Vernehmlassung Harmonisiertes Rechnunglegungshandbuch für die Kantone und Gemeinden HRM2

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1 Sehr geehrte Damen und Herren Wir bitten Sie, den vorliegenden Fragebogen möglichst vollständig auszufüllen und bis zum 30. März 2007 wenn möglich in elektronischer Form an folgende Adresse zu retournieren: Gemeindeamt des Kantons Zürich Abteilung Gemeindefinanzen Heinz Montanari Feldstrasse Zürich Tel: (Bei elektronischem Ausfüllen / Versand: Die einzelnen Antwortfelder lassen sich mit der Cursortaste direkt ansteuern. Um ein Kreuz zu setzen, in das jeweilige Kästchen klicken; für Erläuterungen entsprechende Tastatureingaben) Rückfragen bitte an obige Adresse. FACHEMPFEH- LUNGEN (vgl. Kapitel 2) 1 Elemente des Rechnungslegungsmodells ( 01) Das Rechnungslegungsmodell wird um eine Geldflussrechnung, den gestuften Erfolgsausweis, den Eigenkapitalnachweis sowie einen wesentlich erweiterten Anhang erweitert. Zudem heisst die Bestandesrechnung neu "Bilanz" und die Laufende Rechnung "Erfolgsrechnung". Sind Sie mit den Ergänzungen des Rechnungslegungsmodells sowie den neuen Begrifflichkeiten einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? Seite 1

2 2 Grundsätze ordnungsgemässer Rechnungslegung ( 02) Die Rechnungslegungsgrundsätze lehnen sich einerseits stark an das HRM1 an, werden aber teilweise erweitert oder präzisiert. Zu diesen Erweiterungen gehören insbesondere die Anlehnung an das trueand-fair-prinzip sowie die konsequente Forderung nach periodengerechter Abgrenzung. Sind Sie mit den gegenüber dem HRM1 teilweise erweiterten und präzisierten Rechnunglegungsgrundsätzen einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? 02 Ziffer 5: Um dem Grundsatz der Periodenabgrenzung gerecht werden zu können, müssen Rückstellungen im Sinne von Reserven für wahrscheinlich eintretende Forderungen möglich sein (mit Hinweis im Anhang) 3 Kontenplan und funktionale Gliederung ( 03, Anhang) Der Kontenplan und die funktionale Gliederung wurden einerseits den aktuellen Gegebenheiten der öffentlichen Tätigkeiten angepasst. Zudem erfordert die Anwendung der neuen Rechnungslegungsnormen Anpassungen. Kontenplan und funktionale Gliederung sind mit dem Bund harmonisiert. Kontenrahmen: Sind Sie mit der Ausgestaltung des Kontenrahmens nach HRM2 einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? Für das Verwaltungsvermögen von gebührenfinanzierten Betrieben sollte eine separate Bilanzebene vorgesehen werden Seite 2

3 Funktionale Gliederung: Sind Sie in der Lage, alle Informationen der funktionalen Gliederung zu liefern? Falls : Welche Informationen nicht? 4 Aktive und passive Rechnungsabgrenzungen, Wertberichtigungen, Steuererträge sowie Spezialund Vorfinanzierungen ( 05a, 05b, 05c, 05d und 05e) Im HRM2 sollen die Rechnungsabgrenzungen noch konsequenter als im HRM1 vorgenommen werden. Besonders geregelt sind: Wertberichtigungen Steuererträge Spezial- und Vorfinanzierungen Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten Sind Sie mit den Regelungen betreffend die Rechnungsabgrenzungen, die Wertberichtigungen, die Steuererträge sowie die Spezial- und Vorfinanzierungen im HRM2 einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? Positiv: Die Gemeinden befürworten einen teilweisen Verzicht auf eine aktive und passive Abgrenzung (gemäss 05a Ziffer 3) und die mögliche Bildung von Rückstellungen (gemäss 05e 5c/Steuererträge: Das Sollprinzip ist unter den drei vorgeschlagenen Methoden als einzige zu bestimmen. Es enstpricht zwar nur teilweise einer periodengerechten Verbuchung, jedoch stellt es einen effektiven Wert (total verbuchte, ausgestellte Rechnungen) dar und beruht nicht auf Schätzwerten wie beim Fälligkeitsprinzip. Seite 3

