Der Tiger verliert den Biss Irland fällt beim Einkommen pro Kopf wieder hinter die Schweiz zurück vielleicht lag es gar nie vorne.

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1 AVENIR SUISSE + INFORMATIONSBULLETIN + NUMMER 1 / JANUAR ERSCHEINT 4-MAL JÄHRLICH Vermögensverwaltung: Die Ausländer ziehen ab 2 Bauzonen: Wie sich mehr Raum schaffen lässt 3 Verschuldung: Aufgeblähte Schuldenblasen 4/5 Lehrstellen: Bei neuen Dienstleistern herrscht Leere 6 Hochschulen: Viel Reden ums Denken 7 Eurokrise r Europa auf Kredit Die überschuldeten Staaten können kaum aus Euroland austreten. Und sie dürfen nicht, weil sie mit ihrer Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit die Banken der anderen Länder gefährden würden. Fast alle Staaten im Westen kämpfen seit der Finanzkrise mit gewaltigen Schulden, wie die Übersicht auf den Seiten 4 und 5 zeigt. Besonders betroffen sind die überschuldeten Staaten in Europa, die PIIGS: Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien. Da sie zu Euroland gehören, können sie ihre Währungen nicht mehr abwerten, um wieder an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Weshalb geben sie nicht einfach den Euro auf und führen wieder die eigene Währung ein? Ein solcher Schritt hätte gewaltige Folgen für das Land, das ihn wagt. Mit der Einführung einer neuen, schwachen Währung müsste es wohl den Staatsbankrott erklären, weil es die Schulden in Euro nicht zurückzahlen könnte. Das Land würde deshalb kaum mehr Gläubiger finden, wenn es an den Kreditmarkt zurückkehren muss. Vor allem aber können die anderen Länder den Abschied eines Staates aus dem Euroraum nicht zulassen, weil sie noch weit härter getroffen würden. Den Grund zeigt die Grafik: Die Banken vor allem von Frankreich und Deutschland sind die grössten Gläubiger der überschul- deten Staaten. So halten französische Banken einen Viertel der spanischen, mehr als einen Drittel der griechischen und fast die Hälfte der italienischen Schulden, und nur wenig geringere Anteile finden sich bei den deutschen Banken. Die französische und die deutsche Regierung stecken also im Dilemma: Sie müssen die überschuldeten Länder retten oder ihre Banken. Wachstum Der Tiger verliert den Biss Irland fällt beim Einkommen pro Kopf wieder hinter die Schweiz zurück vielleicht lag es gar nie vorne. PIIGS: Die Schweizer haben Schwein ANTEIL AN KREDITEN IN PROZENT GRIECHENLAND IRLAND Französische Banken sind die grössten Gläubiger von Griechenland (36%) und Italien (47%), deutsche Banken von Spanien (25%) und Irland (27%). Dagegen vergaben die Schweizer Banken, deren Kredite 7 Prozent des Totals ausmachen, nur zwischen 1 Prozent (Portugal) und 4 Prozent (Irland) an diese Länder. Ulrich Kohli, damals Chefökonom der Nationalbank, erregte vor sechs Jahren Aufsehen: Er zweifelte an einer Tagung von Avenir Suisse daran, dass Irland die Schweiz beim Einkommen pro Kopf überholt habe. Denn die Statistik missachte, dass in der Schweiz das Bruttonationaleinkommen (BNE), das auch die Erträge der Schweizer aus dem Ausland umfasst, im Gegensatz zu den meisten Ländern höher liegt als das Bruttoinlandprodukt (BIP). Der Ökonom, inzwischen Professor in Genf und Senior Fellow bei Avenir Suisse, bekam mit seiner Aussage Recht. Die irische Wirtschaft brach in der Krise bis Ende 29 um 17 Prozent ein, so stark wie keine andere im Westen. Das bewunderte Wachstum des «keltischen Tigers», zeigt sich jetzt, beruhte auf der Auslandverschuldung und auf der Aufblähung der Immobilienbranche auf 2 Prozent des BIP in der Schweiz, wo ebenfalls eine Überhitzung droht, macht sie nur 5 Prozent aus. ITALIEN Einkommen: Schweizer Wohlstand aus Ausland EINKOMMEN PRO KOPF IN TSD. USD BNE SCHWEIZ 2 PORTUGAL IRLAND UK DEUTSCHLAND ÜBRIGE FRANKREICH BIP IRLAND BIP SCHWEIZ SPANIEN SCHWEIZ BNE IRLAND NIEDERLANDE Beim BIP pro Kopf hat die Schweiz Irland wieder überholt. Beim Volkseinkommen BNE, das nur 28 einbrach, lag sie immer deutlich vorn. Quellen: BIZ Bankenstatistik Quellen: OECD, eigene Berechnungen Seite 1 JANUAR 211

