Das Journal für die deutsche, österreichische und schweizerische Healthcare IT Branche. Verbündete

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1 Was wir wollen

2 Das Journal für die deutsche, österreichische und schweizerische Healthcare IT Branche. Verbündete

3 präsentiert von EDITORIAL Die Krankenhaus-Workshops 2014 IT-Infrastruktur Von Anwendern für Anwender, mit Themen aus der Praxis: Infrastruktur für mobiles Arbeiten, Austausch von Patientendaten, mobile IT Lösungen und Workflows im Krankenhaus. Alle Themen, Termine und Anmeldung unter Sehr geehrte Damen und Herren, liebe IT-Leiter, Informationsmanager, CIOs, liebe Krankenhausvorstände, HIMSS.live KRANKENHÄUSER 2014: >> Mai Klinikum Ingolstadt >> Juni Universitätsklinikum Aachen >> Juli Vivantes Klinikum Berlin >> September Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel >> September Klinikum Rechts der Isar HIMSS.live Gastgeber 2014: Thomas Kleemann Leiter Strategie & IT, Klinikum Ingolstadt Volker Lowitsch Leiter Geschäftsbereich IT, Universitätsklinikum Aachen HIMSS.live Beirat 2014: Jürgen Flemming, CIO Marienhospital Stuttgart Gunther Nolte Ressortleiter IT / TK, Vivantes Klinikum Berlin Uta Knöchel Leitung Stabsstelle IT, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel Michael Thoss, CIO DRK Kliniken Berlin Themen, Termine und Anmeldung Tel: Der IT-Leiter des Klinikums Rechts der Isar Frank Kriege, CIO Contillia Essen ich freue mich sehr, Sie an dieser Stelle begrüßen zu dürfen! Sie halten die erste Ausgabe der 42 Das Journal für die deutsche, österreichische und schweizerische Healthcare IT Branche in den Händen, die Ihnen hoffentlich gleichermaßen Unterhaltung, Kenntnisgewinn und Anregung sein wird! Unser Debüt ist eine Bestandsaufnahme nicht nur über die technischen Herausforderungen, die die Krankenhaus-IT- Leiter im deutschsprachigen Raum in naher Zukunft zu meistern haben. Es skizziert auch die Gefühlslage eines Berufsstandes, der allen Grund hätte, selbstbewusst aufzutreten, sich aber an vielen Stellen selbst ausbremst. Grund hierfür sind vor allem fehlende Verbündete in den Vorstandsetagen, aber auch in den eigenen Reihen. Die zerklüftete IT-Leiter-Landschaft der USA war vor 52 Jahren der Urprung der Non-Profit-Organisation Health Information Management and Systems Society, kurz: HIMSS. Heute sind es Menschen, die allermeisten aus Krankenhäusern, die eine Mission eint: gemeinsam die Gesundheitsversorgung durch den Einsatz von IT zu verbessern (S. 10). Wir glauben daran, dass die IT Teil der Lösung ist nicht nur für die medizinische Versorgung, sondern auch für viele auf das Gesundheitswesen zukommende Probleme. Die Zukunft wird multimorbide und die IT hat auf vieles eine innovative Antwort! 42 ist, viele von Ihnen wissen dies, im Buch Per Anhalter durch die Galaxis die Antwort des Supercomputers Deep Thought auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Für uns ist sie nicht nur Inspiration, sondern ebenso Mahnerin: Die richtige Antwort braucht die richtige Frage! Im Krankenhaus fehlt es oft noch an Wissen, Wertschätzung und einem gemeinsamen Vokabular die 42 tritt an, diese Lücke zu füllen und unabhängige Übersetzungs- und Überzeugungsarbeit in beide Richtungen zu leisten. Dabei soll es nicht nur um die technischen Lösungen gehen. Entscheidend ist die Prozessunterstützung und der Benefit, der generiert werden kann, wenn die Spielregeln der IT eingehalten werden. Benefit für die Patienten, für das Krankenhaus und das Gesundheitswesen. Ich möchte Sie einladen, den Dialog zu suchen, Kritik zu äußern, Fragen zu stellen! Wir würden gerne mit unseren journalistischen Mitteln Ihre Arbeit begleiten und damit dem Thema Healthcare-IT zu einer breiteren Akzeptanz verhelfen, verbunden mit der Hoffnung, dass sich auch für uns künftige Patienten in naher Zukunft etwas entscheidend verbessert! Ihre Claudia Dirks Editorial Director Marten Neubauer Enterprise Strategist Healthcare, DELL Presenting Partner von HIMSS.live Henning Schneider, CIO UKE Hamburg-Eppendorf Jörg Studzinski Senior Consultant, Analytics HIMSS Europe Foto: Jens Schünemann 5 42 N 1 HIMSS Europe

4 42 N 1 HIMSS Europe N 1 HIMSS Europe N 1 HIMSS Europe N 1 HIMSS Europe 39 S.76 S.78 S.79 S.80 S.81 S.82 S.83 S.84 S.85 S.86 S.87 Nachrichten, Ansichten und Einblicke direkt aus der innovativen Healthcare Branche. Ein Sonderteil der 42. Sommer 2014 conhit: Das ganze Spektrum der Gesundheits-IT AGFA: Synopsis Den Patienten und den Prozess im Blick CompuGoup: Verbesserte Versorgung durch Datenverfügbarkeit Deutsche Telekom: Von der Insel in die Wolke ID: Terminologieserver zur Prozessunterstützung im Krankenhaus medatixx: Webbasierte Lösung in der ambulanten Versorgung MEIERHOFER: Der Kunde im Fokus Siemens: Investition in Beratung lohnt sich Wolters Kluwer: Integration verbessert Zugang zu klinischem Wissen Visus: Wegbereiter für das medizinische Archiv EMC: Das neue Continuity of Care Maturity Model bietet einen neuen, ganzheitlichen Ansatz für das Gesundheitswesen INHALT INHALT HIMSS Europe Community 8 Sie fragen wir antworten 10 ÜBERBLICK 42 ÜBERBLICK Mehr Power im Alpenraum S. 16 Die Gesundheitswirtschaft ist ein Nachzügler S. 19 Der Überblicker: Und sonst so? S BUSINESS INTELLIGENCE Rolf Porsche: Innovationen haben es schwer S. 22 Ruth Ladenstein: Große Erwartungen an E-Health S. 25 Friedrich von Bohlen: Die Medizin wird neu Vermessen S. 26 INNOVATIONEN 42 INNOVATIONEN Unfallchirurgen auf Sendung S. 32 Politik der kleinen Schritte S. 35 Kolumne: Brückentechnologien S. 38 Illustration: Martina Wember Illustration: Martina Wember Illustration: Martina Wember In Zahlen reden 12 Impressum / Vorschau 14 Seite 15 Mehr Power im Alpenraum 16 Auf den Spuren nationaler E-Health-Strategien Die Gesundheitswirtschaft ist ein Nachzügler 19 Die Digital Natives entdecken die Gesundheitswirtschaft Kolumne: Der Überblicker 20 Und sonst so? Seite 21 Innovationen haben es schwer 22 Rolf Porsche, Arzt und Gesundheitsexperte über Chancen und Hürden Große Erwartungen an E-Health 25 Ruth Ladenstein, St. Anna Kinderkrebsforschung, über Datenqualität Die Medizin wird neu vermessen 26 Friedrich von Bohlen über den schweren Stand der Biotechnologie in Deutschland Seite 31 Unfallchirurgen auf Sendung 32 TKmed vernetzt 100 Kliniken und es tut gar nicht weh Politik der kleinen Schritte 35 Mobile Visite ist ein hilfreicher Clash der Kulturen Kolumne: Brückentechnologien 38 Mensch versus Maschine 40 Stefan Smers 52 Uta Knöchel 60 Hans Burkard 66 Adrian Schuster 40 Ekkehard Zimmer 54 Volker Lowitsch 62 Frank Kriege 68 Marc Oertle 46 Katja Kümmel 55 Michael Forsting 64 MARKUS STEIN 70 Harald Dormann 48 Henning Schneider 56 JÜRGEN FLEMMING 72 Gunther Nolte 50 Kurt Kruber 59 THORSTEN GRAFE Verbündete 74 MICHAEL THOSS Fotos: UKL/UKMS/UKE/LMU/UKSH/UKA/Uniklinik Essen/Schwickerath/EKL/AUVA/Contilia/Studio visuell/paracelsus/spital Thun/Kl.Fürth/Vivantes/DRK Kliniken MEINUNG 42 MEINUNG Stefan Smers und Ekkehard Zimmer 40 (K)ein Wunschkonzert 44 Katja Kümmel 46 Henning Schneider 48 Kurt Kruber 50 Uta Knöchel 52 Volker Lowitsch 54 Michael Forsting 55 Jürgen Flemming 56 Torsten Grafe 59 Hans Burkard 60 Frank Kriege 62 Markus Stein 64 Adrian Schuster 66 Marc Oertle 68 Harald Dormann 70 Gunther Nolte 72 Michael Thoss 74 Illustration: Martina Wember Seite 39 Bestandsaufnahme technischer Herausforderungen und internationaler Gefühlslagen. Der Nachrichtendienst der Industrie > > > healthtechwire.de In dieser Ausgabe HealthTech Wire 76 conhit: Das ganze Spektrum der Gesundheits-IT 78 AGFA: Synopsis Den Patienten und den Prozess im Blick 79 CompuGoup: Verbesserte Versorgung durch Datenverfügbarkeit 80 Deutsche Telekom: Von der Insel in die Wolke 81 ID: Terminologieserver zur Prozess unterstützung im Krankenhaus 82 medatixx: Webbasierte Lösung in der ambulanten Versorgung 83 MEIERHOFER: Der Kunde im Fokus 84 Siemens: Investition in Beratung lohnt sich 85 Wolters Kluwer: Integration verbessert Zugang zu klinischem Wissen 86 Visus: Wegbereiter für das medizinische Archiv 87 EMC: Das neue Continuity of Care Maturity Model bietet einen neuen, ganzheitlichen Ansatz für das Gesundheitswesen 6 42 N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 7

5 EVENTS EVENTS 1 HIMSS.live 2014 stellt IT-Infrastruktur in Krankenhäusern in den Mittelpunkt HIMSS EUROPE COMMUNITY Deutschland HIMSS.live steht in diesem Jahr unter dem Motto IT-Infrastruktur in Krankenhäusern. Die integrierte Workshop-Serie, die an Krankenhäusern in Deutschland durchgeführt wird, beleuchtet dabei ergänzend unterschiedliche Schwerpunktthemen wie Mobilität, Patientensicherheit oder Datenschutz. Teilnehmern bietet die Veranstaltungsreihe Vorträge, anwenderorientierte Workshops, InnovationsShowcases und die Möglichkeit zum Networking. In diesem Jahr gibt es erstmals einen Programmbeirat, der sich der Gestaltung der Workshopthemen widmet. Dieser besteht aus vier Krankenhaus-IT-Leitern sowie einem Vertreter der Industrie und einem Vertreter von HIMSS Europe : Klinikum Ingolstadt 18.6.: Universitätsklinikum Aachen 08.7.: Vivantes Klinikum Berlin 16.9.: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel Sept.: Klinikum Rechts der Isar 3 2 Foto: HIMSS Europe 2 HIMSS Europe und bvitg schließen Kooperation, um den Einsatz von IT im Gesundheitswesen zu fördern BERLIN HIMSS Europe und der Bundesverband Gesundheits-IT bvitg e. V. haben in Berlin eine Kooperation unterzeichnet, um gemeinsam den Einsatz von IT im Gesundheitswesen zu fördern. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen der gezielte Austausch von Know-how und die Entwicklung von Werkzeugen zur Messbarkeit des Einsatzes von IT und deren Verbreitung. Ziel ist es, mit gemeinsamen Kräften verstärkt Transparenz über die Marktentwicklungen zu erlangen sowie 4 die Marktdynamik zu verbessern. Als erstes Ergebnis der Kooperation richtet HIMSS Europe den ersten mhealth Summit Europe in Berlin aus parallel zur conhit, dem vom bvitg veranstalteten Branchentreff für Healthcare-IT, der vom 6. bis 8. Mai 2014 auf dem Messegelände Berlin stattfindet. Fotos: HIMSS Europe; istock 3 ehealth Summit Austria Fokus auf den Nutzen von Gesundheits-IT WIEN Österreichs nationales E-Health-Event findet vom 22. bis 23. Mai 2014 nun bereits zum zweiten Mal im Tagungszentrum des Schloss Schönbrunn in Wien statt. Mit Outcomes Research: Der Nutzen von Gesundheits-IT steht 2014 ein Thema im Fokus, bei dem Experten der Frage nachgehen, mit welchen Methoden und Modellen sich der qualitative und ökonomische Nutzen von IT für die Gesundheitsversorgung und klinische Forschung messen lässt. Mit dem diesjährigen Summit setzt HIMSS die erfolgreiche Zusammenarbeit mit AIT, UMIT, OCG und ÖGBMT fort. Mithilfe eines interdisziplinären Komitees wurde in diesem Jahr ein Programm zusammengestellt, das den ehealth Summit Austria als Branchenplattform für alle Akteure aus Wissenschaft, Industrie, Anwendung und Politik etabliert. Wie bereits im Vorjahr wird das wissenschaftliche Konferenzprogramm durch einen eigenständigen Anwendertrack der HIMSS, der gezielt die Themen österreichischer Krankenhäuser behandelt, ergänzt. Zudem findet wieder eine begleitende Industrieausstellung statt. So schafft der ehealth Summit Austria starke Praxisbezüge und vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und der Vernetzung mit der deutschsprachigen E-Health-Community. Foto: Himss Europe 4 Swiss ehealth Summit 2014 führt klinischen und nichtklinischen Bereich an neuem Veranstaltungsort zusammen BERN Der Swiss ehealth Summit, das nationale E-Health-Event der Schweiz, findet dieses Jahr zwischen dem 8. und 9. September 2014 in Bern an einem neuen Veranstaltungsort, dem Kursaal Bern, statt. Titel der wissenschaftlichen Konferenz ist dieses Jahr Qualität und Sicherheit. Unter dem Patronat der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik (SGMI) und der Vereinigung Gesundheitsinformatik Schweiz (VGIch) wird das Tagungsprogramm alle Facetten der klinischen Informatik aufzeigen. Erstmals integriert der Summit in diesem Jahr den Healthcare Value Chain Day, welcher sich den verschiedenen Themen der IT in den nichtklinischen Bereichen des Gesundheitswesens widmet. Der Healthcare Value Chain Day wird am 9. September als eigenständiger Spezial-Track innerhalb des Summits veranstaltet. Durch ihn wird der Teilnehmerkreis aus Anwender, Politik, Wissenschaft und Industrie um den des Healthcare Value Chain Day erweitert. Dies ermöglicht einen zusätzlichen Austausch an Erfahrungen und eine stärkere Vernetzung. Foto: Kursaal Bern Mehr Informationen unter: Mehr Informationen unter: Mehr Informationen unter: Mehr Informationen unter: N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 9

