Berufsinformationen Biomedizintechnik

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1 In Anlehnung an Unterlagen der Stand: 26. April 2006; Berufsinformationen Biomedizintechnik Studiengänge Bachelor of Science - Biomedical Engineering Dipl.-Ing. (FH) - Biomedizinische Technik Master - Medical and Biotechnical Engineering Berufsinformationen Biomedizintechnik S 1/60

2 1 Inhalt 1 Inhalt Dipl.-Ing. (FH) - Biomedizinische Technik Aufgaben und Tätigkeiten Tätigkeitsbezeichnungen Tätigkeitsbeschreibung (Bild vom Beruf) Aufgaben und Tätigkeiten (Liste) Arbeitsbedingungen Arbeitszeit Zusammenarbeit und Kontakte Körperliche Aspekte Psychische Aspekte Arbeitsorte/Branchen Arbeitsbereiche/Branchen Arbeitsorte Arbeitsmittel Zugang zur Tätigkeit Zugangsberufe: Sonstige Zugangsbedingungen Spezialisierungen Weiterbildung im Überblick Weiterbildung (berufliche Anpassung) Weiterbildung (beruflicher Aufstieg) Existenzgründung Unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen Weitere Beschäftigungsalternativen aus der Sicht eines Bewerbers Weitere Besetzungsalternativen aus der Sicht eines Arbeitgebers Persönliche Voraussetzungen Neigungen und Interessen Fähigkeiten Kenntnisse und Fertigkeiten Arbeitsverhalten Körperliche Eignungsvoraussetzungen Körperliche Eignungsrisiken Kompetenzen Verdienst/Einkommen Tarifbereich öffentlicher Dienst, Tarifgebiet West Tarifbereich öffentlicher Dienst, Tarifgebiet Ost Tarifbereich Metall- und Elektroindustrie Bayern Quellen: Rückblick - Geschichte des Berufs Ausblick - Trends und Entwicklungen Von der Mikroelektronik zur Nanoelektronik Von der Genom- zur Proteomforschung GenoMik - Genomforschung an Mikroorganismen Ausbildung Ausbildungsinhalte Ausbildungsaufbau Ausbildungsabschluss, Nachweise und Prüfungen Abschlussbezeichnung Ausbildungsform Ausbildungsdauer Verkürzung aufgrund der Leistung Verlängerungen Ausbildungssituation/-bedingungen Arbeitszeit in der Ausbildung/Ausbildungsdauer Arbeitsumgebung in der Ausbildung Ausbildungsstätten Ausbildungs-/Lernorte Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Schulische Vorbildung - rechtlich Berufsinformationen Biomedizintechnik S 2/60

3 Berufliche Vorbildung - rechtlich Geschlecht Auswahlverfahren Weitere Ausbildungsvoraussetzungen Interessen Fähigkeiten Kenntnisse und Fertigkeiten Arbeitsverhalten Finanzielle Aspekte Ausbildungsvergütung Ausbildungskosten Perspektiven nach der Ausbildung Rückblick - Entwicklung der Ausbildung Ausbildungsalternativen Ausbildungsalternativen (Liste) Gesetze/Regelungen Regelungen auf Bundesebene Regelungen auf Länderebene Regelungen auf Hochschulebene Adressen (Berufs-/Interessenverbände, Arbeitgeber-/Arbeitnehmer- Organisationen) Medien (Bücher, Zeitschriften, Internet u. weitere Quellen) Informationsangebote der Bundesagentur für Arbeit Informationen von Ministerien, Verbänden und Organisationen Fachzeitschriften Auswahl an Büchern/Medien, die im Buchhandel erhältlich sind Bachelor of Science (FH) - Biomedical Engineering Zugang zur Tätigkeit Zugangsberufe: Spezialisierungen Kompetenzen Fachliche Kompetenzen (Hard Skills) Soziale Kompetenzen (Soft Skills) Arbeitsbereiche/Funktionen Sonstige spezielle und übergreifende Kompetenzen Kompetenzen Weitere Kompetenzen Soft Skills Ausbildungsform Ausbildungsdauer Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Master (FH) - Medical and Biotechnical Engineering Zugang zur Tätigkeit Zugangsberufe: Spezialisierungen Kompetenzen Fachliche Kompetenzen (Hard Skills) Soziale Kompetenzen (Soft Skills) Arbeitsbereiche/Funktionen Sonstige spezielle und übergreifende Kompetenzen Kompetenzen Weitere Kompetenzen Soft Skills Ausbildungsform Ausbildungsdauer Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Gesetze/Regelungen Regelungen auf Bundesebene Regelungen auf Landesebene Regelungen auf Hochschulebene Index Berufsinformationen Biomedizintechnik S 3/60

4 Berufsinformationen Biomedizintechnik S 4/60

5 2 Dipl.-Ing. (FH) - Biomedizinische Technik 2.1 Aufgaben und Tätigkeiten In der medizintechnischen Industrie befassen sich Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik mit der Neu- und Weiterentwicklung von medizinisch-technischen Anlagen, Geräten und Verfahren oder übernehmen Aufgaben in Montage, Kundendienst, Qualitätssicherung, Marketing und Vertrieb. Im Gesundheitswesen planen und betreuen sie die technische Ausstattung von Krankenhäusern und Arztpraxen. Sie beschaffen neue medizin- und labortechnische Anlagen und Geräte, koordinieren deren Inbetriebnahme und schulen das Anwenderpersonal. Gleichzeitig sorgen sie für die Einsatzbereitschaft des medizinischen Gerätebestandes und gewährleisten die Sicherheit für Personal und Patienten beim Betrieb der Geräte. Dabei bilden sie die Schnittstelle zwischen Physik und Technik einerseits sowie Medizin und Biologie andererseits. Sie arbeiten auch auf dem Gebiet der Medizininformatik, wo sie beispielsweise Systeme für die Steuerung medizintechnischer Anlagen und für die Erfassung, Aufbereitung und Verknüpfung von Diagnosedaten konzipieren Tätigkeitsbezeichnungen Auch übliche Berufsbezeichnungen/Synonyme BMT-Ingenieur/in Bioingenieur/in Biomedizintechnik-Ingenieur/in Expert/in Medical Devices Vigilance Ingenieur/in (Biomedical Engineering) Ingenieur/in (Medical Engineering) Ingenieur/in für medizinische Technik Ingenieur/in im technischen Gesundheitswesen Berufsbezeichnungen in englischer Sprache Engineer (m/f) (UAS) - biomedical engineering Medical device engineer (m/f) Berufsbezeichnung in französischer Sprache Ingénieur/Ingénieuse (ESS) - technique biomédicale Hinweis: Die (fremdsprachigen) Berufsbezeichnungen dienen der Orientierung auf internationalen Arbeitsmärkten. Es handelt sich dabei zum Teil um Übersetzungen der deutschen Berufsbezeichnung. Berufsinhalte und Abschlüsse sind nicht unbedingt identisch oder in vollem Umfang vergleichbar. UAS: (Fachhochschule) ESS: Ecole Supérieure Spécialisée (Fachhochschule) Tätigkeitsbeschreibung (Bild vom Beruf) Berufsinformationen Biomedizintechnik S 5/60