2 Quelle: BSV IV-Statistik IV Schluss mit Schwindel Invalide sollen keine Rente mehr bekommen, wenn sich für ihre Beschwerden keine objektivierbare Ursache findet. Ein Schleudertrauma allein kann nicht mehr zu einer Invalidenrente führen: Mit diesem Entscheid stoppte das Bundesgericht im Sommer 21 eine Epidemie, die es vor zwanzig Jahren selber ausgelöst hatte sprach es einem KV-Lehrling eine Rente zu, weil er nach einem Töffliunfall angeblich am «typischen bunten Beschwerdebild» eines Schleudertraumas litt, obwohl sich keine Ursache dafür fand. An solchen Beschwerden mit «unklarer Kausalität» litten immer IV-Renten: Epidemie der unklaren Leiden NEUE IV-RENTNER NACH URSACHE IN TSD NERVEN UNFALL KNOCHEN GEBURT ANDERE PSYCHE Vor allem wegen der Zunahme der Fälle, für deren zumeist psychische Beschwerden sich keine objektivierbare Ursache fand, explodierte die Zahl der Neurentner bis 22. mehr Patienten, auf dem Höhepunkt 22 zwei Drittel der Neurentner. Das Bundesgericht anerkannte aber seit 24 Schmerzstörungen nicht mehr als Grund für eine IV- Rente. Und aufgrund der 6. IV-Revision sollen auch die laufenden Renten für solche Fälle überprüft werden. Wer keine Rente mehr erhalte, rutsche in die Sozialhilfe ab, lamentieren die Kritiker. Sie verschweigen: Die Sozialdienste missbrauchten zwei Jahrzehnte lang die IV, um Klienten abzuschieben, deren Beschwerden nie eine Rente rechtfertigten. Vermögensverwaltung e e r n g Die Ausländer ziehen ab Nach dem Einbruch in der Finanzkrise wachsen die Vermögen wieder, die von den Schweizer Banken verwaltet werden. Der Anteil der Gelder von ausländischen Privatkunden nimmt aber schon seit zehn Jahren stetig ab. Droht in der Schweiz ein Bankensterben, wenn neue Regeln gelten? Die Medien schlagen Alarm: Wenn die Schweiz für die Vermögen von ausländischen Bankkunden eine Abgeltungssteuer einführt, könnten viele kleine Banken nicht mehr mithalten. Was hat es damit auf sich? Aus der Grafik lassen sich unterschiedliche Schlüsse ziehen. Beruhigend ist, dass sich die Summe der verwalteten Vermögen nach dem Einbruch in der Finanzkrise erholt hat: Sie stand 29 wieder auf gut 4 Billionen Franken, ein Drittel mehr als zehn Jahre zuvor. Beunruhigend ist allerdings, dass die Vermögen von Privatkunden insgesamt nicht wuchsen, weil jene der Ausländer gegenüber dem Höchststand von 1,8 Billionen im Juni 27 um mehr als 4 Prozent zurückgingen. Die Privatkunden aus dem Ausland zogen also wegen der Unsicherheit um das Bankgeheimnis Geld ab. Die Bestände der institutionellen Anleger, für die das Spitäler Vermögen: Schwindendes Vertrauen Insgesamt verwalten die Schweizer Banken gut vier Billionen Franken an Vermögen, ein Drittel mehr als vor zehn Jahren. Dies allerdings nur dank dem Zuwachs bei den institutionellen Anlegern. Der Anteil der ausländischen Privatanleger (rechte Skala) ist von fast 3 auf 15 Prozent stark zurückgegangen. Bankgeheimnis keine Bedeutung hat, wuchsen dagegen die Leistung der Banken scheint also zu stimmen. Die gute Nachricht ist: Die Vermögen von ausländischen Privatkunden machen, nachdem sich ihr Anteil fast halbiert hat, nur noch 15 Prozent aller Gelder auf den Schweizer Banken aus. Und die schlechte: Vor allem den kleinen Vermögensverwaltern droht eine Konsolidierung nicht ein Massensterben, aber eine schmerzhafte Flurbereinigung. Vergleichen, um die Qualität zu verbessern Die Schweizer Spitäler legen ihre Daten nicht gerne offen, weil sie sich dem Vergleich nicht stellen wollen. Erste Erhebungen zeigen auch für die Schweiz den Zusammenhang zwischen Fallzahlen und Qualität. Das Schweizer Gesundheitswesen braucht dringend mehr Transparenz, auch bei der Qualität: Nur so lassen sich Strukturveränderungen wie Schliessungen von Abteilungen oder ganzen Spitälern anstossen. 29 veröffentlichte das Bundesamt für Gesundheit im Rahmen einer Pilotstudie erstmals Qualitätsindikatoren von 29 Spitälern, 21 gab es die zweite Studie heraus, an der 65 Spitäler teilnahmen. Schon bei der ersten Publikation wurde das Zahlenwerk kritisiert: Der strenge Fokus auf Mortalitätsraten könne die Spitäler dazu verleiten, schwerere Fälle nicht mehr zu behandeln oder Patienten zuhause sterben zu lassen. VERWALTETE VERMÖGEN IN BILLIONEN CHF ANTEIL AUSL. PRIVATKUNDEN AM TOTAL 1 INLÄNDISCHE PRIVATKUNDEN INSTITUTIONELLE ANLEGER Doch zugleich fördert der Mangel an Qualitätstransparenz die Strukturerhaltung. Studien zeigen den engen Zusammenhang zwischen Fallzahlen und Qualität. Müssten kleinere Spitäler ihre Qualität und/oder ihre Fallzahlen offenlegen, liessen sich ihr breiter Leistungskatalog oder sogar der gesamte Betrieb kaum rechtfertigen. Die nun veröffentlichten Daten für die Behandlung von Herzinfarkten im Jahr 27 weisen tendenziell auf einen (schwachen) negativen Zusammenhang zwischen Fallzahlen und Mortalitätsraten hin. Die Aussagekraft der Daten ist beschränkt, doch immerhin wurde ein erster Schritt zur Transparenz gemacht. KOMMERZIELLE KUNDEN AUSLÄNDISCHE PRIVATKUNDEN Qualität: Je mehr Fälle, desto besser STAND. MORTALITÄTSRATE 2, 1,5 1,,5 Die Mortalitätsrate nimmt bei höheren Fallzahlen tendenziell ab obwohl die grossen Spitäler schwerere Fälle behandeln ANTEIL IN PROZENT ANZAHL FÄLLE Quelle: SNB Statistisches Monatsheft Quelle: BAG, eigene Berechnungen JANUAR 211 Seite 2

