Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin SVK. Ordnung für die Bezeichnung "Spezialtierarzt FVH für Kleintiere"

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1 Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin SVK Ordnung für die Bezeichnung "Spezialtierarzt FVH für Kleintiere" 1 Spezialtierarztbezeichnung Für das Gebiet der Kleintiermedizin wird die Bezeichnung "Spezialtierarzt FVH für Kleintiere" geführt. 2 Voraussetzungen zum Führen der Bezeichnung Die Bezeichnung nach 1 darf führen, wer 1) im Besitze des eidgenössischen Tierarztdiplomes ist. 2) den Doktortitel der Veterinärmedizinischen Fakultät einer schweizerischen oder einer ausländischen Universität mit vergleichbaren Promotionsbedingungen führt. 3) Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte GST und der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin SVK ist. 4) eine insgesamt mindestens dreijährige strukturierte Weiterbildung an einer von der Kommission "FVH für Kleintiere" anerkannten Weiterbildungsstätte gemäss 3 absolviert hat, davon mindestens 1 Jahr an der Kleintierklinik einer schweizerischen, ev. ausländischen Universität. 5) die Prüfung "FVH für Kleintiere" bestanden hat. 6) sich über eine regelmässige Fortbildung ausweisen kann. 1

2 3 Ermächtigung zur Weiterbildung/Zulassung von Weiterbildungsstätten 1) Als Weiterbildungsstätten werden die Kleintierkliniken und andere klinische Abteilungen mit Kleintieranteil der Universitäten Bern und Zürich anerkannt, sofern ein "Lehrtierarzt" laut 4 bezeichnet ist, der die Weiterbildung beaufsichtigt. 2) Die Tätigkeiten als Assistent bei einem Lehrtierarzt (gemäss 4) in der Schweiz wird bis zu 2/3 der reglementarischen Weiterbildungszeit anerkannt. Die Weiterbildung kann unter Umständen in Blöcken von wenigstens 3 Monaten absolviert werden, wenn der Kommission "FVH für Kleintiere" vorgängig das Konzept einer strukturierten Weiterbildung zur Genehmigung vorgelegt wird. 3) Weiterbildung an einer Kleintierklinik einer ausländischen Universität, oder die Tätigkeit als Assistent an einer Kleintierklinik oder bei einem Lehrtierarzt im Ausland, bedarf der vorgängigen Anerkennung durch die Kommission "FVH für Kleintiere" (siehe Ausführungsbestimmungen). 4 Lehrtierärzte "FVH für Kleintiere" Ein Lehrtierarzt ist, wer folgende Anforderungen erfüllt: 1) Mitglied der GST und der SVK 2) Spezialtierarzt "FVH für Kleintiere", Träger des "SVK-Zertifikates", "Diplomate ECV*" oder im Besitze eines vergleichbaren Titels gemäss den Ausführungsbestimmungen. 3) Die Weiterbildung seiner Assistenten auf allen Gebieten der Kleintiermedizin gewährleistet. 4) Ueber die im Ausführungsreglement genannten Räumlichkeiten und Infrastruktur verfügt. 5) Den Einführungskurs für "Lehrtierärzte FVH für Kleintiere" absolviert hat. 6) Sich über regelmässige Fortbildung ausweisen kann. 2