6 Diplom-Ingenieure und Diplom-Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik entwickeln, betreuen und vertreiben Verfahren und Geräte für die medizinische Forschung und klinische Anwendung in Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. In der medizintechnischen Industrie übernehmen sie die Projektierung, das technische Management, die Überwachung der Produktion und den Kundenservice. Im Gesundheitswesen planen und betreuen sie die technische Ausstattung von Krankenhäusern und Arztpraxen. "... uns interessieren zuerst einmal die durchschnittliche Behandlungszeit pro Patient, der Bedienungsaufwand und die Wartungsintervalle." Ein Ingenieur für biomedizinische Technik lässt sich auf einer Fachmesse von einem Hersteller für medizinische Geräte eine künstliche Niere vorführen. Sein Arbeitgeber, eine Universitätsklinik, plant die Einrichtung eines neuen Dialysezentrums für Nierenkranke. Bei der Ausstattung geht es um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten und Patientinnen und um viel Geld. Deswegen verschafft sich der Ingenieur eine genaue Marktübersicht, bevor er die medizinischen Direktoren berät. Nach der Lieferung der Geräte überwacht er die Installation und nimmt Funktions- und Sicherheitsprüfungen vor. Außerdem legt er die Wartungsintervalle fest, denn auch die Instandhaltung der Geräte gehört zu seinen Pflichten. An der Nahtstelle von Medizin und Technik arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen für biomedizinische Technik auf der technischen Seite. Und solche Nahtstellen sind zahlreich: Beatmungsgeräte auf der Intensivstation, Röntgenapparate in der Unfallaufnahme oder Ultraschallgeräte für die Schwangerschaftsuntersuchung. Aber auch Prothesen oder das Ersetzen von Organfunktionen (Hörgeräte, künstliche Drüsen, Medikamentenpumpen), Hilfsmittel für behinderte Menschen sowie labortechnische Geräte und Anlagen, chirurgische Instrumente sowie Verfahren z.b. für die Qualitätskontrolle von Blutkonserven gehören zum Gebiet der biomedizinischen Technik. Im klinisch-medizinischen Bereich (Krankenhäuser, Arztpraxen) sichern sie die Einsatzbereitschaft sowie die Funktions- und Betriebssicherheit der medizintechnischen Geräte. Sie entwerfen Instandhaltungspläne und -programme, suchen nach Fehlern und veranlassen dann die Instandsetzungsmaßnahmen entweder beim hauseigenen technischen Personal oder beim Kundendienst der Hersteller. Sie planen auch die Ausstattung von medizintechnischen Geräten und sind für eine ökonomische Gerätebewirtschaftung zuständig. In der medizintechnischen Industrie entwickeln und verbessern Ingenieure und Ingenieurinnen für biomedizinische Technik Geräte und Verfahren. Sie "übersetzen" die medizinischen Anforderungen in die zugehörigen technischen Spezifikationen. Dazu erstellen sie Konstruktionspläne, häufig mit Hilfe von computerunterstützen Verfahren wie CAD, unter Beachtung von Anforderungen der Ergonomie und des Strahlenschutzes. Vor allem bei bildgebenden Verfahren kommen sie dabei nicht ohne Informatikkenntnisse aus. Sie testen Prototypen und kontrollieren die Fertigung (Qualitätssicherung). Außerdem kümmern sie sich um die Zulassung von Geräten, Gerätezubehör und Verfahren nach dem Medizinproduktegesetz, auch für die internationalen Märkte. Beim Kunden überwachen sie Montage, Inbetriebnahme, Instandhaltung und technische Dokumentation der Anlagen und schulen die Anwender/innen in der Bedienung. Im Marketing erarbeiten sie Marktanalysen sowie Werbe- und Vertriebsstrategien. Im Vertrieb sind sie für die Produktpräsentation und Kundenberatung zuständig, erstellen Angebote, führen Verkaufsverhandlungen und organisieren den technischen Service. Dazu kann es auch gehören, aktive medizintechnische Anlagen nach den geltenden Vorschriften zu zertifizieren. Im Bereich der Medizininformatik sind Biomedizintechnik-Ingenieure und -Ingenieurinnen ebenfalls tätig. Sie konzipieren beispielsweise informationstechnische Systeme für die Steuerung medizintechnischer Anlagen und für die Erfassung, Aufbereitung und Verknüpfung von diagnostischen Daten oder sind mit dem Aufbau und dem Betrieb von Krankenhausinformationssystemen befasst. Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen für Biomedizintechnik haben bei ihrer Arbeit eine hohe Verantwortung zu tragen, da von der Zuverlässigkeit ihrer Produkte nicht selten das Leben der Patienten abhängt, z.b. bei Herzschrittmachern. Sie arbeiten in der Regel im Team mit anderen Ingenieuren und Ingenieurinnen, medizinischem und medizintechnischem Personal. Teilweise müssen sie Schichtdienste und Rufbereitschaften übernehmen, um den reibungslosen Betrieb der technischen Anlagen im Krankenhaus zu gewährleisten. Berufsinformationen Biomedizintechnik S 6/60

7 2.1.3 Aufgaben und Tätigkeiten (Liste) medizin- und labortechnische Anlagen und Geräte in Einrichtungen des Gesundheitswesens planen, einführen und betreuen erforderliches Leistungsspektrum der medizintechnischen Ausstattung, Betriebsabläufe und gebäudetechnisch zu erfüllende Anforderungen ermitteln, Ausstattungs- und Inbetriebnahme-Terminpläne erstellen und koordinieren medizin- und labortechnische Anlagen und Geräte beschaffen, Ausschreibungen und Angebote bearbeiten Sicherheits- und Abnahmeprüfungen vornehmen, Inbetriebnahme koordinieren, Bedienungspersonal schulen, einweisen, beraten und überwachen Verfügbarkeit eines stets funktionsfähigen und anwendungssicheren medizintechnischen Gerätebestandes in Krankenhäusern und Arztpraxen sicherstellen (einschließlich Geräteinstandhaltung) Geräteeinsatz zeitlich und räumlich koordinieren Sicherheit für Personal und Patienten beim Einsatz von Geräten gewährleisten Geräteabwandlungen und -erweiterungen durchführen, um bereits vorhandene Systeme an neue Einsatzgebiete anzupassen computergestützte Erfassung, Verarbeitung und Analyse medizinischer Messwerte organisieren und durchführen computerunterstützte Informationsdateien und -datenbanken sowie entsprechende Informationssysteme aufbauen und pflegen medizinisch-technische Geräte und Verfahren neu- oder weiterentwickeln, projektieren und anpassen neue Geräte und Verfahren prüfen, erproben und beurteilen neue Anwendungsmöglichkeiten von Geräten und Verfahren realisieren und vermitteln Zulassung neuer Geräte, Gerätezubehör und Verfahren für die unterschiedlichen nationalen Märkte beantragen Ingenieuraufgaben in Fertigung und Montage, Marketing und Vertrieb, Inbetriebnahme und Kundendienst im Bereich Medizintechnik übernehmen Fertigung/Produktion medizintechnischer Geräte, Anlagen und sonstiger Erzeugnisse planen, optimieren und überwachen Eingangs-, Zwischen- und Endkontrollen in der Fertigung durchführen, fremdgelieferte Geräteteile prüfen (Qualitätssicherung) Qualitätssicherung in Herstellung, Service und Anwendung organisieren und überwachen (Qualitätsmanagement) Geräte und Großanlagen beim Kunden installieren, in Betrieb nehmen, instand halten und warten Gerätebeschreibungen und -dokumentationen sowie Schulungsmaterial erarbeiten (technische Dokumentation) Aufgaben in Marketing, Vertrieb, Produktmanagement übernehmen Service- und Vertriebspersonal sowie Anwender beraten und schulen an Messen, Präsentationen, Geräte- und Anlagendemonstrationen teilnehmen bei der medizinisch-biologischen Grundlagenforschung mitwirken Einsatzbereitschaft der erforderlichen Geräte und ihren wirtschaftlichen Betrieb sicherstellen bei der Planung, Durchführung, datenmäßigen Erfassung und Auswertung von Versuchen mitwirken Arbeitsbedingungen Technik in der Medizin Ingenieure und Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik arbeiten meist in den Servicezentren sowie im klinischen Bereich von Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen, bei denen auch Schichtarbeit anfallen kann. Beschäftigung finden sie auch bei Herstellerfirmen medizintechnischer Geräte und Anlagen. Sie planen, konstruieren und entwickeln solche Systeme, sie überwachen die Fertigung, Montage und Inbetriebnahme, arbeiten im Kundendienst und im Vertrieb. Die Funktionsfähigkeit medizintechnischer Anlagen und Geräte kann über Leben und Tod der Berufsinformationen Biomedizintechnik S 7/60

