Fischbeck: Ünner de Nöötboom

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2 Fischbeck: Ünner de Nöötboom

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4 Ünner de Nöötboom Plattdüütsche Vertellsels von Günther Fischbeck ( ) Edition Staubutscher

5 Impressum Copyright 2014 ebooknews press Verlag Dr. Ansgar Warner Rungestr. 20 (V) Berlin ISBN: Titelgrafik: Sue Clark/Flickr (cc-by-2.0) Abbildungen im Anhang: ebooknews press

6 Inhaltsverzeichnis Ut miene Kinnertied... 7 Dat oole Huus Kerzen, Lantüchten un Karbid Arbeidsdeenst un Exerzeern Dat Mißverständnis Nachwort Abbildungen... 49

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8 Ut miene Kinnertied De Nöötboom Up den Hoff dor steiht een Nöötboom. De steiht dor al lang. lk stah ünner den Nöötboom un kumm so in dat Sinneeren. De Hoff is nu een Parkplatz, dor staht nu Autos. Fröher wer dat een Gaarn, wo wi at Kinner speelt hefft. Dat oole Huus mit den Gaarn is verköfft un dor steiht nu een neeget Huus. lk stah dor to sinneeren unner den Nöötboom un denk an mien Kinnertied. Och du Nöötboom, wenn du vertellen kunst, dat würd een dicket Book. Och ja. Drööm ik? Wees mol still, snackt dor nich een? Jo, dor snackt een, hör mol nipp to. Ja ja, dien Grootvadder hett mi plant. Dien Vadder hett ünner mi in de Weege leegen un mit groote Oogen na mien Telgen roppkeeken. Dat weren noch anner Tieden. Dor wer 7

9 Ut miene Kinnertied dat noch een Lust för us Boom. De Luft wer rein un de Regen dee us goot. Nu is dat allens anners wurden. De veelen Autos hefft mi al krank mokt. Wenn ji Minschen so wieter moken doht, denn sünd ji uk bold all doot. Wenn dor keen Plant mehr is, denn köönt ji uk nich mehr lewen. Doch dat wull ik di eegens gaarnich vertellen, dat weest du jo sülwens. Ik schull di beter van de oolen Tieden vertellen. Dien Vadder wurd denn jo grötter un krabbel ünner mi rum. In Harfst heff ik mien Nööt runnersmeeten. Dor hett he uk woll mol een up den Dööts kreegen. Toerst hett he blarrt. Laterhen hett hüm dat nix mehr utmokt. He nehm de Nööt un wull se knacken, kreeg se nich twei. Dor nehm he den Foot un pedd dorup. Denn hett he dat Mus eeten, wat dor ünner sien Foot wer un all de annern Kinner deen dat uk so. Kattekers keemen dor uk un hefft denööt van de Telgens hoolt. Een Zeeg wer dor, Hühner un Swien. Obends keem de Swienegel, Rotten un Müüs weren dor uk. 8

10 Ut miene Kinnertied Dien Vadder wurd oller. Denn keem de Krieg. Dor schullen de Lüe all de Nöötbööms anmellen, wo de Stamm dick genog wer. De Nobers hefft dien Grootvadder tosett, he schull uk mi anmellen. Doch dien Grootvadder hett dor keen ranloten. He sä, de Stamm is noch to minn. So hett he mi dormols dat Lewen rettet un ik bün nich för de Püstermokers öwer den Deister gaan. Dien Grootvadder wer een plietschen Keerl. He harr Künstlerbloot in sien Adern. Van de Biller, de he moolt hett, hest du jo noch een poor. Schnitzen kunn he uk. Van de Windspeelen, de he in den Vörgaarn stellt harr, hest du jo noch wat to seen kreegen. Düüüüt düüt düüüüüt. Een Autodör ward upreeten, een Stimm bölkt: He, Sie da, können Sie nicht Platz machen, ich will meinen Wagen abstellen. Jungedi, heff ik mi verfeert. De Nöötboom harr mi noch so veel to vertellen. Nu wer dat ut. Ik trock den Kopp in un gung mien Patt. 9

11 Ut miene Kinnertied Isser dood? De groote Nöötboom stünn dor al lange Johren. Sien Telgen reckten sik no den Heben to. Wi Kinner legen dor faken unner int Gras un keken hoch. Wat wer dat doch för een grooten Boom. De Vagels flegen von een Telgen no den annern. Sogor Kattekers kunnen wi dor towielen rumspringen seen, besonners, wenn de Nööt riep weren. Us Frünn leeten sik denn uk geern seen, man us Vadder, de Molermester wer, seeg dat nich so geern, harrn em de Öster doch letztens sein Farvenpött dörneen kleit. Dor harr dat Spitakel geven un för us wat mit dat Enn von een Molertau, Schiffsmettwust sä us Vadder dorto, hett us obers gomich goot smeckt. Nu weren de Nööt weller riep. Us Vetter, de al eenige Johren oller wer at wi, steeg in den Nöötboom rin un schüttel de Telgen. Dat klöterde man so von de Nööt. Wi lepen hen un her un söchten de Nööt tohop, de denn ton Dröögen achter den Aven kernen. Wi weren dor ant Upsöken, dor knackte dor een von 10

