Presseinformation 3 Stimmen der Initiatoren Initiative Jobperspektive mit Energie für anschlussorientiertere Bildungsübergänge

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1 Pressemappe isw-studie Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale) Presseinformation 1 Berufsorientierung auf dem Prüfstand Studie der isw Institut ggmbh empfiehlt mehr Transparenz und Verbreitung von Angeboten in der Region Halle (Langfassung) Presseinformation 2 Berufsorientierung auf dem Prüfstand Viele Projekte, wenig Transparenz Studie der isw ggmbh analysierte Vorhaben in der Region Halle (Kurzfassung) Presseinformation 3 Stimmen der Initiatoren Initiative Jobperspektive mit Energie für anschlussorientiertere Bildungsübergänge Presseinformation 4 Transparenz, Vernetzung und Koordination Prof. Dr. Lothar Abicht, Geschäftsführer der isw Institut ggmbh, im Interview über Ergebnisse der Studie Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale) Presseinformation 5 Steckbrief der isw-studie

2 Presseinformation 1 Berufsorientierung auf dem Prüfstand Studie der isw Institut ggmbh empfiehlt mehr Transparenz und Verbreitung von Angeboten in der Region Halle Halle (Saale), Um die Berufsorientierung im Raum Halle an die Anforderungen des demografischen Wandels anzupassen, sind vor allem ein Ausbau schulischer Kompetenzen zur Berufsorientierung sowie eine erhöhte Transparenz und optimierte Verbreitung von Angeboten für Schüler notwendig. Grundlage hierfür ist eine effizientere Verzahnung der Schule mit der Wirtschafts- und Arbeitswelt. Zu diesem Schluss kommen die Forscher der Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbh (isw Institut ggmbh) in ihrer gerade veröffentlichten Studie Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale). Diese führten sie im Auftrag der Initiative Jobperspektive mit Energie durch. Auf Basis der Studienergebnisse empfiehlt die isw Institut ggmbh ein stärkeres Engagement der Wirtschaft im Berufsorientierungsprozess. Desweiteren braucht es eine Verbesserung der Berufsvorbereitung und Ausbildungsreife der Jugendlichen auf Basis langfristiger und planmäßiger Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen. Vor diesem Hintergrund raten die isw-experten zu neuen Projektansätzen unter anderem zur Berufsorientierung von Gymnasiasten/innen an außerschulischen Lernorten, um vor allem praxisrelevantes Wissen zu vermitteln sowie individualisierte Angebote für leistungsschwache Schüler/innen. Neben den genannten Empfehlungen einer verbesserten Berufsorientierung plädieren wir für deren stärkere Verbindung mit den Schwerpunkten der Regionalentwicklung. So können junge Leute frühzeitig erkennen, wo sie besondere Entwicklungschancen für ihre eigene Lebensplanung finden, so Prof. Dr. Lothar Abicht, Geschäftsführer der isw ggmbh. Insgesamt recherchierte und analysierte die Studie 99 Projekte. Diese agieren mehrheitlich branchenübergreifend und richten sich vorrangig an

3 Haupt-, Real- und Förderschüler. 59 der Projekte sind außerschulische, sechs schulische und 34 kombinierte Maßnahmen. Neben umfangreichen Recherchen und der Auswertung statistischer Daten wurden zudem zwölf leitfadengestützte Interviews mit Experten und Akteuren (u.a. Agentur für Arbeit, Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung) aus dem Bereich der Berufsorientierung geführt. Kontakt isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnütziger Gesellschaft mbh Ansprechpartner: Prof. Dr. Lothar Abicht Telefon: (0345) Die Studie zum Download unter Hintergrund Die Initiative Jobperspektive mit Energie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Mitteldeutscher Energie AG (enviam), Stadtwerke Halle GmbH, bildungszentrum energie GmbH (bze) und Regionaldirektion Sachsen- Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeiter. Sie will vor allem an der Schnittstelle von Schule und Ausbildung die Bildungsübergänge verbessern. Darüber hinaus ist es das erklärte Ziel, die öffentliche Diskussion über gute Bildung zu verstärken und die Akteure besser zu vernetzen. Der Anspruch der Initiatoren liegt dabei darin, Aktivitäten zur systematischen Fachkräftesicherung und -gewinnung besser zu verzahnen, nicht nur in der Energiewirtschaft, sondern generell in der regionalen mittelständischen Wirtschaft. Die Jobperspektive mit Energie versteht sich als Bestandteil der Initiative Verantwortungspartner für die Region.

