Einführung in die. pädagogisch-psychologische Diagnostik

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Einführung in die. pädagogisch-psychologische Diagnostik"

Transkript

1 Einführung in die Ω pädagogisch-psychologische Diagnostik Diagnose der kognitiven Lernvoraussetzungen Klaus Konrad α σˆ 1

2 Agenda Ω Nach welchen Gütekriterien werden psychologische Untersuchungen beurteilt? Was ist Diagnostik? Intelligenz: Warum ist sie wichtig? Welche Forscher haben zur Intelligenzmessung beigetragen? Welche Aspekte /Komponenten machen intelligentes Handeln aus? α Was ist Konzentration? Wie wird sie gemessen? σˆ

3 Eine sozialwissenschaftl.untersuchung Ω Versuchsplanung Frage Deskriptivstatistik Versuch / Experiment Daten Messen Antwort α Inferenzstatistik Test σˆ 3

4 Gütekriterien Ω Hauptgütekriterien Nebengütekriterien Objektivität Ökonomie Reliabilität (Zuverlässigkeit) Utilität (Nützlichkeit) und Zumutbarkeit Validität (Gültigkeit) Vergleichbarkeit Akzeptanz α σˆ 4

5 Validität Ω Die Validität (Gültigkeit) eines diagnostischen Verfahrens sagt aus, ob tatsächlich das erfasst wird, was erfasst werden soll und nicht irgend etwas anderes Bei einem Test: Misst der Test das Persönlichkeitsmerkmal oder die Verhaltensweise, das oder die er messen soll oder zu messen vorgibt, auch tatsächlich? α σˆ 5

6 Inhaltliche Validität Ω Inhaltliche Validität: Repräsentiert das diagnostische Verfahren das zu Erfassende unmittelbar? α σˆ 6

7 Beispiele für inhaltlich valide Messverfahren Ω Schreibmaschineschreiben als Test für die Fertigkeit des Schreibmaschineschreibens (bei einer Sekretärin; bei einem Lehrlingseinstellungstest wäre dies jedoch nicht geeignet, um den Erfolg vorherzusagen); aus einer Grundgesamtheit möglicher Aufgaben zum Bruchrechnen zufällig ausgewählte α Aufgaben als Test der Fertigkeit zum Bruchrechnen. σˆ 7

8 Kriteriumsvalidität Ω Inwieweit hängt das erfasste Merkmal mit einem Kriterium zusammen? (z.b. Intelligenz mit Lehrerurteil mit Schulnoten). Wichtig: Das Kriterium soll das zu Messende ebenfalls repräsentieren. Erhebung der Testwerte (X) an einer Stichprobe: Erhebung der Kriteriumswerte (Y) (an derselben Stichprobe); Berechnung der Korrelation r(x,y)=r XY. Kriteriumsvalidität bzw. der Validitätskoeffizient α von X bezüglich Y: Korrelationskoeffizient r(x,y) =r XY. σˆ 8

9 Konstruktvalidität Ω Erfasst das Verfahren das theoretische Konstrukt, das es messen soll? Ein "Konstrukt" ist eine theoretische Variable. Beispiel: Intelligenz ist immer innerhalb einer psychologischen Theorie definiert. Die Konstruktvalidierung führt nicht zu einem Validitätskoeffizienten. Zur Konstruktvalidierung werden alle Aussagen α herangezogen, die die postulierten Beziehungen (z. σˆ B. zu Lernerfolg) nachweisen können. 9

10 Gütekriterien hängen zusammen Ω Achtung! Die Hauptgütekriterien eines diagnostischen Verfahrens hängen zusammen: Ohne genaue Messvorschrift (Objektivität) können keine genauen (reliablen) Werte erzielt werden. Ist ein Test nicht reliabel, so kann mit diesem Test kein gültiges/valides Ergebnis erzielt werden. α σˆ 10

11 Diese Fragen sollten Sie jetzt beantworten können Ω Was ist eine Korrelation (hohe und niedrige, positive und negative)? Was versteht man unter Objektivität, Reliabilität und Validität? Warum sind Objektivität, Reliabilität und Validität untrennbar miteinander verbunden? α σˆ 11

12 Was ist Diagnostik? Ω Diagnostik ist eine Bezeichnung für alle Methoden und deren Anwendung, welche zur Beschreibung inter-, und intraindividueller Unterschiede verwendet werden Erkenntnisgewinn (in die Bedingungen für Lernprozesse) Feststellung von Unterschieden Im Dienste aktueller pädagogischer α Entscheidungen σˆ 1

13 Diagnose Ω heißt, vergleichen, im Sinne von beschreiben, erklären und vorhersagen. führt zu unterschiedlichen Entscheidungsstrategien: Selektion Platzierung Ist immer normorientiert α σˆ 13

14 Was ist psychologische Diagnostik? Ω "Pädagogische Diagnostik ist das Insgesamt von Erkenntnisbemühungen im Dienste aktueller pädagogischer Entscheidungen (Klauer, 198, S. 5). α σˆ 14

15 Phasen des diagnostischen Prozesses Ω Diagnose Fragestellung Prognose Entscheidung α σˆ 15

16 Thema der Stunde: Diagnose der kognitiven Lernvoraussetzungen Ω Intelligenz Lernfähigkeit Konzentration und Aufmerksamkeit Kognitive Stilmerkmale Kreativität Arbeits- und Lernstrategien Sprachkompetenzen α σˆ 16

17 Warum ist Intelligenz wichtig? Ω Intellegere: unterscheiden: intellectus; Geist, Verstand Ursprünge theologisch-philosophisch: Intelligenz als Fähigkeit, Gott zu erkennen α σˆ 17

18 Partnerinterview Ω Partner A Woher hatte Einstein seine Begabung? Partner B Partner A Welche Einfluss haben Vererbung und Umwelt auf intelligentes Verhalten? Woran kannst du intelligentes Verhalten erkennen? Kann man Intelligenz messen? Partner B Sind intelligente Menschen automatisch gute Schüler und erfolgreich im Beruf? α σˆ 18

19 Wieso Intelligenz? Ω Intelligenz ist ein wichtiges Merkmal, weil: ein Zusammenhang zwischen der individuellen Ausprägung von Intelligenz und den Kriterien für das weitere Fortkommen in westlichen Gesellschaften besteht Intelligente Menschen eher Anforderungen von Alltag, Ausbildung, beruflicher Tätigkeit entsprechen α niedrigere Intelligenz die Aussicht auf Einkommen, schulische Unterrichtung usw. mindert σˆ 19

20 Zwischenfazit Ω Die Bedeutung der Intelligenz in unserer (Leistungs-) Gesellschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie beeinflusst die Persönlichkeit, ist mitverantwortlich für verschiedenste individuelle Entwicklungen und prägt durch ihre hohe allgemeine Wertschätzung innerhalb der westlichen Kultur die private und α berufliche Biographie. σˆ 0

21 Erfolgsgeschichte der Intelligenzforschung Ω Hohe Langzeitstabilitäten in der Intelligenztestleistung: frühe Kindheit um r =.50; späte Kindheit über r =.80 ( = stabiles Persönlichkeitsmerkmal). In Kulturkreisen, in denen Kindern weitgehend alle Lerngelegenheiten offen stehen, können bis zu 50 Prozent der Varianz in der Intelligenztestleistung durch genetische Unterschiede erklärt werden. Unterschiede in der Intelligenz haben eine α zerebrale Grundlage, die prinzipiell aufgeklärt σˆ werden kann. 1

22 Ω Wichtige Vertreter und ihre Beiträge Grundüberlegungen Biologische Maße (Größe, Gewicht...) sind in der Bevölkerung normalverteilt Die Gaußsche glockenförmige Normalverteilung gilt für geistige Fähigkeiten Die relative Position des Individuums kann als α Abweichung vom Mittelwert festgelegt werden σˆ

