Gewerkschaften mobilisieren für den Sozialstaat

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Gewerkschaften mobilisieren für den Sozialstaat"

Transkript

1 Hans-Jürgen Urban, FB Gesellschaftspolitik/Grundsatzfragen/Strategische Planung Gewerkschaften mobilisieren für den Sozialstaat Aktions-Konferenz der IG Metall Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt am in Hannover

2 100-Tage-Bilanz der Großen Koalition - die Selbstdarstellung - Die neue Bundesregierung hat das Erbe der rot-grünen Bundesregierung in zentralen Politikbereichen angenommen: Wir fahren fort mit den Reformen, die wir unter der Überschrift AGENDA 2010 begonnen haben.... 2

3 Das Leitbild vom neuen Staat Vom Sozialstaat zum Wettbewerbsstaat? marktkorrigierend arbeitsschützend konjunktur- und wachstumspolitisch intervenierend sozialpolitisch vor allem kompensierend marktöffnend kapitalfördernd ordnungspolitisch intervenierend.... sozialpolitisch vor allem aktivierend 3

4 Strategie des Rück und Umbaus des Sozialstaates Die wachstumspolitische Strategie: Angebotspolitik und Marktöffnung Die fiskalpolitische Strategie: Kapitalentlastung und Konsumbesteuerung Die sozialpolitische Strategie: Privatisierung und Kapitalisierung Die arbeitsmarktpolitische Strategie: Aktivierung und Prekarisierung 4

5 Der politische Dauerbrenner der letzten Jahre Es gibt keine Alternative!? Es gibt keine Alternative!? Es gibt keine Alternative!? Es gibt keine Alternative!? Es gibt keine Alternative!? 5

6 Entwicklung der Beitragssätze in der Sozialversicherung Anteil am beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt in Prozent ,5 1,3 8,2 32,4 30,4 3,0 2,0 10,5 11,4 39,3 35,1 35,6 6,5 4,1 4,3 1,0 11,8 12,6 13,2 41,0 6,5 1,7 13,6 41,7 42,1 6,5 6,5 1,7 1,7 13,2 13,6 41,2 41,0 41,0 41,3 42,0 41,7 41,7 6,5 6,5 6,5 6,5 6,5 6,5 6,5 1,7 1,7 1,7 1,7 1,7 1,7 1,7 13,6 13,6 13,7 14,0 14,3 14,0 14, ,0 18,0 18,0 19,2 18,7 18,6 19,2 20,3 20,3 19,5 19,3 19,1 19,1 19,5 19,5 19, Rentenversicherung Krankenversicherung Pflegeversicherung Arbeitslosenversicherung Quelle: BMWA, BMGS 6

7 Auftriebsfaktor: Außenwirtschaft 900 Importe, Exporte und Außenhandelsüberschuss in Mrd. Euro Importe Exporte Außenhandelsüberschuss 0 7

8 Kosten und Verteilung: Ertragssteigerung durch sinkende Lohnstückkosten! Metallverarbeitung: Produktivität und Lohnstückkosten Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum in Prozent Stundenlöhne Produktivität Lohnstückkosten 3,5 4,5 5,4 0,3 1,5 2,0 1,1 1,6-0,1-0,7-4,2-3, Quelle: Statistisches Bundesamt 8

9 Kosten und Verteilung: Lohnquote wird immer kleiner Lohnquote erneut rückläufig - Anteil der Löhne und Gehälter am Umsatz in der Metallverarbeitung in Prozent - 24,3 22,0 20,5 19,1 19,3 19,3 18,1 17,4 16, Quelle: Statistisches Bundesamt und IG Metall Prognose 9

10 Gesamtfiskalische Kosten der Arbeitslosigkeit in 2004 Mindereinnahmen Sozialbeiträge 27,6% Gesamtvolumen: 85,7 Mrd. Euro Ausgaben Arbeitslosengeld 28,8% Mindereinnahmen Steuern 18,5% Ausgaben Sozialleistungen 5,3% Ausgaben Arbeitslosenhilfe 19,8% Quelle: IAB 10

11 Wandel der Erwerbstätigkeit Entwicklung der Erwerbsformen Anteil in % im Jahr Teilzeit- Arbeitnehmer 14,8% geringfügig Beschäftigte 13,3% Selbständige 10,9% Vollzeit- Arbeitnehmer 61,0% Geringfügig Beschäftigte Teilzeit- Arbeitnehmer Selbständige Erwerbstätige gesamt Vollzeit- Arbeitnehmer Quelle: IAB

12 Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung! Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Millionen 27,8 27,9 27,6 27,0 26,6 26,2 26, Quelle: Bundesagentur für Arbeit und Frühjahrsgutachten 2006 Wirtschaftsforschungsinstitute 26,4 12

13 Entwicklung der Nominallöhne (in %) Quelle: Schulten 2005 nach Euro-Stat. Irland 62,8 Großbritannien 50,4 Schweden USA Niederlande Spanien Dänemark 43,9 40,9 37,5 37,0 36,9 Italien EU 15 Belgien Frankreich 29,9 28,5 25,8 23,2 Österreich 17,4 Deutschland 11,

14 Beschäftigungskrise und Finanzdefizite der Sozialversicherungen Der finanzielle Status aller Zweige der Sozialversicherung wurde auch in diesem Jahr durch eine schwache Einnahmenentwicklung geprägt. (...) Die Einnahme der deutschen Sozialversicherungen hängen in hohem Maße von der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ab. (...) Dieser Rückgang schwächt die Einnahmebasis der Systeme (...). Auch im Jahr 2005 war die finanzielle Situation der Gesetzlichen Rentenversicherung äußerst angespannt. Dabei sind die derzeitigen Entwicklungen im Wesentlichen auf die andauernd schwache Entwicklung der Einnahmen zurückzuführen. (...) Verantwortlich für den Beitragsrückgang waren die hohe Arbeitslosigkeit, die anhaltende Schrumpfung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sowie die verhaltene Lohnentwicklung. Quelle: Sachverständigenrat (2005): Jahresgutachten 2005/06, S. 331 u

