Wintersemester 2002/2003 Sommersemester 2003 PP: Grundlagen des Internationalen Managements Internationale Wertschöpfungs-Prozesse (II) 2 SWS

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1 Lehrprojekt: Internationales Management Akademisches Jahr 2002/2003 Übersicht Wintersemester 2002/2003 Sommersemester 2003 PP: PP: Grundlagen des Internationalen Managements Internationale Wertschöpfungs-Prozesse (II) Oesterle Freiling Internationale Wertschöpfungs-Prozesse (I) Freiling Mittelstand in internationalen Wertschöpfungsnetzen Freiling Internationale Handels- und Wettbewerbspolitik 4 SWS Knorr Interkulturelles Management Oesterle Theorie und Empirie von Internationalisierungsprozessen Oesterle Veranstaltungsinhalte Internationale Wertschöpfungsprozesse (I) Die Veranstaltung widmet sich im Schwerpunkt dem einzelbetrieblichen Handeln von Unternehmungen im internationalen Geschäft zum Zwecke der Gestaltung wertschöpfender Prozesse. Dabei wird erstens die Einbettung der Unternehmung in die sie umgebenden Märkte betont. Daran anknüpfend und die marktlichen Verhältnisse berücksichtigend, werden zweitens die Zusammenhänge hervorgehoben, die zwischen einzelnen Prozessen in unterschiedlichen betrieblichen Funktionsbereichen (Beschaffung, Logistik, Produktion, Absatz) bestehen (Prinzip der integrierten Wertschöpfungsprozesse). Bei der Behandlung der einzelnen Aspekte wird besonders auf das internationale Marketing sowie auf das internationale Supply Management einzugehen sein. Durch die zunehmenden internationalen Wirtschaftsverflechtungen ergeben sich für die Unternehmungen teilweise neue Möglichkeiten, teilweise aber auch neue Restriktionen bezüglich der Gestaltung der Wertschöpfungsprozesse. Mit Hilfe der ökonomischen Theorie wird analysiert, wie die der Unternehmung zur Verfügung stehenden Mittel wirtschaftlich zum Zwecke der Leistungserstellung einzusetzen sind. In diesem Kontext wird die

2 Notwendigkeit von Forschungs- und Entwicklungsprozessen betont, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wertschöpfungssystems zu erhalten bzw. zu verstärken. Eine wesentliche Unterscheidung bezüglich der Gestaltung internationaler Wertschöpfungsprozesse betrifft den Gegenstand der Leistungserstellung. In diesem Zusammenhang wird zwischen der Erstellung materieller Leistungen ( Sachleistungen ) und immaterieller Leistungen ( Dienstleistungen und Rechte) differenziert. Die grundsätzlichen Besonderheiten bezüglich Erstellung und Vermarktung von Dienstleistungen werden aufgearbeitet. Leitender Gedanke mit Blick auf Gestaltungsfragen der Wertschöpfung stellt die Schaffung und Erhaltung bzw. der Ausbau nachhaltiger Wettbewerbsvorteile dar. Darüber wird zugleich eine Verbindung zu den im Bereich General Management anzusiedelnden Veranstaltungen des Lehrprojektes angestrebt. Internationale Wertschöpfungsprozesse (II) Die Lehrveranstaltung baut auf den Arbeitsvorhaben Internationale Wertschöpfungsprozesse (I) und Mittelstand in internationalen Wertschöpfungsprozessen auf. Sie setzt im Gegensatz zur Veranstaltung Internationale Wertschöpfungsprozesse (I) auf der unternehmungsübergreifenden Ebene an und betont damit das Handeln von international tätigen Unternehmungen im kooperativen Kontext. Vor diesem Hintergrund stehen Kooperationsformen zur Diskussion, welche eine wirtschaftliche Leistungserstellung im internationalen Kontext ermöglichen. Die Kooperationsformen werden mit Hilfe ökonomischer Theorien untersucht. Unter anderem werden dabei folgende Themen angesprochen: Horizontale Kooperationen: Strategische Allianzen Vertikale Kooperationen: Supply Chain Management, Efficient Consumer Response, Franchising Laterale Kooperationen: Virtuelle Unternehmungen

3 Mittelstand in internationalen Wertschöpfungsnetzen In der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die erforderlichen Prüfungsvorleistungen (Referate) im Rahmen des Lehrprojektes zu erbringen. Inhaltlich ist es Ziel der Veranstaltung, anhand der zur Bearbeitung anstehenden Themen 1. die spezifische Ausgangssituation mittelständischer Unternehmungen innerhalb des internationalen Wettbewerbs zu analysieren, 2. die Besonderheiten des internationalen Geschäftes aus der Sichtweise mittelständischer Betriebe aufzuarbeiten, 3. dabei die zunehmende Notwendigkeit betrieblichen Handelns in Unternehmungsnetzwerken zu betonen und zu erklären, 4. Erkenntnisse zum wirtschaftlichen Handeln mittelständischer Betriebe in internationalen Wertschöpfungsnetzen auf Basis der Erkenntnisse der ökonomischen Theorie zu generieren (einzel- und überbetriebliche Ebene), 5. Strategien von KMUs für den Zugang zu und das Verhalten in derartigen Netzwerken zu entwickeln, 6. Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Steuerung des gesamten Netzwerks zu Zwecken der Schaffung/des Ausbaus nachhaltiger Wettbewerbsvorteile zu erfolgen hat (Entwicklung von Koordinationsformen und Ausformulierung kollektiver Strategien). Ansprechpartner: Prof. Dr. Freiling WiWi 3.18 Tel.: Christina Blanco Stefaniew Wissenschaftliche Mitarbeiterin WiWi 3.14 Tel.:

4 Internationale Handels- und Wettbewerbspolitik Inhalt der Veranstaltung: In dieser Veranstaltung werden die theoretischen Grundlagen der internationalen Handelsund Wettbewerbspolitik, sowie deren praktische Umsetzung in Deutschland und der EU dargestellt. Darüber hinaus werden alternative Ansätze zur Internalisierung der Wettbewerbspolitik diskutiert. Topics: Theoretische Grundlagen der Wettbewerbspolitik Praktische Wettbewerbspolitik in Deutschland und der EU Theoretische Grundlagen der Handelspolitik Handelsbeschränkungen Praktische Handelpolitik Interdependenzen zwischen Handels- und Wettbewerbspolitik Internationalisierung der Wettbewerbspolitik Supranationale Wettbewerbspolitik in regionalen Integrationsräumen Weltkartellrecht Grobgliederung: I. Einführung II. Grundzüge der Wettbewerbspolitik Theoretische Grundlagen der Wettbewerbspolitik (GWB vs. UWG, Definition, Wettbewerbsfunktionen) Alternative wettbewerbspolitische Leitbilder (Liberalismus, Vollk. Konkurrenz) Praktische Wettbewerbspolitik in Deutschland und der EU (Träger, Ziele, Instrumente) III. Grundzüge der Handelspolitik Theoretische Grundlagen der Handelspolitik (Erklärungsansätze) Alternative handelspolitische Leitbilder Handelsbeschränkungen (Typen, Wirkungen) Praktische Handelpolitik (Definition, Ziele, Träger, Instrumente) Internationalisierung der Wettbewerbspolitik ( Draft International Antitrust Code )

5 Literatur: Berg, H.: Wettbewerbspolitik, in: D. Bender/H. Berg/D. Cassel u.a. (Hrsg.): Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Bd. 2, 7. Aufl., München Hauser, H./K.-U. Schanz: Das neue Gatt, 2. Aufl., München Herdzina, K.: Wettbewerbspolitik, 5. Aufl., Stuttgart. Heuß, E.: Allgemeine Markttheorie, Tübingen und Zürich Klemmer, P. (Hrsg.): Handbuch Europäische Wirtschaftspolitik, München Knorr, A./H.-D. Smeets: Internationale Handelspolitik, erscheint demnächst bei UTB. Siebert, H.: Weltwirtschaft, Stuttgart Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Knorr Raum: BEGO 2700 Tel.: Andreas Arndt Wissenschaftlicher Mitarbeiter Raum: BEGO 2300 Tel.:

6 Interkulturelles Management Veranstaltungsziele: Ziel dieses Seminars ist die Sensibilisierung der Teilnehmer für die hohe Bedeutung des Interkulturellen Managements bei internationaler Geschäftstätigkeit. Hierzu wird zunächst ein kurzer Überblick über die Kulturforschung sowie die Einflusspotenziale von Kultur auf die betrieblichen Teilpolitiken gegeben. Anschließend wird eine Auswahl der bedeutendsten kulturvergleichenden Studien vorgestellt und diskutiert, um die Teilnehmer mit den grundlegenden Kulturstandards vertraut zu machen. Aufgrund der besonderen Relevanz im internationalen zwischenmenschlichen Umgang werden die Teilaspekte Interkulturelle Personalführung sowie Interkulturelle Kommunikation mit Kollegen und Geschäftspartnern schwerpunktmäßig behandelt. Die Teilnehmer werden mit verschiedenen Führungskonzepten und -stilen vertraut gemacht. Zudem werden die verschiedenen Formen der Kommunikation und deren Bedeutung in internationalen Begegnungen herausgearbeitet. Interkulturelle Handlungskompetenz der Mitarbeiter gilt heute als eine der Schlüsselqualifikationen im internationalen Management und als zwingende Voraussetzung für international erfolgreiches Arbeiten. Im Rahmen dieses Seminars wird der Begriff einer differenzierten und umfassenden Betrachtung unterzogen. Theorie und Empirie von Internationalisierungsprozessen Veranstaltungsziele: Ziel dieses Seminars ist die Sensibilisierung der Teilnehmer für die Bedeutung des Internationalisierungsprozesses. Hierzu soll zunächst ein Überblick über die theoretischen Grundmodelle der Unternehmensentwicklung allgemein sowie bei internationaler Tätigkeit erarbeitet werden. Anschließend werden aufgrund der besonderen Relevanz klassische und innovative Internationalisierungsprozesstheorien behandelt. Die Teilnehmer sollen sich mit verschiedenen Methoden, Techniken und empirischen Ansätzen der Internationalisierungsprozessforschung vertraut machen, wobei auch ein Praxisbezug über eine kritische Analyse der Theoriekonformität angestrebt wird.

7 Grundlagen des Internationalen Managements Lerninhalte: Ziel der Veranstaltung ist es zum einen, das disziplinäre Sein des internationalen Managements innerhalb der Betriebswirtschaftlehre aufzuzeigen. Dies geht einher mit der Verdeutlichung, in welchem Maße die Tätigkeit von Unternehmen durch Internationalisierung verändert wird. Zum anderen besteht der Anspruch, mit der Veranstaltung die Notwendigkeit sowie Konzepte und Techniken der internationalen Unternehmensführung zu veranschaulichen und das Internationale Management insgesamt in die relevanten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzubetten. Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael-Jörg Osterle Raum: WiWi 2.02 Tel.: Michael Wichmann Wissenschaftlicher Mitarbeiter Raum: WiWi 2.09 Tel.:

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