KOF Analysen. Spezialanalyse: Werden Wirtschaftskrisen durch das Verhalten der Banken verschärft? Sommer 2010 SA 2

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1 KOF Analysen Spezialanalyse: Werden Wirtschaftskrisen durch das Verhalten der Banken verschärft? Sommer 2010 SA 2 Eidgenössische Technische Hochschule Zürich Swiss Federal Institute of Technology Zurich

2 ETH Zürich KOF Konjunkturforschungsstelle WEH D 4 Weinbergstrasse Zürich Telefon Fax

3 Sommer SPEZIALANALYSEN 2 WERDEN WIRTSCHAFTSKRISEN DURCH DAS VERHALTEN DER BANKEN VERSCHÄRFT? EVIDENZ ZUR WIRKUNG DES BANKKREDIT-KANALS ANHAND VON UMFRAGEDATEN Zusammenfassung: Dieser Beitrag untersucht für die Schweiz die Funktionsweise des Bankkredit-Kanals eine Problematik, die in der Subprime-Krise 2007/08 und der dadurch ausgelösten Rezession unter dem Stichwort «Kreditklemme» viel Beachtung erhielt. Anhand von vierteljährlichen Daten zu den Faktoren, die das Kreditangebot und die Kreditnachfrage bestimmen, wird die Entwicklung der aggregierten Kreditentwicklung in der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine schärfere Praxis der Banken bei der Kreditvergabe ein wichtiger Angebotsfaktor ist, der das Kreditwachstum beeinflusst, und dass sowohl die Bankenliquidität als auch das Eigenkapital der Banken für die Kreditvergabe bindende Restriktionen darstellen, und zwar unabhängig von der Grösse einer Bank. Gemäss einer Panelschätzung mit Daten für die Schweiz, die USA, die Euro-Zone und Japan wurde die Kreditvergabe in den letzten zwanzig Jahren eher durch angebotsseitige als nachfrageseitige Faktoren beschränkt (Ausnahme: Japan). Insgesamt zeigt die Studie, dass das Verhalten der Banken bei der Kreditvergabe die Wirkung der Geldpolitik auf die Gesamtnachfrage verstärkt. Stichworte: Bankkredit-Kanal, Kreditklemme, Geldpolitik, monetärer Transmissionsmechanismus BANU SIMMONS-SÜER 1 EINLEITUNG Es gibt eine breite Literatur zur Frage, ob der Bankkredit-Kanal den Einfluss von Geldschocks auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage über den klassischen, auf Veränderungen der Zinssätze laufenden Transmissionsmechanismus hinaus verstärken kann. Gemäss den Befürwortern dieser These tendieren Banken dazu, in einer Rezession ihre Kreditbedingungen zu verschärfen und die Zinsmargen zu erhöhen, was zu einer Reduktion der Kreditvergabe führt. Dieses Verhalten reflektiert Liquiditätsengpässe oder eine ungenügende Kapitalausstattung, oder auch einfach den Versuch, sich abzuschirmen gegen zunehmende Kreditausfälle und eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Schuldner. Wenn dieses Verhalten der Banken aus Gründen einer ungenügenden Ausstattung mit Liquidität oder Eigenkapital einer Rezession vorausgeht, ist es sogar möglich, dass ein autonomer Kreditzyklus einen Konjunkturzyklus in Gang setzt. Trotz der beachtlichen Zahl von Studien zu dieser Frage gibt es eine Reihe theoretischer Unklarheiten, da es schwierig ist, den Einfluss der Kreditnachfrage und des Kreditangebotes auseinander zu halten. Deshalb gibt es bis heute keinen Konsens zur Frage, ob ein solcher, die Effekte der Geldpolitik verstärkender Bankkredit-Kanal existiert. Die Subprime-Krise von 2007/08 und die darauf folgenden Reaktionen vieler Zentralbanken haben die Bedeutung des Bankensystems für den Verlauf des Konjunkturzyklus deutlich gemacht. Die Rolle der Banken wurde besonders wichtig, nachdem der Spielraum für den klassischen Übertragungsmechanismus der Geldpolitik mit der Annäherung der Kurzfristzinsen an die Null-Marke gering geworden war. Wenn Zentralbanken den kurzfristigen Zinssatz nicht mehr weiter senken können, ist eine rasche wirtschaftliche Erholung nur möglich, wenn das Verhalten der Banken den auf dem Zinseffekt beruhenden Übertragungsmechanismus verstärkt. Ob dies zutrifft, ist heute angesichts der weltweit sehr niedrigen Kurzfristzinsen von ganz besonderem Interesse.

4 42 Spezialanalysen Zwar beschäftigt sich der grösste Teil der Literatur zum Bankkredit-Kanal mit dem Bankensektor der USA, aber es liegen zu dieser Problematik doch auch einige Studien für andere wirtschaftlich entwickelte Länder vor. So verglichen z.b. Milne und Wood (2009) auf aggregiertem Niveau die Reaktion von Bankdarlehen und fanden für die G8-Länder keine überzeugende Evidenz für die Hypothese, wonach die geldpolitische Wirkung durch den Bankkredit-Kanal verstärkt wird. Die Resultate verschiedener früherer Studien werden dadurch in Zweifel gezogen. Das Ziel des vorliegenden Beitrags ist es zu überprüfen, ob eine Verbindung zwischen der Praxis der Kreditvergabe der Banken und der Wirksamkeit des Geldübertragungsmechanismus besteht. Diese Frage für die Schweiz zu untersuchen, erscheint uns aus verschiedenen Gründen lohnenswert. Erstens kontrastiert die Subprime-Krise des Zeitraums 2007/08 und die anschliessende Finanzmarktkrise, die einige grosse schweizerische Banken in erhebliche Schwierigkeiten brachte, mit der relativ stabilen Entwicklung des schweizerischen Bankensektors in der Vergangenheit. Dieser beispiellose, auf das gesamte Bankensystem wirkende Schock könnte die Gültigkeit der Resultate früherer Studien zum Kreditzyklus in Frage stellen. Zweitens nutzen wir für die Analyse eine Reihe von Informationen aus Konjunkturumfragen im Bankensektor, was im Hinblick auf die Separierung der angebots- und nachfrageseitigen Einflüsse auf die Entwicklung der Bankkredite neue Einsichten verspricht. Drittens führen wir eine Paneluntersuchung durch, mit welcher der Zusammenhang zwischen ausgewählten, aus Bankenumfragen stammenden Variablen und dem Kreditwachstum nicht nur für die Schweiz, sondern auch für die USA, die Euro-Zone und Japan bestimmt wird. Auf dieser Basis soll ermittelt werden, ob das Kreditwachstum eher durch angebotsseitige oder eher durch nachfrageseitige Faktoren restringiert wird. In der Literatur zum Bankkredit-Kanal wird häufig unterstellt, dass bei steigenden Zinssätzen die Banken ihre Margen erhöhen. Vor diesem Hintergrund analysieren wir, ob (und wie) die bei der Festlegung der Kreditbedingungen von den Banken verwendete Kalkulationspraxis die geldpolitischen Schocks verstärken kann. Die im Rahmen von Basel I und Basel II erfolgten Änderungen der Bankenregulierung machen es notwendig, das Problem des Bankkredit-Kanals neu aufzurollen, da die Prozyklizität der Kapitalerfordernisse die Schlussfolgerungen früherer Studien tangieren kann. Besonders relevant ist dieser Punkt für die international agierenden Schweizer Grossbanken, da sie bereits in der Zeit vor Basel II risikogewichtete Systeme zur Kalkulation der Kreditpreise eingeführt haben. Die Analyse ist wie folgt gegliedert: In Kapitel 2 werden einige jüngerer Untersuchungen zum Bankkredit-Kanal diskutiert, und wir zeigen, wie sich eine risiko-adjustierte Kalkulation der Kreditpreise auf das Kreditangebot der Banken auswirkt. In Kapitel 3 gehen wir kurz auf die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Zuge der Subprime-Krise 2007/08 ein. In den darauf folgenden zwei Kapiteln präsentieren wir im Anschluss an eine kurze Darstellung der Resultate der wenigen schweizbezogenen Arbeiten zum Bankkredit-Kanal die Resultate von zwei Analysen zu den Bestimmungsfaktoren des Kreditwachstums. In der ersten werden die Determinanten der Kreditentwicklung in der Schweiz im Zeitraum 1997 bis 2008 (Quartalsdaten) anhand von OLS-Schätzungen zu identifizieren versucht (Kapitel 4). Die zweite, in Kapitel 5 präsentierte Untersuchung berücksichtigt neben der Schweiz auch die USA, die Euro-Zone und Japan und deckt einen längeren Zeitraum ab (Panelschätzung mit Quartalsdaten für die Jahre 1990 bis 2009). Eine Besonderheit der Panelschätzung besteht darin, dass sie zur Identifikation der angebots- und nachfrageseitigen Determinanten des Kreditwachstums auch Informationen aus Kreditumfragen nutzt (im Fall der Schweiz aus der KOF-Bankenumfrage). Im letzten Kapitel fassen wir zusammen und ziehen einige Schlussfolgerungen.