23 Francis Galton (1) Ω Vergleich der Merkmale oder Fähigkeiten des einzelnen mit den durchschnittlichen Fähigkeiten, also Bestimmung der Abweichung vom Mittelwert der Bezugsgruppe Standardisierung der Leistungssituationen und Aufgaben (Objektivität!) Fähigkeiten folgen der Gaussoder Normalverteilung. α σˆ 3

24 Die Standardnormalverteilung Ω α σˆ Sie hat den Mittelwert 0 und eine Varianz von 1 4

25 Statistisches Erfassen der Intelligenz Ω α σˆ 5

26 6 Ω α σˆ Normalverteilung- Merkmale Streuungsmaß: Standardabweichung: N x = N x + x x = M i N 1 X Σ Schwerpunkt: Modalwert Median Mittelwert: N ) M - X ( = N ) M - x +...+( ) M - x +( ) M - x ( = )= s Var(X X i X N X X 1 X Σ

27 Alfred Binet () Ω 1. Standardisierung von Anwendung und Auswertung. Aufgaben werden nach Schwierigkeiten geordnet (welches Aufgabenniveau erreichen normale Kinder verschiedenen Alters: über-, unter- oder durchschnittlich?) 3. Berücksichtigung und Prüfung der Gütekriterien Validität und Reliabilität 4. Erfassung von Teilfähigkeiten, die zu einer α allgemeinen Intelligenz vereinigt werden σˆ 7

28 Alfred Binet: Intelligenz- und Lebensalter Ω Binet-Simon-Test (Binetarium). Lebensalter LA. Intelligenzalter IA. Intelligenzrückstand IR. Klassifikation Intelligenzrückstand: IA = LA: durchschnittliche/normale Intelligenz. IA > LA: überdurchschnittliche Intelligenz (Intelligenzvorsprung von x Jahren). α IA < LA: unterdurchschnittliche Intelligenz σˆ 8

29 Binet: Klassifikation der Intelligenz Ω Debile: Intelligenzstufe des 9-10jährigen Kindes (kein selbstständiges Leben möglich). Imbezile: Stufe des 6jährigen Kindes (können weder schreiben noch lesen) Idioten: Stufe des jährigen Kindes (können weder sprechen noch verstehen). α σˆ 9

30 Alte Bezeichnung IQ- Bereich Binet... Ω Hochbegabung >10/130 Normalbegabung Grenzbereich der Lernbehinderung Lernbehinderung Geistige Behinderung 60-75/80 <60 Debilität Imbezillitä t Betroffene können Kulturtechniken erlernen Betroffene können Lautsprache erlernen αschwere geistige <45 Idiotie Kaum bildbar, meist σˆ Behinderung pflegebedürftig 30

31 William Stern (3) Ω Intelligenz-Quotient (IQ) = Zahl der richtigen Antworten, die für den Durchschnitt der Altersgleichen erwartet werden 1. Intelligenzalter durch Lebensalter geteilt. Quotient mit 100 multipl. (um ganze Zahlen zu erhalten) Intelligenzalter α IQ = 100 Unabhängigkeit vom Lebensalter σˆ Alter des Individuums 31

32 David Wechsler (4) Ω Erwachsene Personen werden mit ihren Altersgenossen verglichen Wechsler gab unterschiedlichen Altersgruppen ein und denselben Satz von Aufgaben Für Erwachsene und Kinder werden die Durchschnittswerte und Standardabweichungen über die Altersstufen hinweg konstant gehalten IQ = x X-M s x α σˆ 3

33 Wechsler Abweichungsquotient Ω 1.Test zur Erfassung der Intelligenz von Erwachsenen (Wechsler Adult Intelligence Scale = WAIS) Idee: Individuelle Abweichungen vom empirischen Rohwertmittel ausgedrückt in Standardeinheiten der Verteilung (z-werte) z-wert ist der Ausdruck der individuellen Leistung Um den Abweichungs-IQ mit dem Binet-IQ α vergleichbar zu machen: z-wert x Streuungswert σˆ (=15) 33

34 Moderne Intelligenztests Ω Interpretierbarkeit eines individuellen Messwerts ist abhängig von der Verteilung aller anderen Messwerte in einer Stichprobe Person A mit x richtigen Lösungen wird in Bezug gesetzt zum Mittelwert M der gesamten Stichprobe (x-m): Ergebnis: Hat A mehr/weniger richtige Lösungen als der Durchschnitt? Neuerungen: Standardisierung, einfache α Darbietung und Auswertbarkeit (Militär) σˆ 34

35 Probleme jeder Messung Ω 1. Hypothetische Konstruktion des Forschers: Intelligenz = Prozess des schlussfolgernden Denkens. Prozess ist nicht direkt beobachtbar, nur aus Verhaltensdaten erschließbar 3. Die Intelligenz eines Individuums muss in Zusammenhang mit dem Messinstrument, (den inhaltlichen Annahmen des Forschers) α gesehen werden σˆ 35

36 Zwischenfazit Frühe Bedeutung der Statistik: Intelligenz wurde quantitativ erfasst. Mit Hilfe statistischer Verfahren wurden Verteilungen und Zusammenhänge festgestellt. Biologische Maße sind in der Bevölkerung normalverteilt: Es konnte gezeigt werden, dass die Gaußsche glockenförmige Normalverteilung ebenso für geistige Fähigkeiten, also auch Intelligenz, gilt. Ω Verschiedene Intelligenzstufen konnten α klassifiziert und die individuellen relativen Positionen Einzelner als Abweichung vom Mittelwert festgelegt werden. σˆ 36

37 Aufgaben in Intelligenztests Ω Verarbeitungskapazität Einfallsreichtum Merkfähigkeit Bearbeitungsgeschwindigkeit α σˆ 37

38 Bilder auswählen Ω Eine Reihe von 4 Bildern ist vorgegeben. Wie muss das 5. Bild aussehen, um die Reihe logisch richtig zu ergänzen. α σˆ 38

39 Zahlenreihen vervollständigen Welcher Vorschlag ergänzt die Zahlenreihe richtig?, 4, 8, 16, 3, 64,? Lösung: 18 Ω 6, 9, 8, 11, 10, 13? , 4, 9, 58, 63, 16? , 49, 48, 16, 14, 7, 6,? α 6, 1, 14, 7, 14, 16, 8? σˆ 39

40 Wochentage herausfinden Ω Welcher Tag ist übermorgen, wenn gestern Montag war? Vorgestern war ein Tag vor Sonntag. Welcher Tag kommt nach übermorgen? Wenn gestern zwei Tage vor Montag war, dann ist morgen? Übermorgen ist der dritte Tag nach Montag. Welcher Tag war vorgestern? α σˆ 40

41 Welche Aspekte/ Komponenten tragen zum intelligenten Handeln bei? Ω Mehrere Theorien lassen sich unterscheiden Modelle mehrerer Faktoren (z.b. Thurstone) Ein-Faktor-Modelle (z.b.wechsler) Zwei-Faktor-Modelle (z.b. Cattell) Multiple Intelligenzen (z. B. Garner) α σˆ 41

42 Ursprünglich hatte Thurstone 9 Faktoren ausgemacht Die folgenden 7 Faktoren sind die am besten gesicherten: verbal comprehension word fluency number space memory perceptual speed reasoning Die Faktoren gelten als gleichberechtigt und bauen nicht aufeinander auf Ω α σˆ 4

43 Der Generalfaktor Wechsler (1964): Allgemeine Intelligenz (g) ist intellektuelle Energie und die Fähigkeit, Beziehungen zu erkennen, sowie die Fähigkeit diese Energie auszunutzen oder diese Fähigkeit in strukturierten Situationen auszuüben. Ω Es gibt eine Grundfähigkeit: Wer viel davon besitzt schneidet in allen Intelligenzbereichen gut ab. α σˆ 43

44 Cattell (1963, 1971) Zwei-Faktoren-Theorie Ω Fluide Intelligenz Kristalline Intelligenz Gilt als kulturunabhängig Resultat kultureller und Lern-Erfahrung Induktion Deduktion Sprachliches Verständnis Einsicht in semantische Beziehung Figurale Relationen Bewertung von Erfahrung Gedächtnisumfang α σˆ Assotiatives Gedächtnis 44

