suisse.ch Associazione Svizzera per la Protezione dell Infanzia www.aspi.ch Kinderschutz Schweiz www.kinderschutz.ch Mein Körper gehört mir Ein

Mehr

Um zu einer sinnerfüllten Existenz zu gelangen bedarf es der Erfüllung von drei vorangehenden Bedingungen (Grundmotivationen 1 )

Um zu einer sinnerfüllten Existenz zu gelangen bedarf es der Erfüllung von drei vorangehenden Bedingungen (Grundmotivationen 1 ) In der Existenzanalyse und Logotherapie geht es um ein Ganzwerden des Menschen um zu einer erfüllten Existenz zu gelangen. Die Existenzanalyse hat das Ziel, den Menschen zu befähigen, mit innerer Zustimmung

Mehr

Ergebnisse Umfrage zu Eifersucht und Kontrollverhalten

Ergebnisse Umfrage zu Eifersucht und Kontrollverhalten 1 Ergebnisse Umfrage zu Eifersucht und Kontrollverhalten Das Fokusthema der diesjährigen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» des Christlichen Friedensdienstes cfd ist Eifersucht und Kontrollverhalten.

Mehr

Interkulturelle Konflikte. Interkulturelle Konflikte

Interkulturelle Konflikte. Interkulturelle Konflikte Interkulturelle Konflikte Interkulturelle Konflikte Interkulturelle Konflikte Im Unterschied zum Rassismus beruhen urteilen gegen andere, sondern auf unterschiedlichen Grundeinstellungen und Werten, also

Mehr

Sexualität und Beeinträchtigung

Sexualität und Beeinträchtigung Sexualität und Beeinträchtigung Das ist die Meinung von über das Thema Sexualität und Beeinträchtigung. Grundsätze Grundsätze sind feste Regeln, die immer gelten. Menschen mit Beeinträchtigungen haben

Mehr

und doch so schwierig

und doch so schwierig Sozialkompetenz so einfach und doch so schwierig Referat im Forum Kaufmännischer Berufsfrauen Schweiz FOKA (Sektion Zentralschweiz) Maya Bentele Dipl. Psychologin FH/SBAP Transaktionsanalytikerin TSTA-O

Mehr

Paartherapie. Über Freud und Leid an der Beziehungsarbeit. Von Dipl.-Psych. Andrea Richter

Paartherapie. Über Freud und Leid an der Beziehungsarbeit. Von Dipl.-Psych. Andrea Richter IPSIS Institut für psychotherapeutische Information und Beratung Paartherapie Über Freud und Leid an der Beziehungsarbeit Von Dipl.-Psych. Andrea Richter Jeder Mensch erlebt und lebt auf seine ganz persönliche

Mehr

NINA DEISSLER. Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus?

NINA DEISSLER. Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus? NINA DEISSLER Flirten Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus? Die Steinzeit lässt grüßen 19 es sonst zu erklären, dass Männer bei einer Möglichkeit zum One-Night-Stand mit

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Covergestaltung: P. Lauster Digitalisierung: e-books-production. Urheberrechte: 2001 by P. Lauster.

Covergestaltung: P. Lauster Digitalisierung: e-books-production. Urheberrechte: 2001 by P. Lauster. Impressum Covergestaltung: P. Lauster Digitalisierung: e-books-production Urheberrechte: 2001 by P. Lauster. Jede kommerzielle Nutzung und Verbreitung dieser e-edition ist untersagt und bedarf einer schriftlichen

Mehr

Diese Powerpoint Präsentation ist mit Kommentaren versehen, damit Sie den Inhalt besser nachvollziehen können. Durch Klicken der rechten Maustaste

Diese Powerpoint Präsentation ist mit Kommentaren versehen, damit Sie den Inhalt besser nachvollziehen können. Durch Klicken der rechten Maustaste Diese Powerpoint Präsentation ist mit Kommentaren versehen, damit Sie den Inhalt besser nachvollziehen können. Durch Klicken der rechten Maustaste und Anklicken Präsentation beenden können Sie den Bereich

Mehr

'Weibliche Selbstsicherheit'

'Weibliche Selbstsicherheit' I N S T I T U T F Ü R D E M O S K O P I E A L L E N S B A C H 'Weibliche Selbstsicherheit' Präsentation der 'Selbst & Sicher Studie' im Auftrag von Procter & Gamble am 3. November 2000 in Frankfurt Außerordentlich

Mehr

Antidiskriminierung und Chancengleicheit

Antidiskriminierung und Chancengleicheit Antidiskriminierung und Chancengleicheit Ringvorlesung Wintersemester 07/08 Was bringen Diversity Trainings für die Antidiskriminierungsarbeit - eine kritische Betrachtung Anita Gruber, Fachhochschule

Mehr

Zur Forderung nach Mehr Männern im Mediendiskurs um Jungen als Modernisierungsverlierer