5 Sommer DIE KREDITVERGABE DER BANKEN ALS «VERSTÄRKER» VON GELDSCHOCKS 2.1 Der Bankkredit-Kanal ein Literaturüberblick Die Rolle des Bankkredit-Kanals als «Verstärker» von Geldschocks wurde in der Literatur unterschiedlich interpretiert. Gemäss Bernanke und Gertler (1989) schränken Banken als Reaktion auf eine Abnahme der Bonität der Schuldner ihre Kreditvergabe ein. In ihrem Ansatz ist diese restriktivere Praxis das Ergebnis einer allgemeinen Konjunkturabschwächung, die zu einer Erhöhung des Ausfallrisikos bei Schuldnern führt. In dieser Sicht wird ein Wirtschaftsabschwung nicht durch den Bankkredit-Kanal ausgelöst sondern durch diesen lediglich verstärkt. Der Kreditkanal entfaltet seine Wirkung über das Asset Management (Bernanke und Blinder 1988, 1992). Diese beiden Autoren diskutieren die Wirkungsweise des Bankkredit-Kanals im Rahmen eines IS-LM-Modells und vertreten die These, dass eine restriktive Geldpolitik nicht nur die LM-Kurve nach links verschiebt. Vielmehr komme es infolge der Verminderung des Kreditangebots oder der Kreditnachfrage auch zu einer Links-Verschiebung der IS-Kurve. Deshalb reduziere so die Autoren eine Erhöhung des Restriktionsgrads der Geldpolitik die Gesamtnachfrage stärker als es aufgrund des klassischen, über den Zinseffekt laufenden Transmissionsmechanismus der Fall wäre. Andere Untersuchungen zur Funktionsweise des Bankkredit-Kanals stellen nicht das Asset Management, sondern das Management der Bilanzstruktur in den Vordergrund. So heben Stein (1998) und Kashyap und Stein (2000) die Bedeutung von Liquiditätsengpässen hervor und behaupten, dass kleinere Banken infolge beschränkter Möglichkeiten, ihre Liquidität über die Finanzierung durch Interbank- und Wertpapiergeschäfte zu erhöhen, anfälliger sind auf den durch Zinsänderungen bedingten Zu- oder Abfluss von Depositen. Für die USA wird durch eine Reihe von Studien belegt, dass der Bankkredit-Kanal die Wirkung geldpolitischer Schocks verstärkt. Für andere Länder ist die Evidenz weniger eindeutig. Immerhin bestätigen Kakes und Sturm (2002) im Wesentlichen die für die USA gefundenen Resultate. Darüber hinaus zeigen sie, dass kleine Banken beim Übergang zu einer restriktiven Geldpolitik die Kreditvergabe stärker einschränken als grosse Banken, da Letztere in der Lage sind ihr Kreditportfolio gegen geldpolitische Schocks zu immunisieren. Weniger schlüssig sind jedoch die Ergebnisse von Milne und Wood (2009), die den Bankkredit-Kanal auf der Basis von aggregierten Daten für die G8-Länder untersuchen. In ihrer Sicht stehen die Schlussfolgerungen von Stein und Kashyap (1998) und Stein (2000) auf wackligen Füssen, da ihr Nachweis der Existenz eines Bankkredit-Kanals auf der unbegründeten Annahme beruht, dass beim Übergang zu einer restriktiveren Geldpolitik die Banken mehr Depositen verlieren als Darlehen. Falls diese Annahme nicht zutrifft, könnte das Verhalten der Banken den Einfluss der Geldpolitik sogar dämpfen. Und tatsächlich finden die beiden Autoren, dass eine Erhöhung des Restriktionsgrads der Geldpolitik die Kreditgewährung stärker beeinträchtigt als die Bankeinlagen. In der Literatur wurde im Hinblick auf die Wirkung der Geldpolitik auch der Zusammenhang zwischen der Kapitalausstattung und der Kreditvergabe untersucht, so z.b. für Italien durch Gambacorta und Mistrulli (2003). Auf die Bedeutung der Verfügbarkeit von Eigenkapital wiesen auch Van den Heuvel (2002) sowie Altunbas et al. (2002) hin. Dieser von der Kapitalausstattung ausgehende Ansatz unterstellt, dass die in einer Rezession sinkenden Vermögenspreise und die damit einhergehende Reduktion des Marktwerts des Eigenkapitals der Bank die Möglichkeiten zur Finanzierung über die Emission bzw. den Verkauf von Wertpapieren reduziert, was die Banken veranlasst, die Vergabe von Kredite einzuschränken. Ein anderer Aspekt hängt mit den gemäss Basel I und II von den Banken einzuhaltenden Eigenkapitalvorschriften zusammen. Da Letztere auf dem «Konzept des risikogewichteten Eigenkapitals» aufbauen, verhalten sich die Banken bei der