6 HIMSS EUROPE HIMSS EUROPE SIE FRAGEN WIR ANTWORTEN JÜRGEN FLEMMING Welche strategischen Ziele verfolgt die HIMSS in Europa? Die HIMSS hat vor ungefähr fünf Jahren eine Internationalisierung ihrer Aktivitäten aus den USA heraus begonnen. Das strategische Ziel im Heimatmarkt sowie in den internationalen Märkten ist dasselbe: die Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch IT. Über die drei Tätigkeitsfelder Events, Medien und Analytics schafft die HIMSS nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz Angebote, welche die Akteure der Health IT Branche dabei unterstützen, dieses Ziel zu erreichen das sind alles Menschen, die IT-Lösungen für das Gesundheitswesen anwenden, implementieren und entwickeln, die die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen dafür schaffen. ADRIAN SCHUSTER Ich bin ein großer Fan der Conhit wird es diese in drei Jahren noch geben? Oder wird sie von einer HIMSS Europe abgelöst? Ich bin auch ein Fan der conhit und finde, dass der bvitg und die Messe Berlin, gemeinsam mit ihren Partnern, mit ihr den mit Abstand wichtigsten Healthcare-IT-Event Deutschlands auf die Beine gestellt haben und auch die HIMSS bringt sich selbstverständlich mit ein. Auf europäischer Ebene veranstaltet HIMSS mit der World of Health IT bereits einen politisch und strategisch orientierten Event. Bei der WoHIT Welche Fragen haben Sie in Bezug auf HIMSS Europe? Wir freuen uns darauf, mit Ihnen in den Dialog zu treten! Da die HIMSS in weiten Teilen der D.A.CH- Region lediglich mit der jährlichen Konferenz in den USA gleichgesetzt wird, haben wir IT- Leiter eingeladen, Fragen zu stellen, die sie in Bezug auf HIMSS Europe interessieren. geht es um wegweisende technische Innovationen und die großen gesellschaftspolitischen Themen wie die demographische Entwicklung oder chronische Erkrankungen. Auf der Agenda stehen hier eher die internationale Zusammenarbeit in Fragen der digitalen Infrastruktur, Nutzenschaffung und -messung durch IT oder Rahmenbedingungen wie Datenschutz. Nationale Branchenevents halte ich jedoch im Kommunikations-, Bildungsund Networking-Gefüge für eine wichtige Komponente; deshalb organisiert HIMSS in Österreich und der Schweiz gemeinsam mit unseren dortigen Partnern den ehealth Summit Austria bzw. den Swiss ehealth Summit. Das sind äquivalente nationale Plattformen, die alle Akteure zusammenbringen: Politik, Anwender, Wissenschaft und Industrie. Ich hoffe, dass es sowohl die einen als auch die anderen in drei Jahren noch gibt; es wäre ein Zeichen für die Lebendigkeit und Vielfältigkeit der Health-IT- Branche. OTTO RIENHOFF Von wem bezieht die HIMSS ihr Mandat? Als Not-For-Profit-Organisation gibt es keine Aktionäre oder Eigentümer. Die HIMSS Europe wird von einem Governing Council gesteuert, in welchen CIOs, Industriemanager und Gesundheitsexperten gewählt werden und sich ehrenamtlich engagieren. Die HIMSS ist ausschließlich ihrer Mission verpflichtet. Vielleicht kann man es so sagen: Die HIMSS ist die Summe der Aktivitäten der Health-IT-Community. Wenn Sie also an einer EMRAM Studie teilnehmen, dann sind auch Sie HIMSS. Als Organisation ist die HIMSS ein Dienstleister, der mit seiner globalen Erfahrung auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz professionelle Rahmenbedingungen möchte, um die Health-IT-Community und die IT-Interessen der Krankenhäuser zu unterstützen als Verbündeter der CIOs, IT-Leiter und -Mitarbeiter sowie der IT-Anwender, also Ärzte und Pflegekräfte. HEIKO RIES Welche Mitgliederstruktur hat die HIMSS und was für eine Organisationsart ist sie? Die HIMSS ausgesprochen: Healthcare Information Management and Systems Society wurde vor 52 Jahren in den USA gegründet. Sie ist als nicht gewinnorientierte Organisation anerkannt; sitzt in Chicago und beschäftigt weltweit ungefähr 300 Mitarbeiter. Der Sitz der HIMSS Europe GmbH ist seit Kurzem in Berlin. Weitere Büros gibt es u. a. in Washington, D.C., Singapur und Großbritannien. Das Ziel der HIMSS ist es, die Gesundheitsversorgung durch den Einsatz von Informationstechnologie zu verbessern. Dazu organisieren sich insgesamt mehr als Menschen in der HIMSS, von denen 2/3 in Krankenhäusern arbeiten CIOs, IT-Fachkräfte, aber auch Ärzte und Pflegepersonal. In Deutschland verbindet man mit der HIMSS die jährliche Mitgliederversammlung in den USA, wodurch der Name HIMSS fälschlicherweise für ein Event steht. HIMSS hat aber tatsächlich drei Tätigkeitsfelder: Medien, Analytics und Events. Die sollen alle dazu dienen, die Mission zu erreichen: bessere Gesundheitsversorgung durch IT. MARTIN SPECHT Wie viel Einfluss nimmt die Industrie auf die Strukturen der HIMSS? Neben den Einzelmitgliedern sind noch mehr als 600 Unternehmen Mitglieder der HIMSS primär in den USA. Es gibt auch für Europa ein Governing Council, welcher die Aktivitäten der HIMSS Europe mitsteuert; da sind gewählte Experten aus Krankenhäusern und der Industrie vertreten. Die Industrie ist für uns ein wichtiger Partner, der mit seinen Innovationen, Technologien und Lösungen zur Erreichung der Mission beiträgt Einfluss auf die Strukturen oder Inhalte der HIMSS nehmen Industrieunternehmen jedoch nicht. Allerdings muss ich auch ganz klar sagen, dass ohne die finanzielle oder logistische Unterstützung der Industrieunternehmen die Branche um zahlreiche Events, Medien oder andere Aktivitäten ärmer wäre diesen Beitrag möchte ich explizit anerkennen. ARNO ELMER Wie unabhängig ist die HIMSS tatsächlich von der Industrie? Man ist unabhängig oder nicht; die HIMSS ist unabhängig. Ich möchte aber deutlich betonen, dass die Industrie ein entscheidender Akteur der Health-IT- Branche ist ein Innovationstreiber, Arbeitgeber und idealerweise ein Partner der Krankenhäuser auf dem Weg zu einer besseren Versorgungsqualität durch IT. Die Workshopserie HIMSS.live, welche von CIOs in deutschen Krankenhäusern inhaltlich ausgerichtet wird, wäre ohne die Unterstützung von DELL und anderen Industriepartnern nur umsetzbar, wenn wir hohe Teilnahmegebühren verlangen. Daher halte ich ein faires und transparentes Miteinander für zielführender als Abschottung. CHRISTOF SEIDEL Welchen Nutzen zieht die Industrie aus Ihrem EMRAM- Modell? Das EMRAM-Modell misst den Digitalisierungsgrad in Krankenhäusern; basierend darauf erstellt die HIMSS anonymisierte Marktberichte und Studien, welche als Orientierung für Industrieunternehmen dienen. Wo sollen sie in Zukunft ihre Entwicklungsinvestitionen tätigen? Welche Anschaffungen planen die Krankenhäuser? Darüber hinaus zeigt EMRAM eine mögliche Vorgehensweise bei der Digitalisierung von Krankenhäusern auf, welche sich am Nutzen für die Patienten orientiert hiervon können sowohl Krankenhäuser als auch die Industrie eine mögliche Roadmap für die Einführung elektronischer Patientenakten ableiten. MICHAEL THOSS Die HIMSS kauft Events. Warum? Wir haben in mehreren Ländern Events neu gegründet oder bestehende Events übernommen beispielsweise den Swiss ehealth Summit, den ehealth Summit Austria oder in England die Healthcare Computing. Alle diese Events finden heute in lebendiger Kooperation mit den etablierten lokalen Partnern statt z. B. der Schweizerischen Gesellschaft für Medizininformatik oder der British Computer Society. Wir alle haben in dem gemeinsamen Engagement eine Chance gesehen, den jeweiligen Event auszubauen und ihm national oder international mehr Gewicht zu verleihen. Wir haben jedoch auch in anderen Bereichen neue Angebote geschaffen nicht zuletzt das HIMSS Insights Magazin oder für den D-A-CH Raum die 42. Hier wurde von Anwenderseite der Wunsch nach einer professionelleren, unabhängigen Kommunikation an uns herangetragen; das Ergebnis halten Sie in der Hand. Verbesserung des Gesundheitswesens durch IT Die HIMSS Mission Armin Scheuer Vice President DACH HIMSS Europe GmbH N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 11