12 Ut miene Kinnertied de Telgen. Us Vetter harr een sooren Tacken foot kregen un suste von boben daal von een Telgen noden annern, greep denn obers in de Luft, full runner up dat Gitter von den Höhnerstall, dat fedderte at een Matratz, denn leeg he up de Grund. Up de anner Siet von de Muur weren anner Kinner un söchten de Nööt up, de dor bi dat Schütteln röverfullen weren. Nu wer dar allens still. Denn hörde man, wi dor een den annern frög: ls he dood? Nu is he dood. No een Sett keekt dor een Kopp över de Muur. Un denn keem dat dor rut: He levt, he levt! Us Vetter harr sik weller uprappelt un seet nu up den Deckel von de Zistern, wi harrn em een Glas Woter brocht un he wer dorbi, sik von den Schreck to verholen. He harr wieter nix afkregen. De Kuppelee At Kinner mossen wi dat Inköpen bi den Kopmann doon. Wenn een von de Koplüe bi us Vadder, de Molermeester wer, een Updrag 11

13 Ut miene Kinnertied vergewen harr, denn geef dat meist kien Borgeld. Denn wurd up Anschrieven köfft, bit allens in de Reeg wer. So harrn wi denn jümmers een lüttjet Anschrievbook dorbi. Mol wer dat bi den een Bäcker mol bi den annern. Mien Broder un ik wurden denn meist losschickt. Wenn wi Brot hollen deen, wer dat jümmers een achtpündiget Swartbrot un dree Pund Graubrot, mindestens twee bit dreemol in de Week. Wi weren to Huus meist mit tein bit twölf Lüe an den Disch. At wi so bi dartein Johr oldweren, reep de Bäckersfro jümmers: Mimi kumm gau her, dien Fründe sünd dor. Mimi dat wer een dralle Deern mit swarte Hoor, Bubikopp. Öwerslang wer se nich. Se bedeende us denn. De Bäckersfro harr se för ehren Huushalt un den Laden instellt. Se meende denn: Mimi, de beiden sünd een goode Partie, dor holl di een von fast. Man wi beiden harrn to de Tied noch keen Smach no Deerns, wat Wunder, wi harrn to Huus jeder veer Süsters. 12

14 Ut miene Kinnertied Dat Messföhr No den ersten Weltkrieg weren bannig slechte Tieden. At Vadder von den Krieg torügg wer, harr he sik een Stück Land köfft, öwer twee Kilometer von us Huus weg. To Eeten geef dat man wenig, de Kinner harrn Smach. Dat Grööntüg un de Kantüffeln kunn een von den Acker hollen, wenn een dor genog an dee. Hühner harrn wi to Huus un twee Swien. Dat een wurd verköfft, dormit wi dat Mastfoor betalen kunnen. Dat anner wurd slacht un denn keemen Wurst, Speck un Schinken in us littje Röökerkomer. So harrn wi denn uk wat fettiget in dat Eeten. Man Arfken, Bohnen un all dat anner wuß uk nich eenfach so, dat muß wat unner de Fööt hebben. Meß harrn wi jo ut den Swienstall, de Höhner un de Kaninken hulpen uk dorbi Meß to moken. Allens keem eers mol up een Bült. Wenn denn de Tied wer, wurd dat mit een Handwogen no den Acker henföhrt. Use Vetter, de al wat oller wer at mien Broder un ik, muß düchtig topacken. He harr 13

15 Ut miene Kinnertied keen Ollern mehr un hörde bi us mit to de Familie. He packt een grootet Föhr up den Handwogen, wo noch een Kasten hoben up keem. Denn schööf he dat Föhr an de Straat un föhrde mit sien Fohrrad no den Acker hen. Dat Peergespann weren mien Broder un ik un wi keemen dorbi ganz schön in Sweet. Domols weren de Straaten meist noch Sandwege un wi harrn düchtig watt to rieten, dat wi mit us Meßföhr no den Acker henkeemen. Eenmol, wi weren all öwer dreeviertel no den Acker hen, de Weg wer natt un vull Pfützen, Boomwuddeln leepen dor uk noch röwer, wo wi umtostüern müssen denn keem dor uk noch een Radfohrer an, dor passeerde dat. Wi keemen to dicht an de Slootkant, de natte Schiet geef no un us schön Meßföhr kippt in den Graben. Dor stunnen wi benaut dorbi un kunnen nix moken. Us Vetter, de all up us töven de, keek jümmers mol den Patt hendool. Von wiet her seeg he dat Malöör un keem denn foors mit de Schuufkaar an. Mit de Hölp von een poor Lüe, de dorto keemen, 14

16 Ut miene Kinnertied wurd de Wagen weller up den Patt stellt. Use Vetter hett dat Föhr weller up Schick broch un den Rest up de Schuufkaar no den Acker henföhrt. So keem de Kostbarkeit doch noch unner dat Grööntüg. De Wecker De Begevenheit hett sik al för lange Tiet afspeelt, mien Vadder hett se mi verteilt. He wer noch een Junge, at sik dat todrogen hett. De Nadorsterstraat wer noch een moje grööne Straat mit groote Vörgorns. Dor kunnen de Kinner noch Versteeken speelen, so veel Strüüker un Booms weren dor noch. To de Tiet wurd noch jede Böönkomer vermietet. So wer dat uk bi mien Vadder int Huus. In de Böönkomer öwer den Vörgorn harr een junge Fro ehr Schlapstä. Se verdeende sik ehr Geld mit Zeitungutdrägen un annere Gelegenheitsarbeit. De Zeitung keem to de Tiet noch um de Middagstiet, man dat Tohopleggen von de eenzelnen Sieten müssen de Ötdrägers vorher bi den Verlag in de Peterstraat doon, wenn de 15