15 Wechsel zwischen GKV und PKV 15

16 Reales Wachstum der Nachfragekomponenten % 50% 40% 30% 20% 10% 0% -10% Bruttoinlandsprodukt Privater Konsum Staatskonsum Bruttoinvestitionen Export USA Großbritannien Frankreich Deutschland Quelle: OECD Economic Outlook Nr. 74/2003, Sachverständigenrat-Gutachten 2005, eigene Berechnungen 16

17 Der Sozialstaats-Auftrag des Grundgesetzes (I) 17

18 Der Sozialstaats-Auftrag des Grundgesetzes (II) 18

19 Der Sozialstaat ist mehr wert als er kostet!!! Gerade in Zeiten der Europäisierung, Globalisierung und Individualisierung ist der Sozialstaat notwendiger denn je! Der Sozialstaat ist und bleibt unverzichtbar für:... qualitatives Wachstum sowie für mehr und bessere Arbeitsplätze... eine gerechtere Verteilung von Arbeit, Einkommen und Vermögen... soziale Sicherheit trotz steigender sozialer Risiken... eine stabile politische Demokratie 19

20 Die Antwort: Gegen-Agenda einer solidarischen Reformpolitik Die wachstumspolitische Strategie: mehr öffentliche Investitionen und Güter und eine nachhaltige Gesellschaftspolitik (z.b. durch ein öffentliches Investitionsprogramm, mehr Ausgaben in Gesundheit, Bildung, ÖPNV usw.) Die fiskalpolitische Strategie: mehr Verteilungs-Gerechtigkeit, finanzielle Ergiebigkeit durch Nachhaltigkeit (z.b. durch die solidarische Einfachsteuer ) Die sozialpolitische Strategie: mehr Solidarität und Qualität in den Sozialversicherungen (z.b. durch die soziale Bürgerversicherung und Generationen-Solidarität) Die arbeitsmarktpolitische Strategie: Mehr soziale Sicherheit und Beschäftigungschancen (z.b. durch Mindestlohn und Sektor öffentlich geförderter Beschäftigung) 20

21 Und die Rolle der Gewerkschaften? Die Gewerkschaften und die IG Metall sollten sein: Pragmatischer Reform -Begleiter??? Verteidigerin vorhandener Strukturen??? Mitgliederorientierte Gegenmacht und Reformkraft!!! 21

22 Maßnahmen und Aktivitäten Bis zum 21. Oktober 2006: Bundesweite öffentliche Kritik und Bennennung der Alternativen: - Tagung der IG Metall-Selbstverwalter am in Frankfurt; - Auftaktveranstaltung des DGB: BR- und PR-Konferenz am in Berlin Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen vor Ort (jede IG Metall-Verwaltungsstelle mindestens eine Veranstaltung) Infostände in Fußgängerzonen, vor Betriebskantinen usw. Bündnisse mit anderen Gewerkschaften, Sozialverbänden, sozialen Bewegungen usw. Groß-Kundgebungen am in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart und München! Nach den Kundgebungen: Betriebliche gestützte Lobbyarbeit (z.b. bundesweit organisierte Betriebstermine der Wahlkreisabgeordneten und anschließende öffentliche Debatten) Aktivierung der Tarifpolitik (Tarifregelung für betriebliche Generationen-Verträge?) Vorbereitung von betrieblichen Aktionen während der Arbeitszeit (Motto: Jede Verwaltungsstelle mit zwei Betrieben!) 22

23 Der nächste Schritt: Kundgebungen am 21. Oktober 2006 in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart und München! 23

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Memorandum 29 Von der Krise in den Absturz? Stabilisierung, Umbau, Demokratisierung Grafiken Gestaltung: SAFRAN WORKS, Frankfurt Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Mehr

Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F Fordern?

Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F Fordern? Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F und Fordern? Hans-Werner Sinn 9. Oktober 2008 Armut und Armutsgefährdung Der Einfluss der Arbeitslosigkeit Das deutsche Jobwunder

Mehr

Grundlagen der Sozialpolitik

Grundlagen der Sozialpolitik Grundlagen der Sozialpolitik Robert Fenge Lehrstuhl für Finanzwissenschaft Universität Rostock Tel.: 0381/498-4340 E-mail: robert.fenge@uni-rostock.de Gliederung 1. Das Sozialbudget 2. Politökonomische

Mehr

Fair statt prekär. Gewerkschaftliche Anforderungen an den Arbeitsmarkt der Zukunft

Fair statt prekär. Gewerkschaftliche Anforderungen an den Arbeitsmarkt der Zukunft Vorstand Dr. der IG Metall Fair statt prekär Gewerkschaftliche Anforderungen an den Arbeitsmarkt der Zukunft Netzwerktagung der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften (Braunschweig, Bremen,

Mehr

Gesamtfiskalische Kosten der Arbeitslosigkeit im Jahr 2013 in Deutschland

Gesamtfiskalische Kosten der Arbeitslosigkeit im Jahr 2013 in Deutschland Aktuelle Daten und Indikatoren Gesamtfiskalische Kosten der Arbeitslosigkeit im Jahr 2013 in Deutschland Dezember 2014 Inhalt 1. In aller Kürze...2 2. Staatliche Ausgaben...2 3. Mindereinnahmen der öffentlichen

Mehr

Das deutsche Wettbewerbsregime: Umverteilung ohne Ende?