7 KENNZIFFERN KENNZIFFERN IN ZAHLEN REDEN DER WUNSCH NACH KLINISCHEN DATEN KEINE PRAXIS 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 66.9 % 59.7 % 59.5 % 50.2 % 29.1 % ZUFRIEDENHEIT IST RELATIV 27.3 % 34.2 % 33.1 % 40.3 % Verfügbarkeit Kurze Antwortzeiten für Datenbereitstellung Konsistenter systemübergreifender Datenzugriff Sicherheit und Zugriffskontrolle Flexible Auswertbarkeit 51.1 % 3.8 % 4.1 % 5.4 % 6.3 % 16.2 % 2.0 % 2.0 % 2.0 % 3.2 % 3.6 % 1 oder 2 3 oder 4 5 oder 6 Weiß nicht Quelle: Deloitte Die flexible Auswertbarkeit verfügbarer Daten ist das große Sorgenkind der Anwender. Mit der Bereitstellung sind sie jedoch insgesamt zufrieden Verkehrstote gab es im Jahr 1970 vor Einführung von Airbags, Sicherheitstechnik, Autogurten, Kopfstützen und Geschwindigkeitsbegrenzungen ist die Zahl auf Tote gesunken immer noch zu viele. Wir sind heute auf einem guten Weg, auch weil sich die Politik mit Sicherheitsvorgaben einmischte. Wieso nicht auch das Thema Patientensicherheit zu einem gesellschaftspolitischen Thema machen? Quelle: Stat. Bundesamt Verkehrs tote % deutscher Krankenhäuser haben keine interne formale Stelle für Innovationen Ablage Ergebnis weiterer bildgebender Verfahren Ablage Ergebnis Endoskopie Ablage Ergebnis EEG Ablage Ergebnis Laborbericht Digitalisierung nach Behandlung nur zur Archivierung SORGENKIND epa 7.7 % 7.8 % 5.9 % 9.8 % 13.7 % 19.6 % 17.6 % 17.9 % Medienbrüche im Datenaustausch mit Externen Fachabteilungen oder Ambulanzen (noch) nicht eingebunden Ablage Ergebnis EKG Es herrscht grosse Einigkeit über den Nutzen der elektronischen Patientenakte und den Willen der Leistungserbringer, Patientendaten auszutauschen. Doch Schnittstellenprobleme und Medienbrüche machen das Weiterführen einer Papierakte ärgerlicherweise vielerorts notwendig. GEPLANTE ODER WÜNSCHENSWERTE IT-PROJEKTE AUS SICHT DER ANWENDER Bereitstellung der Arztbriefe an weiterbehandelnde Ärzte bereits mit Entlassung des Patienten Vollständige Verfügbarkeit aller Diagnoseergebnisse Enge Integration der Daten aus Abteilungssystemen in die elektronische Patientenakte Durchgängige Nutzung mobiler Endgeräte für den ärztlichen Dienst bei Diagnose, Visite, Therapie Integration therapiebegleitender Medizintechnik in KIS-basierte Patientenakte Sektorübergreifende Datenbereitstellung Durchgängige Nutzung mobiler Endgeräte für den Pflegedienst Elektronische (Vor-)Erfassung administrativer Patientendaten bereits vor der Aufnahme Einheitliche Datenstrukturen für bildverarbeitende Formate Quelle: Deloitte Quelle: CAU Kiel Kosteneffiziente Datenhaltung Prozessverbesserung Integration klinischer Daten Relevante IT-Themen bis % 39.2 % 37.8 % 52.7 % 52.0 % 49.3 % 49.3 % 62.2 % 61.5 % 64.9 % 0% 20% 40% 60% 80% Unterstützung durch mobile Geräte. Infrastruktur Quelle: Deloitte Krankenhäuser aller Größenordnungen erachten in den kommenden drei Jahren vor allem die Themen epa, Datensicherheit und Infrastruktur als sehr wichtig. Auch den Themen Virtualisierung und Archivdigitalisierung kommt eine hohe Bedeutung zu, sowie in großen Häusern Mobilität. Kein Thema ist die Cloud. Quelle: HIMSS Analytics, Nutzen von IT im Krankenhaus, 2014 Flexible Auswertbarkeit (Ø: 32.1%) Konsistenter systemübergreifender Datenzugriff (Ø: 30.8%) Kurze Antwortzeiten für Datenbereitstellung (Ø: 25.2%) Verfügbarkeit (Ø: 24.9%) Sicherheit und Zugriffskontrolle (Ø: 17.4%) 0% 12.2 % 20.9 % 17.1 % 9.5 % 18.9 % 15.5 % 10% Intensivmedizin und Notfallversorgung Regelversorgung und Pflege 27.0 % 25.0 % 26.4 % 20% 29.7 % 30.4 % 32.4 % 30.5 % 28.4 % 33.8 % 26.4 % 28.4 % 33.1 % 25.6 % 30% Bereich Intensivmedizin und Notfallversorgung Bereich Regelversorgung und Pflege Bereich Diagnostik 0% 40% Diagnostik Forschung und Lehre Organisationsübergreifend wird der Nutzen gesehen, der durch eine verbesserte IT-Unterstützung für die Bereitstellung klinischer Daten generiert werden würde. Natürlich haben die verschiedenen Bereiche unterschiedliche Schwerpunkte ,6 Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenversicherungen 2012 für Arzneimittel ausgegeben. Arzt, Apotheker und auch Patient können aus mehr als Medikamenten wählen. Experten gehen davon aus, dass lediglich Präparate zu den sicheren, wirkungsvollen und nebenwirkungsarmen Medikamenten zählen. Eine seit Jahren geforderte Positivliste lässt weiter auf sich warten. 20% 50.0 % 50% Quelle: Deloitte LÖSUNGSBEITRAG INNOVATIVER IT-LÖSUNGEN NACH ORGANISATIONSBEREICHEN 40% Clinical Decision Support System (CDSS) Das Thema klinische Entscheidungsunterstützungssysteme ist nach wie vor in einem Großteil der deutschen Kliniken nicht angekommen. Beim Nachbarn Österreich hat es vor allem auch durch die Einführung von ELGA einen Schub erlebt % 64.7 % 61.5 % 66.2 % 83.8 % 92.6 % 80.4 % 66.9 % 60% 80 % 60 % 40 % 20 % eprescribing Clinical Workflow Management System Österreich (Studiengröße: 64) Deutschland (Studiengröße: 379) 80% Abteilungsübergreifende Verfügbarkeit klinischer Daten Effizienz der medizinischen Behandlung Verhinderung von Behandlungs- und Medikationsfehlern 91.9 % 100% Computerized Practitioner Order Entry (CPOE) Quelle: HIMSS Analytics Quelle: Deloitte Es hat etwas gedauert, aber mittlerweile ist der Wunsch nach Wissenstransfer auch im Gesundheitsbereich angekommen N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 13

8 IMPRESSUM ÜBERBLICK 42 anna winker entwickelt und realisiert als Artdirektorin seit zehn Jahren Magazine, Zeitungen und Kommunikationsmittel und bleibt dabei auch der Healthcare-IT verbunden. philipp grätzel von grätz ist Chefredakteur der englischsprachigen Insights aus dem Hause HIMSS Europe. Der schreibende Mediziner ist spezialisiert auf Gesundheitspolitik, besonders in den Themen E-Health und Informationstechnologien für das Gesundheitswesen zu Hause und Autor des Buches Vernetzte Gesundheit. Jana Ehrhardt-Joswig hat sich als freie Journalistin Themen aus Medizin und Wissenschaft verschrieben. An TKmed gefällt ihr, dass es dem Ruf der Unfallchirurgen, schnelle Entscheidungen zu fällen und danach zu handeln, absolut gerecht wird. Anna Engberg schreibt als freie Journalistin für die Ressorts ehealth, Gesundheit und Ernährung. Sie veröffentlicht regelmäßig in HIMSS Insights und berichtet für HIMSS Europe von Health-IT Events. Ingrid mühlnikel ist Fachjournalistin für Gesundheitspolitik und wirtschaft. Zuvor arbeitete sie zehn Jahre für kma Das Gesundheitswirtschaftsmagazin, fünf davon als Chefredakteurin. Sie war u.a. als PR-Redakteurin für namhafte Kommunikationsagenturen tätig. Cornelia Wels-Maug erforscht seit 18 Jahren den Einsatz von IT in diversen Industriesektoren. Sie verfasst Artikel über den weltweiten Markt für IT im Gesundheitswesen, hält Vorträge und Webinare. Lieblingsthema ist die Telemedizin. Das Journal für die deutsche, österreichische und schweizerische Healthcare IT Branche. Herausgeber HIMSS Europe GmbH Lennéstr. 9, Berlin T: Chefredaktion Claudia Dirks: Artdirektion Anna Winker Mitarbeiter dieser Ausgabe Stephie Becker, Hans-Christian Bustorf, Jana Ehrhardt-Joswig, Anna Engberg, Philipp Grätzel von Grätz, Ingrid Mühlnikel, Cornelia Wels-Maug Schlussredaktion Diana Barth, textpool-berlin Vize Präsident Media, HIMSS Europe GmbH Armin Scheuer Geschäftsführer Rainer Herzog und Jeremy Bonfini Anzeigen & HealthTech Wire Martin Eberhart: 42 arbeitet mit HealthTech Wire zusammen, um seinen Lesern Informationen der Hersteller zu übermitteln. Bitte senden Sie Pressemitteilungen an: Druck MEDIALIS Offsetdruck GmbH Printed in Germany Nachdruck, auch auszugsweise, Aufnahme in Onlinedienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD- ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch HIMSS Europe. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos keine Gewähr. HIMSS EUROPE GmbH, Alle Rechte vorbehalten. 42 N 2 ERSCHEINT IM SEPTEMBER 2014 Swiss ehealth Summit: Der wichtigste Schweizer Branchentreff steht vor der Tür! Ein Ausblick. AMTS: Deutschland ist Schlusslicht geht es um Arzneimitteltherapiesicherheit. Michael Lang hat sich in der DACH-Region umgeschaut und erstaunliche Unterschiede aufgetan. Risikomanagement: Der neue Leitfaden des BSI in der Praxis. Interoperabilität: Cornelia Wels-Maug hat im Gespräch mit Andreas Kassner, dem Geschäftsführer von IHE Deutschland, viel von Effizienz, Qualitätsverbesserung und Patientensicherheit gehört denn das meint Interoperabilität. ÜBERBLICK Mehr Power im Alpenraum S. 16 Die Gesundheitswirtschaft ist ein Nachzügler S. 19 Der Überblicker: Und sonst so? S N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 15 Illustration: Martina Wember

9 ÜBERBLICK ÜBERBLICK Mehr Power im Alpenraum Die deutschsprachigen Länder sind nicht nur kulturell vielfältig. Sie sind auch in Sachen E-Health alles andere als einheitlich. Liegt es an der Politik? Auf Spurensuche in Berlin, Bern und Wien. Von Claudia Dirks Adrian Schmid (li.) hat in der Schweiz wichtige Weichen gestellt, um das Elektronische Patientendossier-Gesetz auf Bundesebene zu bringen. Clemens Martin Auer (re.) trägt entscheidend dazu bei, dass das Thema E-Health in Österreich auch politische Rückendeckung bekommt. An Selbstbewusstsein mangelt es Clemens Martin Auer, Leiter Sektion I Gesundheitssystem, zentrale Koordination im österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, nicht: Beim Thema E-Health geht es in Europa generell langsam voran. Aber unter den Langsamen sind wir mit die Schnellsten. Gerade mit Blick auf den nördlichen Nachbaren kann sich Auer sein Selbstbewusstsein leisten: Gerade eben erst hat die EU-Kommission in ihrem European Hospital Survey den österreichischen Krankenhäusern bescheinigt, ihre deutschen Geschwister in Sachen E-Health-Anwendungen deutlich hinter sich zu lassen (siehe Kasten rechts). Österreich: Krankenhäuser als Stützen der E-Health-Politik Als Kickstarter der österreichischen E-Health-Bemühungen gilt die damals durchaus umstrittene Einführung der E-Card ab dem Jahr 2004/2005: Die E-Card war insofern wichtig, als sie eines der großen Leitprojekte war. Ohne solche Leitprojekte passiert nicht viel, so Auer. Mittlerweile sind die Smartcards und das mit ihr einhergehende Online-Netzwerk Alltagsprodukte, die Jahr für Jahr zig-millionenfach genutzt werden. Die Karte speichert keine Daten, sondern dient der Identifizierung des Patienten. Ein Reigen an administrativen Vorgängen zwischen medizinischer Einrichtung und Sozialversicherung wird mit Beim Thema E-Health geht es in Europa generell langsam voran. Aber unter den Langsamen sind wir mit die Schnellsten. Clemens Auer, AT ihrer Hilfe abgewickelt, von Abrechnung bis Krankenstandsmeldung. Nach der Einführung der E-Card gab es eine zeitlang Hoffnungen auf eine rasche Umsetzung medizinischer Anwendungen unter Einsatz der Karte. Diese Hoffnungen haben sich zwar bisher nicht erfüllt. Allerdings wurden diverse Anwendungen in Pilottests evaluiert. Medizinische Funktionen müssen sehr sorgfältig ausgewählt werden, und sie sollten erst dann ausgerollt werden, wenn sie massentauglich sind, sagt Auer. Die Schwelle überschreiten dürfte in Kürze ein von der Sozialversicherung mittlerweile umfänglich getestetes Diabetes- Monitoring-Programm, das damit zur ersten landesweiten medizinischen Anwendung der E-Card würde. Eine zweite medizinische Anwendung der E-Card, die E-Medikation, soll ab 2015 schrittweise eingeführt werden, zunächst an den Krankenhäusern. Das ist ein typisches Muster, wie Auer erläutert: Die Krankenanstalten sind die großen Stützen der E-Health-Einführung in Österreich. Sie haben mehr Erfahrungen als niedergelassene Ärzte mit komplexen EDV-Systemen, und sie profitieren stark von der Standardisierung und Vereinheitlichung, die mit der Einführung von E-Health-Anwendungen einhergeht. Das große E-Health-Thema in Österreich ist derzeit natürlich die elektronische Gesundheitsakte (ELGA). Nach Inkrafttreten des ELGA-Gesetzes am 1. Januar 2013 wurde das ELGA-Portal Anfang 2014 freigeschaltet. Österreichische Bürger, die keine ELGA wollen, können sich jetzt abmelden ( opt out ). Bisher haben das rund Österreicher getan, ein Erfolg, wie Auer findet: Das sind weit unter ein Prozent der potenziellen Anwender. Live gehen soll die Akte schrittweise ab 2015, und auch hier werden die Krankenhäuser die Vorreiter sein. Schweiz: Patientenaktengesetz ist auf dem Weg In der Schweiz ist noch kein Patientenaktengesetz verabschiedet. Es ist aber auf dem Weg. Je nach Debattenverlauf im Parlament, könnte das Bundesgesetz um das Elektronische Patientendossier-Gesetz im Jahr 2017 in Kraft treten, sagt Adrian Schmid, Leiter ehealth Suisse dem Koordinationsorgan Bund-Kantone in Bern. Unabhängig davon gehen auf Ebene der Kantone die Bemühungen um regionale elektronische Patientenakten weiter. Wie in einem sehr föderalen System nicht anders zu erwarten, ist die Dynamik unterschiedlich. Schmid: Von den 26 Kantonen warten sieben die Rechtsverbindlichkeit ab. Weitere drei bis vier sind gerade in einem internen Meinungsbildungs- E-HEALTH-SERVICES: FELIX AUSTRIA Mit dem maßgeblich von Deloitte umgesetzten Report European Hospital Survey: Benchmarking Deployment of e-health Services ( ) der EU-Kommission liegt ein aktuelles Dokument vor, das eine einigermaßen objektive Einschätzung der E-Health-Bemühungen der Krankenhäuser in unterschiedlichen europäischen Ländern erlaubt. Berücksichtigt sind die 28 EU-Staaten plus Norwegen und Island, leider nicht die Schweiz. In der Gesamtstatistik schlägt Österreich Deutschland deutlich. Beim ehealth Deployment -Composit-Index, der Aussagen über die Verbreitung von E-Health-Lösungen unterschiedlicher Couleur erlaubt, landet Österreich auf Rang 9, Deutschland dagegen nur auf Rang 18. Beim ehealth Availability and Use -Composit-Index, der Aussagen über die tatsächliche Nutzung von E-Health-Anwendungen erlaubt, landet Deutschland auf Rang 19 und Österreich auf Rang 13. In der Einzelschau liegt Österreich in vielen Dimensionen der Gesundheits-IT über dem europäischen Durchschnitt. Für PACS wird eine Durchdringung von 100 Prozent angegeben. Vor allem aber ist der elektronische Austausch von klinischen Dokumenten, Labordaten und radiologischen Befunden mit externen Partnern weit überdurchschnittlich. Hier werden jeweils rund 4,5 von 5 möglichen Punkten erreicht. Der europäische Durchschnitt liegt bei unter 3. Einrichtungsweite, alle Abteilungen umfassende elektronische Patientenakten haben drei von vier Häusern, was einem Punktwert von 4 entspricht. Der europäische Durchschnitt liegt auch hier bei 3 Punkten. Deutschland schneidet in praktisch allen Parametern deutlich schlechter ab. Die PACS-Durchdringung liegt bei 77 Prozent. Der einrichtungsübergreifende Austausch elektronischer Labordaten erhält nicht mal zwei Punkte, weniger als der auch nicht berauschende EU-Durchschnitt von rund 2,5 Punkten. Beim Austausch radiologischer Befunde und anderer klinischer Daten liegt Deutschland mit je rund 3 von 5 Punkten im EU-Durchschnitt. Einrichtungsweite elektronische Akten haben 63 Prozent der Häuser. Auch das ist allenfalls EU-Durchschnitt N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 17

