Brustkrebs von der Diagnose bis zur Nachsorge

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1 Brustkrebs von der Diagnose bis zur Nachsorge Schaffhausen Dr. U.R. Meier Direktor Klinik für Radio-Onkologie Kantonsspital Winterthur

2 Radio-Onkologie Die Lehre von der Behandlung bösartiger Tumore mit Strahlen 2

3 Radio-Onkologie Strahlentherapie Radiotherapie Radio-Onkologie 3

4 Häufigkeit des Mammakarzinoms In der Schweiz wird jährlich bei rund Frauen ein Mammakarzinom diagnostiziert; im Lauf ihres Lebens erkrankt jede 10. Schweizerin. 4

5 Indikation zur Bestrahlung? Bestrahlung der Brust nach Entfernung eines bösartigen Tumors Bestrahlung der Lymphdrüsen nach einer Operation, wenn von Tumor befallen Bestrahlung von Metastasen 5

6 kurative Therapie Brusterhaltende Therapie (OP + RT) Ablatio (ohne RT) Identische Resultate bez. Überleben und Tumorkontrolle 6

7 Warum bestrahlen nach einer brusterhaltenden Operation? Reduktion des Risikos eines neuen Tumorwachstums in der befallenen Brust von 30 % auf 5 % 7

8 8 Satellitenherde

9 Satellitenherde 3 cm: 20% 9

10 Was bringt eine Bestrahlung nach einer Operation 25 von 100 Patientinnen bekommen keinen Tumor mehr dank der Bestrahlung aber 70 von 100 Patientinnen hätten auch ohne Bestrahlung keinen mehr bekommen 10

11 11 Welche Strahlen werden angewendet?

12 Welche Strahlen werden angewendet? Röntgenstrahlen mit hoher Energie Elektronen 12

13 Welche Strahlen werden angewendet? Warum nicht Sonnenlicht? 13

14 typische Wellenlängen Röntgenstrahlung sichtbares Licht Mikrowellen Rundfunkwellen Fernsehübertragung Wechselstrom 1 nm nm 1 mm 300 m 1 m 6000 km 14

15 Wirkung der Strahlung Veränderung der DNS 15

16 Wirkungen der Strahlen Heilung Wirkung Dosis Nebenwirkung 16

17 Wirkung der Strahlung unterschiedliche Wirkung auf: Tumorgewebe Normalgewebe warum? 17

18 Wahrscheinlichkeit Wirkungen der Strahlen Heilung Optimale Therapie Nebenwirkungen Dosis 18

19 Ablauf einer Bestrahlung Akten sammeln und studieren Informationsgespräch Klinische Untersuchung Ev. Staging ergänzen Positionskontrollen Tägliche bestrahlungen, Wöchentliche Visiten Nachsorge Bestrahlungsplanung CT basierte Berechnung Anbringen von Hautmarkierungen 19

20 Dosis und Aufteilung Kleine Einzeldosen für schonende Therapie Gesundes Gewebe erholt sich von Tag zu Tag 20

21 Dosis und Aufteilung Standardtherapie Bestrahlungen ganze Brust 5 10 Bestrahlungen Tumorbett 2 Gy pro Tag, 5 Sitzungen pro Woche 21

22 Dosis und Aufteilung «verkürzte» Bestrahlung Verkürzte Dauer der gesamten Therapie Höhere Wirkung im gesunden Gewebe? Mehr Nebenwirkungen nach 10 Jahren? Risiko für Nervenschaden 22

23 Dosis und Aufteilung «verkürzte» Bestrahlung Für ältere Patientinnen Nur bei nicht erhöhtem Rezidivrisiko Nicht für grosse Mammae Nicht bei R1-Resektionen Auf Wunsch der Patientin 23

24 Dosis und Aufteilung Therapiedauer Normale RT: 6 Wochen verkürzte RT: 4-5 Wochen Stark stark vwerkürzte RT: 3 Wochen (4x/Woche) 24

25 Was wird bestrahlt? Brusterhaltende Therapie Ganze Brust, höhere Dosis im Tumorbett Lymphabfluss je nach Stadium 25

26 26

27 27 Bestrahlungsplanung

28 28

29 29

30 Modulierte RT der Mamma und Lymphabfluss Mammaria int. 30

31 31 RT Tumorbett mit Elektronen.

32 Simulator 32

33 CT für Simulation 33

34 Linearbeschleuniger Linac-Gantry Bestrahlungs-Kopf Überwachungs-Kamera Daten-Bild- Schirme Patienten- Liege CT 34

35 35 Bestrahlung

36 36

37 37

38 38 Elektronen-Bestrahlung

39 im Steuerungsraum Überwachung Patient Überwachung Beschleuniger Röntgenbilder Haupt-Konsole Patienten- Dossier 39

40 40

41 41

42 Akute Nebenwirkungen Müdigkeit Hautrötung Ödem des Drüsenkörpers 42

43 Spätveränderungen meistens: keine selten: Pigmentverschiebung der Haut Veränderung des Drüsenkörpers Teleangiektasien 43

44 Spätveränderungen selten: Armschwellung - nur nach Bestrahlung der Axilla 44

45 Spätveränderungen nie: Schädigung innerer Organe wie Herz, Speiseröhre etc. 45

46 Risiken frühere Bestrahlungen selten Erbkrankheiten schwerer Diabetes starker, aktiver Rheumatismus gewisse Medikamente starke Raucherinnen 46

47 was darf man nicht? alles was die Haut belastet Baden, Schwimmen Solarium Sauna 47

48 Verhaltensmassnahmen während der RT: Duschen erlaubt mit milder Waschlotion keine Vollbäder keine Sauna keine Sonnenbäder Verzicht auf Synthetikwäsche keine alkoholhaltigen Deos im RT-Feld 48

49 Strahlt man (Frau)? Nein, - nicht von der Therapie 49

50 Visiten Wöchentliche ärztliche Visite Hautpflege 50

51 Interdisziplinäre Teamarbeit Radiologie Verwaltung 51

52 52

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