Zur Forderung nach Mehr Männern im Mediendiskurs um Jungen als Modernisierungsverlierer Von anwesenden Frauen und abwesenden Männern Zur Forderung nach Mehr Männern im Mediendiskurs um Jungen als Modernisierungsverlierer Dr. Susann Fegter Goethe Universität Frankfurt Institut für Sozialpädagogik

Mehr

Analysetool. IGIV Anleitung. Analyse der Gruppe Fragebogen für die Arbeit in Mädchenund Jungengruppen an der Schule und im Jugendfreizeitbereich

Analysetool. IGIV Anleitung. Analyse der Gruppe Fragebogen für die Arbeit in Mädchenund Jungengruppen an der Schule und im Jugendfreizeitbereich IGIV Anleitung Analysetool Name Zeit Zielgruppe Material, Raum, Anzahl der Räume etc. Arbeitsfeld Analyse der Gruppe Fragebogen für die Arbeit in Mädchenund Jungengruppen an der Schule und im Jugendfreizeitbereich

Mehr

Und dann frag ich mich wirklich ey Leute, schauts ihr mal hinter die Kulissen?

Und dann frag ich mich wirklich ey Leute, schauts ihr mal hinter die Kulissen? Und dann frag ich mich wirklich ey Leute, schauts ihr mal hinter die Kulissen? Identitätsbildung von Mädchen und Jungen vor dem Hintergrund häuslichen Gewalterlebens Implikationen für die beraterische

Mehr

Die Wünsche und Erfahrungen, Sorgen und Ängste der Eltern begleiten den Schuleintritt. Die Kinder sind nicht ohne ihre Eltern zu haben.

Die Wünsche und Erfahrungen, Sorgen und Ängste der Eltern begleiten den Schuleintritt. Die Kinder sind nicht ohne ihre Eltern zu haben. Vom Erstkontakt zur Zusammenarbeit mit Eltern Netzwerk web Aufbau 4 Postulate zum Einstieg Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachpersonen Heilpädagogik-Kongress in Bern 2. September 2009 Beziehungs- und

Mehr

Koedukativer Sportunterricht

Koedukativer Sportunterricht Koedukativer Sportunterricht Grundsätze und Beispiele geschlechterbewussten Unterrichtens Helmut Schmerbitz Wolfgang Seidensticker Die hier dargestellten Ausführungen finden sich z.t. in ausführlicher

Mehr

Die Führungskraft als Coach eine Illusion?

Die Führungskraft als Coach eine Illusion? Die Führungskraft als Coach eine Illusion? Karin Pape Metrion Management Consulting GbR Martinskirchstraße 74 60529 Frankfurt am Main Telefon 069 / 9 39 96 77-0 Telefax 069 / 9 39 96 77-9 www.metrionconsulting.de

Mehr

Regina Rauw Dekonstruktion in der Mädchenarbeit Eine Herausforderung für Pädagoginnen

Regina Rauw Dekonstruktion in der Mädchenarbeit Eine Herausforderung für Pädagoginnen Regina Rauw Dekonstruktion in der Mädchenarbeit Eine Herausforderung für Pädagoginnen In: Forum für Kinder- und Jugendarbeit Hrsg: Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e.v., Juni 2004. S. 56 62. Schon

Mehr

EQuality 2014. Geschlechterstereotype Vortrag entwickelt von Dietrich Englert und Zita Küng

EQuality 2014. Geschlechterstereotype Vortrag entwickelt von Dietrich Englert und Zita Küng 1 Das Potenzial voll entfalten - Vom konstruktiven Umgang mit Geschlechterstereotypen Tagung des Büros der Beauftragten für Chancengleichheit in der Evangelischen Landeskriche in Württemberg, Stuttgart,

Mehr

Sexualität- Partnerschaft - Familie

Sexualität- Partnerschaft - Familie Sexualität- Partnerschaft - Familie 1. Kapitel: Die Sexualität des Menschen Sexualität gehört zu den Grundbedürfnissen eines Menschen. Sie findet ihren Ausdruck und gleichsam ihre Grenzen in der körperlichen

Mehr

Wenn Liebe fremdgeht

Wenn Liebe fremdgeht Wenn Liebe fremdgeht Prof. Dr. Ulrich Clement Institut für Sexualtherapie Heidelberg Mythen über das Fremdgehen Affären sind der Beweis, daß in der Beziehung etwas nicht stimmt Eine gelegentliche Affäre

Mehr

Die Liebe und der Verlust

Die Liebe und der Verlust Die Liebe und der Verlust Jeder Mensch hat in seinem Leben Zuneigung, Affinität oder Liebe zu einem anderen Menschen gehabt in einer Partnerschaft oder sogar einer Ehe. Gemeint ist eine Zeit, in der man

Mehr

Partnerschaft im Alter.

