HowTo: Logging, Reporting, Log-Analyse und Logserver-Einrichtung Version 2007nx Release 3

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2 Inhalt 1 Securepoint Logserver Logserver für eine Securepoint Appliance einrichten Logserver an der Appliance registrieren Syslogserver auf der Appliance angeben Installation Logserver Installation auf einem Windows-Rechner von Securepoint CD-ROM Logserver Grundkonfiguration Logserver Datenbankverwaltung Einrichtung der Datenbank Datenbank Archivierung Log File Manager verwenden Reporting und Alarmierung durch den Logserver Logserver Alarmierung Logserver Reporting Logserver Ereignis Reporting Dienstauswahl Netzwerkkonfiguration Fehlerbehandlung

3 1 Securepoint Logserver Ein wichtiger Teil der Funktionen der Securepoint Security Appliance sind Logging, Reporting und Log-Analyse. Die Log-Datei beinhaltet das automatisch erstellte Protokoll bestimmter Aktionen und Prozesse auf einer Securepoint Security Appliance. Securepoint Logserver Die Aufgaben des Securepoint Logservers ist das Sammeln und Sichern von Log-Daten von Securepoint-Systemen. Der Logserver bietet ebenfalls Alarmierungsfunktionen. Die Appliance kommuniziert über das Syslog-Protokoll (siehe RFC 3164 und 3195) mit dem Securepoint Logserver. Da das Protokoll Syslog verwendet wird, kann die Securepoint die Logdaten auch auf einen beliebigen anderen SysLogserver speichern. Jedoch kann in diesem Fall der Securepoint Syslog Client die Daten nicht für die grafische Auswertung abrufen. Im Folgenden wird die Konfiguration des Securepoint Logservers beschrieben. Abb. 1 Logserver, historische Log-Daten und Live-Log-Daten Es werden keine Log-Daten mehr auf der Firewall zwischengespeichert. Möchte man auf Loginformationen in der Vergangenheit zugreifen, so wird ein Logserver benötigt. Die Firewall schickt per syslog (Port 514 UDP) die Loginformationen an den Logserver. Dazu muss nur die IP des Logservers eingetragen werden. Um an die Logdaten zu gelangen, muss dem Manager mittgeteilt werden, wo diese abgelegt sind. Die Kommunikation zwischen Manager und Logserver findet über SSH (Port 22 TCP) statt. Auf dem Logserver läuft ein SSH-Deamon an dem man sich mit dem Windows- Benutzerkonto authentifiziert. Hinweis: Bei der Authentifizierung am Logserver muss Groß- und Kleinschreibung beachtet werden! 3

4 2 Logserver für eine Securepoint Appliance einrichten 2.1 Logserver an der Appliance registrieren Damit ein Logserver Daten von Securepoint Security Appliances sammeln kann, müssen die Appliances wissen, wohin sie die Daten senden müssen. Tragen Sie deshalb zuerst einen Logserver bei Ihrer Appliance ein. Starten Sie einen Securepoint Security Manager über: Start -> Programme -> Securepoint 2007nx -> Security Manager und geben Sie Ihr Container-Passwort ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit dem Button OK. Abb. 2 Container Kennwort eingeben Anmelden an der Appliance Abb. 4 mit Firewall verbinden Abb. 3 Eigenschaften anzeigen lassen Durch Doppelklick auf das Firewall-Objekt auf der Auswahlleiste oder mit Klick der rechten Maustaste auf das Firewall-Objekt sowie Auswahl des Menüpunktes Verbinden wird eine Verbindung zur ausgewählten Appliance hergestellt. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf ein vorhandenes rotes Firewall-Symbol im linken Fenster des Security Managers und wählen Sie Eigenschaften. Für diese Appliance wird dem Manager ein Logserver angegeben, von dem er die Logdaten abrufen kann. Achtung: Sollte kein Firewall-Symbol vorhanden sein, haben Sie noch keine Appliance für den Security Manager eingerichtet dies müssen Sie vorher tun. 4

