Kennzahlenanalyse. Drei-Jahresvergleich für den Zeitraum TEST GmbH

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1 TEST GmbH Drei-Jahresvergleich für den Zeitraum Telefon: 02685/

2 Inhaltsverzeichnis 1 Auf einen Blick Analysiertes Unternehmen Ergebnisse des Kennzahlen Schnelltest Ergebnisse der Analyse zur Insolvenzfrüherkennung Grundlagen Datengrundlagen und fähigkeit Cashflow-Rechnung Strukturbilanz Kennzahlen Schnelltest Ergebnis Bewertungsschema Verwendete Kennzahlen und Erläuterungen Insolvenz Früherkennung Analysesystem und Ergebnis Verwendete Kennzahlen und Erläuterungen Bestätigung und Haftungsausschluss Seite 2 von 17

3 1 Auf einen Blick 1.1 Analysiertes Unternehmen Name Tätigkeit/Branche Standort Test GmbH Hochbau Testhausen Besteht seit Gesellschaftsform GmbH Gesamtleistung Jahresüberschuss/-fehlbetrag Wirtschaftliches Eigenkapital Eigenkapitalquote 58,70% Gesamtvermögen lt. Strukturbilanz Ergebnisse des Kennzahlen Schnelltest Ergebnisse 2011 Finanzstärke Ertragsstärke Gesamtnote Erreichte Noten 1,0 1,0 1,0 1=sehr gut, 2=gut, 3=mittel, 4=kritisch, 5=Gefahr 1.3 Ergebnisse der Analyse zur Insolvenzfrüherkennung Ergebnisse 2011 Indikator Bewertung Summe der bewerteten Kennzahlen 5,900 extrem gut Seite 3 von 17

4 2 Grundlagen 2.1 Datengrundlagen und fähigkeit Die fähigkeit einer ist in erster Linie von der Vollständigkeit und der fachlichen Buchungsqualität im Rechnungswesen abhängig. Die Formeln und die Bewertungen von Kennzahlen existieren i.d.r. unabhängig von der Rechtsform der zu analysierenden Unternehmen. Andererseits lässt sich die Umsatzrentabilität einer Kapitalgesellschaft, z.b. einer GmbH, nicht mit den Ergebnissen eines Einzelunternehmens oder einer Personengesellschaft vergleichen. 2.2 Cashflow-Rechnung Mit dem Cashflow (deutsch: Geldfluss) wird generell eine zur Liquidität hergestellt. Allerdings gibt es ganz unterschiedliche Formeln des Cashflows, je nachdem, welche für die Liquiditätsanalyse benötigt wird. Die am häufigsten verwendete Formel lautet: Gewinn + Abschreibung + langfristige Rückstellungen +/- Veränderung von Sonderposten =Cashflow Mit dieser Formel wird der Liquiditätszufluss aus dem Gewinn ermittelt, ohne Berücksichtigung von Kundenforderung oder Lieferantenverbindlichkeiten. Deshalb kann man diesen Cashflow auch erfolgswirksamer Cashflow nennen. ERFOLGSWIRKSAMER CASHFLOW Ergebnis nach Steuern Abschreibungen = Erfolgswirksamer Cashflow Seite 4 von 17

5 Der Brutto-Cashflow stellt die erwirtschaftete Liquidität aus dem Gewinn vor Steuern dar. Der Einfachheit halber, werden hier mögliche Liquiditätseffekte durch Ein- und Auszahlungen aus Forderungen und Verbindlichkeiten, bewusst außer Acht gelassen. BRUTTO-CASHFLOW Erfolgswirksamer Cashflow Betriebliche Ertragsteuern = Brutto-Cashflow Der Netto-Cashflow zeigt auf, wie viel Liquidität vom Gewinn, nach Abzug der Entnahmen, noch übrig bleibt. Auch hier ohne Forderungen und Verbindlichkeiten. NETTO-CASHFLOW Erfolgswirksamer Cashflow Netto-Entnahmen/Ausschüttungen = Netto-Cashflow Seite 5 von 17

