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1 Keynote 5: «Pflege - ein Beruf mit Zukunft - Informationen zum Gesundheitsberufegesetz GesBG» SBK Kongress 2013 St.Gallen Catherine Gasser, Abteilungsleiterin Gesundheitsberufe, Airelle Buff, Projektleiterin GesBG Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1

2 OECD Reviews of Health Systems: Switzerland 2011 Heute: Das schweizerische Gesundheitssystem ist leistungsfähig, erfüllt seinen Zweck, ist jedoch teuer Morgen : In den kommenden Jahren wird die Herausforderung darin bestehen, ein System zu entwickeln, das den sich verändernden Gesundheitsrisiken und Versorgungsbedürfnissen der Schweizer Bevölkerung gerecht wird. 2

3 ..und explizit zu unserem Thema Das schweizerische Gesundheitspersonal wird einen anderen Qualifikations-Mix aufweisen müssen, womit der Bedarf an Allgemeinärzten und Pflegepersonal in der Grundversorgung zunehmen wird. Neue Versorgungsmodelle / Primary Health Care / neue Zusammenarbeitskultur / angepasste Ausbildung quantitative und qualitative Herausforderung: genügend, gut ausgebildete Gesundheitsfachleute, welche kompetent sind, in einem sich wandelnden Gesundheitssystem auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten einzugehen. 3

4 WELTGESUNDHEITSORGANISATION WHO Europäisches Rahmenkonzept Gesundheit 2020 für gesamtstaatliches und gesamtgesellschaftliches Handeln zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden Malta, September 2012 Pflegekräfte und Hebammen spielen eine zentrale und zunehmend wichtige Rolle bei den Bemühungen der Gesellschaft, die Herausforderungen unserer Zeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu bewältigen und die Versorgungskontinuität zu gewährleisten und den Rechten und sich wandelnden Bedürfnissen der Menschen Rechnung zu tragen. 4

5 These zur Gesundheitsbildungspolitik Um die öffentliche Gesundheit wieder in den Vordergrund zu rücken und die Leistungserbringung von Grund auf umzugestalten, muss die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften so konzipiert werden, dass mehr Übereinstimmung zwischen den Prioritäten der Bildungs- und Gesundheitssysteme und den gesundheitlichen Bedürfnissen der Bevölkerung besteht. Gesundheitspersonal : Schlüssel zur Veränderung Ansatzpunkt Bildung 5

6 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) Die Ressourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. Anachronistische standespolitische Besitzstände von Gesundheitsfachleuten sollen abgebaut werden. Zudem braucht es einen sinnvollen Grade/Skill-Mix durch koordinierte Aus-, Weiterund Fortbildung der Gesundheitsfachleute und durch neue gesetzliche Rahmenbestimmungen für angepasste Tarif- und Lohnstrukturen. 6

7 Positionen Im Zentrum sollte die Überlegung stehen, welche Funktionen notwendig sind, um eine qualitativ hochstehende Betreuung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Grundsätzlich ist in allen Bereichen und auf allen Ebenen der Medizin ein sinnvoller Grade-/Skill-Mix anzustreben, das heisst, dass jene Person eine Aufgabe übernimmt, die die dafür notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzt; im Sinne des Subsidiaritätsprinzips sollte dies in der Regel die Person mit dem tiefst möglichen Ausbildungsniveau sein, die eine kompetente Erfüllung der Aufgaben gestattet. 7

8 Massnahmen Der Bund hat gesetzliche Bestimmungen und Tarife dahingehend zu überprüfen und so anzupassen, dass sie den Veränderungen von Kompetenzen und Verantwortlichkeiten nicht im Wege stehen. Neue Modelle der interdisziplinären Teamarbeit, bei der die einzelnen Berufe entsprechend ihren Kernkompetenzen eingesetzt werden können, sind zu fördern. Einerseits soll dazu der Bund die Initiative ergreifen und die Berufsverbände einbinden; anderseits können die verschiedenen Berufsgruppen vor Ort und aus eigener Initiative solche neuen Modelle erproben. 8

9 Gesundheit 2020 gesundheitspolitische Prioritäten des Bundesrates Bundesratsbeschluss am 23. Januar

10 Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt Bundesamt für für Gesundheit Gesundheit BAG BAG Direktionsbereich Gesundheitspolitik Die Herausforderungen Gesundheit2020 Margreet Duetz Schmucki

11 Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt Bundesamt für für Gesundheit Gesundheit BAG BAG Direktionsbereich Gesundheitspolitik Handlungsfelder 11

12 Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt Bundesamt für für Gesundheit Gesundheit BAG BAG Direktionsbereich Gesundheitspolitik Handlungsfelder und Ziele Gesundheit2020 Margreet Duetz

13 Handlungsfeld Versorgungsqualität Ziel 3.3: Mehr und gut qualifiziertes Gesundheitsperson Die Anzahl der universitären und nicht universitären Aus- bzw. Weiterbildungsplätze soll dem Bedarf entsprechen und die Lerninhalte sollen den Anforderungen einer integrierten Versorgung angepasst werden, damit in der Schweiz genügend und den Bedürfnissen entsprechend ausgebildetes Gesundheitspersonal vorhanden ist. 13