Partnerschaft im Alter. Übersicht Partnerschaft im Alter. Herausforderungen, Verluste, Gewinne Pasqualina Perrig-Chiello > Herausforderungen: Ehe und Familie als Ort der Liebe eine moderne Erfindung > Verluste: Bis dass der Tod

Mehr

ANDERS IST NORMAL. Vielfalt in Liebe und Sexualität

ANDERS IST NORMAL. Vielfalt in Liebe und Sexualität ANDERS IST NORMAL Vielfalt in Liebe und Sexualität 02 VIELFALT VIELFALT ist die Grundlage in der Entwicklung von Mensch und Natur. Jeder Mensch ist einzigartig und damit anders als seine Mitmenschen. Viele

Mehr

Mit Leichtigkeit zum Ziel

Mit Leichtigkeit zum Ziel Mit Leichtigkeit zum Ziel Mutig dem eigenen Weg folgen Ulrike Bergmann Einführung Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles auf der Welt haben, tun oder sein. Wüssten Sie, was das wäre? Oder überfordert

Mehr

FRAGEBOGEN 3 JAHRE AUSBILDUNG IM DIALOGMARKETING

FRAGEBOGEN 3 JAHRE AUSBILDUNG IM DIALOGMARKETING FRAGEBOGEN 3 JAHRE AUSBILDUNG IM DIALOGMARKETING bfkm fingerhut + seidel Drei Jahre Ausbildung im Bereich Dialogmarketing sind Anlass für die Frage, wie es um die Qualität der Ausbildung steht. bfkm fingerhut+seidel

Mehr

Sexualpädagogik ist Gesundheitsförderung Handlungsfelder und Wirkungen

Sexualpädagogik ist Gesundheitsförderung Handlungsfelder und Wirkungen Sexualpädagogik ist Gesundheitsförderung Handlungsfelder und Wirkungen 14. Zürcher Forum Prävention und Gesundheitsförderung Sexualpädagogik und Gesundheit - 27. Juni 2012 Gabriela Jegge, Jegge, Kompetenzzentrum

Mehr

SEXUELLE ORIENTIERUNG

SEXUELLE ORIENTIERUNG REISEFÜHRER Ich benutze gerne das Wort 'Queer'. SEXUELLE ORIENTIERUNG, GESCHLECHT UND GESCHLECHTS- nichtht r e b A r mac jedes & das da t ok! is IDENTITÄT* *Ein super einfacher!!! omnisexuell mtf trans*

Mehr

Fragebogen zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit mit SB-Kassen (zweite empirische Untersuchung)

Fragebogen zur Untersuchung der Kundenzufriedenheit mit SB-Kassen (zweite empirische Untersuchung) Interviewer: Fragebogennummer: Datum: Uhrzeit: SB Guten Tag, im Rahmen einer Seminararbeit an der Professur für Handelsbetriebslehre der Universität Göttingen führe ich eine empirische Untersuchung zur

Mehr

Vbrwort 13. Die erste Lektion der Liebe 22

Vbrwort 13. Die erste Lektion der Liebe 22 Inhalt Vbrwort 13 Kapitell Von der Ware Liebe zur wahren Liebe 16 Die erste Lektion der Liebe 22 Kapitel 2 Die Vertreibung aus dem Paradies 24 Das Nein zum Fühlen und zum Leben 27 Zwei hungrige Kinder

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Ehrenkodex. für TrainerInnen und InstruktorInnen im Österreichischen Karatebund. I. Präambel

Ehrenkodex. für TrainerInnen und InstruktorInnen im Österreichischen Karatebund. I. Präambel Ehrenkodex für TrainerInnen und InstruktorInnen im Österreichischen Karatebund I. Präambel Der Ehrenkodex für TrainerInnen und InstruktorInnen im Österreichischen Karatebund basiert auf dem Prinzip Verantwortung

Mehr

Einleitung Seite 4. Kapitel I: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen Seiten 5-13 VORSCHAU. Kapitel II: Freundschaft, Liebe, Partnerschaft Seiten 14-22

Einleitung Seite 4. Kapitel I: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen Seiten 5-13 VORSCHAU. Kapitel II: Freundschaft, Liebe, Partnerschaft Seiten 14-22 Inhalt Einleitung Seite 4 Kapitel I: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen Seiten 5-13 - Was willst du wissen? - Typisch Mädchen Typisch Jungen - Männer und Frauen - Frauenberufe Männerberufe - Geschlechtsrollen

Mehr

Fact Sheet "Jugendliche und Pornografie"

Fact Sheet Jugendliche und Pornografie Fact Sheet "Jugendliche und Pornografie" Ergebnisse einer nicht repräsentativen, geschlechterspezifischen Umfrage aus dem hr 2007 zum Pornografiekonsum von Jugendlichen, durchgeführt vom Fachbereich Sexualpädagogik

Mehr

Meinungen und Einstellungen der Väter in Deutschland

Meinungen und Einstellungen der Väter in Deutschland Meinungen und Einstellungen der Väter in Deutschland 30. Oktober 2013 n3376/28958 Le Max-Beer-Str. 2/4 10119 Berlin Telefon: (0 30) 6 28 82-0 Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung 2 1. Leben mit Kind 3 1.1 Gefühlslage

Mehr

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen.