Das deutsche Wettbewerbsregime: Umverteilung ohne Ende? Das deutsche Wettbewerbsregime: Umverteilung ohne Ende? Strategiedebatte Forum Gewerkschaften und WISSENTransfer, Frankfurt/Main, 2. Juli 2011 Sabine Reiner www.wipo.verdi.de Schlaglichter: Umverteilung

Mehr

Die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit

Die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit Berlin, 15. Oktober 2012 Die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit Die vollständigen Kosten der Arbeitslosigkeit sind weit höher als die Summe der Ausgaben für Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld

Mehr

Ein Marshallplan für Europa Konjunktur-, Investitions- und Aufbauprogramm

Ein Marshallplan für Europa Konjunktur-, Investitions- und Aufbauprogramm Ein Marshallplan für Europa Konjunktur-, Investitions- und Aufbauprogramm [November 14] Dr. Patrick Schreiner, Abteilung Wirtschaft Umwelt Europa, DGB Bezirk Niedersachsen Bremen Sachsen-Anhalt, Mail:

Mehr

Workshop B Bevölkerungsentwicklung & Wachstum Norbert Reuter - ver.di-bereich Wirtschaftspolitik / RWTH Aachen -

Workshop B Bevölkerungsentwicklung & Wachstum Norbert Reuter - ver.di-bereich Wirtschaftspolitik / RWTH Aachen - Workshop B Bevölkerungsentwicklung & Wachstum Norbert Reuter - ver.di-bereich Wirtschaftspolitik / RWTH Aachen - FÖS-Jahrekonferenz Postwachstumsgesellschaft konkret 15. März 2013 / Landesvertretung Baden-Württemberg

Mehr

SOZIALE SICHERUNG DURCH MARKT UND STAAT

SOZIALE SICHERUNG DURCH MARKT UND STAAT SOZIALE SICHERUNG DURCH MARKT UND STAAT Sommersemester 2011 Prof. Dr. Wolfgang Buchholz 1. Einführung a) Soziale Sicherung als Teil der Staatsaufgaben: Versuch einer Einordnung Weshalb soll der Staat in

Mehr

Wir Jungen Unternehmer für Deutschland. Foto: www.photocase.de

Wir Jungen Unternehmer für Deutschland. Foto: www.photocase.de Wir Jungen Unternehmer für Deutschland Für die Westentasche Foto: www.photocase.de WIR UNTERNEHMEN DEUTSCHLAND! Wir Jungen Unternehmer unternehmen Deutschland! Wir wollen Deutschland auch in den nächsten

Mehr

Werkplatz Schweiz Eine Außenansicht

Werkplatz Schweiz Eine Außenansicht Werkplatz Schweiz Eine Außenansicht SINDEX 2014, 02. September 2014 Professor Dr. Heiner Flassbeck flassbeck-economics.de Alles gut in den Bergen? Arbeitslosigkeit 1 12% 10% 8% 6% 4% 2% 0% Anteil in %

Mehr

Handlungsbedarf gegen Altersarmut im Erwerbsleben

Handlungsbedarf gegen Altersarmut im Erwerbsleben Handlungsbedarf gegen Altersarmut im Erwerbsleben 1. Altersarmut heute kein Problem? 2. Ursachen für Altersarmut Tendenzen und Prognosen 3. Gewerkschaftliche Antworten Sinkende Zahlbeträge bei Versicherungsrenten

Mehr

Sozialer Umbau: Kranken- und Arbeitslosenversicherung

Sozialer Umbau: Kranken- und Arbeitslosenversicherung Politik Manuela Schauer Sozialer Umbau: Kranken- und Arbeitslosenversicherung Studienarbeit Inhaltsverzeichnis zum Thema: Sozialer Umbau: Kranken- und Arbeitslosenversicherung I. Der Sozialstaat...S.3

Mehr

Für eine aktive Industriepolitik. Mehr betriebliche Mitbestimmung. Es gilt das gesprochene Wort!

Für eine aktive Industriepolitik. Mehr betriebliche Mitbestimmung. Es gilt das gesprochene Wort! 1 IG Metall Bezirksleitung Frankfurt Armin Schild Für eine aktive Industriepolitik Mehr betriebliche Mitbestimmung Vertrauensleutekonferenz Neue Wege entstehen beim Gehen 10./ 11.10.2010, Taunus Es gilt

Mehr

Öffentliche Finanzen

Öffentliche Finanzen Konjunkturprognose Frühjahr 2015 Öffentliche Finanzen Ansprechpartner: Tobias Hentze 1, Ralph Brügelmann 2 Der Staat erzielt auch in den Jahren 2015 und 2016 deutliche Überschüsse bei steigenden Einnahmen

Mehr

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015 Industrieland Deutschland Teil 2, Stand: Januar 2015 Deutschland ist ein guter Industriestandort Stärken und Schwächen des Industriestandorts Deutschland 144 Länder im Vergleich; Bester Platz =1, Schlechtester

Mehr

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Ausgewählte europäische Staaten, prozentuale Veränderung des des BIP BIP* * im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich

Mehr

Welt: Entwicklung des Maschinenumsatzes

Welt: Entwicklung des Maschinenumsatzes Welt: Entwicklung des Maschinenumsatzes reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent 20 17 15 13 10 5 0 7 9 8 3 2 1 5-5 Prognose -10-15 -20-18 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Quelle:

Mehr

Sozialwahl 2011. Gute Leistungen, gerecht finanziert. Seniorinnen- und Senioren-Arbeitskreis der IG Metall Frankfurt Frankfurt am Main, 15.

Sozialwahl 2011. Gute Leistungen, gerecht finanziert. Seniorinnen- und Senioren-Arbeitskreis der IG Metall Frankfurt Frankfurt am Main, 15. Vorstand Sozialwahl 2011 Gute Leistungen, gerecht finanziert. Seniorinnen- und Senioren-Arbeitskreis der IG Metall Frankfurt Frankfurt am Main, 15. März 2011 Sozialwahl was ist das eigentlich? 2 Wer oder

Mehr

Generationenbilanzierung

Generationenbilanzierung Generationenbilanzierung Dr. Stefan Moog, Universität Freiburg DGD-Jahrestagung 2015, IW Köln-Session: Fiskalische Nachhaltigkeitskonzepte Berlin, 18. März 2015 Methodik der Generationenbilanzierung Entwickelt

Mehr

Für einen Neuen Generationenvertrag

Für einen Neuen Generationenvertrag Hans-Jürgen Urban, IG Metall Für einen Neuen Generationenvertrag Memorandum der IG Metall für eine solidarische Alterssicherung Gemeinsam für ein gutes Leben Für einen neuen Generationenvertrag Berlin,

Mehr

Europa am Abgrund der Fehler liegt im System

Europa am Abgrund der Fehler liegt im System Europa am Abgrund der Fehler liegt im System es spricht: Prof. Dr. Heiner Flassbeck Chef-Volkswirt Director Division on Globalization and Development Strategies UNCTAD, Genf Veranstaltungsträger: Rosa