6 2.3 Strukturbilanz Die Strukturbilanz ist eine stark verkürzte Bilanz, aus der die Struktur und die Verhältnisse der wesentlichen Positionen deutlicher hervorgehen. Die Strukturbilanz ist eine wesentliche Datengrundlage für die. AKTIVA (Vermögen) Immaterielles Vermögen Sachanlagen = Langfristiges Vermögen Vorräte Kurzfristiges Umlaufvermögen davon Forderungen und sonstige VG davon Flüssige Mittel und Wertpapiere Rechnungsabgrenzungen und sonstige = Mittel- und kurzfristiges Vermögen GESAMTVERMÖGEN PASSIVA (Finanziert durch) Wirtschaftliches Eigenkapital davon bilanzielles Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital davon gegenüber Kreditinstituten = Langfristig verfügbares Kapital Kurzfristige Verbindlichkeiten davon aus Rückstellungen davon gegenüber Kreditinstituten davon aus Lieferverbindlichkeiten davon aus sonstigen Verbindlichkeiten = Kurzfristig verfügbares Kapital GESAMTKAPITAL Seite 6 von 17

7 3 Kennzahlen Schnelltest 3.1 Ergebnis FINANZSTÄRKE Eigenkapitalquote 29,4% 56,9% 58,7% Note für die Finanzierung Schuldentilgungsdauer in Jahren 0,6 0,0 0,0 Note für die Liquidität = Gesamtnote für die Finanzstärke 1,5 1,0 1,0 ERTRAGSSTÄRKE Gesamtkapitalrentabilität 24,0% 12,6% 34,4% Note für die Rentabilität Cashflow-Rentabilität 9,5% 3,7% 13,9% Note für den Liquiditätserfolg = Gesamtnote für die Ertragsstärke 1,5 3,0 1,0 C. GESAMTNOTE = Gesamtnote aller Kennzahlen 1,5 2,0 1, Seite 7 von 17

8 Seite 8 von 17

9 3.2 Bewertungsschema Beim Kennzahlen-Schnelltest werden vier markante Kennzahlen zur Analyse der Finanz-/ und Ertragsstärke herangezogen und mit Hilfe eines speziellen Schemas bewertet. Als Ergebnis dieser Methode entsteht eine Art Schulnote zur Finanz-/ und Ertragsstärke. KENNZAHL Bewertungsschema und Noten 5 = Gefahr 4 = Kritisch 3 = Mittel 2 = Gut 1 = Sehr gut 1. Eigenkapitalquote Negativ < 10% >=10% > 20% > 30% 2. Schuldentilgungsdauer >=30 Jahre < 30 Jahre < 12 Jahre < 5 Jahre < 3 Jahre A. Note für Finanzstärke Ø 1+2 Ø 1+2 Ø 1+2 Ø 1+2 Ø GK-Rentabilität Negativ < 8% >=8% > 12% > 15% 4. Cashflow-Rentabilität Negativ < 5% >=5% > 8% > 10% B. Note für Ertragsstärke Ø 3+4 Ø 3+4 Ø 3+4 Ø 3+4 Ø 3+4 C. Gesamtnote Ø A+B Ø A+B Ø A+B Ø A+B Ø A+B 3.3 Verwendete Kennzahlen und Erläuterungen Eigenkapitalquote Eigenkapital Gesamtkapital x = Ihre Ergebnisse 29,37% 56,94% 58,70% Die Eigenkapitalquote zeigt auf, wie hoch der eigenfinanzierte Anteil des Gesamtvermögens ist. Die EK-Quote ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung der Finanzkraft und der Unabhängigkeit von Fremdmitteln. Analyse der Finanzkraft und finanziellen Unabhängigkeit Seite 9 von 17

10 3.3.2 Effektivverschuldung Fremdkapital *) Kurzfristiges Umlaufvermögen = Ihre Ergebnisse *) ohne Pensionsrückstellungen Die Effektivverschuldung entspricht quasi der Rest- Verschuldung die verbleiben würde, wenn man das kurzfristige Umlaufvermögen, also kurzfristige Forderungen und Zahlungsmittel, mit den vorhandenen Schulden, ohne Pensionsrückstellungen, verrechnet. Besonderer Hinweis Wichtige Kennzahl zur Objektivierung der Verschuldung und als Grundlage zur Berechnung von Liquiditätskennzahlen Sollte das Fremdkapital niedriger sein, als das kurzfristige Umlaufvermögen, so kommt es zu einer negativen Effektivverschuldung. Das Unternehmen wäre damit effektiv schuldenfrei Schuldentilgungsdauer in Jahren (dynamischer Verschuldungsgrad II) Effektivverschuldung Erfolgswirksamen Cashflow = Ihre Ergebnisse 0,6 Jahre 0,0 Jahre 0,0 Jahre Besonderer Hinweis Auf eine einfache Formel gebracht, zeigt diese Kennzahl, in wie viel Jahren man schuldenfrei wäre, wenn man sämtliche Liquidität, nach Abzug der Entnahmen, zur Schuldentilgung verwendet würde. Analyse der Verschuldung und Tilgungsfähigkeit Die ist so aufgebaut, dass die Schuldentilgungsdauer bei einer negativen Effektivverschuldung (siehe oben) immer 0 Jahre beträgt. Eine negative Schuldentilgungsdauer kann demnach nur noch entstehen, wenn der Netto-Cashflow negativ ist, was dann auch kritisch zu bewerten wäre Seite 10 von 17