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen. Zusammenarbeit mit Eltern im Kontext einer Institution 6. Heilpädagogik-Kongress in Bern am 2. September 2009 Netzwerk web Aufbau Drei Postulate Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachleute Der Prozess

Mehr

Unwissen macht Angst Wissen macht stark!

Unwissen macht Angst Wissen macht stark! Eine Informationsreihe der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.v. Unwissen macht Angst Wüssten Sie davon, wenn ein Kind sexuell missbraucht

Mehr

111 Überwinden depressiven Grübelns

111 Überwinden depressiven Grübelns 111 Überwinden depressiven Grübelns 57 In diesem Kapitel geht es nun um die Dinge, die man tun kann: Wie gerate ich weniger oft ins Grübeln hinein? Wie steige ich schneller wieder aus Grübelprozessen aus?

Mehr

Wirkungsvoll schreiben : Tipps zu schwierigen Kundensituationen

Wirkungsvoll schreiben : Tipps zu schwierigen Kundensituationen Wirkungsvoll schreiben : Tipps zu schwierigen Kundensituationen Schwierige Kundensituationen Strategie 1 Strategie Manche Briefe an Kunden sind besonders schwierig. Zum Beispiel, weil: Sie keine für den

Mehr

Wirtschaftspsychologie untersucht Verhalten und Erleben im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen.

Wirtschaftspsychologie untersucht Verhalten und Erleben im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen. Wirtschaftspsychologie - Einführung Wirtschaftspsychologie untersucht Verhalten und Erleben im ökonomischen Umfeld sowie den sozialen Zusammenhängen. Ziel: Erklären und Vorhersagen von wirtschaftlichem

Mehr

DIVERSITY MAINSTREAMING

DIVERSITY MAINSTREAMING DIVERSITY MAINSTREAMING Intersektionalität Gender/Ethnicity im Kontext eines Einwanderungslands Dr. Czarina Wilpert, Berlin Gliederung 1. Einleitung: Warum Diversity? 2. Von der Bürgerrechtsbewegung zum

Mehr

Die Rolle der Väter im Begleiteten Umgang

Die Rolle der Väter im Begleiteten Umgang Die Rolle der Väter im Begleiteten Umgang am Beispiel des Begleiteten Umgangs im Zentrum Aktiver Bürger Nürnberg beim 13. Offenen Forum Familie zum Thema Die Väterdiskussion - Ansätze für ein neues Verständnis

Mehr

11. Anhang Häufigkeitsverteilungen Ich bin häufig unsicher, wie ich mich gegenüber Behinderten verhalten soll. (N=1289; I=2,71) 7 19,2 34 39,8 Wenn ich Behinderte auf der Straße sehe, versuche ich, ihnen

Mehr

Teil 1 Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft

Teil 1 Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft Teil 1 Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft In der pädagogischen Praxis von Kindertagesstätten hat die Elternarbeit in den vergangenen Jahren einen zunehmend höheren Stellenwert bekommen. Unter dem

Mehr

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu!

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Beschluss der 33. Bundes-Delegierten-Konferenz von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Leichte Sprache 1 Warum Leichte Sprache? Vom 25. bis 27. November 2011 war in

Mehr

Schüler und Lehrer. Teil 1: Was ist Erleuchtung? von Anssi Antila

Schüler und Lehrer. Teil 1: Was ist Erleuchtung? von Anssi Antila Schüler und Lehrer Teil 1: Was ist Erleuchtung? von Anssi Antila Dieses E-Book wurde erstellt für Tamara Azizova (tamara.azizova@googlemail.com) am 25.06.2014 um 11:19 Uhr, IP: 178.15.97.2 Inhaltsverzeichnis

Mehr

Depression. Ursachen der Depression: Probleme in der Entwicklung. Ursachen der Depression: Zusammenfassung. Ursachen und Behandlung - Sozialisation

Depression. Ursachen der Depression: Probleme in der Entwicklung. Ursachen der Depression: Zusammenfassung. Ursachen und Behandlung - Sozialisation Hans-Werner Stecker Depression Ursachen und Behandlung - Sozialisation zuletzt geändert: 04/2007 Zusammenfassung Erbliche Veranlagung körperliche Faktoren Aktuelle körperliche Erkrankung Aktuelle psychische

Mehr

Und schon gar nicht Tränen einsetzen Gender, Emotionsarbeit und Mikropolitik im Management

Und schon gar nicht Tränen einsetzen Gender, Emotionsarbeit und Mikropolitik im Management Und schon gar nicht Tränen einsetzen Gender, Emotionsarbeit und Mikropolitik im Management Mikropolitik: Aufstiegskompetenz von Frauen *Das Projekt wird für die Dauer von drei Jahren aus Mitteln des BMBF

Mehr

Während der letzten 4 Wochen habe ich mich wohl gefühlt, weil... sehr häufig 0 1 2 3 4 5 6. weise