5 In den Eigenschaften der Firewall stehen Ihnen zwei Folder zur Verfügung: Firewall und Logserver. Wechseln Sie auf den Folder Logserver und geben Sie folgende Daten ein: Aktivieren Sie External Logging. Tragen Sie nun die IP-Adresse des Rechners ein, auf dem der Logservers läuft. Geben Sie ebenfalls Login und Passwort inkl. der Passwortbestätigung ein, damit sich die Appliance auf dem Logserver authentisieren kann. Diese Login-Daten sind entweder der lokale Benutzer oder Benutzer aus der Windows-Domäne, der beim Logserver eingetragen ist. Abb. 5 Logserver Daten angeben Eingabefelder Adresse Port Login Passwort Bestätigung IP-Adresse des Logservers Port auf dem der Logserver erreichbar ist (default 22 ssh-port). Auf dem Logserver konfigurierter Benutzername. Dies ist ein lokaler Windows-User oder Domain-User auf dem Rechner des Logservers. Passwort des konfigurierten Benutzers (Windows-User bzw. Domain- Passwort) Passwort bestätigen Beachten Sie: Unter Logserver wird ein Securepoint Logserver, auf die die Appliance alle Logdaten ablegt, angegeben. Nur wenn hier alle Daten richtig angegeben werden, kann die Logfile-Auswertung über den Securepoint Security Manager verwendet werden. 5

6 2.2 Syslogserver auf der Appliance angeben Sie müssen auf der Appliance einstellen, auf welchen IPs sie ihre Syslog-Pakete schicken soll. klicken Sie auf das Icon Netzwerk. Gehen Sie auf den Folder Server-Einstellungen. Klicken Sie bei Logging-Server auf Hinzufügen. Abb. 6 Logserver IP-Adresse hinzufügen Tragen Sie in das Dialog-Fenster die IP des Logservers ein. Speichern Sie Ihre Konfiguration über OK. Werden mehrere IPs angegeben, schickt die Firewall zu allen IPs die Lognachrichten. 6

7 3 Installation Logserver 3.1 Installation auf einem Windows-Rechner von Securepoint CD-ROM Der Securepoint Logserver muss auf einem Microsoft Windows Betriebssystem installiert werden. Der Logserver befindet sich auf der CD-ROM im Folder: /programs/logserver.exe. Starten Sie dieses Programm zur Installation unter Windows. Nach der Installation läuft der Logserver als Dienst im Hintergrund. Abb. 7 Übersicht installierter Dienste und deren Status 7

8 3.2 Logserver Grundkonfiguration Konfigurationsoberfläche des Logservers starten Nach der Installation kann über den angelegten Link im Startmenü die Konfigurationsoberfläche des Logservers gestartet werden. Klicken Sie hierzu auf: Start -> Programme -> Securepoint 2007nx-> Logserver Benutzer für den Logserver anlegen Unter der Benutzerverwaltung werden entweder lokale Benutzer oder Benutzer aus der Windows-Domäne angegeben, die sich zu dem Logserver verbinden dürfen. Die hier angegebenen Benutzer müssen über Adminrechte verfügen. Vorgehensweise: Klicken Sie auf Benutzerverwaltung und auf den Button Hinzufügen. Ein neues Dialog-Fenster öffnet sich. Legen Sie nun einen Benutzer aus der Domäne oder dem lokalen Rechner an, indem Sie ihn aus der Liste auswählen und auf Hinzufügen klicken. Der neue Benutzer wird in der Tabelle erlaubte Benutzer abgelegt. Abb. 8 Benutzerverwaltung des Logservers 8

9 Security Manager zur Anbindung an den Logserver anlegen Neben der Benutzerabfrage wird festgelegt, welche IP-Adressen sich zu dem Logserver verbinden dürfen. Es müssen beide Kriterien erfüllt sein, damit eine Verbindung zum Abrufen und Auswerten der Logdaten stattfinden kann. Unter Erlaubte Securepoint Manager werden die IP-Adressen oder Netze von Security Managern festgelegt, die sich zum Logserver verbinden dürfen. Abb. 9 Berechtigung für Security Manager anlegen 9

10 Appliance anlegen, die dem Logserver Log-Daten senden dürfen Securepoint Appliance werden IP-Adressen von Appliances festgelegt, die sich zum Logserver verbinden dürfen. Abb. 10 Zugriff für Securepoint Appliance erlauben 10