3 Bauzonen n Wie sich mehr Platz schaffen lässt Die Baulandreserven sind falsch verteilt, sie sind in den Städten zu klein und auf dem Land häufig zu gross. Das gefragte Bauland liesse sich verschieben, wenn der Staat den Mehrwert abschöpfte, den er bei Einzonungen schafft, und damit bei Rückzonungen die Landeigentümer entschädigte. Nur in wenigen Ländern im alternden Europa wächst die Bevölkerung noch. Dazu gehört die Schweiz. Seit 198 nahm ihre Einwohnerzahl aufgrund der Zuwanderung um 1,5 Millionen bzw. um 5 Personen pro Jahr zu. Im langfristigen Trend muss also jährlich eine Stadt von der Grösse Luganos über das Land verteilt neu gebaut werden. Wie das Bundesamt für Raumentwicklung berechnet, liessen sich in den noch nicht überbauten Bauzonen weitere 1,4 bis 2,1 Millionen Einwohner unterbringen. Allerdings liegen die Reserven nicht dort, wo die Menschen hinziehen, wie die Grafik zeigt: Städte verfügen über zu wenig, ländliche Gemeinden häufig über zu viel Bauland. Gemeindefusionen e e i n e n Bauzonen: Am falschen Ort Bauzonen (in ha) zu klein: 23 bis bis 1 1 bis 5 5 bis 1 1 bis zu gross: bis 1 1 bis 5 5 bis 1 1 bis bis 23 Auf den verfügbaren Baulandreserven in der Schweiz können weitere zwei Millionen Menschen wohnen. In Gemeinden mit weissen Punkten meist nahe der grossen Städte übersteigt die erwartete Nachfrage nach Bauland in den nächsten Das Verkleinern überdimensionierter Bauzonen unterbleibt bisher aufgrund der Kosten. Rückzonungen sind eine materielle Enteignung und müssen vom Staat voll entschädigt werden. Die Bauzonen liessen sich aber räumlich «verschieben», wenn der Planungsmehrwert abgeschöpft würde. Durch Einzonungen werden enorme Werte geschaffen: Die Umwidmung von Landwirtschafts- in Bauland kann den Wert verzehn- bis verhundertfachen. Bei diesen Wertsteigerungen handelt es sich um eine Beamte auf der Stör Die Gemeinden, zu denen sich Talschaften zusammenschliessen, bieten dank einer mobilen Verwaltung oft mehr Bürgernähe. In den letzten zehn Jahren gab es in der Schweiz so viele Gemeindefusionen wie in den 15 Jahren zuvor. Zusehends kommt es dabei nicht mehr nur zu Zusammenschlüssen von Nachbargemeinden, sondern auch zu Gruppenfusionen, so in Talschaften im Berggebiet. Gerade in diesen oft strukturschwachen Gebieten erhofft man sich von den Fusionen Kosteneinsparungen, eine effizientere Verwaltung und eine bessere Positionierung im Standortwettbewerb. Die Talschaften als natürliche funktionale Räume verfügen häufig über eine gemeinsame Identität, die die Fusionen begünstigt. Dabei muss auch die Bürgernähe nicht verloren gehen sie lässt sich im Gegenteil mit innovativen Lösungen sogar stärken. So führte die Gemeinde im Val d Anniviers, zu der sich 29 sechs Gemeinden zusammenschlossen, eine «nomadisierende Verwaltung» ein, die Sprechstunden in verschiedenen Dörfern abhält, und jene im Val de Travers bietet sogar Hausbesuche für ältere oder weniger mobile Bürger an. Val d Anniviers: Beamte als Nomaden GRIMENTZ CHANDOLIN ST.-LUC AYER HAUPTVERWALTUNG NEBENSTELLE (TECHNIK) NEBENSTELLE (FINANZEN) 5 KM VISSOIE Im Val d Anniviers teilt sich die Gemeindeverwaltung, mit unterschiedlichen Aufgaben, auf in die Hauptverwaltung in St.-Luc und die beiden Nebenstellen in Ayer und Grimentz. Dazu kommen Lokalbüros in Chandolin, Vissoie und St.-Jean, die einen halben Tag in der Woche besetzt sind. 2 Jahren das Angebot. Der Rest des Landes ist weitgehend orange, d.h., dort gibt es mehr Bauland als in den nächsten 2 Jahren benötigt wird. Diese Bauzonen sind gemäss Raumplanungsgesetz überdimensioniert. ST.