3TIPPS ZWISCHEN KURSTAFEL UND GEHEIMDIENSTAKTEN WEALTH MANAGEMENT & VORSORGE

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1 Stimmungsbarometer Sparstrumpf überholt Wertpapiere EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET Gute Aussichten Zweite Jahreshälfte 2013 Private Banking Individualität als Maxime Immobilien Das langfristige Investment JULI 2013 WEALTH MANAGEMENT & VORSORGE 3TIPPS FÜR SIE UND IHR GELD ZWISCHEN FOTO: ETHOS KURSTAFEL UND GEHEIMDIENSTAKTEN Börsenexperte und Buchautor Mr. Dax Dirk Müller über den Börsenhandel, die Probleme der Euro-Zone und den Unterschied zwischen Spekulation und Investition.

2 2 JULI 2013 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET XXXX VORWORT WIR EMPFEHLEN SEITE 7 Mag. Andreas Zakostelsky Obmann des Fachverbands der Pensionskassen FOTO: FACHVERBAND PENSIONSKASSEN Die 2. und 3. Säule der Vorsorge schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. VORSORGEN ABER WIE? Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat ihre Spuren hinterlassen und damit vor allem das Vertrauen in Wertpapiere gemindert. In Krisenzeiten boomen Sachwertanlagen: Gold und Immobilien sind hoch im Kurs. Wer sein Geld überhaupt keiner Bank mehr anvertrauen möchte und diese Minderheit wächst seit 2009 stetig zieht auch den Sparstrumpf wieder in Betracht. Trotz negativer Realzinsen greifen viele mangels Alternativen auf das Sparbuch zurück. Geldanlage in Krisenzeiten: Renaissance des Sparstrumpfs? Der Wald kommt in die Stadt S. 7 Ein Best Practice-Beispiel das nicht nur die Natur schont, sondern auch Renditen bringt. Nachhaltiges Investment S. 8 Dr.in Katharina Sammer über die Entwicklungen und Vorteile von Green Investment. SEITE 6 ie Landschaft des Anlegerinteresses ist in den letzten Jahren starkem Wandel unterworfen und spiegelt damit die Stimmung der Österreicher wider. Bestimmte Eigenschaften von Finanzprodukten stehen heute aber ebenso hoch im Kurs wie vor einigen Jahren. Neben Sicherheit und Verfügbarkeit des Geldes den wichtigsten Attributen bei der Geldanlage gehört dazu auch der persönliche Kontakt zum Bankberater. Innovation und hohe Rendite sind im Vergleich dazu nebensächlich. Sparbuch und Bausparvertrag am beliebtesten Angesichts dieser Fakten 1 überrascht es kaum, dass das klassische Sparbuch den niedrigen Zinsen zum Trotz eines der erklärten Lieblingsprodukte der Österreicher darstellt: 41 Prozent bezeichnen diese Anlageform als besonders attraktiv. Noch beliebter als das Sparbuch ist nur der Bausparvertrag, der ebenfalls für Sicherheit steht. Aktuell bezeichnen 43 Prozent der Österreicher den Bausparvertrag als interessante Anlageform (2011: 53 Prozent), womit er trotz gesunkener Beliebtheit nach wie vor die Nummer eins ist. Gold und Grundstücke: Eine Alternative zum Sparbuch? Bislang erwies sich das Interesse an Gold und Grundstücken 2 als recht verlässlicher Krisenindikator je negativer die Stimmung, desto attraktiver erschienen diese beiden Sachwertanlageformen. Die bisherige Entwicklung im Jahr 2013 ist daher eher überraschend: das Interesse an Gold und Grundstücken sinkt wieder (Gold: 24 Prozent; Grundstücke: 30 Prozent), obwohl beide nach wie vor als sichere Anlageformen gelten. Neben der Goldkursschwäche des 1. Halbjahres spielt hier sicherlich auch die überraschend positive Konjunkturerwartung der Österreicher eine Rolle: Während diese in fast allen europäischen Ländern eher negativ ausfällt, stehen die Österreicher der konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2013 tendenziell optimistisch gegenüber. Sparstrumpf-Sparer eine nicht zu unterschätzende Minderheit 3 Eine kleine Gruppe an Anlegern teilt diese optimistische Einschätzung nicht: Der Anteil jener, für die zuhause sparen sei es im Sparstrumpf, in der Sparbüchse oder unter der Matratze eine gute Alternative darstellt, stieg seit 2009 kontinuierlich an und erreichte im 1. Halbjahr 2012 einen Höchstwert von 13 Prozent, die ihr Geld zuhause sicherer KRISENINDIKATOR Das Interesse an Gold und Grundstücken sinkt wieder, obwohl beide nach wie vor als sichere Anlageformen gelten. Sonja Buchinger Finanzexpertin, GfK Austria wähnten als auf einer Bank steigt dieser Anteil zumindest nicht weiter dennoch bleibt die Verunsicherung auf einem historischen Höchstwert. Wiederholte Medienberichte über Bankenpleiten und das Einfrieren von Spareinlagen dürften der Hauptauslöser für diese Verunsicherung sein, aber auch mangelndes Vertrauen in die künftige Entwicklung unserer Staatsschulden und damit die Wirksamkeit der Einlagensicherung tragen dazu bei. Wichtig: Fokus auf Kundenbetreuung und Information Es ist zwar davon auszugehen, 4 dass sich mit einer Erholung der wirtschaftlichen Lage auch der Anteil der Sparstrumpf-Sparer wieder verringert und der durchschnittliche Anleger den Fokus automatisch von Sicherheitsstreben wieder ein wenig in Richtung Renditenbewusstsein verschiebt. Bis dahin ist eine gute Kundenbetreuung und ein Vertrauensverhältnis zwischen Bankberater und Anleger das Um und Auf. Aktuelle Studien zeigen, dass proaktive Betreuung und Hilfestellung der Banken gerade in unsicheren Zeiten besonders hoch priorisiert werden. Hier machen österreichische Banken aber bereits vieles richtig: weniger als 2 Prozent der Österreicher haben das Vertrauen in die Hausbank soweit verloren, dass sie sich von ihr ab- und einem Mitbewerber zuwenden. Robert Zadrazil Vorstandsmitglied der UniCredit Bank Austria AG, Private Banking We make our readers succeed! WEALTH MANAGEMENT & VORSORGE, ERSTE AUSGABE, JULI 2013 Managing Director: Eliane Knecht Editorial Manager: Triin Metusalet Project Manager: Daniel Wolfgruber Tel.: Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.h., A-1030 Wien, Vordere Zollamtstraße 13 Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. und Co. KG, 1232 Wien, Richard-Strauss-Straße 16 Kontakt bei Mediaplanet: Gregor W. Köstler Tel.: Fax.: Das Ziel von Mediaplanet ist, unseren Lesern qualitativ hochstehende redaktionelle Inhalte zu bieten und sie zum Handeln zu motivieren. So schaffen wir für unsere Partner eine Plattform um Kunden zu erreichen und Neue dazu zu gewinnen.