17 Ut miene Kinnertied Zeitung ut de Druckmaschien keem. So müssen se doch al tämlich froh ut de Feddern ruf. De junge Fro dor boben harr een gesunden Slaap, dor nützte uk kein Wecker. Se keem des Morgens nich ut de Puuch. Wat kann een dorgegen doon? Se harr een goode Idee. De Bäckerjung, de dor de Brötchen an de Döör leggen de kunn ehr helpen. He schul ehr roopen, wenn he sien Tour moken dee. Man de junge Fro sleep so fast, so luut kunn de Jung gornich bölken. Wat nu? De Jung wuß een Utweg. De Fro bund sik een Bindfoden um den Foot, dat anner End hung ut dat Finster rut in de Strüüker. Wenn de Jung sien Brötchentour moken dee, trock he an den Bindfoden un de Fro keem ut de Puuch. Dat klappte wunnerbor, bit an den Dag, wo een anner Bäkkerjung dat spitz kreegen hett, wat sik dor alle Morgen af speelen dee. He sleek sik dor enes Morgens ran eh dat Weckmanöver stattfund. He trock mit alle Kraft an den Bindfoden, bit dat Been von de Fro ut dat Finster keek. He leet ers af, at de Nobers 16

18 Ut miene Kinnertied von den Lärm den de Fro moken dee, rutkomen sünd. Brötchendeef An us Huusdöör wer een Schild mit de Upschrift Verein gegen Hausbettelei. Dat Schild kunn een hochklappen, denn seeg man een oval Lock in de Döör, dat wer dat Brötchenlock mit een Kasten do-rachter. De Breefdräger smeet dor uk woll de Breefen rin, wenn tos-looten wer. Daags stunn de Döör jümmers open. Dor wer jo noch de Windfang, mit den Breefkasten. Dat Brötchenlock wer eegens för de Bäckerjung, de to de Tied all fröh mit de Brötchen keemen. Mien Grootvadder kreeg von den enen Bäcker de Semmel, von den annern de Brötchen. Ji seggt, worüm denn dat. Mien Grootvadder wer Molermeester, dorum harrn wi Verpflichtungen bi veele Kooplüü. Nu keem dat mol so, dat jeden Morgen een oder uk twee Semmel fehlen deen. Mien Grootvadder harr mit den Bäcker snackt, 17

19 Ut miene Kinnertied man de harr kein Schuld. Mien Vadder un sien Broder, al een poor stämmige Jungs, leggden sik up de Luer. De Semmel keemen, dor fehlde nich een. Nun duer dat noch een Sett, dor keem de Jung mit de Brötchen, steek sien Hand mit een Brötchen dor dat Lock un fung mit dat Brötchen an to angeln no de Semmel. Mien Vadder holl de Hand von den Jungen fast, sien Broder reet de Döör up un harr den Jungen bit Slafittjen. De arme Kirl harr Smach, wiel he bi sien Meester nich genog to Eeten kreeg. De Lehrlingen weren to de Tied noch bi den Meester in Kost un Logis. De Peerappels Blangen us wohnden twee oole Kirls. Wi Kinner harrn Angst, ehr to bemöten. Unner us Kinner güngen öwer ehr de grugeligsten Geschichten um, sogor von Mord wer de Reed. Wenn bi us Speel mol een Ball in den Vörgorn fleeg, wer dat een groote Heldentat, wenn een dat kloorkreeg, em dor weller ruttohollen. 18

20 Ut miene Kinnertied De beiden Kirls weren fliedige Lüe. In ehren Gom wuß dat all goot. Se deen dor uk wat an. Faken seeten se uk ant Finster un pielden dör de upstapelten Blomenpött hendör up de Straat. De Peerstraat harr ehr dat andoon. Domols keem dor so mennig een Peergespann vörbi. Autos weren noch Raritäten. Een von de Kirls harr sotoseggen de Obsicht öwer de Straat. Wenn dor een Peerd wat verlern harr, denn wer he dor, solang dat noch dampen dee. De Emmer mit den littjen Struukbessen un een oolet Kehrblick stünn jümmers bi de Huusdöör praat. Se sammelten so veel von de Peerappels, dat se dor mennigeen Föhr von verköpen kunnen. Dor keem noch anner Affall un Stroh dorto, dat geef een gooden Meß. Us Kinner steek de Haber, wi wullen de Kirls mol argern, harrn us uk een Emmer praat stellt un leegen up de Luer. At de Kirl sien Emmer holde, leepen wi gau up de Straat un rackten de Peerappels in usen Emmer, wi kunnen jo gauder loopen. Wenn de Kirl denn ankeem, harrn wi us Wark al doon un lee- 19