45 Multiple Intelligenzen (Howard Gardner) Ω Es gibt 9 menschliche Intelligenzen Sprachliche Intelligenz (Dichter, Journalisten..) Musikalische Intelligenz (Musiker, Dirigenten..) Logisch-mathematische Intelligenz (Mathematiker..) Räumliche Intelligenz (Schachspieler, Bildhauer..) Körperlich-kinästhetische Intelligenz (Sportler..) Intrapersonale Intelligenz (eigene Gefühle..) Interpersonale Intelligenz (andere verstehen) Naturalistische Intelligenz (Lebendiges beobachten) α Existenzielle Intelligenz (Fragen des Daseins) σˆ 45

46 Intelligenz und Lernleistung Ω Welche Zusammenhänge sind zu erwarten zwischen Intelligenz und Lernfortschritt Schulerfolg/ Studienleistung ausgeübter Beruf (Sozialstatus)? α σˆ 46

47 Die Beziehung der Intelligenz zur Lernfähigkeit (Lernfortschritt) Ω Insgesamt positiver Zusammenhang Im Rahmen einer Untersuchung zum Erwerb von Statistikwissen bei Studenten erweist sich die Verarbeitungskapazität (BIS-K) aus dem BIS-Test (Jäger, 1984) mit einem Koeffizienten von r =.38 als bedeutsamer Prädiktor des Lernerfolgs α σˆ 47

48 Intelligenz und Schulerfolg Ω Wechsler (1958) berichtet für die Vorhersage der Art des Schulabschlusses anhand von Intelligenztests eine prognostische Validität um r =.70. (Andere Studien: zwischen r =.34 und r =. 51) Entwicklung: Anfängliche Werte von r =.50 sinken über die weiterführenden Schulen bis hin zum Studium Für Wirtschaftswissenschaften, Jura, Geisteswissenschaften und Pädagogik werden α Zusammenhänge zur allgemeinen Intelligenz zwischen r =.13 und r =.7 berichtet. σˆ 48

49 Zusammenhänge mit dem Ω Sozialstatus Es lässt sich bestätigen, dass Intelligenz mit dem jeweiligen Sozialstatus des Berufs einhergeht. So erreichen Wirtschaftsprüfer im Rah-men einer Studie einen Durchschnittswert von 18.1, Facharbeiter einen Wert von 11.5 und Friseure nur einen von 95.3 (Amelang & Bartussek, 1990) α σˆ 49

50 Konzentration und Aufmerksamkeit Ω Was ist Konzentration? Unter Konzentration versteht man die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf relevante Dinge richten zu können und diesen Fokus aufrechterhalten zu können. (Weinberg et. Al 1995) Was ist Aufmerksamkeit? Die auf die Beachtung eines Objekts (...) gerichtete Bewusstseinhaltung, durch die das Beobachtungsobjekt bewusst wahrgenommen wird. α (Dorsch, Psychologisches Wörterbuch) σˆ 50

51 Konzentrationsstörungen Ω Von Eltern und Lehrern als häufigste Schulschwierigkeit beschrieben 10% aller 6-11 jährigen Jungen häufiger als Mädchen Bis zu 80% der Kinder mit Schulschwierigkeiten haben auch Konzentrationsstörungen Phänomenal Typen Motorisch unruhige, hastig überstürzt arbeitende, leicht störbare Kinder α Ruhige, sehr langsam arbeitende, verträumte, trödelnde Kinder σˆ 51

52 Diagnoseverfahren Ω Durchstreichaufgaben Leichte Aufgaben, Geschwindigkeit der Verarbeitung Aufmerksamkeits-Belastungstest (d) von Brickenkamp (196) Konzentrationstest für das 1. Schuljahr (KT 1) von Möhling und Raatz (1974) und für das 3. und 4. Schuljahr (KZ 3-4) von Heck-Möhling (1986) Koordination verschiedener Tätigkeiten (z. B. Konzentrationsverlaufstest von Abels (1961) α σˆ 5

53 Erinnerung: Diagnostische Verfahren im Überblick Ω Gesprächsmethoden Inhaltsbereiche: Beobachtungsverfahren Schüler/innenverhalten Lehrer/innenverhalten, Schulleistung, familiäre Beurteilungsverfahren Peergroups Lernbedingungen, Testmethoden α Dokumentenanalyse σˆ 53

54 Zusammenfassung Ω Was bedeutet Diagnostik? Wieso ist die menschliche Intelligenz von Interesse? Welche Vertreter und Ansätze lassen sich in der historischen Betrachtung unterscheiden? Welche Merkmalsbereiche gehören zur Intelligenz? Wo liegt die praktische Bedeutung des Konstrukts? α Wie wichtig ist die Konzentrationsfähigkeit? σˆ 54

Hochbegabung - Seminar Integrationspädagogik 18.01.2006. Hochbegabung

Hochbegabung - Seminar Integrationspädagogik 18.01.2006. Hochbegabung Hochbegabung Überblick Definition von Hochbegabung Klassen von Definitionen Modelle Diagnostik Intelligenztheorien und -testverfahren Beobachtungsverfahren Literatur und Quellen Überblick Definition von

Mehr

Schule & Behinderung: Lernbehinderung. David Fürst, Magdalena Müller, Debora Fürst 10.11.2006. Gliederung:

Schule & Behinderung: Lernbehinderung. David Fürst, Magdalena Müller, Debora Fürst 10.11.2006. Gliederung: Schule & Behinderung: Lernbehinderung David Fürst, Magdalena Müller, Debora Fürst 10.11.2006 1 Gliederung: 1. Definition 2. Entstehungsursachen 3. Diagnostik 4. Rehabilitationsmöglichkeiten 5. Bibliographie

Mehr

1.3 Die Beurteilung von Testleistungen

1.3 Die Beurteilung von Testleistungen 1.3 Die Beurteilung von Testleistungen Um das Testergebnis einer Vp zu interpretieren und daraus diagnostische Urteile ableiten zu können, benötigen wir einen Vergleichsmaßstab. Im Falle des klassischen

Mehr

Kommentare zu den Lerntagebüchern/Hausaufgaben Proposition: kleinste Wissenseinheit, die als wahr oder falsch beurteilt werden kann

Kommentare zu den Lerntagebüchern/Hausaufgaben Proposition: kleinste Wissenseinheit, die als wahr oder falsch beurteilt werden kann Kommentare zu den Lerntagebüchern/Hausaufgaben Proposition: kleinste Wissenseinheit, die als wahr oder falsch beurteilt werden kann Propositionstheoretische Darstellung Kommentare zu den Lerntagebüchern/Hausaufgaben

Mehr

Identifikation von Begabungen und mögliche Massnahmen für

Identifikation von Begabungen und mögliche Massnahmen für Identifikation von Begabungen und mögliche Massnahmen für den Unterricht / Teil 1 Begabungsförderungstreffen Februar 2014 / Unterentfelden Kernfragen in diesem Workshop: 1. Wie definieren wir Begabung?

