Audit Journal. Zeitschrift des Instituts für Interne Revision Österreich - IIA Austria. Institut für Interne Revision. Audit Journal IIA 07

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1 IIA 07 Institut für Interne Revision Zeitschrift des Instituts für Interne Revision Österreich - IIA Austria ERFA / in Graz Interne Revision zwischen Vorstand und Aufsichtsrat - Wie entwickeln sich die Überwachungsstrukturen in Österreich? Was hat das URÄG 2008 gebracht? Arbeitskreis Wirtschaftskriminalität Let s talk Audit erstmalig in Graz News aus den Arbeitskreisen Artikel: Anonyme Vorwürfe ein Fall für den Papierkorb? Die CBOK-Reports sind erschienen Buchbesprechung: Die automatische Korruption (Dr. Ilan Fellmann) Nachruf: Dkfm. Dr. Josef Kondor Enquete 2011 Kommende Veranstaltungen Neue Mitglieder Heft 1 / April 2011

2 ERFA Interne Revision zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Wie entwickeln sich die Überwachungsstrukturen in Österreich? Was hat das URÄG 2008 gebracht? am in Graz Verleihung des ersten österreichischen Diploms Diplomierter Interner Revisor!

3 Das vom Arbeitskreis Energiewirtschaft gestaltete Frühjahrs-ERFA unter dem Tagungsvorsitz von Dr. Markus Fally, Leiter der Internen Revision der Energie Steiermark AG, stand ganz im Zeichen des Verhältnisses der Internen Revision zur obersten Organisationsleitung und zum Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss. Zweieinhalb Jahre nach der Jahrestagung zum Thema Unternehmensrechtsänderungsgesetz 2008 im Pichlmayrgut sollte die Tagung mit Erfahrungsberichten, legistischen Betrachtungen und ganz besonders mit dem Originalton von Top- Managern und Prüfungsausschussmitgliedern ein URÄG-Update bieten. Das für die Interne Revision zuständige Vorstandsmitglied der Energie Steiermark AG, Dipl.-Ing. Olaf Kieser, legt als Keynote- Speaker zum Thema Spannungsfeld Aufsichtsrat Vorstand - Interne Revision die Basis. Die neuen strategischen Herausforderungen, die auf die Energiebranche zukommen, bedingen auch eine hohe Qualität der Internen Revision als schlagkräftiges Instrument des Vorstandes. Das bleibt sie natürlich trotz der mit URÄG erweiterten Aufgaben des Prüfungsausschusses. Ein hohes mit Kompetenz gebündeltes Selbstbewusstsein mit entsprechenden Social Skills, aber auch Konfliktfähigkeit gehören zu den Revisionsanforderungen ebenso wie die selbstkritische Reflexion und ständige Weiterentwicklung. Nach seiner Meinung wird für Vorstände und Aufsichtsräte die Bedeutung von Berufsqualifikationen wie CIA oder diplomierter Interne Revisor sowie von Quality Assessments deutlich zunehmen. Ein verantwortungsbewusstes modernes Management sorgt für eine leistungsfähige Interne Revision und setzt sie auch entsprechend ein. Die gute Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat ist wichtig! Klar ist aber, dass die unternehmerische Verantwortung beim Vorstand liegt und die Revisionsaktivitäten in Richtung Prüfungsausschuss mit dem Top-Management abgestimmt sein müssen. Markus Fally widmet sich in seinem Vortrag dem Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss als Überwachungsorgan in der Wirtschaft und stellt den Weg der E in der Grundsatzinformation und der laufenden Berichterstattung an die Prüfungsausschüsse im Konzern dar. In der URÄG-Umsetzung haben sich Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement und Interne Revision unter der Koordination des für AR- Angelegenheiten zuständigen Konzernrechts zu einer gemeinsamen schriftlichen und persönlichen Darstellung des Status Quo zusammengefunden und so eine gute Vertrauensbasis geschaffen. Aus Revisionssicht ist neben der laufenden Berichterstattung über Planung und wesentliche Findings die Verdeutlichung eines ständigen Weiterentwicklungs- und Optimierungsprozesses wichtig. Abschließend wirft Fally noch die Fragen für den Tagungsfortgang auf, warum die Interne Revision im URÄG nicht gesetzlich verankert wurde, wieweit der Zugriff des Prüfungsausschusses auf die Interne Revision gehen kann und worauf die Interne Revision in Konfliktsituationen und Loyalitätsfragen besonders achten müsse? AMA-Revisionschef Mag. Hans-Peter Lerchner führt die große Vielfalt an Überwachungsorganen im öffentlichen Bereich vor Augen, geht dann auf den Spezialfall AMA sowie auf interessante Entwicklungen in Schottland, der EU sowie der neuen Mitgliedsstaaten ein. Bundesministerien, Ämter der Landesregierungen, Städte, Rechnungshöfe aller Ebenen, Staatsaufsichten, die EU-Kommission und deren Behörden, Kontrollausschüsse, ISO-Auditoren usw. bilden ein buntes Kaleidoskop an Partnern mit Kontrollaufgaben. Die Darstellung der besonderen Situation der AMA, des Internen Auditdienstes der EU als eigene Generaldirektion sowie die durchaus strengen Anforderungen an neue Mitgliedsstaaten runden das komplexe Bild von Überwachung im öffentlichen Bereich ab. Dann lässt Mag. Karin Gastinger, Bundesministerin für Justiz a. D. und Director sustainable Solutions und Public Sector, mit ihrem sprichwörtlichen Temperament die Gesetzwerdung von URÄG, aber auch des ihr besonders am Herzen liegenden Verbandsverantwortlichkeitsgesetzes Revue passieren, das trotz seiner Bedeutung für das IKS in den Unternehmen noch nicht so richtig wahrgenommen wird. Neben der Stärkung und Professionalisierung des Aufsichtsrates, der Entwicklung der Überwachungssysteme und der Transparenz sowie Konsistenz der Finanzsysteme hat sich der Gesetzgeber auch wesentliche Nachhaltigkeitseffekte erwartet. Gastinger meint, das die Umsetzung aber doch sehr stark Marketing- und Investors-Relations-getrieben und ein gewisser Hang zur Behübschung gegeben ist. Auch die Rolle der Internen Revision ist nicht ausreichend geklärt. Sie greift Fallys Frage nach der gesetzlichen Verankerung der Internen Revisi- IIA 07 Institut für Interne Revision Seite 1