-JEAN Quellen: BIZ, Jahresbericht; eigene Darstellung «Rente», denn der Planungsmehrwert entsteht nicht durch eine wertschöpfende Handlung des Eigentümers, sondern nur durch einen staatlichen Verwaltungsakt. Daher sollte er zumindest teilweise abgeschöpft werden. Schliesslich ist die Allgemeinheit bei Rückzonungen auch zur Entschädigung des Planungsminderwerts verpflichtet. Gemäss einer Befragung der Kantonsplaner durch Avenir Suisse wurden in den letzten drei Jahren gesamtschweizerisch hochgerechnet 1895 ha (19 km 2 ) neu eingezont. Dies entspricht einem jährlichen Durchschnitt von etwa 63 ha. Bei einem Planungsmehrwert von 3 Franken pro Quadratmeter wurde demzufolge ein Gesamtplanungsmehrwert von 1,9 Milliarden Franken im Jahr geschaffen und das jedes Jahr. Würde ein Teil des Mehrwerts flächendeckend abgeschöpft, beispielsweise 3 5 Prozent, liessen sich grossflächige Rückzonungen finanzieren. Die Mehrwertabgabe ist seit 198 vom Raumplanungsgesetz (RPG) vorgesehen, wird aber von den Kantonen kaum angewendet. In der laufenden RPG-Revision ist daher eine Verschärfung des Mehrwertartikels vorgesehen. Quelle: Fahrländer Partner 28 Seite 3 JANUAR 211

4 31,5% USA 157,8% 48,1% 39,5% 28 7,6% 63,8% IRLAND 14,2% 38,7% 27,5% 395% 19,3% 242 2,5% USA: Die gesamte Bruttoaussenschuld ist mit 96 Prozenten des BIP eher gering, nur 19 Prozent entfallen auf die Banken. Aber die Staatsverschuldung verdoppelt sich bis 215 auf 111 Prozent. 43,7% 27,7% 16,2% 31,3% 2,1% 49,8% 84,7% 68 5,5% 1,3% 31,3% SPANIEN FRANKREICH 3,1% 4,% 3,8% 4,2%.2% 64,7% BRASILIEN 1,1% 31,8% 48,4% 31,9% 4% 31,9% 16,4% 26,4% 9,5% 65,4% Spanien: Der Schock der Finanzkrise und des Platzens der Immobilienblase lässt die zuvor vorbildlich tiefe Staatsverschuldung von 36 Prozent (27) auf 82 Prozent (215) hochschnellen. 6 PORTUGAL Verschuldung u Aufgeblähte Schuldenblasen Die Staaten haben das Beben im globalen Finanzsystem zwar überwunden, aber zu einem hohen Preis: Sie schlitterten zumeist schon überschuldet in die Krise und stehen deshalb nach dem Retten der Banken und dem Ankurbeln der Wirtschaft selber am Rand der Pleite. Auf der globalen Karte der Verschuldung prangt der kleine keltische Tiger als Gigant. Denn die Bruttoaussenschuld von Irland betrug im Sommer 21 nicht weniger als 144 Prozent des Bruttoinlandprodukts, gegenüber nur 96 Prozent bei den USA, die in dieser Darstellung als Zwerg erscheinen. Die Grafik zeigt aber auch, dass sich die Iren nicht für ihren Staat verschuldeten: Dessen Kredite aus dem Ausland machten noch Mitte des letzten Jahres mit 48 Prozent nur ein Zwanzigstel der gesamten Aussenschuld aus. Die Banken sind das Schwergewicht und das Problem. In der Finanzkrise des Herbstes 28 gab Irland für seine Banken eine umfassende Garantie ab. Dafür muss der Staat jetzt einstehen: Seine Verschuldung, die auf dem Höhepunkt des Booms nur 25 Prozent betrug, vervierfacht sich deshalb. Die Krise in Irland veranschaulicht am drastischsten, was Boris Zürcher, Vizedirektor von Avenir Suisse, an einer Tagung zur Staatsverschuldung feststellte: «Der Hausbrand ist gelöscht, aber damit auch ein Wasserschaden verursacht worden.» Zwar gelang es den USA und den EU-Ländern, mit Aussenschuld: Wer auf Pump lebt DIREKTINVESTITIONEN UND ZWISCHENBETRIEBLICHE KREDITE ÜBRIGE SEKTOREN & PRIVATE HAUSHALTE BANKEN STAAT (AUSLAND) ZENTRALBANK STAAT (INLAND) 1% Die Kreise stellen die Aussenschuld der Länder, aufgeteilt nach Sektoren, im Verhältnis zu ihrem Bruttoinlandprodukt dar. Bei der Staatsverschuldung zeigt der Kreissektor die Kreditaufnahme im Ausland; dazu kommt als Teil ausserhalb des Kreises die Verschuldung im Inland. Quellen: IMF 21, Weltbank 21, eigene Berechnungen JANUAR 211 Seite 4

5 52% 1,3%,7% 2,5% GROSSBRITANNIEN 12,2% 32,2% JAPAN,7%,9% Grossbritannien: Die globale Finanzdrehscheibe hat ein schweres Problem mit ihren Banken diese machen mit 243 Prozent mehr als drei Fünftel der gesamten Aussenverschuldung von 398 Prozent aus. 48% 51,1% 22% NORWEGEN 3% Norwegen: Dank den Einnahmen aus der Förderung des Nordseeöls hat das Land kaum Probleme. Die Bruttoverschuldung des Staates bewegt sich stets zwischen 5 und 6 Prozent auch nach der Krise. 8,8% 13,2% 18,9% 28,5% DEUTSCHLAND 38,1% 17,1% 36,3% Deutschland: Selbst im Boom schrieb der Staat Defizite letztmals erzielte er 1967 einen Überschuss. Die Maastricht-Kriterien liessen sich nicht einhalten, die Verschuldung steigt gegen 8 Prozent. 3,6% 2,4% 15,9% 5,2% 8,6%,8% Japan: Das alternde Land fällt mit seiner horrenden und rasant steigenden Staatsverschuldung von derzeit 222 Prozent auf. Der Staat pumpt aber sein eigenes Volk an die Aussenschuld ist klein.,7%,4% 3,8% SCHWEIZ 35,5% RUSSLAND Russland: Bei den BRIC-Staaten ist die internationale Verflechtung (noch) gering, die Aussenschuld angesichts der wirtschaftlichen Stärke also mit 31 Prozent tief, die Staatsschuld (11%) kaum existent. 