10 ÜBERBLICK ÜBERBLICK prozess. Die übrigen haben entweder eigene Aktenprojekte, oder es sind kleine Kantone, die sich bei der Patientenakte dem jeweiligen Nachbarkanton anschließen wollen. Noch nicht endgültig geklärt ist in der Schweiz die Rolle der Versichertenkarten im Zusammenhang mit den elektronischen Patientendossiers: Im Kanton Genf wird die Karte als Identifikationsmittel für das Patientendossier eingesetzt. Ob das schweizweit so gehandhabt wird, wird erst mit den Bestimmungen zum Bundesgesetz endgültig festgelegt, so Schmid. Denkbar sei, dass auch andere Möglichkeiten der Patientenidentifikation geschaffen werden, beispielsweise der Einsatz von Smartphones. Die Erfahrungen mit der Smartcard-Akte in Genf sind nämlich zwiespältig. Die Sache funktioniert zwar. Aber die Nutzerraten sind relativ gering, was mit Problemen bei der Handhabung der Karten in Verbindung gebracht wird. Deutschland: Bloß niemanden verprellen In Deutschland ist man von solchen Überlegungen weit entfernt. Ein Patientenaktengesetz wird nicht ansatzweise diskutiert. Alle Augen sind derzeit auf die anstehenden Online-Tests der egk gerichtet, die die administrative Nutzung der Karte etablieren, die in Österreich längst Realität ist. Die Tests starten Ende Wann der Rollout des Online-Updates der Versichertenstammdaten stattfindet, ist unklar. Die Entscheidung hängt auch davon ab, ob sich die Kassenärzte durchsetzen und der Online-Rollout erst nach der Testung der elektronischen Signatur der Leistungserbringer gestartet wird dann wohl nicht vor Darüber hinausgehende medizinische Funktionen der deutschen egk sind allenfalls am Horizont erkennbar. Eine elektronische Arzneimitteldokumentation im Rahmen einer zweiten Stufe der Online-Tests ist zumindest Teil des Zeitplans. Allerdings wird hier plötzlich wieder über die Speicherung der Daten auf der Karte diskutiert. Auch diese Retro-Vision geht auf den Druck der Ärzte zurück, dem man im deutschen Bundesministerium für Gesundheit offensichtlich nachzugeben bereit ist: Es ist aus Patientensicht unwesentlich, ob die Daten offline oder online bereitgestellt werden, so das Ministerium. Das Elektronische Patientendossier- Gesetz soll auf Bundesebene im Jahr 2017 in Kraft treten. Adrian Schmid, CH Möglicherweise liegt in dieser politischen Mir-doch-wurscht- Haltung der Grund, warum Deutschland im deutschsprachigen Raum in Sachen E-Health derzeit das Schlusslicht bildet. Während es in Österreich und der Schweiz spürbar um Inhalte geht, hat man in Deutschland den Eindruck, dass das Ministerium vor allem daran interessiert ist, niemanden zu verprellen, insbesondere nicht die Ärzte. Es fehlt so etwas wie der politische Drive, E-Health auch gegen Widerstände voranzubringen. Alpenländer wollen SNOMED CT testen Deutlich wird das nicht nur an den nationalen Infrastrukturprojekten, sondern auch am Thema Standardisierung. Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz ist IHE gesetzt. In Österreich gab es bereits 2006 einen politischen Grundsatzbeschluss, der IHE-Profile als Basis für den einrichtungsübergreifenden Datenaustausch festschrieb. Und auch in der Schweiz wurde IHE vom Koordinationsorgan Bund-Kantone von Anfang an favorisiert mit dem Erfolg, dass es sich in den kantonalen Projekten durchsetzte. In Deutschland fehlen politische Bekenntnisse. Noch immer gibt es reihenweise regionale Vernetzungsprojekte, denen IHE-Profile völlig egal sind. Selbst bundesweite Initiativen wie die Vernetzungsprojekte der Kassenärzte können es sich in dieser politischen Großwetterlage leisten, auf IHE-Profile zu pfeifen. Bei der semantischen Interoperabilität ist es ähnlich. Die Schweiz hat im Herbst 2013 eine Vereinbarung mit der IHTSDO unterzeichnet, die internationale Terminologie SNOMED CT drei Jahre lang zu testen. In Österreich verfolgt man das aufmerksam: Wir werden mit einiger Wahrscheinlichkeit auch diesen Weg gehen, so Auer. Das deutsche Gesundheitsministerium bleibt dagegen bei der Frage der Interoperabilität genauso einsilbig wie bei vielen anderen E-Health-Fragen. Ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl ist man weiterhin mit der Auswertung der im Sommer 2013 fertiggestellten Interoperabilitätsstudie beschäftigt. Ob deren desaströse Ergebnisse in dieser Legislatur noch Konsequenzen haben werden, erscheint schon jetzt eher fraglich. Fotos: like.eis.in.the.sunshine/jba/armin Staudt, Berlin (photocase.de); privat; BMG Interview mit Kai Uwe Bindseil Welchen Stellenwert haben die conhit und der in diesem Jahr erstmalig stattfindende mhealth Summit für die Stadt Berlin und das Cluster Gesundheitswirtschaft? Die Conhit ist ein junges Format und hat sich zur deutschen Gesundheits-IT-Leitmesse entwickelt. Ich glaube, dass die Ergänzung mit dem mhealth Summit, gut für Berlin als Standortfaktor ist. Das Gesundheitswesen befindet sich in einem radikalen Umbruch. Alle zukünftigen Lösungen von der Entwicklung pharmazeutischer Produkte angefangen bis zu Prozessinnovationen im Gesundheitswesen werden IT-getrieben sein. Insofern ist es für uns ganz wichtig, dass wir hier in Berlin zu diesem Thema zur selben Zeit am selben Ort zwei Leit-Events haben. Die Wirtschaftssenatorin hat Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung Berlins vorgestellt. Wachstumsmotoren sind der Handel und der Tourismus. Welchen Stellenwert besetzt die Gesundheitswirtschaft? Die Gesundheitswirtschaft ist eine extrem breit aufgestellte Branche: vom Apotheker über Medizintechnikunternehmen, von der Pharmabranche bis zum Krankenhauskonzern. In Berlin und Brandenburg ist die Gesundheitsbranche der größte Arbeitgeber mit zirka sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Sie gewinnt kontinuierlich an Bedeutung, wenn als Maßstab Arbeitsplätze genommen werden. Die Gesundheitswirtschaft ist ein Nachzügler Nirgendwo in Deutschland gibt es eine größere digitale Gründerszene als in Berlin. Nur die Gesundheitsbranche haben die Digital Natives noch nicht entdeckt. Doch das ändert sich gerade, meint Kai Uwe Bindseil von Berlin Partner und nennt Beispiele... Von Ingrid Mühlnikel Partner für Wirtschaft und Technologie prognostiziert eine steigende Nachfrage an digitalen Gesundheitsprodukten. Wieviel setzt die Branche im Jahr um? Wir liegen in der Hauptstadtregion bei einer Bruttowertschöpfung von 16 Milliarden Euro im Jahr. Experten sprechen von einer regelrechten neuen digitalen Gründerszene in Berlin. Welchen Anteil hat die digitale Wirtschaft tatsächlich an der Gesundheitswirtschaft? Die Gesundheitswirtschaft ist hier ein Nachzügler. Mögen Autos heutzutage zu über 80 Prozent aus IT bestehen digitalisierte Produkte und Dienstleistungen befinden sich erst seit Kurzem im Fokus der Gesundheitswirtschaft. Deswegen hebt das Thema zurzeit auch sehr stark ab. Insgesamt sind sehr viele Start-ups und Inkubatoren an der Schnittstelle von digitalen Anwendungen und Gesundheitswirtschaft unterwegs. Das Thema ist übrigens auch in der Industrie angekommen: Nehmen wir mal SAP, oder Telekommunikations- und Elektronikkonzerne bis hin zu New-Media-Konzernen legen starke Aktivitäten in Richtung Gesundheitswirtschaft an den Tag. Das mag ja sein, aber eine aktuelle Studie der Investitionsbank Berlin-Brandenburg zur digitalen Wirtschaft in Berlin erwähnt kein einziges Unternehmen, das sich mit einem digitalen Gesundheitsprojekt beschäftigt. Haben die Digital Natives der Internetwirtschaft das Thema Gesundheit tatsächlich für sich entdeckt?... Lesen Sie das ausführliche Interview auf N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 19

11 DER ÜBERBLICKER 42 Und sonst so? Von Philipp Grätzel von Grätz Das Beratungsunternehmen Accenture hat die finanzielle Situation von Krankenhäusern in zehn europäischen Ländern beleuchtet. Ergebnis: Die Kliniken in Deutschland und der Schweiz stehen mit Abstand am solidesten da. Österreichische Häuser hingegen wirtschaften miserabel. Das steht in interessantem Kontrast zu einer EU-Studie zur E-Health-Ausstattung der europäischen Krankenhäuser. Hier liegt Österreich rund ein Drittel über dem EU-Durchschnitt, Deutschland hingegen deutlich darunter. Besser als das wirtschaftliche Epizentrum der EU sind nicht nur die Skandinavier und die Niederlande, sondern auch Spanien, Ungarn und selbst Portugal. Was ist da los? Es dürfte mit unterschiedlicher Prioritätensetzung zu tun haben. In Österreich wird die finanzielle Schieflage zahlreicher Kliniken staatlich abgefedert. In Deutschland und auch in der Schweiz ist die politische Bereitschaft, medizinische Einrichtungen zu alimentieren, zumindest geringer ausgeprägt. Die Kliniken reagieren darauf je nach Träger in unterschiedlicher Intensität mit Effizienz- und Abrechnungsoffensiven. Software-Lösungen, die unmittelbar die Erlössituation der Kliniken verbessern, gehen in Deutschland weg wie geschnitten Brot. Andere Investitionen hingegen bleiben auf der Strecke, vor allem dann, wenn sie wie im Falle der klinischen Gesundheits-IT nicht nach außen hin sichtbar (und ergo nicht für Marketingzwecke ausschlachtbar) sind. Umgekehrt dürfte es den österreichischen Kliniken unter anderem deswegen etwas leichter fallen, in klinische IT zu investieren, weil eine ausgeglichene Bilanz dort nicht die überragende, alles in den Schatten stellende Bedeutung hat, die ihr nördlich der Alpen zukommt. Am deutschen DRG-System kann es übrigens nicht liegen. Auch die leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung in Österreich ist eine Spielart des DRG-Systems. Die Pauschalen werden dort nur politisch nicht ganz so ernst genommen. Das Beispiel zeigt, wo europäische Staaten voneinander lernen können. Dass Deutschland bei der Gesundheits-IT da steht, wo es steht, ist schon etwas sehr peinlich und bedarf dringend einer Revision. Ein wenig mehr Österreich sollte möglich sein, bei den IT-Investitionen, aber auch beim Einsatz internationaler Standards. Wahr ist aber auch, dass in Deutschland und in der Schweiz in den letzten zehn Jahren weniger Geld für erfolglose E-Health-Projekte versenkt wurde als anderswo in Europa. Und natürlich sind Krankenhäuser mit Dauerdefiziten und suboptimaler Effizienz auch dann nicht der wahre Jakob, wenn ein Sozialsystem im Hintergrund im Zweifel dafür geradesteht. Fazit: Der Blick über den Tellerrand lohnt nicht nur in einer Richtung. Das Schöne an Europa ist, dass Vergleiche relativ einfach möglich sind. Hinschauen freilich muss jeder selbst. Illustration: Nina Eggemann BUSINESS INTELLIGENCE Rolf Porsche: Innovationen haben es schwer S. 22 Ruth Ladenstein: Große Erwartungen an E-Health S. 25 Friedrich von Bohlen: Die Medizin wird neu Vermessen S N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 21 Illustration: Martina Wember

