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1 Inhalt: 01 Zehn Fragen zur Moderation 02 Moderation: Transparenz aktiviert alle Beteiligten 03 Ich als Moderator/-in 04 Beispiel Sequenzplanung 05 Beispiel Sequenzplanung - abgespeckt 06 Beispiel Präsentation, Kurzreferat 07 Beispiel Betriebserkundung, Atelierbesuch 08 Beispiel Unterricht optimieren 09 Stimmungsabfrage 10 Stimmungsbarometer 11 Abfragekarte zweizeilig 12 Abfragekarte dreizeilig 6 - Moderation 6

2 Klaus Huber 10 Fragen zur Moderation Was bedeutet Moderation? Wie bereite ich eine Moderation vor? Was kann ich mit einer Moderation bewerkstelligen? Welche Arbeitstechniken helfen bei der Moderation? Welche Rolle spielt der Moderator? Was sind die Stärken der Moderation? Wie sieht der Ablauf einer Moderation aus? Wie werde ich Moderator? Was stört oder zerstört eine Moderation? Was spricht gegen die Moderation? 6 - Moderation 01

3 Klaus Huber Moderation: Transparenz aktiviert alle Beteiligten Warum Moderation in der Schule? Die Moderation ist eine der erfolgreichsten Methoden der Arbeit mit Gruppen. Sie bezieht die Menschen in Prozesse der Planung, der Problemlösung oder des Lernens mit ein, weil sie die Prozesse selbst gestalten und damit von Konsumenten zu Produzenten werden. Weil das auch noch Spaß macht und in kurzer Zeit zu vielfältigen Ergebnissen führt, ist die Moderation für die Arbeit in der Schule interessant. Warum? Was? Was lässt sich moderieren? Moderation Beispiele: Wie kann eine Moderation ablaufen? Anwärmen Blitzlicht, Barometer,... Wie? - Die Einführung in eine Sequenz - Eine Betriebserkundung - Eine Thema, wie z. B. Wie präsentiere/referiere ich...? - Eine Konfliktlösung - Ein Projekt... Themenorientierung / Themenerhebung Themenspeicher anlegen Themenbearbeitung Kleingruppenarbeit Informationen sammeln Informationen verarbeiten Ergebnisintegration Präsentation und Besprechung Handlungsorientierung Tätigkeiten vereinbaren Abschluss Positive Rückschau, Lob, Ausblick, Moderation 02

4 Klaus Huber Ich als Moderator/-in Fragen über Fragen: Will ich das? Kann ich das? Ein Moderator versucht Menschen dazu zu motivieren, Aufgaben selbst in die Hand zu nehmen und zu bewältigen. Was sagen die anderen dazu? Ist das überhaupt ein Thema für Bildung und Erziehung in der Schule? Warum machen das in der Schule so wenige? Warum ist das ein Thema im Seminar? Können meine Schüler das?... Verhaltensregeln für einen pfiffigen Moderator Der Moderator sensibilisiert die Teilnehmer für die geplanten Abläufe und Prozesse; stellt seine eigenen Ziele, Wertungen und Meinungen zurück. Es gibt für ihn inhaltlich kein»richtig«oder»falsch«. Er konkurriert nicht mit den Teilnehmern um Sachfragen; nimmt alle Teilnehmer ernst, zeigt allen gegenüber die gleiche Wertschätzung, bevorzugt oder benachteiligt niemanden; achtet darauf, dass alle ihre Meinung, Ideen und Ansichten vertreten können; sorgt dafür, dass auch die Ruhigen und Schweigsamen Gelegenheit bekommen, am Arbeitsprozess aktiv teilzunehmen; hat ständig das Ziel der Sitzung oder einzelner Phasen im Auge und signalisiert der Gruppe Abweichungen vom Weg zur Zielerreichung; ermutigt die Gruppe, Regeln für einen fairen Umgang untereinander zu berücksichtigen; fasst alle Äußerungen als Signale auf, die ihm helfen, den Gruppenprozess zu verstehen. Er versucht, der Gruppe das eigene Verhalten bewusst zu machen, so dass die Mitglieder mit Störungen und Konflikten angemessen umgehen können; nimmt eine fragende Haltung ein und keine behauptende. Durch Fragen aktiviert er die Gruppe für den Gedankenaustausch untereinander; hört überwiegend zu und spricht selbst wenig. Er versucht, den Austausch und die Diskussion zwischen den Gruppenteilnehmern zu unterstützen. Nicht der Moderator oder die Moderationstechnik steht im Mittelpunkt, sondern die Kompetenz der Teilnehmer, das Thema und das Ziel! wiederholt immer dann den Teilnehmern das, was gerade an Äußerungen, Themen, Meinungen in der Gruppe existiert, wenn er dadurch den Arbeitsprozess erleichtern, transparent machen oder vorantreiben kann; bietet den Beteiligten Vorgehensweisen an, um Probleme zu lösen oder zu lernen; visualisiert, visualisiert, visualisiert. Quelle: Hartmann/ Rieger/ Pajonk, Zielgerichtet moderieren, Beltz Verlag, 1997 (geändert) 6 - Moderation 03