Mehr

IQ => 130 Klinisch psychologische. Hochbegabung Facts für Pädagoginnen. Mag. Daniela Gehringer-Braun Berufsverband Österreichischer PsychologInnen

IQ => 130 Klinisch psychologische. Hochbegabung Facts für Pädagoginnen. Mag. Daniela Gehringer-Braun Berufsverband Österreichischer PsychologInnen IQ => 130 Klinisch psychologische Diagnostik bei Hochbegabung Facts für Pädagoginnen Mag. Daniela Gehringer-Braun Berufsverband Österreichischer PsychologInnen Überblick Intelligenz allgemein HAWIK IV

Mehr

Oberbergklinik Extertal-Laßbruch. Psychologische Leistungstests in der Oberbergklinik Extertal-Laßbruch

Oberbergklinik Extertal-Laßbruch. Psychologische Leistungstests in der Oberbergklinik Extertal-Laßbruch 1 Oberbergklinik Extertal-Laßbruch Psychologische Leistungstests in der Oberbergklinik Extertal-Laßbruch Freier Vortrag zur Weiterbildungsveranstaltung am 23.09.1998 Sirko Kupper 1998 1 1. Einleitung Psychologische

Mehr

Diagnostische Aufgaben: 1. Intelligenztests

Diagnostische Aufgaben: 1. Intelligenztests Diagnostische Aufgaben: 1. Intelligenztests (Vorlesungen 08-14) 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 16.10.02 23.10.02 30.10.02 06.11.02 Überblick Gütekriterien über die Vorlesung 13.11.02 20.11.02

Mehr

METHODENLEHRE I WS 2013/14 THOMAS SCHÄFER

METHODENLEHRE I WS 2013/14 THOMAS SCHÄFER METHODENLEHRE I WS 2013/14 THOMAS SCHÄFER DAS THEMA: INFERENZSTATISTIK IV INFERENZSTATISTISCHE AUSSAGEN FÜR ZUSAMMENHÄNGE UND UNTERSCHIEDE Inferenzstatistik für Zusammenhänge Inferenzstatistik für Unterschiede

Mehr

Landestagung Zukunftsschulen NRW Potenziale entdecken- Diagnostik

Landestagung Zukunftsschulen NRW Potenziale entdecken- Diagnostik 1 Pädagogische und psychologische Diagnostik von besonderen Begabungen Landestagung Zukunftsschulen NRW Potenziale entdecken- Diagnostik 02.09.2015 in Wuppertal Andrea Momma M.A. aus Hamburg www.dranbleiben-loslassen.de

Mehr

Inhalt. Einführung: Intelligenztests und IQ 5. Das System von Intelligenztests erkennen 19. Typische Bestandteile von Intelligenztests 27

Inhalt. Einführung: Intelligenztests und IQ 5. Das System von Intelligenztests erkennen 19. Typische Bestandteile von Intelligenztests 27 2 Inhalt Einführung: Intelligenztests und IQ 5 Wo überall Intelligenztests eingesetzt werden 6 Intelligenz und was dazugehört 9 Das System von Intelligenztests erkennen 19 Wie ein Intelligenztest entsteht

Mehr

Hochbegabung, Hochleistung, Underachievement. Diplom-Psychologe Dr. rer. nat. Christof Loose Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut i.a.

Hochbegabung, Hochleistung, Underachievement. Diplom-Psychologe Dr. rer. nat. Christof Loose Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut i.a. Hochbegabung, Hochleistung, Underachievement Diplom-Psychologe Dr. rer. nat. Christof Loose Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut i.a. Sonntag, 13.09.2009 Fahrplan Definition von Intelligenz und Hochbegabung

Mehr

Psychologie in der Schule - Psychologie für die Schule

Psychologie in der Schule - Psychologie für die Schule Manfred Tücke Psychologie in der Schule - Psychologie für die Schule Eine themenzentrierte Einführung in die Pädagogische Psychologie für (zukünftige) Lehrer LlT Inhaltsverzeichnis 0 VORWORT 13 1 GEGENSTAND

Mehr

Norm- vs. Kriteriumsorientiertes Testen

Norm- vs. Kriteriumsorientiertes Testen Norm- vs. Kriteriumsorientiertes Testen Aus psychologischen Test ergibt sich in der Regel ein numerisches Testergebnis, das Auskunft über die Merkmalsausprägung der Testperson geben soll. Die aus der Testauswertung

Mehr

Grundlagen der Inferenzstatistik

Grundlagen der Inferenzstatistik Grundlagen der Inferenzstatistik (Induktive Statistik oder schließende Statistik) Dr. Winfried Zinn 1 Deskriptive Statistik versus Inferenzstatistik Die Deskriptive Statistik stellt Kenngrößen zur Verfügung,

Mehr

Hochbegabung. Dipl.-Psych. Astrid Mayer

Hochbegabung. Dipl.-Psych. Astrid Mayer Hochbegabung Dipl.-Psych. Astrid Mayer Definitionen zur Intelligenz STERN (1912) Intelligenz ist die allgemeine Fähigkeit eines Individuums, sein Denken bewusst auf neue Forderungen einzustellen; sie ist

Mehr

Forschungsstatistik I

Forschungsstatistik I Prof. Dr. G. Meinhardt. Stock, Nordflügel R. 0-49 (Persike) R. 0- (Meinhardt) Sprechstunde jederzeit nach Vereinbarung Forschungsstatistik I Dr. Malte Persike persike@uni-mainz.de WS 008/009 Fachbereich

Mehr

Psychologische Tests

Psychologische Tests Psychologische Tests 1. Begriffsbestimmung 'Test' 2. Aufgaben von Tests 3. Anwendungsbereiche psychologischer Tests 3.1 Tests im Arbeitsbereich 4. Klassische Testtheorie 4.1 Objektivität 4.2 Reliabilität

Mehr

Beschreibung der Sozialphobie

Beschreibung der Sozialphobie Beschreibung der Sozialphobie Sozialphobie Angst, die in Situationen auftritt, in denen eine Person im Mittelpunkt steht, wenn sie bestimmte Tätigkeiten ausführt. Situationen dieser Art sind z.b.: Öffentliches

Mehr

5. Schließende Statistik. 5.1. Einführung

5. Schließende Statistik. 5.1. Einführung 5. Schließende Statistik 5.1. Einführung Sollen auf der Basis von empirischen Untersuchungen (Daten) Erkenntnisse gewonnen und Entscheidungen gefällt werden, sind die Methoden der Statistik einzusetzen.

Mehr

Herzlich Willkommen zur Vorlesung Statistik

Herzlich Willkommen zur Vorlesung Statistik Herzlich Willkommen zur Vorlesung Statistik Thema dieser Vorlesung: Kovarianz und Korrelation Prof. Dr. Wolfgang Ludwig-Mayerhofer Universität Siegen Philosophische Fakultät, Seminar für Sozialwissenschaften

Mehr

Vortrag zum Thema: Intelligenztest

Vortrag zum Thema: Intelligenztest Vortrag zum Thema: Intelligenztest Seminar: Noten, Studienpunkte und Automatisierung. Quantifizierte Leistungsbeurteilung in einer vernetzten Welt. Seminarleiterin: Andrea Knaut Gliederung Einleitung Geschichte

Mehr

Franz Kronthaler. Statistik angewandt. Datenanalyse ist (k)eine Kunst. Excel Edition. ^ Springer Spektrum

Franz Kronthaler. Statistik angewandt. Datenanalyse ist (k)eine Kunst. Excel Edition. ^ Springer Spektrum Franz Kronthaler Statistik angewandt Datenanalyse ist (k)eine Kunst Excel Edition ^ Springer Spektrum Inhaltsverzeichnis Teil I Basiswissen und Werkzeuge, um Statistik anzuwenden 1 Statistik ist Spaß 3

Mehr

Fragebogen- und Testkonstruktion in der Online-Forschung

Fragebogen- und Testkonstruktion in der Online-Forschung Fragebogen- und Testkonstruktion in der Online-Forschung Dr. Meinald T. Thielsch 13. Juni 2008 Globalpark Innovations 2008 Diagnostisches Problem der (Online-)Forschung Es werden in vielen Arbeiten der

Mehr

Business Value Launch 2006

Business Value Launch 2006 Quantitative Methoden Inferenzstatistik alea iacta est 11.04.2008 Prof. Dr. Walter Hussy und David Tobinski UDE.EDUcation College im Rahmen des dokforums Universität Duisburg-Essen Inferenzstatistik Erläuterung

Mehr

Wie intelligent ist mein Kind?