21 Ut miene Kinnertied pen gau weg. De Kirl wer ant Fleuken un wi kunnen us vor Lachen nich bargen. Abers nu Mudder wer ant Kohlplanten. Dat Land wer een langet Handook. Mudder steck toerst Locker in de Eer, den gung se mit den Korf vull Kohlplanten dorbi längs un leggde bi jedet Lock een Plant hen. Dorno bückte se sik bi jedet Lock un stopp de Plant dorin. De lüttje Hanni, een Gör von bold dree Johren wer dorbi un keek Mudder nipp to. At Mudder de letzt Plant instoppt harr, keem se hoch un mokt ehren stiefen Rüggen grad. Een Süchten keem ut ehr Bost: Äbers nu. Dor hörde se blangen sik een lütt Echo Äbers nu. Mudder keek sik verbaast um. De lütt Hanni stünn neben ehr un all de Kohlplanten leegen akroot weller neben de Locker. Schiewengeklöter De Jungs harrn sik mol weller vertörnt. Dat kummt jo vandagen uk noch faken vor. De een leep weg um dat Huus umto. De dor na- 20

22 Ut miene Kinnertied blew nehm in sien dullen Kopp een Steen un baller em achteran. Drapen hett he den annern Jung ton Glück nich. Dorför geef dat een dullet Geklöter. De Steen wer dör dree openstahnde Finsterflögels dörsust. All dree Schiewen weren twei. Dat Schiewengeklöter wer noch nich toend, dor gell dor een Froenstimm un schaffuder los. De Jung leep weg, obers dat nützt em nu nich mehr. Ton Glück wer sien Vadder Glaser, man acht Dage kunn de Jung nich so recht up sien Moors sitten. De groote Hagen Hagestolt wer stolt up sien Gorn mit den grooten Hainbökenhagen. De Hagen wer öwer een Meter hoch un boben een Meter breet, un sneen at een Brett. Dat wer een oolen stewigen Hagen. Dat harrn de Kinner uk al spitz kreegen. Wenn Opa Hagestolt sien Middagsslaap hollen dee, leggten sik de Bengels up den breeden Rügg von den Hagen - un deen, at wenn se dor inslaapen weren. Wenn denn Opa Hagestolt herut keem, neiden se gau ut. 21

23 Ut miene Kinnertied Opa Hagestolt harr denn jümmers sien Harke bi sik. Eenmol harrn de Jungs em gornich kömen seen. In den lest Oogenblick jumpten de Jungs von den Hagen dool un dor stunn Opa Hagestolt uk al dor, breetbeenig, de Harke verquer för sien Buuk. Twee von de Jungs kunnen noch gau utneihen, de drütte stunn dor in de Enge. Opa Hagestolt fung an to grienen: Nu heff ik di endlich. He stell sik noch breetbeeniger dorhen, keem mit de Harke för den Buuk sinnig nöger. De Jung stunn in de Eck. Mit Siegermiene wull de Opa em an den Tuun drücken. Dor mokt de Jung een Satz no vorn un swuppdiwupp mit een Hechtsprung bi den Opa dor de Been un weg wer he, eh dat sik de Opa Hagestolt ümdreihen kunn. Dat harr noch mol goodgohn. Marmorkoken Kennt ji Duffkoken mit Beern? Ne? Dat is hier doch so bekannt at Meyer sien Hund. lk kenn dat Rezept uk nich so genau. Mehl 22

24 Ut miene Kinnertied brukt een up jedenfall. Melk un Eier uk, Fett un Hefe mutt dor uk bi. Dat ward all moi dörneenkleit, denn kummt dat in een besonnere Form rin un denn ward dat in Woter gaar kookt. Man kann dat uk fors up de Beern mitkoken. Denn kummt dat heet up den Disch. Dat smeckt lekker, hefft wi at Kinner geern eten. Dor bleef denn meist wat no, dat schull jo uk för twee Dooge langen. Koolt smeckt dat uk mit Botter oder Appelmus. So wer dat uk bi de beiden Kinner Leni un Berni. Mudder harr den Koken int Schapp stellt. Leni harr Smach un sneed sik dor een Stück von af. Berni, ehr lütt Broder keek to. He kreeg uk een lütt Stück af, denn trock he af. No een Sett keek Leni mol weller in de Köök rin: Berni, wat hest du dor denn? Marmorkokenßä Berni heff ik dor ut dat Schapp. Aver Berni, dat is doch keen Marmorkoken, dat is Duffkoken mit Bloot, du hest di in den Finger sneen. 23

25 Ut miene Kinnertied Dat Fotografeeren Wat wer dat domols för een Umstand. Ers een groodet Holtstativ upboen. Dor keem een Holtkasten drupp un denn verswunnt de Fotograf unner een swart Dook. Dat wer bold at in Zirkus. Dor wurd een grooden Kasten wiest, de wer leddig. Denn steeg dor een junge Fro rin. Een grood swart Dook doröwer. Den Kasten dreemol ümdreihen. Simsalabim. Dat Dook runnerrieten un dat Frominsch wer een Tiger wurden. De Fotograf schull een Familienbild moken. Dor hörde de littje Peter mit drupp, man de wer nich to finnen, he harr sik verkroopen. Unnert Sofa hefft se em foot kreegen. Nu gung dat Blaaren los. Ik will nich fotografiert weren, ut mi schall kien Bild mokt weren. Nee uk, he wul nich platt drückt weren un denn in een Röhmen an de Wand hangen. 24