31,1% 4,3% 25,8% 14,7% 3,8% 56,3% ÖSTERREICH # 124,9% 4,9% ITALIEN 97,9% 11,5% 12,3% 9,7%,8% Indien: Die eigenen Bürger finanzieren den Staat ausländische Gläubiger halten nur 5 Prozent seiner Schulden. Die Staatsverschuldung liegt derzeit bei 73 Prozent und sinkt stetig weiter. 17,5% 66,6% 56,2% INDIEN 4,8% 68,2%,1% 36,2% 5,5% GRIECHENLAND 34,1% 74% 48,7% Griechenland: Von der grossen Aussenverschuldung (175%) macht der Staat mit 74 Prozent fast die Hälfte aus. Die Staatsverschuldung soll nach 213 (144%) wieder sinken zumindest gemäss Plan. 1,6% 3,6% immensen Summen das globale Die Schweizer hatten das Glück, Grossbritannien. Die Krise ver- guten Jahren schlidderten sie mit Finanzsystem vor dem Kollaps zu dass die Credit Suisse auch in den schonte die neuen Riesen, also viel zu hohen Schulden in die Kri- bewahren; das Retten der Ban- schwierigsten Zeiten noch Inves- Brasilien, Russland und Indien, se», stellte der irische Professor ken und das Ankurbeln der Wirt- toren vor allem aus Asien und dem die global (noch) weniger stark Philip R. Lane an der erwähnten schaft trieben aber die Staaten Nahen Osten fand, und das Ge- verflochten sind. Aber sie traf Tagung von Avenir Suisse fest. selber an den Rand der Pleite. schick, dass sie die UBS mit einem auch die europäischen Länder «Sie konnten sich deshalb die Das Schicksal von Irland, zeigt zwar grossen, aber begrenzten ohne überdimensionierten Fi- Massnahmen nach Keynes ei- die Grafik, hätte auch die Schweiz Risiko retteten. Sie dürfen sich nanzplatz. Dies, weil die EU-Län- gentlich nicht leisten.» Eine wei- treffen können. Sie ist mit 228 Pro- aber nicht darauf verlassen, dass der einerseits wegen des Euro tere Verschuldung des Staates zent des BIP gegenüber dem Aus- ihnen in einer nächsten Krise das in einer Schicksalsgemeinschaft statt der Privaten führt deshalb land zumindest zu Bruttower- harte Los der Iren erspart bleibt. zusammengehören und aufgrund nicht aus der Krise, sondern in ten ebenfalls stark verschuldet, Das Beben im globalen Finanz- der Kreditvergabe ihrer Ban- die nächste Katastrophe. «Die nicht wegen des Staates mit nur system erschütterte vor allem ken voneinander abhängen (sie- Staatsverschuldung ist eine Dro- 4 Prozent, sondern wegen der die internationalen Finanzdreh- he Seite 1). Und weil sie ander- ge», sagt Professor Michael Eilfort Banken, die mit der Hälfte einen scheiben, neben Island, Irland seits im Boom auf Pump gelebt von der deutschen Stiftung Markt- noch grösseren Anteil der Aussen- und der Schweiz, die glücklich und sich nicht auf den «Bust» wirtschaft, die seit Jahren mahnt. schuld ausmachen als bei Irland. über die Runden kam, vor allem vorbereitet hatten. «Nach den «Wir müssen auf Entzug.» Seite 5 JANUAR 211

6 Lehrstellen e l e Bei neuen Dienstleistern herrscht Leere Die Schweizer Unternehmen bilden mehr Elektriker, Kaufleute oder Bauhandwerker aus, als sie brauchen. In vielen Zukunftsbranchen fehlen dagegen Ausbildungsstellen. Im Idealfall bildet ein Bildungssystem jene Berufsleute aus, die die Wirtschaft braucht. Dieses Ideal erreicht die Schweiz nicht (mehr): Ihr Lehrstellenmarkt deckt sich nur teilweise mit dem Arbeitsmarkt. Die Globalisierung führt dazu, dass sich die Schweiz immer stärker auf Dienstleistungen spezialisiert. Der Anteil dieser häufig hochqualifizierten Tätigkeiten liegt heute bei fast 75 Prozent, der Anteil der Lehren in diesen Branchen hingegen nur bei 5 Prozent. In den typischen akademischen Berufen kann die Lehre den Bedarf natürlich nicht abdecken. Das Angebot an Hochschulabsolventen genügt aber bei den modernen Dienstleistungen wie Kommunikation oder Beratung und vor allem im Gesundheitswesen nicht hier fehlen also Ausbildungsstellen. Erfreulicherweise bilden Industrie und Gewerbe mehr Lehrlinge aus. Einen «Überschuss» gibt es vor allem in jenen Berufen, in denen sich die Lehrlinge für die Lehrmeister auszahlen. So ist gemäss dem Bildungsbericht 21 die Ausbildung zum Elektroinstallateur EFZ ein besonders lohnendes Geschäft. Das führt dazu, dass der effektive Markt für diese Berufe im Verhältnis zum Lehrlingsanteil wesentlich kleiner ist. Umso wichtiger ist der Erhalt des flexiblen Schweizer Arbeitsmarktes, damit ein Berufs- oder gar Branchenwechsel leicht fällt. Gesundheits-, Lehrberufe, Wissenschafter Design: 5,1% Medizinische Dienste: 