Dolmetschen: so treu wie möglich, so frei wie nötig

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1 O Dolmetschen: so treu wie möglich, so frei wie nötig Der Begriff Kommunikation ist lateinischer Herkunft und bedeutet teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen usw. Für uns Menschen bedeutet Kommunikation vor allem im Alltagsleben der menschliche Austausch von Gedanken in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift oder Bild. In diesem Sinne ist der Begriff Kommunikation eng verbunden mit dem Begriff Interaktion, der oft syn- nen Dolmetscher bzw. Dolmetscherin das Problem zu überwinden. Was dabei öfters übersehen wird ist, dass in fremden Kulturen nicht nur eine andere Sprache gesprochen wird, sondern auch Mimik und Gestik eine andere Bedeutung haben können. Aber nicht nur das, bestimmte Worte haben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Als Beispiel möchte ich einen Fall nen- Die Antwort: Ja, ich bin verheiratet. (sich schämend und sehr zurückhaltend, je nachdem, wie alt der Antragsteller ist. Je jünger desto schüchterner. Als ob in seinem Alter heiraten nicht normal sei.) Frage: Haben Sie Kinder? Antwort: Sie sollen deine Sklaven / Hunde sein. Sie küssen deine Hände. Sie sind drei. (kurdisch: Xulamên/kucikên te bin, destên te macdikin. Sê he- onym verwendet wird, denn hier wird auch Wechselseitigkeit vorausgesetzt. nen, in dem ich gedolmetscht hatte: Im Jahre 2007 war ich in Karlsruhe beim Bundesamt als Dolmetscher für bin.) Frage: Wo lebt Ihre Frau? Antwort: Unsere Kinder leben bei meiner Wir Dolmetscher stellen fest, dass in der gesundheitlichen Versorgung von Migranten und Migrantinnen vor allem im Bereich Kommunikation eine große Unzufriedenheit herrscht. Viele Ärzte und Ärztinnen der unterschiedlichen Fachbereiche beklagen unbefriedigende Behandlungssituationen, die sie auf sprachliche und andere Kommunikationsprobleme zurückführen. Das ist auch verständlich, denn die Grundlage jeder menschlichen Beziehung ist die Kommunikation. Dies gilt ganz besonders zwischen Therapeuten und Klient/ Patient. türkische und kurdische Sprache angefordert. Ein Kurde aus der Türkei, aus der Provinz Sanliurfa hatte einen Asylantrag gestellt. Jetzt hatte er seine Anhörung. Bevor der Antragsteller nach seinen Asylgründen gefragt wird, werden zunächst seine Personalien aufgenommen und 25 allgemeine Fragen über seine persönlichen Umstände und Familie gestellt. In diesem Fragenkatalog sind einige Fragen über den Familienstand, ob man Kinder hat und wie viele. Als Dolmetscher wird man öfter darauf hingewiesen, dass man wortwörtlich Mutter und meinem Vater. (kur- disch: Zariyên/Zarokên me li cem dê û bavê min in.) Also, wenn ich wie oben wortwörtlich übersetzte, würde der Einzelentscheider denken, dass Kurden nicht logisch sprechen können oder der Antragsteller in seinen Antworten ausweichen möchte. Der Antragsteller wird schnell vom Einzelentscheider als unglaubwürdig eingestuft und der Asylantrag abgelehnt. Deswegen soll man in solchen Fällen sich in beiden Kulturen auskennen und Was soll man machen, wenn Patient und Therapeut nicht die gleiche Sprache sprechen, nicht eine gemeinsame Sprache finden, in der sie sich verständigen können? Man versucht entweder durch nonverbale Kommunikation oder durch ei- übersetzen soll, ohne die Situation in Betracht zu ziehen, als ob es die einzige Übersetzungsmöglichkeit sei. Hier ein Bespiel für eine wortwörtliche Übersetzung:. Die Frage. Sind Sie verheiratet? so übersetzen, wie man in Deutsch antwortet: Haben Sie Kinder? Ja, ich habe Kinder. Wie viele Kinder haben Sie? Ich habe drei Kinder. Wo lebt Ihre Frau? 10