6 44 Spezialanalysen Kreditvergabe prozyklisch. Während einer Rezession nehmen die Kreditrisiken einer Bank zu, da sich die Bonität ihrer Kreditnehmer verschlechtert. Infolgedessen müssen Banken, um potenzielle Kreditverluste auffangen zu können, mehr Eigenkapital halten. Zwar bezog sich bereits bei Basel I das von den Banken zu haltende Mindesteigenkapital auf die risikogewichteten Aktiven; aber durch den Übergang zum «internal rating-based riskweighted System» von Basel II wurde die Prozyklizität der Kreditvergabe noch verstärkt, was die Wirkung des Bankkapital-Kanals wesentlich erhöhte. Allerdings liefert auch der Ansatz, der den Zusammenhang zwischen der Kapitalausstattung und der Kreditvergabe der Banken in den Vordergrund stellt, zu den Auswirkungen von geldpolitischen Schocks auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung keine eindeutigen Resultate. So implizieren sinkende Zinssätze nicht notwendigerweise einen Anstieg des Marktwerts des Eigenkapitals der Bank. Eine solche Höherbewertung dürfte z.b. nicht eintreten, wenn der Markt die zukünftigen Gewinne der Bank pessimistisch einschätzt. In diesem Fall würde eine Lockerung der Geldpolitik nicht zwingend das Kreditwachstum erhöhen, wie es die Vertreter dieses Ansatzes postulieren. 2.2 Der Zusammenhang zwischen einer risikogerechten Kreditpreiskalkulation und der Kreditvergabe Eine Lockerung der Geldpolitik erzielt nur dann die gewünschte Wirkung, wenn die Banken die Reduktion der Zinssätze in Form einer Verbilligung der Kredite an die Schuldner weitergeben; andernfalls droht eine sogenannte «Kreditklemme», welche die Absichten der Zentralbanken durchkreuzt. Nun gehen wie bereits ausgeführt diverse Ökonomen, die von der Wirksamkeit des Bankkredit-Kanals überzeugt sind, davon aus, dass die Banken ihre Kreditmargen anheben, wenn sich auf den globalen Finanzmärkten ein Liquiditätsmangel herausbildet. Auf diese Weise werden die negativen Effekte einer Rezession verstärkt. Denn bei einem Anstieg der Kreditmargen schrumpft der kreditfinanzierte Teil der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen des Nicht-Bankensektors, d.h. die IS-Kurve wird nach links verschoben, so dass die Wirtschaft ein neues Gleichgewicht auf tieferem Produktionsniveau erreicht (siehe Abschnitt 2.1). Seit Mitte der 1990er-Jahre führten die meisten internationalen Banken Risikomanagementsysteme ein, um die Risiken der verschiedenen Geschäftbereiche einer Bank systematisch zu überwachen. Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements ist ein risiko-adjustiertes System der Kreditpreiskalkulation. Dabei entspricht der Preis eines Kredits nicht einfach den entsprechenden Refinanzierungs- und Bearbeitungskosten, sondern enthält darüber hinaus auch verschiedene Risikogebühren. Banken, die ein risiko-adjustiertes Preiskalkulationssystem verwenden, gehen von folgender grundlegenden Formel zur Berechnung des Kreditpreises aus: Kreditpreis = Nettokreditmarge + Refinanzierungskosten + Bearbeitungskosten + Erwarteter Verlust + Kosten des ökonomisch notwendigen Kapitals. Die Refinanzierungskosten setzen sich aus den (gewichteten) Kosten der Finanzierung über Depositen und Wertpapiertransaktionen zusammen. Die Bearbeitungsgebühren reflektieren alle Aufwendungen, die zur Vorbereitung und Abwicklung der Kreditvergabe sowie zur Kreditverwaltung erforderlich sind.

7 Sommer Der erwartete Verlust («expected loss» EL) entspricht dem Verlust auf dem Kreditportfolio der Bank, mit dem sie über einen gegebenen Zeitraum rechnet. EL entspricht den wiederkehrenden Kosten der vergebenen Kredite, die anhand der in der Vergangenheit verzeichneten Kreditausfälle geschätzt werden. EL wird als Produkt von drei Faktoren berechnet, nämlich: a) die Ausfallwahrscheinlichkeit der Darlehen («default probability» PD), die durch das Rating jedes Schuldners durch die Bank bestimmt wird; b) die Schwere des Verlusts («loss severity») bzw. der Verlust beim Kreditausfall («loss given default» LGD) und c) die Kreditsumme («loan exposure»). Somit gilt: EL = PD * LGD * Kreditsumme Während EL dem durchschnittlichen Verlust entspricht, den die Bank für ihr Kreditportfolio erwartet, ist das «ökonomische Kapital» der Puffer, der erforderlich ist, um die auf dem Kreditportfolio unerwartet auftretenden Verluste bis zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit (Vertrauensniveau) aufzufangen (Volatilität des erwarteten Verlusts bzw. Standardabweichung der Verlustverteilung). Das Vertrauensniveau wird durch das Bonitätsziel der Bank bestimmt. Das «ökonomische Kapital» steht in einer Beziehung zum Konzept des «credit value at risk» (CVaR) des Portfolios. Je enger die Ausfallverluste der Schuldner korreliert sind, umso günstiger wirkt sich eine Diversifikation des Kreditportfolios auf die Verlustverteilung aus. Weil das ökonomische Kapital lediglich Verluste repräsentiert, die in einer «angespannten» Marktsituation nur mit geringer Wahrscheinlichkeit eintreten, nehmen die Banken auch eine Schätzung der Verluste vor, die im «worst case» anfallen könnten, und halten für diesen Fall im Sinne einer Verlustvorsorge zusätzliches, d.h. über das ökonomische Kapital hinausgehendes Eigenkapital. Die Aktionäre jedoch nehmen an, dass eine Bank ihr Eigenkapital optimiert und erwarten, dass sie für das Halten der Bankaktie mit einer Rendite δ entschädigt werden, also genau derjenigen Rendite, die der Berechnung der Kosten des ökonomischen Kapitals zugrunde liegt. Mit andern Worten: die Aktionäre erwarten eine höhere Rendite als die Bank im «worst case» ausschütten kann. Es lässt sich leicht zeigen, dass bei einer Festsetzung der Kreditpreise gemäss einem risikoadjustierten Kalkulationssystem der klassische Transmissionsmechanismus von monetären Schocks verstärkt wird. So verschlechtert sich in einer Rezession die Kreditqualität des Kreditportfolios der Banken. Da im Konjunkturabschwung die Ausfallwahrscheinlichkeiten und die systemische Risikokorrelation innerhalb der Kreditportfolios zunehmen, steigen auch die zu erwartenden Kreditverluste. Um diese Entwicklung auffangen zu können, sehen sich die Banken gezwungen, ihr ökonomisches Kapital aufzustocken. Eine Zunahme des erforderlichen Eigenkapitals könnte zudem zu einer Ausweitung der Kreditmargen (Kreditpreis minus risikofreier Zinssatz) führen, was bei einer fallenden Kreditnachfragekurve zwingend zu einer Kürzung der Kreditvergabe führt. Wenn die eben skizzierten Zusammenhänge zutreffen, dürften Veränderungen der Kapitalausstattung für die Wirkung von geldpolitischen Schocks von grösserer Bedeutung sein als bisher angenommen wurde. In früheren Analysen zur Rolle der Kapitalausstattung wurde primär die Beziehung zwischen der Grösse einer Bank und der beschränkten Verfügbarkeit von Kapital betont und die These vertreten, dass kleinere Banken in Rezessionszeiten die Kreditvergabe stärker einschränken als grosse Bankinstitute. Zwar sei nicht bestritten, dass die Grösse einer Bank das für Darlehen verfügbare Kapital beeinflussen kann, aber die restriktivere Kreditvergabe kleinerer Banken ist wohl eher auf die im Vergleich zu grossen Banken schlechtere Schuldnerqualität ihrer Kunden zurückzuführen. Solange die Kapitalkosten positiv sind, sollten die Kreditmargen auf einen Anstieg der Kapitalkosten reagieren. Umgekehrt ist die Situation bei einer Lockerung der Geldpolitik. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten und Kreditverluste nehmen ab, der erforderliche Kapital-