4 on auf und meint, dass hier gezieltes Lobbying, besonders durch das IIAÖ notwendig wäre, um den LegistInnen ein klares Bild von der Position und Arbeit der Revision zu vermitteln. Fazit: Ziele teilweise noch nicht erreicht! Dann stellt Mag. Michael Nayer, Partner KPMG und einer der profiliertesten URÄG- Experten im Wirtschaftsprüferbereich, der schon bei der Jahrestagung 2008 den Ausblick gegeben hat, den aktuellen Status Quo dar. Von den Zielsetzungen Ausweitung der Aufgaben der Überwachungsorgane, neue Verpflichtungen des Managements und schärfere Regeln für den Abschlussprüfer ausgehend, widmet er sich eingehend dem veränderten Rollenbild der Internen Revision weg von den klassischen Revisionsaufgaben zu einer zukunftsgerichteten Überwachung und Begleitung von Unternehmensentwicklungen und aufgaben. Das Internal Audit ist maßgeblich in die Ausrichtung Interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme eingebunden. Da die Revisionen in Zukunft noch stärker in den Fokus geraten, wird es auch zu einer stärkeren Tendenz zu Qualitätssteigerung und Professionalisierung kommen. Nayer sieht im Zwiespalt zwischen formaler Erfüllung und sinnvoller praxisbezogener Anwendung viele positive Effekte in der stärkeren Vernetzung der Systeme und der Diskussion über den Wert technischer Kontrollen und verantwortungsbewusster Mitarbeiter. Mit der Steigerung der Transparenz und der intensiveren Auseinandersetzung mit Governance-Themen ist jedenfalls ein deutlicher URÄG-Nutzen spürbar. In Vertretung des Konzernrevisionschefs der OMV, Ernst Petri, berichtet Mag. Margit Kupferschmidt nach der Darstellung der OMV als nachhaltiges Unternehmen über die URÄG- Umsetzung in Österreichs größtem Konzern. Der Kontakt zwischen Audit und Aufsichtsrat in der OMV ist traditionell sehr eng, aber obligatorisch mit dem Vorstand abgestimmt. Während in der Vergangenheit der AR-Vorsitzende Einschau in Audit Reports, die vom Revisionschef erläutert wurden, gehalten hat, nimmt dieser nun an allen Prüfungsausschusssitzungen teil und berichtet quartalsweise an die Prüfungsorgane. Die wesentlichen Rückfragen des Audit Committee betreffen die Sicherstellung der Audit Qualität, die Qualifikation der Mitarbeiter, die Vollständigkeit des Risk Universe, die Einhaltung von IIA-Standards, aber auch die Einschätzung der IKS-Qualität im Unternehmen, daher war die erfolgreiche Absolvierung eines External Quality Assessments für die OMV-Revision besonders wichtig. Auch die Erfahrungen der OMV zeigen, dass sich das Verhältnis zwischen Aufsichtsrat und Interner Revision durch das URÄG deutlich intensiviert hat. Mag. Fritz Hinterhölzl, Leiter der Internen Revision der Energie AG Oberösterreich, stellt in seinem Vortrag IKS - ein praktischer Ansatz im Konzern das Projekt seines Unternehmens zur Erarbeitung eines einheitlichen IKS- Verständnisses samt Aktionsplan dar. Die Erfassung und Beschreibung der Prozesse, das Entwickeln von Maßnahmen und Kontrollaktivitäten, das Festlegung von Verantwortlichkeiten, die Prozess-Überwachung und das Reporting stellen die Projektmeilensteine dar, die in einem IKS-Reifegradmodell münden. Mit dem aktuellen System, das von der Revision gepflegt und aktualisiert wird, konnten schließlich folgende Ziele erreicht werden: Konzernseitig ist vorgesorgt, dass die Gesellschaften über ein Standardisiertes IKS gemäß gesetzlichen Forderungen verfügen. Ein standardisiertes IKS mit dem vom Wirtschaftsprüfer geforderten Mindestreifegrad ist gegeben. Kontrollen sind in den Prozessen integriert. Verantwortung und Zuständigkeit sind definiert. Die Nachvollziehbarkeit der Kontrolltätigkeit ist gegeben. Kontrollen werden kommuniziert. In der abschließenden Podiumsdiskussion unter Leitung von Verbundrevisionschef Mag. Thomas Goldstein erörtern Mag. Karin Gastinger, Generaldirektor Mag. Markus Mair, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Steiermark und einer der wichtigsten Vertreter der jüngeren Managergeneration, und Dr. Günter Riegler, Stadtrechnungshofdirektor der Landeshauptstadt Graz und Prüfungsausschussvorsitzender der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft, die Erwartungen von Topmanagement und Aufsichtsrat an die Interne Revision. Professionalität, unternehmerisches (Mit-)Denken und eine starke betriebswirtschaftliche Ausrichtung sind gefordert, aber Seite 2

5 auch längerfristiges Denken und persönliche Skills in der Revision sollen die nachhaltige Unternehmensentwicklung und eine ökonomisch sinnvolle Kontrollkultur sicherstellen. Eine gesetzliche Verankerung der Internen Revision wird eher vorsichtig beurteilt, ist aber für Großunternehmen vorstellbar. Das Bestehen einer Revision stellt für die Prüfungsausschüsse jedenfalls einen Vorteil dar, weil sie sich auf die gebündelte Information zu Risken und Kontrollprozessen stützen können. Immer wieder wird auf die Bedeutung der Qualität von Revisoren, im Besonderen von Revisionschefs und Kiesers These gestützt, dass die Interne Revision nach kompetenten, selbstbewussten, couragierten Mitarbeitern verlangt und das letzte Aufgebot dort nichts verloren hat. Mit ein bisschen Mut hat die Tagungsleitung zu den Vorträgen die Umsetzung eines Modells der Electricité de France zur effizienten Fragestellung per SMS gewagt (kurze, konzentrierte Fragestellung, die kompakte Antwort erleichtert; allfällige Scheu zu Fragen fällt weg; alle Fragen werden erfasst; klare Visualisierung für alle Teilnehmer). Das Institut für Interne Revision Österreich dankt der Energie Steiermark AG für die Einladung. Die Veranstaltung fand in den sehr schönen und perfekt ausgestatteten (Konferenz-) Räumlichkeiten am Standort der E in Graz statt. In den Pausen konnte da der Wettergott Einsehen hatte und nach dem morgendlichen Regen wieder die Sonne schien - von den Terrassen auch der interessante Blick über Graz genossen werden. Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ERFA in Graz zeigen uns, dass die Themenwahl auf großes Interesse bei unseren Mitglieder gestoßen ist. Aufgrund der gewaltigen Nachfrage wird erstmals ein ERFA mit weitgehend gleichem Inhalt wiederholt. Wir freuen uns, die bereits angemeldeten Revisorinnen und Revisoren am im Don-Bosco- Haus in Wien begrüßen zu können. Mag. Eva Weiszgerber IIA 07 Institut für Interne Revision Nach sperrigem Beginn hat sich das von der IT der Energie Steiermark AG weiterentwickelte SMS-System sehr gut bewährt und zum straffen, pünktlichen Ablauf der Tagung maßgeblich beigetragen. Dr. Markus Fally Seite 3