3 ri ate ankin as neue Selbst erst ndnis ist sehr ers nlich In der Finanzbranche blieb in den letzten Jahren kein Stein auf dem anderen. Große Namen brachen ein, andere fusionierten und wieder andere erfanden sich neu. ie Sem er onstan a ri atbank hat eine solche Neuer ndun hinter sich. in inter rund es r ch mit ietmar aum artner. Die Vermögensverwaltung ist in einem großen Wandel egri en it der inan und Wirts a s rise seit 2008 wurde das Vertrauen vieler Kunden in die dis re on re orm des rivate an ing ers ert Die ereits a sein eld in einer la o verwalten u lassen ist star gesun en ist Dietmar aumgartner Vorstand der em er onstan a rivat an er eugt Da muss man glau e i au sagen n der Vergangen eit sind viele Dinge in der ran e ni t ordentli gelau en da wurden e ler gema t eit eginn der Krise ortet aumgartner a er eine Ver nderung im Den en Wir ne men uns eute viel st r er eit den Kunden u verste en Was sind die ersönli en Werte was ste t da inter Das ge t weit dar er inaus den erwarteten rtrag oder die isi oneigung u es re en denn diese sind ist a no eine Werte an si Viel st r er ea te man nunme r lang ris ge iele wie Vorsorgegedan en das onsoring wo lt ger ro e te oder ein r e u er alten und weiter uge en also die rage was wir li da interste t rst wenn man diese Werte und ersönli en iele verste t at man die an e diese estmögli u errei en weiß aumgartner Denn erst diese nderung im Den en re da u dass größere nderungen und W ns e au es ro en werden das Verst ndnis des rivate an ing als la o ist damit endg l g es i te in erbesserter berblick erleichtert die erwaltun Wenn ein nleger au vers iedene n ieter ur grei so muss eder eit gew rleistet werden dass ni t der er li verloren ge t. Die em er onstan a rivat an ver olgt da ei einen anderen innova ven nsat Wir wollen als una ngige n ieter eines gesamt a en er li s ein onsolidiertes e or ng und damit rans aren er alle n ieter inweg s a en Dann ist nat rli au ein esseres isi omanagement mögli so aumgartner der na e n rigem uslandsau ent alt ulet t das rivate an ing der größten an in ustralien verantwortete und nun seit a res eginn seine er se in Wien anwendet Der gesamt a e er li erlei tert die Vermögensstru turierung und verein a t einen genauerer er li er die gesamte Veranlagung Unternehmertum kennt keine Grenzen r aumgartner gi t es den nters ied wis en rivat und nterne mer unden nur au dem a ier Das liegt a er mögli erweise au an unserer osi onierung als nterne mer an Wir verste en uns als an von nterne mern r nterne mer unsere Kunden ommen au u einem großen eil aus diesem erei Da er ist die ren e wis en diesen eiden ru en ießend Die ve rennlinie liegt in seinen ugen wis en rivat und nterne mer unden au der einen und großen ins tu onellen Kunden wie Versi erungen oder ensions assen au der anderen eite eil dieses el stverst ndnisses ist r aumgartner au als anagement r Kunden grei ar u sein Wir a en s e ialisierte eams r nterne mer die a au mit i rem rivatvermögen und dem nterne mensvermögen me rere nteressen a en Da rau t man me rere e ialisten r die eil erei e und einen der alles oordiniert Da wir den Kunden gan eitli etreuen de en wir alle erei e aus einer and a Raiffeisen Capital Management: lösungsorientierte Fondskonzepte. Die Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.h. gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank, Raiffeisen International Fund Advisory und Raiffeisen Immobilien KAG unter der Dachmarke Raiffeisen Capital Management bekannt zählt 28 Jahre nach ihrer Gründung zu den ertragsstärksten Unternehmen der Raiffeisen Bankengruppe. Das in erster Linie auf die Auflage und Verwaltung von Fonds- und Asset Management-Produkten spezialisierte Institut ist mit einem Marktanteil von knapp 19 Prozent (Juni 2013) unangefochtener Marktführer und auf dem erweiterten Heimatmarkt Europa als bekannter Player mit anerkannten Kernkompetenzen und vielfach ausgezeichneter Expertise etabliert. Vom Wiener Schwarzenbergplatz aus werden konzernweit knapp 30,0 Mrd. Euro (Stand: Juni 2013) verwaltet, wovon ca. zwei Drittel auf institutionelle Kunden im In- und Ausland entfallen. Insbesondere zwischen dem Jahrtausendwechsel und der Zuspitzung der internationalen Finanzkrise 2007 gelang expansives Wachstum in West- und Osteuropa. Eine wichtige Grundvoraussetzung hierfür liefert die durch Ratings und Auszeichnungen vielfach belegte Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Raiffeisen Capital Management steht als aktiver Asset Manager für klar definierte Kernkompetenzen und agiert unter der vorrangigen