MEHR BEWIRKEN! BESCHÄFTIGTE ENTLASTEN FORDERUNGEN ZUR PERSONALPLANUNG

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1 MEHR BEWIRKEN! BESCHÄFTIGTE ENTLASTEN FORDERUNGEN ZUR PERSONALPLANUNG EVG VB Mitbestimmung 1

2 SELBSTVERSTÄNDNIS DER EVG Zuhören und spiegeln Einfach im Hier und Jetzt sein Eigene, klare Position einnehmen Den Menschen groß machen Eine Gemeinschaft bilden Gewerkschaft bedeutet mitmachen EVG VB Mitbestimmung 2

3 HAUPTFORDERUNGEN Interessen der Mitglieder stehen im Mittelpunkt des Handelns der Betriebsräte Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf Mehr Wertschätzung der Mitarbeiter Bessere Arbeitsbedingungen Mehr Sicherheit vor Übergriffen am Arbeitsplatz Gesundheit am Arbeitsplatz Eine realistische und bedarfsorientierte Personalplanung bildet jeweils die Grundlage EVG VB Mitbestimmung 3

4 HAUPTFORDERUNGEN Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf Hierzu zählen z.b.: Persönliche Lebensgestaltung stärker berücksichtigen Kinderbetreuung organisieren Zeitlich befristeter Ausstieg für Pflege von Angehörigen Verbesserung der Teilzeitangebote Unterstützung von sozialem und politischen Engagement EVG VB Mitbestimmung 4

5 HAUPTFORDERUNGEN Mehr Wertschätzung der Mitarbeiter Hierzu zählen z.b.: Stärkere Berücksichtigung von Arbeitnehmerinteressen Offene Kommunikation der Führungskräfte Entwicklung von alters- und alternsgerechten Dienstplänen Teilhabe am Erfolg des Unternehmens durch Einführung nachvollziehbarer und motivierender Mitarbeiterbeteiligung EVG VB Mitbestimmung 5

6 HAUPTFORDERUNGEN Hierzu zählen z.b.: Bessere Arbeitsbedingungen Psychische und physische Belastung am Arbeitsplatz vermindern Durchsetzung von Urlaubs- und Freizeitansprüchen Verhinderung und Abbau von Mehrleistungen Dienstplangestaltung auf gesundheitliche Aspekte und individuelle Bedürfnisse anpassen Qualifizierungs- und Entwicklungspläne für Beschäftigte erarbeiten und umsetzen EVG VB Mitbestimmung 6

7 HAUPTFORDERUNGEN Mehr Sicherheit vor Übergriffen am Arbeitsplatz Hierzu zählen z.b.: Gefahrenorte und -situationen erkennen und beseitigen Deeskalationstraining anbieten Zusammenarbeit mit Ordnungs- und Sicherheitsstellen intensivieren Notfallmanagement verbessern Unterstützung nach traumatischen Erlebnissen EVG VB Mitbestimmung 7

8 HAUPTFORDERUNGEN Hierzu zählen z.b.: Gesundheit am Arbeitsplatz Überprüfung der Arbeitsprozesse Ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze Technische Innovationen nutzen, um schwere körperliche Arbeit zu vermindern Sichere Arbeitswege gewährleisten Mängel des Arbeitsschutzes identifizieren und abstellen Aktive Gesundheitsförderung im Betrieb EVG VB Mitbestimmung 8

9 NEUAUSRICHTUNG DER PERSONALPLANUNG Reset -Taste wird gedrückt Neuausrichtung der Personalplanung im DB Konzern auf Grundlage des einsatzfähigen Personalbestandes Vereinbarung über den laufenden Personalplanungsprozess im Bereich der DB AG zwischen der Deutsche Bahn AG (DB AG), der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und dem Konzernbetriebsrat der Deutsche Bahn AG (KBR) EVG VB Mitbestimmung 9

10 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Die Unternehmen des DB Konzerns und ihre Beschäftigten haben ein großes gemeinsames Interesse daran, für ihre Kunden kontinuierlich eine hohe Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten. Die Unternehmen tragen insbesondere die Verantwortung für einen ordnungsgemäßen Betriebsablauf und nehmen diese Verantwortung sehr ernst. Gleichzeitig gilt es, eine Überlastung der Beschäftigten zu vermeiden bzw. bestehende Belastungen auf ein sozialverträgliches Maß zurückzuführen. Die Verantwortung der EVG und der Betriebsräte besteht darin, die Beschäftigten zu schützen. Dabei geht es insbesondere darum, Überlastung zu verhindern, sowie Urlaub und Freischichten zu gewähren. Überstunden sind zu reduzieren und zu vermeiden. EVG VB Mitbestimmung 10