6 Arbeitskreis Wirtschaftskriminalität am in Graz Am Vortag des in Graz stattfindenden ERFA s zum Thema Interne Revision zwischen Aufsichtsrat und Vorstand tagte der AK Wirtschaftskriminalität erstmalig als Gast in der Steiermark. Dank des Einsatzes von Kollegen Keck durften wir eine sehr freundliche Matthias Kopetzky Aufnahme in der Landesstelle Steiermark der PVA erfahren, deren direkt beim Hauptbahnhof Graz gelegenes Haus sich ideal auch für die öffentliche Anreise eignete. Rund 20 KollegInnen reisten am Mittwoch, dem 16. März 2011, auch pünktlich um an, wir konnten auch einige Neuzugänge begrüßen. Thema und Vortragender versprachen diesmal einen besonders spannenden Arbeitskreis, ging es doch um Interviewtechniken zur Befragung von Tatverdächtigen im Rahmen von Sonderuntersuchungen. In seiner Begrüßungsrede wies der leitende Angestellte der Landesstelle Steiermark der PVA, Hr. Dir. Josef Radl, auf sein großes Verständnis für die Interne Revision, der er selbst in früheren Jahren angehörte, hin. Josef Radl Dass vor Ort alles bestens organisiert war, dafür sorgte der Leiter der Koordinationsstelle der LS STMK der PVA, Hr. AL August Kapun, der die AK-Teilnehmer persönlich empfing. Und so kam es zu einer der wohl spannendsten AK Sitzungen bisher. Ohne die bei Meetings schon zum Standard gewordenen Powerpoint- Präsentation, organisierte Kollege Fromm einen Vernehmungstisch.Unter unmittelbarer Beteiligung von sich freiwillig meldenden AK-TeilnehmerInnen wurden Interview-Setup und Interview-Situationen live durchgespielt. Mag. Bernhard Fromm von der GRAWE, der für diese Thematik schon von seiner beruflichen Erfahrung her prädestiniert ist, (er kommt aus dem Polizeidienst und war im Bundeskriminalamt in Wirtschaftsfällen tätig), hatte sich als Vortragender, Moderator und Coach zur Verfügung gestellt. Bernhard Fromm Jeder Schritt wurde geübt, jede Szene unmittelbar im Anschluss von allen TeilnehmerInnen analysiert und auf Verbesserungsmöglichkeiten und NoGo s untersucht. Kollege Fromm, der im Rahmen der Akademie für Interne Revision für ein jährlich einmal angebotenes und meist rasch ausgebuchtes Interview-Seminar, zusammen mit dem ebenfalls vom BKA kommen- Seite 4

7 den Dr. Salomon, verantwortlich zeichnet, wies auf die Tricks und Kniffe schon bei der Vorbereitung auf Interviews, das Setting im Befragungszimmer und die richtige Positionierung von Teilnehmern an der Befragung (z.b. Vorgesetzte, Betriebsrat, Vertrauenspersonen, Protokollführer, etc) hin. Die Art und Weise der Protokollführung, wie diese Strafverfolgungsbehörden praktizieren, wurde besonders intensiv diskutiert, wobei der pragmatischen Umsetzung dieses Orientierungs-Leitfadens verstärktes Augenmerk zukam. Dass ein Wortprotokoll nicht unbedingt erwünscht (sogar kontraproduktiv im Sinne der Lesbarkeit) ist und ausschließlich der Befragende das Protokoll diktieren solle, wurde für wesentlich erachtet. So wurden aus ursprünglich geplanten 90 Minuten volle zweieinhalb Stunden intensiven Interview-Trainings, das wahrlich bei vielen Teilnehmerinnen Lust auf mehr weckte. minre/fuehrungsseminare/index.php?id=1375# O1375 Im Anschluss an die Ausführungen von Kollegen Fromm berichtete der AK-Leiter Dr. Matthias Kopetzky von den Highlights der sehr spannenden und äußerst gut besuchten Fraud- Tagung des deutschen IIR in Fulda. Einige der Vorträge werden auf der Homepage des AK Wirtschaftskriminalität zur Einsicht bereitgestellt. Besonders hervorgehoben wurden folgende Vorträge Abschließend berichtete Hr. Mag. Dr. Kopetzky von dem in Vorbereitung befindlichen Forschungsprojekt des Instituts Interne Revision Austria zum spannenden Thema Gender&Corruption. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll nach Möglichkeit in ganz Europa bei RevisionskollegInnen erfragt werden, in welcher geschlechterspezifischen Zusammensetzung ihnen Korruptionsfälle in ihrer beruflichen Praxis unterkamen und ob sie der Meinung sind, dass die geschlechtermäßige Durchmischung in Arbeitsumgebungen - beginnend vom Team bis zum Konzern - eine Auswirkung auf die Korruptionsneigung dieser Einheiten haben könnte. Das österreichische Bundesamt für Korruptionsbekämpfung (BAK) hat bereits die Unterstützung und Teilnahme zugesagt (befragt werden sollen auch damit befasste Polizeieinheiten). Mit dem ECIIA, unserer europäischen Dachorganisation laufen noch die Gespräche, da dieses Forschungsprojekt das Potential hat, auch auf europäischer Ebene als Institut Interne Revision deutlich und hörbar aufzuzeigen. Der nächste AK Wirtschaftskriminalität wird im Juni statt finden und es steht (noch nicht entschieden) das Thema Informationsbeschaffung im Ausland durch spezialisierte Drittunternehmen zur Auswahl. Sowohl für den Termin wie auch die Themenauswahl ergeht noch ein separates Mail. Über Einladungen durch Bereitstellung von Tagungsräumlichkeiten freut sich Ihr AK-Leiter Mag. Dr. Kopetzky immer IIA 07 Institut für Interne Revision - RA Dr. Helmut Görling, welcher über die Wiederbeschaffung unterschlagener Vermögenswerte auch im Ausland berichtete - Thilo Weichert, welcher als Datenschutzbeauftragter des Bundeslandes Brehmen in Deutschland als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet gilt - Kollege Roland B. Wörner, Head of Fraud & Recovery Global Claims bei der Zurich Insurance Company Ltd, welcher über erfolgreiche Strategien des Claims Fraud Managements berichtete. - Hingewiesen sei auch auf den Schlussvortrag von Kollegen Fellmann mit grundsätzlichen Ausführungen zu Korruption und Fallbeispielen. Dr. Matthias Kopetzky, CIA Wolfgang Keck Fotos: Seite 5