Zielsetzung, Mehrwert für seine Kunden zu erzielen. Schlank und effizient organisiert, servicieren Mitarbeiter mit Erfahrung, besonderem Know-how und häufig langjähriger Unternehmenszugehörigkeit, rund 400 Fondsprodukte. Qualität stellen sie dabei nicht nur im Kernbereich Fonds und Asset Management, sondern flächendeckend quer über das Gesamtunternehmen sicher. Denkbare Lösung für die Pensionslücke Das Produkt Investmentfonds erfreut sich mittlerweile breiter Akzeptanz. Und auch wenn sich Investmentfonds den wiederkehrenden und oftmals heftigen auch negativen Kursschwankungen an den Kapitalmärkten nicht entziehen können, gibt es grundlegende Produkteigenschaften, die Fonds für langfristige Vorsorgezwecke grundsätzlich qualifizieren: Fonds eröffnen allen Anlegern unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken die gleichen Möglichkeiten an den Kapitalmärkten Die Kapitalanlagegesellschaft ist gesetzlich verpflichtet, im Interesse der Anleger zu agieren Das Fondsvermögen bleibt als Sondervermögen stets im Eigentum der Anleger, kann jedoch Wertschwankungen unterliegen Dies ist umso wesentlicher, als der Bedarf für kapitalgedeckte Vorsorge im Umfeld der Staatsschuldenproblematik und damit einhergehenden Einsparungen auf Seiten staatlicher Pensionen immer weiter steigen wird und zudem bestehende Pensionssysteme angesichts der demographischen Entwicklung immer schwieriger finanzierbar werden. Die veröffentlichten Prospekte sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Fonds der Raiffeisen Kapitalanlage-GmbH stehen unter in deutscher Sprache bzw. unter in englischer bzw. der jeweiligen Landessprache zur Verfügung. Das ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.h. Stand: Juli 2013

4 4 JULI 2013 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET JULI INSPIRATION Jahrelang vermittelte sein Gesicht täglich die Stimmung an der Börse: Mr. Dax Dirk Müller erklärt, wie man trotz großer Unsicherheit und täglichen Kurssprüngen mithilfe von Aktien sicher und rentabel in die Zukunft investiert und warum der Euro für ihn keine ideale Lösung für Europa ist. MIT AKTIEN IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN Umfragen zeigen, dass Anleger derzeit lieber Geld unter ihrer Matratze horten, statt es an der Börse zu investieren. Warum ist die Stimmung so schlecht? Die Börse hat sich von ihrer eigentlichen Aufgabe, das Geld der Anleger einzusammeln und es dann mittelständischen Unternehmen für Investitionen zur Verfügung zu stellen, weit entfernt. Heute steht vielmehr der Handel mit Aktien, früher eigentlich nur Sekundärmarkt, im Vordergrund. Das hat solche Dimensionen angenommen, dass die Kurse mit der realen Wirtschaft oft wenig zu tun haben. Es wird sehr rasch und mit großem Volumen gehandelt das führt zu extremen Kurssprüngen in kurzer Zeit, die viele Anleger verunsichern. Macht es also Sinn, sich als Privatanleger an die Börse zu begeben? Man wird um Aktien nicht herumkommen. Aber wir müssen ganz klar zwischen Investition und Spekulation unterscheiden. Die Spekulation steht derzeit leider im Vordergrund innerhalb weniger Tage oder Stunden oder sogar Sekunden den Kursen hinterher zu laufen. Da würde ich die Finger davon lassen; as ist ein Freizeitvergnügen und n der Regel ein sehr teures. Auf der nderen Seite steht die Investition, STATISTIK Wir müssen ganz klar zwischen Investition und Spekulation unterscheiden. Dirk Müller Börsen-Profi und Mr. Dax darunter verstehe ich eine langfristige Beteiligung an einem Unternehmen. Darauf sollten sich Privatanleger konzentrieren. Ist das eine sichere Form der Veranlagung? Um möglichst sicher zu investieren, suche ich mir Unternehmen, die seit Jahrzehnten stabil gutes Geld verdienen und das vermutlich auch in den nächsten Jahren tun werden etwa große und bekannte Marken. Bei einer solchen Investition spielen Tageskursschwankungen keine Rolle. Ein Beispiel: Der DAX ist heuer 25 Jahre alt. Gestartet hat er bei Punkten und es hätte keinen Unterschied gemacht, ob ich damals bei 900 oder Punkten, also an einem teuren oder billigen Tag, gekauft hätte. Denn heute hat sich der Kurs verachtfacht. Kann man Aktien auch nutzen, um für die Zukunft vorzusorgen? Absolut. Ich persönlich mache meine Vorsorge fast ausschließlich über Aktien und suche mir stabile, starke Unternehmen aus, die ich im Laufe der Zeit einsammle. Idealerweise wenn der Markt wieder einmal panisch ist und alle verkaufen wollen, dann ist es ein bisschen günstiger. Wenn die Kurse wie im Moment steigen, dann kaufe ich langsamer und ausgesuchter. Wer