14 Masterplan Pflege SBFI Ziel des Masterplans Bildung Pflegeberufe ist es: 2010 bis 2015 verbundpartnerschaftlich und unter Respektierung der Zuständigkeiten die Zahl der Abschlüsse zu erhöhen die dazu notwendigen Arbeiten in den drei Schwerpunkten Bereitstellen einer bedarfsgerechten Zahl an Ausbildungs- und Praktikumsplätzen", Umsetzen der Bildungssystematik" und Massnahmen in Bezug auf ausländische Fachkräfte" umzusetzen; die verschiedenen Projekte in den drei Schwerpunkten zu koordinieren und Transparenz und klare Kommunikationswege sicherzustellen; 14

15 Kohärenz und Abstimmung zwischen den Partnern und den Bundesämtern Folgende zusätzliche Massnahmen stehen im Zentrum: Ausbildung einer ausreichenden Zahl von Ärzten/-innen und Pflegenden in den entsprechenden Fachrichtungen. Die medizinische Grundversorgung (namentlich die Hausarztmedizin) und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gesundheitsberufen sollen durch die Anpassung der Aus- und Weiterbildungen, die Stärkung der Forschung und die Schaffung günstiger Voraussetzungen für die Berufsausübung gefördert werden. 15

16 Ziel:Gesundheitsberufegesetz GesBG Einführung eines Gesundheitsberufegesetzes, damit Qualität und Kompetenzen der Ausgebildeten in den neu auf Fachhochschulstufe entstandenen Gesundheitsberufen gewährleistet und auf den Bedarf im Gesundheitssystem abgestimmt sowie die Voraussetzungen für neue Versorgungsmodelle geschaffen werden können. 16

17 Professionalisierung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe : parallele Entwicklung gesetzlicher Grundlagen BILDUNGSPOLITIK SBFI Berufsbildungsgesetz Universitätsförderungsgesetz Fachhochschulgesetz Hochschulförderungs- und - koordinationsgesetz GESUNDHEITSPOLITIK BAG Medizinalberufegesetz Psychologieberufegesetz VERSORGUNGSPOLITIK Kantone 26 kantonale Gesundheitsgesetze 17

18 Gesundheitsberufegesetz: Auftrag - Bundesratsentscheid vom 13. Januar 2010 mit Mandat an BAG und BBT Die EVD und EDI werden beauftragt, die Arbeiten zur Schaffung einer einheitlichen Regelung der Anforderungen an die Ausbildung und die Berufsausübung der Gesundheitsberufe auf der Tertiärstufe A auf Bundesebene weiterzuführen und dem Bundesrat [ ] einen Vernehmlassungsvorentwurf zu unterbreiten. 18

19 Gesundheitsberufegesetz: Projektorganisation Steuergruppe: BAG, BBT, EDK-CDIP, GDK-CDS Begleitgruppe: BAG, BBT, EDK-CDIP, GDK-CDS KFH und Fachkonferenz Gesundheit KFH Institut für Pflegewissenschaft (UniBasel), Institut des sciences infirmières (UniL) OdASanté, Berufsverbände: Pflege (SBK-ASI), Hebamme (SHV), Ergotherapeute (EVS), Ernährungsberater(SVDE),Physiotherapeute (Physioswiss) Kick-Off der Zusammenarbeit: 1. Februar

20 Gesundheitsberufegesetz - Konzept Konzept MedBG Berufsausübung Diplom Kompetenzen Gestützt auf BV art. 95 Abs. 1 (sowie MedBG) Im Interesse der öffentlichen Gesundheit Betroffene Berufe (FH-Stufe): Pflegende FH Physiotherapie Ergotherapie Hebammen Ernährungsberatung 20

21 Gesundheitsberufegesetz - Konzept Vorgaben betreffend allgemeine und soziale Kompetenzen Ziel: Über die Vermittlung gemeinsamer Grundkompetenzen in allen Berufen eine gemeinsame Kultur in der Ausbildung entwickeln, um damit die interprofessionelle Zusammenarbeit zu fördern. Vorgabe betreffend berufsspezifische Kompetenzen (Verordnungsebene) 21

22 Gesundheitsberufegesetz - Konzept Anerkennung ausländischer Diplome Akkreditierung der Studiengänge 22

23 Gesundheitsberufegesetz - Konzept Berufsausübung: Die Anforderungen an die privatwirtschaftliche Ausübung der Gesundheitsberufe in eigener fachlicher Verantwortung Pflege FH und Pflege HF => die gleiche Bewilligung 23

24 Gesundheitsberufegesetz - Konzept Harmonisierung der Berufspflichten Harmonisierung der Disziplinarmassnahmen Die Schaffung eines Registers der Inhaberinnen und Inhaber eines eidg. annerkanten Diplom sowie einer Berufsausübungsbewilligung 24

25 Grenzen des Gesundheitsberufegetzes Keine Vorschriften, wer was tut, sondern einfaches Rahmengesetz. Keine Vorschriften, wer welche Leistungen erbringen und über das KVG abrechnen darf. Keine Vorschriften bezüglich Quantität: Schreibt die Zahl der Auszubildenden nicht vor. Keine Vorschriften zur schweizweiten Harmonisierung: Respektiert die Unterschiede in der Konzeption der Ausbildung in den verschiedenen Landesteilen. 25

26 Fazit Rahmengesetz, das : Innovation und Entwicklung ermöglichen soll Interessen der öffentlichen Gesundheit gewährleistet Patientensicherheit fördert hohe Qualität der Berufsausübung sichert Vernehmlassung Dez

27 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 27

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