26 Ut miene Kinnertied De Timker un de Müürker Bi us int Huus wohnde een oole Fro, de wer averglöövsch. Wi Kinner harrn den Hönerglowen nich. Us Vadder harr us al veel Spöökgeschichten vertellt un wo anner dat anstellt harrn, socke Lüe ut de Tüüt to bringen. Spöök geef dat för us nich. So harrn wi denn uk keen Bange, wenn wi dor boben in us Böenkomer in Düstern weren. Elektrisch Licht harrn wi to de Tiet noch nich un een Kerze kreegen wi nich mit no boben. Man slapen kunnen wi in us Rumpelkomer uk nich fors. In de een Eck wer een Bettkasten mit een Strohsack, dat wer us Slapstää. Unner dat littje Fenster stünn een oolet Sofa un twüschen Bett un Sofa een Sessel ünner de Schräge. Wenn mien Broder un ik noch nich slapen kunnen, mokten wi us noch Bewegung. Wi wullen Fleegen lernen. So jumpten wi ut dat Bett up den Sessel, von dor up dat Sofa, weller up den Sessel un int Bett. So güng dat jümmers hen un her. Upmol stunn us Vadder in de Döör. Jungs hört up 25

27 Ut miene Kinnertied sä he, de oole Fro dor unner je is al ganz ut de Tüüt. Se sleit de Hannen öwer den Kopp tohoop un jammert ümmerto: De Timker un de Müürker sünd dor, dor mutt een starwen. Denn griende he, de Timker un de Müürker dat sünd ji, nu mokt Fieravend. 26

28 Dat oole Huus Dat oole Huus No achtern rut wer de Warkstä, dor stunn allens vull Farvenpött. De Döör no achtern rut güng up den Hoff. Von dor keem een in den grooten Gorn mit all de Obstbööm. Dat Grundstück wer hunnert Meter lang. Wi harrn een Swienstall mit twee Swien un een ganz Koppel Höhner. In Sommer kunnen wi moi buten speelen. Wat geef dat dor för us Kinner allens to doon. No vörn rut weren twee Dönsen. De een wer de goode Stube, dor harrn wi nix to söken, de wer för Besöök. De anner Döns wer us Wohnzimmer. Warm wer dat dor meist eers Nomiddags, wenn de Köökenherd mit dat Eetenkoken sien Schulligkeit doon harr, denn keem de letzte Törfsoden ut den Herd rut to n anböten in de Döns un denn duer dat sien Tied, bit 27

29 Dat oole Huus de Dons warm wer. De goode Döns wurd nur to groote Fierdage inbött, so at Wiehnachten oder to een Jubiläum. De Slapkomern för us Kinner weren boben unner de Dackschräge. Us Bett wer een Holtkasten mit een Strohsack dorin. Wenn de Komer uk man lütt wer, för de Küll wer dor in Winter genog Platz. De Schräge harr denn witte Hoor un us Bettdecke wer denn öwer Nacht von den Otem stief froren. Elektrisch Lucht harrn wi noch nich. Uttrecken mossen wi us in Düüstern. Us Tuch leden wi jeder up een Stohl allens moi praat, denn kunnen wi den anner Morgen fors weller rinstiegen. Waschen deen wi us unnen in de koole Köök. Dor wurd uk kien groot Upseen von mokt. Wi weren ganz normole Kinner. Von Waschen hollen uk wi nich veel. Wi kreegen von Mudder af un an uk to hören, wi schullen us mol den Hals waschen. Dat wer bi de annern Kinner ut us Schoolklaß uk nich anners. Groot wurden sünd wi trotzdem. 28

30 Dat oole Huus Us Schoolarbeiten mossen wi in Winterdag glieks no Middag moken. Von de Petroleumlamp kunnen wi bi Düüsternis jo nich veel seen. Anstickt wurd de uk eers lat to n Avendeeten, anners wurd dat to duer. Bit dorhen wer Dämmerstunn. Dor wurd verteilt, uk moi Radels upgeven, sungen hefftwiodereen Musikinstrument speelt. Fernsehen geef dat gottloff noch nich, harrn wi mit us Petroleum uk nich in Gang kreegen, just so wenig at Radio. Dorför harrn wi mehr Verbindung mit de Natur. Wenn dat Schietwär wer, kreegen wi uk so richtig schetterige Schoh, Plooster wer domols jo noch nich öwerall. Wi Kinner kunnen noch so richtig Muttenklei speelen. Wenn wi denn no Huus keemen, weren Schoh un Strümp un uk dat anner Tuch so richtig vull Schiet. Wi seegen denn uk nich veel anners ut, at de Swien, wenn se sik suult harrn. 29

31 Dat oole Huus Rookfang, Spöölsteen un Regenwaterpump Us Köök harr een Steenbodden, dat Finster wer no Norden to. Wenn een in de Köök rinkeem, wer rechts de Herd, dor achter de Törfkasten un in de Eck bi dat Finster de Spöölsteen mit de Regenwaterpump. Twüschen Spöölsteen un Törfkasten wer dat Leckbrett mit de Emmers Brunnenwater dorunner. Waterleitung harrn wi nich. Gegenöwer an de anner Wand stund dat Köökenschapp un de Anriecht. An de Wand twüschen Köökenschapp un dat Finster stunn een eenfache Holtbank ohn Lehn mit Disch un Stöhl dorvor. De Köök wer in Sommer köhl un in Winter kolt. Up de Holtbank harrn wi Kinner usen Platz. In Winter kunnen wi gornich so gau zittern at wi freern deen. De Wand in us Rügg wer een Halfsteenswand un wenn dat richtige Küll wer, harr se witte Hoor. De Waschbütt in den Spöölsteen wer denn tofroren, dor kunnen de Flöh up strietschöveln. Dat kunn uk 30