8 46 Spezialanalysen puffer nimmt ab und die Kreditmargen werden geringer. Damit wird angebotsseitig der zinsinduzierte Anstieg der Kreditnachfrage verstärkt. Diese prozyklischen Effekte werden wie bereits ausgeführt unter Basel II voraussichtlich noch stärker. Da insbesondere die grossen schweizerischen Banken bereits seit etwa fünfzehn Jahren ein risiko-adjustiertes System der Kreditpreiskalkulation verwenden, sind die Zeitreihen ausreichend lang (wenn man berücksichtigt, dass rund die Hälfte des Kreditgeschäfts auf die beiden Grossbanken entfällt), um den Einfluss einer Veränderung der Kapitalausstattung einer Bank auf das Kreditwachstum untersuchen zu können (siehe Kapitel 4 und 5). 3 DIE FINANZKRISE 2007/08 UND DIE POLITIK DER SCHWEIZERISCHEN NATIONALBANK (SNB) Der Bankensektor der Schweiz setzt sich aus verschiedenen Kategorien von Banken zusammen, nämlich Grossbanken, Kantonalbanken, Regionalbanken und Sparkassen, Raiffeisenbanken, Auslandbanken sowie übrige Banken (Handels- und Börsenbanken). Die Grossbanken bieten grundsätzlich alle Geschäfte an, insbesondere auch Investment Banking und Vermögensverwaltung. Die Kantonalbanken sowie die Regionalbanken und Sparkassen sind meist in allen Geschäftsfeldern tätig, sind aber im Spar- und Hypothekargeschäft besonders stark präsent. Die Raiffeisenbanken konzentrieren sich vorwiegend auf das klassische Zinsgeschäft mit Hypothekar- und Unternehmenskrediten. Im Jahr 2008 entfielen 61% der gesamten Bilanzsumme des Bankensektors auf die Grossbanken, 13% auf die Kantonalbanken sowie 4% bzw. 3% auf die Raiffeisenbanken sowie die Regionalbanken und Sparkassen. In die restlichen 19% teilten sich die Auslandbanken und die übrigen Banken. Die Grossbanken besitzen im Kreditgeschäft in der Schweiz einen Marktanteil von rund 50%. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist verantwortlich für eine stabilitätsorientierte Geldpolitik und soll auch zur Stabilität des Finanzsystems beitragen. Sie ist «lender of last resort» und stellt den Banken, wenn diese nicht mehr in der Lage sind, ihre Marktoperationen vorzufinanzieren, gegen Kaution Liquiditätshilfen zur Verfügung. Die Subprime- Krise von 2007/08 führte auf dem Interbankenmarkt zu grossem Misstrauen zwischen den Marktpartnern, weshalb sich die SNB gezwungen sah, Liquidität zur Verfügung zu stellen. Angesichts der allgemeinen Marktunsicherheit waren die Banken aus Vorsichtsgründen darauf bedacht, ihre Liquiditätspuffer zu vergrössern. Die Banken stellten einander kaum noch Kredite zur Verfügung, da die üblicherweise als Kaution dienenden «Mortgage-backed Securities» (MBS) mit dem rasanten Fall ihres Marktwerts von der Gegenpartei nicht mehr akzeptiert wurden. Die Krise erreichte ihren Höhepunkt, als eine Schweizer Grossbank auf ihrem Handels- und Treasury-Portfolio, bei denen MBS und ähnliche Papiere dominierten, grosse Verluste verbuchen musste. Die SNB reagierte rasch auf die drohende Krise und schloss die Finanzierungslücke. Die Sichteinlagen der Banken bei der SNB nahmen um nicht weniger als 300% zu. Im Laufe von 2008 kam es dank stark reduzierter Zinssätze zu einem hohen Zufluss an Sichteinlagen und mittelfristigen Bankobligationen, wogegen Termineinlagen stark zurückgingen. Ausserdem wurden Kundeneinlagen in beträchtlichem Mass von den Grossbanken zu den anderen Kategorien von Banken umgeschichtet. Die SNB führte während der Rezession eine äusserst expansive Geldpolitik. Die Marge zwischen dem dreimonatigen Libor und dem «Overnight Index Swap» (OIS), der üblicherweise in der Nähe von null liegt, stieg nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers

9 Sommer im September 2008 auf ein Rekordniveau von 1.7 Prozentpunkte. Die SNB vermochte diese Differenz mittels großzügiger Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität über den Ankauf von in Franken denominierten Unternehmensanleihen wieder auf 0.2% zu reduzieren. In der Subprime-Krise wich die SNB wie viele ausländische Zentralbanken von ihrer orthodoxen, die kurzfristigen Zinssätze steuernden Politik ab und ging angesichts des bereits extrem niedrigen Zinsniveaus zu einer Strategie der sogenannten «quantitativen Lockerung» bzw. «Kreditlockerung» über («quantitative easing»). Mit dieser auf die Expansion der Bankreserven ausgerichteten Strategie wurde darauf verzichtet, den Geldmultiplikator (Verhältnis von M3 zu M0) mehr oder weniger stabil zu halten. Der extreme Anstieg von M0 bzw. die damit verbundene drastische Reduktion des Geldmultiplikators war einmalig in den letzten zwanzig Jahren (siehe Grafik 1) Es stellt sich die Frage, ob die Politik der quantitativen Lockerung genügte, um zu verhindern, dass die Banken die Kredite an Unternehmen des Nichtbanken-Sektors in wesentlichem Mass kürzen. So hatte diese Strategie z.b. in Japan im Zeitraum 2001 bis 2005 keinen großen Erfolg, verharrte doch die Ausgabenneigung in der Realwirtschaft lange Zeit auf tiefem Niveau. Demgegenüber scheint es in der Schweiz trotz der Verlangsamung des Kreditwachstums im Laufe von 2009 gelungen zu sein, eine «Kreditklemme» zu vermeiden Grafik 1 Geldmultiplikator (M3/M0) Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q3 2009