Mehr

DIE SOZIALVERSICHERUNG

DIE SOZIALVERSICHERUNG EINLEITUNG So können Sie sicher starten DIE SOZIALVERSICHERUNG BBK VBU-Schulung zum Thema Sozialversicherung EINLEITUNG Jetzt einsteigen und los! Ein neuer Lebensabschnitt hat für Sie begonnen: die berufliche

Mehr

1.3 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Einkommensentstehung, -verwendung und -verteilung

1.3 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Einkommensentstehung, -verwendung und -verteilung 1.3 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Angebot, Nachfrage und Verteilung Angebot (Entstehung) : Y = Y(K,L, Know How) Nachfrage (Verwendung): Y = C+I+G+Ex-Im Einkommen (Verteilung): Y D (T ind Z) =

Mehr

Kinder haften. für ihre Eltern! www.unsere-kinder-haften.de

Kinder haften. für ihre Eltern! www.unsere-kinder-haften.de Kinder haften Stoppen Sie die Staatsverschuldung! Geben Sie Ihre Unterschrift für einen Schuldenstopp in der Landesverfassung! Die Schulden und Haftungen von heute sind die Steuern von morgen. Wir wollen

Mehr

Auswirkungen der Wirtschaftsund Finanzmarktkrise auf die öffentlichen Haushalte. Axel Troost Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

Auswirkungen der Wirtschaftsund Finanzmarktkrise auf die öffentlichen Haushalte. Axel Troost Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Auswirkungen der Wirtschaftsund Finanzmarktkrise auf die öffentlichen Haushalte Übersicht 1. Wie weiter auf dem Arbeitsmarkt? Kosten der Arbeitslosigkeit 2. Historischer Wachstumseinbruch 3. Steuerschätzung,

Mehr

Gute Arbeit Fair und Gesund in Rente

Gute Arbeit Fair und Gesund in Rente Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes smitglied der IG Metall Gute Arbeit Fair und Gesund in Rente Funktionärskonferenz IG Metall Pforzheim 26. Oktober 2011 Die Risiken bleiben Risiko 1: Belebung in Deutschland

Mehr

Pressemitteilung zur Pressekonferenz am 20. Mai 2003 in Berlin. Ohne die Wiedervereinigung Krankenkassenbeitrag wie 1991

Pressemitteilung zur Pressekonferenz am 20. Mai 2003 in Berlin. Ohne die Wiedervereinigung Krankenkassenbeitrag wie 1991 Pressemitteilung zur Pressekonferenz am 20. Mai 2003 in Berlin Ohne die Wiedervereinigung Krankenkassenbeitrag wie 1991 In der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion über die finanzielle Situation

Mehr

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ein Überblick über Aufbau und Aufgaben

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Ein Überblick über Aufbau und Aufgaben Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Ein Überblick über Aufbau und Aufgaben Die Aufgaben Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist (gesetzgebend) zuständig für eine Vielzahl von Politikfeldern:

Mehr

Soziale Sicherung, Sozialpolitik, Sozialstaat

Soziale Sicherung, Sozialpolitik, Sozialstaat Soziale Sicherung A.1.1 Soziale Sicherung, Sozialpolitik, Sozialstaat Soziale Sicherung ist Teil der staatlichen Sozialpolitik, deren Aufgabe im Allgemeinen die Sicherung eines adäquaten Einkommens während

Mehr

BRUTTOINLANDSPRODUKT JE EINWOHNER/-IN 2018*

BRUTTOINLANDSPRODUKT JE EINWOHNER/-IN 2018* Wirtschaftswachstum und Wohlstand BRUTTOINLANDSPRODUKT JE EINWOHNER/-IN 218* zu Kaufkraftstandards EU-28 = 1 Luxemburg 254 Irland 187 Niederlande 13 Österreich 126 Dänemark 123 Schweden 123 Deutschland

Mehr

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise?

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Prof. Dr. Kai Carstensen ifo Institut und LMU München 17. August 2011 Europäische Schuldenkrise und Euro Krisenmechanismus - Agenda 1. Warum werden Eurobonds gefordert?

Mehr

Daten zur polnischen Wirtschaft

Daten zur polnischen Wirtschaft Veränderung ggü. Vorjahr (%) Warschau, 14. Aug. 2015 1. Bevölkerung ist in der EU: 38,5 Mio. Einwohner Nr. 1 in der Silber- u. Kupferproduktion 60,3 % in Städten, 39,7 % auf dem Land Nr. 1 in der Steinkohleproduktion

Mehr

Ist die Investitionsbremse in Österreich festgezogen? Franz Kerber

Ist die Investitionsbremse in Österreich festgezogen? Franz Kerber Ist die Investitionsbremse in Österreich festgezogen? Franz Kerber Steigende Investitionsausgaben Investitionen, nominell (Mrd. Euro) 80 74,9 77,6 70 60 55,5 60,4 Bruttoinvestitionen 66,4 50 47,4 40 1995

Mehr

Wirtschaftsaussichten 2015

Wirtschaftsaussichten 2015 Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Wirtschaftsaussichten 2015 Vortrag beim Rotary Club Hamburg Wandsbek 5. Januar 2015 Hoffnungen in 2015 1. Wirtschaftswachstum positiv (global, EU, Deutschland) 2. Reformfrüchte

Mehr

Das deutsche Gesundheitssystem

Das deutsche Gesundheitssystem Das deutsche Gesundheitssystem JLUGiessen, Fachbereich 03: Professor Adalbert Evers Kostensteigerung ein Mythos in der gesundheitspolitischen Reformdiskussion? Referentin: Stephanie Grote Gliederung: Definition:

Mehr

5 Minuten Terrine. Die CAP auf 1 Blick

5 Minuten Terrine. Die CAP auf 1 Blick 5 Minuten Terrine Die CAP auf 1 Blick Die Ziele der GAP - seit 1957 unverändert Artikel 39 der Römische Verträge und des Lissabon-Abkommens Artikel 39 (1) Ziel der gemeinsamen Agrarpolitik ist es: a) die