Während der letzten 4 Wochen habe ich mich wohl gefühlt, weil... sehr häufig 0 1 2 3 4 5 6. weise Fragebogen zur Erfassung der aktuellen Ressourcenrealisierung (RES) Dieser Fragebogen enthält Aussagen zu verschiedenen Bereichen, die allgemein in einem engen Zusammenhang stehen zu dem Wohlbefinden und

Mehr

Beratungskonzept. Psychologische Beratung

Beratungskonzept. Psychologische Beratung Beratungskonzept Psychologische Beratung für Einzelpersonen Paartherapie Familientherapie Psychologische Praxis Dr. Alexander Bergert Fasanenweg 35 44269 Dortmund Tel.: 02 31/97 10 10 77 Fax.: 02 31/97

Mehr

Noch bei Trost? Alternative Gedanken zur Jahreslosung 2016 ICH WILL EUCH TRÖSTEN, WIE EINEN SEINE MUTTER TRÖSTET Jesaja 66, 13

Noch bei Trost? Alternative Gedanken zur Jahreslosung 2016 ICH WILL EUCH TRÖSTEN, WIE EINEN SEINE MUTTER TRÖSTET Jesaja 66, 13 Noch bei Trost? Seite 1 Noch bei Trost? Alternative Gedanken zur Jahreslosung 2016 ICH WILL EUCH TRÖSTEN, WIE EINEN SEINE MUTTER TRÖSTET Jesaja 66, 13 Ein fünfzigjähriger Mann in beruflich verantwortlicher

Mehr

Fragebogen zur Rolle der Musik im Alltag

Fragebogen zur Rolle der Musik im Alltag Fragebogen zur Rolle der Musik im Alltag von Juslin und Laukka (2004) deutsche Bearbeitung von S. fner, N. Meier und S. Kristen (2013) fner, S., Meier, N., & Kristen, S. (2013). Fragebogen zur Rolle der

Mehr

Informationen zu den LAB-Profilen

Informationen zu den LAB-Profilen Infos zu den LAB-Profilen Seite 1 Informationen zu den LAB-Profilen Was sind LAB-Profile? Die Language and Behaviour-Profile (kurz: LAB-Profile) sind ein hochwirksames Instrument über den Zusammenhang

Mehr

Alter und Familie Frauen zwischen tradierten Normalitätsvorstellungen und neuen Gestaltungsanforderungen Cordula Kropp, Jana Türk und Sophia Post

Alter und Familie Frauen zwischen tradierten Normalitätsvorstellungen und neuen Gestaltungsanforderungen Cordula Kropp, Jana Türk und Sophia Post Alter und Familie Frauen zwischen tradierten Normalitätsvorstellungen und neuen Gestaltungsanforderungen Cordula Kropp, Jana Türk und Sophia Post Sektionsveranstaltung Alter(n) jenseits der Normalfamilie?

Mehr

Buchbesprechung: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor. Joke van Leuween (2012).

Buchbesprechung: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor. Joke van Leuween (2012). Buchbesprechung: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor. Joke van Leuween (2012). Zentrales Thema des Flucht- bzw. Etappenromans ist der Krieg, der Verlust der Muttersprache und geliebter

Mehr

Meine typischen Verhaltensmuster

Meine typischen Verhaltensmuster Arbeitsblatt: Meine typischen Verhaltensmuster Seite 1 Meine typischen Verhaltensmuster Was sagen sie mir in Bezug auf meine berufliche Orientierung? Es gibt sehr unterschiedliche Formen, wie Menschen

Mehr

Auf der Suche nach dem großen Glück

Auf der Suche nach dem großen Glück Auf der Suche nach dem großen Glück Unsere Glaubenssätze bestimmen, wie wir das Glück erleben Fast jeder von uns hat im Laufe des Lebens erfahren, dass das Glück nicht lange anhält. Ebenso, dass Wunder

Mehr

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu.

ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. ganz genau Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu. Seite 2 7 Wenn auf den ersten Blick ein zweiter folgt, dann stellen sich unweigerlich viele Fragen:

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

Mädchentreff Goldach Ziele und Inhalte

Mädchentreff Goldach Ziele und Inhalte Mädchentreff Goldach Ziele und Inhalte 1 Zielgruppe 1 2 Ziele 1 2.1 Ziele auf individueller Ebene der Mädchen 1 2.2 Ziele auf gesellschaftlicher Ebene 1 2.3 Ziele auf der Ebene des Mädchentreffs 1 3 Angebote

Mehr

Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt?

Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt? Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt? 5 6 Test: Wie sehr wird Ihr Lebensalltag durch den Schmerz bestimmt? Dieser Test vermittelt Ihnen selbst einen Eindruck darüber, wie sehr

Mehr

Elternumfrage 2014. Kita und Reception. Campus Hamburg

Elternumfrage 2014. Kita und Reception. Campus Hamburg Elternumfrage 2014 Kita und Reception Campus Ergebnisse der Elternumfrage 2014 Um die Auswertung der Elternumfrage 2014 richtig lesen und interpretieren zu können, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Mehr

Das Symbiosetrauma. Systemische Therapie im Kontext von Trauma und Bindung. Steyerberg, 11. September 2011. www.franz-ruppert.de

Das Symbiosetrauma. Systemische Therapie im Kontext von Trauma und Bindung. Steyerberg, 11. September 2011. www.franz-ruppert.de Das Symbiosetrauma Systemische Therapie im Kontext von Trauma und Bindung Steyerberg, 11. September 2011 www.franz-ruppert.de 09.09.2011 (c) Prof. Dr. Franz Ruppert 1 Reihe Leben Lernen bei Klett-Cotta

Mehr

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes.

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Zivildienst als wichtige Sozialisationsinstanz oder Erziehung zur Menschlichkeit Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Mag. Gerald Czech Das

Mehr

Tagung Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt 09. bis 11. Oktober 2009

Tagung Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt 09. bis 11. Oktober 2009 www.frauenhilfe-muenchen.de Tagung Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt 09. bis 11. Oktober 2009 Forum Erfahrungen aus der Arbeit mit Kleinkindern und deren Mütter im Frauenhaus Waltraud Dürmeier, Frauenhilfe

Mehr

Wir sind auch eine Männerzentrale: Männliche Selbstzerstörung oder gesundes Mann-Sein? Rafael Kamp, Philipp Nanzer

Wir sind auch eine Männerzentrale: Männliche Selbstzerstörung oder gesundes Mann-Sein? Rafael Kamp, Philipp Nanzer Vorstellung / Einleitung Wir sind auch eine Männerzentrale: Männerarbeit am eff-zett! Männliche Selbstzerstörung oder gesundes Mann-Sein? Rafael Kamp, Philipp Nanzer Kernthese: Es ist ein kultureller Mythos,

Mehr

RANDI GUNTHER. Beziehungssaboteure. Verhaltensweisen erkennen und bewältigen, die Liebe zerstören. REIHE AKTIVE LEBENSGESTALTUNG Beziehung.

RANDI GUNTHER. Beziehungssaboteure. Verhaltensweisen erkennen und bewältigen, die Liebe zerstören. REIHE AKTIVE LEBENSGESTALTUNG Beziehung. RANDI GUNTHER Beziehungssaboteure REIHE AKTIVE LEBENSGESTALTUNG Beziehung Verhaltensweisen erkennen und bewältigen, die Liebe zerstören Junfermann V e r l a g 1. Was führt zu Beziehungssabotage? Mit unserem

Mehr

Psychologische Begleitung bei chronischen und onkologischen Erkrankungen

Psychologische Begleitung bei chronischen und onkologischen Erkrankungen Psychologische Begleitung bei chronischen und onkologischen Erkrankungen Die Diagnose Die Diagnose, an Krebs erkrankt zu sein, ist für die meisten Menschen erst einmal ein Schock. Das Leben scheint angehalten

Mehr

Die Mutter eine Beziehungsreise zum Selbst

Die Mutter eine Beziehungsreise zum Selbst 1 Ich erlebe den Männertag immer wieder als eine alljährliche Feier auf dem Weg zur Entwicklung eines neuen Mannseins als eine Geburtsstunde für eine neue Männlichkeit. Heute ist der zwölfte Männertag,

Mehr

Clever klicken. Herzlich Willkommen zum 3 tägigen Workshop mit Arne Frisch & Philipp Buchholtz

Clever klicken. Herzlich Willkommen zum 3 tägigen Workshop mit Arne Frisch & Philipp Buchholtz Clever klicken Herzlich Willkommen zum 3 tägigen Workshop mit Arne Frisch & Philipp Buchholtz Faszination Internet Nutzung und Einstellung zum Internet 1 Technischer Aufbau des Internets http://vimeo.com/9641036

Mehr

ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben vom 27.04.2012 und nehme hierzu wie folgt Stellung:

ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben vom 27.04.2012 und nehme hierzu wie folgt Stellung: 1 2 3 Anwaltshaus z.hd. Herrn Rechtsanwalt Andreas Kohn Postfach 112260 86047 Augsburg Vichte, Belgien, 2. Mai 2012 Vorab per E-Mail SV e.v../. Jan Demeyere Ihr Zeichen: 309/12KO01 D20/2900 Ihr Schreiben

Mehr

Liebeskummer - Sprechstunde. Singleberatung

Liebeskummer - Sprechstunde. Singleberatung Liebeskummer - Sprechstunde Singleberatung HP für Psychotherapie Heidemarie Voigt Danzstr. 1 39104 Magdeburg e-mail:voigt@reden-ist-gold.info www.reden-ist-gold.info Tel. 0391-50 38 444 Fax 0391-50 38

Mehr

Wohnen im Zeitalter der Inklusion. Lebensräume und Lebensträume?

