Berufsbezogene Kommunikation zwischen Studierenden und mittelständischen Unternehmen: Die Rolle von Social Media Auswertung der Unternehmensbefragung

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1 Berufsbezogene Kommunikation zwischen Studierenden und mittelständischen Unternehmen: Die Rolle von Social Media Auswertung der Unternehmensbefragung Umfrage im Rahmen der Bachelorarbeit von Tatiana Novikova

2 Vorwort Vorwort Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland steigt der Bedarf an potenziellen Nachwuchskräften zunehmend. Somit stehen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor neuen Herausforderungen im Personalmanagement und zudem in Konkurrenz zu größeren Konzernen um die besten Nachwuchskräfte. Große Konzerne genießen aufgrund ihrer Produkt- und Dienstleistungsvielfalt sowie Medienwirksamkeit einen großen Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit. Daher erweist sich der Rekrutierungsprozess für sie einfacher und die jungen Akademiker werden frühzeitig übernommen. Die KMU sind dagegen oft weniger bekannt und verfügen über begrenzte Ressourcen im Personalbereich, sodass sie nicht in ausreichendem Maße und früh genug junge Akademiker ansprechen können und sich die Möglichkeiten, junge Fachkräfte zu gewinnen, als schwer gestalten. Dabei erweisen sich KMU für Studierende und junge Absolventen als eine gute Möglichkeit, Karriere zu machen. Basierend auf dieser Grundlage, war das Ziel der Umfrage, die berufsbezogene Kommunikation zwischen Studierenden und KMU zu untersuchen sowie Herausforderungen zu erkennen. Insgesamt wurden zwei getrennte Umfragen durchgeführt, um eine genauere Darstellung der Zielgruppen zu gewährleisten. Es nahmen 1328 Studierende an der Umfrage teil. Diese wurden über verschiedene Hochschulinterne und -externe Verteiler angesprochen. 164 Antworten waren unvollständig und wurden daher nicht ausgewertet.

3 Allgemeines Teil 1: Allgemeines 1. Alter und Geschlecht 3. Welchen Abschluss streben Sie an? 0,52% 5,76% 0,09% 7,30% Bachelor Der Altersdurchschnitt liegt bei 23,56 Jahren, wobei die meisten Teilnehmer 22 Jahre angegeben haben (16,5 %). 57,22 % sind weiblich, 42,78 % männlich. 21,82% 64,52% Master Diplom Magister Staatsexamen Lizenziat 2. Welche Art der Hochschule besuchen Sie? 4. Ist es Ihr Erst- oder Zweitstudium? 7,73% 9,45% 48,11% 44,16% Universität Fachhochschule Sonstiges Erststudium Zweitstudium 90,55%

4 Allgemeines 5. Welche Studienrichtung hat Ihr Studium? 6. In welchem Semester sind Sie? >=7 Semester 20,27% Sonstiges 10,22% Technik- und Ingenieurwissenschaften 12,20% 6. Semester 17,27% Wirtschaftswissenschaften 25,86% Rechtswissenschaften 0,17% 5. Semester 6,62% Informatik und Mathematik 13,06% Naturwissenschaften 6,70% 4. Semester 19,33% Medizin, Gesundheitswesen und Psychologie Medien und Kommunikation 0,60% 1,12% 3. Semester 8,16% Lehramt und Erziehungswissenschaften 17,01% Kunst, Gestaltung und Musik 1,20% 2. Semster 22,94% Gesellschafts- und Sozialwissenschaften Geisteswissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften 3,44% 8,42% 1. Semester 5,41% 0% 10% 20% 30% 0% 5% 10% 15% 20% 25%

5 Berufsbezogene Fragen Teil 2: Berufsbezogene Fragen 7. Konnten Sie schon studienfachbezogene Praxiserfahrung in Unternehmen sammeln (z.b. Praktika, Werkstudentenstellen, Aushilfsjob etc.)? 8. Falls Sie Frage 7 mit Ja beantwortet haben: Gehörte das Unternehmen dem Mittelstand an? 11,00% 22,68% Ja 43,67% 45,33% Ja keine Antwort 77,32%