4 Presseinformation 2 Berufsorientierung auf dem Prüfstand Viele Projekte, wenig Transparenz Studie der isw ggmbh analysierte Vorhaben in der Region Halle Halle (Saale), Um die Berufsorientierung im Raum Halle an die Anforderungen des demografischen Wandels anzupassen, sind vor allem ein Ausbau schulischer Kompetenzen zur Berufsorientierung sowie eine erhöhte Transparenz und optimierte Verbreitung von Angeboten für Schüler notwendig. Grundlage hierfür ist eine effizientere Verzahnung der Schule mit der Wirtschafts- und Arbeitswelt, um eine Verbesserung der Berufsvorbereitung und Ausbildungsreife der Jugendlichen zu bewirken. Zu diesem Schluss kommen die Forscher der Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbh (isw Institut ggmbh) in ihrer gerade veröffentlichten Studie Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale). Diese führte sie im Auftrag der Initiative Jobperspektive mit Energie durch. Insgesamt recherchierte und analysierte die Studie 99 Projekte im Bereich der Berufsorientierung im Raum Halle. Zudem wurden zwölf leitfadengestützte Interviews mit Experten und zentralen Akteuren geführt. Kontakt isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnütziger Gesellschaft mbh Ansprechpartner: Prof. Dr. Lothar Abicht Telefon: (0345) Die Studie zum Download unter

5 Presseinformation 3 Stimmen der Initiatoren Initiative Jobperspektive mit Energie für anschlussorientiertere Bildungsübergänge René Walther, Geschäftsführer Personal & Arbeitsdirektor der Stadtwerke Halle GmbH: Maßnahmen zur Fachkräftesicherung müssen sich zukünftig noch stärker darauf konzentrieren, Bildungsübergänge anschlussorientierter zu gestalten. Sie sollten im Optimalfall bereits in der frühkindlichen Bildung ansetzen. Konkret bedeutet dies, die Bereiche Berufsorientierung und Berufsvorbereitung kann die Wirtschaft nicht nur der Schule überlassen, hier ist mehr unternehmerisches Engagement als bisher nötig. Die isw-studie zeigt dabei deutlich, wo in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht. Es geht vor allem darum, Schülern, Eltern wie Lehrern frühzeitig Möglichkeiten der Berufswahl aufzuzeigen. Dabei geht es nicht darum, junge Leute möglichst früh auf bestimmte Berufe festzulegen, sondern ihnen eine breite berufliche Orientierung anzubieten, um die richtige Wahl auf Basis von Selbsterlebtem treffen zu können. Die Initiative Jobperspektive mit Energie will dazu einen Beitrag leisten und junge Leute für die Energiewende begeistern. Unser Ansatz will die Ausbildungsfähigkeit generell verbessern und dabei auf andere Branchen ausstrahlen. Ralf Hiltenkamp, Vorstand Personal & Arbeitsdirektor enviam AG: Eine nachhaltige Berufsorientierung und -vorbereitung braucht effektive, übersichtliche und systematische Bildungsübergänge. Das damit verbundene Ziel muss lauten: Jugendliche sollen stärker als bisher wichtige Kompetenzen erlangen, sich nach der Schule erfolgreich für eine Ausbildung oder ein Studium zu bewerben, um ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend, einen Beruf zu erlernen. Die Jobperspektive mit Energie will dabei einerseits die Akteure der Wirtschaft in diesem Prozess stärker miteinander vernetzen. Andererseits will sie selbst in ihrer Jugendanspra-

6 che zeigen, welche Gestaltungsmöglichkeiten sich für die berufliche Entwicklung und Lebenschancen insgesamt hier in der Region bieten. Simone Krüger, Geschäftsführerin bildungszentrum energie GmbH: Ich bin davon überzeugt, dass Energiebildung so früh wie möglich und nicht erst in der Berufsausbildung einsetzen sollte. Deshalb gehen wir als bildungszentrum energie GmbH mit unserer Botschaft schon in Kindergärten und Grundschulen. Verstärkt erklären wir dort, wie Energie, Arbeit und Wirtschaftlichkeit in der Region zusammenhängen und welche Chancen das für den Einzelnen eröffnet. Die Handlungsempfehlungen aus der isw- Studie zeigen, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen. Eine langfristige und systematische Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schule sowie die individuelle Förderung des Einzelnen tragen immens zur Verbesserung der Berufsorientierung bei. Kay Senius, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen- Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit: Der demografische Wandel lässt uns keine andere Wahl: Unternehmen aller Branchen sind gut beraten, sich frühzeitig um Nachwuchs zu bemühen und attraktive Angebote zu unterbreiten. Darüber hinaus müssen wir die Jugendlichen stärker als bisher über Chancenberufe informieren. Das sind die Berufe, die ihnen eine überdurchschnittliche Entwicklungsperspektive in der Region bieten. Berufsorientierung sollte deshalb zukünftig Berufe auch in Zusammenhang zu solchen Faktoren wie Einkommen, Aufstiegschancen und Arbeitsplatzsicherheit kommunizieren.

