Während der allgemeinen Therapie ist der Bereich des Weidenhofes nicht zu verlassen. Die Teilnahme an den Therapien ist Pflicht.

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1 Hausordnung 1. Sprachliche Gleichbehandlung Soweit im Folgenden personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. 2. Anordnungen für BewohnerInnen und BesucherInnen Die Hausordnung regelt das Verhalten der BewohnerInnen und BesucherInnen im Therapiezentrum. Im Interesse einer bestmöglichen Versorgung der BewohnerInnen sowie eines geordneten Betriebsablaufes sind alle Mitbewohner und Besucher verpflichtet, die Hausordnung einzuhalten sowie den Anordnungen der behandelnden Ärzte und Therapeuten, des Leiters der Verwaltung und sonstiger befugter Personen im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereiches Folge zu leisten. Des weiteren ist alles zu unterlassen, das den Behandlungserfolg für die BewohnerInnen gefährden könnte. 3. Ärztliche / therapeutische / pädagogische / soziale Betreuung Die Art der Behandlung und Betreuung in ihrer Gesamtheit wird von den behandelnden Ärzten in Absprache mit den Therapeuten und dem pädagogisch geschulten Fachpersonal festgelegt. Die vorgeschriebenen Untersuchungen und Behandlungen, Einzel- und Gruppentherapien, Einzel- und Gruppenaktivitäten, sowie Diätpläne sind genauestens einzuhalten. Zu den ärztlichen Untersuchungen und sonstigen speziellen therapeutischen Maßnahmen werden die BewohnerInnen gesondert eingeladen (lt. Tagesplan). Während der allgemeinen Therapie ist der Bereich des Weidenhofes nicht zu verlassen. Die Teilnahme an den Therapien ist Pflicht. Zur Aufnahme in die WG sind folgende Unterlagen mitzubringen: Sämtliche Arztbriefe und Vorbefunde von Ärzten, Kliniken, Therapeuten, Sozialarbeitern, Betreuern etc., ein gültiger Reisepass oder Personalausweis, e-card. Bei der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung sind alle vom bisher behandelnden Arzt vorgeschriebenen Medikamente mitzubringen sowie die in Apotheken / Drogerien / Reformabteilungen etc. selbst gekauften Arzneimittel dem untersuchenden Arzt vorzulegen bzw. auch die BetreuerInnen und TherapeutenInnen anlässlich des Aufnahmegesprächs diesbezüglich zu informieren. Weiterhin dürfen nur die vom Arzt verordneten bzw. genehmigten Medikamente während des Aufenthalts in der WG eingenommen werden. ATU lt. 6 Ziffer 19 UStG unecht befreit- Seite 1 von 6

2 4. BewohnerInnenrechte Die BewohnerInnen haben das Recht auf Einsicht in die Krankengeschichte sowie das Recht auf Aufklärung und Information bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten, des Therapieangebotes, Anwendung und Wirkungsweise einschließlich möglicher Risiken. 5. BewohnerInnenzimmer / gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten Die den BewohnerInnen bei der Aufnahme zugewiesenen Zimmer dürfen nicht eigenmächtig, sondern können jederzeit nach Absprache mit der Gruppe und dem/der LeiterIn (unter Berücksichtigung der räumlichen Trennung nach männlich/ weiblich) getauscht werden. Den BewohnerInnen ist nicht gestattet, Dienstunterkünfte der Bediensteten, Wirtschaftsräume, Privaträume oder ein Büro zu betreten. Das Inventar des Therapieraumes ist nur unter Anleitung des Fachpersonals zur einschlägigen therapeutischen Verwendung bestimmt und darf von den BewohnerInnen nicht eigenmächtig in Betrieb genommen bzw. verwendet oder aus den Räumlichkeiten entfernt werden. Ausgeliehene Gegenstände sowie ausgeliehene Bücher sind ordnungsgemäß und unbeschädigt wieder zurückzugeben. Alle BewohnerInnen sind verpflichtet, in den Zimmern und im Haus sowie in den Außenanlagen (Reitplatz, Trainingsplatz, Gartenanlagen etc.) und Stallungen auf Sauberkeit und Ordnung bedacht zu sein. Abfälle, Papier usw. sind in die dafür vorgesehenen Behälter zu werfen (Mülltrennung!). In die Waschbecken und in die WC-Muscheln darf nichts gegeben werden, das den Abfluss verstopfen könnte. Grundsätzlich sind bei Verlassen des Zimmers die Fenster zu kippen und die Türen zu schließen sowie alle Lichter und Radios und sonstige Geräte (TV, PC etc.) auszuschalten. Die Verwendung elektrischer Geräte wie Kocher, Bügeleisen und Heizgeräte (insbesondere Heizdecken) in den BewohnerInnenzimmern ist unzulässig. Rundfunk- und TV-Geräte stehen den BewohnerInnen in den Gemeinschaftsräumen zur Verfügung, ebenso Bücher, Zeitungen und Spiele. Bei der Verwendung von mitgebrachten Geräten ist auf die Mitbewohner Rücksicht zu nehmen und jede unnötige Lärmentwicklung zu vermeiden. Alle eventuell auftretenden Schäden sind unverzüglich dem/der LeiterIn zu melden. ATU lt. 6 Ziffer 19 UStG unecht befreit- Seite 2 von 6