11 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Um dabei ein konstruktives und nachhaltiges Vorgehen sicherzustellen, werden zwischen dem Vorstand der Deutsche Bahn AG (nachfolgend DB AG), der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (nachfolgend EVG) und dem Konzernbetriebsrat der DB AG (nachfolgend KBR) folgende Grundsätze über den aktuell laufenden Planungsprozess im Konzern vereinbart: Bis zum wird für jeden Betrieb die laufende Personalplanung, u.a. unter Berücksichtigung der Grundsätze des DemografieTV, überprüft und entsprechend den nachfolgenden Grundsätzen mit dem Ziel einer Einigung behandelt... Die Vereinbarung geht deutlich über den 92 BetrVG (Recht des Betriebsrates zur Unterrichtung über die Personalplanung) hinaus. Damit haben wir jetzt einen sehr großen Einfluss auf die Personalplanung! EVG VB Mitbestimmung 11

12 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Der Vereinbarungstext ist wörtlich zu nehmen: Für jeden einzelnen Wahlbetrieb im DB Konzern ist die laufende Personalplanung 2013 (Wirkung für 2014) bis zum zu überprüfen. Dies kann nur auf betrieblicher Ebene durch den örtlichen Betriebsrat und die Personalverantwortlichen vor Ort beurteilt werden. Wichtige Kriterien der Überprüfung sind z. B.: - Höhe der Mehrleistungsstunden - Höhe der Urlaubsrückstände - Einsatz von Leiharbeit und Subunternehmen - Berücksichtigung von Langzeitkranken - Begleitung bei der beruflichen Ausbildung - Buchung von Ausfallschichten - Berücksichtigung der Regelungen und Grundsätze des DemografieTV (Besondere Teilzeit im Alter, Wissenstransfer, Erhöhung Teilzeitquote etc.) EVG VB Mitbestimmung 12

13 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Dabei wird die Belegschaft des betroffenen Betriebes durch den Arbeitgeber unter Beteiligung des zuständigen Betriebsrats unmittelbar und aktiv einbezogen. Während dieser Zeit werden die Vertragsparteien die Umsetzung dieser Vereinbarung im ständigen Dialog begleiten... Mit der unmittelbaren und aktiven Einbeziehung der Belegschaft des Betriebes in die Überprüfung der Personalplanung haben EVG und KBR einen weiteren Meilenstein in der betrieblichen Mitbestimmung gesetzt. Erstmals hat jeder Beschäftigte das Recht, die Verhältnisse in seiner jeweiligen Arbeitsumgebung direkt mit dem Arbeitgeber zu besprechen. Unterstützt wird er dabei von seinem Betriebsrat sowie dem zuständigen Gewerkschaftssekretär und der Betriebsgruppe. Für die geeignete Umsetzung dieser Einbeziehung der Beschäftigten (Einzel- oder Teamgespräche) ist der Arbeitgeber verantwortlich. EVG VB Mitbestimmung 13

14 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Die Vertragsparteien bekennen sich zu einer bedarfsorientierten Personalplanung. Dabei soll diese stärker als bisher den individuellen Belangen der Beschäftigten Rechnung tragen; sie unterliegt gleichermaßen demografischen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.. Bezüglich den im Vereinbarungstext genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat die Arbeitgeberseite erklärt, dass damit keine budgetgetriebene Personalplanung gemeint sei. Diese Aussage ist sehr wichtig, wenn sich im Zuge der Überprüfung ein höherer Personalbedarf herausstellt. EVG VB Mitbestimmung 14

15 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Die Arbeitgeberseite stellt im Rahmen der Überprüfung der laufenden Personalplanung den einsatzfähigen Personalbestand, den erweiterten Personalbestand sowie die sich daraus ergebenden Ableitungen für Vertretungsbedarf dar. Maßstab einer bedarfsorientierten Personalplanung sind gerade nicht die bereits vorhandenen Kapazitäten (Personalbestand) oder die für die Arbeitgeberseite angemessen erscheinenden Mittel (Budget), sondern allein der für den Arbeitserfolg benötigte Personalbedarf und zwar in Form der konkret einsatzfähigen Personale. EVG VB Mitbestimmung 15

16 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Die Vertragsparteien verfolgen dabei die nachstehenden Ziele: Abbau von Mehrleistungsstunden und Sicherstellung der Ruhetage und Ruhewochenenden Sicherstellung der Urlaubsgewährung (Erholungs- und Schichturlaub) Besetzung der geplanten Schichten und Vermeidung von Ausfallschichten Daneben wird eine Langfristbetrachtung der Arbeitsplanung und der sich daraus ergebenden Personal- und Qualifizierungsplanung erarbeitet und dargelegt.. EVG VB Mitbestimmung 16