das nicht abschätzen möchte, kauft einfach regelmäßig ein bisschen, also jedes Monat oder jedes Quartal. Je früher man damit anfängt, desto besser. Auf Ihrer Online-Plattform bereiten sie Finanzwissen leicht verständlich auf. Kann jeder selbst Aktien auswählen oder sollte man besser auf Fonds setzen? Wer sich das zutraut und Spaß daran hat, der kann selbst aussuchen. Auf jeden Fall sollte man aber streuen und die Investition auf mindestens fünf bis zehn Unternehmen verteilen. Wem das zu aufwendig ist, der ist mit Fonds gut beraten. Eine andere Option sind ETFs (Exchange- Traded Funds), also Fonds ohne Analystenteam und Fondsmanager, die etwa Aktien nach einem Index wie dem DAX kaufen. Sie haben eine günstigere Kostenstruktur, da weniger Gebühren anfallen. In Ihrem aktuellen Buch setzen Sie sich kritisch mit der Zukunft Europas und dem Euro auseinander. Das hat Ihnen auch viele negative Reaktionen eingebracht. Der Euro ist der Spaltpilz, der Europa auseinander treibt. Mein Vorschlag wäre, die Vorteile des Euros und die Vorteile der einzelnen Währungen zu nutzen und zusammenzuführen ähnlich dem System des ECU, das wir schon einmal hatten. Wir vergessen nämlich immer, dass Währungen als Puffer zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsgeschwindigkeiten dienen und so das Atmen der Länder ermöglichen. Wenn ich auf eine Einheitswährung setze, kommt es zu jenen Zerreißkräften, die wir gerade spüren. Es ist aber Quatsch zu sagen, wer gegen den Euro ist, ist auch gegen Europa. BARBARA WAKOLBINGER HOCH ÜBER DEN KURSEN Egal ob man Aktien zur Spekulation oder als Investment nützt, den Überblick über die Informationen und Wirtschaftsdaten zu behalten, ist dabei essentiell für den Erfolg. FOTO: ETHOS KURZNACHRICHTEN Anlagenmarkt: Aktien und Immobilien im Kommen Frage: Worauf sollten Privatanleger im zweiten Halbjahr achten? Antwort: Vor allem Aktien und Immobilien sind immer noch große Themen. Die Anleihen im Portfolio sollte man gut im Auge behalten. Mag. Monika Jung CEO Valartis Bank AG Bis jetzt wirkt die globale Finanzkrise nach, das Wachstum erholt sich nicht so schnell, wie es Wirtschaftsexperten zu Beginn des Jahres 2013 noch prognostizierten. Dennoch hat sich die Stimmung bei den Anlegern deutlich verbessert, berichtet Monika Jung, CEO der Valartis Bank. Das macht sich auch im steigenden Interesse der Privatanleger für risikoreichere Veranlagungsformen bemerkbar. Aktien, Unternehmensanleihen und Wandelanleihen werden im zweiten Halbjahr die beherrschenden Themen bleiben, ist Frau Jung überzeugt. Zinswende nicht erwartet Dem Finanzmarkt könnte ein struktureller Wandel bevorstehen. Denn derzeit befinden sich 1TIPP DIVERSIFIZIE- REN SIE IHR PORTFOLIO Anleihen auf einem historisch tiefen Zinsniveau, das Interesse an Aktien steigt. Wir erwarten die Zinswende nicht mehr heuer, aber wenn sie kommt, wird sie einen Aktienboom auslösen, erklärt Jung. Dennoch rät die Finanzexpertin, den Anleihenmarkt auch 2013 schon gut im Auge zu behalten. Viele Privatanleger haben einen Großteil ihres Geldes in Anleihen, man sollte sie nie unbeobachtet im Portfolio belassen. Denn auch wenn Anleihen als sicher gelten, kann man bei einem Zinsanstieg hier ebenfalls schnell Geld verlieren. Goldpreise sinken weiter Auch Immobilien stellen laut Jung weiterhin eine sehr nachgefragte Form der Investition dar, sie rechnet mit weiteren Preisanstiegen. Dagegen wird der Goldpreis bis Jahresende eher weiter sinken. In Hinblick auf die Rendite machen Golddepots wenig Sinn, allerdings trägt so eine Investition oft positiv zum persönlichen Sicherheitsempfinden bei. Besonders wichtig sind in schwierigen Zeiten genaue Selektion und Diversifikation des Portfolios so kann man dem kommenden Halbjahr entspannt entgegen blicken. BARBARA WAKOLBINGER AUSTRIAN TRADED INDEX EIN WELLENTAL DER GEFÜHLE - DER ATX Getrieben von großer Osteuphorie hat der ATX hat in den Jahren 2005 bis 2007 einen enormen Aufschwung erlebt. In den Jahren danach wurde der Absturz von der Ostpanik verstärkt. Der ATX hat das Niveau von 2007 noch nicht wieder erreicht. Der Grund liegt laut Analysten darin, dass das historische Hoch des ATX mit ausgesprochen starker Nachfrage einherging und der Index 2007 daher um etwa 80 Prozent überwertet war. Derzeit sind die österreichischen Aktien wieder attraktiv bewertet. Analysten sehen für heuer bis Jahresende durchaus Aufholpotenzial für den ATX. QUELLE: WIENER BÖRSE; BULL MARKET Der Stier steht in der Finanzwelt symbolisch für einen Markt, der gute Vorraussetzungen für Investments bietet.