11 4 Logserver Datenbankverwaltung Die Datenbankverwaltung ist in die Bereiche Verwaltung und Archivierung unterteilt. Unter dem Bereich Datenbankverwaltung wird definiert, wie lange Daten aufbewahrt werden sollen und wie viel Speicherplatz die Logdaten maximal belegen dürfen. Ebenfalls wird Ihnen hier dargestellt, wie stark die Datenbank schon gefüllt ist. Der Bereich Datenbankarchivierung bietet Ihnen die Möglichkeit die Datenbank in gewählten Intervallen in einem gesonderten Ordner komprimiert zu speichern. Unter dem Bereich Log File Manager können Sie Logdateien nach Archivierungsdaten suchen und anschließend löschen. Abb. 11 Datenbankverwaltung und -archivierung 4.1 Einrichtung der Datenbank Unter dem Eintrag Aufbewahrungszeit der Einträge können Sie entscheiden, wie alt die Einträge in der aktuellen Datenbank sind. Wenn Sie die Datenbankeinträge archivieren möchten, sollten Sie bedenken, dass Sie die Vorhaltezeit nicht kleiner wählen als die Archivierungsintervalle. Wählen Sie z.b. als Aufbewahrungszeit 1 Tag und als Archivierungsintervall wöchentlich, dann werden alle 7 Tage nur die Logeinträge der letzten 24 Stunden archiviert, weil ältere Einträge schon gelöscht wurden. Das Prüfungsintervall bestimmt das Intervall in Minuten, in dem geprüft wird, ob die maximale Datenbankgröße überschritten wird und ob Einträge vorliegen, die älter als die eingetragene Vorhaltezeit sind. Die Maximale Größe der Datenbank wir in Megabyte angegeben und muss mindestens 10 Megabyte groß sein. Bedenken Sie die Größe der Datenbank in Abhängigkeit der Vorhaltezeit und der geloggten Dienste und Appliances festzulegen. 11

12 Der Pfad der Datenbank legt den Ordner fest, in dem die Datenbank abgelegt wird. Die Anzeige Derzeitige Datenbankgröße zeigt Ihnen den Füllstand der Datenbank an. Mit dem Button Datenbank löschen, können Sie den Inhalt der aktuellen Datenbank löschen. Beachten Sie: Sichern Sie Ihre Eingaben durch Betätigen des Speichern Buttons. 4.2 Datenbank Archivierung Unter Ordner für Archivierung legen Sie den Pfad fest, unter dem die komprimierten Logdateien abgelegt werden. Mit dem Button Auswählen, können sie das Dateisystem in Baumstruktur durchsuchen. In der Dropdownbox wird das Archivierungsintervall festgelegt. Beachten Sie: Sichern Sie Ihre Eingaben durch Betätigen des Speichern Buttons. Abb. 12 Datenbankarchivierung 4.3 Log File Manager verwenden Der Log File Manager ist dafür gedacht, alte Archivierungsdateien zu löschen. Dafür wählen Sie unter Anfangs- und Enddatum ein Zeitraum aus, in dem sie archivierte Dateien suchen. Werden Archive des betreffenden Zeitraums gefunden, können Sie sich eine Liste der gefundenen Dateien anzeigen lassen. Mit Betätigen des Löschen Buttons löschen Sie die gefundenen Archive. Abb. 13 Log File Manager 12

13 5 Reporting und Alarmierung durch den Logserver 5.1 Logserver Alarmierung Angriffe, die von dem Intrusion Detection System (IDS) erkannt werden, kann der Logserver sofort per oder über den Windows Nachrichtendienst melden. Wird der Windows Nachrichtendienst verwendet, erscheint die Meldung direkt auf dem Bildschirm des angegebenen Rechners. Zum Versenden der s, kann ein Mailserver angegeben werden, falls der Rechner selber keine s verschicken kann. Beachten Sie: Der Windows Nachrichtendienst kann nur verwendet werden, wenn dieser auf beiden Systemen (LogServer und Host) aktiviert ist. Abb. 14 Alarmierungseinstellungen vornehmen 13

14 5.2 Logserver Reporting Falls ein oder mehrere Administratoren tägliche Reports bekommen sollen, müssen ihre E- Mail-Adressen hinterlegt werden. Wie auch bei der Alarmierung, kann ein Mailserver angegeben werden. Die Reports enthalten html-seiten mit den wichtigsten Informationen/Statistiken zu den Interfaces, Alarmierungen, IDS, Malware und Proxy. Mit dem Button Test Mail, können Sie prüfen, ob Ihre Einstellungen korrekt sind. Abb. 15 Reporting-Einstellungen vornehmen 14