11 3.3.4 Gesamtkapitalrentabilität Brutto-Gewinn vor Steuern und Fremdkapital-Zinsen x Gesamtkapital = Ihre Ergebnisse 23,98% 12,57% 34,37% Die Gesamtkapitalrentabilität ist eine wichtige Ertragskennzahl. Wenn man die Investition in ein Unternehmen als Finanzanlage betrachtet, dann ist der Gewinn, gekürzt um betriebliche Ertragsteuern und Fremdkapitalzinsen, der Zinsertrag dieser Finanzanlage. Die GK-Rentabilität entspricht daher dem Zinssatz, der aus der Investition von Eigen- und Fremdkapital erzielt wurde. So betrachtet, lässt sich die GK- Rentabilität auch sehr gut mit der Verzinsung anderer Finanzanlagen vergleichen. Analyse der Rentabilität Cashflow-Rentabilität Brutto-Cashflow Gesamtleistung x = Ihre Ergebnisse 9,48% 3,67% 13,90% Die Cashflow-Rentabilität ist eine um die Abschreibungen und Steuern bereinigte Umsatzrendite. Abschreibungen und Steuern sind oft von bilanz-/steuerpolitischen Maßnahmen abhängig. Insofern ist die Cashflow-Rentabilität eine aussagefähigere Ertragskennzahl, da sie von solchen Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann. Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit Seite 11 von 17

12 4 Insolvenz Früherkennung 4.1 Analysesystem und Ergebnis Die vorliegende Analyse zur Insolvenzfrüherkennung basiert auf dem System der sogenannten multiplen Diskriminanzanalyse. Dieses Analysesystem existiert seit mehr als 30 Jahren (1968: Altmann) und ist auch bei Kreditinstituten weit verbreitet; allerdings teilweise in unterschiedlichen Ausprägungen. Die hier verwendete Analyse entspricht der vereinfachten Variante. Bei dieser Methode werden die Ergebnisse von sechs speziellen Kennzahlen ermittelt und mit Gewichtungsfaktoren multipliziert. Anschließend werden alle gewichteten Ergebnisse zu einer Summe addiert. Diese Summe nennt man auch Diskriminanzfunktion und dient in diesem Fall als Insolvenzfrühwarnindikator. Mit Hilfe einer speziellen Skala kann nun abgelesen werden, ob und in welcher Ausprägung, der ermittelte Indikator eines Unternehmens auf eine Insolvenzgefährdung schließen lässt. Insolvenzindikatoren Gewichtung Brutto-Cashflow Fremdkapital (ohne Pensionsrückstellungen) Gesamtkapital Fremdkapital Vorräte Gesamtleistung Ergebnis der gew.geschäftstätigkeit Gesamtkapital Ergebnis der gew.geschäftstätigkeit Gesamtleistung Betriebsleistung geteilt durch Gesamtkapital 1,50 0,532 0,576 1,432 0,08 0,113 0,186 0,194 0,30 0,038 0,008 0,008 10,00 2,211 1,006 3,385 5,00 0,418 0,112 0,597 0,10 0,264 0,450 0,284 Insolvenzfrühwarnindikator 3,577 2,338 5, Seite 12 von 17