8 Patienten entscheiden. Biomedizintechnik-Ingenieure und -Ingenieurinnen müssen daher jederzeit hohen Anforderungen an Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein gerecht werden Projektentwicklung und Entscheidung Auch wenn sie in der Entwicklungsabteilung eines Betriebes eine Reihe von Aufgaben wie z.b. die Erstellung eines Prüfberichtes allein bewerkstelligen können, sind sie doch häufig bereits zu Beginn eines neuen Projekts in ein Team eingebunden, das z.b. ein neues Mammografiegerät entwickeln soll. In ihm finden sich Mediziner, Spezialisten aus technischen Nachbardisziplinen bis hin zu Marketingexperten, die nicht notwendigerweise am selben Standort beschäftigt sind. Mit Videokonferenzen überwinden sie Entfernungen, auch über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Häufig wird dann Englisch gesprochen. Ihre Teamlösung präsentieren sie ihren Vorgesetzten oder Kunden, die letztendlich über die Realisierung entscheiden. War ihr Team erfolgreich, haben sich die Überstunden an Abenden und Wochenenden gelohnt. Als Teamleiter haben sie dann den meist engen Terminplan eingehalten, die Mitarbeiter motiviert und koordiniert und die Vorgaben der Geschäftsleitung und der Kunden erfüllt Service vor Ort Nach der Fertigung und erfolgreichen Testläufen komplexer Systeme, wie z.b. eines Computertomografen, beginnt beim Kunden vor Ort die Montage, Justage und Inbetriebnahme, die sie anleiten und überwachen. Selten gelingt das an einem Tag. Gefürchtet sind in dieser Phase Überraschungen, die den Zeitplan durcheinander bringen. Der Kundenservice vieler Systemanbieter ist rund um die Uhr zu erreichen. Viele Probleme lassen sich über Telekommunikationssysteme, Ferndiagnose- und Fernwartungssysteme lösen, aber nicht alle. Wenn im Kundenkrankenhaus das Gerät fehlerhaft arbeitet oder stillsteht, müssen Ingenieure und Ingenieurinnen der Medizintechnik auch vor Ort den Fehler beheben, wo auf der Welt dies auch immer sein mag. In solchen Fällen müssen sie kurzfristig reisebereit sein Zu Hause und unterwegs Auch im Vertrieb sind Ingenieure und Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik häufig unterwegs, wenn sie Kunden von den Systemen ihrer Firma überzeugen wollen. Die Vorbereitungsarbeiten, das Erstellen von Präsentationen, die Zusammenstellung von Produkt- und Systembeschreibungen erledigen sie im Büro der Firma - oder auch per Telearbeit in ihrem Home Office. Mit einem schnellen und sicheren Internetanschluss können auch umfangreiche und verschlüsselte Informationen mit der Zentrale und mit Kunden ausgetauscht werden. Viele Firmen nutzen auch für ihre Auslandsrepräsentanten diese Möglichkeiten. Die Arbeit im Home Office erlaubt außerdem eine flexible Arbeitszeitgestaltung, die sich sonst im Rahmen einer Fünf-Tage-Woche bewegt Arbeitszeit Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik arbeiten in der Regel tagsüber im Rahmen einer Fünf-Tage-Woche. Im klinischen Bereich ist teilweise Schichtarbeit, Wochenendarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit und/oder Rufbereitschaft erforderlich, um z.b. auf Intensivstationen die ständige Funktionsfähigkeit der medizintechnischen Anlagen zu gewährleisten. Auch bei Außendiensttätigkeiten, z.b. im technischen Kundenservice oder bei der Montage von medizintechnischen Geräten und Anlagen, kann nicht immer mit einer geregelten Arbeitszeit gerechnet werden. Manche Aufgaben können von zu Hause aus erledigt werden, wo der Home- Office-Arbeitsplatz eine flexible Arbeitszeitgestaltung ermöglicht Zusammenarbeit und Kontakte Berufsinformationen Biomedizintechnik S 8/60