32 Dat oole Huus wesen, dat de Pump infroren wer. Mit heet Water harrn wi de denn obers meist gau weller updaut. Wenn dat all nich helpen wull, müssen wi buten an den Sood un dor Water hochdreien. De Sood harr jümmers Water, he wer öwer söß Meter deep. Unner dat Leckbrett stunnen jümmers dree Emmer mit Water un een Deckel dorup. Wenn twee Emmer leddig weren, heet dat Water hollen. At wi Kinner groot genog weren, weren wi dorför tostännig. Wenn wi de Emmers ünnerwegens denn enige mole afsett harrn, kreegen wi de uk noch in de Köök rin. Eeen besonneres Vergnögen wer dat bi Glattis. Wenn wi dor nich uppassen deen, harrn wi een natten Moors. Öwer usen Herd wer een grooden Rookfang mit een Isenplatte dorunner gegen de Küll ut den Schosteen. Dör een Klappe steeg de Schosteenfeger dor hoch. De Wand achter usen Herd wer jümmers swart von den Sott, de bi Regenwär ut den Schosteen runnerleep. Dat röök uk jümmers dorno, dat hörde eenfach 31

33 Dat oole Huus dorto. In de anner Wohnungen, de afvermiet veren, dor wer dat akroot so. Wenn ik dat so verteilen do, wer kann sik dat noch vorsteellen? Dat geef jo uk all Hüüs mit Heizung, man de weren för de rieken Lüüd. Us Hüüs wer all veel oller at hunnert Johr un wi harrn dat Hüüs leev. 32

34 Kerzen, Lantüchten un Karbid Kerzenlamp und Karbidlatern Wenn froher een in Düstern de Straten längs gung, denn wer dat uk düster. Lantüchten geef dat jo al, man de kunnst tellen. Wenn du bi de een stunnst, denn kunnst de nächste meist noch nich mol seen. Binnen in de Stadt dor weren jo een poor mehr, man wieter buten dor weren denn öwerhaupt kien mehr. Vandagen könt sik de Junglüe dat nich mehr vorstellen. Dor löppst du hen, kannst den Padd nich seen un mußt uppassen dat du nieh in de Grüpp fallen deist. Wenn dat denn noch regent harr, wer uk noch Water in den Sloot, denn kunnst tofreeden wesen, wenn dat bloots natte Fööt geven harr. Vandagen kennt een jo gornich mehr de richtige Düsternis. De Straaten sünd hell, dor kannst de Zeitung bi lesen. Wenn froher een 33

35 Kerzen, Lantüchten un Karbid mit dat Fohrrad ünnerwegens wer, denn harr he jo een Lantücht doran, dat schull he jedenfalls, man wat wer dat för een Lücht? Kennst du noch de Kerzenlampe? lk heff noch mit so een Ding föhrt. De Lamp harr mien Grootvadder anschafft, ik harr se up den Böön bi us funnen. De Kerz seet in een Rohr un wurd mit een Fedder no hoben drückt, dormit de Flamm jümmers de richtige Höchte harr. Mit de Kerzenlatern wer dat so, dat di een seen kunn, man up den Padd wer nix to seen. Wenn dat Wind wer, oder du dörch een Slaglock röttern deest un dorvon geef dat veel, denn wer de Kerz ut. Rietsticken moß een dor genog bi sik hebben. De Karbidlatern wer nich so anfällig, de wer uk noch heller at de Kerzenlatern, man de harr uk ehre Nucken. Wenn een dormit nich uppassen dee, wer se afsopen oder de Flammen slögen dor umto, wenn dat Water to gau droppen dee. Enen Vördeel harrn disse Lantüchten jo. De kunn een in de Hand nehmen un de Gegend dormit utlüchten. Hüüt 34

36 Kerzen, Lantüchten un Karbid hett man jo de Taschenlampen. De geef dat dormols jo uk al, man de weren to düer. Ik heff mi mit de Kerzenlatern nich lange rumargert un bün mit de Tied gohn. Ene Dynamolampe wer denn doch ganz nützlich, wenigstens solange, at man nich dorbi moß, dat Rad to flicken. Süh, dor weren de annern Lantüchten öwerlegen, de kunn een dorbi stellen un denn kunn een wat seen bi dat Radflicken. Mien erst Fohrrad An mien erst Fohrrad kann ik mi noch goot erinnern. At mien Been enigermoten lang genog weren, heff ik dat Radfohren lernt. Toerst up een Damenfohrrad in stöhn. För den Sattel weren mien Been noch to kort. Denn kreeg ik een oolet Dürrkopprad ohne Freelop, dat harrn wi up us Böön funnen un weller trecht mokt. Mien Been weren jümmers noch nich lang genog, dat ik richtig in de Pedale pedden kunn. Mit veel Geduld un de Hülp von mien Vadder heff ik dat denn rutkreegen, de Pedale 35