Wie intelligent ist mein Kind? Dipl.-Psych. Psychologische Beratung KONTAKT Tobias Uhl Psychologische Tests Tel.: 07763 80 44252 Lauberstraße 27 Mobile psychologische Praxis coaching@silvanigra.de D-79730 Murg www.silvanigra.de Wie

Mehr

Multiple Regression. Ziel: Vorhersage der Werte einer Variable (Kriterium) bei Kenntnis der Werte von zwei oder mehr anderen Variablen (Prädiktoren)

Multiple Regression. Ziel: Vorhersage der Werte einer Variable (Kriterium) bei Kenntnis der Werte von zwei oder mehr anderen Variablen (Prädiktoren) Multiple Regression 1 Was ist multiple lineare Regression? Ziel: Vorhersage der Werte einer Variable (Kriterium) bei Kenntnis der Werte von zwei oder mehr anderen Variablen (Prädiktoren) Annahme: Der Zusammenhang

Mehr

Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und

Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und β-fehler? Sven Garbade Fakultät für Angewandte Psychologie SRH Hochschule Heidelberg sven.garbade@hochschule-heidelberg.de

Mehr

Inhalt. Vorwort... 9. 1 Einführung: Begriffe, Geschichte und Methoden... 11. 2 Kognitive Determinanten des Lernerfolgs im Unterricht...

Inhalt. Vorwort... 9. 1 Einführung: Begriffe, Geschichte und Methoden... 11. 2 Kognitive Determinanten des Lernerfolgs im Unterricht... 5 Inhalt Vorwort..................................................... 9 1 Einführung: Begriffe, Geschichte und Methoden... 11 1.1 Gegenstand und Geschichte... 12 1.1.1 Psychologie... 12 1.1.2 Pädagogik

Mehr

Sozialwissenschaftliche Methoden I

Sozialwissenschaftliche Methoden I Sozialwissenschaftliche Methoden I 4. Grundlagen der empirischen Sozialforschung Wintersemester 2008/09 Jr.-Prof. Dr. Thomas Behrends Internationales Institut für Management ABWL, insb. Personal und Organisation

Mehr

Grundlagen der Datenanalyse am Beispiel von SPSS

Grundlagen der Datenanalyse am Beispiel von SPSS Grundlagen der Datenanalyse am Beispiel von SPSS Einführung Dipl. - Psych. Fabian Hölzenbein hoelzenbein@psychologie.uni-freiburg.de Einführung Organisatorisches Was ist Empirie? Was ist Statistik? Dateneingabe

Mehr

Studiendesign/ Evaluierungsdesign

Studiendesign/ Evaluierungsdesign Jennifer Ziegert Studiendesign/ Evaluierungsdesign Praxisprojekt: Nutzerorientierte Evaluierung von Visualisierungen in Daffodil mittels Eyetracker Warum Studien /Evaluierungsdesign Das Design einer Untersuchung

Mehr

HOCHBEGABT?!? Infoveranstaltung Studienseminar TDS Daun 06.03.2014

HOCHBEGABT?!? Infoveranstaltung Studienseminar TDS Daun 06.03.2014 HOCHBEGABT?!? Infoveranstaltung Studienseminar TDS Daun 06.03.2014 Dr. Kerstin Sperber Diplom - Psychologin Arbeits- und Forschungsschwerpunkt: Entwicklungspsychologie/Pädagogische Psychologie, Spezialgebiet

Mehr

Statistik mit Excel. für Praktiker: Statistiken aufbereiten und präsentieren HORST-DIETER RADKE

Statistik mit Excel. für Praktiker: Statistiken aufbereiten und präsentieren HORST-DIETER RADKE Statistik mit Excel für Praktiker: Statistiken aufbereiten und präsentieren HORST-DIETER RADKE INHALTS- VERZEICHNIS Vorwort 13 Schreiben Sie uns! 15 1 Statistische Untersuchungen 17 Wozu Statistik? 18

Mehr

QM: Prüfen -1- KN16.08.2010

QM: Prüfen -1- KN16.08.2010 QM: Prüfen -1- KN16.08.2010 2.4 Prüfen 2.4.1 Begriffe, Definitionen Ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung ist das Prüfen. Sie wird aber nicht wie früher nach der Fertigung durch einen Prüfer,

Mehr

Wichtig ist, dass : sich beide Standpunkte ergänzen und Psychologisches Diagnostizieren nicht ausschließlich Messen bedeutet

Wichtig ist, dass : sich beide Standpunkte ergänzen und Psychologisches Diagnostizieren nicht ausschließlich Messen bedeutet 2. PSYCHOLOGISCHE DIAGNOSTIK 2.1 Begriffsbestimmung = Prozess, um zielgerichtete Informationen über psychische Eigenschaften zu gewinnen bezieht sich auf: 1. Klärung der Fragestellung 2. Auswahl der diagnostischen

Mehr

Erwachsenenalter (18.7.)

Erwachsenenalter (18.7.) Erwachsenenalter (18.7.) Einteilung Entwicklungsthemen, Entwicklungsaufgaben Einflussfaktoren Kognitive Entwicklung im Erwachsenenalter Zwei-Komponenten-Theorie Cattells Zwei-Faktoren-Theorie (fluide und

Mehr

Des einen Freud ist des anderen Leid! Warum im Fachbereich Kostenrechnung nie beide Prüfling und PrüferIn zufrieden sind

Des einen Freud ist des anderen Leid! Warum im Fachbereich Kostenrechnung nie beide Prüfling und PrüferIn zufrieden sind Des einen Freud ist des anderen Leid! Warum im Fachbereich Kostenrechnung nie beide Prüfling und PrüferIn zufrieden sind Dritter Wiener Wirtschaftsdidaktik-Kongress 09.11.2012 Mag. Birgit Gatterer Freud

Mehr

Teil 2 Messung und Förderung verschiedener Intelligenzbereiche

Teil 2 Messung und Förderung verschiedener Intelligenzbereiche Teil 1 Grundlagen 1 Definition und Interpretation von Intelligenz 3 1.1 Intelligenztheorien und Intelligenzmodelle 9 1.1.1 Das globale Modell der Intelligenz und der klassische IQ von Binet (1905) 10 1.1.2

Mehr

Teil 2 Allgemeine Informationsbroschüre zur Begabungs- und Begabtenförderung

Teil 2 Allgemeine Informationsbroschüre zur Begabungs- und Begabtenförderung Teil 2 Allgemeine Informationsbroschüre zur Begabungs- und Begabtenförderung Abb 1: Pinguininsel, entstanden im Mittelstufen-Atelier 2012, von Andrea Giotta (AGi) In Anlehnung an Das Pinguin-Prinzip von

Mehr

Tutorium Testtheorie. Termin 3. Inhalt: WH: Hauptgütekriterien- Reliabilität & Validität. Charlotte Gagern

Tutorium Testtheorie. Termin 3. Inhalt: WH: Hauptgütekriterien- Reliabilität & Validität. Charlotte Gagern Tutorium Testtheorie Termin 3 Charlotte Gagern charlotte.gagern@gmx.de Inhalt: WH: Hauptgütekriterien- Reliabilität & Validität 1 Hauptgütekriterien Objektivität Reliabilität Validität 2 Hauptgütekriterien-Reliabilität

Mehr

Statistische Auswertung:

Statistische Auswertung: Statistische Auswertung: Die erhobenen Daten mittels der selbst erstellten Tests (Surfaufgaben) Statistics Punkte aus dem Punkte aus Surftheorietest Punkte aus dem dem und dem Surftheorietest max.14p.

Mehr

Demenz: Kognitives Screeningund Behandlung. Prof. Dr. phil Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost, Neurologie Universität Oldenburg, Psychologie

Demenz: Kognitives Screeningund Behandlung. Prof. Dr. phil Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost, Neurologie Universität Oldenburg, Psychologie Demenz: Kognitives Screeningund Behandlung Prof. Dr. phil Helmut Hildebrandt Klinikum Bremen-Ost, Neurologie Universität Oldenburg, Psychologie Demenzen nach DSM IV/ICD10 Definiert durch erheblichen und

Mehr

XIV. fragebogen. Wirtschaftsstatistik Datenproduktion und -analyse in der amtlichen Statistik. Statistisches Bundesamt www.forschungsdatenzentrum.