6 Berufsbezogene Fragen 9. Ist in Ihrem Studiengang ein Pflichtpraktikum vorgesehen? 10. Falls Sie Frage 9 mit Ja beantwortet haben: Sind Sie an Praxiserfahrung auch über Ihr Pflichtpraktikum hinaus interessiert? 3,33% 14,95% 8,89% Ja Ja keine Antwort 85,05% 87,78%

7 Berufsbezogene Fragen 11. Falls Sie Frage 9 mit beantwortet haben: Sind Sie an einem freiwilligen Praktikum interessiert? 12. Ab welchem Semester sind Sie an Praxiserfahrung interessiert? 12,07% 16,15% 1. Semester 18,97% 68,97% Ja keine Antwort 49,83% 7,13% 7,39% 9,36% 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester ab dem 6. Semester keine Antwort 5,58% 4,55%

8 Berufsbezogene Fragen 13. Üben Sie einen Nebenjob aus? 14. Falls Sie Frage 13 mit beantwortet haben: Warum üben Sie keinen Nebenjob aus? 2,31% Keine Zeit 44,59% Ja 55,41% 13,87% 9,63% 51,06% Kein Interesse / Keine finanzielle Notwendigkeit Keine passende Stelle gefunden 23,12% Sonstiges Keine Antwort

9 Berufsbezogene Fragen 15. Falls Sie Frage 13 mit Ja beantwortet haben: Hat dieser Nebenjob einen Bezug zu Ihrem Studium? 2,48% Ja 43,41% 54,11% keine Antwort 16. Falls Sie Frage 13 mit beantwortet haben: Warum üben Sie keinen Nebenjob aus, der Bezug zu Ihrem Studium hat? Diese Frage konnte frei beantwortet werden. Es wurden unter anderem folgende Gründe angegeben: Mangelnde Qualifikation/Erfahrung Zu geringer Verdienst in studienbezogenen Jobs Mangelnde Flexibilität im Unternehmen bezüglich der Arbeitszeit Keine Auseinandersetzung mit dem Thema bis zum aktuellen Zeitpunkt Keinen studienbezogenen Nebenjob gefunden Möchte bestehenden Job nicht wechseln Die beiden ersten Gründe wurden am häufigsten genannt.

10 Fragen bezüglich der Rekrutierung Teil 3: Fragen bezüglich der Rekrutierung 17. Möchten Sie lieber in einem großen Konzern arbeiten oder bei einem Unternehmen im Mittelstand? 18. Kennen Sie mittelständische Unternehmen aus Ihrer Hochschulregion namentlich? 45,70% In einem bekannten Konzern 32,56% Ja 54,30% In einem Unternehmen im Mittelstand 67,44%

11 Fragen bezüglich der Rekrutierung 19. Wenn Sie kurz nachdenken - Wie viele Unternehmen kennen Sie? 20. Welche Wege nutzen Sie, um nach Möglichkeiten der Praxiserfahrung zu suchen? (Mehrfachnennung möglich) Sonstiges 17,78% 16,75% 10,82% Webnews 4,64% 42,53% 0 Online-Stellenbörsen 50,09% 18,56% > 10 Homepages der Unternehmen Social Media 18,99% 85,65% 53,87% Unter Sonstiges wurden nachfolgende Punkte angegeben: Persönliche Kontakte / Freunde / Bekannte Jobmessen Arbeitsamt Aushänge der eigenen Hochschule Zeitungen Persönliche Kontakte sind der am häufigsten genannte Kommunikationskanal.

12 Fragen bezüglich der Rekrutierung 21. Falls Sie das Internet zur Praxissuche nutzen, waren die bisherigen Erfahrungen ausreichend erfolgreich? 22. Mit welchen Problemen wurden Sie während der Praxissuche konfrontiert? (Mehrfachnennung möglich) Sonstiges 20,19% Komplizierte Kommunikationskanäle zu den Unternehmen 40,38% 25,52% Unternehmen in der eigenen Hochschulregion unbekannt 25,86% 22,59% 51,89% Ja keine Antwort Keinen passenden Ansprechpartner gefunden Kein passendes Socia- Media-Angebot gefunden, das einen Job vermittelt 29,47% 23,80% 0% 10% 20% 30% 40% 50% Unter Sonstiges wurden nachfolgende Probleme angegeben: Kein Interesse der Unternehmen an Praktikanten Keine Antwort auf Anfrage erhalten Keine passende Stelle gefunden Schlechte Internetpräsenz der Unternehmen Unternehmen können Studiengang nicht einordnen Mehrere Teilnehmer gaben an, mit keinerlei Problemen konfrontiert worden zu sein.