10 48 Spezialanalysen 4 BESTIMMUNGSFAKTOREN DES KREDITWACHSTUMS IN DER SCHWEIZ 4.1 Bisherige Untersuchungen zur Beschränkung des Bankkredits in der Schweiz Die empirische Evidenz zum Bankkredit-Kanal in der Schweiz ist nicht eindeutig. Steudler und Zurlinden (1998) konzentrierten sich auf den Liquiditätsaspekt der Ausleihenstätigkeit und untersuchten, ob kleinere Banken auf monetäre Schocks empfindlicher reagieren als grosse Banken. Gemäss dieser Studie existiert in der Schweiz kein Bankkredit- Kanal, der die Wirkung geldpolitischer Schocks vergrössert. Demgegenüber fanden Bichsel und Perez (2005), welche Daten auf Bankebene verwendeten, dass die Banken bei einer Verschlechterung der Kapitalausstattung die Kreditgewährung einschränkten, und dies auch bei ausreichender Liquidität. Mithilfe eines zweistufigen, dem Ansatz von Kashyap und Stein (2000) vergleichbaren Schätzverfahrens fanden sie heraus, dass die hoch kapitalisierten grossen Banken ihr Kreditportfolio gegen Geldschocks leichter immunisieren können als schlechter kapitalisierte kleineren Banken. Letztere sahen sich überdurchschnittlich häufig gezwungen, die Kreditgewährung einzuschränken. Allerdings ist gegenüber diesen Resultaten Skepsis angebracht, da in der Schweiz auch kleine Banken hoch kapitalisiert sind. So übersteigt das ökonomische Kapital der Banken die regulatorisch festgelegte Grösse im Durchschnitt bei weitem, nämlich in den Jahren 1997 und 2008 um 26% bzw. 46%. Für die grossen Banken waren es nur 10% bzw. 40%, d.h. die kleinen Bankinstitute waren sogar überdurchschnittlich kapitalisiert. Angesichts dieser komfortablen Eigenkapitalpuffer nicht zuletzt auch der kleineren Banken scheint die These wenig überzeugend, wonach die Kreditgewährung der Banken durch eine ungenügende Kapitalausstattung gehemmt wird, und zwar selbst dann, wenn die Banken mit Schwierigkeiten der Finanzierung über den Wertpapierhandel konfrontiert sind. Die empirische Analyse im nächsten Abschnitt deutet jedoch darauf hin, dass diese auf den ersten Blick plausibel erscheinende Beurteilung nicht zutrifft. 4.2 Empirische Analyse des Kreditwachstums in der Schweiz Zur Beantwortung der Frage nach der relativen Bedeutung von angebots- und nachfrageseitigen Faktoren der Kreditgewährung wurde bisher wie aus Abschnitt 4.1 hervorgeht für die Schweiz untersucht, ob allfällige Restriktionen der Kreditvergabe die grossen und die kleinen Banken unterschiedlich stark treffen. Wie im Folgenden dargelegt, verwenden wir einen anderen Ansatz, und zwar sowohl hinsichtlich des Erklärungsmodells als auch des ökonometrischen Verfahrens. Das zweistufiges Schätzverfahren, wie es Bichsel und Perez (2005) verwendeten, ist zwar durchaus ein sinnvolles Prozedere, wenn es darum geht, die angebots- und die nachfrageseitigen Faktoren der Kreditgewährung zu separieren. Aber auch der Einbezug von Umfragedaten, welche die in einem bestimmten Zeitpunkt herrschende Situation einer Bank reflektieren, ist u.e. ein effektiver Weg, um abzuklären, ob und inwieweit Angebotsfaktoren in der Lage sind, Veränderungen des Kreditwachstums zu erklären. Die empirischen Untersuchungen in diesem und im nächsten Kapitel beruhen auf diesem zweiten Ansatz. Im Folgenden geht es darum, die in Kapitel 3 diskutierten Hypothesen darüber, wie der Bankkredit-Kanal eine Rezession verstärken kann und wie die negativen Konjunktureffekte einer vermehrt restriktiven Geldpolitik durch das Verhalten der Banken verstärkt werden können, empirisch zu überprüfen. Zunächst klären wir anhand von Granger-Kausalitätstests ab, ob die von den Banken verwendete Praxis der Kreditvergabe Konjunkturausschläge verstärken kann. Bei diesen Tests berücksichtigen wir vier Variablen, von denen zwei aus der Bankenumfrage

11 Sommer («Verknappung von Kreditgenehmigungen» und «Veränderung der Nachfrage nach Bankkrediten») und zwei aus offiziellen Statistiken («Kurzfristzins» und «Konkurse») stammen. Aus Tabelle 1 geht hervor, dass die Verknappung von Kreditgenehmigungen den Konkursen vorangeht, d.h. gegenüber Letzteren Granger-kausal ist. Auch die Veränderung der Kreditnachfrage wird durch die Verknappung von Kreditgenehmigungen im Sinne von Granger «verursacht». Diese ersten Resultate deuten darauf hin, dass die Kreditvergabe der Schweizer Banken tatsächlich restringierend wirkt, was eine Verstärkung von Konjunkturschwankungen impliziert. Tabelle 1: Granger Kausalität (bi-variate Regressions-Tests) F-Wert Irrtumswahrscheinlichkeit Zeitraum: 1993Q1 2009Q3 Beobachtungen: 63 Lags: 4 Quartale Nullhypothese: Firmenkonkurse verursachen Zinssätze nicht Zinssätze verursachen Firmenkonkurse nicht 6.45* Zeitraum: 2000Q1 2009Q3 Beobachtungen: 35 Lags: 4 Quartale Nullhypothese: Verknappung von Kreditgenehmigungen verursacht Firmenkonkurse nicht 6.69* Firmenkonkurse verursachen Verknappung von Kreditgenehmigungen nicht Zeitraum: 2000Q1 2009Q3 Beobachtungen: 35 Lags: 4 Quartale Nullhypothese: Verknappung von Kreditgenehmigungen verursacht Veränderung der Kreditnachfrage nicht 16.53* 0 Veränderung der Kreditnachfrage verursacht Verknappung von Kreditgenehmigungen nicht Bei mit einem * versehenen F-Werten kann die Nullhypothese mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 1% verworfen werden. Wie in Kapitel 2 gezeigt, wird generell davon ausgegangen, dass eine unzureichende Liquidität und ein Mangel an Eigenkapital die wesentlichen Hemmnisse für die Kreditvergabe der Banken darstellen. Im Falle von Liquiditätsdefiziten führt eine Zinserhöhung zu einem Abfluss von Depositen, der höher ist als die zinsinduzierte Abnahme der Kreditnachfrage. Deshalb muss bei einer Erklärung des Kreditwachstums die Entwicklung der Bankpassiven einbezogen werden, wobei die Finanzierung der Kredite durch Depositen, insbesondere Sichteinlagen, die günstigste Form darstellt. Die Kosten einer Finanzierung durch den Verkauf von Wertpapieren hängen von der Bonität der Bank ab, da bei einem besseren Rating ein geringerer Aufschlag auf dem Libor zu entrichten ist. Das Rating der Bank wird wesentlich beeinflusst durch die Höhe des Kapitals, das die Bank im Sinne eines Puffers über das regulatorisch vorgeschriebene Mass hinaus hält. A priori-aussagen zum Zusammenhang zwischen der Kapitalausstattung und dem Kreditwachstum sind jedoch schwierig, da bei einer Zunahme des Kapitalpuffers zwei gegenläufige Effekte auftreten können. Geht man davon aus, dass dadurch in erster Linie das Rating der Bank verbessert wird, sinken die Kosten der Finanzierung über den Wertpapierhandel, so dass im Zuge einer vermehrt restriktiven Geldpolitik das Angebot an Bankkrediten möglicherweise gar nicht abnimmt. Andererseits erfordert ein risiko-adjustiertes System der Kreditpreiskalkulation, dass die Kosten, die aus dem Halten zusätzlichen Eigenkapitals entstehen, an die neuen Kreditnehmern über höhere Kreditzinsen weitergegeben werden. Ein Anstieg der Kreditmargen müsste bei einer fallenden Kreditnachfrage-Kurve das Kreditwachstum reduzieren. Wie sich ein Anstieg des Kapitalpuffers per saldo auswirkt, ist deshalb eine empirische Frage.