12 BUSINESS INTELLIGENCE BUSINESS INTELLIGENCE Innovationen haben es schwer Rolf Porsche arbeitet mit Unternehmen zusammen, die Innovationen im Gesundheitswesen erfolgreich umsetzen wollen. Die eine Idee davon haben, wie die ungeheuerlichen Datenströme des Gesundheitswesens gezähmt und nutzbar gemacht werden können. Die gute Nachricht: Es gibt sie! Doch sie haben es verdammt schwer. Von Claudia Dirks Interview mit dem Arzt und Gesundheitsexperten darüber, wieso sich ausgerechnet eine Branche mit Innovationen schwer tut, die nahezu beispiellos von ihnen profitieren könnte. Mit den Schlagwörtern Gesundheitswesen, unstrukturierte Daten, Innovationen schaffen Sie es sicherlich in einigen Gesprächsrunden, blankes Entsetzen und Angstschweiß hervorzurufen was machen diese Themen mit Ihnen? Sie stimmen mich vage optimistisch. Ich bin Mediziner tief im Herzen. Was mich antreibt, sind Innovationen, die das Gesundheitswesen tatsächlich verändern, insbesondere an der Schnittstelle Medizin/Informationstechnologie. Es gibt wenige Bereiche, wo Innovationen so bedeutsam sind, wo aber gleichwohl ihre Einführung so schwierig ist. Obwohl wir das im klassischen Leben gut kennen: Jemand bringt ein besseres Handy heraus, der Markt entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Im Gesundheitswesen gehen durch dessen Heterogenität leider viele gute Ideen einfach verloren. Und das, obwohl das Gesundheitswesen der größte deutsche Arbeitgeber ist da sollte es doch jemanden mit einem richtigen Riecher für Innovationen geben? Innovationen gibt es reichlich, aber zu viele werden nicht erfolgreich umgesetzt. Es liegt an der Komplexität des Systems. Es gibt nicht einen, sondern viele Entscheider. Es gibt Krankenkassen, die das Geld haben. Es gibt aber auch Entscheider, häufig Krankenhäuser, Mediziner, die über A-, B- und C-Varianten entscheiden. Es gibt den Patienten, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, der früher nur Betroffener, heute aber Beteiligter ist. Es gibt ein relativ komplexes Regularienwerk und Investitionshindernisse. Und es gibt natürlich auch Hemmnisse, einfach 60 % unserer Krankheiten sind verhaltensbedingt, das heißt wir könnten nahezu 60 % der anfallenden Kosten selbst beeinflussen. überhaupt etwas ändern zu wollen. Und das macht das Leben durchaus ein bisschen schwierig. Der letzte Punkt ist wahrscheinlich der entscheidende Faktor? Natürlich ist es letztendlich immer der Mensch, der entscheidet, sich oder die Umstände ändern zu wollen oder eben nicht. Also ist es ausgerechnet im Gesundheitswesen nicht so, dass sich eine gute Idee schon durchsetzen wird? Grundsätzlich, und das will ich glauben, doch. Aber sie hat es schwerer als in anderen Bereichen. Es gibt gute Ideen, die sich aber nicht durchsetzen, weil das Timing oder auch Banaleres nicht stimmen. Doch das Thema wird immer wichtiger, denn die Herausforderung wird größer. Die Innovationsgeschwindigkeit, die wir in unserer Gesellschaft erleben, wird immer höher. Wenn ich aber die Prozesse dahinter oder die Entscheidungswege nicht anpasse, dann entwickelt sich der Innovationsstau in immer größerem Maße. Welche Rolle spielen Informationstechnologien in Ihrer Version des deutschen Gesundheitswesens? Das würde ich nicht auf Deutschland beschränken. Gesundheit ist eine globale Herausforderung. Informationstechnologien sind Mittel zum guten Zweck. Sie sind in den vergangenen zehn Jahren unverzichtbar geworden, weil wir in Daten ersticken. 50 Prozent aller Daten, die wir heute finden, sind nicht einmal zwei Jahre alt. Wir haben in vielen Bereichen eine Verdopplung des Wissens in weniger als drei Monaten; eine unbeschreibliche Menge an Gesundheitsdaten. Doch was wir wollen, sind entscheidungsorientierte Informationen, um den Patienten besser behandeln zu können und die Daten zu nutzen N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 23

13 BUSINESS INTELLIGENCE BUSINESS INTELLIGENCE Standardisierung ist in der Medizin ein Horrorthema. Niemand will sich festlegen, nicht einmal darauf, welche Daten wie erhoben werden sollen. Welche Probleme bringen diese Datenunmengen genau mit sich? Und wo beginnen sie? Die Frage ist, was wir wollen. Beschäftigen wir uns ausschließlich mit den Daten, oder verfolge ich eine bestimmte Fragestellung? Ziel und Zweck der Datensammlung und des Datenmanagements kann aus meiner Sicht immer nur sein, eine bessere Therapie oder bessere Entscheidungsgrundlage zu generieren ob das jetzt in der Forschung oder beim Patienten ist. Da wird der Weg noch ein bisschen angepasst werden müssen. Ich glaube nicht, dass im Gesundheitswesen alle Daten strukturiert und sauber in einer organisierten Datenbank abgelegt werden können. Das wird nie funktionieren. Die Technik muss den anderen Weg gehen, was sie mittlerweile auch tut. Die verschiedenen Systeme müssen so angepasst werden, dass ich einfach die Daten lesen kann. Und der nächste Quantensprung, den wir heute schon in zaghaften Ansätzen sehen, ist, wirklich eine Entscheidungsunterstützung zu bekommen. Sie sprechen von intelligenten Datenbanken? Richtig. Wir brauchen Lösungen, die bessere Informationen aus dem Vorhandenen ziehen. Die Daten entstehen von alleine. Die Herausforderung ist, unstrukturierte Daten zu analysieren und wieder zusammenzufügen; immerhin sprechen wir hier von 70 bis 80 Prozent aller Daten aus dem Gesundheitswesen. Ein gutes Beispiel ist die Onkologie. Ich entschlüssele ein Genom und stelle fest, da sind ein paar Mutationen drin. Auf der anderen Seite gibt es einen Kliniker mit entsprechendem Patienten und Krankheitsbild. Diese zwei zusammenzubringen, ist heute schon relativ schwierig. Wenn Sie einen Patienten in den USA haben, mit gleichem Genom-Effekt, bringen Sie die Daten nicht zusammen. Rolf Porsche hält viel von der hiesigen Start-up-Szene und wenig von den Hemmnissen durch das deutsche Gesundheitswesen. 20 Mrd. könnten schon heute eingespart werden, wenn existierende Innovationen zum Einsatz kämen. Die Bereiche mit hohem Einsparpotenzial und Qualitätssteigerung sind insbesondere Prävention, Therapietreue, Weitergabe behandlungsrelevanter Patienteninformationen, innovative Produkte und Telemedizin. Quelle: Gesundheitsstudie, Porschehealth, 2012 Ich arbeite gerade mit einem Berliner Start-up zusammen, das an der Charité in einem Projekt beweist, dass es kein Hexenwerk ist. Welche Fragestellung wird in dem Projekt verfolgt? Mehrere. Sie können sich eine aussuchen. Die Kollegen haben es zum ersten Mal geschafft, eben diese ganzen unstrukturierten Daten über verschiedene Techniken so aufzubereiten, dass man quasi automatisch ein sehr gut suchbares Datensystem hat. Ich kann Patienten finden, die unter bestimmten Kriterien an folgender Krankheit therapiert worden sind, keinen oder Erfolg hatten. Ich kann für klinische Studien Patienten finden, die ich sonst manuell sehr komplex suchen müsste. Es sind beispielsweise Therapievergleiche möglich. Ich glaube, das sind beispielhafte Lösungen, die das Ziel auf dem langen Weg zur personalisierten Medizin erst aufzeigen; einzelne Patientendaten mit dem Stand der Wissenschaft spezifisch bestmöglich abgleichen zu können. Ist Ihre Version eines zukünftigen Gesundheitswesens eine kostengünstigere Version? Das ist eine gute Frage. (lacht) Ja, ich glaube, es wird günstiger. Wir haben sehr viel Potenzial, eine bessere Medizin zu machen. Das steht bei mir immer im Vordergrund. Und wenn wir die ganzen Ineffizienzen und Doppeluntersuchungen, die wir heute haben, reduzieren, ist auch genug Geld da. Wie viele Untersuchungen machen wir doppelt; andere sind heute gar nicht mehr notwendig. In diesem Szenario spielt IT eine enorme Rolle. Ich brauche einerseits die Patientendaten, andererseits alle Erfahrungen, und beides bestmöglich. Wir haben eine Studie gemacht, in der wir zu dem Schluss kamen, dass 20 Mrd. Euro bereits heute eingespart werden könnten, wenn existierende Innovationen zum Einsatz kämen (siehe Kasten). Da würde sich dann der Kreis schließen! Fotos: Marcel Schwickerath Große Erwartungen an E-Health Am 22./23. Mai 2014 findet im Schloss Schönbrunn in Wien der wissenschaftlich geprägte ehealth Summit Austria unter Beteiligung aller Stakeholder des Gesundheitswesens statt! Ruth Ladenstein ist Professorin am Forschungsinstitut (Children s Cancer Research Institute) der St. Anna Kinderkrebsforschung und Keynote-Speaker. Mit uns sprach sie vorab über neue Möglichkeiten, Studien zu designen, und die Hoffnungen, die nicht nur die internationale Gemeinde der Kinderonkologen mit dem Thema E-Health verbindet. Interview mit Ruth Ladenstein Welche konkreten Vorteile bringen die modernen Informationstechnologien schon heute für Ihre Forschung? Wir haben der IT einen gewaltigen Schritt in Richtung Datenqualität zu verdanken. Bei der Pflege der Datenbanken denken diese heute automatisch mit, weisen auf fehlende Daten hin, es wird quergecheckt und unlogische Einträge werdenangezeigt. Außerdem lässt sich ein Risiko-adaptiertes Monitoring nun zentral einfacher durchführen und reduziert das kostenintensive On-Site- Monitoring auf Stichproben oder spezielle Problemfälle. Damit ist eine entscheidende Hilfestellung zur zeitnahen Datenoptimierung gegeben. Darüber hinaus haben wir alle die Sicherheit, dass unsere gemeinsam entwickelten Studien-Plattformen den höchsten Datenschutzkriterien entsprechen, die wir benötigen ohne Funktionalität einzubüßen. Geben Sie uns einen kleinen Ausblick, was Sie sich noch von E-Health erhoffen? Schauen wir in die Vergangenheit, so hat die Studienkultur zu großen Erfolgen in der Von Claudia Dirks Wir haben den Informationstechnolgien einen gewaltigen Schritt in Richtung Datenund somit auch Studienqualität zu verdanken. Ruth Ladenstein Kinderonkologie geführt. Wir konnten die Therapien verbessern. Wir sind heute bei kindlichen Tumoren bei einer Überlebensrate von 80 Prozent. Die letzten 20 Prozent machen uns weiter große Sorgen. Mit dem Inkrafttreten der Direktive 2011/24/EU on patients rights in cross-border healthcare im Oktober 2013 wurde die Notwendigkeit einer optimierten Vernetzung bei der Patientenbetreuung in Europa geschaffen. Hier geht es einerseits um die optimierte Informationsweitergabe im Rahmen der notwendigen Patientenbetreuung, aber auch um grenzübergreifende Beratungsfunktionen. Die Internationale Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie in Europa (SIOPE) wurde im Rahmen eines geförderten CHAFEA EC (Consumers, Health and Food Executive Agency of the European Comission-Projektes)-ExPO-r-Net (European Expert Paediatric Oncology Reference Network for Diagnostics and Treatment), betraut, E-Health basierte Technologien in europäischen Referenzzentren bei der Entwicklung von über die Grenzen hinausreichenden Tumorboards einzusetzen. Bislang ist der automatisierte Transfer großer Bilddatenmengen zu Beratungszwecken zwischen Universitätskliniken problematisch und damit kontraproduktiv. Inwieweit kann hier das Modell der Kinderonkologie als Blaupause für andere Fachdisziplinen dienen?... Lesen Sie das ausführliche Interview auf Foto: CCRI Ruth Ladenstein wird auf dem E-Health Summit in Wien am 23. Mai 2014 eine Keynote zur Bedeutung der Informationstechnologien für die Kinderkrebsforschung heute und in Zukunft halten. Anmeldungen und Informationen unter N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 25