3 5 Widerruf und Aenderung der Ermächtigung für Lehrtierärzte "FVH für Kleintiere" 1) Die Ermächtigung ist zu widerrufen, wenn die Voraussetzungen nach 4 nicht mehr erfüllt sind. Der zur Weiterbildung Ermächtigte ist verpflichtet, der Kommission "FVH für Kleintiere" Aenderungen unverzüglich zu melden. 2) Bei einer Aenderung des Reglements für Lehrtierärzte sind sowohl das Konzept zur Weiterbildung wie auch die räumlichen Anforderungen den geänderten Verhältnissen anzupassen. 6 Erteilen von Zeugnissen über die Weiterbildung Der Ermächtigte hat dem Assistenten über die, unter seiner Verantwortung geleistete Weiterbildung ein Zeugnis auszustellen. Als Zeugnis gilt nur das Formular der Kommission "FVH für Kleintiere". Es beinhaltet Angaben über: 1) Die Dauer der geleisteten Weiterbildungszeit, sowie Unterbrechungen der Weiterbildung durch Krankheit, Schwangerschaft, Sonderbeurlaubung, Militärdienst usw. 2) Die in dieser Weiterbildungszeit im einzelnen vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten. Die für den Erwerb dieser Kenntnisse und Fähigkeiten erbrachten tierärztlichen Leistungen sind ausführlich darzustellen. 3) Die fachliche Eignung Der Assistent führt während seiner Weiterbildung einen "Case log". Diesen legt er, vom Lehrtierarzt unterzeichnet, der Kommission "FVH für Kleintiere" vor. 7 Zulassung zur Prüfung "FVH für Kleintiere" Ueber die Zulassung zur Prüfung entscheidet die Kommission "FVH für Kleintiere". Die Kommission erteilt die Zulassung, wenn: 1) Die Weiterbildung des Antragstellers ordnungsgemäss abgeschlossen, sowie durch Nachweise und Zeugnisse gemäss 2 Ziffer 1-4 und 6 belegt ist. 3

4 2) Die Nachweise und Zeugnisse gemäss 2 Ziffer 1-4 und 6 auf Antrag des Präsidenten der Kommission "FVH für Kleintiere" von der Kommission gutgeheissen wurde. Falls gegen den Antrag Einwände oder begründete Einsprüche erhoben werden, hat ein Gespräch zwischen dem Antragsteller, dem für die Weiterbildung Verantwortlichen und der Kommission "FVH für Kleintiere" stattzufinden. 8 Prüfung 1) Die Kommission "FVH für Kleintiere" setzt den Termin der Prüfung im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses fest. Die Prüfung soll in angemessener Frist nach der Zulassung stattfinden. Der Antragsteller ist mind. 2 Monate vor dem festgesetzten Prüfungstermin schriftlich einzuladen. Der Prüfungsort wird von der Kommission "FVH für Kleintiere" bestimmt. 2) Die Prüfung erfolgt schriftlich und mündlich/praktisch. Sie wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Die Prüfung wird in den Sprachen Deutsch oder Französisch abgenommen. Der Antragsteller wird in folgenden Prüfungsfächern geprüft: - Innere Medizin (inkl. Kardiologie/Dermatologie) - Chirurgie - Gynäkologie/Andrologie - Anästhesiologie - Bildgebende Diagnostik - Pathologie - Mikrobiologie - Parasitologie - Neurologie - Ophthalmologie - Tierschutz/Tierärztliche Rechtskunde - Zoo- und Heimtiere 3) Eine Zulassung zur mündlich/praktischen Prüfung erfolgt nur nach Bestehen des schriftlichen Teils. 4

5 4) Die Prüfung gilt als bestanden, wenn der Antragsteller sowohl in der schriftlichen, wie auch in allen Teilen der mündlichen Prüfung genügend ist. Bei Nichtbestehen des praktischen Teils muss nur dieser ganz wiederholt werden. Der Kandidat kann insgesamt nicht mehr als drei mal zur Prüfung zugelassen werden. 5) Bei einer Anmeldung zur Prüfung ist eine Prüfungsgebühr zu entrichten. Für Wiederholungsprüfungen wird eine reduzierte Gebühr erhoben. 9 Prüfungsausschuss 1) Die Kommission "FVH für Kleintiere" bildet zur Durchführung der Prüfung einen Prüfungsausschuss. 2) Der Prüfungsausschuss setzt sich zusammen aus: - Examinatoren (Lehrbeauftragte der Universitäten; Lehrtierärzte ohne Prüflinge) - Präsident der Kommission "FVH für Kleintiere" 3) Eine unabhängige Person gewährleistet die rechtlich einwandfreie Durchführung der Prüfung. 4) Der Prüfungsausschuss beschliesst mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. 5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses entscheiden unabhängig und sind an Weisungen nicht gebunden. 6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten für ihre Prüfungstätigkeit eine Entschädigung sowie Erstattung ihrer Auslagen nach Massgabe der GST. 10 Prüfungsentscheidung 1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teilt dem Antragsteller und der Kommission "FVH für Kleintiere das Ergebnis der Prüfung mit. 5