8 Let's talk Audit erstmalig in Graz Das erste Let's talk Audit im Jahr 2011 fand auf Einladung der Energie Steiermark AG in deren Räumlichkeiten in Graz statt. Die Veranstaltung, welche gemeinsam vom Institut für Interne Revision mit der Firma Ernst & Young organisiert wird, widmete sich diesmal dem Thema "CSR / Nachhaltigkeit auf dem Prüfungsplan der Internen Revision!? Luxus oder Notwendigkeit". Aufbauend auf die breite Diskussion im Rahmen der Jahrestagung 2010, die sich bereits dem Thema "Corporate Social Responsibility (CSR) und Interne Revision" gewidmet hatte, war mit Spannung zu erwarten, was die Interne Revision im Speziellen zu CSR beitragen kann. Für ein Impulsreferat konnte Herr Dr. Peter Winkler gewonnen werden, der über eine Initiative seines Unternehmens Familienunternehmens Faircheck Schadensservice GmbH als nachhaltigen Beitrag zur Umwelt als auch Nutzen für die Gesellschaft berichtete. Über diese Initiative werden defekte Elektrogeräte aus Schadensregulierungen an Ausbildungsstätten für Langzeitarbeitslose zur Reparatur vermittelt, um diese anschließend an sozial Bedürftige weiterzugeben. Defekte Geräte müssen somit nicht mehr entsorgt werden, sondern können in Folge Elektrogeräte von sozial benachteiligten Menschen günstig erworben werden. Für diese Initiative wurde Faircheck 2010 für einen Trigos-Preis, die Auszeichnung für Unternehmen mit Verantwortung, nominiert. Ausgehend von diesem beeindruckenden Beispiel einer Einzel-Initiative für nachhaltiges Handeln fand zwischen den anwesenden Revisionsleiterinnen und leitern eine lebhafte Diskussion statt, wie nachhaltiges Handeln Teil der Unternehmensphilosophie werden kann und was die Voraussetzungen dafür sind. Aufbauend auf weitere Beispiele aus dem persönlichen, aber auch beruflichen Umfeld gilt es zusammenfassend festzuhalten, dass Einzelinitiativen auch in größeren Unternehmen Impulsgeber für nachhaltiges Handeln sind und damit sowohl bei der Geschäftsführung als auch bei den Mitarbeitern Auslöser dafür sein können, nachhaltiges Handeln in den Vordergrund zu stellen und persönliches Interesse hintanzuhalten. In diesem Kontext hat die Frage "CSR / Nachhaltigkeit auf dem Prüfungsplan der Internen Revision Luxus oder Notwendigkeit jeder für sich selbst zu beantworten. Jedenfalls sollte über erfolgreiche Beispiele kommuniziert werden, um nachhaltiges Handeln weiterzutragen. Problematisiert wurde auch, inwiefern Unternehmen CSR-Initiativen auch als nachteilig erleben können, wenn nämlich konkrete Unternehmensaktivitäten mit postulierten CSR- Versprechen wirklich oder scheinbar kollidieren. Hier scheint die Rolle der Internen Revision von besonderer Bedeutung, da diese zeitgerecht auf solche intern wohl viel früher als durch die Öffentlichkeit wahrgenommene Diskrepanzen und die damit möglicherweise verbundenen Imageprobleme hinweisen kann. Gerade CSR- Versprechen in Unternehmen sollten deshalb unter besonderer Beobachtung durch die Interne Revision stehen. Wir danken der Energie Steiermark AG für die Einladung und der Firma Ernst & Young für die Vorbereitung und Unterstützung der Veranstaltung. Mag. Birgit Fahrnberger Seite 6

9 News aus den Arbeitskreisen An dieser Stelle wollen wir Ihnen künftig regelmäßig, kurz und bündig allerlei Interessantes aus den einzelnen Arbeitskreisen des Instituts für Interne Revision Österreich berichten. Sie sollen dadurch einen Eindruck bekommen, was Thema in den AK war oder aktuell ist bzw. womit sich die TeilnehmerInnen dieser AK befassen werden. Vielleicht wird dadurch auch Ihr Interesse geweckt, selbst etwas beizutragen, sei es durch Ihre Teilnahme, durch Ihren Input oder auf eine sonstige Weise. IIA 07 Institut für Interne Revision Mag. Eva Weiszgerber AK Privatversicherer Mitte April, voraussichtlich in der Woche 11. bis 15. April, steht die erste Sitzung 2011 des Arbeitskreises der Privatversicherer an! In bewährter Weise setzen wir auch 2011 die Tradition fort - wir tagen am Vortag bzw. im Anschluss an Revisionsveranstaltungen, wie im April unmittelbar nach der Sitzung des Komittes für Interne Revision und Kontrolle im Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs. In der Sitzung im September letzten Jahres in Alpbach hat sich ein Thema herauskristallisiert, das in der Folge in einer kleinen Teilnehmerrunde als temporäre Unterarbeitsgruppe bearbeitet wurde bzw. wird - das Thema "Compliance" bildet somit einen Schwerpunkt unserer nächsten AK-Sitzung im April. Die Unterarbeitsgruppe hat sich neben den gesetzlichen Grundlagen zur Compliance-Funktion mit den Prüfungsverpflichtungen der Internen Revision und möglichen Kompetenzüberschneidungen und Schnittstellen befasst. Ziel ist es unter anderem vor allem das Verständnis der gesetzlichen Mindestanforderung an Compliance herauszuarbeiten. Die am 18. und 19. Mai in Wien bevorstehende 4.Dreiländer-Konferenz der Internen Revision der Versicherungswirtschaft (Deutschland, Schweiz und Österreich) und hier vor allem das Tagungsprogramm werden ebenso Thema in der AK-Sitzung im April sein. Ein weiterer wesentlicher Tagesordnungspunkt wird - wie immer sehr wichtig- der Erfahrungsaustausch zu aktuellen Prüfungsthemen aus der Praxis sein. Ein breites Themenspektrum wartet auf die Teilnehmer und bietet die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen zu einzelnen Prüfungsthemen sowie zu Prüfungsmethoden. Die Terminankündigung zur nächsten AK-Sitzung finden Sie in den nächsten Wochen auf der Webseite des Instituts! Mag. Angela Witzany, CIA AK New Auditors Datenschutz und Interne Revision Die Thematik Datenschutz hat nicht nur aufgrund der Geschehnisse in Deutschland und Österreich bedeutende Auswirkungen auf die Arbeit jeder Internen Revision. Daten sind eine der wichtigsten Grundlagen für viele Prüfungshandlungen und der Umgang mit diesen Daten kann eine(n) interne(n) Revisor(in) sehr rasch mit dem Datenschutzgesetz und sonstigen rechtlichen Bestimmungen in Kontakt, wenn nicht gar in Konflikt bringen. Der Arbeitskreis New Auditors hat sich für das Jahr 2011 dieses Thema für eine weitere Behandlung vorgenommen. Konkret ist geplant im Rahmen einer Arbeitsgruppe ein Leitfaden für Interne Revisoren zu erstellen, um uns allen eine Landkarte in die Hand zu geben um die damit verbundenen Klippen Seite 7