17 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Bei den Planungsmaßnahmen und ihrer Umsetzung müssen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheit, Sicherheit, Wertschätzung, Arbeitsbedingungen und die individuelle Planungssicherheit der Arbeitnehmer angemessen und entsprechend dem DemografieTV, Abschnitt B, III. Demografie und Planungsgrundlagen, berücksichtigt werden: Neben dem jeweils aktuellen Personalbestand und seiner prognostizierbaren demografischen Entwicklung sowie den sonstigen Modulen einer sachgerechten Personalplanung sind deshalb ergänzend die für die Erfüllung der hier vereinbarten Zielsetzung relevanten Faktoren (z.b. Altersdurchschnitt, Fluktuation, Qualifizierungsvorläufe) in die Planung einzubeziehen.. Hier wird der Hinweis auf den DemografieTV gemacht. Die bereits begonnene Umsetzung in Betrieben muss beschleunigt fortgesetzt werden. EVG VB Mitbestimmung 17

18 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG In der Lang- und Mittelfristplanung sind der qualitative und quantitative Ausbildungsbedarf Bestandteil der Personalplanung. Für den Fall, dass ein Einvernehmen zwischen den Betriebsparteien nicht rechtzeitig vor dem erzielt werden kann, ist eine gemeinsame Kommission durch die vertragschließenden Parteien einzuberufen.. Die gemeinsame Kommission muss noch besetzt werden. Sie wird aus jeweils drei Vertretern der DBAG sowie der EVG und des KBR bestehen. Sie sollte jedoch nur als ultima ratio zum Einsatz kommen, wenn sich die örtlichen Betriebsparteien nicht einigen konnten. Das bloße Bestehen dieser Kommission wird dafür sorgen, dass sich die Arbeitgeberseite kooperativer zeigt. Denn die örtlichen Personalverantwortlichen wollen natürlich nicht vor ihren Vorgesetzen erklären müssen, warum sie nicht mit ihrem Betriebsrat klar kommen. EVG VB Mitbestimmung 18

19 VEREINBARUNG ZUR PERSONALPLANUNG Die letztendliche Verantwortung für die Personalplanung bleibt beim Unternehmen. Dieser Hinweis ist sehr wichtig, um allen Beteiligten die bestehenden Verantwortlichkeiten deutlich zu machen. EVG und Interessenvertretungen können eine Personalplanung lediglich prüfen und bewerten. Wenn sie nicht sachgerecht ist, bzw. das notwendige Personal - aus welchen Gründen auch immer - nicht zur Verfügung steht, dann ist der BR aufgefordert, im Interesse der Beschäftigten zu handeln. Zur Evaluierung der Umsetzung wird ein weiteres Spitzengespräch für vereinbart. Dabei wird auch über den für die nächste Planungsrunde anzuwendenden Prozess eine Abstimmung herbeigeführt. Frankfurt am Main, den EVG VB Mitbestimmung 19

20 JETZT IM INTERESSE DER BESCHÄFTIGTEN HANDELN Überprüfung der Personalplanung in allen Betrieben bis zum 15. Oktober 2013 Umsetzung der Vereinbarung und des DemografieTV Aber gleichzeitig: Nutzung aller Möglichkeiten um die Überlastung der Beschäftigten zu vermeiden, Überstunden zu reduzieren und Urlaub zu gewähren! Die DB AG muss im Bedarfsfall sofort tätig werden. EVG VB Mitbestimmung 20

21 HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN DER BETRIEBSRÄTE Handlungsfelder der Betriebsräte 1. Konsequente Anwendung des BetrVG 87: Beginn und Ende der Arbeitszeit, Dienstpläne, Abweichung von der regelmäßigen Arbeitszeit, Pausen, Zustimmung zur Mehrarbeit etc. 99: Einstellungen, Versetzungen, Leiharbeit 2. Aufkündigung von Betriebsvereinbarungen Bestehende Betriebsvereinbarungen, die Mitbestimmungsrechte des BetrVG regeln, wie z.b. zu Eil- und Notfällen, überprüfen und ggf. kündigen. EVG VB Mitbestimmung 21

22 Interessenvertretungen und EVG bilden eine Einheit und arbeiten eng und koordiniert zusammen. Interessenvertreter sind Gewerkschaftsfunktionäre Vorstandsbereich Klaus-Dieter Hommel 22

23 Vielen Dank! EVG VB Mitbestimmung 23

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