6 2) Bei Bestehen der Prüfung ersucht die Kommission "FVH für Kleintiere" den Vorstand der GST um Erstellung einer Urkunde für den Antragsteller über das Recht zum Führen der Bezeichnung "Spezialtierarzt FVH für Kleintiere". 3) Bei Nichtbestehen der Prüfung erteilt die Kommission "FVH für Kleintiere" dem Antragsteller einen schriftlichen Bescheid mit Begründung, einschliesslich der vom Prüfungsausschuss beschlossenen Auflagen. 11 Einspruchentscheidungen Gegen Entscheidungen im Vollzug dieser Verordnung kann bei der Rekursinstanz der GST Einspruch eingelegt werden. 12 Wiederholungsprüfungen Eine nicht bestandene Prüfung kann frühestens nach 12 Monaten und maximal zweimal wiederholt werden. Für die Wiederholungsprüfung gelten die 7-11 entsprechend. 13 Rücknahme der Bezeichnung Die Anerkennung zum Führen der Bezeichnung "Spezialtierarzt FVH für Kleintiere" wird zurückgenommen, wenn die Voraussetzungen nach 2 nicht mehr erfüllt sind. 14 Regelung der Zuständigkeit Die Aufgabe im Sinne dieser Ordnung nimmt die Kommission "FVH für Kleintiere" wahr. Diese kann nach Anhören des Vorstandes der SVK in dringenden Fällen Einzelentscheidungen treffen. Der Präsident unterrichtet hierüber den Vorstand der SVK schriftlich. 15 Kommission "FVH für Kleintiere" Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin SVK bestellt aus ihrer Mitte eine Kommission "FVH für Kleintiere". Sie setzt sich zusammen aus: 6

7 - einem Vorstandsmitglied der SVK - je einem Vertreter der veterinärmedizinischen Fakultäten Bern und Zürich - drei Lehrtierärzten "FVH für Kleintiere" Die Kommission wird gewählt von der Mitgliederversammlung der SVK. Im Uebrigen konstituiert sich die Kommission selbst. 16 Aufgaben der Kommission Die Kommission "FVH für Kleintiere" 1) entscheidet über die Ermächtigung zur Weiterbildung, Zulassung von Weiterbildungsstätten gemäss 3-4 und über Widerruf und Aenderung dieser Ermächtigung gemäss 5. 2) erstellt und/oder überprüft Weiterbildungsprogramme 3) entscheidet über die Zulassung zur Prüfung gemäss 7. 4) organisiert die Prüfung "FVH für Kleintiere". 5) bildet den Prüfungsausschuss "FVH für Kleintiere". 6) begutachtet Anträge zur Schaffung von FVH-Untertiteln. 17 Anhang Die Ausführungsbestimmungen, das Reglement für Lehrtierärzte, die Uebergangs-bestimmungen und die Liste anerkannter ausländischer Weiterbildungsstätten sind Bestandteil dieser Ordnung. Sie können von der Kommission "FVH für Kleintiere" jederzeit an sich ändernde Voraussetzungen angepasst werden. 7

8 18 Diese Ordnung tritt in Kraft nach Genehmigung durch die ordentliche Mitgliederversammlung vom 9. Mai Der Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin SVK Dr.P.Bieri Der Präsident der Kommission für Weiter- und Fortbildung KWF Dr. R. Tschäppät Die Aenderungen der 11, 14 und 15 treten in Kraft nach Genehmigung durch die ordentliche Mitgliederversammlung vom 22. Mai Die Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin SVK Dr.G.Hartmeier Der Präsident der Kommission FVH für Kleintiere Dr. R. Tschäppät 8

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