14 BUSINESS INTELLIGENCE BUSINESS INTELLIGENCE DIE MEDIZIN WIRD NEU VERMESSEN Wenn der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 25. bis 27. Juni zum ersten Mal im (hoffentlich!) neu erbauten City Cube Berlin seine Pforten öffnet, dann feiert auch das Themenforum Molekulare Medizin seine Premiere. Von Claudia Dirks Foto: J. King-Holmes/SPL/Agentur Focus Es ist die innovative Speerspitze des Kongresses, die von Georg Ralle, dem langjährigen Chef des Springer Medizin Verlags und Generalsekretär des Netzwerks gegen Darmkrebs, in enger Kooperation mit Friedrich von Bohlen und Halbach, Mit-Geschäftsführer der dievini Hopp BioTech holding, sowie dem Max-Delbrück-Centrum Berlin-Buch aus der Taufe gehoben wurde. In den Foren wird es vor allem um die Frage gehen, wie der rasante Wissenszuwachs in der medizinisch-wissenschaftlichen Forschung in den klinischen Alltag überführt werden kann. Interview mit Friedrich von Bohlen Am Anfang steht etwas sehr Banales: die Begrifflichkeit. Was genau meinen Sie, wenn Sie von personalisierter Medizin und personalisierter Datennutzung sprechen? Personalisiert meint, dass die individuelle molekulare Situation eines Patienten einer Diagnose und Behandlungsempfehlung zugrunde gelegt wird. Denn bei molekularen Erkrankungen wie z. B. Krebs kommt es vor allem darauf an, den bzw. die molekularen Fehler, d. h. den ursächlichen Wirkmechanismus der Erkrankung im jeweiligen Patienten präzise zu verstehen, um ihm dann die genau dafür optimale Behandlung geben zu können. Die wichtigste molekulare Informationsquelle des Patienten ist seine DNA, und zwar die im Tumor veränderte im Vergleich zur DNA in seinem gesunden Gewebe. DNA ist heute für die Diagnostik verfügbar, und weitere molekulare Informationsquellen werden folgen. Allerdings: Von Hand kann das niemand auswerten oder verstehen. Von daher kommt dem Informationsmanagement eine Schlüsselrolle zu. Personalisierte Medizin ist also auch Personalisiertes Informationsmanagement. Ganz salopp kann man das mit seinem GPS-System vergleichen: Jeder möchte so schnell wie möglich wissen, wie er gut, sicher, günstig von A nach B kommen kann. A und B sind aber fast immer verschieden. Noch ist die Forschung nicht überall so weit wie beim Brustkrebs. Hier ist es schon gelungen, einzelne Chromosomen zu identifizieren, die für einen Tumor verantwortlich sein können, wie hier das isolierte Chromosom 17. Bessere Diagnosen und Therapien dürfen nicht zu schlechterer Erstattung führen. Friedrich von Bohlen FRIEDRICH VON BOHLEN Der Geschäftsführer dievini Hopp BioTech, Chairman Molecular Health, ist seit Beginn seiner Ausbildung aktiv in den Life Sciences und hat fast 20 Jahre unternehmerische Industrie-Erfahrung. Gemeinsam mit Dietmar Hopp und Christof Hettich gründete er 2005 dievini, deren Mit-Geschäftsführer er seitdem ist. Er studierte Biochemie an der Universität Zürich promovierte er in Neurobiologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH), Zürich. Das Stichwort personalisierte Medizin wird von den einen als Hype, von den anderen als Lösung all unserer zukünftigen Probleme bezeichnet. Wie sieht Ihr Bild zukünftiger Gesundheitsversorgung aus? Ein Hype ist es auf keinen Fall, denn die Vorboten in Form sog. Biomarker-Tests sind heute bereits Routine. Das sind Tests, die auf eine einzelne Mutation abstellen, die einen wichtigen Hinweis darauf gibt, ob ein bestimmtes Medikament verabreicht werden darf oder nicht. Aber das ist so, als ob man die Welt umsegeln wollte und nur Kap Hoorn kennt: wichtig, aber nicht ausreichend. Ein umfassendes, ganzheitliches Verständnis des molekularen Status eines Patienten ist der Schlüssel einer wirklich ursachengerechten Diagnose und Therapie. Von daher besteht kein Zweifel, dass dies Teil der Routine in der Gesundheitsversorgung werden wird. Aufgrund der Komplexität der Daten und Informationen wird dies einhergehen mit neuen informationstechnischen Systemen, die diese Informationen korrelieren, priorisieren und in Optionen und Empfehlungen übersetzen können. Mit dem Ziel, eine lebensbedrohliche Erkrankung wie z. B. Krebs zunächst in eine chronische Erkrankung zu überführen wie es bei AIDS ja bereits der Fall ist. Kleiner Ausflug in die Ursachenforschung: Es gibt kein Thema, das die Menschen so persönlich berührt wie die Gesundheitsversorgung. Wieso also hat es ausgerechnet die Biotechnologie so schwer, in Deutschland eine breite Anhängerschaft zu finden, die einen gesellschaftlichen Diskurs wenigstens einmal anstößt? Das eigentlich Berührende ist das Thema Mein Leben, denn das ist einmalig. Die wichtigsten Fortschritte in der Medizin der letzten Dekaden gehen Hand in Hand mit biomedizinischer Erkenntnisgewinn. Die vielen dafür vergebenen Nobel-Preise zeugen davon, sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Der Erkenntnisgewinn ist das eine, die unternehmerische Umsetzung in die Anwendung und Versorgung ist das andere. Hier tut sich Deutschland so schwer, weil diese Umsetzung mit erheblichen unternehmerischen Risiken verbunden ist. Wenn ein vielversprechender Medikamenten-Kandidat in die klinische Entwicklung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 27

15 BUSINESS INTELLIGENCE BUSINESS INTELLIGENCE Clinical/Molecular Test Results Resistance from Insurers einmal auf den Markt kommt, ca. 10 Prozent. Das heißt, dass ca. 90 Prozent scheitern. Wenn das einem Pharma-Unternehmen passiert, geht das meist im Grundrauschen unter. Wenn das einem Biotechnologie-Unternehmen passiert, geht es meist in die Insolvenz. Aber: An die wirklich innovativen Themen macht sich Pharma oft nicht ran. Zum einen, weil Pharma risikoscheu ist. Zum anderen, weil diese neuen Themen häufig direkt aus der Grundlagenforschung zu Unternehmensgründungen führen, gerade in den USA. Für Amerikaner ist das normal, denn die erfolgreichen 10 Prozent können viel wichtiger und viel wertvoller sein als die ausgefallenen 90 Prozent. Schauen Sie sich nur die Medikamenten-Innovationen der letzten zehn Jahre an: Die wesentlichen stammen von Biotechnologie-Unternehmen. Wir Deutsche haben Angst vor dem Versagen, weil es nicht hoffähig ist. Die neuen Medikamente und Behandlungsmethoden nutzen wir in Deutschland aber auch die auch volkswirtschaftliche Wertschöpfung findet indes leider woanders statt. Eine nicht-repräsentative Umfrage: Das Thema Biotechnologie löst sehr ambivalente Gefühle aus: Auf der einen Seite Zukunftsbranche, die mitgestaltet werden sollte auf der anderen Seite: Ojeh, was passiert da mit uns ist das KLINISCHE HERAUSFORDERUNGEN Non-responder problem Up to 30 patients per day Nicht nur die Nadel im Heuhaufen ist ein Problem, wenn von personalisierter Medizin die Rede ist. Das Thema muss versuchen, sich im Spannungsfeld von Forschung, Finanzen und Gesetzgebung seinen wichtigen Platz zu erobern. 287 Mrd. gaben die deutschen Krankenkassen 2011 für den Unterhalt des deutschen Gesundheitswesens aus. Das sind rund 11,6 Prozent des Bruttosozialproduktes. Knowledge Tsunami Risk of Litigation moralisch-ethisch noch vertretbar? Verbauen wir Deutschen uns mit unserem Skeptizismus den Zugang zu einer der innovativsten Branchen der Gegenwart? Oder könnte gerade das der Schlüssel zu Erfolgsgeschichten sein? Angst kommt ja meist von Unwissenheit oder Unverständnis. Biotechnologie bzw. Biomedizin sind nicht leicht zu verstehen: Was ist eine Mutation, wie definiert diese gesund oder krank, was heißt das für mich, für meine Diagnose, meine Behandlung, meine Perspektive? Wie wirkt eine targeted Therapie, und wieso kann ich davon ausgehen, dass diese für mich von Vorteil ist? Bei AIDS ist das Thema durch. Das Verstehen der viralen Mutationsmuster erlaubt deren Profilierung und damit die zielgerichtete, individuelle und meist erfolgreiche Behandlung der Krankheit. Das akzeptiert und will falls es ihn betrifft heute jeder. Die umgekehrte Betrachtung ist ja: Ist es moralisch vertretbar, biomedizinische Informationen zu ignorieren, wenn diese doch der Schlüssel für die präzise, individuelle und letztlich erfolgversprechendste Diagnose und Therapie sind? Skeptizismus darf und wird dies nicht aufhalten, soll aber gerne dazu dienen, die notwendige Information und Aufklärung sicherzustellen, damit Ängste abgebaut werden können. Was zeichnet Israel und Amerika gegenüber Deutschland aus ist das, was dort in den vergangenen Jahren vorgelebt wurde, überhaupt einholbar mit unserer deutsch-behäbigen Art? Eher nein. Einholen wird schon aufgrund struktureller Unterschiede nicht funktionieren. In den USA wird die Biotechnologie primär von Venture Capital und Business Angels finanziert. Es ist ausreichend Kapital vorhanden, Gründer können sich die passendsten Investoren aussuchen, es herrscht ein Verkäufer-Markt. In Deutschland ist die Denke eine ganz andere: Risikokapital in Deutschland, Wagniskapital in den USA das sagt schon so gut wie alles. Private Investoren hier sind rar, Förderprogramme sollen es richten. Nur: Gerade in der Biotechnologie mit ihren langen Entwicklungszeiten und hohen Investitionsund Kapitalkosten vermögen Förderprogramme weder von der Höhe noch der Zeitachse her das zu leisten. Es muss also andere, deutschen Investoren gelegenere Anreize geben, privates Kapital zu investieren. Denn ohne privates Kapital kann nirgendwo eine nachhaltige Biotechnologie-Landschaft entstehen. Das ist keine Frage der Behäbigkeit, sondern vielmehr eine Frage der richtigen Incentivierung und Strukturen. Die aber müssten durch die Politik ermöglicht werden, und damit tut sich Deutschland extrem schwer. Welche Unternehmenskultur evoziert eine Branche, die so viele Emotionen, Fallstricke und Chancen in sich trägt? Ein Blick in die größten Biotechnologiezentren der USA, Boston und South San Francisco, die Silicon Valleys der Biotechnologie, gibt die Antwort: kritische Vor-Ort-Masse von privatem Kapital, exzellente biomedizinische Grundlagenforschung und Anwendungsentwicklung, und erfahrenes, erfolgsorientiertes Unternehmens-Gründungs- und -Entwicklungs-Management. Versehen mit finanziellen Anreizen für den Erfolgsfall und einer no-fear-and-no-blame-culture im Fall eines Misserfolgs. Die wichtigsten Fortschritte in der Medizin der letzten Dekaden gehen Hand in Hand mit biomedizinischem Erkenntnisgewinn. Friedrich von Bohlen Das Thema hat es, auch gerade in Zeiten des NSA-Datenskandals, besonders schwer, einen positiven Dreh zu bekommen: Woher nehmen Sie Ihr Vertrauen? Und was entgegnen Sie den Skeptikern? Der NSA-Skandal betrifft ja nicht eine spezielle Industrie wie die Biotechnologie, sondern die Art und Weise, wie sich staatliche Organisationen Institutionen und Bürgern generell gegenüber verhalten. Wer in unserer digitalisierten Welt irgendetwas, das digitalisiert wurde, wissen will oder muss, kann es erfahren. Der Einzelne ist transparent, er weiß es auch, man will es nur nicht richtig wahrhaben. Gesundheitsdaten einschließlich molekularer Informationen werden auch darunterfallen. Da es technisch möglich ist, ist also nicht die primäre Frage, wie es technisch verhindert werden kann, sondern wie die Gesellschaft mit Missbrauch umgeht. Dennoch sind verbesserte Verschlüsselungstechnologien, die die Hürden für Missbrauch erhöhen, natürlich sehr willkommen. In welchen Bereichen werden die größten Hürden auf dem Weg zu einer personalisierten Versorgungslandschaft aufgebaut? Ein Aufbau von Hürden ist nicht das Thema, Hürden an sich allerdings schon. Die vermutlich größte Herausforderung liegt darin, dass personalisierte Medizin ein neuartiges Informationsmanagement der Daten und Informationen erfordert. Ärzte werden in Zukunft immer mehr und immer intensiver mit Informationssystemen arbeiten, die ihnen Analysen erstellen und Optionen aufzeigen, die sie zeitlich und inhaltlich in all den Details gar nicht mehr selber nachprüfen können. Ähnlich dem schon erwähnten GPS-System, dessen Analysen man folgen kann oder auch nicht. Ein anderes wichtiges Thema ist die Erstattung. Personalisierte Medizin heißt eben auch personalisierte Therapie. Die kann sich von Standards unterscheiden. Das Argument aber nur Standard kann erstattet werden greift zu kurz. Wie dann zu erstatten ist, muss geklärt werden, d. h. die Diskussion dazu muss jetzt ALLES AUF START Knapp 15 Jahre, nachdem Craig Venter und seine Crew das menschliche Genom entschlüsseln konnten und damit den Grundstein für eine personalisierte Medizin legten, steht die Medizin an der Schwelle zu einer neuen Ära. Dies betrifft sowohl den diagnostischen, als auch den therapeutischen Bereich des ärztlichen Handelns. Im diagnostischen Bereich spielt das Genom die zentrale Schlüsselrolle, indem es für uns lesbar geworden ist und seine Strukturen wichtige Hinweise für innovative therapeutische Ansätze vermitteln, wobei dem Einsatz von Hochleistungsrechnern bei der Sequenzierung und Analyse eine besondere Bedeutung zukommt. Im therapeutischen Bereich beeindrucken vor allem die Fortschritte bei der Krebs-Immuntherapie, die vom renommierten Wissenschaftsjournal Science als Breakthrough of the Year gewählt wurde und in Ergänzung zu einer maßgeschneiderten Chemotherapie rasch zunehmend Bedeutung und Anwendung finden wird. CRAIG VENTER, Gründer des Instituts für Genomforschung N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 29

