Der Begriff "Schizophrenie" im Wandel der Zeit

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1 Der Begriff "Schizophrenie" im Wandel der Zeit Paul Hoff "State of the Art in Psychiatrie und Psychotherapie" Fortbildung 2015 der Psychiatrischen Klinik Zugersee 15. Januar 2015

2 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 2

3 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 3

4 Emil Kraepelin Seite

5 Kraepelins Hauptziel Etablierung der Psychiatrie als wissenschaftliche Disziplin innerhalb der medizinischen Fakultät, methodisch orientiert an den Naturwissenschaften Seite

6 Kraepelins Krankheitskonzept Pathologische Anatomie Ätiologie Natürliche Krankheitseinheiten Klinisches Bild (wichtig: Verlauf) Seite

7 «Krankheitseinheiten» bei Kraepelin Dementia praecox Krankheitsvorgang, kortikaler Zelluntergang, Autointoxikation Manisch-depressive Erkrankung Krankheitsvorgang Persönlichkeitsstörungen Keine Krankheitsvorgänge, Entwicklungshemmung Seite 7

8 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 8

9 Wovon Bleuler ausging: Drei wesentliche Wurzeln Johann Friedrich Herbart Assoziationslehre Emil Kraepelin Klinische Forschung Sigmund Freud Psychoanalyse Seite 9

10 Wachsendes Interesse an Bleuler Seite 10

11 Christian Scharfetter Seite 11

12 Eugen Bleulers Vortrag an der Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Psychiatrie, Berlin, Seite 12

13 Seite 13

14 Bleuler E (1911) Dementia praecox oder Gruppe der Schizophrenien In: Aschaffenburg G (Hrsg.) Handbuch der Psychiatrie Spezieller Teil. 4. Abteilung 1. Hälfte Deuticke, Leipzig Wien S Seite 14

15 Marksteine der Schizophrenielehre Bleulers (nach Scharfetter 2006) Kraepelinsche Krankheitsumgrenzung Angenommene Physiogenie des Krankheitsprozesses Dissoziation oder Spaltung psychischer Funktionen Freudsche Mechanismen der Symptomformung und Inhalte Seite 15

16 Bleulers Schizophreniekonzept: Die klinische Perspektive Grund- vs. akzessorische Symptome Primäre vs. sekundäre Symptome Vielgestaltiger Verlauf Hermeneutische Elemente als explizite (!) Bestandteile der Diagnostik und Behandlung Seite 16

17 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 17

18 Auf der Suche nach «der» Grundstörung «Autointoxikation» (Kraepelin) «Apperzeptive Verblödung» (Weygandt) «Assoziationsstörung» (Bleuler) «Verminderte Bewusstseinsspannung» (Jung) «Einheit der Person des Schizophrenen» (Kronfeld) «Primäre Insuffizienz der psychischen Aktivität» / «Hypotonie des Bewusstseins» (Berze) «Intrapsychische Ataxie» (Stransky) Seite 18

19 Seite 19

20 Seite 20

21 Die «schizophrene Grundstörung» bei Arthur Kronfeld Der zweite Weg wäre der, die Primärsymptome in einer Grundstörung zu suchen, die deren Einheitlichkeit dadurch gewährleistet, dass sie selber nichts anderes ist als die Einheit der Person des Schizophrenen. Hier handelt es sich also durchaus noch um psychologische Fassbarkeiten. Kronfeld 1930: 359 Seite 21

22 Zur Kritik am Konzept der «Grundstörung» Seite 22

23 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 23

24 Nach 1945: «Anthropologische Psychiatrie» Die Sinnfrage in der Krankheit (bei Anerkennung biologischer Faktoren!) Ludwig Binswanger Medard Boss Seite 24

25 Getrennte Wege nach 1960 Seite 25

26 Getrennte Wege nach 1960 Gregory Bateson, Arvid Carlsson, *1923 Paul Watzlawick, Seite 26

27 Seite 27

28 Klassiker der Antipsychiatrie Seite 28

29 Die Umbenennung einer Krankheit Seite 29

30 Operationale Diagnosesysteme ICD-10 International Classification of Diseases World Health Organization (WHO) DSM-5 Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders American Psychiatric Association (APA) Seite 30

31 World Health Organization (WHO) ICD und 11 Seite 31

32 American Psychiatric Association (APA) DSM-IV... seit Mai 2013: DSM-5 Seite 32

33 Gegen France Schad Verfüg Vers Eine aktuelle Kontroverse NORMAL NOR Buch Sprach Produ Seite 33

34 Eine kritische Analyse 2013 Seite 34

35 NZZaS Seite 35

36 Schizophrenie im DSM-5: Wesentliche Änderungen Erstrangsymptome und bizarrer Wahn : deutlich niedrigeres Gewicht Negativsyndrom: präziser formuliert Mindestens ein Symptom aus delusions, halluzinations, disorganized speech Abschaffung der Schizophrenie-Subtypen Attenuated Psychosis Syndrome (APS) als Sonderkategorie / Forschungsbedarf Seite 36

37 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 37

38 Schizophrenie heute: Therapie und Forschung SGAs Psychotherapie (Edukation, KVT) Sozialpsychiatrische Interventionen Recovery Funktionelle Bildgebung (fmri) Genetik / Endophänotypen Epidemiologie Psychopathologie (Dimensionen/Faktoren; Neo-Phänomenologie) Seite 38

39 Seite 39

40 Agenda Dementia praecox : Die Vorläuferin Schizophrenie : Warum Eugen Bleuler 1908 einen neuen Begriff prägte Gibt es eine schizophrene Grundstörung? Von Bleuler zur ICD-10 & zum DSM-5 Schizophrenie heute: Therapie & Forschung Résumé Seite 40

41 Résumé 1 Ist «Schizophrenie» ein psychopathologisch oder neurowissenschaftlich klar definiertes Objekt? Darf sie reifiziert werden? Nein. Es handelt sich um eine begriffliche Konvention, die sich auf überprüfbare psychopathologische, somatische und Verlaufskriterien stützt. Seite 41

42 Résumé 2 Brauchen wir überhaupt eine psychiatrische Klassifikation / Diagnostik? Ja. Die Vorteile einer sorgfältig angewandten Diagnostik überwiegen klar die Risiken. Dies gilt für Behandlung, Forschung und Begutachtung. Seite 42

43 Résumé 3 Braucht es im 21. Jahrhundert überhaupt noch die psychopathologische Ebene der psychiatrischen Diagnostik? Ja. Sie bleibt unabhängig vom Zuwachs an neurowissenschaftlichen Befunden Grundlage der psychiatrischen Arbeit. Seite 43

44 Résumé 4 Neurowissenschaft oder Psychopathologie Neurowissenschaft und Psychopathologie, wobei der jeweils eigene Kernbereich als autonomes wissenschaftliches Feld respektiert wird Seite 44

45 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Seite 45

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