Mehr

Vorstand Sozialpolitik. Der Weg in den Ruhestand. Abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente. www.igmetall.de

Vorstand Sozialpolitik. Der Weg in den Ruhestand. Abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente. www.igmetall.de Vorstand Sozialpolitik Der Weg in den Ruhestand 65 64 63 Abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente www.igmetall.de Liebe Kollegin, lieber Kollege, freust auch Du Dich auf die Rente mit 63? Darauf,

Mehr

Grundlagen der VWL - Kleingruppenübung I. Das Herbstgutachten 2009 und das Stabilitätsgesetz. Die Ziele des Stabilitätsgesetzes

Grundlagen der VWL - Kleingruppenübung I. Das Herbstgutachten 2009 und das Stabilitätsgesetz. Die Ziele des Stabilitätsgesetzes Universität Ulm 89069 Ulm Germany Die Tutoren der Kleingruppenübungen Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Wintersemester

Mehr

Stand: 15 08 2014. Auf den Punkt. Informationen aus dem Bundesfinanzministerium. DEMOGRAFIE UND ÖFFENTLICHE HAUSHALTE

Stand: 15 08 2014. Auf den Punkt. Informationen aus dem Bundesfinanzministerium. DEMOGRAFIE UND ÖFFENTLICHE HAUSHALTE Stand: 15 08 2014 Auf den Punkt. Informationen aus dem Bundesfinanzministerium. DEMOGRAFIE UND ÖFFENTLICHE HAUSHALTE EDITORIAL Die Einhaltung der Schuldenbremse ist von zentraler Bedeutung für die Tragfähigkeit

Mehr

Sozialpolitisches Forum Arbeitsgruppe Arbeitsmarktpolitik

Sozialpolitisches Forum Arbeitsgruppe Arbeitsmarktpolitik Vorstand Sozialpolitisches Forum Arbeitsgruppe Arbeitsmarktpolitik Frankfurt am Main, 28. Januar 2014 Doppelter Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik Beschäftigung Von der Stärkung des Normalarbeitsverhältnis

Mehr

- Jörg Hamel - EHDV Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln e.v. 10. Brühler Wirtschaftstreff 27.11.2014

- Jörg Hamel - EHDV Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln e.v. 10. Brühler Wirtschaftstreff 27.11.2014 Handel im Wandel - Jörg Hamel - 1 Einzelhandel - drittgrößter Wirtschaftszweig 400.000 Betriebe 450 Milliarden Euro Jahresumsatz 50 Millionen Kundenkontakte täglich 3 Millionen Beschäftigte 160.000 Auszubildende

Mehr

Deutschland in guter Gesellschaft

Deutschland in guter Gesellschaft Deutschland in guter Gesellschaft Zur Entwicklung der Regelaltersgrenze und des Rentenzugangsalters im internationalen Vergleich Kurzgutachten INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH Georgenstr.

Mehr

Außenhandel der der EU-27

Außenhandel der der EU-27 Außenhandel der der EU-27 Import, Export und Handelsbilanzdefizit der der Europäischen Union Union (EU) (EU) in absoluten in absoluten Zahlen, Zahlen, 1999 bis 1999 2010 bis 2010 in Mrd. Euro 1.500 1.435

Mehr

Richtig investieren. Berlin, 30. März 2009. Öffentliche Investitionen zur Erhöhung des langfristigen Wachstumspotentials in Deutschland

Richtig investieren. Berlin, 30. März 2009. Öffentliche Investitionen zur Erhöhung des langfristigen Wachstumspotentials in Deutschland Richtig investieren Berlin, 30. März 2009 Öffentliche Investitionen zur Erhöhung des langfristigen Wachstumspotentials in Deutschland 1 Agenda Hintergrund und Zielsetzung Aktionsfelder für öffentliche

Mehr

Sozialwahl 2011. Gute Leistungen, gerecht finanziert. 12. Delegiertenversammlung IGM Verwaltungsstelle Köln-Leverkusen 21.03.2011.

Sozialwahl 2011. Gute Leistungen, gerecht finanziert. 12. Delegiertenversammlung IGM Verwaltungsstelle Köln-Leverkusen 21.03.2011. Vorstand Sozialwahl 2011 Gute Leistungen, gerecht finanziert. 12. Delegiertenversammlung IGM Verwaltungsstelle Köln-Leverkusen 21.03.2011 Sozialwahl was ist das eigentlich? 2 Wer oder was wird gewählt?

Mehr

Industriestandort Österreich: Rückblick und Ausblick

Industriestandort Österreich: Rückblick und Ausblick Industriestandort Österreich: Rückblick und Ausblick AK Wien, ÖGB, Rat für Forschung und Technologieentwicklung 24. November 2014 Karl Aiginger H:\user\aig\vortrag\Industriepolitik_Industriestandort_AK_24_11_2014.ppt

Mehr

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 11.12.2014 Jürgen Leibiger, 11.12.2014 Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 1. Die schwäbischen Hausfrau und das Schuldenmanagement des Staates 2. Ursachen der Staatsverschuldung und Euro-Krise

Mehr

Der Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Schattenwirtschaft in Deutschland: Ein (erneuter) Anstieg

Der Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Schattenwirtschaft in Deutschland: Ein (erneuter) Anstieg O.Univ.-Prof. Dr. Dr. hc. mult. Friedrich Schneider Jänner 2010 Institut für Volkswirtschaftslehre Schatt 2010 D_0110.doc Johannes Kepler Universität Linz A-4040 Linz-Auhof Tel.: 0043-70-2468-8210 Fax:

Mehr

Das Krankenversicherungssystem in Deutschland Entstehung, Grundlagen und Marktelemente

Das Krankenversicherungssystem in Deutschland Entstehung, Grundlagen und Marktelemente Das Krankenversicherungssystem in Deutschland Entstehung, Grundlagen und Marktelemente Dr. Rolando Schadowski Referent Gesundheitswesen TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern Greifswald, 02. Dezember

Mehr

HAT DEUTSCHLAND VOM EURO PROFITIERT?