12 50 Spezialanalysen Vor diesem Hintergrund erklären wir im Rahmen einer Regressionsanalyse das aggregierte Kreditwachstum im Zeitraum 3. Quartal 1997 bis 4. Quartal 2008 durch die Veränderung der Niveaus folgender Variablen: Sichtdepositen (D1), Termineinlagen (D2), Interbankdarlehen (D3), Bankobligationen (OBLI: Notes und Bonds), Liquiditätsüberschuss (LIQ/rLIQ) 1 und Eigenkapitalpuffer (EcCap-rCap) 2 Tabelle 2 zeigt die Resultate von OLS- Schätzungen, die einerseits für «alle Banken» und andererseits für das Teilsample «grosse Banken» durchgeführt wurden. Tabelle 2: Bestimmungsfaktoren des Kreditwachstums in der Schweiz für den Zeitraum 3. Quartal 1997 bis 4. Quartal 2008 (OLS-Schätzungen) Alle Banken Grosse Banken Erklärende Variablen Koeffizient t-wert Koeffizient t-wert Konstante 0.02* ** 3.58 Δln(D1) Δln(D2) 0.16* * 2.45 Δln(D3) 0.28** ** 6.31 Δln(OBLI) Δ(LIQ/rLIQ) 0.00** ** 4.02 Δ(EcCAP rcap) 0.15* * 2.02 Δ(EcCAP( 1) rcap( 1)) ΔS * 2.15 ΔS2 0.03* * 2.93 ΔS3 0.04** ** 4.14 Statistische Kennziffern N R Adj. R SER SSR F-Wert 11.94** 12.00** Durbin-Watson Zur Definition der Variablen siehe den Text. S1 bis S3 sind Dummyvariablen zur Korrektur saisonaler Effekte. Koeffizienten, die bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% bzw. 1% signifikant von Null verschieden sind, werden mit * bzw. ** gekennzeichnet. Der Durbin-Watson liegt zwar unter dem kritischen Wert, so dass man Autokorrelation vermuten könnte, was jedoch im Lichte weiterer Tests nicht der Fall ist. Tabelle 2 zeigt, dass die Veränderung der Interbankdarlehen das Kreditwachstum am stärksten beeinflusste. Aufgrund der in der Subprime-Krise von 2007/08 gestiegenen Unsicherheit auf den Kapitalmärkten trocknete diese Finanzierungsquelle weitgehend aus und die Banken erhöhten ihre Präferenz für Liquidität (siehe Grafik 2), um sich gegen einen allfälligen Run der Kunden auf ihre Depositen zu wappnen. Die höhere Nachfrage nach Liquidität wurde durch die SNB in erheblichem Mass befriedigt, aber der negative Koeffizient der Liquiditäts-Variablen deutet darauf hin, dass Liquiditätsengpässe bei den Banken noch immer ein gewisses Problem darstellten; so nahm das Kreditwachstum wie die Grafik zeigt weiter ab. Die Veränderung des (unverzögerten) Eigenkapitalpuffers 1 LIQ/rLIQ: Liquide Geldmittel (LIQ) in Relation zur erforderlichen Liquidität (rliq), wobei letztere 33% der kurzfristigen Passiva ausmacht plus die zusätzliche Liquidität gemäss Art. 19 der Bankverordnung plus die für den Einlegerschutz erforderlichen Mittel. 2 EcCap-RCap: Ökonomisches Kapital (EcCap) minus die regulatorische Mindestausstattung mit Kapital (rcap), d.h. 8% der risikogewichteten Aktiven.

13 Sommer wirkt sich ebenfalls negativ auf das Kreditwachstum aus. Dies dürfte widerspiegeln, dass in der Rezession die Schätzung der erwarteten Kreditverluste laufend nach oben angepasst werden musste. Die Resultate für die grossen Banken weichen nur unwesentlich von jenen für alle Banken ab. Dies impliziert, dass grosse und kleine Banken kein unterschiedliches Verhalten aufweisen bzw. dass die kleinen Banken bei der Kreditvergabe keinen stärkeren Restriktionen unterworfen waren als die grossen. Grafik 2 Entwicklung der Kredite und Depositen in der Schweiz von 1990 bis Mio SFr Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Q Darlehen Sichteinlagen Termineinlagen Interbankeinlagen Hypothetkardarlehen 5 DIE BESTIMMUNGSFAKTOREN DES KREDITWACHSTUMS IM INTERNATIONALEN VERGLEICH EINE PANELANALYSE Die empirischen Ergebnisse für die Schweiz zeigen, dass das Wachstum der Bankkredite im Wesentlichen vom Wachstum der Bankeinlagen, insbesondere der Interbank-Darlehen, sowie von Kapital- und Liquiditätsrestriktionen bestimmt wird. Diese Faktoren widerspiegeln im Wesentlichen die Angebotseite der Kreditgewährung. Die Resultate stehen im Einklang mit der Hypothese, dass das Verhalten der Banken einen Wirtschaftsabschwung noch verstärkt. In Anbetracht dessen, dass sich die Modellschätzung auf einen relativ kurzen Zeitraum stützt, d.h. auf Quartalsdaten für nur elf Jahre, soll die Robustheit der Resultate durch Einbezug anderer Länder überprüft werden. Konkret führen wir mit Daten für die Schweiz, die USA, die Eurozone und Japan eine Panelschätzung durch, also eine Kombination einer Zeitreihen- und Querschnittsanalyse. Das zugrunde liegende Panel ist unvollständig («unbalanced panel»), da die Zeitreihen