9 Manche Aufgaben erledigen Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik alleine, etwa wenn sie einen Prüfbericht zu einem Gerät anzufertigen haben. In der Herstellung solcher Geräte sind sie meist in ein Team ihrer Abteilung oder ihres Betriebs eingebunden. Oft handelt es sich dabei um ein Projektteam, das für begrenzte Zeit zusammenarbeitet, um z.b. ein neues Patientenüberwachungssystem zu entwickeln. Hier finden sich Mediziner, Konstrukteure und Techniker mit Werkstoffwissenschaftlern und Kollegen aus dem Bereich Fertigung zusammen, und auch die Abteilungen Kostenrechnung und Marketing haben dabei ein Wörtchen mitzureden. Bei weltweit operierenden Unternehmen kann das Projektteam durchaus international besetzt sein. Videokonferenzen bieten die Möglichkeit, sich im virtuellen Konferenzraum zu treffen, um eine Vorgehensweise abzusprechen oder Probleme zu lösen. Auch mit Kunden haben Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik nicht selten Kontakt. Etwa wenn sie im Vertrieb arbeiten, und Interessenten die Vorzüge der neu entwickelten Anlage erläutern wollen. Im Bereich Service und Instandhaltung sind sie oft fast ausschließlich in Kundenbetrieben tätig, um Wartungsarbeiten vorzunehmen oder Reparaturen auszuführen. Auch Auslandseinsätze sind hier keine Seltenheit. Die Verständigung findet dann meist in Englisch oder einer anderen Fremdsprache statt Körperliche Aspekte überwiegend leichte, zeitweise mittelschwere körperliche Arbeit im Stehen, Gehen und Sitzen Zwangshaltungen möglich (z.b. Bücken, Hocken, mit Armvorhalt) in geschlossenen, temperierten Räumen (Büros, Werkstätten, Labors) Temperaturschwankungen möglich Arbeit am Tage, Schichtarbeit möglich unregelmäßige Arbeitszeiten und Überstunden möglich Wochenend- und Feiertagsarbeit möglich zeitweise Zeitdruck (Terminaufträge) Aufsichtsfunktionen und erhöhte Verantwortung (als Vorgesetzte/r, Betriebs- und Abteilungsleiter/in) Alleinarbeit und Teamarbeit Kontakte mit Kollegen/Kolleginnen, Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen, Vorgesetzten, Kunden/Kundinnen teilweise Handarbeit und Maschinenarbeit teilweise Fein- und Präzisionsarbeit möglich Schreibtischarbeit mit Bildschirmtätigkeit teilweise kundenkontaktbetonte Tätigkeit, auch Lehrtätigkeit (z.b. Einführung der Kunden in die Gerätehandhabung) teilweise Belastung durch Rauch, Gase, Dämpfe möglich (z.b. Lötrauch, Lösemitteldämpfe, Narkosegase) gelegentlich Hautbelastung durch toxische und allergisierende Arbeitsstoffe möglich (z.b. Lösemittel, Reinigungsmittel, Chemikalien) teilweise künstliches Dauerlicht Unfall- und Verletzungsgefahren durch Arbeiten an laufenden Maschinen, mit Chemikalien persönlicher Arbeitsschutz: z.b. Schutzbrille, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe Psychische Aspekte je nach Einsatzbereich forschende, entwickelnde, prüfende, installierende, instandsetzende Tätigkeit oder Tätigkeit in Vertrieb und Einweisung selbstständige Aufgabenerledigung in Abstimmung mit Auftraggebern (z.b. Ärzten/Ärztinnen) und Vorgesetzten, dabei Beachtung technischer und medizinischer Vorgaben je nach Art der Tätigkeit Einzelarbeit oder Gruppenarbeit Berufsinformationen Biomedizintechnik S 9/60

10 z.t. Umgang mit Ärzten/Ärztinnen und medizinischem Fachpersonal z.t. Arbeit unter Zeitdruck bei Außendiensttätigkeit (Vertrieb, Installation, Kundendienst) Arbeit an wechselnden Orten Arbeitsorte/Branchen Beschäftigung finden Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik vor allem in Krankenhäusern und in der medizintechnischen Industrie. Sie arbeiten in der technischen Untersuchung und Beratung, in der Forschung und Entwicklung und in Ingenieurbüros der technischen Fachplanung. Darüber hinaus bieten medizintechnisch orientierte Softwarehersteller und Gesundheitsämter Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie arbeiten in Büroräumen, Laboratorien und medizinischen Funktionsräumen, aber auch in Produktionshallen. Für Aufgaben in Marketing, Vertrieb und Kundendienst sind sie direkt beim Kunden an wechselnden Arbeitsorten oft bundesweit tätig. Zuweilen führen sie ihre Einsätze auch ins Ausland Arbeitsbereiche/Branchen Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Wirtschaftszweige: Gesundheitswesen Krankenhäuser, z.b. Planung und Beschaffung von medizintechnischen Geräten und Anlagen in Rehabilitations- und Vorsorgekliniken Arztpraxen (ohne Zahnarztpraxen), z.b. Planung und Beschaffung von medizintechnischen Geräten und Anlagen Gesundheitswesen, anderweitig nicht genannt, z.b. Planung und Beschaffung von medizintechnischen Geräten und Anlagen für Pflegeheime, Kurzentren Medizinische Technik, Orthopädie, Zahntechnik Herstellung von medizintechnischen Geräten, z.b. Prüfung, Erprobung, Qualitätsmanagement Herstellung von elektromedizinischen Geräten und Instrumenten, z.b. Computertomografen, Röntgengeräte Herstellung von feinmechanischen und optischen Erzeugnissen Herstellung von feinmechanisch-optischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u.ä. Instrumenten und Vorrichtungen, insbesondere biomedizintechnische Mess- und Kontrollgeräte Wirtschaftliche Dienstleistungen Ingenieurbüros für technische Fachplanung Unternehmensberatung, hier: Büros für technisch-wirtschaftliche Beratung Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen, anderweitig nicht genannt, z.b. Prüf- und Testlabore für medizinische Produkte, technische, physikalische und chemische Untersuchungen technische Untersuchung und Beratung, insbesondere im Bereich Biomedizin Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung im Bereich Medizin, z.b. Versuchsplanung, Datenanalyse Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in folgenden Arbeitsbereichen/Branchen: Großhandel Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln und Laborbedarf, z.b. Instandhaltungsmanagement, Kundenservice Handelsvermittlung Handelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen und orthopädischen Artikeln und Laborbedarf, Ärztebedarf, Dentalbedarf, zahnärztlichen Instrumenten, Krankenhaus- und Altenpflegebedarf, insbesondere technischer Krankenhausbedarf und andere medizintechnische Geräte Berufsinformationen Biomedizintechnik S 10/60

11 Softwareanbieter Softwareberatung und -entwicklung, insbesondere für medizintechnische Geräte und Produkte Öffentliche Verwaltung öffentliche Verwaltung auf dem Gebiet Gesundheitswesen, z.b. Akkreditierung, Zertifizierung Arbeitsorte Büros Labors medizinische Einrichtungen beim Kunden Produktionshallen Werkstätten Arbeitsmittel Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik arbeiten mit den unterschiedlichsten Erzeugnissen der Medizintechnik, zum Beispiel Ultraschallgeräten und Computertomografen, Patientenüberwachungsanlagen oder Infusionspumpen. Auch elektrische und mechanische Bauelemente einschließlich Erzeugnissen der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik werden benötigt. Bei ihrer Tätigkeit handhaben sie Geräte und Systeme der medizintechnischen Mess-, Steuerungs-, Regelungstechnik sowie der zugehörigen Computerhard- und -software. Zur Entwicklung und Herstellung medizintechnischer Produkte nutzen sie Versuchs-, Fertigungs-, Messund Prüfeinrichtungen sowie computerunterstützte Arbeitsplätze (CAD-, CAM-, CAE-, CIM-Systeme). Als Arbeitsmittel setzen sie z.b. Montage- und Wartungspläne, Betriebsanleitungen, Arbeitsschutzund Unfallverhütungsvorschriften sowie einschlägige Regelungen (Medizinproduktegesetz, DIN- Normen) ein. Der Computer spielt nicht nur in den Bereichen Anlagensteuerung und Konstruktion eine tragende Rolle. Häufig wird er im Service zur Ferndiagnose und -wartung von Geräten eingesetzt. Auch für die Kommunikation, z.b. innerhalb eines Projektteams, hat er große Bedeutung. Seien es nun s, über die sich die Teammitglieder verständigen können, oder aber Videokonferenzschaltungen, mit denen auch die Einbindung externer Projektmitglieder möglich wird. Auch die Telearbeit im Home Office wäre ohne einen Computer mit schneller Internetanbindung nicht denkbar. 2.2 Zugang zur Tätigkeit In der Regel wird für den Zugang zur Tätigkeit ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium im Bereich biomedizinische Technik oder Medizintechnik gefordert. Für die Tätigkeiten spielt es oft keine Rolle, ob der Studienabschluss an einer Fachhochschule, Universität oder Berufsakademie erworben wurde. Der Zugang zu einer Tätigkeit im Öffentlichen Dienst ist geregelt: Neben einem abgeschlossenen Studium ist meist ein Vorbereitungsdienst erforderlich Zugangsberufe: Diplom-Ingenieur/in (FH) - Biomedizinische Technik Master of Science (FH) - Biomedical Engineering Master (FH) - Medical and Biotechnical Engineering Bachelor of Science (FH) - Biomedical Engineering Master of Science (Uni) - Medizintechnik Dipl.-Ing. (FH) - Medizintechnik Berufsinformationen Biomedizintechnik S 11/60