10 sicher zu umschiffen. Neben den Arbeitskreismitgliedern sind auch andere Mitglieder des Instituts herzlich eingeladen, sich an der Arbeitsgruppe zu beteiligen. Wir planen auch die Einbindung externer Experten zum Datenschutz. Als Ergebnis der Arbeitsgruppe sollte ein Leitfaden für alle Mitglieder entstehen. Ein erstes Brainstorming hat bereits die folgenden Themen ergeben: Analyse personenbezogener Daten, Massendatenanalysen, Umgang mit datenschutzrechtlich relevanten Prüfungsunterlagen, Übermittlung und Verarbeitung von Konzerndaten, Dokumentation von SAP-Abfragen, Verwendung von Mitarbeiterdaten im Rahmen einer Fraud-Prüfung (Daten auf Laptop, Accounts etc.), Auswertung von Aufzeichnungen (Video-, Audiodaten etc.), Zusammenarbeit mit anderen betrieblichen Instanzen (Datenschutzbeauftragter, Compliance- Officer, Betriebsrat etc.), Rechte (nicht nur Pflichten) der Revisoren bei Prüfaufträgen, Prüfauftrag als Rechtfertigung für überwiegendes Interesse vs. Interesse des einzelnen Mitarbeiters etc., Exkurs: österreichische Gesetzeslage vs. deutsche Gesetzeslage: juristische Person kann in Österreich auch Betroffener sein. Rückmeldungen wegen Interesse der Mitarbeit sind bitte an Fr. MMag. Gabriele Holzer, CIA zu richten. Mag. Hans-Peter Lerchner, CIA, CISA Leiter des AK New Auditors SAP- Arbeitskreis Für den 34. SAP-Arbeitskreis am 2. März 2011 konnten wieder einige Kollegen mit interessanten Vorträgen gewonnen werden. Neben einem Praxisbericht, bei dem sich Mag. Gerold Furtner und Heinrich Fürnhammer von der Energie AG Oberösterreich mit dem Thema IKS bei der Energie AG OÖ befassten, stellte Wolfgang Pichl von der "s IT Solutions AT Spardat GmbH" einen Überblick über unbekannte Bordmittel für Audit und Administration in SAP vor. Dietmar Grabher von der Zumtobel AG hat eine Umfrage über die im Revisionsalltag hauptsächlich verwendeten SAP Transaktionen und Programme durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, eine Vergleichsbasis zu gewinnen und daraus Empfehlungen für die Ausgestaltung der Berechtigungen für Revisoren zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden ebenfalls im Rahmen des SAP-AK's vorgestellt. Ein Erfahrungsaustausch über durchgeführte und geplante Prüfungen rundete die Veranstaltung ab. Mag. (FH) Wolfgang Böhm Seite 8

11 Anonyme Vorwürfe ein Fall für den Papierkorb? Anonym vorgebrachte Vorwürfe sind in vielen Unternehmen immer wieder ein Thema wie ist mit solchen Vorwürfen umzugehen? Vielerorts wird die Meinung vertreten, dass Vorwürfen, in denen der Beschwerdeführer keine persönlichen Angaben zu seiner Person macht, nicht nachgegangen werden soll. 1 Unternehmen sollten diese Meldungen jedoch ernst nehmen und sich mit anonymen Vorwürfen gezielt auseinandersetzen. 2 Die Verfolgung anonymer Vorwürfe dient dem Schutz des Unternehmens vor Vermögensschäden sowie der Vermeidung von Imageschäden aber gegebenenfalls auch dem Schutz des/der beschuldigten Mitarbeiter/s. Bearbeitung durch die Interne Revision Seitens der Geschäftsführung wird in vielen Fällen die Interne Revision federführend mit der Bearbeitung anonymer Vorwürfe beauftragt. Dabei sollte die Interne Revision nach einem festgelegten Procedere in Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen (zentralen) Stellen und den Führungskräften vor Ort vorgehen. Ziel ist eine sachliche Beurteilung, in der es darum geht, die Sachverhalte zu objektivieren und sowohl Belege für als auch wider den Vorwürfen zu recherchieren. Die Befürchtungen des Beschwerdeführers sollen ernst genommen werden, aber auch die Beschuldigten zu Wort kommen. Anonyme Vorwürfe und ihre soziale Dimension Unabhängig davon, ob sich anonyme Vorwürfe bestätigen oder nicht, ihnen voran geht oft eine Geschichte, die von aktueller Unzufriedenheit mit der (Arbeits-)Situation bis zu latenten, zum Teil aber auch bereits eskalierten Konflikten reicht. Auf diesen Aspekt anonymer Vorwürfe sind die folgenden Ausführungen fokussiert. Um die soziale Dimension anonymer Vorwürfe zu erfassen, gilt es neben der sachlichen Auseinandersetzung mit den Inhalten auch einen Blick auf deren Hintergründe zu werfen. Aber auch eine Kultur der offenen Kommunikation bezüglich der anonymen Vorwürfe sowie der Ergebnisse aus deren Aufarbeitung soll unter Einbindung der Ursachen gewährleisten, dass schon lange bestehende Konflikte bearbeitet und einer befriedigenden Lösung zugeführt werden können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Probleme momentan gelöst scheinen, der eigentliche Konflikt an sich aber bestehen bleibt bzw. nur verschoben wird und ein neuerliches Aufflammen vorprogrammiert ist. Sachliche Auseinandersetzung mit der Kritik an Führungsverhalten Verfolgt man die Inhalte anonymer Vorwürfe der letzten Zeit, so mehren sich jene, die das (Führungs-)Verhalten von Vorgesetzten in Frage stellen. 3 Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Führungskräfte im Rahmen der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Verantwortung Entscheidungen treffen, die den Interessenlagen einzelner Mitarbeiter eventuell widersprechen. Dieser Umstand führt manchmal auch zu Missverständnissen, da der Mitarbeiter von seiner Position aus vielleicht keine umfassende Sicht auf die Gesamtabläufe oder etwaige Vereinbarungen hat und die vermeintlich strittige Sachlage nicht richtig eingeschätzt wird bzw. werden kann. Daher sollen Entwicklungen vermieden werden, die eine fachliche Entscheidung der Führungskräfte durch globale Kritik an ihrem Führungsverhalten in Frage stellt. Durch gezielte Maßnahmen ist sowohl den Bedenken des anonymen Beschwerdeführers Beachtung zu schenken, als auch die Führungskraft zu unterstützen, bis der Vorhalt eindeutig geklärt werden konnte. Diese Phase der Analyse stellt natürlich eine große Herausforderung dar, da hier besonders sensibel vorzugehen ist. In derartigen Situationen sind die verschiedensten Instrumentarien zur Klärung angebracht, wie IIA 07 Institut für Interne Revision 1 Vgl M. Nylenna u. a., Handling of scientific dishonesty in the Nordic countries, The Lancet 354, Nr (1999): Vgl N. Domke und M. Stehr, Ignorieren oder vorbereiten, Schutz vor Antitrust Verst\ö\ssen durch Compliance -Programme (2008): Vgl I. H.J Mayer, Mitarbeiter-und Kundenbefragungen, ZfAW, Nr. 4 (2000): 64. Seite 9