16 BUSINESS INTELLIGENCE INNOVATIONEN 42 Georg Ralle, langjähriger Chef des Springer Medizin Verlags und Generalsekretär des Netzwerks gegen Darmkrebs, koordiniert das Themenforum Molekulare Medizin auf dem Hauptstadtkongress 2014 in Berlin. schon begonnen werden. Bessere Diagnose und Therapie darf nicht zu schlechterer Erstattung führen das wäre absurd und unmoralisch. Welchen Nährboden würden Sie derzeit als optimal bezeichnen, und wo kommt er dem Ideal am nächsten? Die Möglichkeit, DNA zu lesen und zu verstehen, ebnet den Weg in die personalisierte Medizin. Es finden gewaltige Anstrengungen statt, DNA und andere Moleküle des Lebens wie Eiweiße, RNA und Metabolite noch schneller und billiger verfügbar zu machen. Parallel dazu werden die Informationssysteme entwickelt und implementiert, die die Interpretation dieser Daten und Korrelation mit dem Krankheitsbild und -verlauf ermöglichen. Das dritte Element ist das Erstellen sog. longitudinaler Repositories. Das sind Datenbanksysteme, die Verlaufsdaten auf der Zeitachse abbilden und es zukünftig erlauben werden, neben der individuellen personalisierten Diagnostik eine zusätzliche Kohorten-basierte Diagnostik hinzuzufügen. Diese wird erlauben, Patienten-Behandlungsverläufe mit in die Betrachtung aufzunehmen, mit dem Ziel, Fälle mit vergleichbaren Krankheits- und Behandlungsprofilen in die Beurteilung miteinbeziehen zu können. Am weitesten mit all dem, nicht überraschend, ist die USA. Welche Anforderungen stellen Sie an die Projekte, die Sie auf Ihre Agenda heben? Patientennutzen. Damit einher gehen Qualität und Sicherheit der Systeme und Prozesse, die so gut wie möglich validiert und kontrolliert werden müssen. Dann aber auch Klarheit und Einfachheit der Information an den Arzt, der zudem die Möglichkeit haben muss, jeder Aussage bzgl. ihrer Herkunft und Logik auf den Grund gehen zu können, um sie besser zu verstehen: sei es durch ihn selber, sei es durch Mitglieder der Organisation, in der er tätig ist, sei es durch Dritte. Ebenso Einfachheit und Klarheit der Information an den Patienten und den Erstatter im Gesundheitswesen. Die darunterliegende Logik ist VERRÜCKT- CHARMANTE IDEE Auf der traditionsreichen Rennbahn Hoppegarten treffen sich seit über 145 Jahren Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport. Hier wurden Freundschaften geschlossen, Geschichte geschrieben, Traditionen begründet. Am Sonntag, dem 25. Mai 2014, wird der 1. Große Preis der Gesundheitswirtschaft verliehen, dotiert mit Euro. Anlass ist auch das 50-jährige Bestehen des Deutschen Krebsforschungszentrums. Unter dem Titel Vorbeugen ist besser als Heilen diskutieren Karl M. Einhäupl, Charité, Axel Ekkernkamp ukb, Johannes Bruns, DKG, Christa Maar, Netzwerk gegen Darmkrebs, und Friedrich von Bohlen, Chef der Dievini Hopp BioTech, Innovationen in der Prävention und nachhaltige Krebsvorsorge. Infos: immer dieselbe: Die Präsentation fällt Anwender-spezifisch aus. Was wünschen Sie sich von der Politik/Gesellschaft/dem Gesundheitswesen? Die offene Bereitschaft verstehen zu wollen, wie personalisierte Informationssystem-basierte Medizin jedem einzelnen Patienten dient zumal jeder von uns ein solcher Patient sein oder werden kann. Damit einhergehend das Erkennen der Vorteile und Chancen, um so mit den Herausforderungen in der Implementierung umgehen zu können und keine Angst vor einer Veränderung, die sicher kommen wird. Das Versprechen der personalisierten Medizin ist es, unheilbare Erkrankungen in chronische Erkrankungen zu überführen und diejenigen Informationen zu liefern, die sogar zu einer Heilung führen können. Der Siegeszug des GPS-Systems ist nicht auf eine Optimierung des Kompasses zurückzuführen: Eine Welt der Navigation ohne GPS-Informationssystem-Unterstützung ist heute nicht mehr denkbar und auch nicht mehr gewollt. Was treibt Sie persönlich an, dem Thema die Wertschätzung beizubringen, die es verdient? Es ist die feste Überzeugung, dass Informationssystem basiertes Erkennen und Verstehen individueller molekularer Profile die nächste Evolutionsstufe in der Diagnose und medizinischen Versorgung lebensbedrohlicher und chronischer Erkrankungen ist. Das gilt nicht nur für Krebs, sondern auch z.b. für Autoimmunerkrankungen, neurologische und metabolische Krankheitsbilder wie Diabetes. Also der Schritt von traditionell beobachtungsbasierten Erfahrungen und Erkenntnissen in krankheitsursächliche Erkenntnisse. Das wird erlauben, viel öfter besser, d. h. richtiger und sicherer, zu diagnostizieren und zu behandeln. Ferner erlaubt es, bei Rückfällen immer wieder die jeweils präzise Standortbestimmung durchzuführen, die dann immer wieder zu einer evidenzbasierten Behandlungsoptimierung führen kann. Dies wäre ein gewaltiger Fortschritt in der Medizin for all mankind. Fotos: Dievini; H. Morgan/SPL/Agentur Focus; GR; Hoppegarten INNOVATIONEN Unfallchirurgen auf Sendung S. 32 Politik der kleinen Schritte S. 35 Kolumne: Brückentechnologien S N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 31 Illustration: Martina Wember

17 INNOVATIONEN INNOVATIONEN Gebrochener Schädel, zertrümmertes Becken, gerissene Milz nicht selten erleiden Unfallopfer lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen Schwerverletzte so lautet die Bilanz der Verkehrsunfallstatistik Wenn das Leben nur noch am seidenen Faden hängt, rast die Zeit. Mit jeder Minute Verzögerung rückt der Tod ein Stück näher. Je lückenloser der Informationsfluss zwischen den Unfallhelfern, umso größer sind die Überlebenschancen des Unfallopfers. Wie wichtig der Austausch zwischen den Ärzten ist, betont die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) in ihrem Weißbuch Schwerverletztenversorgung: Die Möglichkeit zur bedarfsgerechten, modernen elektronischen, funktionstüchtigen Kommunikation zwischen den Kliniken der jeweiligen Traumanetzwerke oder auch mit anderen Kliniken, ( ) zum Beispiel Spezialkliniken oder Reha-Kliniken, ist eine grundlegende Anforderung an jedes Traumazentrum, heißt es darin. Deutschlandweit arbeiten knapp 600 Kliniken in 46 Traumanetzwerken bei der Versorgung von Unfallopfern eng zusammen, etwa indem sie ihre Notdienste aufeinander abstimmen oder Mitarbeiter gemeinsam schulen. Die Voraussetzung dafür, dass sie sich nun auch virtuell zusammenschließen können, schuf die Akademie der Unfallchirurgie (AUC), eine Tochter der DGU, mit TKmed: einer Online-Plattform für Telekonsultation und Teleradiologie, über die Ärzte radiologische Bilder, CToder MRT-Aufnahmen, aber auch Befunde und Beurteilungen untereinander austauschen können über die Grenzen einzelner Regionen oder Bundesländer hinweg. Damit ist es zum Beispiel möglich, dass ein Arzt seine Diagnose von einem Kollegen in einem anderen Krankenhaus absichern lassen kann. Muss der Patient in ein spezialisiertes Zentrum, können seine Bilder vorausgeschickt werden, damit sich das dortige Behandlerteam auf ihn vorbereiten, eventuell schon Operationsentscheidungen treffen kann. Eine erste Auswertung an der Universitätsklinik Regensburg hat gezeigt, dass wir im Schockraum dank TKmed 30 Minuten einsparen. Michael Nerlich, Präsident der International Society for Telemedicine Erfolgreicher Vorstoß Zwar gibt es in Deutschland verschiedene teleradiologische Lösungen zur Bildübertragung. Ein System, das die Anforderungen der zeitkritischen Notfallversorgung mit sofortigem Datentransfer unterstützt und dabei alle Datenschutzrichtlinien einhält, existierte bis zum Roll-out von TKmed nicht. Und erst recht keine herstellerunabhängige Lösung, erklärt Michael Nerlich, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg und Präsident der International Society for Telemedicine. Seine Klinik gehört zum Traumanetzwerk Ostbayern, das einen Vorläufer zwei Jahre lang erprobt hatte. Für ihre pragmatische, an klinischen Anforderungen orientierte Lösung räumen die Unfallchirurgen Preise ab: Telematik Award im Bereich Human-Telematik sowie den Karl Storz Telemedizinpreis. Auch Norbert Hosten, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG), die die Entwicklung von TKmed eng begleitet hat, lobt die für die Unfallchirurgen typische Handlungsstärke. Gerade bei verunfallten Patienten ist der digitale Austausch von Bildern sehr wichtig. Doppeluntersuchungen können vermieden, die Strahlenbelastung der Patienten kann reduziert, der Rat von Kollegen ortsunabhängig eingeholt werden. Schnell genug für Notsituationen Mittlerweile ist TKmed im Routinebetrieb, knapp 100 Kliniken machen mit, ständig kommen neue hinzu. Binnen weniger Minuten überträgt das System Bilder in hoher Auflösung. Selbst die Ganzkörper-CT eines Polytraumapatienten benötigt maximal 15 Minuten von A nach B. Der klinische Bedarf dafür besteht schon lange, erklärt Uli Schmucker, AUC-Projektkoordinator. Noch zu oft würden Röntgenbilder mit dem Taxi transportiert, müssten Ärzte auf Bilder warten, würden Doppeluntersuchungen mit unnötiger Strahlenbelastung veranlasst oder muss der Patient in eine andere Klinik. Weil das nicht nur in der Unfallchirurgen auf Sendung Diagnosebilder werden unter Einhaltung des Datenschutzes binnen Sekunden von einer Klinik zur anderen versendet. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat über ihre Online-Plattform TKmed 100 Kliniken vernetzt herstellerunabhängig und über regionale Grenzen hinweg. Von Jana Ehrhardt-Joswig Vorauseilende Informationen können Leben retten. Sie machen das Retten Schwerverletzter vielleicht nicht unbedingt einfacher, aber in vielen Fällen erfolgreicher N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 33

18 INNOVATIONEN INNOVATIONEN Unfallchirurgie so ist, sind längst auch Kliniken, die nicht zum Traumanetzwerk der DGU gehören, an TKmed angebunden. An vielen Kliniken hat sich das System als multidisziplinäre Gesamtlösung etabliert. Am Klinikum Rechts der Isar in München sind beispielsweise zehn Abteilungen an TKmed angekoppelt, erzählt Schmucker. Das macht auch Sinn, ist der Unfallchirurg überzeugt. Wenn ein Krankenhaus in TKmed investiert, warum sollen nicht alle Abteilungen etwas davon haben? So kann eine höhere Ausbaustufe als temporäres PACS genutzt werden. Die Plattform sei nicht nur für Kliniken und Abteilungen, die unmittelbar mit der akuten Versorgung Schwerverletzter zu tun haben, eine gute Option; auch für Reha-Kliniken. Der Erfolg gibt uns Recht. Uli Schmucker koordiniert den Aufbau der Plattform. ÜBERSCHAUBARE KOSTEN Die Grundausstattung (TK-Basis) webbasierter Viewer, mit dem Bilddaten bearbeitet, versendet und empfangen werden können kostet 180 Euro plus monatliche Lizenzgebühren. Wer Bilddaten zum zentralen Server senden sowie Daten in der eigenen PACS-Umgebung empfangen möchte, bucht den TK-Router. Die Software kostet einmalig Euro und eine gestaffelte monatliche Lizenzgebühr zwischen 175 Euro und 375 Euro. Das TK-Gateway vereint die Möglichkeiten von TK-Basis und TK-Router und ermöglicht es außerdem, andere Abteilungen anzuschließen oder TKmed als PACS zu nutzen. Es kostet Euro. Auch hier kommt eine gestaffelte monatliche Lizenzgebühr hinzu zwischen 290 Euro und 490 Euro. Eine Arztpraxis zahlt einmalig 180 Euro für die Anbindung an TKmed und eine monatliche Gebühr in Höhe von 17 Euro. Informationen zu TKmed, zu den einzelnen Ausbaustufen und Kosten finden Sie unter: Die Daten sind sicher Für den Datentransfer gelten strenge Datenschutzbestimmungen. Die Daten laufen mittels End-zu-End-Verschlüsselung über einen zentralen Server in der Nähe von Regensburg. Für die Einwahl am Klinikrechner ist ein Passwort nötig, da TKmed den Rechner erkennt. Zugriff haben berechtigte Ärzte. Wer von einem privaten Rechner aus zugreifen will, muss ähnlich wie beim Online-Banking eine mobile TAN eingeben. Die Bilder werden im DICOM-Format gesendet und empfangen. Es gilt das Prinzip Jeder mit Jedem, das heißt, jeder TKmed-Teilnehmer kann an das gesamte Netzwerk senden und auch von allen anderen adressiert werden. Außerdem gibt es ein Telekonsil-Tool, mit dem standortübergreifende Konferenzen möglich sind. Bei Nerlich in Regensburg findet beispielsweise die morgendliche Röntgenvisite über TKmed statt die Teilnehmer können an ihren Schreibtischen bleiben und die Aufnahmen gemeinsam begutachten. Die Bilder können betrachtet werden, unmittelbar nachdem sie eingetroffen sind, auch wenn das komplette Ganzkörper-CT noch nicht vorliegt. Mitmachen kann jeder, der über einen PC und eine Internetleitung verfügt. Interessenten können zwischen drei verschiedenen Ausbaustufen wählen. Für die Niederlassung ist das rein webbasierte und sehr preiswerte TK-Basis völlig ausreichend. Kliniken empfiehlt Schmucker jedoch die Installation der Software TK-Router oder TK-Gateway. Beide Lösungen arbeiten vollautomatisiert und ermöglichen es unter anderem, die eingehenden Bilder zu verschlagworten. TK-Gateway erlaubt eine Anbindung mehrerer Standorte und die Nutzung als temporäres PACS. Über das Transfer-Gateway ist beispielsweise das Teleradiologie-Netzwerk Rhein-Neckar-Dreieck mit 70 Kliniken angebunden. Die überschaubaren Investitionskosten (siehe Kasten) machen sich schnell bezahlt. Das fängt bei der Portokasse an, so Schmucker. Ein durchschnittliches Großkrankenhaus verschicke am Tag Hunderte Befunde, Epikrisen und Bilder-CDs ein riesiges Einsparpotenzial. Besonders hilfreich ist die Konsilfunktion: Wenn der Spezialist eines anderen Krankenhauses die Bilder eines Patienten beurteilt und zu dem Schluss kommt, der Patient kann bleiben, werden Transport- und Personalkosten eingespart, die beim Verlegen angefallen wären. Zudem kann die Fallpauschale voll abgerechnet werden. Besonders wertvoll ist die gesparte Zeit, wenn die Ärzte die Bilddaten vor dem Patienten in Empfang nehmen und weitere Behandlungsschritte vorausplanen können. Eine erste Auswertung in Regensburg hat gezeigt, dass wir im Schockraum dank TKmed 30 Minuten einsparen, erzählt Nerlich. Da gerade in der Behandlung Schwerverletzter jede Sekunde zählt, kann dieser Zugewinn nicht hoch genug geschätzt werden. Darüber hinaus ermöglicht TKmed auch kleineren Krankenhäusern Leistungen anzubieten, die sie ihren Patienten sonst nicht bieten könnten gerade in strukturschwachen Regionen kann die wohnortnahe Versorgung dank telemedizinischer Anwendungen aufrechterhalten werden, weiß Hosten, der die Telemedizin in der Euroregion Pomerania über die deutsch-polnische Grenze hinweg aufgebaut hat. Kritiker werfen den Unfallchirurgen vor, dass TKmed die Standards der IHE-Initiative ausblendet. IHE das ist die Zukunft, erklärt auch Schmucker. Aber um Standards einhalten zu können, müssten diese zunächst etabliert werden. Sowie dies der Fall ist, werden wir TKmed daran anpassen. Selbstbewusst fügt er hinzu: Unsere Patienten, unsere Ärzte und unsere Versorgungsnetze verlangen eine funktionierende Lösung hier und jetzt und nicht erst in mehreren Jahren. Genau das bietet TKmed. Der Erfolg und die zahlreichen Rückmeldungen der Kliniken geben uns Recht. Fotos: SPL/Agentur Focus; TKmed Politik der kleinen Schritte Mobile Visite ist alles andere als trivial. Weder technisch noch kulturell. Doch wenn sie so konsequent eingesetzt wird wie am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb), dann ist sie ein gewaltiger Schritt in Richtung Patientensicherheit. Von Hans-Christian Bustorf N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 35