18% Administration, Bankberufe, Juristen, Manager Quellen: Schweizerische Arbeitskräfteerhebung 29 (SAKE), Schweizerische Berufsnomenklatura 2 (SBN), Statistik der beruflichen Grundbildung 28, eigene Berechnungen Handels- und Verkehrsberufe +28% +122% Berufe in Gastgewerbe/ pers. Dienstleistungen -22% Berufe in Bau-/ Ausbaugewerbe und Bergbau -55% Krankenpflege: 34% Zahnmedizin: 14% Sozialarbeit und Beratung: 26.7% Bibliothek/Informationswesen/Archiv: 1,6% Umweltschutz:,5% Detailhandelsfachmann/-frau: 66,8% Logistikassistent/-in: 13,2% Pharma-Assistent/-in: 9,9% Verkehrsdienstleistungen: 3,% Übrige: 7,1% Coiffeurgewerbe und Schönheitspflege: 3,9% Hauswirtschaftliche Dienste: 18,% Gastgewerbe und Catering: 51,1% Baugewerbe Hoch- u. Tiefbau: 1% Zu wenige Arbeitsplätze: Vor allem Industrie und Gewerbe bieten weniger Arbeitsstellen an, als es ihrem Anteil am Lehrstellenmarkt entspricht. Die Berufe in Industrie und Gewerbe (ohne Bau) machen 1,9 Prozent am Arbeitsmarkt aus, aber 23,2 Prozent am Lehrstellenmarkt. Von den Ausbildungsplätzen in diesen Berufen entfallen 27,9 Prozent auf Maschinenbau und Metallverarbeitung, darunter der Polymechaniker. +29% Berufe in Land- und Forstwirtschaft +2% Technische Berufe, Informatikberufe Berufe in Industrie und Gewerbe (ohne Bau) Pflanzenbau und Tierzucht: 47,3% Gartenbau: 42% Forstwirtschaft: 1,6% -21% Wirtschaft und Verwaltung: 1% Höherer Bedarf: Die Grösse des Quadrats gibt den Anteil an, den die Branchen am Schweizer Arbeitsmarkt haben. So arbeiten 16 Prozent der Erwerbstätigen in Handels- oder Verkehrsberufen. Die Ausbildungsplätze in dieser Branche machen aber nur 12,5 Prozent des Schweizer Lehrstellenmarktes aus. Handel und Verkehr fragen also 28% Prozent mehr Personal nach, als es ihrem Anteil am Lehrstellenmarkt entspricht. Hochbauzeichner: 11,5% Konstrukteure: 6,4% Geomatiker: 2,9% Elektrizität und Energie: 42,7% Informatik: 19,2% Audiovisuelle Techniken und Medienproduktion: 17,3% -51% Werkstoffe (Holz/Papier/Kunststoff/Glas): 12,2% Textil/Bekleidung/Schuhe/Leder: 3,5% Ernährungsgewerbe: 1,4% Kraftfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge: 25,5% Chemie und Verfahrenstechnik: 4,6% Elektronik und Automation: 12,6% Maschinenbau und Metallverarbeitung: 27,9% Kunstgewerbe: 3,3% JANUAR 211 Seite 6

7 Hochschulen c h Viel Reden ums Denken Statt dass sich die Schweizer Bildungspolitiker dem globalen Wettbewerb stellen, verlieren sie sich in Gezänk um die Führung der Hochschulen. Wie können sich die Schweizer Hochschulen den Herausforderungen der globalisierten Wissenschaft stellen? Die Diskussion über diese Frage setzte vor rund zehn Jahren ein. Sie wurde aber durch die Einführung des Bologna- Modells verdrängt und von den Beratungen eines Bildungsartikels in der Bundesverfassung überlagert. Dieser brachte als verfassungsrechtliches Novum die gemeinsame Verantwortung von Bund und Kantonen für den Hochschulbereich. Allerdings bestanden keine klaren Vorstellungen, wie der Auftrag umzusetzen war das rächte sich spätestens beim Ausarbeiten des Bundesgesetzes über die Hochschulförderung und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG). So kam nie eine Aufbruchstimmung auf, um Bildung und Forschung als Voraussetzung des künftigen Wohlstands der Schweiz zu stärken. Stattdessen setzte ein kleinliches Gezänk um die Zuständigkeiten ein. Dem passte sich auch der Ständerat an, der Hochschulpolitik: Noch mehr reden mit in der Herbstsession das Gesetz als Erstrat lustlos statt schwungvoll beriet. Wichtige Fragen bleiben wie schon in der Vorlage des Bundesrates weiterhin unbeantwortet. So vor allem: Wie sollen sich Planung und Koordination einerseits, Wettbewerb und Autonomie anderseits in der hochschulpolitischen Realität vertragen? Und: Wie sollen Regierungsmitglieder und Staatsangestellte besser über den erfolgversprechenden Mitteleinsatz entscheiden können als autonome Hochschulen? Weil das Gesetz auf diese Fragen keine klaren Antworten gibt, schreibt es nicht überraschend weitgehend den Status quo fort. Das zeigt die Grafik mit dem Vergleich der zahlreichen staatlichen Stellen, Kommissionen und Organe, die im Hochschulbereich mitreden. Dazu kommen weitere staatliche Player, wie das Staatssekretariat für Bildung und Forschung, das EVD, der ETH-Rat, die EDK, die KTI oder der Nationalfonds. Wie lange kann sich die Schweiz diesen Luxus noch leisten? 