14 52 Spezialanalysen nicht für alle Länder zum gleichen Zeitpunkt beginnen. Die längsten Zeitreihen (Quartalsdaten) stehen für die USA zur Verfügung (ab 1990), die kürzesten für die Eurozone (ab 2003). Das Panel deckt den Zeitraum vom 1. Quartal 1990 bis zum 3. Quartal 2009 ab. Das verwendete Modell erklärt das Kreditwachstum mit der Veränderung der Depositen (D) und des Kurzfristzinses (kzins) sowie mit zwei aus den Bankenumfragen der einzelnen Länder bzw. Wirtschaftsregionen stammenden Variablen (Saldi aus Plus- und Minus- Meldungen), welche angebotsseitige bzw. nachfrageseitige Faktoren des Kreditwachstums approximieren. Die Angebotsseite wird erfasst durch den «Restriktionsgrad der Kreditgewährung» (Variable TIGHT; positiver Saldo: «Bedingungen für Kreditzusagen haben sich verschärft»). Die Nachfrageseite wird abgebildet durch die «Veränderung der Kreditgesuche» (Variable DEMAND; positiver Saldo: Zunahme). Nähere Angaben zu den Daten und Datenquellen finden sich im Anhang. Für die beiden Umfrage-Variablen berücksichtigen wir länderspezifische Einflüsse, während für die Veränderung der Depositen ein für alle Länder gemeinsamer Koeffizient geschätzt wird. Bei allen Variablen verwenden wir die um ein Quartal verzögerten Werte, bei D und kzins auch jene der laufenden Periode. Das Modell wird vervollständigt durch «Länder-Fixed-Effects», welche alle länderspezifischen, nicht explizit spezifizierten Einflussfaktoren erfassen sollen. Die Schätzergebnisse finden sich in Tabelle 3. Wir konzentrieren uns hier auf die Resultate für die Variablen TIGHT und DEMAND, da diese Aussagen zur Bedeutung der angebots- und nachfrageseitigen Faktoren der Kreditvergabe ermöglichen. In den USA und in der Euro-Zone dominiert die Veränderung des Kreditangebots eindeutig, für die wir ein signifikant negatives Vorzeichen finden, während die Nachfrage keinen Einfluss auf das Kreditwachstum ausübt. Gerade umgekehrt ist die Situation in Japan. In der Schweiz stehen tendenziell ebenfalls die Angebotsfaktoren im Vordergrund, wobei dieses Resultat statistisch weniger gut gesichert ist als jenes für die USA bzw. die Euro-Zone. Die Schätzergebnisse implizieren, dass mit Ausnahme von Japan der Bankkredit-Kanal wirksam ist, d.h. den Einfluss von Geldschocks auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage über den klassischen, auf Veränderungen des Zinssatzes laufenden Transmissionsmechanismus hinaus verstärkt. Dass in Japan der Nachfrageeffekt dominiert, steht im Einklang mit der Erfahrung Japans in den 1990er Jahren, als es trotz niedrigen Zinssätzen nicht gelang, die Wirtschaft wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückzuführen. Der Bankensektor war damals nicht in der Lage durch ein steigendes Kreditangebot den monetären Transmissionsmechanismus zu verstärken, da die Wirtschaft in einer Liquiditätsfalle gefangen und die Kreditnachfrage des privaten Sektors angesichts stagnierender Umsätze und Einkommen gering war. In Japan war also das Kreditwachstum nachfragerestringiert. Die Banken leisteten keinen Beitrag zur Verstärkung der geldpolitischen Impulse, da sie angesichts ihrer Unterkapitalisierung und der hohen Kreditverluste die Zinssenkungen nicht an ihre Kunden weitergaben.

15 Sommer Tabelle 3: Bestimmungsfaktoren des Kreditwachstums für den Zeitraum 3. Quartal 1990 bis 3. Quartal 2009 (Panelschätzung mit Daten für die USA, die Euro-Zone, die Schweiz und Japan; Pooled Estimated Generalised Least Squares [EGLS]) Erklärende Variablen Koeffizient t-wert Konstante 0.007** 3.47 Δln(D) 0.125** 3.57 Δln(D(-1)) 0.136** 3.58 Δ(kZINS) Δ(kZINS(-1)) USA-TIGHT(-1) 0.025** 3.07 EURO-TIGHT(-1) 0.022** 3.07 CH-TIGHT(-1) JAP-TIGHT(-1) USA-DEMAND(-1) EURO-DEMAND(-1) CH-DEMAND(-1) JAP-DEMAND(-1) 0.027* 2.47 Länder-Fixed Effects (Cross) USA EURO CH JAP Anzahl Beobachtungen N 77 N gepooled 175 Statistische Kennziffern Gewichtet 1 R Adj. R SER SSR F-Wert Prob (F-Wert) Durbin Watson Querschnittsgewichtet

16 54 Spezialanalysen 6 FAZIT Die Analyse zielte darauf ab zu zeigen, ob und inwieweit die Kreditvergabe der Banken den Einfluss von Rezessionen sowie von Veränderungen des geldpolitischen Restriktionsgrades auf die Gesamtnachfrage verstärken bzw. dämpfen. Dabei stand die Frage im Vordergrund, ob die Liquidität und/oder die Kapitalausstattung der Banken bindende Restriktionen der Kreditvergabe darstellen. Anhand von Daten zu Krediten, Depositen sowie Informationen aus Umfragen zu den Kreditkonditionen und den Darlehensanträgen für die letzten zwanzig Jahre finden wir, dass vor allem in den USA und der Euro-Zone, aber auch in der Schweiz eine Verknappung des Kreditangebots das Kreditwachstum restringierte, während in Japan das Kreditwachstum primär durch die Kreditnachfrage bestimmt wurde. Gemäss der spezifisch der Schweiz gewidmeten Teilanalyse scheinen Interbank-Einlagen die wichtigste Form der Finanzierung des Kreditwachstums zu sein. Im Weiteren wird die Kreditvergabe erheblich gebremst durch eine Erhöhung der Liquidität, die aus Gründen der Vorsicht, z.b. als Absicherung gegenüber einem allfälligen Run der Kunden auf ihre Depositen, vorgenommen wird. Auch eine Zunahme des Bankkapitals über die Mindesterfordernisse hinaus im Sinne eines Puffers gegen die in Rezessionsphasen wachsenden (erwarteten) Kreditverluste, allenfalls verbunden mit einer Erhöhung der Kreditmargen (keine Weitergabe von Zinssenkungen an die Bankkunden), schränkt das Kreditwachstum ein. Insgesamt gelangen wir zum Schluss, dass in der Schweiz die Banken durch ihr Verhalten bei der Kreditvergabe den über Veränderungen der Zinsen laufenden Transmissionsmechanismus von Geldschocks wesentlich verstärken. Zudem können sie eine Rezession verschärfen, wenn nicht die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger rechtzeitig Liquiditätsengpässen entgegenwirken. Der Bankkredit-Kanal ist also in der Schweiz durchaus wirksam, wofür bisher wenig Evidenz bestand. Im Weiteren zeigt die Studie, dass es verfehlt ist, das Kreditwachstum ausschliesslich über angebotsseitige oder nachfrageseitige Faktoren zu erklären. Denn nicht nur spielen in der Regel beide Faktoren eine Rolle, sondern die beiden sind auch miteinander verknüpft. So beeinflusst die Kapitalausstattung der Bank nicht nur den Restriktionsgrad der Kreditbedingungen, sondern über den Zusammenhang mit dem Kreditpreis auch die Nachfrage nach Bankdarlehen. Unter diesen Umständen überrascht es nicht, dass wir keine Evidenz dafür finden, dass sich grosse und kleine Banken bei der Kreditvergabe unterschiedlich verhalten bzw. unterschiedlichen Restriktionen unterliegen. Im Lichte der in dieser Studie aufgezeigten Zusammenhänge erweist sich die Politik der SNB als angemessen. So war es dem «quantitative easing» zu verdanken, dass während der Subprime-Krise eine drohende Kreditklemme weitgehend verhindert werden konnte. Überdies konnte die Schweiz von einem auch noch in der Rezession relativ gesunden Immobilienmarkt profitieren, der zudem durch die Zinssenkungen der SNB gestützt wurde. Da nun die wirtschaftliche Erholung im Gange ist, dürften die Unternehmenskredite ebenfalls wieder wachsen. Wie alle Zentralbanken muss in näherer Zukunft auch die SNB dafür sorgen, dass die Zinsen rechtzeitig wieder auf ein «normales» Niveau zurückgeführt werden, da sonst die Bankenliquidität und damit das Kreditwachstum so stark steigen wird, dass ein unerwünschter Inflationsdruck entsteht.