HAT DEUTSCHLAND VOM EURO PROFITIERT? HAT DEUTSCHLAND VOM EURO PROFITIERT? Fakten, Fakten, Fakten CDU-Fraktions-Chef Kauder: Der Euro ist stabil. Wir haben keine Eurokrise. Quelle: ZDF morgenmagazin vom 24.08.2011 DEUTSCHLAND GEHT ES GUT Immerhin

Mehr

Erwerbsbeteiligung von Frauen Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt

Erwerbsbeteiligung von Frauen Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt Erwerbsbeteiligung von Frauen Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt Veranstaltung der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord und der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein

Mehr

Sozialwahl - hab ich noch nie gehört!

Sozialwahl - hab ich noch nie gehört! 1 Das geht alle an Sozialwahl - hab ich noch nie gehört! 46 Millionen Bürger in Deutschland dürfen abstimmen Die Vertreter in den Sozialversicherungen entscheiden über 421 Milliarden Euro jährlich 90 Prozent

Mehr

3. GRUNDBEGRIFFE DER VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNG (VGR)

3. GRUNDBEGRIFFE DER VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNG (VGR) 3. GRUNDBEGRIFFE DER VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN GESAMTRECHNUNG (VGR) 1 LERNZIELE KAPITEL 3: 1. Welches sind die Methoden der VGR? 2. Welche wichtigen volkswirtschaftlichen Kenngrößen gibt es? 3. Welche Dinge

Mehr

10. Mobilität: Migration und Fluktuation

10. Mobilität: Migration und Fluktuation ARBEITSMARKTÖKONOMIE: THEORIE, EMPIRIE UND POLITIK 1. Arbeitsangebot 2. Arbeitsnachfrage 3. Arbeitsmarktgleichgewicht 4. Stellenheterogenität und Lohndisparität 5. Bildung von Humankapital 6. Lohndiskriminierung

Mehr

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Medienmitteilung Datum 17. Oktober 2007 Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Die Fiskalquote der Schweiz beträgt für das Jahr 2006 29,4 Prozent

Mehr

Staatsfinanzierung und Verschuldung: ein Fass ohne Boden? Dr. Marcel Bühler

Staatsfinanzierung und Verschuldung: ein Fass ohne Boden? Dr. Marcel Bühler Staatsfinanzierung und Verschuldung: ein Fass ohne Boden? Dr. Marcel Bühler 1 Agenda Überblick Finanz- und Schuldenkrise Euro-Schuldenkrise Wie Staatsschulden entstehen Vor- & Nachteile der Staatsverschuldung

Mehr

Werkstattbericht Nr. 10/2001. Werkstattbericht. Werkstattbericht

Werkstattbericht Nr. 10/2001. Werkstattbericht. Werkstattbericht Werkstattbericht Nr. 10/2001 Werkstattbericht Werkstattbericht Werkstattbericht Nr. 10/2001 Werkstattbericht Nr. 10/2001 Werkstattbericht Nr. 10/2001 Ausländische Beschäftigte in den EU-Staaten nach Nationalität

Mehr

Peter Bartelheimer Für eine andere Grundsicherung Probleme und Gestaltungsfragen

Peter Bartelheimer Für eine andere Grundsicherung Probleme und Gestaltungsfragen Peter Bartelheimer Für eine andere Grundsicherung Probleme und Gestaltungsfragen Diskussionsveranstaltung «Grundeinkommen für alle» Göttingen, 6. März 2007 Warum wir eine andere Grundsicherung brauchen

Mehr

Inhalt. Inhalt 5. Einleitung... 11

Inhalt. Inhalt 5. Einleitung... 11 Inhalt 5 Inhalt Einleitung... 11 1 2 Eckpunkte der Demokratieanalyse: Regierungssystem, Mehrheitsentscheidung, Konsenshandeln... 15 1.1 Parlamentarisches und präsidentielles Regierungssystem... 15 1.2

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Die Entwicklung des Fremdpersonaleinsatzes und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Entwicklung des Fremdpersonaleinsatzes und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Die Entwicklung des Fremdpersonaleinsatzes und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Fachtagung / Expertengespräch Regelungsanforderungen an eine Reform der Vorschriften zum Fremdpersonaleinsatz zum

Mehr

Von Schulden die man sieht und solchen, die man nicht sieht: Eine Generationenbilanz

Von Schulden die man sieht und solchen, die man nicht sieht: Eine Generationenbilanz die man nicht sieht: Eine Generationenbilanz Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Universität Bergen, Norwegen Vortrag im Rahmen der Münchner Seminarreihe der Süddeutschen

Mehr

1 Gesellschaft in Deutschland 11

1 Gesellschaft in Deutschland 11 Themenübersicht 1 Gesellschaft in Deutschland 11 1.1 Die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland und ihre Entwicklung 1. Bevölkerungsentwicklung - sind Trends erkennbar? 12 2. Wo und wie wohnen die

Mehr

Bericht des Vorsitzenden

Bericht des Vorsitzenden Bericht des Vorsitzenden zur Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 24. April 2012 I. Die politische Lage in Deutschland Wirtschaft wächst, Beschäftigung und Einkommen steigen. Das Frühjahrsgutachten

Mehr

Gegen die Wirtschaftsflaute: Kräftige Lohnerhöhungen und Steuerreform!

Gegen die Wirtschaftsflaute: Kräftige Lohnerhöhungen und Steuerreform! Ihre Gesprächspartner: Dr. Johann Kalliauer Mag. Johannes Pointner Präsident der AK Oberösterreich Leiter der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik Gegen die Wirtschaftsflaute: Kräftige

Mehr

Der Fels in der Brandung

Der Fels in der Brandung Polens Wirtschaft Der Fels in der Brandung Regensburg, 22. Juni 2009 Lars Bosse Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Polen ökonomische Daten 2006 2007 2008 Bruttosozialprodukt

Mehr

Pressekonferenz der Hans-Böckler-Stiftung Alternativen zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung

Pressekonferenz der Hans-Böckler-Stiftung Alternativen zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung Beitrag der Prognos AG zur Pressekonferenz der Hans-Böckler-Stiftung Alternativen zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung Transferveranstaltung der Hans-Böckler Stiftung und des DGB Bürgerversicherung

Mehr

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Prof. Dr. Clemens Fuest Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Braunkohletag, Köln, 16. Mai 2013 I. Ursachen

Mehr

- Jörg Hamel - Probleme des Handels im Internetzeitalter. EHDV Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln e.v.