19 INNOVATIONEN INNOVATIONEN Das schöne Schlagwort vom papierlosen Büro war kaum in der Welt, da durfte der äquivalente Begriff des papierlosen Krankenhauses ebenfalls Einzug halten in die deutsche Medienlandschaft. Doch was sich so leicht dahersagen lässt, hat bis auf wenige Ausnahmen wenig mit der gelebten Realität in beiden Welten zu tun. Natürlich hat die Digitalisierung Fortschritte gemacht, aber Büros und Krankenhäuser werden nun einmal von Menschen belebt und so viel kann verraten werden noch druckt der Mensch ganz gerne. Ein Umdenken setzt ein, wenn mit der Papierlosigkeit echte Verbesserungen in der Informationslogistik generiert werden. Wenn beispielsweise im Krankenhaus Informationen auf einmal zeitnah, leserlich und ordentlich dokumentiert zur Verfügung (berechtigter) Dritter stehen. Mobile Visite Clash der Kulturen Hat sich in den vergangenen Jahren eine recht ansehnliche digitale Entwicklung in vielen Krankenhäusern vollzogen, blieb ein Bereich doch noch lange Zeit von diesem Fortschritt ausgespart die sogenannte Fieberkurve. Das Papierdokument für die Visite auf Station, in das handschriftlich Informationen zur Patientenbehandlung eingetragen wurden. Doch auch damit könnte jetzt Schluss sein, wie das Beispiel Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) beweist. Hier läuft die mobile Visite seit einiger Zeit tatsächlich papierlos. Darüber hinaus auch noch interdisziplinär und gemeinsam mit der Pflege. Was für andere Industrien womöglich banal klingt für das Biotop Krankenhaus Anordnungen, die früher auf Papier gekritzelt wurden, sind jetzt interpretationsfrei im System abzulesen. Das bringt mehr Sicherheit für Patienten und Ärzte. Felix Katt, IT Leiter ukb ist es eine wirkliche Errungenschaft. Der Weg im ukb dorthin allerdings war lang ging es eigentlich nur darum, Patienten in der ukb-rettungsstelle mobil zu erfassen. Es gab zwei Laptops auf je einem kleinen Schiebewagen, die Pflege füllte elektronisch einen Bogen aus, ebenso der Arzt, im System landete das später in einer Patientenakte. Im nächsten Schritt sollte dieses mobile System erweitert werden für die Stationen. Ziel war Aufnahme- und Entlass-Assessment für die Pflege: Zur besseren Qualitätssicherung sollte die Patientenversorgung elektronisch dokumentiert werden. Recht bald stellte man sich allerdings die Frage, warum nur Pflegekräfte Patientendaten erfassen sollten. Und ob es nicht sinnvoll wäre, dass auch Ärzte auf ein mobiles System zugreifen können am besten auf das gleiche! Am Anfang wurde geschraubt und gedreht Ein dreiviertel Jahr wurde getestet, verworfen, entwickelt, um die mobile Visite alltagstauglich zu machen. Die Akkulaufzeit musste ausreichen, um eine ganze Station einen Tag lang ohne Nachladung bearbeiten zu können, die Wagen sollten höhenverstellbar sein, die Monitorstellung musste veränderbar sein, damit die Ärzte ihre Patienten noch im direkten Blick haben können, erinnert sich Felix Katt, Leiter IT im ukb. Zusammen mit Ingenieuren und Technikern der Herstellerfirma modifizierte man den Visitenwagen nach den besonderen Anforderungen der ukb-experten. Die Visitenwagen konnten dann ab 2012 das mobil, was das Krankenhausinformationssystem (KIS) bislang nur an festen Arbeitsplätzen konnte: in einem gemeinsamen Programm Aufnahme, Auftragsstellung, Befunde, Verlaufsdokumentation, Arztbrief, Entlassung abrufen und bearbeiten. Zwei Probleme waren zu lösen: Es musste auf den Stationen eine lückenlose WLAN-Abdeckung geben, und die mobilen Visitewagen mussten datenschutzgerecht sein. Beides hängt miteinander zusammen. Die lückenlose WLAN-Verbindung ist wichtig, da die Visitenrechner nur über einen Arbeitsspeicher verfügen; die Patientendaten gehen über das Funknetz zu zentralen Servern. Das heißt, es kann zwar der Visitenwagen geklaut werden, nicht aber die Daten denn die sind woanders sicher gespeichert. Überhaupt Datenschutz: Die mobilen Systeme sind so geregelt, dass Ärzte im Normalfall nur auf Patienten ihrer Fachrichtung zugreifen können, Pflegekräfte nur auf ihre Station. Darüber hinaus gibt es Konsil-Anforderungen, und auch Notfallzugriffe sind möglich, werden aber dokumentiert. Patientensicherheit und Zeitersparnis Doch so komfortabel die mobile Visite schon war, noch existierte die Fieberkurve auf Papier. Sie wurde ein Jahr später ins Programm integriert, seitdem werden Blutdruck, Temperatur und Medikation nicht mehr auf Papier erfasst. Für mehr Sicherheit bei Ärzten und Patienten sorgt ein Programm zur Arzneimitteltherapie, das vor Überdosierung oder unerwünschten Wechselwirkungen warnt. Das wirklich Gute ist, dass Ärzte und Pflegepersonal sich auf dem gleichen digitalen Marktplatz treffen und dort alle Informationen finden, die sie suchen, sagt Arnulf Vogel. Der Assistenzarzt in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, der die Entwicklung der mobilen Visite im ukb schon Ärzte und Pflegepersonal treffen sich auf dem gleichen digitalen Marktplatz und finden dort alle Informationen, die sie suchen. Arnulf Vogel, Unfallchirurg lange begleitet, lobt die Zeitersparnis durch die sofortige Visitendokumentation, da eben auch alle Informationen in Echtzeit vorliegen. Mobil können schon im Patientenzimmer Radiolgie-Anforderungen oder Laborbefunde bestellt werden, selbst die Behandlung durch Physiotherapeuten wird im System dokumentiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass Anordnungen, die früher auf Papier gekritzelt wurden, jetzt interpretationsfrei im System abzulesen sind. Auch das bringt mehr Sicherheit für Patienten und Ärzte, sagt IT-Experte Katt. Inzwischen sind auf den Stationen im ukb rund 50 mobile Visitenwagen zu finden. Es geht noch besser Er entwickelt munter weiter: Auf neurologischen und internistischen Stationen sind mehrfach am Tag Visiten vorgesehen. Die Ärzte dort wollen am liebsten nur noch diktieren, damit sie in ihrem Zeitplan bleiben. Doch Sprachsoftware benötigt Rechnerleistung. Was bei fest installierten Computern aufgrund ihrer Rechnerleistung kein Problem wäre, ist bei mobilen Geräten eine echte Herausforderung. Doch den größten Entwicklungsschritt birgt die Integration verschiedener IT-Systeme. Zwar versprechen die Hersteller gerne Schnittstellen-Kompatibilität, die Realität sieht aber meistens anders aus. Der Aufwand, diese anzupassen, ist legendenumwoben und führt längst nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Katt: Die Übertragung der Medikation, die auf den Intensivstationen erfolgt, ist sauber in einem PDMS dokumentiert. Wie schön wäre es, wenn diese Informationen bei Verlegung des Patienten auf eine Normalstation so übergeben werden könnten, dass der Stationsarzt sich die Liste nur anschauen und den aktuellen Bedarf per Mausklick anpassen könnte. Der Kampf gegen die Papierflut geht weiter. Foto: UKB CLASH DER KULTUREN Die mobile Visite hat sich zu weitaus mehr gemausert, als anfänglich avisiert. Aus dem Nebeneinander der Funktionsgruppen ist ein gemeinsames Miteinander der Ärzte und Pflege auf der Station geworden. Durch die Kommunikation und den direkten Informationsaustausch am Patientenbett und die lückenlose, leserliche Behandlungsdokumentation profitieren nicht nur die Abläufe und Rechtssicherheit im Krankenhaus. Der größte Gewinn ist wohl die erhöhte Patientensicherheit, die jedoch auch wieder einen großen Einfluss auf das Unternehmensergebnis hat. Ein schönes Beispiel, wie die IT nicht nur die Kommunikation im Krankenhaus, sondern auch die Prozesse unterstützen kann N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 37

20 KOLUMNE MEINUNG 42 MENSCH VERSUS MASCHINE Aladin Antic, CIO KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantionen e. V. wird an dieser Stelle über real existierende Brückentechnologien zwischen Mensch und IT schreiben. Es ist einer der ältesten Konflikte der modernen Zeit: Mensch versus Maschine. Wir kennen ihn von der Supermarkt-Kasse, vom Rückwärtseinparken, aus Star Wars und dem Terminator, die Musikgeschichte ist voll vom Kampf Unplugged gegen Verstärker, und nicht überraschend kommt es auch in den menschlichsten aller Berufe, den Gesundheitsberufen, häufiger zu Auseinandersetzungen mit demselben Nukleus. Natürlich steht auch hier dann die Fehlbarkeit der Technik am Pranger, nicht aber die der Menschen! Denn höre: Macht die Technik Mist, dann meist aufgrund der mistigen Technik. Macht aber der Mensch Mist, so ist es allermeistens der Irritation geschuldet, die die mistige Technik auslöste. In einem Krankenhaus mit der Technik auf Kriegsfuß zu stehen, ist ähnlich populär wie im Gegenzug die ganze Zeit mit seinem Smartphone rumzuwedeln, und leider genauso nutzlos. Heutzutage kann sich eigentlich niemand mehr leisten, die an viele Orten lebensrettende Technik zu verteufeln schaltet sie ab und werdet eines Besseren belehrt. Warum also lässt man es dennoch so vielen Beteiligten durchgehen? Wir müssen uns die Technik zum Freund machen. Und mit dem IT-Leiter solltet ihr anfangen, ihr Menschen. Illustration: Nina Eggemann MEINUNG Stefan Smers und Ekkehard Zimmer 40 (K)ein Wunschkonzert 44 Katja Kümmel 46 Henning Schneider 48 Kurt Kruber 50 Uta Knöchel 52 Volker Lowitsch 54 Michael Forsting 55 Jürgen Flemming 56 Torsten Grafe 59 Hans Burkard 60 Frank Kriege 62 Markus Stein 64 Adrian Schuster 66 Marc Oertle 68 Harald Dormann 70 Gunther Nolte 72 Michael Thoss N 1 HIMSS Europe 42 N 1 HIMSS Europe 39 Illustration: Martina Wember

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