13 Fragen bezüglich der Rekrutierung 23. Sind Sie daran interessiert, nach dem Praktikum einen Anschlussvertrag zu erhalten? 24. Falls Sie eine Möglichkeit hätten, online passende Projektangebote außerhalb des Studiums als externe Studentin bzw. externer Student im Unternehmen zu bearbeiten, würden Sie an solchen Projekten teilnehmen? 26,12% Ja 12,54% Ja 73,88% 87,46% Nachfolgende Gründe für eine Ablehnung von Projektarbeiten wurden angegeben: Zeitmangel Niedrige Qualifikation Unpassender Studiengang für Projekte (z.b. duales Studium oder Lehramt)

14 Fragen bezüglich der Rekrutierung 25. Ab welcher Gehaltshöhe würden Sie Praktika absolvieren? 34,11% 33,68% Auch ohne Gehalt: Eine Praxiserfahrung ist mir das wert. bis 400 Euro ab 401 Euro 32,22%

15 Diskussion der empirischen Untersuchung Diskussion der empirischen Untersuchung Die Ergebnisse der studentischen Befragung zeigen, dass die Nachwuchskräfte tatsächlich motiviert sind und praktische Erfahrungen schon während des Studiums sammeln möchten, um sich frühzeitig Kompetenzen anzueignen. Es ist interessant, dass von den Studierenden, die nach dem Lehrplan ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen, 20 % zusätzlich auch an einem freiwilligen Praktikum interessiert sind im Vergleich zu denjenigen, bei denen die Praxiserfahrung im Studium kein Muss ist. Also könnte man vermuten, dass verpflichtende Praxiserfahrungen Engagement und Motivation bei Studierenden fördern. Der Anteil der Teilnehmer, der kein Interesse an Nebenjobs zeigt, lässt sich damit erklären, dass viele wenig Zeit neben dem Studium haben. Jedoch zeigen die Kommentare, dass einige gerne einen Job hätten, z.b. Ich hätte sehr gerne einen Nebenjob ausgeführt, der mich in meinem Studium und der späteren Laufbahn weiterbringt, aber ich schaffe es leider zeitlich nicht, Studium und Nebenjob unter einen Hut zu bekommen. Außerdem beschweren sich Studierende über zu hohe Anforderungen, die von Unternehmen gestellt werden. Ich habe mich schon einige Male als Werkstudent beworben, jedoch bin ich noch nicht angenommen worden. Oft ist es auch so, dass Erfahrungen vorausgesetzt sind, die man als Student noch nicht haben kann! Studierende nutzen die Karrierewebseiten der Unternehmen zur Suche nach Praxiserfahrung. Laut der Ergebnisse dieser Befragung nutzen die Teilnehmer diesen Kommunikationskanal zu über 80 %. Die Online-Stellenbörsen haben auch bei Studierenden große Priorität. Außerdem sieht die Zielgruppe zu über 40 % Probleme in den Kommunikationskanälen. Die Teilnehmer gaben an, keinen passenden Ansprechpartner im Unternehmen gefunden zu haben.

16 Diskussion der empirischen Untersuchung Was die weiteren Probleme in der Kommunikation angeht, so sind Studierende mit den angebotenen Informationen unzufrieden, d.h. sie werden mit veralteten Stellenanzeigen konfrontiert oder bekommen keine Rückmeldungen von potenziellen Arbeitgebern. Außerdem äußerten sie sich einige dahingehend, dass Unternehmen nicht immer neue oder unbekannte Studiengänge einordnen können. Das Problem der Unbekanntheit der KMU in der Hochschulregion spiegelt sich auch in den Ergebnissen der studentischen Befragung wider. Ein Drittel der Studierenden kennt keine KMU namentlich und zu ca. 26 % geben Studierende an, die Unternehmen in der eigenen Hochschulregion nicht zu kennen (s. Frage 19). Jedoch möchte knapp über die Hälfte der Teilnehmer in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten (s. Frage 18). Ein zu niedriger Lohn in studienbezogenen Jobs ist einer der am häufigsten genannten Gründen unter den Studierenden. Insgesamt scheint es, dass finanzielle und zeitliche Gründe den Studierenden im Weg stehen, Praxiserfahrungen frühzeitig sammeln zu können. Wobei das Interesse der Studierenden, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen, vorhanden ist.