37 Kerzen, Lantüchten un Karbid jümmers een Stööt to geven, wenn se hoben weren, so dat dat Fohrrad in de Gang bleef. Bi een Rad mit Freelop harr een disse Technik nich anwenden kunnt. Ik heff denn uk noch dat Kunststück klorkregen, up dat Rad ruptokomen. Toerst heff ik dat von een Findling ut probeert, de legen dormols jö noch an de Straaten. De tweete Art wer, mit dat Rad to loopen un denn up de Pedale rup, sik mit de hochgohnde Pedale up den Sattel hiewen loten, dat wer de Fohrstohl-Methode, jümmers klappt dat obers nich. Darbi heff ik de Landung denn uk fors mitkreegen. 36

38 Arbeidsdeenst un Exerzeern Arbeidsdeenst Dat weer een Tiet mit veel Arbeidslosigkeit, bold so at nu weller. Dormit de Arbeidslosen den Staat nich so veel Geld kosten schullen, weer man up de Idee kömen, se schullen produktiv wesen. So at nu, Arbeidslosenunnerstützung up de Bankkonten överwiesen, dat geev dat nich. De Arbeidslosen müssen elk een Dag no dat Arbeidsamt hen un sik dor melln, stempeln nömde een dat. Dor stunnen se denn bit up de Straat hen, dat weer ene Drängelee. Wer de stevigsten Ellbagens harr, keem denn toeerst ran. Ik heff dat mit beleevt, bit Middag harr ik dor bi Wind un War uttohollen. An Saterdag kunn ik mi denn veer bit fief Mark dor afhollen, dat weer de Arbeidslosenunnerstützung för ene Week. Leven kunn 37

39 Arbeidsdeenst un Exerzeern een dor nich von, nich mol de Miete weer dat. Ik harr jo noch mien Ollern, anners weer ik verhungert. Dor kreeg ik een Bescheed, dor weer een freewilligen Arbeidsdeenst inricht, wer dor eers mol een halv Johr mitmoken dee, de schull achterno bi dat Vergeven von Arbeid vörtrocken warden. De Utsichten weren asig. Ik heff mi melld. Dat weer In März keem ik an den Dümmer. Dor weren so bi fofftig Lüü. Ene groote Baracke stund dor, dat weer een holten Schüün, dor de Ritzen kunn een no buten kieken. Rotten un Müüs lepen dor rüm, de keemen bi Nachen uk to Besök in de Betten. Dat weer gräsig, de Ööster weern Overall. Wi hefft denn alle Locker dicht mokt. De Öösters seeten unner den Footbodden un funnen oder knabberden jümmers weller neege Locker. Bi Daage weren wi meist buten in t Moor, det weer jo Arbeidsdeenst. Dat güng dor to at bi de Soldaten. Exerzeern müssen wi uk, meist müssen wi mit Schupp un Spaden umgohn. Wi hefft dor an den Dümmer een Pro- 38

40 Arbeidsdeenst un Exerzeern bestück Diek sett. Wi harrn dor Kleenbohnschienen leggt, von den Sandbarg bit in dat Moor, kilometerlang. Föftein Loren harr een Tog mit een Damplok. Twee Töög lepen hen un her. Mit de Schienen harrn wi us Problem. Wi müssen jümmers weller Sand unnerstoppen, dat Moor weer nimmersatt. De Arbeid weer swoor. Wenn dat War dröög weer, kunn een dat obers uthollen. Use Arbeidsweek harr söß Daage, de Week harr nie nich weniger at 48 Stünn. In de Freetiet harrn wi uk noch genog to doon. Wäsche waschen, stoppen, flicken, Stebelholschen putzen un anner Kram. Wenn denn noch Tied weer, harrn wi io uk noch use Rotten un Müüs, wo wi achteran weern. Wi hefft dor allerhand fungen, man ganz weg hefft wi de nich kreegen. Use Lohn weern dartig Penn för den vullen Arbeidsdag, dat weer gewiß nich veel. To de Tied geev dat för dat Handwark een Stünnlohn von sößtig bit achtig Penn. Eeten un Drinken harrn wi jo free un Wohnung mit Unnermieters uk. 39

41 Arbeidsdeenst un Exerzeern Dat Exerzeern Dat wer November 1943 in Hamborg int Peerlazarett. Wi stunnen lange up den Platz antreen in Reeg un Glied un luern up den hoogen Herrn, de us KV mooken schull. Obers dat Öös keem nich. Dat wer koolt un wi weren utfrorn. Wir schullen dor exerzeern. Dorto müssen wi no de Waffenkomer hen un Püsters afholen. Dor schullen wi wi us bi dat Exerzeern an fasthollen. Man drew us in de Reithalle at junge Peer un denn gung dat los. Erst mol all in dree Reegen upstellen. lk wer een van de ganz Lütten un hör ganz unnen ant End. lk kunn mi noch gornich utrichten, wieldat de no boben hento noch gornich stahn deen. Dor leep de ganze Vereen all dörnanner, hier hen undorhen. lk jo gau mit, mogelst bi de Makers, wo ik neben stahn schull. Up mol stunnen se all stramm. Aliens keek no de Midde to de Halle hen. At ik begreepen harr, wo de Keerl stunn, de us rumkommandeern de, dor leep all allens weller dörnanner. Ik Jo fors mit, un denn mark ik, dat schull in 40