13 Seite 13 von 17

14 4.2 Verwendete Kennzahlen und Erläuterungen Verhältnis des Cashflow zum Fremdkapital Brutto-Cashflow Fremdkapital*) = Ihre Ergebnisse 0,35 0,38 0,95 *) ohne Pensionsrückstellungen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung sind die Gründe für einen Insolvenzantrag. Das Verhältnis des Brutto-Cashflow bzw. des Liquiditätserfolgs zum Fremdkapital gibt Aufschluss über die Tilgungsfähigkeit im Verhältnis zur Verschuldung. Hat also eine ähnliche Bedeutung wie die Schuldentilgungsdauer in Jahren, nur in einer etwas anderen Form. Analyse des Liquiditätserfolges und der Tilgungsfähigkeit Verhältnis des Gesamtkapital zum Fremdkapital Gesamtkapital Fremdkapital = Ihre Ergebnisse 1,42 2,32 2,42 Eine zu hohe Abhängigkeit von Fremdkapital deutet ebenfalls auf eine Insolvenzgefährdung hin. Daher ist das Verhältnis des Gesamtkapitals bzw. des Gesamtvermögens zum Fremdkapital ein wichtiger Indikator der Diskriminanzanalyse. Diese Kennzahl ist quasi auch das Pendant zur Eigenkapitalquote. Analyse der Finanzierungsstruktur Seite 14 von 17

15 4.2.3 Verhältnis der Vorräte zur Gesamtleistung Vorräte Gesamtleistung = Ihre Ergebnisse 0,13 0,03 0,03 Aus dem Verhältnis der Vorräte zur Gesamtleistung kann man erkennen, wie sich die Kapitalbindung der Waren- /Materialbestände und/oder der offenen Leistungen entwickelt hat und ob das Unternehmen zunehmend auf Lager produziert. Analyse der Kapitalbindung und finanziellen Stabilität Gesamtkapitalrendite des gewöhnlichen Geschäftserfolgs Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) Gesamtkapital = Ihre Ergebnisse 0,22 0,10 0,34 Liquidität kommt in erster Linie durch Ertrag. Daher ist die Analyse der Ertragslage ein wesentlicher Bestandteil zur Prüfung der Insolvenzgefahr. Die Gesamtkapitalrendite ist eine der wichtigsten Ertragskennzahlen. Die hier verwendete Formel wurde allerdings auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) angewendet, womit deren Wirkung sogar noch verschärft wird. Analyse des Ertragskraft Seite 15 von 17

16 4.2.5 Umsatzrentabilität Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) Gesamtleistung = Ihre Ergebnisse 0,08 0,02 0,12 *) ohne Pensionsrückstellungen Die auf Basis des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ermittelte Umsatzrentabilität ist ein weiterer Indikator für die Ertragskraft und /-entwicklung aus dem operativen Geschäft. Analyse der Ertragskraft Kapitalumschlag Gesamtleistung Gesamtkapital = Ihre Ergebnisse 2,64 4,50 2,84 Am Kapitalumschlag lässt sich erkennen, wie häufig das eingesetzte Kapital durch die Gesamtleistung umgeschlagen wurde. Je höher der Kapitalumschlag, umso rentabler der Einsatz des Gesamtkapitals. Indikator zur Analyse der Ertragslage Seite 16 von 17

17 5 Bestätigung und Haftungsausschluss Die vorliegende folgt den Modellen des bekannten Kennzahlen Quick-Check und der vereinfachten multiplen Diskriminanzanalyse. Die Ergebnisse stellen eine Hilfe für die Beurteilung der Liquiditäts- und Ertragslage des Auftraggebers dar. Wir weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine gutachterliche Prüfung der Bonität oder Insolvenzantragspflicht handelt. Die ermittelten Kennzahlen basieren auf den Daten und Wertansätzen der letzten drei Jahresabschlüsse für den Betrachtungszeitraum Die Ergebnisse aus der Beurteilung der Kennzahlen, geben nur die Situation aus den untersuchten Jahresabschlüssen und Wertansätzen des Betrachtungszeitraumes wieder. Steuer- und bilanzpolitische Maßnahmen, nachträgliche Erkenntnisse zur Bewertung der Bilanzansätze oder kalkulatorischen Kosten sowie aktuelle Unternehmensentwicklungen, könnten die Ergebnisse der elementar verändern. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass Kreditinstitute und andere Kapitalgeber, eigenen Prämissen bei der Auswahl und der Bewertung von Kennzahlen folgen und damit zu anderen Erkenntnissen gelangen. Wir empfehlen daher, die Systematik und die Ergebnisse dieser mit Ihren Kapitalgebern zu besprechen und die Beurteilung bestätigen zu lassen. Wir übernehmen keine Haftung für die Folgen unternehmerischer Entscheidungen, die auf Basis dieser durch den Auftraggeber oder durch Dritte (z.b. Kreditgeber), getroffen werden. Ort, Datum Stempel und Unterschrift Seite 17 von 17

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