12 Dipl.-Ing. (BA) - Medizintechnik Sonstige Zugangsbedingungen Sonstige Zugangsvoraussetzungen: Für bestimmte Laufbahnen besonderer Fachrichtungen beim Bund und bei den Ländern wird eine mehrjährige hauptberufliche Tätigkeit vorausgesetzt, die geeignet sein muss, die Fachrichtungs- und Laufbahnbefähigung zu vermitteln. Für die Tätigkeit als Beratende/r Ingenieur/in bzw. für die Führung dieser Berufsbezeichnung ist unter anderem die Eintragung in die Liste der Beratenden Ingenieure einer Ingenieurkammer erforderlich. Für behinderte Menschen mit entsprechender Qualifikation ist der Zugang generell möglich. In Teilbereichen kann es anforderungsbedingte Einschränkungen geben, zum Beispiel im Bereich Außendienst. Auch im Bereich des Öffentlichen Dienstes soll nach dem Schwerbehindertenrecht (Sozialgesetzbuch - Neuntes Buch - (SGB IX)) die Einstellung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen gefördert und ein angemessener Anteil schwerbehinderter Menschen unter den Beschäftigten erreicht werden Sonstige Zugangsqualifizierungen: Unerlässlich sind Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere Englisch, auch Französisch). Eine zusätzliche Berufsausbildung in Elektrotechnik, Elektronik oder im Metallbereich ist von Vorteil. Bei einigen Behörden ist es möglich, als Angestellte/r nach einer bestimmten Probezeit (laut Beamtenrechtsrahmengesetz mindestens 3 Jahre) verbeamtet zu werden, wenn man längere Zeit eine Tätigkeit ausgeübt hat, die dem Dienstposten im entsprechenden Dienst (hier in der Regel im gehobenen Dienst) vergleichbar ist. Häufig werden für den Tätigkeitsbereich relevante Berufserfahrung oder entsprechende Weiterbildung erwartet Einarbeitung: Innerbetriebliche Einarbeitung ist üblich, insbesondere im Hinblick auf die technische Ausstattung oder die zu betreuenden medizintechnischen Geräte bzw. die angebotenen Dienstleistungen des Betriebs; Einarbeitungszeiten in größeren Ingenieurbüros oder Unternehmen können für Berufsanfänger/innen circa 2 bis 3 Jahre betragen. 2.3 Spezialisierungen Ingenieure und Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik (FH) spezialisieren sich vor allem auf die Entwicklung, Projektierung und Betreuung von medizin- und labortechnischen Anlagen, Geräten und Prozessen. In der medizintechnischen Industrie übernehmen sie Führungs- und Fachaufgaben auch in der Arbeitsvorbereitung, in der Fertigungssteuerung und -überwachung, in der Qualitätssicherung oder im Kundenservice. Weitere Spezialisierungsmöglichkeiten finden sie in der Anwendungsberatung und -schulung, im technischen Vertrieb, im Marketing oder in Einkauf und Materialwirtschaft. Auch als Gutachter/innen und Sachverständige, in der Medizininformatik, in der Arzneimittelzulassung oder in der Aus- und Weiterbildung können sie tätig werden. Im BERUFENET finden Sie Beschreibungen zu folgenden Berufen, z.b.: Application Engineer/Manager Arbeitsplanungsingenieur/in Berufsinformationen Biomedizintechnik S 12/60

13 Außendienstmitarbeiter/in Betriebsleiter/in - technisch Betriebsplaner/in Bezirksleiter/in Exportleiter/in Fachverkäufer/-berater/in für Medizintechnik,Einrichtungen Forschungs- und Entwicklungsing. Geschäftsführer/in Gruppenleiter/in,Teamleiter/in - Produktion Key Account Manager/in Leiter/in - Arbeitsvorbereitung Leiter/in - Kundendienst/Service/Kundenmanagement Leiter/in - Materialwirtschaft Leiter/in - Produktion/Fertigung Produktmanager/in Projektingenieur/in Service-Manager/in Teamassistent/in - Materialwirtschaft Techn. Einkäufer/in Technische/r Projektleiter/in Technische/r Sachverständige/r Vertriebsingenieur/in Qualitätsbeauftragter/-beauftragte - Management Qualitätsingenieur/in Unternehmensberater/in Venture Capitalist Betriebsingenieur/in Wissenschaftlich(e/r) Assistent/in/Mitarbeiter/in (Hochsch) Funktions-/Tätigkeitsbereiche: Konstruktion, Architektur Forschung und Entwicklung, Labor Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung und -steuerung Produktion, Fertigung Geschäftsleitung, Management, Unternehmensplanung Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung Instandhaltung, Montage Kundendienst, Service, Kundenmanagement Vertrieb, Verkauf, Kundengewinnung Einkauf, Beschaffung Lagerwirtschaft, Materialwirtschaft Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit Dienstleistung, Beratung Gutachter-, Sachverständigenwesen Aus- und Weiterbildung, Lehre, Erziehung Marketing, Werbung Weiterbildung im Überblick Anpassungsweiterbildung/Qualifizierungsmöglichkeiten Wer ein Hochschulstudium abgeschlossen hat, wird erworbenes Wissen auf dem neuesten Stand halten wollen. In Lehrgängen und Seminaren zu Themen wie medizinische Technik, Biomedizin-Datenbanken und Retrievalsprachen, Krankenhausinformationssysteme oder Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik können Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik ihre Kenntnisse ergänzen und vertiefen. Berufsinformationen Biomedizintechnik S 13/60