42 Arbeidsdeenst un Exerzeern de Reeg to dree Glieder warm. Dat wurd dat obers nich dor leep allens weller in de Ecken. Na, un denn stunnen se weller stramm. Dor harr woll een Achtung roopen. Ik harr nix hört, obers ik pass good up, dat ik allens so gau at de annern mooken de. Ik gew mi de allergröttste Möö. No veel hen un her harrn wi dat denn doch proot kreegen un stunnen in dree Reegen sauber utricht. Dor wer mi dat, at wenn de Stabswachtmeester, de us kommandeern de, dor ganz boben bi de ersten Lüe een utschimpen dee. Mi dee de Keerl leed. Wi keeken all liekut un stunnen stramm. De, de den Lärm mooken dee, keem sinnig jümmers nööger. Un denn stunn he so in de Richt, dat ik Just an sien rechtet Ohr vörbi keek. Links un rechts van mi fohl ik in de Ellbogens so een lütt beten bibbern. Dat leet bold so, at wenn de dor blangen mi grienen un an sik hollen deen, um nich lostoprusten. Ik keek jümmers liekut un mook een ernsthaft Gesicht, at sik dat hören deit. Dor keem mi dat in den Sinn, schull he 41

43 Arbeidsdeenst un Exerzeern am end mi? Och ik harr Jo nix utfreeten. Miene Oogen gungen stur an sien rechtet Ohr vörbi. Bloots nich up sien Snut, off in de Oogen kieken. He stunn Jo nich in de Richt. He wer Jümmers noch ant bölken. Man ik verstunn nich een Wuurt. Ik keek mit mien ernsthaft Gesicht jümmers an sien recht Ohr vörbi. No een Sett wer de Lärm vörbi un dat Exerzeern gung weller los. Nu klappt dat uk ganz good. Nich mehr son dörneen. At wi naderhand up de Komern weren, dor wull ik doch geern weeten, well he dor bi de Füllen harrt harr. Minsch di du Döösbattel, hest du dat denn nich markt. Nee, ik harr nix markt. 42

44 Dat Mißverständnis Kort no den Krieg wer dat in de Hamstertied. Hannes harr een Isenwarenladen un goode Verbindung to de Buern. Man dor geef dat noch een Hindernis. An een Auto keem een slecht ran, dat wer to de Tied Mangelware. Us Hannes harr dat obers kloor kreegen un een littjen Transporter köfft. He wer stolt up sien Gefährt, wenn dat uk man bloots dree Röder harr. Achtern weren twee Röder un vorn man bloots een. Goliath nömde sik dat grootmulsch. Nu kunn us Hannes mit sien Wierdraht un dat anner Isenkram öwer Land hen no de Buern föhrn un dat de he uk. Bi Varel harr he uk wat aftolevern. He güng dör de Siedeldöör jümmers sien Nees no. Dat röök so goot. So keem he in de Köök, wo de Fro ant Pannkokenbacken wer. Och, röök dat goot. Hannes 43

45 Dat Mißverständnis keem int Vertellen. He wull vull Stolt dat neege Auto vorwiesen un sä denn to de Fro: lk wull se woll mien Goliath wiesen. Man dor keem he slecht an, de Fro wurd füünsch un sä: Unnerstaht se sik, ik hau den foors mit de heet Pann platt. 44

46 Nachwort Mein Großvater Günther Fischbeck hat die meiste Zeit seines Lebens in Oldenburg verbracht, genauer gesagt, an der Nadorsterund Lambertistraße. Georg Fischbeck Maler konnte man über dem Portal seines Elternhauses lesen, das wohl weit mehr als 150 Jahre lang an der Nadorster Str. 103 stand sein Vater (und zuvor auch dessen Großvater) waren Malermeister. Rund um die Nadorsterstraße spielen die meisten der Geschichten, die mein Großvater in seinem geliebten Oldenburger Platt aufgeschrieben hat manche stammen aus seiner Kinder- und Jugendzeit in den Zehner- und Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, manche auch aus späteren Jahren. Günther Fischbeck hat zwar die meiste Zeit in Oldenburg-Nadorst verbracht, aber nicht die gesamte Zeit. So verdingte er sich 1933 als 45

47 Nachwort Freiwilliger beim Arbeitsdienst am Dümmer in der Nähe von Diepholz, 1937 zog er als Tischlergeselle zu Fuß und per Fahrrad durch Süddeutschland, und in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs war er als Soldat in Hamburg-Bahrenfeld in einem Pferdelazarett stationiert. Einiges davon taucht auch in den hier versammelten Vertellsels auf. de Nöötboom ist der Titel dieser Textsammlung, und tatsächlich hat mein Ünner Großvater auf dem etwas versteckt liegenden Grundstück an der Nadorster Straße 103 B auch dann noch unter Nussbäumen gelebt, als der vordere Teil des Geländes Mitte der 1980er Jahre verkauft wurde und das oole Huus einem Neubau Platz machte. Manche dieser Nussbäume hatte er in jungen Jahren selbst gepflanzt die Nüsse waren ein Mitbringsel aus der Zeit seiner Wanderschaft. Dieses Büchlein ist meinem Großvater Günther Fischbeck ( ) sowie meiner Großmutter Grete Fischbeck ( ) gewidmet, und richtet sich an alle 46

48 Nachwort Oldenburgerinnen und Oldenburger, die sich für die Lokalgeschichte rund um Nadorst interessieren, und darüber zumal auch gerne op platt lesen. Ansgar Warner Berlin, im Sommer

49

50 Abbildungen

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53 Dat oole Huus

54 Nadorster Straße 103

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