XIV. fragebogen. Wirtschaftsstatistik Datenproduktion und -analyse in der amtlichen Statistik. Statistisches Bundesamt www.forschungsdatenzentrum. XIV. fragebogen Wirtschaftsstatistik Datenproduktion und -analyse in der amtlichen Statistik Gliederung 1) Fragebogen allgemein 2) Planung und Konzeption 3) Was ist eine Messung 4) Fragebogenerstellung

Mehr

Individuelle Begabungsförderung Jedes Kind ist begabt!?

Individuelle Begabungsförderung Jedes Kind ist begabt!? Individuelle Begabungsförderung Jedes Kind ist begabt!? Landeskongress der GGG NRW 2015 `Jedes Kind ist begabt, kein Kind zurücklassen Univ.-Prof. Dr. habil Christian Fischer, Dipl. Psych. Westfälische

Mehr

Intelligenz, Begabung, Kreativität in der universitären Lehre

Intelligenz, Begabung, Kreativität in der universitären Lehre Intelligenz, Begabung, Kreativität in der universitären Lehre Mag. Dr. Kornelia Tischler Alpen-Adria-Universität Klagenfurt MMag. Birgit Hartel Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Aufbau der

Mehr

Angebots-Nutzungs-Modell unterrichtlicher Wirkung von Helmke. Dr. Frank Morherr

Angebots-Nutzungs-Modell unterrichtlicher Wirkung von Helmke. Dr. Frank Morherr Angebots-Nutzungs-Modell unterrichtlicher Wirkung von Helmke Dr. Frank Morherr Angebot und Nutzung Theoretischen Überlegungen von Fend (1981) und Rahmen-Modell von Helmke & Weinert (1997) Unterricht der

Mehr

Statistik mit Excel. für Praktiker: Statistiken aufbereiten und präsentieren HORST-DIETER RADKE. Markt+Technik

Statistik mit Excel. für Praktiker: Statistiken aufbereiten und präsentieren HORST-DIETER RADKE. Markt+Technik Statistik mit Excel für Praktiker: Statistiken aufbereiten und präsentieren HORST-DIETER RADKE Markt+Technik Vorwort Schreiben Sie uns! 13 15 Statistische Untersuchungen 17 Wozu Statistik? 18 Wirtschaftliche

Mehr

1. GEGENSTAND UND GRUNDBEGRIFFE DER STATISTIK

1. GEGENSTAND UND GRUNDBEGRIFFE DER STATISTIK 1 1. GEGENSTAND UND GRUNDBEGRIFFE DER STATISTIK 1.1 Gegenstand der Statistik Die Statistik stellt ein Instrumentarium bereit, um Informationen über die Realität oder Wirklichkeit verfügbar zu machen. Definition

Mehr

Gemeinsam verschieden in der Schule - Entwicklungsunterschiede ernst nehmen

Gemeinsam verschieden in der Schule - Entwicklungsunterschiede ernst nehmen Gemeinsam verschieden - Entwicklungsunterschiede ernst nehmen Claudia Mähler Frühgeborene Ermutigt oder ausgebremst 14.11.2015 1 Praxis Forschung Lehre Claudia Mähler Frühgeborene Ermutigt oder ausgebremst

Mehr

Modul G.1 WS 07/08: Statistik 17.01.2008 1. Die Korrelation ist ein standardisiertes Maß für den linearen Zusammenhangzwischen zwei Variablen.

Modul G.1 WS 07/08: Statistik 17.01.2008 1. Die Korrelation ist ein standardisiertes Maß für den linearen Zusammenhangzwischen zwei Variablen. Modul G.1 WS 07/08: Statistik 17.01.2008 1 Wiederholung Kovarianz und Korrelation Kovarianz = Maß für den linearen Zusammenhang zwischen zwei Variablen x und y Korrelation Die Korrelation ist ein standardisiertes

Mehr

Motivation. Jede Messung ist mit einem sogenannten Fehler behaftet, d.h. einer Messungenauigkeit

Motivation. Jede Messung ist mit einem sogenannten Fehler behaftet, d.h. einer Messungenauigkeit Fehlerrechnung Inhalt: 1. Motivation 2. Was sind Messfehler, statistische und systematische 3. Verteilung statistischer Fehler 4. Fehlerfortpflanzung 5. Graphische Auswertung und lineare Regression 6.

Mehr

Messwerte und deren Auswertungen

Messwerte und deren Auswertungen Thema: Messwerte und deren Auswertungen Vorlesung Qualitätsmanagement, Prof. Dr. Johann Neidl Seite 1 Stichproben vertrauen Die Genauigkeit von Voraussagen (Vertrauensniveau) einer Stichprobenprüfung hängt

Mehr

Teil I: Deskriptive Statistik

Teil I: Deskriptive Statistik Teil I: Deskriptive Statistik 2 Grundbegriffe 2.1 Merkmal und Stichprobe 2.2 Skalenniveau von Merkmalen 2.3 Geordnete Stichproben und Ränge 2.1 Merkmal und Stichprobe An (geeignet ausgewählten) Untersuchungseinheiten

Mehr

Gütekriterien: Validität (15.5.)

Gütekriterien: Validität (15.5.) Gütekriterien: Validität (15.5.) Besprechung der Hausaufgaben Validität: Arten und Schätzmethoden Inhaltsvalidität Empirische Validität Konstruktvalidität Testfairness Normierung Nebengütekriterien Zusammenfassung

Mehr

GEHIRN, INTELLIGENZ UND BEGABUNG

GEHIRN, INTELLIGENZ UND BEGABUNG GERHARD ROTH INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG UNIVERSITÄT BREMEN GEHIRN, INTELLIGENZ UND BEGABUNG. Roth, 2007 BEGABUNG UND INTELLIGENZ Von Begabung spricht man, wenn eine Person besondere, in der Regel überdurchschnittliche

Mehr

Bachelorabschlussseminar Dipl.-Kfm. Daniel Cracau

Bachelorabschlussseminar Dipl.-Kfm. Daniel Cracau 1 Einführung in die statistische Datenanalyse Bachelorabschlussseminar Dipl.-Kfm. Daniel Cracau 2 Gliederung 1.Grundlagen 2.Nicht-parametrische Tests a. Mann-Whitney-Wilcoxon-U Test b. Wilcoxon-Signed-Rank

Mehr

WORKSHOP METHODEN ZUR TEST- UND FRAGEBOGENKONSTRUKTION UND VERFAHREN DER DATENAUSWERTUNG. Prof. Dr. Nadine Spörer

WORKSHOP METHODEN ZUR TEST- UND FRAGEBOGENKONSTRUKTION UND VERFAHREN DER DATENAUSWERTUNG. Prof. Dr. Nadine Spörer WORKSHOP METHODEN ZUR TEST- UND FRAGEBOGENKONSTRUKTION UND VERFAHREN DER DATENAUSWERTUNG Prof. Dr. Nadine Spörer Gliederung Messmodelle: Status- und Prozessdiagnostik Schulleistungstests und Fragebögen

Mehr

Standardisierung von Daten Darstellung von Daten in Texten, Tabellen und Abbildungen. Standardisierung von Daten

Standardisierung von Daten Darstellung von Daten in Texten, Tabellen und Abbildungen. Standardisierung von Daten DAS THEMA: TABELLEN UND ABBILDUNGEN Standardisierung von Daten Darstellung von Daten in Texten, Tabellen und Abbildungen Standardisierung von Daten z-standardisierung Standardnormalverteilung 1 DIE Z-STANDARDISIERUNG

Mehr

Regelmäßigkeit (Erkennen von Mustern und Zusammenhängen) versus Zufall

Regelmäßigkeit (Erkennen von Mustern und Zusammenhängen) versus Zufall Wahrscheinlichkeitstheorie Was will die Sozialwissenschaft damit? Regelmäßigkeit (Erkennen von Mustern und Zusammenhängen) versus Zufall Auch im Alltagsleben arbeiten wir mit Wahrscheinlichkeiten, besteigen

Mehr

Univariate/ multivariate Ansätze. Klaus D. Kubinger. Test- und Beratungsstelle. Effektgrößen