17 Sommer LITERATURVERZEICHNIS Altunbas, Y., Fazylow, O. und P. Molyneux (2002): Evidence on the Bank Lending Channel in Europe, Journal of Banking and Finance, 26(11), Bernanke, B. und A. Blinder (1988): Credit, Money and Aggregate Demand, American Economic Review, 78, Bernanke, B. und M. Gertler (1989): Agency Costs, Net Worth, and Business Fluctuations, American Economic Review, 79, Bichsel, R. und J. Perez (2005): In Quest of the Bank Lending Channel: Evidence for Switzerland Using Individual Bank Data, Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, 141(2), Gambacorta, L. und P.E. Mistrulli (2003): Bank Capital and Lending Behaviour: Empirical Evidence for Italy, Working Paper 486, Economic Research Department, Bank of Italy, Rome. Graff, M. und R. Etter (2004): Coincident and Leading Indicators of Manufacturing Industry: Sales, Production, Orders and Inventories in Switzerland, Journal of Business Cycle Measurement and Analysis, 1(1), Kakes J. und J.E. Sturm (2002): Monetary Policy and Bank Lending: Evidence from German Banking Groups, Journal of Banking & Finance, 26, Kashyap, A. und J. Stein (2000): What Do a Million Observations on Banks Say about the Transmission of Monetary Policy? American Economic Review, 90, Milne A. und G. Wood (2009): The Bank Lending Channel Reconsidered, Research Discussion Paper, Bank of Finland, Helsinki. Stein, J. C. (1998): An Adverse Selection Model of Bank Asset and Liability Management with Implications for the Transmission of Monetary Policy, Rand Journal of Economics, 29(3), Steudler, O. und M. Zurlinden (1998): Monetary Policy, Aggregate Demand, and the Lending Behaviour of Bank Groups in Switzerland, BIS Conference Papers, Vol. 6, Topics in Monetary Policy Modelling, Bank for International Settlements, Basel, pp Van den Heuvel, S. (2002): The Bank Capital Channel of Monetary Policy, mimeo, Wharton School, University of Pennsylvania, Philadelphia (PA).

18 56 Spezialanalysen ANHANG Datenbasis Die Daten für die Schweiz zu den Darlehen und den Depositen, welche die Interbank- Einlagen sowie die Sicht- und Termineinlagen von Nichtbanken umfassen, sowie zur Liquidität und zur Kapitalausstattung stammen von der Schweizerischen Nationalbank (SNB). (siehe: In den Panelschätzungen verwenden wir auch Informationen aus der KOF-Bankenumfrage, nämlich zur Veränderung der Kreditnachfrage von KMU im Inland und zur Veränderung des Volumens der bewilligten Kredite. In beiden Fällen werden die Unternehmen gefragt, die beiden Messgrössen mit dem Vorquartal zu vergleichen, wobei den Umfrageteilnehmern folgende Antwortmöglichkeiten zur Verfügung stehen: a) deutlich höher, b) höher; c) unverändert, d) etwas niedriger, e) viel niedriger. Wenn der Anteil der befragten Unternehmen, die mit (a) oder (b) antworten, höher ist als der Anteil jener, die (d) oder (e) melden, ist der prozentuale Saldo positiv (und vice versa). Verfügbar sind diese Saldi seit dem 1. Quartal Die Zeitreihen wurden mit dem X12-Verfahren saisonbereinigt. Für die Schweiz weichen die Umfragedaten von jenen für die USA, die Euro-Zone und für Japan etwas ab, die Unterschiede sind jedoch im Hinblick auf die vorliegende Analyse nicht gravierend. Für die USA verwenden wir die vierteljährlichen Daten zu den Aktiva und Passiva der Geschäftsbanken, die vom FED erhoben werden (siehe: Im Weiteren stützen wir uns auf Informationen aus dem «Senior Credit Officer Survey on Bank Lending Practices» des FED zu den inländischen Kommerzdarlehen («Corporate Credit Loans (C&I)»). Wir berücksichtigen die Antwortsaldi zu den beiden Fragen «Veränderung des Restriktionsgrads der Kreditbedingungen» (positiver Saldo: Verschärfung) und «Veränderung der Nachfrage nach Kommerzkrediten» (positiver Saldo: Zunahme). Die Zeitreihen reichen bis zum 1. Quartal 1990 zurück. Für die Euro-Zone entnehmen wir der Website der EZB die vierteljährlichen Angaben zu den Darlehen und Depositen ab 1999 (siehe bsheets). Die Kreditumfrage der EZB beginnt erst im Jahr 2003, was die Qualität der Datenanalyse etwas beeinträchtigt. Das Design der Umfrage ist vergleichbar mit jenem des FED zur Erfassung von Veränderungen des Restriktionsgrads der Kreditbedingungen und der Veränderung der Nachfrage nach Kommerzkrediten. Für Japan stützen wir uns auf die seit 1993 verfügbaren Informationen zu den Darlehen und Depositen aus dem «Loan Survey of Japan» (siehe die Website der japanischen Notenbank: Die Umfragedaten zu den Krediten entstammen einer Erhebung, deren Design den Kreditumfragen des FED und der EZB entspricht. Die Daten zu den kurzfristigen Zinssätzen basieren für alle Länder auf den Angaben von Datastream (Thomson Reuters).

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