Wohnen im Zeitalter der Inklusion. Lebensräume und Lebensträume? Wohnen im Zeitalter der Inklusion Lebensräume und Lebensträume? Vorbemerkung I. DIE BEHINDERTENRECHTSKONVENTION 2 UN Behindertenrechtskonvention Österreich: Ratifizierung 26.10.2008 Deutschland: Ratifizierung

Mehr

Hamacher Coaching Interventionen und Präventionen

Hamacher Coaching Interventionen und Präventionen Hamacher Coaching Interventionen und Präventionen Sozialkompetenz in der Schule fördern 2 Die psychischen und physischen Folgen von Mobbing sind fatal! Verzweiflung Angstzustände Schlafstörungen Verfolgungswahn

Mehr

SexuelleGewalt. gegen Mädchenund Frauen mitbehinderung. Hessisches Netzwerk

SexuelleGewalt. gegen Mädchenund Frauen mitbehinderung. Hessisches Netzwerk Hessisches Netzwerk behinderterfrauen Kölnische Str. 99 34119 Kassel Tel.: 05 61/728 85-22 Fax: 05 61 /728 85-29 E-Mail: hessisches_netzwerk@fab-kassel.de www.fab-kassel.de/hessisches/netzwerk.html SexuelleGewalt

Mehr

Gedanken zu Iventing the Wheel das Rad erfinden

Gedanken zu Iventing the Wheel das Rad erfinden Gedanken zu Iventing the Wheel das Rad erfinden Mein Eindruck, meine Freude, meine Ungeduld sind eben ganz spezifische Erfahrungen, die es in dieser Form eben vorher nie gegeben hat. Ich suche verzweifelt

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte 10. Stunde: Beleidigungsdelikte Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Prüfungsschema: Beleidigung nach 185 StGB I. Tatbestand 1. Objektiver Tatbestand

Mehr

Reiss Profile Kurztest: Den eigenen Werten und Bedürfnissen auf der Spur

Reiss Profile Kurztest: Den eigenen Werten und Bedürfnissen auf der Spur Reiss Profile Kurztest: Den eigenen Werten und Bedürfnissen auf der Spur Die Frage, wer bin ich und was treibt mich an, beschäftigt die Menschen seit jeher. In den 1990er-Jahren veranlasste sie auch den

Mehr

Literaturarbeit Juni 2004 Inwiefern ist Homosexualität für Jugendliche eine besondere Entwicklungsaufgabe?

Literaturarbeit Juni 2004 Inwiefern ist Homosexualität für Jugendliche eine besondere Entwicklungsaufgabe? Juni 2004 Inwiefern ist Homosexualität für Jugendliche eine besondere Entwicklungsaufgabe? Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 1.1 Fragestellung 1.2 Begründung 2. Hauptteil 1 Abhandlung / Erörterung / wichtige

Mehr

Evaluation der Geschlechtergerechtigkeit von Lehre

Evaluation der Geschlechtergerechtigkeit von Lehre Evaluation der Geschlechtergerechtigkeit von Lehre Dieser Fragebogen hilft Ihnen, über Ihre eigene Lehre aus einer Geschlechter-Perspektive nachzudenken und Ihre Lehre entsprechend geschlechtergerecht

Mehr

Timo Andreas Kläser. Regenbogenfamilien. Erziehung von Kindern für Lesben und Schwule. /^ora % ^IIBibliothek

Timo Andreas Kläser. Regenbogenfamilien. Erziehung von Kindern für Lesben und Schwule. /^ora % ^IIBibliothek Timo Andreas Kläser Regenbogenfamilien Erziehung von Kindern für Lesben und Schwule /^ora % ^IIBibliothek Centaurus Verlag Freiburg 2011 Inhaltsverzeichnis - Vorwort 1 Einleitung 3 1 Situation von Lesben,

Mehr

So finden Sie Ihr persönliche Führungsstrategie!

So finden Sie Ihr persönliche Führungsstrategie! So finden Sie Ihr persönliche Führungsstrategie! Sie möchten Ihrer Tätigkeit als Führungskraft mehr Sinn geben. Sie wollen in allen Situationen glaubwürdig wirken und von Ihrem Umfeld respektiert werden.

Mehr

Motivation und Anreizsysteme Ein Vergleich zwischen Vertriebsmitarbeitern und Mitarbeitern aus anderen Funktionsbereichen

Motivation und Anreizsysteme Ein Vergleich zwischen Vertriebsmitarbeitern und Mitarbeitern aus anderen Funktionsbereichen Motivation und Anreizsysteme Ein Vergleich zwischen Vertriebsmitarbeitern und Mitarbeitern aus anderen Funktionsbereichen Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im Rahmen der Bachelorarbeit von Janina

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

Prävention durch Schutzkonzepte. Jun.Prof. Dr. Martin Wazlawik, Universität Münster 13.11.14

Prävention durch Schutzkonzepte. Jun.Prof. Dr. Martin Wazlawik, Universität Münster 13.11.14 Prävention durch Schutzkonzepte Jun.Prof. Dr. Martin Wazlawik, Universität Münster 13.11.14 2 Wer sind Sie? Sie sind als Ehrenamtliche_r hier? Sie sind als Hauptamtliche_r hier? Sie kommen aus dem Bereich

Mehr

Die drei Säulen einer tragfähigen Partnerschaft. Liebe Wertschätzung Konfrontation. Inhaltsübersicht. Warum weichen Sie heiklen Themen aus?