2 Meine Frau lebt bei meinen Eltern, usw. Für die reibungslose Verständigung zwischen Arzt, Richter, Therapeut u.ä. und fremdsprachigen Klienten/Patienten ist deshalb eine reine Wort-für- Wort Übersetzung ohne Rücksicht auf die tiefere Bedeutung einer Aussage, sowie das politische und kulturelle Umfeld des Patienten/Klienten in der Regel ungenügend. In solchen Situationen heißt Dolmetschen nicht nur in eine andere Sprache zu übersetzen, sondern eine andere Kultur nachvollziehbar zu machen und den Sinn der Worte zu erfassen, d.h. Fürsprecher des anderen zu sein. Dolmetscher und Dolmetscherinnen übersetzen von einer Sprache in die andere, und von einer Kultur in eine andere. Wenn es um Verständnis geht, soll eine gute Übersetzung den Worten Sinn geben und den Parteien ermöglichen das Gesagte zu verstehen. Aber wenn es nicht nur um Verstehen allgemein oder den Inhalt des Gesagten geht, sondern z.b. in der Therapie darum, wie es gesagt wird, dann sollte der Dolmetscher / die Dolmetscherin die Aussagen des Patienten, einschließlich der bildhaften Ausdrücke und Sprichwörter, so genau wie möglich wiedergeben. Denn in diesen Fällen kommt es darauf an, die Art und Weise zu verstehen, wie der Patient seine Fragen und Antworten, seine Ausdruckweise formuliert. Ein Dolmetscher oder eine Dolmetscherin steht bei medizinischem Dolmetschen in dem Dilemma zwischen einer streng neutralen und wörtlichen Übersetzung und einer kulturellen Vermittlungsaufgabe: Das heißt übersetzen oder interpretieren, übertragen, übermitteln, wörtlich, genau, getreu, oder auslegen, kommentieren, umschreiben, erklären, was in einer anderen Sprache oder Kultur gesagt, empfunden und geäußert wird. Daher halten wir ein Vor- und Nachgespräch zwischen den Dolmetschenden und Therapeuten für sehr wichtig, um Missverständnissen vorzubeugen.. Mit der Hinzuziehung eines Dolmetschers oder einer Dolmetscherin wird zwar dem Patienten und dem Therapeuten das gegenseitige Verständnis ermöglicht, aber diese dritte Person wirkt sich auch auf die Beziehung aus. Der Therapeut verliert damit den unmittelbaren Kontakt zum Patienten und muss mit-teilen. Wenn er an die Situation nicht gewöhnt ist, fühlt er sich manchmal dadurch gestört und behindert, weil der Gesprächverlauf verlangsamt wird. Die Dolmetscherfortbildung bei refugio stuttgart zielt darauf, die Dolmetscherinnen und Dolmetscher sowohl in ihren Sprachkenntnissen (Fachausdrücke) wie in der Technik des Dolmetschens weiter zu bilden. Therapeuten und Dolmetschende bekommen dadurch die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen auszutauschen, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und auf diese Weise eine qualifizierte Zusammenarbeit zu ermöglichen. Ramazan Altintas Maryam Shakibi O11

