BUSINESSPLAN ASPEKTE UND BERECHNUNGEN FÜR EXISTENZGRÜNDUNGSVORHABEN. RKW Bremen GmbH

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1 BUSINESSPLAN ASPEKTE UND BERECHNUNGEN FÜR EXISTENZGRÜNDUNGSVORHABEN

2 INHALTE EINES BUSINESSPLANS Jede Gründung benötigt neben einer erfolgversprechenden Geschäftsidee einen Plan, wie die Idee in die Tat umgesetzt werden kann. Einen Plan, der alle Fakten, die für den Erfolg entscheidend sein können, berücksichtigt. Außerdem werden Sie i.d.r. für ihre Gründung auf fremde Geldgeber angewiesen sein. Kreditinstitute, aber auch private Geldgeber wollen erkennen können, dass Sie als angehende/r Unternehmer/in das Rüstzeug für eine selbständige Existenz haben, sowohl in fachlicher als auch in kaufmännischer Hinsicht. Ein schlüssiges Konzept ist für Gründer/innen Voraussetzung dafür, Kredite und auch Fördermittel zu erhalten. Denken Sie bei der Abfassung Ihres Konzeptes daran, dass Sie Banker davon überzeugen müssen, dass Sie das geliehene Geld auch wieder zurückzahlen können. Im Folgenden wird skizziert, welche Aspekte und Berechnungen ein Gründungskonzept grundsätzlich enthalten sollte. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, da es Gründungsvorhaben geben wird, die eine umfangreichere Darstellung erfordern genauso wie einige Fälle mit geringerem Aufwand dargestellt werden können. Dabei müssen Sie nicht alles alleine planen!!! Das Land Bremen bietet Existenzgründern/-innen vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten bei der Planung und Umsetzung ihrer Vorhaben und hat eine Gründungsleitstelle bei der eingerichtet. Die Mitarbeiter der Gründungsleitstelle helfen Ihnen nicht nur bei der Ausarbeitung eines Gründungskonzeptes, sie stehen Ihnen während Ihrer gesamten Existenzgründungs- und Festigungsphase als kompetente Ansprechpartner zur Seite. Ein Gründungskonzept sollte grundsätzlich aus 2 Bereichen bestehen: 1. Textteil, in dem Sie Ihr Vorhaben anhand der nachfolgend genannten Kriterien zunächst verbal beschreiben und 2. Tabellenteil, in dem Sie die Kalkulation Ihres Vorhabens darstellen.

3 1. Vorhabensbeschreibung Ein Gründungskonzept sollte folgende Aspekte beinhalten, wozu Sie eigenständig schriftlich Stellung nehmen sollten: 1.1 Das Gründungsvorhaben Was ist Ihre Geschäftsidee? Was ist der Nutzen Ihres Angebots für Ihre Kunden? Was sind die Kosten? Wie bekannt ist Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung? Wo liegen die Risiken? Welche Rechtsform ist geplant? 1.2 Die Gründerperson(en) Wo liegen Ihre Stärken? Wo liegen Ihre Schwächen? Wo liegen Ihre fachlichen Kenntnisse? Wo liegen Ihre Kernkompetenzen? Haben sie kaufmännische Kenntnisse? 1.3 Der Markt Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe? Wer sind Ihre Kunden? Haben Sie ggf. schon Kunden gewonnen oder liegen Absichtserklärungen vor? Welche Bedürfnisse haben Ihre Kunden? Welche Marketingstrategie verfolgen Sie und mit welchen Instrumenten? Wie erfolgt der Absatz? 1.4 Die Konkurrenzanalyse Haben Sie Konkurrenten? Wer sind die Konkurrenten? Wie liegt das Angebot der Konkurrenz im Vergleich zu Ihrem? Wie liegen Sie in bezug auf Kosten/Nutzen/Service im Vergleich zur Konkurrenz? 1.5 Der Standort In welcher Lage können Sie Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung erfolgversprechend anbieten? Wie hoch ist die Kaufkraft am geplanten Standort? Wie ist die Verkehrsanbindung? Besteht Laufkundschaft? Ist die Miete bezahlbar? Wie wird sich der geplante Standort zukünftig entwickeln?

4 1.6 Die Geschäftsverbindung Mit wem gründen Sie, alleine oder mit Partner(n)? Wer sind Ihre Lieferanten, Handelsvertreter, Großhändler usw.? 1.7 Die Zukunftsaussichten Wie wird sich Ihre Branche entwickeln? Wie wird sich die Nachfrage auf Ihre Produkte/Dienstleistungen entwickeln? Wie lange könnte Ihr Konkurrenzvorsprung bestehen? Welches Weiterentwicklungspotential besteht? 2. Die betriebswirtschaftliche Planung Kernstück des Gründungskonzeptes ist die Darstellung der kaufmännischen Seite, ob und inwieweit sich Ihr Vorhaben rechnet. Für Ihre Unterstützung haben wir ein Programm beigefügt, dass Ihnen Ihre Planungen erleichtern soll. Das Programm soll Ihnen als Leitfaden dienen und ist nach Ihren Bedürfnissen auszufüllen, so dass Sie möglicherweise nicht alle Tabellenteile ausfüllen müssen. Auch sind diese flexibel zu handhaben, so dass einige Begriffe durch andere ausgetauscht werden können (z. B. Kunden durch Produkte). Das Programm enthält die wichtigsten Bestandteile einer betriebswirtschaftlichen Planung, die miteinander verzahnt sind. Um den Kapitalbedarf und den zu erwartenden Gewinn zu ermitteln, sind Umsätze, Kosten und Investitionen zu planen: 2.1 Investitionsplanung 2.2 Umsatzplanung 2.3 Wareneinsatzplanung 2.4 Personalplanung 2.5 Umsatz- und Ertragsvorschau 2.6 Liquiditätsplan 2.7 Finanzierungsplanung 2.8 Kennziffernblatt

5 Um Ihnen die Ausarbeitung Ihres Planes zu erleichtern, wurden in den Tabellen zahlreiche Kommentierungen hinterlegt. Diese erscheinen auf Doppelklick beim entsprechenden Begriff. Dort finden Sie auch entsprechende Definitionen, Hinweise, Hilfestellungen und Berechnungsbeispiele. Auch die Planungsangaben sind schriftlich zu dokumentieren. Nutzen Sie die entsprechenden Hinweise im Programm. Bitte beachten Sie, dass einige Felder automatisch berechnet werden und einige Daten aus vorherigen Tabellen übernommen werden, um Ihnen die Arbeit zu erleichtern und Fehlern vorzubeugen. Einen entsprechenden Hinweis auf die Herkunft der Daten finden Sie in den entsprechenden Kommentaren ( rote Ecke! ) der Tabellen. Selbstverständlich ist die B.E.G.IN Gründungsleitstelle bereit, Sie bei den Planungen zu unterstützen. Wir wünschen Ihnen Spaß bei der Planung und viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben. Das Team der B.E.G.IN Gründungsleitstelle Copyright, Autorin Dr. Dorothee Lotz

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