Curriculum Notfallpsychologie Graz

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1 Weiter kommen Curriculum Notfallpsychologie Graz Österreichische Akademie für Psychologie (AAP) AAP, Mariahilfergürtel 37/5, 1150 Wien Frühling 2015 Seite 1 von 8

2 1 Lehrgangsmotivation Dieses Curriculum zum/zur NotfallpsychologIn bietet einen breiten Einblick über weiterführende Interventionen und Behandlungsstrategien nach einschneidenden Ereignissen. Ein besonderes Augenmerk wird auf notfallpsychologisch relevante Ereignisse im Arbeitskontext gelegt, da Akutkrisenintervention sehr häufig im Umfeld der Einsatzkräfte abgedeckt wird. Die TeilnehmerInnen verinnerlichen die Abläufe und notfallpsychologischen Interventionen durch viele Praxiseinheiten und Selbsterfahrungsblöcke ganz besonders. 2 Zertifizierung Nach Absolvierung des Curriculums erfolgt die Zertifizierung wie folgt: NotfallpsychologIn: für Klinische PsychologInnen, GesundheitspsychologInnen, SchulpsychologInnen, Arbeits-, Organisations- und WirtschaftspsychologInnen Der Lehrgang Notfallpsychologie richtet sich an PsychologInnen aus den verschiedenen Fachbereichen. Als BeraterInnen in Krisensituationen bzw. in der Durchführung präventiver Maßnahmen betrifft dies Klinische- und GesundheitspsychologInnen SchulpsychologInnen Arbeits-, Organisations- und WirtschaftspsychologInnen Seite 2 von 8

3 3 ReferentInnen Mag. Heidrun Nedoma Ausbildung: Notfallsanitäterin Klinische- und Gesundheitspsychologin Arbeitspsychologin Notfallpsychologin Kriseninterventionstrainerin Weiterbildungen: Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige ; Fonds Gesundes Österreich AKT-Affekt Kontrolltraining Unterstützung bei der Basisversorgung gem. der Gesundheits-und Krankenpflege Basisversorgung- GuK-BAV, BGBI.II Nr.281/2006 Deeskalationsmanagement, Dr.Ch.Göttl Ausbildung zur Sicherheitsvertrauensperson lt. ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (AUVA) Arbeitsbewältigungscoaching (Arbeitsleben KG) Konflikte in konstruktive Kritik umwandeln Basiskurs für Internationale Einsätze Führungskräftetraining Offiziersausbildung, Bildungszentrum Österreichisches Rotes Kreuz in Wien Effective Strategies for CISM (Critical Incident Stress Management) Referenzen und Berufliche Erfahrung: Ab 10/2013: Tätigkeit in der Justiz, Psychologischer Fachdienst in der Justizanstalt Karlau zuvor: Klinische und Gesundheitspsychologin, Stellvertretende Einrichtungsleiterin in der Einrichtung Neuland für Menschen mit Doppeldiagnosen, massiven Verhaltensauffälligkeiten und großem Selbst- und Fremdaggressionspotential, Arbeit mit forensischen KlientInnen, verurteilt nach 21.1 StGB Supervisorin des Österreichischen Roten Kreuzes, Ö3 Kummernummer : Leiterin der Akutkrisenintervention des Österreichischen Roten Kreuzes : Konzeption und Aufbau eines Krisenmanagements an der Pädagogischen Hochschule Steiermark : Vollzeitbeschäftigung bei Service Arbeit und Gesundheit, Case Management, klinisch-psychologische Behandlung, Diagnostik, Konfliktlösung und Gesundheitsförderung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Seite 3 von 8

4 : Krisenintervention in Sri Lanka und Thailand im Rahmen der Tsunami Katastrophe im Auftrag des BMI. Lehrbeauftragte und Trainerin (seit 2002): Themenbereiche: Auftraggeber: Suizidprävention, Psychiatrische Notfälle, Stressmanagement, Krisenintervention, Deeskalationsmanagement, Konfliktmanagement, Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, Professionelle Seminargestaltung, Rhetorik, Kommunikation Österreichisches Rotes Kreuz, Land Steiermark, Österreichisches Bundesheer, Sicherheitsakademie Polizei- SIAK, Republik Slovakei, Firma SECIS, Lebenshilfe, Lebensmotto: Es ist leichter andere zu begeistern, wenn man selbst begeistert ist! Univ.-Lekt. Dr. Günther Herzog Ausbildung: Doktorat der Psychologie Klinischer- und Gesundheitspsychologe Psychotherapeut (VT) Weiterbildungen: Lehrgang für medizinische Führungskräfte an der Karl Franzens-Universität Graz Lehrgang für Hochschuldidaktik an der Karl Franzens Universität Graz Seit 2000: Organisation, Betreuung und Aufbau von Strukturen bei sämtlichen nationalen Katastrophen (Busunfall Trahütten, Gondelbrand Kaprun, Hochwasser Niederösterreich, Steiermark ) Lehraufträge: Universitätslektor am Institut für Psychologie, Universität Graz mit folgenden Lehraufträgen: Proseminar Statistik I + II (ab WS 1992 bis SS 2001 durchgehend) Klinische Psychiatrie für Psychologen (WS 2002/03) Seminar zur Notfallpsychologie (SS 2003 / bis dato jeweils im SS) Universitätslektor an der Psychiatrischen Universitätsklinik, Medizinische Universität Graz mit folgenden Aufgaben Prüfungskoordinator für Psychiatrie im Modul 21 (bis SS 08) Lehre im Rahmen des Moduls 21 (Psychiatrie) (bis dato) Seite 4 von 8