12 die Abhaltung von Workshops in den betroffenen Organisationseinheiten oder gezielte Befragungen zur Zusammenarbeit und Führung im Team, um die im Raum stehenden Vorwürfe zu objektivieren. Ferner soll durch diese sachliche Auseinandersetzung sowohl das Unternehmen als auch der betreffende Mitarbeiter auf etwaige weitere Aktivitäten des Beschwerdeführers, wie die Weiterleitung der Vorwürfe an Stellen außerhalb des Unternehmens (z. B. politische Vertreter, Rechnungshof) oder öffentlichkeitswirksame Schritte, vorbereitet werden. erkannt und der Geschäftsführung zur Entscheidungsfindung rückgemeldet wird, im Sinne einer lernenden und sich weiterentwickelnden Organisation. Mag. Birgit Fahrnberger Deeskalation durch Information Eine offene Informationspolitik über Inhalte und Ergebnisse der Recherchen zu anonymen Vorwürfen in den betroffenen Organisationseinheiten kann zur Deeskalation beitragen und signalisiert auch dem Beschwerdeführer, dass seine Vorwürfe gehört und ernst genommen werden. Wichtig ist auch, dass sich Organisationseinheiten wie Interne Revision, Personal, Qualitätsmanagement sowie Recht und Risikomanagement regelmäßig austauschen um etwaige systemübergreifend notwendiger Schritte zu beraten. Damit soll sichergestellt werden, dass keine momentanen Lösungen vorgehalten werden, sondern ein genereller Handlungsbedarf Literatur: Domke, N., und M. Stehr. Ignorieren oder vorbereiten. Schutz vor Antitrust Verst\ö\ssen durch Compliance -Programme (2008). Mayer, I. H.J. Mitarbeiter-und Kundenbefragungen. ZfAW, Nr. 4 (2000). Nylenna, M., D. Andersen, G. Dahlquist, M. Sarvas, A. Aakvaag, und others. Handling of scientific dishonesty in the Nordic countries. The Lancet 354, Nr (1999): Seite 10

13 Die CBOK-Reports sind erschienen! IIA 07 Institut für Interne Revision Die Reports der großen CBOK Umfrage aus dem Frühjahr 2010 sind nun verfügbar. Mitglieder können sich die Detail-Reports GRATIS downloaden. Einfach auf der Website des IIA-Global (www.theiia.org) einloggen. Mag. Norbert Wagner Seite 11

14 The IIA s Global Internal Audit Survey: a Component of the CBOK study Characteristics of an Internal Audit Activity Report I Yass Alkafaji, DBA, CPA, CFE Shakir Hussain, PhD Ashraf Khallaf, PhD Munir A. Majdalawieh, PhD Characteristics of an Internal Audit Activity is one of five deliverables of The IIA s Global Internal Audit Survey: A Component of the CBOK Study. This is the most comprehensive study ever to capture current perspectives and opinions from a large cross-section of practicing internal auditors, internal audit service providers, and academics about the nature and scope of assurance and consulting activities on the profession s status worldwide. The report examines the demographics and other attributes of the global population of internal auditors, as well as implications for future direction of the profession. The analysis is based on 13,582 responses of IIA members and nonmembers in more than 107 countries. An analysis of the survey uncovered the following significant findings: In five years the focus of internal audit activities will significantly differ from current practice. Corporate governance, enterprise risk management, strategic reviews, ethics audits, and migration to International Financial Reporting Standards (IFRS) will be the major focus areas for internal auditing. More than half of the internal audit organizations get their staff from transfers within the organization. Approximately 50 percent of the respondents organizations will recruit more staff during the next five years. Internal auditors are entering the profession at a younger age. There is an increase in the percentage of respondents with internal audit majors. Organizations rely on co-sourcing or outsourcing to compensate for missing skills in the internal audit activity. Characteristics of an Internal Audit Activity aims to provide chief audit executives and internal audit practitioners with relevant information on the current role of the internal audit activity and insight regarding the future direction of the profession. All five reports covering the results of The IIA s 2010 Global Internal Audit Survey are available free of charge to IIA members on The IIA website (http://www.theiia.org/bookstore/department/cbok-acommon-body-of-knowledge cfm ). The other four reports cover Core Competencies for Today s Internal Auditor, Measuring Internal Audit s Value, What s Next for Internal Auditing, and Imperatives for Change: The IIA s Global Internal Audit Survey in Action. Seite 12