5 6 JULI 2013 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET XXXX INSPIRATION 2TIPP KURZNACHRICHTEN LEGEN SIE LANGFRISTIG AN Umfassend beraten mit Private Banking Im Private Banking werden Kunden persönlicher und intensiver betreut. Dabei geht es um Vermögenserhalt und Performance, ausgeklügelte Portfolios und das richtige Investment für das jeweilige Bedürfnis. Vor allem individuell und maßgeschneidert auf den Kunden müsse das Private Banking sein, betont Robert Zadrazil, Vorstand des Private Bankings der Bank Austria. Das Private Banking hat eine jahrhundertealte Tradition mit sich ständig erweiternden Dienstleistungen. Was früher Anlagevorschläge oder detaillierte Depotauszüge meinte, versteht sich heute als intensive Beratung mit Risikoerhebung, Zieldefinition und Erfolgskontrolle. Dabei geht es um den gesamten Bedarf des Kunden, sagt Robert Zadrazil. Im Mittelpunkt des Beratungsansatzes sollte ganz klar die Investmentstrategie stehen, die auf einer umfassenden Analyse durch Experten in der Bank beruht. Zusätzlich wird dem Kunden die gesamte Bankdienstleistungspalette aus einer Hand angeboten. Robert Zadrazil Vorstandsmitglied der UniCredit Bank Austria AG, Private Banking Exklusiv für vermögende Kunden Die Vermögensgrenze, ab der die Vorzüge des Private Bankings genossen werden können, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Ab rund Euro frei verfügbarem Vermögen kann man als Kunde, Private Banking in Anspruch nehmen, meint Robert Zadrazil. Die Mindestinvestitionsvolumen variieren natürlich von Bank zu Bank, beim sogenannten Wealth Management, einer erweiterten Form des Private Bankings, liegen die Einstiegswerte sogar weitaus höher und sind nicht unter einer Million Euro angesetzt. Das Private Banking wird hierbei nicht nur als Veranlagungsberatung verstanden, sondern beinhaltet eine 360-Grad-Beratung, die alle Bedürfnisse des Kunden abdeckt, erklärt Zadrazil. Identifiziert werden solche Bedürfnisse etwa durch eine Portfolio Qualitäts-Analyse, bei der alle Vermögenswerte durchleuchtet werden, oder durch das Financial Planning, wo eine individuelle Finanzplanung mit wählbaren Szenarien und Hochrechnungszeiträumen erstellt wird. Mittels Fragebogen und computerbasierter Auswertung wird auf Wunsch des Kunden auch eine psychologische Erhebung seiner Risikobereitschaft durchgeführt, ergänzt Zadrazil. Dies gebe dem Kunden eine bessere Orientierung im Beratungsprozess, was vor allem vor dem Hintergrund der großen Verunsicherung durch die Krisen der RICHTIG BERATEN Das eigene Vermögen richtig anzulegen ist oft eine große Herausforderung - Private Banking schafft Abhilfe. letzten Jahre nochmals wichtiger geworden sei. Investment passend zur Anlagestrategie Im Private Banking hat der Kunde den Vorteil, dass die Bank die besten Produkte auf dem Markt für ihn auswählen kann. Mit einer Vermögensverwaltung wird die mit dem Kunden vereinbarte Investmentstrategie in seinem Portfolio laufend umgesetzt, so Zadrazil. Es ist wichtig, dass durch eine breite Diversifikation das Risiko minimiert und mit einem globalen Zugang zu einer Reihe von hervorragenden, weltweit tätigen Fondsgesellschaften kombiniert wird. Dem Kunden stehen dabei, wie bei vielen Banken üblich, verschiedene Investmentansätze zur Verfügung, deren Strategien sich in den Portfoliobezeichnungen als beispielsweise konservativ, traditionell, ausgeglichen, dynamisch oder progressiv widerspiegeln. Um Kaufkraftverluste zu vermeiden, sollte das Vermögen vermehrt aktiv in Wachstumsmärkten angelegt und breit diversifiziert werden, rät Zadrazil, denn dabei könnten Schwankungen ausgeglichen und ein Wertezuwachs aus den richtigen Anlageklassen mitgenommen werden. Die Strategie des langfristigen Kaufens und Haltens sei vorbei, wer zur Jahrtausendwende beispielsweise in Werte des amerikanischen S&P 500 investiert hat, kommt heute praktisch mit einer roten Null davon. Dennoch müsse das Thema des Risikos mit den Kunden ernsthaft diskutiert werden und auf Transparenz und Verständlichkeit gesetzt werden. Am Ende zählt, was der Kunde versteht. ALISA EGGLER Immobilien als Wertanlage Wer auf Sicherheit und Kontinuität setzt, sollte sein Vermögen langfristig in Immobilien investieren. Mit Immobilien vorsorgen Frage: Vorsorgewohnungen als Investment erfreuen sich steigender Beliebtheit. Worauf gilt es dabei zu achten? Antwort: Die Erwartungen müssen überprüft werden, dann steht einer stabilen Investition nichts im Weg. Geld anlegen ist in Zeiten wie diesen keine einfache Sache mehr. Wo vor Ausbruch der