3 Im Februar 1998 besetzten serbische Panzer die Kleinstadt Skenderaj und begannen, vermeintliche Unterkünfte von Aufständischen der UCK unter Beschuss zu nehmen. Im April 1998 wurden nahezu alle Mitglieder der zum aktiven Widerstand gerechneten Familie Jashari in Prekaz ermordet; die Ruinen der Häuser wurden erhalten, die Gräber werden gepflegt. Der Ort ist heute ein Mahnmal der Erinnerung. Im Sommer 1998 verschärften sich die militärischen Auseinandersetzungen, insbesondere in der Drenica-Region, wo besonders viele Widerstandskämpfer der UCK vermutet wurden. Vergewaltigungen, gezielte Morde an Zivilisten, darunter auch an Alten und Kindern, sind aus dieser Zeit dokumentiert; ohne Beistand von außen war die albanische Bevölkerung im Kosovo nahezu schutzlos den systematischen Menschenrechtsverletzungen ausgeliefert. Am 15. Januar 1999 wurden nahe dem Dorf Racak 45 Leichen von Albanern gefunden, die durch Schüsse getötet worden waren. Diese Bilder gingen um die Welt. Auf Schloss Rambouillet in Frankreich wurde ein letzter diplomatischer Versuch unternommen, um die Situation im Kosovo ohne Eingreifen von außen zu befrieden; er misslang. In den folgenden Monaten wurden ganze Familiengruppen auf bestialische Weise abgeschlachtet und in Massengräbern verscharrt. Die Täter waren Serben, manchmal unterstützt von Roma. Kleinere Massengräber waren so alltäglich geworden, dass die Leichen nicht einmal mehr obduziert und die Verbrechen an das Haager Tribunal gemeldet werden konnten. Damit wurde eine Strafverfolgung zunichte gemacht. Die Verbrechen bleiben ungesühnt, obwohl die Täter teils namentlich bekannt sind. Diese Situation fördert die Selbstjustiz. Am 24.März 1999 begann die Nato ihre Angriffsflüge auf Serbien; auch dort waren zahlreiche, auch zivile Opfer zu beklagen. Am 10.Juni 1999 zog sich die serbische Armee aus dem Kosovo zurück, welches seither unter UN-Verwaltung steht. Die Entwicklung seit dem 10. Juni 1999 Die Situation der Albaner: War zunächst nach dem Abzug der Serben die Stimmung im Kosovo von großer Euphorie geprägt, folgte in den Jahren darauf die Ernüchterung: Es war und ist vor allem die desolate wirtschaftliche Situation, die das Leben in Kosovo prägt. Da das Kosovo weiterhin zwar völkerrechtlich zu Serbien gehört, jedoch nach wie vor einen ansonsten ungeklärten Status hat, gibt es faktisch keine Investitionen. Wer produziert in einer Region, welche eine katastrophal schlechte Verkehrsanbindung aufweist, die zudem zumindest im Konfliktfall mit Serbien jederzeit von den Versorgungswegen abgeschnitten werden kann? Die medizinische Versorgung ist nach wie vor äußerst problematisch. Nach seriösen Untersuchungen wird davon ausgegangen, dass ca. 25% der albanischen Bevölkerung, das sind immerhin ca Menschen (!), an klinisch relevanten Traumata infolge ihrer Kriegserlebnisse leiden. In ganz Kosovo stehen keine Psychotherapeuten und lediglich 25 Psychiater zur Verfügung, die zudem schlecht ausgestattet sind. In ihrem Bericht von Juni 2007 dokumentiert dazu die Schweizerische Flüchtlingshilfe: Die Mängel und Defizite bei Behandlungen psychischer Erkrankungen sind nach unseren Recherchen über die Jahre unverändert geblieben. Anzeichen für grundlegende Verbesserungen der therapeutischen Kapazitäten sind nicht in Sicht. (S. 12 des Berichts vom 7. Juni 2007). Ich habe bei meinen regelmäßigen Reisen in das Kosovo, welches ich kurz nach Ende des Krieges im Sommer 1999 und zuletzt im Sommer 2007 besucht habe, folgende Entwicklung beobachten können: Die anfängliche Aufbruchstimmung wurde abgelöst durch eine allgemeine Resignation angesichts sich nicht verbessernder Lebensverhältnisse. Bei meinem letzten Besuch im Sommer 2007 herrschte eine tiefe Depression. Die Menschen wirken müde und resigniert; jegliche soziale Verantwortung scheint im Schwinden begriffen zu sein. Äußerlich zeigt sich das an einer weiter zunehmenden, inzwischen kaum noch erträglichen Vermüllung ganzer Landstriche. Weiterhin sind Kinder im Alter von 8, 9, 10 Jahren gezwungen, bis spät in die Nacht durch belebte Viertel und Gaststätten zu 15