Univariate/ multivariate Ansätze. Klaus D. Kubinger. Test- und Beratungsstelle. Effektgrößen Univariate/ multivariate Ansätze Klaus D. Kubinger Effektgrößen Rasch, D. & Kubinger, K.D. (2006). Statistik für das Psychologiestudium Mit Softwareunter-stützung zur Planung und Auswertung von Untersuchungen

Mehr

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 9 Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 1 Inhalt Die Beschäftigung mit der menschlichen Persönlichkeit spielt in unserem Alltag eine zentrale Rolle. Wir greifen auf das globale Konzept Persönlichkeit

Mehr

Die Funktion der ICF im Teilhabemanagement

Die Funktion der ICF im Teilhabemanagement Die Funktion der ICF im Teilhabemanagement ICF-Orientierung als Kriterium für Verfahren zur Bedarfsermittlung 1 Gliederung Teilhabemanagement Beschreibung Verfahren ICF-Orientierung: Merkmal Instrumente

Mehr

Diplomarbeit in A & O: Diskussion

Diplomarbeit in A & O: Diskussion Diplomarbeit in A & O: Diskussion Die Diskussion das Herzstück der Arbeit!!! Die Qualität der Diskussion entscheidet darüber, ob die Arbeit für immer in der Bibliothek verstauben wird oder ob sich jemand

Mehr

Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS: 30.11.05

Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS: 30.11.05 Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS: 30.11.05 Seite 1 Einführung SPSS Was ist eine Fragestellung? Beispiel Welche statistische Prozedur gehört zu welcher Hypothese? Statistische Berechnungen mit

Mehr

Einführung in die Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen. SS 2009 Dipl.-Psych. Michael Lichtblau 2. VA

Einführung in die Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen. SS 2009 Dipl.-Psych. Michael Lichtblau 2. VA Einführung in die Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen SS 2009 Dipl.-Psych. Michael Lichtblau 2. VA 09.04.2009 Themen Was ist Intelligenz? Definition Intelligenz globale und differentielle

Mehr

Weiterbildungskurs Stochastik

Weiterbildungskurs Stochastik Hansruedi Künsch Seminar für Statistik Departement Mathematik, ETH Zürich 24. Juni 2009 Inhalt STATISTIK DER BINOMIALVERTEILUNG 1 STATISTIK DER BINOMIALVERTEILUNG 2 Fragestellungen Typische Fragestellungen

Mehr

Erschwerte Bedingungen für das Lernen, angemessene Verhalten und die Entwicklung von Sprache

Erschwerte Bedingungen für das Lernen, angemessene Verhalten und die Entwicklung von Sprache Erschwerte Bedingungen für das Lernen, angemessene Verhalten und die Entwicklung von Sprache Problemaufriss Verhaltensstörungen- Begriff Unter einer Verhaltensstörung(VHS) kann ein Verhalten verstanden

Mehr

Klausur in Statistik VWA Essen

Klausur in Statistik VWA Essen Prof. Dr. Peter von der Lippe Klausur in Statistik VWA Essen neue Regelung (verkürzter Stoff) Bitte schreiben Sie hier Ihren Namen auf das Deckblatt. Bitte neben dieser Aufgabenstellung keine weitere Blätter

Mehr

WIT - Wilde Intelligenz Test - (Form A) Abiturienten (17-25 Jahre) - SW Standardwerte (100+10z)

WIT - Wilde Intelligenz Test - (Form A) Abiturienten (17-25 Jahre) - SW Standardwerte (100+10z) Seite 1 von 15 Missing Rohwert Norm WIT - Wilde Intelligenz Test - (Form A) Globalskalen 103 F Allgemeine Intelligenz 113 F Sprachliches Denken 82 F Wortgewandheit 109 F Rechnerisches Denken 103 F Logisches

Mehr

Bern, St.Gallen, Zürich: Für das Leben gerüstet?

Bern, St.Gallen, Zürich: Für das Leben gerüstet? Bildungsmonitoring Schweiz Bern, St.Gallen, Zürich: Für das Leben gerüstet? Die Grundkompetenzen der Jugendlichen Zusammenfassung des kantonalen Berichts PISA 2000 OECD PISA Programme for International

Mehr

Intelligenzdiagnostik

Intelligenzdiagnostik Intelligenzdiagnostik Kompendien Psychologische Diagnostik Band 6 Intelligenzdiagnostik von Prof. Dr. Heinz Holling, Dr. Franzis Preckel und Dipl.-Psych. Miriam Vock Herausgeber der Reihe: Prof. Dr. Franz

Mehr

down-vorgehen bei Anforderungsanalysen als notwendige Ergänzung zum Bottom-up

down-vorgehen bei Anforderungsanalysen als notwendige Ergänzung zum Bottom-up Mathematik und Naturwissenschaften, Institut für Psychologie II, Professur Diagnostik und Intervention, Dipl.- Psych. Anna Koch Top-down down-vorgehen bei Anforderungsanalysen als notwendige Ergänzung

Mehr

Hochbegabung Chancen und Risiken

Hochbegabung Chancen und Risiken Bildung und Sport Hochbegabung Chancen und Risiken Hochbegabte Kinder unterscheiden sich in manchem von ihren Altersgenossen. Das kann zu Schwierigkeiten in der Schule und beim Umgang mit anderen führen.

Mehr

Grundsätze zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen

Grundsätze zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen SEKRETARIAT DER STÄNDIGEN KONFERENZ DER KULTUSMINISTER DER LÄNDER IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND Grundsätze zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben

Mehr

Prüfungsthemen Psychologie LPO I Gebiet E. - Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation -

Prüfungsthemen Psychologie LPO I Gebiet E. - Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation - Prüfungsthemen Psychologie LPO I Gebiet E - Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation - Ab Frühjahr 2003 Frühjahr 03 GHS Die mündliche Prüfung als Methode zur Leistungsfeststellung Nennen und

Mehr

Motivationale und kognitive Variablen Schulleistungs-Variablen

Motivationale und kognitive Variablen Schulleistungs-Variablen MOBI Monolinguales und bilinguales Lernen in der Grundschule (Prof. Dr. Jens Möller & Dr. Anna Chr. M. Zaunbauer-Womelsdorf, Universität Kiel, Mai 28) Ergebnisse am Ende des ersten und zweiten Schuljahres

Mehr

Intelligenz und Hochleistung

Intelligenz und Hochleistung Intelligenz und Hochleistung Rainer Gerhards rgerhards@adiscon.com Worum geht es? Zusammenfassung des Artikels Hochbegabtenförderung im Jahr 2006 in Deutschland von Prof. Dr. Albert Ziegler (Uni Ulm) in

Mehr

Prüfung zu Modul 26 (BA Bw) bzw. 10 (BA IB) (Wirtschaftsstatistik)

Prüfung zu Modul 26 (BA Bw) bzw. 10 (BA IB) (Wirtschaftsstatistik) 2 Klausur-Nr = Sitzplatz-Nr Prüfung zu Modul 26 (BA Bw) bzw. 10 (BA IB) (Wirtschaftsstatistik) Klausurteil 1: Beschreibende Statistik Name, Vorname:... verteilung Teil 1: Beschreibende Statistik Aufgaben

Mehr

Mathematische und statistische Methoden II

Mathematische und statistische Methoden II Methodenlehre e e Prof. Dr. G. Meinhardt 6. Stock, Wallstr. 3 (Raum 06-206) Sprechstunde jederzeit nach Vereinbarung und nach der Vorlesung. Mathematische und statistische Methoden II Dr. Malte Persike

Mehr

außerdem noch geschlechtsabhängige signifikante bis höchstsignifikante Unterschiede bei den Amplituden einzelner kortikaler Potenzialkomponenten bei

außerdem noch geschlechtsabhängige signifikante bis höchstsignifikante Unterschiede bei den Amplituden einzelner kortikaler Potenzialkomponenten bei 109 5. Zusammenfassung Die Lautdiskrimination und Lautwahrnehmung gilt als wichtiger Teilaspekt der auditiven Wahrnehmung. Gerade bei Kindern mit auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