5 Klaus Huber Sequenzplanung Ich möchte erreichen (Lernziele), dass die Schüler am Ende... - möglichst viele Fragen zum Thema formuliert haben - das Thema als Summe von Einzelthemen erkennen - gemeinsam den Verlauf der Sequenz geplant haben - motiviert für das weitere Vorgehen sind - sich für den Verlauf der Sequenz mit verantwortlich fühlen 1. Barometer läuft herum (Das Thema interessiert mich...) 2. Arbeitsplanung für GA - Folie: 1) 10 Min. Zeit, bis... 2) wenn Musik aufhört, Stifte zu mir 3) pro Gruppe 1 Schreiber 1 Zeitmanager 1 Lautstärkeregler 1 Koordinator 4) Aufgabe: Notiert möglichst viele Fragen zum Bild auf die Woka. (Pro Woka eine Frage) Groß und deutlich schreiben! 3. Praxis: arbeitsteilige GA 2. Themenorientierung Das muss vorher geschehen sein: - Woka: Schreibtraining - Pinnwände herrichten - Papiere beschriften 1. Halbkreis um Pinnwand 1 Material: Barometer + Klebepunkte, Hinführungsfolie, Folie mit AA, Filzstifte, Karten, Nadeln, 3 Pinnwände (bzw. P 1 doppelt) 2. Pinnwand 1 Sprecher + Koordinator pinnen Karten an 3. Pinnwand 2 L oder Sch clustern > Spalten 4. Oberbegriffe zuordnen - Sch. schreiben auf - L. ergänzt bei Bedarf Themen des LP Wie war das mit...? 1. Folie: Du brauchst 2. OHP - Bildausschnitt mit Lupe - Musik - weitere Bildausschnitte mit Lupe - die ganze Folie - L: Das ist das 1. Thema in GSE > als Frage? 3. ZA: Wie war das mit...? > TA Sequenzplanung L: Wir werden heute gemeinsam planen, wie wir das Thema (die Sequenz) behandeln, - was wir machen und - wie wir es machen Themenbewertung entfällt 1. Anwärmen 3. Handlungsorientierung zurück auf die Plätze 4. Abschluss Themenbearbeitung folgt später 1. Thema 2. Thema Pinnwand 3 = Rückseite von Pinnwand 1 Ablauf Arbeitsplanung Wer hat was dazu? Wer macht was? wann? 1. Rückschau: Verlauf der Stunde 2. Was sagt der Barometer? 3. Ausblick auf die nächste Stunde Das habe ich daraus gelernt: 6 - Moderation 04

6 Klaus Huber Sequenzplanung - abgespeckt Ich möchte erreichen (Lernziele), dass die Schüler am Ende... - möglichst viele Fragen zum Thema formuliert haben - das Thema als Summe von Einzelthemen erkennen - gemeinsam den Verlauf der Sequenz geplant haben - motiviert sind für das weitere Vorgehen - sich für den Verlauf der Sequenz mit verantwortlich fühlen Das muss vorher geschehen sein: - Woka: Schreibtraining - Pinnwände herrichten - Papiere beschriften Material: Hinführungsfolie, Planungsfolie, Filzstifte, Flipchartpapiere Folie: Du brauchst 1. Musik 1492 Welche Bilder entstehen in deinem Kopf? 2. Musik Bild Betrachten und Einzelheiten herausfiltern 3. UG über Bildinfos - Lupe - Gummiringe 4. Es entstehen folgende Teilbilder: 1. Schiffe 2. Eingeborene 3. Eingeborene und Seefahrer 4. Kolumbus (?) 5. Zielangabe: a) Inhalt: Wie war das mit... b) Methode: Fragen finden - Grundlage für die GSE-Stunden c) Grund: Du brauchst das, um zu verstehen, Arbeitsplanung: 1. Themengruppen bilden 2. Zeit 10 Minuten 3. Stell dir vor, ihr interviewt die Person X und habt 10 Fragen frei. Notiert die Fragen auf das große Blatt. 7. Erarbeitung: Schüler notieren Interview-Fragen auf das leere Plakat 8. Präsentieren der Fragen; Aufhängen der Blätter Tafel oder Pinnwand 9. Festlegen des weiteren Vorgehens (Planungsfolie) 10. Rückschau: Verlauf der Stunde 11. Ausblick auf das weitere Vorgehen Das habe ich daraus gelernt: 6 - Moderation 05