4 16 ziehen und Zigaretten und Telefonkarten zum Verkauf anzubieten; diese Kinder habe ich auch schon weit nach 22 Uhr bei strömendem Regen an Ausfallstrassen aus Prishtina stehen sehen. Die beiden großen Treffpunkte für Tagelöhner, der eine nahe des früheren Nobelhotels Grand, der andere am Busbahnhof in Prishtina, sind immer stärker besucht. Situation der Minderheiten Die größte Minderheit im Kosovo sind die Serben. Sie sind im Zuge der Slawisierung des Balkan in die Region gelangt und stellten bis in die jüngste Vergangenheit die herrschende Schicht in Verwaltung, Justiz, Polizei und Armee. Heute leben sie vor allem im Nordteil der geteilten Stadt Mitrovica und in kleineren, durch die UN-Truppen nach wie vor hermetisch abgesicherten Enklaven des Kosovo. Die Roma sind eine Minderheit, deren Herkunft aus dem asiatischen Raum, genauer aus Indien vermutet wird. Sie haben bis zu den Ereignissen der Jahre 1999/2000 isoliert in bestimmten Stadtvierteln gelebt. Sie sind serbisch-orthodoxen Glaubens, sprechen ein eigenes Idiom, das Romanes, und haben sich bis heute ihre eigenen Riten und Gebräuche bewahrt. Von Ehen zwischen Roma und Albanern ist mir nie etwas bekannt geworden. Die Ashkali glauben, dass sie nicht gleicher Herkunft seien wie die Roma, sondern möglicherweise im Gefolge der Eroberungen Alexanders des Großen auf den Balkan gelangt seien. Sie haben sich eher der Bevölkerungsmehrheit im Kosovo angepasst, d.h. sie sprechen kein Romanes, haben keine roma-typischen Gebräuche und haben ihre Kinder auf albanische Schulen geschickt. Manche Angehörige dieser Volksgruppe nennen sich auch Ägypter; exakte Kriterien zur Unterscheidung gibt es nicht. Bereits kurz nach dem Abzug der serbischen Einheiten und dem Einrücken der Nato-Verbände war bekannt geworden, dass die Minderheiten im Kosovo teilweise pogromartiger Verfolgung durch die Albaner unterliegen würden. Ich selbst habe während meiner Aufenthalte im Kosovo regelmäßig auch Orte besucht, welche vor allem von Roma bewohnt wurden und habe, soweit möglich, intensive Gespräche mit dort lebenden Menschen geführt. Ich kann bestätigen, dass es Übergriffe gegen die Minderheit vor allem der Roma gegeben hat. Nicht bestätigen kann ich, dass es jemals zu flächendeckenden Verfolgungen von Angehörigen dieser Minderheit gekommen wäre. Auch die Unruhen im März ich war zu jener Zeit zufällig vor Ort zeigten trotz ihrer Brutalität kein anderes Bild. Politische Bestrebungen Durch die Wahl von Hashim Thaqi zum Ministerpräsidenten ist ein ehemaliger UCK-Kommandeur an die Macht im Kosovo gelangt. Ihm wird eine enge Bindung an den Westen, vor allem an die USA nachgesagt und vor allem eine gesunde Portion Pragmatismus. Am 17. Februar 2008 hat sich das Kosovo wie angekündigt für unabhängig erklärt. Noch nicht einmal alle EU-Staaten sind dem Beispiel Frankreichs und auch Deutschlands gefolgt und haben das Kosovo anerkannt; der Schwebezustand bleibt also erhalten. Serbien agiert