17 Schlussfolgerungen aus beiden Umfragen Schlussfolgerungen aus beiden Umfragen Die Ergebnisse aus beiden Umfragen zeigen, dass die Homepages der Unternehmen der populärste Kommunikationskanal für die Akteure ist. Jedoch gaben gleichzeitig auch 60 % der befragten KMU an, mit der Bewerberquote unzufrieden zu sein. Daher lässt sich vermuten, dass die eigenen Homepages der Unternehmen zur Deckung des gesamten Personalbedarfs nicht ausreichen. In beiden Befragungen geben die Teilnehmer bzgl. der Probleme bei den Rekrutierungswegen an, keinen passenden Ansprechpartner gefunden zu haben (Studierende) bzw. nicht genug Ansprechpartner im Unternehmen zur Verfügung stellen zu können (Unternehmen). Daher können interessierte Studierende nicht adäquat mit Informationen versorgt werden, Anfragen bleiben oft unbeantwortet. In Anbetracht des Hauptzieles, Studierende frühzeitig in das Unternehmen einzubinden, was sich immerhin über 90 % der befragten Unternehmen wünschen, sollten die KMU ihre Strategie bzgl. des sehr geringen Angebots von Anschlussverträgen nach Praktika (nur 13 %) überdenken (s. Ergebnisse der Befragung der KMU). Ca. 74 % der Studierenden würde gerne einen Anschlussvertrag erhalten (s. Ergebnisse der Befragung der Studierenden). Wenn die Unternehmen keine langfristige Beziehung zu den Nachwuchskräften aufbauen, können sie nicht mit steigenden Bewerbungsquoten von qualifizierten Nachwuchskräften rechnen. Ein weiterer Grund für die geringe Bewerbungsquote bei KMU (60,5 %) ist die Bezahlung, die nach Meinung der Studierenden zu niedrig ausfällt.

18 Schlussfolgerungen aus beiden Umfragen Tipple et al. (2012) 1 schlagen in ihrer Studie vor, ein gemeinsames Portal für Studierende und KMU zu entwickeln, welches Standorte verbinden würde. Dies wäre eine Lösung des Kommunikationsproblems. Besonders die KMU, die unbekannt sind oder bei denen eine eigene Personalabteilung fehlt, könnten darüber sehr schnell und effizient ihre Rekrutierung betreiben. 1 Tipple, Nicholas/Taylor, Paul/Cumming, Michael/Tan, Sze-Yin (2012): Interaction between HEIs and SMEs the student perspective, York

19 Über ALPHAJUMP Über ALPHAJUMP Die ALPHAJUMP GmbH hat das einzige Karrierenetzwerk entwickelt, das Studierende, Absolventen und Hochschulen mit dem Mittelstand verbindet. Unternehmen bietet ALPHAJUMP eine Plattform, um Studierende und Absolventen als potenzielle Nachwuchskräfte anzusprechen und auf ihr Unternehmen aufmerksam zu machen einfach, schnell, überzeugend und zu einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis. Mit einer Karriereseite auf ALPHAJUMP nutzen Unternehmen ein Gesamtkonzept, welches bestehende Kommunikationskanäle unter anderem im Social-Media-Bereich individuell nutzt und die Rekrutierung hin zu einer Empfehlungsrekrutierung verändert. Damit wird erstmals Social-Media für die Personalrekrutierung im akademischen Bereich erfolgreich eingesetzt. Die dynamische Personalsuchmaschine auf ALPHAJUMP bietet Unternehmen effiziente Rekrutierungsfunktionen. Die differenzierten Suchfunktionen filtern die Studierenden und Absolventen anhand ihrer Kompetenzen, sodass Unternehmen sofort die passenden Kandidaten für ihre Vakanzen vorgeschlagen werden. Ihre Karriereseite auf ALPHAJUMP.de

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