- Jörg Hamel - Probleme des Handels im Internetzeitalter. EHDV Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln e.v. Handel im Wandel Probleme des Handels im Internetzeitalter - Jörg Hamel - 1 Einzelhandel - drittgrößter Wirtschaftszweig 400.000 Betriebe 450 Milliarden Euro Jahresumsatz 50 Millionen Kundenkontakte täglich

Mehr

Die PKV als Wirtschaftsfaktor.

Die PKV als Wirtschaftsfaktor. Die PKV als Wirtschaftsfaktor. Bedeutung der Gesundheitswirtschaft Das Gesundheitssystem ist einer der größten Wirtschaftssektoren Deutschlands. Über 5 Millionen Menschen sind hierzulande in der Gesundheitswirtschaft

Mehr

Sozialversicherung in Deutschland

Sozialversicherung in Deutschland Sozialversicherung in Deutschland التا مين الاجتماعي في المانيا Versicherungsschutz für Arbeitnehmer (Pflichtversicherungen) التغطية التا مينية للموظفين. التا مين الالزامي Rentenversicherung تأمين التقاعد

Mehr

IHA-Hotelkonjunkturbarometer Sommer 2011

IHA-Hotelkonjunkturbarometer Sommer 2011 IHA-Hotelkonjunkturbarometer Sommer 2011 Hotellerie bleibt auf Wachstumspfad Hotelverband Deutschland (IHA) Berlin, 8. August 2011 IHA-Hotelkonjunkturbarometer Sommer 2011: Hotellerie bleibt auf Wachstumspfad

Mehr

Unsere Handschrift Zwischenbilanz und Schwerpunkte sozialdemokratischer Politik in der Bundesregierung 2007. Kraft der Erneuerung.

Unsere Handschrift Zwischenbilanz und Schwerpunkte sozialdemokratischer Politik in der Bundesregierung 2007. Kraft der Erneuerung. Zwischenbilanz und Schwerpunkte sozialdemokratischer Politik in der Bundesregierung 2007 Kraft der Erneuerung. Chart 1 von 18 Stand: August 2007 Unsere Erfolge in der Großen Koaltion. Die Regierungspartei

Mehr

Der demografische Wandel in Deutschland Herausforderungen und Chancen für nachhaltiges Wirtschaften

Der demografische Wandel in Deutschland Herausforderungen und Chancen für nachhaltiges Wirtschaften Der demografische Wandel in Deutschland Herausforderungen und Chancen für nachhaltiges Wirtschaften Prof. Dr. Holger Bonin Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Universität Kassel

Mehr

Workshop 4: Erwerbsarbeit unter dem Druck der Krise

Workshop 4: Erwerbsarbeit unter dem Druck der Krise Workshop 4: Erwerbsarbeit unter dem Druck der Krise Daniel Oesch Universität Lausanne Bern, 19. September 2013 1 Erwerbsarbeit als Schlüssel zum Erfolg der aktivierenden Sozialpolitik Dominante Sicht der

Mehr

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Pressemitteilung Prognose zur Entwicklung der Schattenwirtschaft in Deutschland im Jahr 2013 Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Schattenwirtschaftsprognose 2013: Relativ günstige Wirtschaftsentwicklung

Mehr

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2016

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2016 Industrieland Deutschland Teil 2, Stand: Januar 2016 Deutschland ist ein guter Industriestandort Stärken und Schwächen des Industriestandorts Deutschland 140 Länder im Vergleich; Bester Platz =1, Schlechtester

Mehr

Ich-AG oder Überbrückungsgeld?

Ich-AG oder Überbrückungsgeld? Informationen für Existenzgründer oder? Ausgabe 1 Juli 2003 Mit diesem Faltblatt geben wir Ihnen Informationen zur sogenannten. In der Tabelle auf dieser Seite werden und direkt miteinander verglichen.

Mehr

Fritz Helmedag. Ober- und Untergrenzen der Staatsverschuldung

Fritz Helmedag. Ober- und Untergrenzen der Staatsverschuldung Fritz Helmedag Ober- und Untergrenzen der Staatsverschuldung Gewusst wie: Schulden als sinnvolle und reguläre Einnahmequelle des Staates Kritik an Kreditfinanzierung: Generationengerechtigkeit Zinslast

Mehr

1 Sockelarbeitslosigkeit = Harter Kern der Arbeitslosigkeit, der auch in konjunkturell guten Zeiten bestehen bleibt.

1 Sockelarbeitslosigkeit = Harter Kern der Arbeitslosigkeit, der auch in konjunkturell guten Zeiten bestehen bleibt. Faktenpapier: Flexible Beschäftigungsformen ermöglichen Langzeitarbeitslosen, Geringqualifizierten und Berufsanfängern Einstieg in den Arbeitsmarkt Vorwurf breiter Prekarisierung von Arbeit in Deutschland

Mehr

Zeitarbeit hier und anderswo Viele Regeln lenken den Strom

Zeitarbeit hier und anderswo Viele Regeln lenken den Strom 20 IAB. Forum 1/08 Zeitarbeit hier und anderswo Viele Regeln lenken den Strom Zeitarbeit boomt. Auch in Deutschland. Dabei unterliegt sie strengen Regeln. Das schreckt Unternehmen nicht. Bisher. Denn manche

Mehr

Arbeits- und Sozialrecht 2012

Arbeits- und Sozialrecht 2012 Arbeits- und Sozialrecht 2012 Wichtige Neuerungen für Hoteliers und Gastronomen Stand: 20. Dezember 2011 Deutschland geht mit Mut machenden Arbeitsmarktzahlen ins Neue Jahr: Rund 29 Millionen sozialversicherungspflichtig

Mehr

Schutz vor Altersarmut - eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Michael Oliver Skudlarek