7 Klaus Huber Moderationsbeispiel: Präsentation/Kurzreferat Anwärmen Das fällt mir ein, wenn ich an bisherige Präsentationen (Kurzreferate) denke. Was erwarte ich von meinen Zuhörern? Plenum, Blitzlicht Zielangabe Was? Inhalt (Präsentationen halten) Wie? Gemeinsam mit Moderation Warum? Abbau von Ängsten, Sicherheit,... Folie Themenerhebung Das macht mir Angst, wenn ich an meine Präsentation denke. (... fällt mir schwer... fällt mir leicht... wünsche ich mir...) Kartenabfrage: EA, Sammeln, Clustern Pinnwand Themenbewertung Das sind also die wesentlichen Punkte, die ich bei meiner Präsentation beachten muss. Oberbegriffe Plenum Pinnwand Themenbearbeitung So sieht unser Problem konkret aus. So hätten wir es gern. Das könnte uns abhalten. Das können wir tun. Das können andere tun. Kleingruppenarbeit / Präsentation Pinnwand Tätigkeitsvereinbarung Tätigkeitskatalog Das werde ich tun. Mit...? Bis...? Kreisgespräch / Notieren im...-heft Abschluss So schätze ich die Chancen ein, dass meine Präsentation gelingt. Punkte kleben Nissen, Peter: Kurskorrektur Schule; Kurzkorrektur Schule; ein Handbuch zur Einführung der Moderationsmethode im System Schule für die Verbesserung der Kommunikation und des miteinander Lernens, Hamburg 1995 Neuland, Michele (Hrsg): Schüler wollen lernen, lebendiges Lernen mit der Neuland-Moderation, Eichenzell, 1995 Moderation in der Schule: Pädagogik 12/96 Lumbeck: Kreatives Problemlösen im Lehrerteam 6 - Moderation 06

8 Klaus Huber Betriebserkundung - Atelierbesuch (Moderationstechnik) Ich möchte erreichen, dass die Schüler am Ende... Das muss vorher geschehen sein: Zeit Stufen Hinführung meine Tätigkeiten Bild, Rätsel,... gemeinsam machen wir Tätigkeiten der Schüler Material, Ort, Sitzordnung, Sozialform, Kommentar... Anwärmen Zielangabe Erarbeitung 2. ZA TA Themenorientierung Themenerhebung 3. Einen Maler besuchen?! 4. UG 6. Symbole TA (schauen, fragen, hören, fühlen,...) 5. Partnergespräch Fragen, die wir dem Maler stellen können? 8. EA Kartenabfrage Zusammen- 16. Besprechung im Plenum fassung - Rückschau - Vereinbarungen Abschluss - Erfolgsaussichten,... - Barometer analysieren Rückschau Sicherung Anwendung Wertung Ausblick Themenbewertung Themenbearbeitung Tätigkeitsvereinbarung 9. Sammeln der Karten an der Pinnwand 10. Ordnen in Spalten (Clustern) 11. Zuordnen von Überbegriffe 12. Evtl. Ergänzung durch elementare Begriffe oder Themen, wenn diese nicht genannt wurden 11. Einteilung der Bearbeitungsgruppen 14. Präsentation im Plenum oder Punkte kleben oder Kleingruppenarbeit 15. EA/ PA notieren: Was werde ich tun? Mit wem? Bis wann? Halbkreis vor der Pinnwand ist unbedingt nötig, wenn Sch. aktiv einbezogen werden sollen!!! In 90 Min.-Einheiten geht s hier weiter, ansonsten: GOTO 16! Das habe ich daraus gelernt: 6 - Moderation 07

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12 Die Situation stellt sich für mich gefühlsmäßig so dar: frostig kalt so la la gut blendend 6 - Moderation 09

13 Das Thema interessiert mich außerordentlich einigermaßen kein bisschen 6 - Moderation 10

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