und agitiert weiterhin auf allen diplomatischen Ebenen gegen den Verlust des Kosovo. Bisher blieben die befürchteten Unruhen aus, allerdings dürfte die Lage noch über lange Zeit sehr angespannt bleiben. Vor allem die serbische Minderheit könnte zur Gewalt greifen und entsprechende Gegenaktionen der Albaner auslösen. Situation in Deutschland Der Umgang gerade der rot-grünen Regierung mit den Flüchtlingen aus dem Kosovo ist ein trauriges Kapitel deutscher Politikgeschichte: Nie gab es einen Abschiebestopp in das Kosovo. Das Auswärtige Amt, vertreten durch Herrn Fischer, lieferte auch in der Zeit nach 1999 Auskünfte, die den Realitäten vor Ort nicht entsprachen, die Ablehnung von Asyl- und Abschiebeschutzanträgen jedoch erleichterten. Auf der anderen Seite hat eine ganze Reihe von Verwaltungsgerichten, in Baden- Württemberg wie in anderen Bundesländern, vielen traumatisierten Flüchtlingen den Abschiebeschutz der Europäischen Menschenrechtskonvention zugestanden. Die Rechtslage derer, in deren Person das zuständige Gericht ein solches Abschiebeverbot wegen konkreter Gefahr für Leib und Leben festgestellt hat,

5 wurde im neuen Aufenthaltsgesetz deutlich verbessert. Sie haben nunmehr einen unmittelbaren Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach 25 Abs. 3 dieses Gesetzes. Zusammenfassung Kaum ein anderes Volk in Europa hat in den vergangenen sechzig Jahren Menschenrechtsverletzungen in einer Intensität erlitten wie die Albaner im Kosovo. Kein anderes Volk war wie sie einer derart brutalen und unmaskierten Politik der ethnischen Vertreibung ausgesetzt. Unzählige, auch und vor allem Kinder, mussten unglaubliche Gräueltaten, zunächst an ihren Haustieren, dann an ihren Nachbarn und Familienangehörigen mit ansehen. Vor allem für sie gibt es so gut wie keine Therapiemöglichkeiten. Es gibt auch keinerlei Entschuldigung von serbischer Seite. Eine Versöhnung ist in weiter Ferne. Vor dieser Perspektive wirkt die bisher fehlende politische und wirtschaftliche Perspektive verheerend. Die ständige Frustration kann sich immer wieder entladen, auch in Übergriffen gegen Minderheiten. Dabei werden die UN-Truppen und die UN-Verwaltung, die UNMIK, zunehmend als Besatzungsmacht erlebt. Die Präsenz Tausender allein lebender Männer aus dem Ausland und die Befriedigung von deren Bedürfnissen nach Nachtleben und sexuellen Kontakten trifft auf eine Bevölkerung, die zu mehr als 60% unter 25 Jahre alt ist, perspektivund arbeitslos obendrein. Diese jungen Leute kehren zusehends ihren Elternhäusern den Rücken; vor allem die jungen Frauen wollen ihr eigenes Leben leben, was zur Auflösung der klassischen Familienstruktur beiträgt. Der Zusammenhalt der Familien aber war über Jahrzehnte hinweg das Bollwerk, welches der Repression und den damit verbundenen Einschränkungen, Bedrohungen und Gefahren entgegengesetzt werden konnte. Das Kosovo ist eine Region, die von ständiger moralischer Auflösung bedroht ist. Es ist für die Menschen dort, aber auch für Europa, welches keinen erneuten Gewaltausbruch verkraften könnte und würde, von immenser Bedeutung, dass alles daran gesetzt wird, das Kosovo in einer für heute Lebende konkreten Perspektive in die europäische Familie aufzunehmen. Ob dies gelingen wird, ist heute so ungewiss wie vor zehn Jahren. Reinhard Kirpes Rechtsanwalt 17

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