15 5.3 Logserver Ereignis Reporting Der Logserver kann auch bei vordefinierten Ereignissen eine oder eine Meldung über den Windows Nachrichtendienst senden. Hierzu betätigen Sie den Button Hinzufügen und der Dialog Ereignis öffnet sich. Eingabefelder Ereignisname Aktiviert Regex Methode Nachricht Geben Sie dem Ereignis einen aussagekräftigen Namen. Mit dieser Checkbox können Sie definierte Ereignisse von der Meldung ausnehmen. Hier wird ein regulärer Ausdruck erwartet, nach dem die Datenbank durchsucht werden soll. Benachrichtigungsmethode: NET SEND oder Wünschen Sie beide Methoden, müssen Sie zwei Ereignisse anlegen. Text, der in der erscheinen soll oder den der Nachrichtendienst anzeigen soll. -Adressen, der Empfänger. s NET SEND Hosts IP-Adresse der Empfänger. OK Button Speichert das Ereignis in der Liste. Abb. 16 Ereignisse definieren 15

16 6 Dienstauswahl Mit dieser Funktion kann der Logserver so konfiguriert werden, dass nur bestimmte Meldungen protokolliert werden. Für jede überwachte Appliance können individuell zu loggende Meldungen eingestellt werden. Markieren Sie die gewünschte Appliance im der Tabelle Liste der Hosts. Klicken Sie auf Bearbeiten und wählen einen Dienst aus der Dropdownliste. Betätigen Sie dann Hinzufügen. Wiederholen Sie diese Vorgehensweise ggf. für mehrere Dienste. Beachten Sie: Wenn Sie keine Dienste auswählen, werden alle Meldungen protokolliert. Abb. 17 überwachte Dienste auswählen 16

17 7 Netzwerkkonfiguration In dem Dialog Netzwerkkonfiguration können Sie die Port Einstellungen des Logservers konfigurieren. Abb. 18 Netzwerkkonfiguration Eingabefelder SSH Server Port Syslog Server Port Binde Syslog Port an alle IP-Adresse Binde Syslog Port an definierte IP- Adressen Ändert den SSH Port des Logservers. Ändert den Syslog Port des Logservers. Der Logserver horcht über den angegebenen Syslog Port auf allen IP-Adressen. Der Logserver horcht über den angegebenen Syslog Port auf eine spezielle IP-Adresse. 17

18 8 Fehlerbehandlung Problem mögliche Ursache Behebung Der Logserver läuft nicht bzw. nimmt keine Daten auf. Der Logserver Dienst ist nicht gestartet. Überprüfen Sie den Status des Logserver Dienstes und starten den Dienst ggf. Sie finden den Logserver Dienst auf dem Logserver Rechner unter Start Alle Programme Verwaltung Dienste oder Report wird nicht zugestellt Der Logserver lauscht nicht auf dem Port 514. Ist ein Mailserver angegeben? Ist der Mailserver richtig angegeben? Ist der Logserver zum Versand berechtigt? Führen Sie in der Windows Konsole (Start Ausführen, Eingabe: cmd, Button OK) netstat n a aus. Unter dem Protokoll udp sollte der Port 514 mit aufgeführt sein. Der Port kann im Logserver unter dem Punkt Netzwerkkonfiguration geändert werden. Nein: Der Logserver ermittelt den Mailserver anhand des Domainnamens. Soll die in das Internet versendet werden, muss der Logserver für die Dienste DNS und SMTP auf der Firewall freigeschaltet sein. Im Logserver kann im Bereich Reporting als Test der Einstellungen eine Testmail versendet werden. Außerdem muss über den Konsolen Befehl telnet ip-des-mailservers 25 der Mailserver erreichbar sein. Mit folgenden Konsolenbefehlen können Sie eine Testmail versenden: helo meinedomain.de mail rcpt data TextFürDieTestmail. (Der Punkt in der letzten Zeile beendet den Text!) Wird auf diese Art die Mail nicht versendet, überprüfen Sie die Konfiguration des Mailservers. 18

19 Problem mögliche Ursache Behebung Im Security Manager kann der Logserver nicht angesprochen werden. Der Logserver kann nicht über SSH Port 22 angesprochen werden. Prüfung mit dem Konsolenbefehl telnet ip-des-logservers 22 Verläuft die Prüfung negativ, blockiert eventuell eine Firewall auf dem Rechner des Logservers die Verbindung. Der Logserver SSH Port liegt nicht auf 22. Der Benutzer hat keine Admin-Rechte. Der Port kann im Logserver unter dem Punkt Netzwerkkonfiguration geändert werden. Überprüfen Sie, ob Sie sich über einen SSH-Client (z.b. PuTTY) mit Ihrem Windows-Benutzer zum Logserver verbinden können. 19

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