Finanzkrise noch märchenhafte Renditen wirkten, herrscht heute graue Tristesse. Anleger müssen bei vielen Sparformen froh sein, überhaupt noch die Inflation abgegolten zu bekommen. Selbst die als sicher geltende Immobilienbranche hat Rückschläge erlitten: Nach dem Platzen der Immobilienblase in Spanien wurden Anlagewillige vorsichtiger. Zu Recht, meint Vorsorgeexperte Walter Worresch: Wer mit Renditen von acht bis zehn Prozent rechnet, hat zu hohe Erwartungen. Realistisch sind Renditen um vier bis fünf Prozent immer noch ertragreicher als die meisten anderen Anlagevarianten. Höhere Stabilität rückt in den Vordergrund Gerade Vorsorgewohnungen sind in der jüngsten Vergangenheit wieder attraktiv geworden. Waren die Er Wien, freistehende bestandsfreie Zinsvilla Walter Worresch Geschäftsführer Walter Worresch Erfolgsmanagement ca. 742 m² Wohnnutzfläche, davon rd. 231 m² DG-Ausbau baugenehmigt zzgl. rd. 57 m² Terrassen baugenehmigt rd. 456 m² bestandsfrei rd. 55 m² befristet bis Garagenplatz (Box) ist bereits im Vorgarten vorhanden. Kaufpreis: ,- VB (Share Deal) träge in der Zeit vor der Wirtschaftskrise für zahlreiche Anleger viel zu niedrig, so gibt man sich nun mit geringeren, aber sicheren Renditen zufrieden. Bei der Vorsorgewohnung kauft man anstatt von Anleihen oder Aktien eine Wohnung. Diese Wohnung wird vermietet, aus den Mieteinnahmen zahlt man den Kredit zurück. Der Vorteil: Durch die Vermietung der Wohnung wird man Unternehmer im rechtlichen Sinn und spart sich die Umsatzsteuer (20 Prozent), zahlt also netto für brutto. Langfristige Planung Worresch empfiehlt gerade deswegen, die Investments sorgfältig zu planen. Immobilien eignen sich seiner Ansicht nach sehr gut, das Geld langfristig und stabil anzulegen. Viele Menschen übersehen, dass es sich um eine Geldanlage handelt. Eine eigene Nutzung des Objektes ist nicht vorgesehen, weist der Experte hin. Die derzeit günstige Zinslage für Kredite ist ein Teil des Erfolges der Vorsorgewohnungen. Worresch empfiehlt allerdings, genügend Eigenmittel einzubringen. Wenn die bei ungefähr 50 Prozent liegen, sichert das die ganze Sache schon massiv ab. Denn schließlich soll die eigene Anlagewohnung ja sicher bleiben. PHILIPP STEPHAN JAUERNIK 1170 Wien, 90% bestandsfrei mit baugenehmigtem DG&Garagen ca m² Wohnnutzfläche, davon rd. 405 m² DG-Ausbau baugenehmigt zzgl. rd. 75 m² Terrassen rd. 575 m² Wfl. bestandsfrei rd. 88 m² GL bestandsfrei rd. 76 m² Wfl. unbefristet (1 Whg) Garagen im Haus möglich und baugenehmigt! Alle bis auf 1 Wohnung haben Kat. A Mietertrag: ca ,- p.a. Kaufpreis: Mio. VB (Share Deal) CSI Immobilientreuhand e.u. 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6 XXXX NEWS EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET Auf einem Bein steht REPORTAGE JULI man nicht sicher Lebensqualität im Alter basiert auf drei Säulen: staatlicher, betrieblicher und privater Pension. Als Obmann des Fachverbands der Pensionskassen, beschäftigen Sie sich mit einem sehr emotionalen Thema. Wie sieht der Status Quo aus? Die gute Nachricht ist, dass die Menschen in Österreich immer älter werden und lange gesund bleiben. Das entspricht dem internationalen Trend. Anders als international üblich gehen die Menschen in Österreich aber nach wie vor verhältnismäßig früh in Pension. Das stellt für das staatliche Pensionssystem eine Herausforderung dar. Welche Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden, damit das staatliche Pensionssystem diesen Veränderungen Rechnung trägt? Durch den Finanzierungsdruck (Bundesbeitrag zu den Pensionen und staatliche Verschuldung Ende des ersten Quartals 2013 bei 74,2 Prozent des BIP) wird die Politik noch stärker als bisher die Zugangsmöglichkeiten zur staatlichen Pension einschränken müssen und/oder die Höhe der staatlichen Pensionen reduzieren müssen. Es wird vom 3-Säulen-Modell gesprochen. Die beiden letzten werden jedoch nur von einem sehr geringen Teil der Bevölkerung in Anspruch genommen. Woran könnte dies liegen? In Österreich wird die Pensionsversorgung noch immer sehr stark als staatliche Aufgabe wahrgenommen. Umfragen zeigen jedoch einen sehr deutlichen Bewusstseinswandel. Ein Mag. Andreas Zakostelsky Obmann des Fachverbands der Pensionskassen FOTO: FACHVERBAND PENSIONSKASSEN WENN DER BETRIEB DER VORSORGE DIENT Nach wie vor eine Randerscheinung, trotzdem dürfte die betriebliche Pensionsvorsorge in Zukunft immer wichtiger werden. Systemmix aus umlagefinanzierter 1. Säule (staatliche Pensionsvorsorge) einerseits und kapitalgedeckter 2. (betriebliche