14 Aufstiegsweiterbildung (unmittelbar nach dem Studium oder nach entsprechender Berufspraxis) Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge vermitteln weitere Qualifikationen. So können Masterstudiengänge entweder direkt im Anschluss an einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss konsekutiv oder als Weiterbildungsstudiengang nach einer Phase der Berufspraxis absolviert werden. Folgende Studiengänge bieten sich an: Master (FH) - Medical and Biotechnical Engineering Master of Sales and Marketing (FH) - Sales and Marketing Master of Science (FH) - Logistics Management Aufstieg durch Promotion Masterabschlüsse, die an Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen erworben wurden, berechtigen grundsätzlich zur Promotion. Fast alle Universitäten ermöglichen besonders begabten Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen ohne Umweg über einen weiteren universitären Abschluss die "kooperative Promotion" Weiterbildung (berufliche Anpassung) In der biomedizinischen Technik und ebenso in der medizinischen Gerätetechnik gibt es keinen Stillstand. Medizintechnische Geräte, Anlagen und Ausrüstungen sind in ständiger Entwicklung begriffen, sowohl im wissenschaftlichen als auch im technologischen und Anwendungsbereich. Das erfordert eine ständige Weiterbildungsbereitschaft für Ingenieure und Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik, wenn sie berufliche Kompetenz und Handlungsfähigkeit erhalten wollen. Für eine Spezialisierung auf neue Aufgabenfelder oder für die Vorbereitung auf die Übernahme neuer oder veränderter Aufgabenbereiche ist dies ebenfalls förderlich. Die Ingenieure/Ingenieurinnen können sich vor allem durch Fachliteratur, durch den Besuch von Kolloquien, Tagungen und Konferenzen sowie durch den Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen und - kolleginnen weiterbilden. Wegen der außerordentlichen Breite von Fach- und Führungsaufgaben, für die Ingenieure/Ingenieurinnen der biomedizinischen Technik sich weiter qualifizieren können, ist die Angabe von Weiterbildungsangeboten nur exemplarisch möglich: Gesundheitswesen, Medizin, Nuklearmedizin, Pharmazie in KURSNET (C 85) Medizinische Technik in KURSNET (C 8528) Krankenhausbetriebstechnik in KURSNET (C 8528-x5) EDV in speziellen Produktions- und Dienstleistungsbereichen, Branchen in KURSNET (C 2355) Biomedizin-Datenbanken und Retrievalsprachen in KURSNET (C d3) Krankenhausinformationssysteme in KURSNET (C w5) Elektronik in KURSNET (C 551) Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik in KURSNET (C 552) Informationstechnik, Computertechnik, Mikrocomputer-, Mikroprozessortechnik (Hardware) in KURSNET (C 556) Orthopädietechnik - allgemein und anwendungsbezogen in KURSNET (C 4860) Mikrotechnik, Nanotechnik. Leiterplattentechnik in KURSNET (C 4820) Kerntechnik, Radiochemie, Strahlenschutz, Laserschutz in KURSNET (C 364) Strahlenschutz für strahlenexponierte Personen in der Medizin in KURSNET (C 3644) Laser- und Ultraviolettstrahlenschutz in KURSNET (C 3647) Qualitätstechnik, -sicherung, -prüfung, -kontrolle - branchen- und funktionsbezogen in KURSNET (C 2730) Qualitätsbeauftragter/-beauftragte - Gesundheits-/Sozialw. in KURSNET (C ) Berufsinformationen Biomedizintechnik S 14/60

15 Management, Unternehmensplanung, Projektmanagement - Gesundheitswesen, Medizin, Pharmazie in KURSNET (C ) Informationsmanagement im Krankenhaus in KURSNET (C m3) Krankenhausmanagement in KURSNET (C d5) Projektmanagement im Krankenhaus in KURSNET (C m5) Management, Führungskräfte aller Ebenen, Betriebsvertretung in KURSNET (C 07) Innovationsmanagement in KURSNET (C 0721) Technologiemanagement, Management in Forschung, Entwicklung, Konstruktion und Produktion in KURSNET (C 0722) Technische/r Betriebswirt/in Industrie-Betriebswirt/in Weiterbildung (beruflicher Aufstieg) Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen (FH) - Biomedizinische Technik können mit einem Aufbau-, Ergänzungs- oder Zusatzstudium weitere wissenschaftliche oder berufliche Qualifikationen erwerben oder ihre in Studium und Beruf erworbenen Kenntnisse vertiefen. Das Masterstudium kann im Anschluss an einen ersten Hochschulabschluss konsekutiv oder erst nach einer Phase der Berufspraxis als Weiterbildungsstudium absolviert werden. Masterabschlüsse an Fachhochschulen berechtigen zur Promotion. Ohne diesen zusätzlichen Studienabschluss ist für besonders begabte Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen bei entsprechender Eignung die "kooperative Promotion" möglich. Sofern der Masterabschluss an einer Fachhochschule in einem Studiengang mit Akkreditierung für die Laufbahn des höheren Dienstes erworben wurde, eröffnet er den Zugang zu dieser Laufbahn. Es bieten sich folgende Hochschulbildungsgänge an: Master (FH) - Medical and Biotechnical Engineering Master of Science (Uni) - Environmental Physics Master of Engineering (FH) - Mikro- und Nanotechnik Master of Science (Uni) - Electromagnetics, Optics and Micr Master (Uni) - Paradontologie Master (FH) - Technisches Management in der Gebäudetechnik, Master of Sales and Marketing (FH) - Sales and Marketing Master of Science (FH) - Intern.Technology Transfer Managem. Master of Science (FH) - Logistics Management Master of Science (FH) - Photogrammetry and Geoinformatics Existenzgründung Diplom-Ingenieure und -Ingenieurinnen in der biomedizinischen Technik können sich z.b. als Dienstleister/innen für Labors, die medizinische, biologische, physikalische, chemische und ökologische Untersuchungen durchführen, selbstständig machen. Vor dem Schritt in die Selbstständigkeit sollte man sich gründlich beraten lassen, beispielsweise bei den Beratungsstellen der Kammern, Agenturen für Arbeit, Kommunalverwaltungen und sonstiger Träger, die Informationen vielfältiger Art anbieten. Eine kostenlose Informationsbroschüre zu allen Fragen der Existenzgründung ist bei den Berufsinformationszentren (BIZ) der Agenturen für Arbeit unter dem Namen BERUF, BILDUNG, ZUKUNFT - Heft 9 erhältlich. Hier finden Sie weitere Informationen: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) KfW Mittelstandsbank Fachverband Biomedizinische Technik e.v. (fbmt) - Geschäftsstelle Berufsinformationen Biomedizintechnik S 15/60

