Sozialwahl - hab ich noch nie gehört!

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2 Das geht alle an Sozialwahl - hab ich noch nie gehört! 46 Millionen Bürger in Deutschland dürfen abstimmen Die Vertreter in den Sozialversicherungen entscheiden über 421 Milliarden Euro jährlich 90 Prozent der Bevölkerung sind gesetzlich versichert 2

3 Was fordert uns als Christen heraus? Soziale Ungerechtigkeit Die Gesellschaft wird menschlich, sozial und gerecht durch Solidarität Globalisierung und weltweiter Wettbewerb reduzieren die Netze der sozialen Sicherheit Damit sind Arbeitnehmerrechte, Menschenrechte und Solidarität des Sozialstaates in Gefahr 3

4 Welche Werte stärken wir? Solidarität Personalität Subsidiarität Nachhaltigkeit 4

5 Was wird gewählt? Gewählt werden die Vertreter in den Selbstverwaltungsorganen der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung Gesetzlichen Unfallversicherung Gesetzlichen Rentenversicherung 5

6 Wer beteiligt sich an der Wahl? Die ACA Arbeitnehmervereinigung mit berufs- und sozialpolitischer Zwecksetzung Katholische Arbeitnehmer- Bewegung Deutschlands Kolpingwerk Deutschlands Bundesverband der Evangelischen Arbeitnehmer-Bewegungen Vorschlagsrecht haben: Gewerkschaften Arbeitnehmervereinigungen Arbeitgebervereinigungen Gemeinsam ca Mitglieder 6

7 Die ACA und ihr Selbstverständnis Arbeits- und Aktionsgemeinschaft Sprachrohr christlicher Arbeitnehmer Freiheit und Menschenwürde im Arbeitsprozess Rechte der Arbeitnehmer, soziale Marktwirtschaft, staatliche Ordnungspolitik, die soziale Schäden verhütet oder beseitigt 7

8 Was ist die Aufgabe der ACA Listenträger für Vertreterversammlungen und Verwaltungsräte Vorschlagsrecht für Versichertenberater und Versichertenälteste Vorschlagsrecht für ehrenamtliche Sozialrichter Vorschlagsrecht für ehrenamtliche Arbeitsrichter 8

9 Wo tritt die ACA 2011 an? Deutsche Rentenversicherung Bund Krankenkassen: Barmer/GEK, DAK, Techniker Krankenkasse, AOK, IKK-Classic, IKK- Vereinte, Innungskrankenkasse Gesundheit (BIG) Berufsgenossenschaften: Verwaltungs-BG, BG Gesundheit- und Wohlfahrtspflege, Holz-BG, BG Nahrung und Gaststätten, Bau BG 9

10 Wer wählt? Versicherte: Krankenkassenmitglieder Rentenversicherte und Rentenbezieher/innen Gesetzlich Unfallversicherte (regelmäßig mindestens 20 Stunden im Monat beschäftigt) Arbeitgeber: Unternehmer, mit mindestens einem versicherungspflichtigen Beschäftigten 10

11 Aufbau der Selbstverwaltung Krankenkassen ehrenamtlicher Verwaltungsrat hauptamtlicher Vorstand Andere Sozialversicherungsträger ehrenamtliche Vertreterversammlung ehrenamtlicher Vorstand 11

12 Verwaltungsräte Vertreterversammlungen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber Bei Ersatzkassen - ausschließlich Vertreter der Versicherten Landwirtschaftliche Unfallversicherung: ein Drittel Versicherte, ein Drittel Selbständige und ein Drittel Arbeitgeber Knappschaftsversicherung zwei Drittel Versicherte. ein Drittel Arbeitgeber. 12

13 Was kann die Selbstverwaltung entscheiden? Satzung Wählt, kontrolliert, entlastet Vorstand und Geschäftsführung Finanzen Strategien Anliegen und Interessen der Versicherten 13

14 Engagement in der Krankenversicherung Bereitstellung medizinischer Leistungen für jede und jeden beitragsfreie Mitversicherung der Ehegatten und Kinder solidarische Finanzierung paritätische Finanzierung Finanzierung durch alle Einkommensarten für eine starke Selbstverwaltung 14

15 Engagement in der Pflegeversicherung würdevolles Leben der Pflegebedürftigen qualitative Unterstützung der pflegenden Familien Einteilung der Pflegestufen nach Selbständigkeit solidarische, paritätische und umfassende Finanzierung 15

16 Engagement in der Rentenversicherung Sockelrente für alle gegen Altersarmut Als solidarische und leistungsbezogene Rente Einbeziehung aller Erwerbstätigen und Erwerbseinkommen Zur eigenständigen Alterssicherung von Frauen und Männern Erziehungsleistungen von Eltern finanziell besser anerkennen 16

17 Engagement in der Unfallversicherung Anerkennung der Wegeunfälle im Leistungskatalog Ausbau des Arbeitsschutzes mit branchenspezifischer Prävention praxisnahe Gestaltung von Unfallverhütungsvorschriften 17

18 Engagement unserer Vertreter/innen Gremien der Selbstverwaltung Ausschüsse der Selbstverwaltung Widerspruchsausschüsse Versichertenberater 18

19 Engagement in Widerspruchsausschüssen Paritätisch aus Versicherten- und Arbeitgebervertretern Überprüfung von Verwaltungsakten Klage gegen den Widerspruchsbescheid 19

20 Engagement in der Deutschen Rentenversicherung Als Versichertenberater Versichertenälteste Fragen rund um die Rentenversicherung Anträge und den Rentenanspruch Helfer in unmittelbarer Nachbarschaft Mitglied der Rentenversicherung Kontinuierliche Schulung In der ACA sind über 300 Versichertenberater tätig auch in Ihrer Nähe. 20

21 Wann wird gewählt? Wahltag ist der 1. Juni 2011 Alle sechs Jahre Sozialwahlen aktive Wahl (Urwahl) jeder Wahlberechtigte erhält die Wahlunterlagen zugesandt Friedenswahl die beteiligten Organisationen einigen sich auf ihre Vertretungen 21

22 Wie wird gewählt? In den Wahlunterlagen erscheint nicht der Name ACA auf der Liste. Die komplette Listenbezeichung lautet: Kolpingwerk Deutschland Köln Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschlands e.v. KAB Köln Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorgansiationen BVEA Essen Hier sollten Sie ihr Kreuz machen. 22

23 Was ist zu tun? wählen und Wahlunterlagen zurücksenden Über Sozialwahlen sprechen und zur Wahl auffordern Artikel für Pfarrbrief, Gemeindebrief, Stadtteilzeitung, Werbeblätter. Vorlagen unter Flugblätter verteilen Plakate im Schaukasten der Pfarrgemeinde, Gemeindezentrum, Sparkasse, Gemeindeamt Vortragsveranstaltungen zur Gesundheitspolitik 23

24 24

25 Impressum Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) Text, Redaktion, Layout: Hannes Kreller, Rudolf Letschert Fotos: Matthias Rabbe, Rudolf Letschert, Werbeagentur Gratzfeld, ACA München, September

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