15 The IIA s Global Internal Audit Survey: a Component of the CBOK study Core Competencies for Today s Internal Auditor IIA 07 Institut für Interne Revision Report II James A. Bailey, PhD, CIA, CPA As an internal auditor, you probably spend significant amounts of time each year on continuing professional education to improve your internal audit competencies. By identifying and prioritizing your core competencies, and by organizing your competency development process around them, you may improve your core competencies, benefit your organization, and increase your opportunities for career advancement. The report provides a summary of the most important competencies for career success and solutions to the problems of identifying, prioritizing, and organizing your core competency development. It also provides several key tips on how to improve your competencies. 1. Identify Your Core Competencies The report identifies internal auditor core competencies in three major areas: general competencies, behavioral skills, and technical skills. The report also identifies important knowledge areas and audit tools and techniques. 2. Prioritize Your Core Competencies The general competency, behavioral skills, and technical skills chapters provide charts that rank the importance of each competency for each professional level: internal audit staff, management, and chief audit executive (CAE). These rankings help prioritize your most important competencies that you should develop throughout your career. The knowledge and audit tools and techniques chapters also help you prioritize your development in these areas. 3. Organize Your Core Competency Development Process You may benefit by organizing your competency development around your prioritized core competencies. The report provides strategies on how to effectively and efficiently develop your core competencies. The report also analyzes CAE assessment of the adequacy, use, and compliance with The IIA s International Standards for the Professional Practice of Internal Auditing (Standards). The report provides recommendations on how to improve compliance with the Standards. Seite 13

16 The IIA s Global Internal Audit Survey: a Component of the CBOK study Measuring Internal Auditing s Value Report III Jiin-Feng Chen, PhD, CIA, CPA Wan-Ying Lin, DBA Measuring Internal Auditing s Value focuses on measuring the value of internal auditing under dynamic business conditions and the key factors contributing to the value delivered by an internal audit activity. It covers the perceived value of internal audit activities by internal auditors/internal audit service providers. The key findings include: Most respondents believe that their internal audit activities add value to their organizations. While most respondents view their internal audit activity as contributing to controls, they do not to the same extent perceive it as contributing to risk management or governance. Significant regional differences exist with respect to the perceived contribution of internal audit activities to organizations. The most important factors to the perceived contribution of the internal audit activity are having appropriate access to the audit committee; functioning without coercion to change a rating assessment or withdraw a finding; and more audit tools or technology used on a typical audit engagement. The top three internal audit activity performance methods used are assessment by percentage of the audit plan completed; acceptance and implementation of recommendations; and surveys/feedback from the board/audit committee/senior management. The balanced scorecard and assurance of sound risk management/internal control methods are expected to gain importance in the coming years. The performance measurement methods used by the internal audit activity are associated with its perceived contribution. The more outcome-oriented methods show a higher correlation with the value statements. This report provides insight to direct internal audit activities in delivering value to the organization to meet stakeholder expectations. Seite 14

17 The IIA s Global Internal Audit Survey: a Component of the CBOK study What s Next for Internal Auditing? IIA 07 Institut für Interne Revision Report IV Marco Allegrini, PhD, CPA Giuseppe D Onza, PhD Rob Melville, PhD, MBCS CITP, CFIIA Gerrit Sarens, PhD, CIA, CCSA Georges M. Selim, PhD, FIIA This report helps practitioners appreciate (1) how the regulatory and governance/internal control context of participating organizations is expected to change; (2) expected changes in the roles and activities of the internal audit activity; and (3) expected changes in the use of audit tools and techniques. Many respondents currently work for organizations in which the internal audit activity is required by law and/or by regulation. Moreover, convergence with this pattern is expected to take place in the governance and internal control of privately held organizations, smaller organizations, and organizations located in developing countries. These organizations should be ready to learn from pioneers supported by The IIA. With respect to the changing roles of the internal audit activity, practitioners are highly motivated to make risk management and governance the two cornerstones of their work. Practitioners should endeavor to apply the risk-based auditing philosophy as this is the ultimate means of creating visibility for the internal audit activity. Practitioners should strive for a strong synergy between the governance and internal control context of their organization and internal audit activities. Results confirm important tradeoffs that internal audit activities will be confronted with: (1) an increased focus on corporate governance reviews and audits of ERM processes, while continuing its commitment to the existing internal audit activity agenda will require additional resources; alternatively, (2) re-orientating the internal audit activity s agenda toward more corporate governance reviews and audits of the ERM processes while maintaining existing resources will mean reducing existing internal audit activities. Intensive use of audit tools and techniques such as CAATs and electronic workpapers might be a useful way to facilitate the expected increase of internal audit activity roles and activities. However, survey results clearly suggest that tools and techniques cannot replace people but are, rather, complementary. Finally, the use of continuous/real-time auditing is likely to have been stimulated by the recent economic recession and respondents expect it to become a relatively widely used audit technique. Seite 15

18 The IIA s Global Internal Audit Survey: a Component of the CBOK study Imperatives for Change: The IIA s Global Internal Audit Survey in Action Richard J. Anderson, CPA, CFSA J. Christopher Svare Imperatives for Change: The IIA s Global Internal Audit Survey in Action, the fifth in a series of reports covering the results of The IIA s 2010 Global Internal Audit Survey, offers five key suggestions for internal audit leaders to consider to provide greater value to their organizations: Emphasize Risk Management and Governance At a time when risk management is viewed as a top concern by directors, senior management, and regulators alike, internal auditors need to move beyond their traditional focus on internal controls and assurance and show they can adapt more readily to a fast-changing economic environment. In particular, they need to sharpen their focus on risk management and governance processes, which are projected to become the cornerstones of the internal audit profession, and conduct a more responsive and flexible risk-based audit plan. Address Key Stakeholder Priorities Chief audit executives (CAEs) also need to focus on a host of top stakeholder priorities from developing a strategic vision for internal auditing to focusing on how internal auditing is creating value. They need to do all they can to strengthen audit committee communications and relationships. And they need to view compliance with The IIA s International Standards for the Professional Practice of Internal Auditing (Standards) as mandatory, not optional. Optimize Internal Audit Resources Although accounting and auditing will continue to remain core skills within the profession, internal auditors will need to find broader skills and competencies, both internally and externally, to address emerging issues and changing stakeholder expectations more effectively. To achieve high degrees of success, CAEs will need to acquire and develop top talent, enhance training for members of their internal audit activities, and take advantage of the expanding ranks of service providers, who now comprise a quarter of the respondents to The IIA s 2010 Global Internal Audit Survey. Leverage Technology Effectively To operate in today s increasingly complex world of technology and to audit more efficiently and effectively, internal audit activities will need to enhance their use of automated technology and tools. To do so, internal auditors will need to step up their use of audit technology and automated tools, acquire or develop new skills and expertise, and revamp traditional testing and documentation processes. Conduct Effective Discussions with the Audit Committee In addition to focusing on the 10 Imperatives for Change described in their report, the authors, who have been collaborating on internal audit thought leadership for more than 10 years, also suggest a number of additional topics to pursue in-depth with members of the audit committee. These topics are grouped under five major headings: The Audit Committee s Perceptions & Expectations of Internal Auditing The Evolving Role of Internal Auditing Skills and Staffing of the Internal Audit Activity Trends in Internal Audit Tools and Techniques The Evolution of the Internal Audit Profession Seite 16