Schutz vor Altersarmut - eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Michael Oliver Skudlarek Schutz vor Altersarmut - eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe Michael Oliver Skudlarek Agenda 1.Status Quo 2.Problemstellung 3.Lösungsansatz 4.Fazit 26.02.2013 Forum Altersarmut 2 Agenda 1.Status Quo 2.Problemstellung

Mehr

Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitskräfte Aktuelle Befunde für Lübeck und Schleswig- Holstein

Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitskräfte Aktuelle Befunde für Lübeck und Schleswig- Holstein Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitskräfte Aktuelle Befunde für Lübeck und Schleswig- Holstein Bildungsträgerkonferenz Agentur für Arbeit Lübeck, 17.03.2015 Prof. Dr. Annekatrin Niebuhr IAB Nord Motivation

Mehr

marxistische linke e.v.

marxistische linke e.v. Regionaltreffen Frankfurt/Rhein Main am 27.05.14 Diskussion über die Beschäftigtenbefragung der IG Metall Auf ihrem Treffen am 27.05.14 hat sich die Regionalgruppe Rhein Main der marxistischen linke mit

Mehr

Praxistage 2012. Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen

Praxistage 2012. Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen Praxistage 2012 Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Gesundheitsausgaben im

Mehr

Erstes Forum Gesundheitswirtschaft

Erstes Forum Gesundheitswirtschaft Erstes Forum Gesundheitswirtschaft Krankenversicherung als Garant für die volkswirtschaftliche Wertschöpfung 4. Juli 2012, Basel Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher Vorsitzender des Vorstandes Volkswirtschaftliche

Mehr

Pressekonferenz am 9. Juli 2008 in Berlin. Für einen Neuen Generationenvertrag - Neuaufbau einer solidarischen, verlässlichen Alterssicherung

Pressekonferenz am 9. Juli 2008 in Berlin. Für einen Neuen Generationenvertrag - Neuaufbau einer solidarischen, verlässlichen Alterssicherung Dr. Hans-Jürgen Urban Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Pressekonferenz am 9. Juli 2008 in Berlin Für einen Neuen Generationenvertrag - Neuaufbau einer solidarischen, verlässlichen Alterssicherung

Mehr

PRESSESTATEMENT. von SoVD-Präsident Adolf Bauer für die Pressekonferenz Für eine Erwerbstätigenversicherung am 21. Juni 2005

PRESSESTATEMENT. von SoVD-Präsident Adolf Bauer für die Pressekonferenz Für eine Erwerbstätigenversicherung am 21. Juni 2005 PRESSESTATEMENT von SoVD-Präsident Adolf Bauer für die Pressekonferenz Für eine Erwerbstätigenversicherung am 21. Juni 2005 Es gilt das gesprochene Wort Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Ihnen

Mehr

Wirtschaftsaussichten 2016

Wirtschaftsaussichten 2016 Wirtschaftsaussichten 2016 Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag beim RC Hamburg-Wandsbek am 4. Januar 2016 Prof. Dr. K.- W. Hansmann 1 Chancen in 2016 1. Wirtschaftswachstum positiv

Mehr

Klassenkampf im Krankenzimmer?

Klassenkampf im Krankenzimmer? Klassenkampf im Krankenzimmer? Wie sichern wir unsere Gesundheit in Zukunft? Dr. Jürgen Peter Vorstandsvorsitzender AOK Niedersachsen Lüneburger Gespräche 16.06.2011 Das deutsche Gesundheitssystem steht

Mehr

Armutsgefährdungsquote in Hessen und Thüringen steigt

Armutsgefährdungsquote in Hessen und Thüringen steigt Meinungen und Fakten zur Kampagne Armutsgefährdungsquote in Hessen und Thüringen steigt Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert Politik auf, endlich zu handeln Angesichts der heute, am 29. August 2013

Mehr

Argumente 06/04. Unternehmen besteuern! Wirtschafts- und Finanzpolitik. Wirtschaftspolitik ver.di. www.wipo.verdi.de

Argumente 06/04. Unternehmen besteuern! Wirtschafts- und Finanzpolitik. Wirtschaftspolitik ver.di. www.wipo.verdi.de Argumente 06/04 Wirtschafts- und Finanzpolitik Unternehmen besteuern! Wirtschaftspolitik ver.di www.wipo.verdi.de Auch Konzerne müssen Steuern zahlen! Unternehmen, die gesund sind und in Deutschland gutes

Mehr

Vorteile. und Fakten. des deutschen Gesundheitssystems.

Vorteile. und Fakten. des deutschen Gesundheitssystems. Vorteile und Fakten des deutschen Gesundheitssystems. Spitzenposition Das Deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten weltweit. 82 Prozent der Deutschen finden ihr Gesundheitssystem gut oder sehr gut

Mehr

Funktion + Ziel: Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen

Funktion + Ziel: Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen Das System der deutschen Auslandshandelskammern ( AHK s ) - Unternehmerverband, ca. 600 Mitgliedsunternehmen in D + I - Delegation der dt. Wirtschaft, BMWi, DIHK, BDI, VDMA, etc. - Consultant Funktion

Mehr

Rentenpolitik: Wiedereinstieg in die Frü hverrentüng

Rentenpolitik: Wiedereinstieg in die Frü hverrentüng Studie für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, 31. 01. 2014 Rentenpolitik: Wiedereinstieg in die Frü hverrentüng Prof. Dr. Reinhold Schnabel, Universität Duisburg-Essen Die abschlagfreie Rente

Mehr

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD Die Eurokrise Herausforderung für Deutschland Februar 2012 Georg Milbradt, TUD 1 Währungsunion Vorteile Geringere Transaktionskosten Keine Wechselkurssicherung, keine Kosten für Kurssicherung besonders

Mehr

Wirtschaftsentwicklung. Daniel Lampart, SGB 16. September 2011

Wirtschaftsentwicklung. Daniel Lampart, SGB 16. September 2011 Nationale und internationale Wirtschaftsentwicklung Daniel Lampart, SGB 16. September 2011 Stark gestiegene Arbeitslosigkeit weltweit Arbeitslosenquote OECD-Länder 90 9.0 8.5 8.0 7.5 7.0 6.5 6.0 55 5.5

Mehr