5 Lehrtätigkeit im Berufverband österreichischer Psychologen (BÖP) Regelmäßige Abhaltung von Seminaren zur Ausbildung von Klinischen PsychologInnen zum Thema Krisenintervention und Notfallpsychologie in Wien Seminar Interventionstechniken in der Notfallpsychologie (im Rahmen des Curr. zur Ausbildung von Notfallpsychologen in Österreich) Ehrenamtliche Mitarbeit beim Roten Kreuz Von 1979 Mitglieder der Prof.-A.-Wittek-Jugendrotkreuzgruppe Graz. Im Zuge dieser Tätigkeit wurde ich steirischer Landeskoordinator für außerschulische Jugendrotkreuzgruppen und Landesleiter Hofrat Wolf. (In dieser Funktion Mitarbeit in nationaler und internationaler Jugendrotkreuztätigkeiten). Von 1981 bis Ende 2002: regelmäßiger freiwilliger Dienst im Rettungs- und Krankentransportdienst, sowie im Notarztdienst des Roten Kreuzes in Graz. Seit 1999 bis Dato: Als Projekt zwischen Rotem Kreuz und Univ. Klinik für Psychiatrie (Prof. Zapotoczky) Mitarbeit im Roten Kreuz als Leitender Psychologe des Landesverbandes Steiermark. Mitglied des Landesrettungskommandos für Steiermark als S7b. Ausbildungen und Arbeitsschwerpunkte im Roten Kreuz Staatliches Rettungssanitäterdiplom Ausbildung zum Leitstellendisponenten Lehrtätigkeit Lehrbefähigung für Erste Hilfe und Sanitätshilfe, für Krisenintervention und CISM beim österreichischen Roten Kreuz. Pädagogische Seminare (Rhetorik, Beratung und Gruppenführung) Unfangreiche Lehrtätigkeit in Erster Hilfe im schulischen Bereich, Aus- und Weiterbildung von Sanitätern, Leitstellendisponenten Führungskräften und Mitarbeitern der psychosozialen Betreuung des Roten Kreuzes (im Rahmen der steirischen Abteilung Ausbildung und des ÖRK-Bildungsinstitutes). Psychosoziale Betreuung Aufbau und Supervision der psychosozialen Betreuung im steirischen Roten Kreuz Leitungs- und Betreuungsfunktionen innerhalb der psychosozialen Betreuung des Roten Kreuzes bei folgenden Großschadensereignissen/Katastrophen: Busunglück Trahütten, Gletscherbahnkatastrophe Kaprun, Hochwasserkatastrophe Niederösterreich (in diesem Zusammenhängen teilweise Medienpräsenz). Internationale Einsätze (Thailand, Sharm el Sheik) Mitarbeit in nationalen Arbeitskreisen zur psychosozialen Betreuung Berufliche Laufbahn: Vom 3. Sept. 90 bis zum 3. März 91 arbeitete ich im Rahmen eines arbeitsmarktgeförderten Praktikums an der psychiatrischen Universitätsklinik (Vorstand Prof. Dr. H. G. Zapotoczky) im LKH-Graz, wo ich für die routinemäßige Psychodiagnostik und Gruppentherapie psychiatrischer Patienten, sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Seit März 91 bis Juni 92: Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis (Aufgabenbereiche: "Pharmastudie", sowie psychologische Diagnostik und Therapie an der Ambulanz der Klinik). Seit Anfang Juni 92 bis dato: Angestellter der KAGES (Steiermärkische Krankenanstalten GesmbH, 1997 Übertritt in ein Landesbeschäftigungsverhältnis mit derselben Dienstzuteilung) mit Dienstzuteilung psychiatrische Universitätsklinik, Graz. Seite 5 von 8