1,92 / Mio. Fortune Global 5. Die tektonischen Verschiebungen in der globalen Wirtschaft zeigen sich auch auf der Liste der 5 grössten Unternehmen der Welt, die das Magazin «Fortune» jährlich erstellt. Ein Vergleich des aktuellen Rankings mit jenem von 27, also vor der Krise, ergibt: Die USA, die vor drei Jahren noch 162 der 5 bedeutendsten Konzerne stellten, haben mit 139 einen Siebtel davon eingebüsst. Dagegen hat China seine Zahl in dieser Zeit von 24 auf 46 fast verdoppelt, mit drei Konzernen in den Top Ten. Die Schweiz konnte sich von 13 auf 15 verbessern, auch Migros und Coop gehören zu den 5 Grössten weltweit. Und einsame Spitze mal abgesehen von Luxemburg mit dem Stahlgiganten ArcelorMittal ist die Schweiz immer noch mit den Topkonzernen pro Kopf: 1,92 auf eine Million Einwohner. Die Niederlande als Nächste kommen auf einen Wert von,78 die USA auf,45 und China erst auf,3. 1:11 Arbeitsvermittlung. «Das RAV ist der beste Partner für Ihre Personalsuche», preisen sich die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren an. Dieser Selbsteinschätzung widerspricht allerdings eine aktuelle Studie der OECD zur Schweizer Arbeitsmarktpolitik. Sie vergibt zwar generell Bestnoten, bemängelt aber spezifisch, dass die öffentliche Arbeitsvermittlung im internationalen Vergleich schlechte Ergebnisse erzielt. So kommt Norwegen jährlich auf fast neun Meldungen von offenen Jobs pro Stellensuchendem, die Schweiz auf,93. Während in den Achtzigerjahren noch eine offene Stelle auf einen Arbeitsuchenden kam, hat sich dieses Verhältnis 29 auf 1:11 verschlechtert. Laut der Studie beklagen sich die Arbeitgeber über mangelnde Kompetenz oder Motivation der Bewerber, die ihnen die RAV schicken. Die OECD empfiehlt deshalb, vermehrt die viel erfolgreicheren privaten Personalvermittler einzusetzen. Bisherige Organisation Schweizerische Universitäts- konferenz (SUK) Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) Rektorenkonferenz der Fachhoch- schulen der Schweiz (KFH) Eidgenössische Fachhochschul- kommission (EFHK) Schweizerischer Fachhochschulrat der EDK Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der schweize- rischen Hochschulen (OAQ) Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) Eidgenössisches Volkswirtschafts- departement (EVD) ETH-Rat ETH-Rat Schweizerische Konferenz der kanto- nalen Erziehungsdirektoren (EDK) Neue Organisation Schweizerische Hochschulkonferenz Rektorenkonferenz der schweize- rischen Hochschulen, Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen Schweizerischer Akkreditierungsrat Schweizerische Agentur für Akkreditierung Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) Eidgenössisches Volkswirtschafts- departement (EVD) Schweizerische Konferenz der kanto- nalen Erziehungsdirektoren (EDK) Die durchaus nicht vollständige Übersicht zeigt die zahlreichen Gremien, die in der Schweizer Hochschulpolitik mitreden. Die meisten von ihnen bestehen in der neuen Organisation gleich weiter, einfach mit neuen Namen. Quelle: Eigene Darstellung 26% Weinmarkt. Die Agrarpolitik müsse ehrlicher werden, zitiert auf der Website des Bundesamtes für Landwirtschaft der Direktor einen deutschen Agrarjournalisten. Und Manfred Bötsch fährt fort: «Entscheide, die auf Wunschvorstellungen basieren, werden von der Realität rasch überholt.» Die Folgen schmerzen, wie bei den Milchpreisen, «die sich nicht an den Realitäten des Marktes orientiert haben». Bötsch erinnert an die «herzzerreissenden Prognosen» vor zehn Jahren, das Lavaux vergande wegen der «Weissweinmisere». Seither nahm die Rebfläche für Weisswein zwar um 12 Prozent oder 883 Hektar ab, jene für Rotwein aber um 66 Hektar zu. Und dass die Rebfläche weit weniger zurückging als der Konsum von inländischem Weisswein ( 26%), belegt die Qualitätssteigerung, die alle Experten loben. Das Lavaux steht immer noch in seiner ganzen Pracht die Prognosen haben sich nicht bewahrheitet. Seite 7 JANUAR 211