4 5 Investitionsrechnung ( 06) Investitionsbeiträge werden beim Subventionsgeber und beim Subventionsempfänger aktiviert. Beim Subventionsempfänger werden sie zunächst als langfristige Finanzverbindlichkeit aufgeführt, welche sich mit der plangemässen Nutzung amortisiert bzw. nach und nach vereinnahmt wird. Sind Sie mit der Verbuchung der Investitionsbeiträge beim Subventionsgeber und beim Subventionsempfänger einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? Subventionen sollen erst abgeschrieben werden müssen, wenn sie effektiv ausbezahlt wurden -> keine Abschreibungen auf zugesicherten Subventionsbeiträgen Seite 4

5 6 Anlagenbuchhaltung ( 08) Die Bewertung der Anlagen im Finanzvermögen erfolgt bei Erstzugang zum Anschaffungswert, Folgebewertungen erfolgen zum Verkehrswert. Verwaltungsvermögen wird bei Erstzugang zum Anschaffungswert bilanziert und danach abgeschrieben. Die Abschreibung der Anlagen erfolgt auf der Basis der Nutzungsdauer nach Anlagekategorie, wobei sowohl die lineare als auch die degressive Abschreibungsmethode zugelassen ist. Die Aktivierungsgrenze liegt grundsätzlich bei 50'000.- Fr., bei immateriellen Anlagen bei 500'000.- Fr.. Ein Anlagespiegel dokumentiert die Rechnungslegungsgrundsätze und die Anlagen selbst. Sind Sie mit den Regelungen zur Bewertung von Finanz- und Verwaltungsvermögen, zu den Abschreibungs- und Aktivierungsgrundsätzen des Verwaltungsvermögens sowie zum Anlagespiegel einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? Eine einheitliche Aktivierungsgrenze ist angesichts der sehr unterschiedlichen Haushaltsgrössen im Kanton Zürich schier unmöglich. Fr. 50' zu hoch für Gemeinden. Grundstücke, die öffentlichen Zwecken gewidmet sind, müssen abgeschrieben werden Anlagebuchhaltung: Die Erstellung einer detaillierten und umfassenden Anlagebuchhaltung wird zu einem hohen Arbeitsaufwand für die Gemeinden führen und stellt eine grosse Herausforderung dar. Diesem Umstand soll bei den Einführungs-/Übergangs-bestimmungen Rechnung getragen werden Seite 5

6 7 Konsolidierte Betrachtungsweise ( 09) Es bestehen 3 Konsolidierungskreise wie folgt: 1. Regierung und engere Verwaltung 2. Rechtspflege und weitere eigenständige kantonale Behörden 3. Anstalten und weitere Organisationen Die Kreise 1 und 2 werden voll konsolidiert, der Kreis 3 in einem ausführlichen Beteiligungsspiegel umfassend dokumentiert. Fakultativ kann auch Kreis 3 voll oder nach der Equity-Methode konsolidiert werden. Für die Bestimmung der in Kreis 3 fallenden Organisationen bestehen spezifische Kriterien. Sind Sie mit den Vorschriften zur konsolidierten Betrachtungsweise einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? aber: Nähere Konsolidierungskreise auch für Gemeinden festlegen (allenfalls sogar mögliche Konsolidierung von gebietsgleichen politischen Gemeinden und Schulgemeinden?) 8 Geldflussrechnung ( 10) Es wird eine Geldflussrechnung mit folgenden Merkmalen eingeführt: Sind Sie mit der vorgeschlagenen Form der Geldflussrechnung einverstanden? Es gilt der Fonds "Geld" Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? Es werden der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit gezeigt. Für die Ermittlung des Cash Flows ist sowohl die direkte als auch die indirekte Methode zulässig. Seite 6