19 Buchbesprechung Die automatische Korruption von Dr. Ilan Fellmann IIA 07 Institut für Interne Revision Der Autor beschreibt in allen Abschnitten die Grundbegriffe und widmet sich in diesen Ausführungen primär Deutschland und Österreich. Interessant und neu für den Rezensent ist in diesem Buch die Skala für Korruptions- und Anti-Ethikaktivitäten (Seite 104). Die Zuordnung von wirtschaftskriminellen Handlungen und anderen Aktivitäten erfolgt in sechs Stufen, von ganz klein (ethisch bedenklich, kein Strafrahmen, bis ganz groß, Strafrahmen 3-10 Jahre Freiheitsstrafe und Geldstrafe). Die angeführten Medienberichte zu Wirtschaftskriminalität und Korruption bieten doch einen gewissen Unterhaltungswert. Hier werden sowohl internationale Beispiele, als auch mehrere Fälle aus den Niederungen der österreichischen Realität beschrieben. Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zur Erlangung eines persönlichen Vorteils. Diese weitverbreitete Definition stammt von Transparency International und lässt sich wunderbar auf derzeit in den Medien kursierende Sachverhalte überleiten. Ilan Fellman geht davon aus, dass Korruption automatisch ist und beschreibt dies im Vorwort, dass viele Täter klein beginnen, und wenn sie nicht erwischt werden immer dreister werden und ihre Aktivitäten ausweiten. Der Autor hat sein Werk sehr breit angelegt und beschreibt in sieben Abschnitten unterschiedliche Aspekte der Korruptionsbekämpfung und prävention, Recht und Compliance, Ethik und Moral, Personal und Management, Interne und externe Kontrollsysteme. Mehr als sieben Seiten sind dabei der Internen Revision gewidmet. Viele Themen sind Revisoren aus anderen, auch spezifischeren Publikationen bekannt, wie z.b. Das Interne Kontrollsystem, das Risikomanagement, das Coso-Prinzip oder auch Corporate Social Responsibility. Nichts desto Trotz bietet das Werk einen umfassenden, vernetzten Einblick in die automatische Korruption und stellt eine interessante Einführung in die Korruptionsbekämpfung dar, das gut in die Bibliotheken der Audit Abteilungen passt. International tätige Revisionen, die sich mehr Einblick in globale Netzwerke und Hinweise zu Business Intelligence erwarten sind nicht die Zielgruppe dieses Werkes. Mag. Ernst Petri Seite 17

20 E N T G E L T L I C H E E I N S C H A L T U N G Ist Ihr Geschäftspartner ein Gauner? Nicht nur die gerichtsverwertbare Aufklärung im Verdachtsfall tut Not. Mit präventiven Maßnahmen gegen Wirtschaftskriminalität können Unternehmen böse Überraschungen im Vorhinein ausschließen. Und so stellt sich immer wieder die Frage: Kennen Sie Ihren Geschäftspartner? Denn Unwissen kann hier sehr teuer werden. Es sind insbesondere die Schnittstellen zu Kunden, Partnern und Lieferanten, welche kriminellen Machenschaften wie unlauterer Wettbewerb, Datendiebstahl, Korruption oder Geldwäsche den Weg ins Unternehmen ebnen. Die damit verbundenen Kosten sind enorm und zugleich können Imageschäden die Existenz einer Organisation in hohem Maße bedrohen. "Jedes Jahr werden weltweit unglaubliche Milliarden Euro durch Wirtschaftskriminalität vernichtet", schätzt Andrea Galli, "Open Source Intelligence"-Experte und Head of Economic Crime Intelligence (ECI) bei Scalaris. Einiger Schaden kann verhindert werden, wenn man vorher über die kriminelle Vergangenheit seiner Partner, Zulieferer und Mitarbeiter informiert ist. Dazu bieten sich sogenannte Background Checks an: Ein Screening von Personen und Organisationen anhand aller zugänglichen Informationen, beispielsweise aus Open Source Quellen. Open Source steht hier nicht für Internet, erläutert Galli, sondern für öffentlich zugängliche, meist kostenpflichtige Informationsquellen wie Zeitungen, Internet, Bücher, wissenschaftliche Magazine, Radiosendungen, Fernsehen oder Verzeichnisse. Eine ganz zentrale Rolle spielen hierbei die Datenbanken und Sanktionslisten der privaten Informations- und Nachrichtenlieferanten wie Dialog, Lexis-Nexis, Dow Jones und World-Check. Der ad hoc Zugang für punktuelle Recherchen macht aber nur über Intermediäre wie Scalaris Sinn, die über fortlaufende Lizenzverträge mit den Datenbankanbietern verfügen. Außerdem ist der clevere Einsatz von Suchtechnologie erforderlich, um die Abfragen zu verschleiern. Background Checks liefern also vertiefte Hintergrundanalysen. Galli: Damit können wir für die beteiligten Unternehmen in kurzer Zeit ein umfassendes Gutachten über Personen, Organisationen und Sachverhalte erstellen. Für die systematische Beschaffung und Analyse der erforderlichen Informationen setzt Scalaris im Bedarfsfall auch auf HUMINT-Quellen, also ein professionelles, weltweites Human Intelligence Netzwerk. Hierbei handelt es sich um Wissen, das von Spezialisten beispielsweise durch eine Observation ermittelt, analysiert und aufbereitet wird. Systematische Spurensuche Sind die präventiven Maßnahmen fehlgeschlagen oder kamen sie gar nicht zum Einsatz, kann mit dem Aufklärungspotenzial der modernen IT-Forensik zumindest für Aufklärung im Verdachtsfall und gegebenenfalls gerichtsverwertbares Beweismaterial gesorgt werden. Wie der Begriff schon verrät, kombiniert Seite 18

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