Mehr

Vorwort zur 6. Auflage 11 Einleitung 13. Kapitel 1 Psychologie als Wissenschaft 15

Vorwort zur 6. Auflage 11 Einleitung 13. Kapitel 1 Psychologie als Wissenschaft 15 5 Inhalt Vorwort zur 6. Auflage 11 Einleitung 13 Kapitel 1 Psychologie als Wissenschaft 15 1.1 Alltagspsychologie und wissenschaftliche Psychologie 15 1.2 Sammlung von Tatsachenwissen Erforschung von Gesetzmäßigkeiten

Mehr

Literaturliste Heilpädagogik und Heterogenität

Literaturliste Heilpädagogik und Heterogenität Literaturliste Heilpädagogik und Heterogenität Begabungs- und Begabtenförderung Angela Gasser Begriffserklärung S.41-43 (3 Seiten) S.14-37 (24 Seiten) Ziegler, Albert. (2008). Hochbegabung. S. 9-20 (12

Mehr

Fächer cherübergreifende Kompetenzen Diagnostik und Evaluation Prof. Dr. Anne Levin Referenten: Manja Götze, Oliver Piatkowski Gliederung Einleitung Problemlösen Selbstreguliertes Lernen Soziales Lernen

Mehr

Schule für alle? Individuelle Kinder und Institution Schule. Gian Bischoff, Kinderarzt, Altstetten

Schule für alle? Individuelle Kinder und Institution Schule. Gian Bischoff, Kinderarzt, Altstetten Schule für alle? Individuelle Kinder und Institution Schule Gian Bischoff, Kinderarzt, Altstetten Non scholae sed vitae discimus Wir lernen für das Leben und nicht für die Schule Schule für das Leben Aneignung

Mehr

5.3 Formulieren Psychologischer Fragen...37 5.4 Anzahl Psychologischer Fragen... 38. 6.3 Anforderungsprofil... 43 6.4 Psychologische Fragen...

5.3 Formulieren Psychologischer Fragen...37 5.4 Anzahl Psychologischer Fragen... 38. 6.3 Anforderungsprofil... 43 6.4 Psychologische Fragen... V Inhaltsverzeichnis 1 Warum und für wen dieses Buch?...... 1 1.1 Ziele....................................... 2 1.2 Überblick.................................. 2 1.3 Benutzungshinweise.......................

Mehr

Höhere Mathematik 2 (= Statistik) Vorlesung im Sommersemester 2006 im Wissenschaftszentrum Weihenstephan. Prof. Dr. Johann Hartl

Höhere Mathematik 2 (= Statistik) Vorlesung im Sommersemester 2006 im Wissenschaftszentrum Weihenstephan. Prof. Dr. Johann Hartl Höhere Mathematik 2 (= Statistik) Vorlesung im Sommersemester 2006 im Wissenschaftszentrum Weihenstephan Prof. Dr. Johann Hartl Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! Warum hat die

Mehr

Kritik standardisierter Testverfahren. am Beispiel des IST-70

Kritik standardisierter Testverfahren. am Beispiel des IST-70 Technische Fachhochschule Berlin Fachbereich Wirtschaftsinformatik WS 02/03 Betriebspsychologie II Kritik standardisierter Testverfahren am Beispiel des IST-70 Referentinnen: Petra Fechner Anja Köllner

Mehr

B 2. " Zeigen Sie, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Leiterplatte akzeptiert wird, 0,93 beträgt. (genauerer Wert: 0,933).!:!!

B 2.  Zeigen Sie, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Leiterplatte akzeptiert wird, 0,93 beträgt. (genauerer Wert: 0,933).!:!! Das folgende System besteht aus 4 Schraubenfedern. Die Federn A ; B funktionieren unabhängig von einander. Die Ausfallzeit T (in Monaten) der Federn sei eine weibullverteilte Zufallsvariable mit den folgenden

Mehr

Florian Frötscher und Demet Özçetin

Florian Frötscher und Demet Özçetin Statistische Tests in der Mehrsprachigkeitsforschung Aufgaben, Anforderungen, Probleme. Florian Frötscher und Demet Özçetin florian.froetscher@uni-hamburg.de SFB 538 Mehrsprachigkeit Max-Brauer-Allee 60

Mehr

Korrelation (II) Korrelation und Kausalität

Korrelation (II) Korrelation und Kausalität Korrelation (II) Korrelation und Kausalität Situation: Seien X, Y zwei metrisch skalierte Merkmale mit Ausprägungen (x 1, x 2,..., x n ) bzw. (y 1, y 2,..., y n ). D.h. für jede i = 1, 2,..., n bezeichnen

Mehr

Einführung in statistische Testmethoden

Einführung in statistische Testmethoden Einführung in statistische Testmethoden und die Bearbeitung von Messdaten mit Excel 1. Beispielhafte Einführung in den Gebrauch von Testmethoden 2. Typen von Messwerten, Verteilungen 3. Mittelwert, Varianz,

Mehr

"ARTEN DER INTELLIGENZ": Aus: lernlern/...telli_3_2_5.htm

ARTEN DER INTELLIGENZ: Aus:  lernlern/...telli_3_2_5.htm "ARTEN DER INTELLIGENZ": Aus: http://www.teachsam.de/pro/pro_ lernlern/...telli_3_2_5.htm Faktorenanalytischer Ansatz, Fluide und kristalline Intelligenz Raymond Cattell (1963): Der US-amerikanische Persönlichkeitspsychologe»

Mehr

Vorlesung Organisationspsychologie WS 06/07 Personaldiagnostik I

Vorlesung Organisationspsychologie WS 06/07 Personaldiagnostik I Vorlesung Organisationspsychologie WS 06/07 Personaldiagnostik I Dr. Uwe Peter Kanning Westfälische Wilhelms-Universität Münster Beratungsstelle für Organisationen Überblick 1. Anwendungsfelder 2. Prozess

Mehr

12. Vergleich mehrerer Stichproben

12. Vergleich mehrerer Stichproben 12. Vergleich mehrerer Stichproben Dr. Antje Kiesel Institut für Angewandte Mathematik WS 2011/2012 Häufig wollen wir verschiedene Populationen, Verfahren, usw. miteinander vergleichen. Beipiel: Vergleich

Mehr

Psychologische Tests. Name

Psychologische Tests. Name Universität Bielefeld Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl für BWL, insb. Organisation, Personal u. Unternehmensführung Sommersemester 2009 Veranstaltung: HRll: Personalfunktion Veranstalter:

Mehr

3 Intelligenz: Konzepte und Befunde

3 Intelligenz: Konzepte und Befunde 3 Intelligenz: Konzepte und Befunde Die Intelligenzforschung kann trotz vielfacher und teilweise berechtigter Kritik als eine Erfolgsgeschichte der Psychologie verbucht werden (vgl. Stern & Guthke, 2001).

Mehr

VORWORT 11 1. VORGESCHICHTE UND AUSGANGSLAGE DES SCHULVERSUCHS 13

VORWORT 11 1. VORGESCHICHTE UND AUSGANGSLAGE DES SCHULVERSUCHS 13 INHALTSVERZEICHNIS VORWORT 11 1. VORGESCHICHTE UND AUSGANGSLAGE DES SCHULVERSUCHS 13 1.1 Die Entwicklung des Sonderklassenangebotes im Kanton Zürich und die Versuchsmodelle anstelle von Sonderklassen 14

Mehr

Erziehungswissenschaften: 35 LP

Erziehungswissenschaften: 35 LP Erziehungswissenschaften: 35 LP Module für Psychologie (Realschule: 14 LP, Modellstudiengang Gymnasium: 12 LP) LP Modulbezeichnung Angebote studienbegleit. Teilprüfungen 4 EWS 1 Pädagogische Psychologie

Mehr

Einführung in statistische Analysen

Einführung in statistische Analysen Einführung in statistische Analysen Andreas Thams Econ Boot Camp 2008 Wozu braucht man Statistik? Statistik begegnet uns jeden Tag... Weihnachten macht Deutschen Einkaufslaune. Im Advent überkommt die

Mehr