Pensionsvorsorge) und 3. (privater Pensionsvorsorge) andererseits ist sehr sinnvoll. FACTS Im Gegensatz zur privaten Vorsorge, ist man bei der betrieblichen vom Arbeitsplatz abhängig. Birgt daher ein Verzicht auf die 3. Säule ein Risiko in sich? Die Pensionsansprüche bleiben in der betrieblichen Pensionsvorsorge auch bei Wechsel des Arbeitgebers erhalten. Die 2. und 3. Säule der Vorsorge schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Während die 2. Säule durch die Anknüpfung an die Erwerbstätigkeit breite Bevölkerungsschichten einbezieht, ist die 3. Säule von den finanziellen Möglichkeiten während der Erwerbstätigkeit und den Ansprüchen im Alter abhängig. Da die betriebliche Pensionsvorsorge einen finanziellen Mehraufwand für die Unternehmen bedeutet, stellt sich die Frage, welchen Benefit diese für sich verbuchen können? Performance: Im langjährigen Durchschnitt erwirtschaften die österreichischen Pensionskassen einen jährlichen Anlageertrag von 5,65 Prozent. Im Jahr 2012 lag das Anlageergebnis bei durchschnittlich 8,39 Prozent. OeKB: Die Österreichische Kontrollbank erstellt einen vierteljährlichen Leistungstest, mit dem fünf unterschiedliche Veranlagungsgruppen online verglichen werden können. Guthabensanspruch: Das Guthaben kann am Pensionskonto nicht verfallen ( Unverfallbarkeit ). Es ist aber möglich, dass der Arbeitgeber im Vertrag für das Mitnehmen des Guthabens eine Bindungsfrist von bis zu fünf Jahren setzt. Sonderfall: Wenn der Arbeitgeber seine Beiträge wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten aussetzt, reduziert oder einstellt, dann kann der Mitarbeiter die Zusatzpension selbst weiterführen und direkt bei der Pensionskasse einzahlen.! Mehr Infos zur betrieblichen Pensionsvorsorge gibt es unter: portal.wko.at Der Arbeitgeber kann einerseits steuerliche Vorteile geltend machen (Verwertung der Beiträge als Betriebsausgabe, keine zusätzlichen Lohnnebenkosten), andererseits kann er sich durch eine betriebliche Pensionsvorsorge am Arbeitsmarkt im Wettbewerb um die besten Köpfe vom Mitbewerb unterscheiden. Seit der PKG-Novelle, die mit in Kraft getreten ist, gibt es die Möglichkeit der Mitarbeitererfolgsbeteiligung. Das bedeutet, dass neben einem Sockelbeitrag erfolgsabhängige Beiträge vereinbart werden können. Sollten Arbeitnehmer in den Genuss einer betrieblichen Pensionsvorsorge kommen, besteht die Möglichkeit, den monatlichen Einzahlungsbetrag zu erhöhen. Welchen Vorteil bietet diese Anlagemöglichkeit? Grundlage der betrieblichen Pensionsvorsorge sind die Beiträge des Arbeitgebers. Ergänzend besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, selbst Beiträge steuerbegünstigt in die Pensionskasse einzuzahlen, um so die zukünftige Betriebspension zu erhöhen. Die Vorteile: Sehr geringe Kosten, Bündelung der Vorsorge auf ein Instrument, professionelle Veranlagung der Beiträge durch die Experten der Pensionskasse, lebenslange Alters- und Hinterbliebenenpension etc. Welchen Stellenwert werden die betriebliche und die private Pensionsvorsorge in Zukunft haben? Die Bedeutung beider Vorsorgeinstrumente wird in Zukunft zunehmen, weil einerseits der Bedarf nach zusätzlicher Vorsorge da ist und auch von der Bevölkerung noch stärker als heute erkannt werden wird. Andererseits wird die Betriebspension auch in Österreich zur Regel werden. DANIEL FRÖSCHL DER WALD KOMMT IN DIE STADT Ein nachhaltiges Projekt der besonderen Art ist für die Bundeshauptstadt geplant. Willi Them will das erste Öko-Vollholz- Hotel der Welt in Wien errichten. Ein Best Practice-Beispiel, das auch mit Renditemöglichkeiten nicht geizt. Es soll das weltweit erste Gebäude mit sechs Geschossen in Sicht- Vollholzbauweise im verdichteten Stadtgebiet werden. Dass der Stellenwert derartiger Projekte gestiegen ist und weiter steigen wird, zeigt die Wettbewerbsausschreibung Nachhaltiges Holzhotel durch den Verband Deutscher Ingenieure. Es gilt, die Problematiken des 21. Jahrhunderts Klima, Energie, Ressourcen ernst zu nehmen und Lösungen in einem Gesamtprojekt umzusetzen ist sich Them sicher. Das Besondere an diesem Projekt ist nicht nur die Bauweise in CLT-Modulen, welche die Ressourcen schont und eine just in time - Fertigung vor Ort garantiert. Auch die erneuerbaren Energien kommen nicht zu kurz: Gebäudeintegrierte Photovoltaik und Algenpaneele sorgen für Energie von Mutter Natur. Grünes Investment Dieses weltweit einzigartige Bauprojekt hat neben dem ökologischen Vorteil auch einen ökonomischen: Bei einer Anlage in green Investments identifiziert sich der Anleger mit der Umweltproblematik und bei diesem Investment ist man auch an Folgeprojekten beteiligt, so der Visionär Willi Them