3 6. Essen / Trinken / Rauchen Die Teilnahme an den Mahlzeiten gilt als Bestandteil der Therapie. Die Mahlzeiten werden von allen BewohnerInnen gemeinsam zu den bekannt gegebenen Essenszeiten, die genau einzuhalten sind, eingenommen. Ein Fernbleiben von der Mahlzeit ist nur mit besonderer Genehmigung des Arztes, Therapeuten oder Betreuers gestattet. In den Zimmern wird nur bettlägerigen bzw. pflegebedürftigen BewohnerInnen serviert. Es ist nicht zulässig, Geschirr, Besteck oder Nahrungsmittel aus der Küche in andere Räume mitzunehmen. Das Horten von Lebensmitteln (auch selbst gekauften) in den BewohnerInnenzimmern oder anderen Räumlichkeiten ist nicht gestattet. In allen Räumlichkeiten des Weidenhofes gilt grundsätzlich allgemeines Rauchverbot; nur an eigens dafür bestimmten Örtlichkeiten ist das Rauchen zulässig. Es obliegt den Rauchern, dafür Sorge zu tragen, dass die Aschenbecher regelmäßig geleert und gereinigt werden. Während der Dauer des Aufenthalts in der WG dürfen die BewohnerInnen - insbesondere im Bereich der WG - keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen. In diesem Sinn wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass von Seiten des Therapiezentrums keine Haftung übernommen wird, wenn ein/eine PatientIn im oder außerhalb des Bereichs der WG unter Einwirkung von Alkohol bzw. nach Alkoholmissbrauch sich selbst oder andere Personen gefährdet, ihnen Schaden zufügt oder einen Sachschaden verursacht. 7. Tiere Die Mitnahme von Haustieren in die WG ist grundsätzlich nur nach Absprache mit der Leitung und den Mitbewohnern erlaubt. Die Tiere werden von den BewohnerInnen selbst versorgt. Im Umgang mit den hauseigenen Tieren des Weidenhofes, insbesondere mit den Pferden, sind unbedingt und ausnahmslos den Instruktionen des Fachpersonals Folge zu leisten. Für Schäden die durch Zuwiderhandeln des/der Patient(en)/in entstehen, haftet der/die PatientIn bzw. dessen gesetzliche Vertreter. Für Unfälle und Verletzungen als Folge von unsachgemäßem oder eigenmächtigem Umgang der BewohnerInnen mit den Tieren übernimmt das Therapiezentrum keine Haftung. 8. Versicherung Jede(r) Bewohner(in) garantiert dem Therapiezentrum eine gültige Kranken- sowie Haftpflicht-Versicherung zu haben. Privatversicherungen bzw. Zusatzversicherungen sind nicht obligatorisch. Mitversicherung beim gesetzlichen Vertreter / Erziehungsberechtigten / Lebenspartner werden von der WG gleichermaßen akzeptiert. ATU lt. 6 Ziffer 19 UStG unecht befreit- Seite 3 von 6