8 Quellen: Seco, U.S. Bureau of Labor Statistics, eigene Darstellung Geschlechter e c h e Das Ende der Vorherrschaft In der Wirtschaft verlieren die Männer ihre Dominanz, die sie seit je behaupteten: Unter der Krise leiden vor allem ihre Branchen. Nicht weniger als «The End Of Men» rief «The Atlantic» kürzlich in einem langen Artikel aus. Das US- Magazin stützte sich auch auf Daten aus Südkorea, China oder Indien, wo die Eltern neuerdings nicht mehr nur Söhne, sondern auch Töchter zu schätzen wissen. Auf ein Ende der Männer, zumindest ihrer traditionellen Dominanz, deuten aber vor allem Entwicklungen in der amerikanischen Wirtschaft hin. Die Krise gilt in den USA als «Mancession», weil sie die Männerbranchen also Industrie und Bau besonders hart trifft. Das zeigt sich drastisch in den Arbeitslosenquoten nach Geschlechtern. Normal liegt die Quote der Frauen leicht höher als jene der Männer, weil sie eher in prekären Verhältnissen arbeiten. In der Krise verdoppelte sich aber die Arbeitslosenquote Arbeitslosigkeit: Geschwächte Männer der Männer auf über 11 Prozent, die Differenz zwischen den 2, Geschlechtern wuchs auf 2,5 Prozent 1,5 QUOTE MÄNNER - FRAUEN USA zu ungunsten der Männer. 1, Den Schweizern geht es dagegen noch gut. Nur am Tiefpunkt Anfang,5 29 waren sie häufiger arbeitslos DIFFERENZ ARBEITSLOSENQUOTEN,5 25 In der Krise stieg in den USA die Arbeitslosenquote der Männer auf über 11 Prozent, sie lag damit bis zu 2,5 Prozentpunkte höher als jene der Frauen. Wasserzinsen s s e n 26 Millionen auf die Mühlen Was machen die Walliser mit 2 Milliarden? 27 «Finhaut könnte sich eine Insel im Pazifik kaufen», spöttelt Xavier Comtesse, der Directeur romand von Avenir Suisse. Die 367-Seelen- Gemeinde im abgelegenen Walliser Trienttal bekommt einen Drittel der 343 Millionen Franken, die die SBB dafür bezahlen, dass sie die Konzession für ihr Kraftwerk im Tal um 8 Jahre verlängern. Diesen Geldsegen teilen sich sechs Gemeinden, mit 311 Franken pro Kopf erhält Finhaut den grössten Klumpen. Jährlich flössen dem Weiler «nur» 7 Franken zu, rechnen Gemeindevertreter vor aber auch damit sollten sie etwas Gescheites anfangen, meint Xavier Comtesse. Insgesamt zwanzig Milliarden nehmen der Kanton und vor allem einzelne Gemeinden ein, wenn die QUOTE MÄNNER - FRAUEN CH Nutzungsrechte am Walliser Wasser neu abgegolten werden. Statt dass die Gemeinden in jedem kleinen Tal Mehrzweckhallen oder Wellnesscenter bauen, sollte der Kanton nach dem Vorbild der Norweger mit ihrem reichlich sprudelnden Nordseeöl einen Staatsfonds einrichten, um die wirtschaftliche Erneuerung im Kanton voranzutreiben, schlägt Xavier Comtesse vor. Die Idee stammt übrigens ursprünglich von einem Walliser: alt Bundesrat Pascal Couchepin. als die Schweizerinnen, seither läuft aber die Industrie wieder und der Bau immer noch gut. Ökonomisch behaupten also die Männer ihre Dominanz, erst politisch haben sie an die Frauen abgegeben, zumindest in der Landesregierung. Wortschatz Ge ne ra ti o nen po li tik, die; «In gewisser Weise gibt es sie seit jeh, jedenfalls seit den Anfängen organisierter Gemeinwesen», erkennt der Soziologie-Professor Kurt Lüscher selber. Das hindert ihn nicht, nach gut 1 Jahren organisierter Gemeinwesen gerade jetzt eine Generationenpolitik zu fordern «aus der Einsicht in die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Ordnung der Generationenbeziehungen». Dieses Anliegen macht sich die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SATW) zu eigen: Zusammen mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen will sie «das Konzept einer Generationenpolitik in die öffentlichen Diskurse einbringen». Dafür gab die Akademie schon mehrere Schriften heraus und führte im November eine Tagung durch. Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer versprach da, die Idee in die Politik zu tragen, und VPOD-Sekretär Beat Ringger als Vertreter des linken Denknetzes erklärte die Generationenpolitik als «programmatische Zusammenführung von Familien-, Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Finanzpolitik», für die 25 Milliarden Franken umverteilt werden sollen, von flächendeckenden Kindertagesstätten über Elternferien und Integrationsprogramme bis hin zu Frühpensionierungen. Das heisst: Generationenpolitik ist kein neues Konzept, sondern ein alter Katalog von Ausbau- und Umverteilungsträumen im Sozialstaat. Impressum Herausgeber: Gerhard Schwarz, Avenir Suisse, Zürich Redaktion, Gestaltung: Markus Schär, Yves Winistoerfer Mitarbeiter dieser Ausgabe: Hansjakob Fehr, Urs Meister, Daniel Müller-Jentsch, Lukas Rühli, Patrik Schellenbauer, Rudolf Walser, Boris Zürcher. Korrektorat: Marianne Sievert Redaktion: Giessereistrasse 5, 85 Zürich, Tel.: , Fax: Druckauflage: 75 Exemplare Druck: Staffel Druck AG, Zürich. Nachdruck, auch auszugsweise, mit Quellenangabe («avenir aktuell») gestattet; abrufbar als PDF auf JANUAR 211 Seite 8

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