16 Für Existenzgründer oder Interessenten, die diesen Schritt planen, empfehlen sich vor allem folgende Weiterbildungsziele: Existenz- und Unternehmensgründung, Existenzfestigung in KURSNET (C 0643) Betriebswirtschaftliches Seminar für Akademiker(innen) in KURSNET (C 0616-b30) Sachverständigen-/Gutachtertätigkeit in KURSNET (C 0149-g7) Finanzierung der Existenzgründung in KURSNET (C 7256-l5) Versicherungsfragen für Existenzgründer(innen) in KURSNET (C 7300-y6) Steuerliche Aspekte für Existenzgründer(innen) in KURSNET (C 0125-h2) Existenzgründung - rechtliche Aspekte in KURSNET (C 0129-t4) Arbeitsrecht für Existenzgründer(innen) in KURSNET (C 0130-c9) Zeitmanagement - Existenzgründung in KURSNET (C f5) Kreativitätstraining - Existenzgründung in KURSNET (C f6) Verhandlungstraining für Existenzgründer(innen) in KURSNET (C h3) Unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen Sie suchen für den Ausgangsberuf Dipl.-Ing. (FH) - Biomedizinische Technik verwandte Berufe oder Tätigkeiten, auf die Sie sich bewerben können, ohne eine neue Ausbildung zu absolvieren? Oder sind Sie Arbeitgeber und suchen nach einer Alternative für die Besetzung einer Arbeitsstelle? Hier finden Sie verwandte Berufe, die als Job- bzw. Besetzungsalternativen relevant sein können. Bei manchen Alternativen werden nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs angeboten, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann Job- und Besetzungsalternativen für die Gesamttätigkeit (i.d.r. kurze Einarbeitung): Dipl.-Ing. (BA) - Medizintechnik Dipl.-Ing. (FH) - Medizintechnik in angrenzenden Berufen: Dipl.-Ing. (FH) - Krankenhausbetriebstechnik in Berufen mit niedrigerem Qualifikationsniveau: Techniker/in - Medizintechnik Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen ist unter Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen abrufbar Weitere Beschäftigungsalternativen aus der Sicht eines Bewerbers Die hier genannten Bereiche und Berufe basieren auf gemeinsamen Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen. Jedoch erfordern die im Folgenden genannten Jobalternativen eine längere Einarbeitung, eine Zusatzausbildung oder eine neue Ausbildung, die allerdings oft verkürzt absolviert werden kann. Ggf. können auch die Vorläuferberufe der genannten Jobalternativen sowie entsprechende Berufe der ehemaligen DDR eine Alternative auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Bereich physikalische Technik, Feinwerktechnik Erzeugnisse und Verfahren der physikalischen Technik und der Feinwerktechnik spielen auch in der Biomedizintechnik eine bedeutende Rolle. Ingenieure und Ingenieurinnen (FH) der Berufsinformationen Biomedizintechnik S 16/60

17 biomedizinischen Technik können ihre Kenntnisse und Erfahrungen in der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung sowie aus Vertrieb, Wartung und Instandhaltung von Geräten und Anlagen hier verwerten. Jobalternativen: Dipl.-Ing. (FH) - Physikalische Technik Dipl.-Ing. (FH) - Physik Dipl.-Ing. (FH) - Feinwerktechnik Dipl.-Ing. (FH) - Feinwerk- u. Mikrotechnik Dipl.-Ing. (FH) - Maschinenbau (Physikalische Technik) Jobalternativen durch Vorläuferberufe und Berufe der ehemaligen DDR: Feinwerkingenieur/in (FS) - Feinwerktechnik Feinwerkingenieur/in (FS) - Technische Optik Bereich Elektrotechnik, Elektronik Ingenieure und Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik verfügen über elektrotechnische Kenntnisse. Wie Elektroingenieure und -ingenieurinnen arbeiten sie in der Geräteentwicklung und -konstruktion, bereiten die Fertigung vor und übernehmen Aufgaben im Vertrieb und Kundendienst. Jobalternativen: Dipl.-Ing. (FH) - Elektrotechnik Dipl.-Ing. (Uni) - Elektrotechnik/Elektroniktechnologie Dipl.-Ing. (BA) - Elektrotechnik (Energietechnik) Dipl.-Ing. (FH) - Elektronik Dipl.-Ing. (FH) - Elektronik (Industrieelektronik) Jobalternativen durch Vorläuferberufe und Berufe der ehemaligen DDR: Elektroingenieur/in (FS) - Elektromaschinen und Geräte Elektroingenieur/in (FS) - Industrielle Elektronik Elektroingenieur/in (FS) - Technologie Elektrotechnik Dipl.-Ing. (Ing.H.) - Elektrotechnik Dipl.-Ing. (Uni) - Elektrotech/Elektronik - Alle Fachr. Bereich Wirtschaftsingenieurwesen Ingenieure und Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik lösen wie Wirtschaftsingenieure und -ingenieurinnen technische und organisatorische Aufgaben unter Beachtung wirtschaftlicher Aspekte. Die Tätigkeiten sind sowohl ingenieurwissenschaftlich als auch betriebswirtschaftlich orientiert. Jobalternativen: Dipl.-Ing. (BA) - Wirtschaftsingenieurwesen Dipl.-Wirtschaftsingenieur/in (FH) Dipl.-Wirtschaftsingenieur/in (Uni) Jobalternativen durch Vorläuferberufe und Berufe der ehemaligen DDR: Dipl.-Ingenieurökonom/in (Uni) Bereich technische Redaktion Ingenieure und Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik haben umfangreiche Kenntnisse über die Fertigungsprozesse, die maschinelle Ausrüstung und die Produktpalette ihrer Branche. Die Fachterminologie ist ihnen ebenso vertraut wie die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Ggf. haben sie schon Erfahrungen im Erstellen von technischen Dokumentationen und Produktbeschreibungen und können technische Sachverhalte exakt und verständlich formulieren. Jobalternativen: Technische/r Redakteur/in Berufsinformationen Biomedizintechnik S 17/60

18 Auch denkbar: Für Ingenieure und Ingenieurinnen (FH) der Medizintechnik kommt auch eine Tätigkeit in der Produktprüfung oder Produktzertifizierung in Betracht, beispielsweise als Auditor/in für Medizinprodukte Weitere Besetzungsalternativen aus der Sicht eines Arbeitgebers Arbeitnehmer/innen der hier genannten Bereiche besitzen durch ihre Ausbildung und Berufstätigkeit Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen, die für die Ausübung der Tätigkeit als Diplom- Ingenieur/in (FH) der biomedizinischen Technik von Vorteil sind. Jedoch erfordern die im Folgenden genannten Besetzungsalternativen eine längere Einarbeitung. Bereich physikalische Technik, Feinwerktechnik Erzeugnisse und Verfahren der physikalischen Technik und der Feinwerktechnik spielen auch in der Medizintechnik eine bedeutende Rolle. Ingenieure und Ingenieurinnen aus diesem Bereich können ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch in der biomedizinischen Technik einbringen. Die Aufgaben in der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung sowie in Vertrieb, Wartung und Instandhaltung von Geräten und Anlagen sind vergleichbar. Besetzungsalternativen: Dipl.-Ing. (FH) - Physikalische Technik Dipl.-Ing. (FH) - Physik Dipl.-Ing. (FH) - Feinwerktechnik Dipl.-Ing. (FH) - Feinwerk- u. Mikrotechnik Dipl.-Ing. (FH) - Maschinenbau (Physikalische Technik) Besetzungsalternativen durch Berufe der ehemaligen DDR: Feinwerkingenieur/in (FS) - Feinwerktechnik Feinwerkingenieur/in (FS) - Technische Optik Bereich Elektrotechnik, Elektronik Wie Ingenieure und Ingenieurinnen (FH) der biomedizinischen Technik verfügen auch die Beschäftigten der hier genannten Berufe über elektrotechnische Kenntnisse. Sie arbeiten ebenfalls in der Geräteentwicklung und -konstruktion, bereiten die Fertigung vor und übernehmen Aufgaben in Vertrieb und Kundendienst. Besetzungsalternativen: Dipl.-Ing. (FH) - Elektrotechnik Dipl.-Ing. (BA) - Elektrotechnik (Energietechnik) Dipl.-Ing. (FH) - Elektronik Dipl.-Ing. (Uni) - Elektrotechnik/Elektroniktechnologie Dipl.-Ing. (FH) - Elektronik (Industrieelektronik) Besetzungsalternativen durch Berufe der ehemaligen DDR: Elektroingenieur/in (FS) - Elektromaschinen und Geräte Elektroingenieur/in (FS) - Industrielle Elektronik Elektroingenieur/in (FS) - Technologie Elektrotechnik Dipl.-Ing. (Ing.H.) - Elektrotechnik Dipl.-Ing. (Uni) - Elektrotech/Elektronik - Alle Fachr. 2.4 Persönliche Voraussetzungen Neigungen und Interessen Förderlich: Berufsinformationen Biomedizintechnik S 18/60