7 NEWS 3TIPP JULI Tower 103 x 420 mm INVESTIEREN SIE NACHHALTIG Manche Investments geraten leicht ins Wanken. NATÜRLICHES WACHSTUM Nachhaltige Anlageformen bieten in vielerlei Hinsicht eine attraktive Alternative zu klassischen. Grünes Geld muss nicht teuer sein Frage: Ich möchte Geld verantwortungsvoll anlegen und sicherstellen, dass Umwelt, Menschenrechte und Ethik beachtet werden. Geht das? Antwort: Ja. Unter ethischem Investment versteht man Anlagen, die neben Rendite auch ethische Werte berücksichtigen. Man spricht auch von ökologischem und sozial verantwortlichem Investment. Über Jahrtausende musste sich Geld den Religionen und der Ethik beugen und war reines Mittel, um unterschiedliche Zwecke zu erfüllen. Dieses Verhältnis hatte sich in den letzten Jahrzehnten fast umgekehrt. Nachdem nun in Industrie und Gesellschaft das Bewusstsein für nachhaltiges und umweltfreundliches Handeln und dementsprechende Produkte wieder gewachsen ist, hält dieser Trend auch im Finanzwesen verstärkt Einzug. Schon seit mehreren Jahren gewinnen die Schlagworte Grünes Geld' und nachhaltiges Investment' vermehrt Bedeutung. Was aber verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Katharina Sammer beantwortet als Expertin für grüne Investments diese Fragen so: Grünes Investment bedeutet, sein Geld in Unternehmen zu stecken, die besonders nachhaltig und umweltfreundlich arbeiten. Es kann auch bedeuten, in soziale Unternehmen, die nicht gewinnorientiert sind, zu investieren. Unterschiedliche Branchen und Anlagevarianten Es gibt einerseits den Ansatz, bestimmte Branchen wie die Waffenindustrie, Atomkraft oder Branchen, die Kinderarbeit einsetzen, zu vermeiden und Unternehmen, die nachhaltig agieren, zu fördern. Die Dr.in Katharina Sammer Wissenschaftliche Projektmanagerin, ÖGUT Die Mehrheit der Studien kommt zu dem Ergebnis, dass nachhaltig denkende Anleger auf eine gute Performance nicht verzichten mussten. Grundidee ist, auf den gesellschaftlichen und nachhaltigen Wert von Unternehmen zu achten, erläutert Sammer. Dabei steht Entwicklung und Zukunftsorientierung im Vordergrund. Nachhaltiges Investment findet man heute in nahezu allen Assetklassen wie etwa Sparbuch, Aktie, Anleihe, Immobilie oder bei Direktbeteiligungen. Schwieriger wird s bei den Hedgefonds, räumt Sammer ein. In Österreich gibt es vor allem nachhaltige Aktienfonds fast jede Bank bietet mindestens einen an aktiv beworben werden sie aber nicht. Als Konsument ist es schwierig, die verschiedenen Angebote auseinanderzuhalten. Allerdings existieren im Internet bereits hilfreiche Plattformen zu grünem Geld, auch dank Unterstützung durch öffentliche Hand. Auf diesen Seiten ist es möglich, die unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten nach individuellen Kriterien zu filtern. Immer im Visier: Die Rendite Nachhaltige Investments stehen bei vielen Menschen unter dem Generalverdacht, weniger ertragreich zu sein als herkömmliche. Dieser Ansicht hält Expertin Katharina Sammer handfeste Zahlen entgegen: Die Mehrheit der Studien kommt zu dem Ergebnis, dass nachhaltig denkende Anleger auf eine gute Performance nicht verzichten mussten. Zudem", so die Umweltwissenschafterin und Ökonomin, müsse hinterfragt werden, welche Rendite moralisch überhaupt vertretbar ist. Ist eine Rendite realwirtschaftlich tatsächlich vorhanden oder gesund? Durch die breite Streuung quer durch alle Assetklassen kann man entsprechenden Bedenken entgegenwirken." Immer wieder trete die Situation auf, dass grüne Aktienfonds oder Vorsorgekassen ihre Verwandten aus dem herkömmlichen Bereich outperformen. Dem gegenüber stehen diverse Benefits, die nachhaltig investierende Finanzdienstleister, Unternehmen und Anleger erhalten: Neben dem ohne Zweifel besseren Gewissen, leisten sie einen Beitrag zur positiven Entwicklung diverser Unternehmen, die nachhaltiger und langfristiger agieren müssen. Durch diese Perspektive gewinnen die Investments auch an Sicherheit. PHILIPP STEPHAN JAUERNIK Wir bauen auf solide Fondspartner. Private Banking. Wir bieten Ihnen die optimale Anlagelösung gemeinsam mit unseren ausgewählten Fondspartnern: Allianz Global Investors, BlackRock, Deutsche Asset & Wealth Management, Fidelity Worldwide Investment, Franklin Templeton Investments, Goldman Sachs Asset Management, J.P. Morgan Asset Management, Pictet, PIMCO, Pioneer Investments und Schroders.

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