7 Presseinformation 4 Transparenz, Vernetzung und Koordination Prof. Dr. Lothar Abicht, Geschäftsführer der isw Institut ggmbh, im Interview über Ergebnisse der Studie Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale) Herr Prof. Abicht, mit Blick in die isw-studie: Was sind die wichtigsten Ergebnisse? Im Rahmen der Untersuchung haben wir eine beachtliche Zahl an Projekten und Maßnahmen zur Berufsorientierung im Raum Halle recherchiert und analysiert. Insgesamt 99 Vorhaben, die zwischen 2010 und März 2012 gestartet oder durchgeführt wurden. 59 sind dabei außerschulische, sechs schulische und 34 kombinierte Maßnahmen. Beachtlich ist, obwohl in Halle (Saale) mehr als Gymnasiasten und nur halb so viele Sekundarschüler zur Schule gehen, schließen vergleichsweise wenige Projekte (38) die Gymnasien mit ein. Die Mehrzahl der Vorhaben richtet sich an Haupt-, Real- und Förderschüler und ist branchenübergreifend angelegt. Allein 13 Vorhaben konzentrieren sich auf die Energiewirtschaft. Das häufigste Ziel der Projekte ist die Berufs- und Studienorientierung bzw. die Beratung und Information. Wo sehen Sie über die Ansprache von Gymnasiasten hinaus Lücken bei der Berufsorientierung hinsichtlich des sich abzeichnenden Fachkräftebedarfs in der Region? Lücken im System der Berufsorientierung finden sich vor allem bei einer gezielten Förderung der Berufswahlkompetenzen von Jugendlichen aus sozial und wirtschaftlich benachteiligten Haushalten. Außerdem sollten wie erwähnt die Angebote für Gymnasiasten verstärkt werden, da rund ein Viertel der Abiturienten in Sachsen-Anhalt nach der Schule nicht direkt ein Studium beginnt. Gerade bei dieser Zielgruppe besteht für Unternehmen Potenzial, sie für ein duales Studium zu gewinnen.

8 Welche Handlungsempfehlungen geben Sie den Akteuren im Prozess der Berufsorientierung darüber hinaus? Transparenz, Vernetzung und Koordination sollten die wichtigen Anliegen der regionalen Akteure der Berufsorientierung in allen Bereichen sein. Wir empfehlen außerdem, dass Schulen und Unternehmen langfristiger und vor allem planmäßiger zusammenarbeiten, um Verbesserungen bei der Berufsvorbereitung und Ausbildungsreife von Jugendlichen zu erreichen. Eine Verbindung der Berufsorientierung mit den Schwerpunkten der Regionalentwicklung und mit Berufen, die besondere Entwicklungsperspektiven bieten, ist ebenfalls notwendig. Das ist eine Chance, junge Menschen hier in der Region zu halten. Für jede Schülerin und jeden Schüler befürworten wir zudem eine individuelle und systematische Planung und Dokumentation der Berufsorientierungsaktivitäten. Hier bildet der Berufswahlpass eine gute Basis. Auf ihm sollte konsequent aufgebaut werden. Braucht es eine veränderte Ansprache junger Leute und wenn ja, welche empfehlen Sie? Meiner Meinung nach empfiehlt es sich, stärker auf soziale Netzwerke zu setzen, um Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie heute einen erheblichen Teil ihrer Zeit verbringen und Informationen beziehen. Insgesamt sollten Kinder und Jugendliche nicht zu früh auf bestimmte Berufe festgelegt werden. Vielmehr geht es darum, ihnen eine breite berufliche Orientierung an schulischen und außerschulischen Lernorten in unterschiedlichen berufsrelevanten Tätigkeiten zu ermöglichen. Das Selbsterleben und Selbstkennenlernen spielt für die Berufsentscheidung eine enorme Rolle. Dies gilt es zu nutzen und in die individuelle Ansprache junger Menschen stärker als bisher mit einzubeziehen. Kontakt Prof. Dr. Lothar Abicht isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung ggmbh, Hoher Weg 3, Halle Telefon: (0345) ;

9 Presseinformation 5 Steckbrief der isw-studie Titel: Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale) Auftraggeber: Jobperspektive mit Energie Durchführung: isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbh Erstellungszeitraum: April bis Juli 2012 Methodik: umfangreiche Literatur- und Internetrecherchen systematische Erfassung und Analyse von Vorhaben, Projekten und Maßnahmen zur Berufsorientierung in der Region Halle im Zeitraum Januar 2010 bis März 2012 standardisierte Interviews mit zwölf regionalen Fachleuten aus dem Bereich Berufsorientierung Veröffentlichung:

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