Die drei Säulen einer tragfähigen Partnerschaft. Liebe Wertschätzung Konfrontation. Inhaltsübersicht. Warum weichen Sie heiklen Themen aus? Die drei Säulen einer tragfähigen Partnerschaft Liebe Wertschätzung Konfrontation Inhaltsübersicht Warum weichen Sie heiklen Themen aus? Was geschieht, wenn Sie dies weiterhin tun? Die erste Regel für

Mehr

Kinderrechte stärken!

Kinderrechte stärken! Kinderrechte stärken! Eine Standortbestimmung 1. Präambel nach Janusz Korczak 2. Kinderrechte stärken, Mitbestimmung ermöglichen! für Eltern und Fachkräfte 3. Kinderrechte stärken, Mitbestimmung ermöglichen!

Mehr

Interkulturelle Begegnungen - Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Begegnungen - Interkulturelle Kompetenz CKD Diözesanrat Münster Interkulturelle Begegnungen - Interkulturelle Kompetenz Grundlagen für ehrenamtliche Mitarbeiter/innen Sandra de Vries 23.10.2015 Einstieg in das Thema Die Welt im Wandel Menschen

Mehr

Wenn zwei das Gleiche tun Bewertung von Arbeit und Leistung, Risiken und Chancen

Wenn zwei das Gleiche tun Bewertung von Arbeit und Leistung, Risiken und Chancen PROJEKTENTWICKLUNG PROJEKTBEGLEITUNG MODERATION Wenn zwei das Gleiche tun Bewertung von Arbeit und Leistung, Risiken und Chancen PROJEKTENTWICKLUNG PROJEKTBEGLEITUNG MODERATION Wenn zwei das Gleiche tun

Mehr

Entwicklungspsychologie in der frühen Jugend

Entwicklungspsychologie in der frühen Jugend Entwicklungspsychologie in der frühen Jugend Frühes Jugendalter >10 bis 12 Jahr Vorpubertät Periode zwischen reifer Kindheit und Auftreten erster sekundärer Geschlechtsmerkmale. >11 bis 14 Jahre Transeszenz

Mehr

nders ist Normal Vielfalt in Liebe und Sexualität

nders ist Normal Vielfalt in Liebe und Sexualität nders ist Normal Vielfalt in Liebe und Sexualität 02 vielfalt Vielfalt ist die Grundlage in der Entwicklung von Mensch und Natur. Jeder Mensch ist einzigartig und damit anders als seine Mitmenschen. Viele

Mehr

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier:

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier: Keine Sorge, es gibt schnelle Hilfe. Überreicht durch: Fest steht: Es bringt gar nichts, einfach nur abzuwarten. Wann? Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser eventuell kann es sogar sein, dass

Mehr

3. Wie viele Pflegekinder leben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Baden- Württemberg?

3. Wie viele Pflegekinder leben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Baden- Württemberg? Landtag von Baden-Württemberg 15. Wahlperiode Drucksache 15 / 3480 08. 05. 2013 Kleine Anfrage der Abg. Brigitte Lösch und Andreas Schwarz GRÜNE und Antwort des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung,

Mehr

www.kinderzentrum-mecklenburg.de

www.kinderzentrum-mecklenburg.de www.kinderzentrum-mecklenburg.de 09:00-09:15 Uhr Eröffnung Elisabeth Jecht, Diplom-Psychologin, Kinderzentrum Mecklenburg 09:15-10:00 Uhr Trennung und Scheidung im Erleben der Kinder Elisabeth Jecht, Diplom-Psychologin,

Mehr

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation

Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation Was ist Kommunikation? Oder: Jede Form der Repräsentation von Außenwelt ist immer eine bestimmte Form der Selbstrepräsentation sentation zur Unterscheidung von psychischen und sozialen Systemen nach Niklas

Mehr

Partizipation in biographischer Perspektive

Partizipation in biographischer Perspektive Partizipation in biographischer Perspektive ich wußt ja nicht, dass ich mal was sagen darf Fachtagung 60 Jahre SOS-Kinderdorf e.v. Beziehung, Bildung, Befähigung und Beteiligung Freitag, den 08. Mai 2015

Mehr

Professionell handeln in Gewaltsituationen

Professionell handeln in Gewaltsituationen Professionell handeln in Gewaltsituationen Professional Assault Response Training (PART ) Konzeptvorstellung anlässlich der EREV-Tagung Gewalt Erziehungshilfen mit Sicherheit Bad Honnef 15. Mai 2013 Wolfgang

Mehr