6 4 Organisatorisches 4.1 Termine Graz Start Ende Januar / Anfang Februar 2015 Modul Nr: Datum Uhrzeit Kursort Modul Fr, 16:00-20:00h Graz Sa, 09:00-18:00h Graz Modul Fr, 16:00-20:00h Graz Sa, 09:00-18:00h Graz z Modul Fr, 16:00-20:00h Graz Sa, 09:00-18:00h Graz Modul Fr, 16:00-20:00h Graz Sa, 09:00-18:00h Graz Modul Fr, 16:00-20:00h Graz Sa, 09:00-18:00h Graz Lehrgangsumfang: 48 EH Theorie zzgl. 8 EH Supervision und 2 Falldokumentationen 4.2 Ort JUFA Graz-City, Idlhofgasse 74, 8020 Graz 4.4 Ihre Investition in den Lehrgang Modul 1-4: EUR 1.040,- (inkl. USt.); Lehrgang Modul 5: EUR 540,- (inkl. USt.); Supervision, Begutachtung der Abschlussarbeit, Zertifizierung Gesamt: EUR 1.580,- (inkl. USt.) 4.5 Fördermöglichkeiten Die Österreichische Akademie für Psychologie (AAP) ist Ö-Cert zertifiziert und daher als förderungswürdiger Bildungsanbieter durch alle neun Bundesländer anerkannt. Details entnehmen Sie bitte unserem gesonderten Förderungsüberblick. 4.6 Anmeldeschluss Zwei Wochen vor Lehrgangsstart Seite 6 von 8

7 4.7 Kontakt und Feedback Österreichische Akademie für Psychologie (AAP) Mag. Esther Sandmair Mariahilfer Gürtel 37/5, 1150 Wien Tel. 01 / , Fax 01 / Internet: 5 Inhalte Dieses Curriculum zum/zur NotfallpsychologIn bietet einen breiten Einblick über weiterführende Interventionen und Behandlungsstrategien nach einschneidenden Ereignissen. Ein besonderes Augenmerk wird auf notfallpsychologisch relevante Ereignisse im Arbeitskontext gelegt, da Akutkrisenintervention sehr häufig im Umfeld der Einsatzkräfte abgedeckt wird. Die TeilnehmerInnen verinnerlichen die Abläufe und notfallpsychologischen Interventionen durch viele Praxiseinheiten und Selbsterfahrungsblöcke ganz besonders. Modul 1: Einführung in das Thema: Stress, Stressverarbeitung, Akute Belastungsreaktion, Notfall, Krise, Trauma (4 EH) Rollenspiel Seminar zur Psychischen Erste Hilfe ( 4 EH) Trauma: Grundlagen, Störungsbilder (Posttraumatische Belastungsstörung, Borderline, komplexe Trauerreaktionen) (4 EH) Modul 2: Behandlung und Behandlungsstrategien bei Traumafolgestörungen: Behandlungsplanung, Behandlungsinterventionen- Überblick über mögliche psychologische Behandlungstechniken, beispielsweise EMDR (4EH) Umgang mit bedrohlichen Diagnosen (4 Eh) Kinder und Jugendliche im Fokus der notfallpsychologischen Interventionen (4 EH) Modul 3: Trauer und Trauerverarbeitung: Überbringen schlechter Nachrichten, Umgang mit Verstorbenen, Rituale des Abschied nehmens und interkulturelle Aspekte (4Eh) Peritraumatische Diagnostik und Diagnostik bei Traumafolgestörungen: Behandlung und Gefährlichkeitsdiagnose, PTSD, Begutachtung, Unterbringungsgesetz(UBG) (4Eh) Notfälle in der psychologischen Behandlung: Suizidalität,Behandlungsabbrüche, Drohungen (4EH) Seite 7 von 8

8 Modul 4: Strategie in der Notfallpsychologie: Umgang mit Mitarbeitern im traumatischen Stress, Rückkehr an den Arbeitsplatz nach außergewöhnlichen Belastungen (4EH) Großschadensfall, Umgang mit der Presse, (4Eh) Didaktik der Notfallpsychologie: Vermittlung von Inhalten der Notfallpsychologie in der Ausbildung und in Notfallsituationen, Presse (4EH) Modul 5: Fallsupervision und Psychohygiene: (8EH) Diskussion von notfallpsychologisch relevanten Fällen. Jede/r der TeilnehmerInnen muss im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens einen relevanten Fall einbringen, dieser kann natürlich auch aus dem Arbeitsumfeld stammen. Steiermark / Kärnten: Das Praktikum kann beim Roten Kreuz absolviert werden kann. Für das Praktikum müssen die Teilnehmer bei Antritt des Praktikums eine Praktikumsvereinbarung unterfertigen. Ansprechpartner für die Kursteilnehmer ist Herr Bernd Strobl. Ein Formular für die Anmeldung zum Praktikum beim Roten Kreuz wird bei der Lehrgangsleitung aufliegen. Wien: Praxis inkl. Falldokumentationen können bei Arbeiter-Samariterbund Wien im Rahmen des Peer-Support gemacht werden. Ansprechpartner ist Frau Simona Bajer. Niederösterreich: Im Einzelfall können praktische Erfahrungen bzgl. Falldokumentationen bei AKUTteam geleistet werden. Vorherige Absprache mit Mag. Dr. Veronika Gmeiner ist erforderlich. Zertifizierung zum/zur NotfallpsychologIn 1 Fall ist in schriftlicher Form aufzuarbeiten, dieser bildet die Diskussionsgrundlage für Praxis und Theorie in der Zertifizierung. Seite 8 von 8

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