20 Möglichkeiten und. Voraussetzungen technologiebasierter Kompetenzdiagnostik

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1 20 Möglichkeiten und Voraussetzungen technologiebasierter Kompetenzdiagnostik

2 Bildungsforschung Band 20 Möglichkeiten und Voraussetzungen technologiebasierter Kompetenzdiagnostik Impressum Herausgeber Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Referat Öffentlichkeitsarbeit Berlin Bestellungen Schriftlich an den Herausgeber Postfach Bonn oder per Tel.: Fax: (0,14 Euro/Min.) Internet: Autoren Dr. Johannes Hartig (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Prof. Dr. Eckhard Klieme (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Nina Jude (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Astrid Jurecka (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Ulf Kröhne (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Prof. Dr. Katharina Maag-Merki (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Dr. Jean-Paul Reef (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Dr. Joachim Wirt (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung), Frankfurt am Main Bonn, Berlin 2007 Gedruckt auf Recyclingpapier

3 Johannes Hartig Eckhard Klieme (Hrsg.) Möglichkeiten und Voraussetzungen technologiebasierter Kompetenzdiagnostik Eine Expertise im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

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107 Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unentgeltlich abgegeben. Sie ist nicht zum gewerblichen Vertrieb bestimmt. Sie darf weder von Parteien noch von Wahlbewerberinnen/Wahlbewerbern oder Wahlhelferinnen/Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen sowie für Wahlen zum Europäischen Parlament. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen und an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese Schrift der Empfängerin/dem Empfänger zugegangen ist, darf sie auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Bundesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.

108 20 Infolge der zunehmenden Wissensintensität in vielen Arbeits- und Lebensbereichen und der Globalisierung von Arbeits- und Bildungsmärkten wird die Frage nach der Produktivität des Bildungswesens zu einer gesellschaftlichen Kernfrage. Von der empirischen Bildungsforschung wird erwartet, dass sie diese Produktivität messbar macht. Auf Basis von Kompetenzmessungen sollen Erklärungsmodelle für Verlauf und Effektivität von Bildungsprozessen entwickelt werden sowie Interventionsstrategien wissenschaftlich untersucht werden. Der empirischen Erfassung von Kompetenzen, die sowohl als Produkt erfolgreicher Lernprozesse als auch als Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen betrachtet werden, kommt daher eine Schlüsselfunktion für die Erforschung von Bildungsprozessen zu. Die Nutzung technologiebasierter Erhebungsverfahren gewinnt bei der empirischen Erfassung von Kompetenzen aus mehreren Gründen an Bedeutung. Computer- und netzwerkbasiertes Assessment ermöglicht eine schnellere und ökonomischere Datenerhebung, als dies mit traditionellen Testverfahren möglich ist. Auch die Datenauswertung und die Rückmeldung von Testergebnissen werden durch technologiebasiertes Assessment erleichtert und beschleunigt. Darüber hinaus eröffnet technologiebasiertes Assessment durch die Möglichkeiten dynamischer und multimedialer Testinhalte den Zugang zu Kompetenzbereichen, die mit traditionellen Tests entweder gar nicht oder nur sehr schwer zugänglich sind. Der vorliegende Band richtet sich an potenzielle Anwender empirischer Kompetenzerfassung in Wissenschaft und Praxis und stellt die Möglichkeiten und Chancen neuer Assessment-Technologien in diesem Bereich dar. Zugleich werden die technischen Anforderungen, die sich in spezifischen Anwendungskontexten ergeben, behandelt. Die einzelnen Beiträge des Bandes befassen sich zunächst mit konzeptionellen Grundlagen der empirischen Erfassung von Kompetenzen wie der Definition des Kompetenzbegriffs, den Qualitätsanforderungen an Testverfahren und Fragen der psychometrischen Modellierung von Kompetenzen. Hierauf aufbauend werden Möglichkeiten und potenziell kritische Aspekte technologiebasierten Assessments behandelt. Aus der Perspektive verschiedener Anwendungen werden technische Anforderungen an computer- und netzwerkbasierte Kompetenzerfassung formuliert. Schließlich werden mehrere konkrete Anwendungsszenarien technologiebasierten Assessments in verschiedenen Kontexten von Bildungsevaluation, Bildungsforschung und Lehre skizziert und die Anforderungen an die Architektur einer Software-Plattform für technologiebasierte Kompetenzdiagnostik abgeleitet.

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