7 9 Anhang der Staatsrechnung ( 12) Als wesentliche Erweiterung wird im HRM2 ein ausführlicher Anhang geführt, der insbesondere folgende Elemente enthält: Sind Sie mit der Einführung eines erweiterten Anhangs einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? die Rechnungslegungsgrundsätze den Eigenkapitalnachweis den Rückstellungsspiegel den Beteilungs- und Gewährleistungsspiegel den Anlagespiegel weitere für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage, der Verplichtungen und der finanziellen Risiken bedeutsame Informationen 10 Finanzkennzahlen ( 13b) Zur Beurteilung der Finanzlage der öffentlichen Gemeinwesen sollen Finanzkennzahlen 1. Priorität (Nettoverschuldungsquotient, Selbstfinanzierungsgrad und Zinsbelastungsanteil) und 2. Priorität (Nettoschuld pro Einwohner, Eigenkapitaldeckungsgrad, Saldo der Finanzerträge, Bruttorendite des Finanzvermögens, Cash-Flow - Investitionsverhältnis) herangezogen werden. Sind Sie mit der Einführung der aufgeführten Finanzkennzahlen einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? aber, bisherige harmonisierte Kennzahlen beibehalten. Aussagekraft von konsolidierten Kennzahlen (gebietsgleiche Politische Gemeinden und Schulgemeinden) ist viel höher als separate Kennzahlen pro Körperschaft. Zudem sind die bisherigen Kennzahlen aussagekräftig und eignen sich sehr gut für Gemeindevergleiche. Seite 7

8 11 Vorgehen beim Übergang zum HRM2 ( 14) Als Mindeststandard soll das Finanzvermögen auf Basis der Verkehrswerte neu bewertet werden, das Verwaltungsvermögen muss nicht neu bewertet werden, d.h. auf ein Restatement wird verzichtet bzw. dieses ist fakultativ. Neu erworbene oder erstellte Anlagen werden gemäss den neuen HRM2-Richtlinien bewertet. Bei den Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungen wird eine vollständige Neubewertung vorgenommen. Sind Sie mit dem Vorgehen beim Übergang zum HRM2 einverstanden? Falls : Womit sind Sie nicht einverstanden? 12 Musterfinanzhaushaltsgesetz (MFGH) ( 15) Das neue MFHG soll als Orientierung für eine HRM2- konforme Gesetzgebung über die Finanzordnung und die finanzielle Führung der Kantone und Gemeinden dienen. Erachten Sie das neue MFHG als Orientierung für eine HRM2- konforme Gesetzgebung als geeignet? Falls : Inwiefern ist es ungeeignet? Fehlen aus Ihrer Sicht im neuen MFHG Regelungen? Falls : Welche Regelungen fehlen? Analog Vernehmlassung Gemeindeamt des Kantons Zürich Seite 8

9 13 3. SCHAFFUNG EINES RECH- NUNGSLE- GUNGSGREMI- UMS FÜR DIE ÖFFENTLI- CHEN HAUS- HALTE (vgl. Kapitel 3) Aufgrund der zu erwartenden grossen Umstellungen durch das HRM2 soll ein Rechnungslegungsgremium geschaffen werden, welches zur Aufgabe hat, auf Praxisfragen von grundlegender Bedeutung zusätzliche Empfehlungen zu erarbeiten. Im Einzelnen soll das Rechnungslegungsgremium folgende Aufgaben wahrnehmen: Bündelung der Schweizer Interessen bezüglich Rechnungslegung über alle 3 Staatsebenen. Beobachtung der Entwicklung der Rechnungslegung in anderen Bereichen. Vorschläge für neue Rechnungslegungsnormen erarbeiten. Beobachtung der Umsetzung der Rechnungslegungsstandards HRM2 und NRM. Erachten Sie die Schaffung eines Rechnunglegungsgremiums in vorliegender Form grundsätzlich als sinnvoll? Sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten gegenüber der vorgeschlagenen Form? Falls : Begründung? Die Schaffung eines Gremiums wird sehr begrüsst. Es wäre wichtig, dass auch Vertreter/innen von Städten und Gemeinden (idealerweise VZF als Delegation) Einsitz nehmen könnten Falls : Welche Verbesserungen schlagen Sie vor? Seite 9

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