19 Interesse an Technik, an der Funktionsweise von Geräten, Maschinen und Anlagen (z.b. Funktionsweise eines Herzschrittmachers oder eines Ultraschallgeräts) Neigung zu exaktem, analysierendem, systematisierendem Denken (z.b. Entwicklung eines Qualitätssicherungsprogramms für die technische Ausstattung einer Intensivstation) Interesse an Datenverarbeitung (z.b. Erfassung, Aufbereitung und Verknüpfung von Diagnosedaten oder Erstellung von informationstechnischen Systemen für die Steuerung medizintechnischer Anlagen) Interesse an Biologie (insbesondere Humanbiologie) Interesse an Physik Interesse an Medizin (z.b. zum Verständnis der Anforderungen von Kundenseite) Innovationsfreude (medizinisch-technische Geräte und Verfahren neu entwickeln oder weiterentwickeln) Neigung zu planender, organisierender Tätigkeit (z.b. Planung und Einrichtung neuer technischer Anlagen und Gebäudeausrüstungen in ärztlichen Praxen und Krankenhäusern) Neigung zum Beraten und Überzeugen (z.b. Service- und Vertriebspersonal sowie Anwender beraten und schulen) Neigung zum kaufmännischen, am wirtschaftlichen Erfolg orientierten Denken (bei der Anschaffung z.b. einer neuen Dialyseanlage müssen auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden) Nachteilig: Abneigung gegen Tätigkeit, die Vorgesetztenfunktion einschließt (Kontrollieren, Überwachen) (z.b. Bedienungspersonal anleiten und überwachen) Abneigung gegen Arbeit unter Zeitdruck (z.b. hoher Zeitdruck bei der Wiederherstellung der Funktionsbereitschaft wichtiger Geräte) Abneigung gegen Arbeit in der Gruppe (Teamarbeit) Fähigkeiten Notwendig: Von den folgenden Fähigkeiten ist für die Berufsausbildung und Berufsausübung jeweils ein bestimmter Mindestausprägungsgrad notwendig. Ein darüber hinausgehender (höherer) Ausprägungsgrad ist meist vorteilhaft. durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife ) durchschnittliche Wahrnehmungs- und Bearbeitungsgeschwindigkeit (auf Papier, am Bildschirm) (z.b. Ablesen von Messgeräten, Umgang mit Tabellen und Listen) (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife) gut-durchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen (Umgang mit technischen Zeichnungen, z.b. von Röntgengeräten, und Übertragung auf die Realität bei Fehlersuche oder Modifikation) (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife) gut-durchschnittliche logische Denkfähigkeit (relativ hoher Komplexitäts- und Abstraktionsgrad des Gegenstandsbereichs) (z.b. Schaffung der informationstechnischen Voraussetzungen für die Steuerung bildgebender Anlagen) (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife) gutes technisches Verständnis durchschnittliches mündliches Ausdrucksvermögen (z.b. Beratung des Krankenhausdirektoriums, Präsentieren von Produkten, Einweisen von Anwendern) (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife) Berufsinformationen Biomedizintechnik S 19/60

20 durchschnittliches schriftliches Ausdrucksvermögen (Gerätebeschreibungen und -dokumentationen sowie Schulungsmaterial erarbeiten, Erstellen von Berichten und Analysen) (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife) gut-durchschnittliche mathematische Befähigung (häufiger Umgang mit Formeln, Zahlen und Daten) (Bezugsgruppe: Personen mit Hochschulreife) Befähigung zum Planen und Organisieren (z.b. bei der Einführung und Inbetriebnahme neuer Beatmungsgeräte) Förderlich: Einfallsreichtum im technischen Bereich (z.b. Verbesserung von Geräten und Verfahren der Medizintechnik) Kenntnisse und Fertigkeiten Zusätzlich zu den in der Berufsausbildung erworbenen berufsbezogenen Kenntnissen und Fertigkeiten ist Folgendes notwendig oder förderlich: gute Fremdsprachenkenntnisse, besonders Englisch (z.b. für die Auswertung meist englischsprachiger Fachliteratur, für englischsprachige Dokumentationen) fundierte Kenntnisse im Projektmanagement (insbesondere bei der Wahrnehmung von Leitungsfunktionen) erweiterte Kenntnisse im Qualitätsmanagement (für die Organisation und Überwachung der Qualitätssicherung in Herstellung, Service und Anwendung) erweiterte Kenntnisse in Feinwerktechnik (für die Arbeit mit künstlichen Organen) Arbeitsverhalten Notwendig: Verantwortungsbewusstsein (von der Zuverlässigkeit der Produkte hängt nicht selten das Leben der Patienten ab, z.b. bei Herzschrittmachern) genaue, sorgfältige Arbeitsweise, auch unter Zeitdruck (wichtig z.b. bei Funktions- und Sicherheitsprüfungen von Geräten, die für den Einsatz benötigt werden) planvolle, systematische Arbeitsweise (z.b. für ständige Einsatzbereitschaft sowie Funktions- und Betriebssicherheit zahlreicher medizintechnischer Geräte in einem Klinikum sorgen) Befähigung zu selbstständigem Arbeiten, aber auch Befähigung zu Gruppenarbeit (Zusammenarbeit z.b. mit Fachkollegen, medizinischen Fachleuten und Kunden) Kontakt-, Kooperations- und Durchsetzungsfähigkeit (z.b. bei Durchführung von Anwenderschulungen oder Verhandlungen mit Herstellern medizintechnischer Geräte im Auftrag eines Klinikums) neurovegetative Belastbarkeit und psychische Stabilität (hohe Verantwortung, Arbeit manchmal unter Zeitdruck) Förderlich: Anpassungs- und Kooperationsfähigkeit (Kompromissbereitschaft - divergierende technische und kaufmännische Forderungen) Nachteilig: Berufsinformationen Biomedizintechnik S 20/60

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