Risiko: Inventur, Felder, Bewertung, Priorisierung, Strategien

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1 Risiko: Inventur, Felder, Bewertung, Priorisierung, Strategien Rainer Inzelmann Wirtschaftsprüfer Steuerberater Hamburger Treuhand Gesellschaft Schomerus & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deichstraße Hamburg Tel. (040) Fax (040)

2 Risikomanagement Risikomanagement ist ein Controlling-System zur frühzeitigen Erkennung Erfassung Bewertung Steuerung Kommunikation von Risiken und Chancen 1

3 Risikomanagementsystem Risikomanagementsystem Internes Überwachungssystem Controlling Frühwarnsystem Interne Revision Kontrollen Planung Steuerung Organisatorische Sicherungsmaßnahmen Informationsversorgung 2

4 1. Schritt Erfassung von Risiken und Chancen durch eine Risiko- und Chanceninventur Checklisten Fragebögen Risiko-Chancen-Workshops Dokumenten- und Organisationsanalysen Befragen und beobachten Schadenstatistiken 3

5 Ziele der Risiko- und Chanceninventur Vollständige und zeitnahe Erfassung von Chancen und Risiken 4

6 Frühwarnindikatoren Beobachtungsbereiche Gesamtwirtschaftlicher Beobachtungsbereich Sozialer Beobachtungsbereich Politischer Beobachtungsbereich Technologischer Beobachtungsbereich Ökologischer Beobachtungsbereich Beschaffungsbereich Produktionsbereich Frühwarnindikatoren Zinsen, Wechselkurse, industrielle Nettoproduktion, Arbeitsmarkt, Tariflohnniveau, Außenhandel, Geldvolumen, Konjunkturindizes Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsstruktur, Arbeitslosenzahl, Humankapital (Bildung, Fähigkeiten) Gesetzesvorbereitungen, Stabilität des politischen Systems, politische Parteien Innovationen, Werkstoffentwicklungen, Veränderungstendenzen der Produktions- und Verfahrenstechnologien Umweltverträglichkeit der Produkte, der Einsatzstoffe, des Produktionsverfahrens Beschaffungspreise, Beschaffungskonditionen, Angebotsvolumen, Qualitätsniveau, Termintreue der Lieferanten Teilevielfalt, Auslastung, Lagerbestände, Ausschußanteil, Outputveränderung Zusatzbereich Auftragseingänge, Auftragsbestand, Bestell- und Kaufverhalten der Kunden, Preis- und Programmpolitik der Konkurrenz, Reklamationsraten, Image des eigenen und der konkurrierenden Produkte 5

7 Risikofelder (1) A. Allgemeine wirtschaftliche Grundlagen I. Konjunkturelle Entwicklungen II. Strukturelle Entwicklungen III. Technologische Entwicklungen IV. Soziologische, ökologische und politische Entwicklungen V. Entwicklungen auf dem allgemeinen Absatzmarkt VI. Entwicklungen auf dem allgemeinen Beschaffungsmarkt VII. Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt VIII. Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt 6

8 Risikofelder (2) B. Speziell auf das Unternehmen bezogene Entwicklungen I. Allgemeine Situation und Organisation des Unternehmens II. Management III. Personal IV. Forschung und Entwicklung V. Finanzwesen VI. Produktion/Leistungserstellung VII. Beschaffung VIII. Absatz IX. Sicherheit / Versicherungen 7

9 2. Schritt: Bewertung von Risiken Ermittlung von Risikoerwartungswerten als Produkt aus Höhe des drohenden Vermögensverlustes und Eintrittswahrscheinlichkeit Auswertung der Ergebnisse in einer Risiko-Matrix Berücksichtigung von Verstärkung, Kompensation und Abhängigkeiten von Einzelrisiken 8

10 Risiko-Matrix Eintrittswahrscheinlichkeit wahrscheinlich (> 66 %) relevant wesentlich bestandsgefährdend möglich (> 33 % - 66 %) akzeptabel relevant wesentlich unwahrscheinlich (< 33 %) akzeptabel akzeptabel relevant niedrig z.b. < 100 T mittel z.b T hoch z.b. > 500 T Schadenshöhe 9

11 Beispiel für die Verstärkung von Einzelrisiken: Risiken in der Produktion (längerer Ausfall einer Maschine) sinkende Absatzmenge Minderauslastung der übrigen Produktion u.u. Konventionalstrafe bei Unterschreiten bestimmter Absatzmengen Preisrisiken im Beschaffungsbereich Daher: Notwendigkeit, Risiken und Chancen aggregiert zu bewerten 10

12 3. Schritt: Risiko- und Chancensteuerung Vermeiden Verringern Restrisiko Gesamtrisiko Risiko ausschalten (z.b. Rückzug aus Geschäftsfeldern, Vertragsklauseln, Gegengeschäfte) Risikoreduktion/ -diversifikation (z.b. Verringerung Kunden-/ Lieferantenabhängigkeit, Qualitätsmanagement, Prämiensysteme) Verlagern Risikotransfer (z.b. Versicherung, Einschaltung Subs) Selbst tragen - Akzeptieren - Nicht identifizierte Risiken 11

13 Risikomanagement in der Wirtschaftskrise Bedeutende Faktoren des Risikomanagements in der aktuellen Wirtschaftskrise: Kommunikation mit Geschäftspartnern, Gesellschaftern, Banken und Mitarbeitern Finanz- und Liquiditätsplanung Forderungsmanagement Working-Capital-Management Wichtige Kunden und Lieferanten im Blick behalten Eigene Insolvenzrisiken erkennen und reagieren Riskante Geschäftsbereiche abtrennen 12

14 Risikomanagement in der Praxis Erfassung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen mit Hilfe von Checklisten Siehe Risikomanagement-Checkliste [Checkliste_Risikomanagement.xls] 13

15 Umsetzung des Risikomanagements im Mittelstand Laufende Abstimmung in der gesamten Projektlaufzeit ggf. weitere Unterstützung Projektvorbereitung Risikoprofil Risikoidentifizierung Risikobewertung Risikostrategie Projekt -definition und ziele Projektteam Abgestimmter Projektplan Unternehmensziele Risikotyp Akzeptanzlinie Datenbasis Risikofelder Erfolgsfaktoren Risikostrukturierung Risikoanalyse Quantifizierung Szenarien Handlungsoptionen Konzept Maßnahmen Prioritäten Verantwortlichkeiten Risikocontrolling Klarheit über Ziele, Vorgehen, Machbarkeit Transparenz zu Strategischen Zielen Bewusstsein zu den Risiken Einschätzung der Risiken und Alternativen Konkrete Maßnahmen und Controlling 14

16 Download Vortrag und Excel-Datei: Rainer Inzelmann Wirtschaftsprüfer Steuerberater Deichstraße Hamburg Tel. (040) Fax (040) Hamburger Treuhand Gesellschaft Schomerus & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deichstraße Hamburg Tel. (040) Fax (040)

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