4 9. Haftung für das Eigentum des/der Patient(en)/in Für die von den BewohnerInnen mitgebrachten Kleider, Wäschestücke und sonstige Gebrauchsgegenstände wird grundsätzlich keine Haftung übernommen. Das gleiche gilt für Wertsachen und Geldbeträge. Beim Auszug aus der WG sind alle mitgebrachten Sachen wieder mitzunehmen. Entsorgungsgebühren für zurückgelassene Gegenstände gehen zu Lasten des/der BewohnerInnen bzw. deren gesetzlichen Vertreter. 10. Vorschriften für BesucherInnen Besuche bei den BewohnerInnen sind nur zu den jeweils mit dem Leiter vereinbarten Besuchszeiten zulässig. Das Betreten der BewohnerInnenzimmer ist aus Rücksicht auf die anderen BewohnerInnen nicht erwünscht. Ausnahmen ergeben sich bei bettlägerigen BewohnerInnen nach Rücksprache mit dem/der diensthabenden BetreuerIn. Im Interesse der BewohnerInnen dürfen Besucher keine Speisen oder Getränke mitbringen und auch nicht auf dem Postweg zusenden. Das Betreten der Räumlichkeiten des Therapiezentrums Weidenhof ist Besuchern generell untersagt, Ausnahmen gelten bei Voranmeldung bzw. Absprache mit dem/der diensthabenden BetreuerIn. Im übrigen gelten für BesucherInnen die Vorschriften dieser Hausordnung sinngemäß. Personen, die der Hausordnung zuwiderhandeln oder den Therapiebetrieb stören, werden vom Besuch der WG ausgeschlossen. Das gilt auch für Personen, die unsere BewohnerInnen oder Mitarbeiter belästigen. Vertreterbesuche (egal welcher Sparte) sind unzulässig. 11. Wünsche / Anregungen / Beschwerden Wünsche, Anregungen und Beschwerden der BewohnerInnen können täglich in der Morgengruppe zum Ausdruck gebracht werden, betreffend medizinischer Angelegenheiten können sie beim wöchentlichen Arztbesuch besprochen werden, betreffend therapeutischer/betreuerischer Angelegenheiten wendet sich der/die BewohnerIn an seinen/ihren TherapeutIn/BetreuerIn, betreffend organisatorischer/ verwalterischer Angelegenheiten spricht man mit dem/der LeiterIn. Das gleiche gilt für BesucherInnen. 12. Auskünfte Grundsätzlich werden keine telefonischen Auskünfte über unsere BewohnerInnen und deren Befindlichkeit gegeben (Datenschutz). In Ausnahmefällen und nach Absprache mit den behandelnden TherapeutInnen sowie mit Zustimmung des/der ATU lt. 6 Ziffer 19 UStG unecht befreit- Seite 4 von 6

5 Patient(en)/in, in Notfällen und bei Komplikationen, erhalten Angehörige von Uhr Auskunft. Die zeitweilige Anwesenheit bestimmter Angehöriger zu Familientherapie-Sitzungen ist erwünscht. Telefonzeiten sind ausschließlich in den therapiefreien Stunden des Tages. Bei Zuwiderhandeln und um den Therapieablauf nicht zu stören, wird nach Verwarnung von Seiten des TZ das Mobiltelefon des BewohnerInnens bis auf weiteres verwahrt. 13. Verhalten im Brandfall Im Brandfall sind Türen und Fenster zu schließen und die Räumlichkeiten des Weidenhofes zu verlassen. Des weiteren sind den Anweisungen der Exekutive und der Einsatzkräfte unbedingt Folge zu leisten. 14. Verstoß gegen die Hausordnung / Behandlungsvorschriften Schwere oder wiederholte Verstöße gegen die Hausordnung oder gegen das ABGB können eine Entlassung des/der BewohnerInnen nach sich ziehen. Schwerwiegende Verstöße gegen das Gesetz werden an die Exekutive weitergeleitet. Für jeden Schaden an Personen oder Gegenständen, welcher durch Nichteinhaltung der Hausordnung zustande kommt, haftet in vollem Umfang der/die PatientIn bzw. dessen/deren gesetzlicher Vertreter. BewohnerInnen, die notwendige Behandlungsmaßnahmen verweigern, und sich daraus ein möglicher Schaden für ihre Gesundheit ergibt, werden in das nächstgelegene Krankenhaus eingewiesen bis sich ihr Zustand stabilisiert hat und ein weiterer Verbleib in der WG wieder verantwortbar ist. ATU lt. 6 Ziffer 19 UStG unecht befreit- Seite 5 von 6

6 Hausordnung Von Punkt 1 bis Punkt 14 wurde die Hausordnung gelesen und angenommen: 9131 Grafenstein, den... Eltern: Unterschrift: PatientIn: Unterschrift: ATU lt. 6 Ziffer 19 UStG unecht befreit- Seite 6 von 6

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