West-Nil-Virus und Hepatitis E-Virus: durch Bluttransfusion übertragbare Viren

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1 West-Nil-Virus und Hepatitis E-Virus: durch Bluttransfusion übertragbare Viren 100 nm HEV, Abb.: Center of Disease Control and Prevention WNV, Abb.: Dr. H. Gelderblohm, RKI Institut für Transfusionsmedizin

2 Das West-Nil-Virus (WNV) Arbovirus ( arthropode-borne virus ) 80 % der Infektionen sind asymptomatisch 20 % unspezifische Symptome 2-14 Tage nach Infektion 1 % schwere neurologische Erkrankung (Meningitis, Enzephalitis) Diagnose: Nachweis der Antikörper bzw. des Virusgenoms UNIVERSITÄTSKLINIKUM

3 Das West-Nil-Virus UNIVERSITÄTSKLINIKUM Erstbeschreibung: 1937 im West-Nil-Distrikt von Uganda aus: aboutuganda/geography.html Bis in die 90er Jahre v a. in Afrika und im Nahen Osten (Israel) beschrieben aus: httpwhyfiles.org175west_nile2.html

4 Das West-Nil-Virus in den USA

5 2002/2003: Das West-Nil-Virus erreicht die Transfusionsmedizin 23 Übertragungsfälle durch Bluttransfusionen, davon 13 schwere Verläufe 2003: Beginn der WNV-Genom Testung in den USA und Kanada WNV-Genom in 1/3703 Spenden nachweisbar

6 Auswirkung der WNV-Epidemie in Nordamerika auf das deutsche Blutspendewesen UNIVERSITÄTSKLINIKUM Paul-Ehrlich Institut: Anordnung des Ausschlusses von Blutspendern zur Verhinderung einer möglichen Übertragung des West-Nil-Virus durch zelluläre Blutprodukte oder gefrorenes Frischplasma (vom 2.September 2003): Bei der Herstellung von Vollblut, zellulären Blutkomponenten und gefrorenem Frischplasma, das keinem Verfahren zur Virusinaktivierung unterworfen wurde, darf kein Ausgangsmaterial aus Spenden verwendet werden, deren Spender..jeweils in der Zeit vom 01. Juni bis 30. November auf dem nordamerikanischen Kontinent aufgehalten haben, wenn zwischen dem Tag der Rückkehr von dort und dem Tag der Blut- oder Plasmaspende weniger als vier Wochen vergangen sind. Um jedoch auf das eventuelle Auftreten von WNV-Epidemien in weiteren Gebieten außerhalb des nordamerikanischen Kontinent rasch und flexibel reagieren zu können, wird die Auflage mit einem Änderungsvorbehalt..versehen.

7 Das West-Nil-Virus: die Situation in Europa nach 2002

8 Die Situation in Deutschland In 4 von Spenden (0,03 %) waren Antikörper nachweisbar (Pfleiderer et al, 2008) In 9976 Spenden war kein WNV-Genom nachweisbar (Pfleiderer et al, 2008) Aufgrund der Situation in Südeuropa: : PEI-Stufenplan Stufe II: 1. Rückstellung aller Blutspender, die sich in der Zeit vom bis an 2 aufeinander folgenden Tagen in einem Gebiet mit Übertragung des WNV auf den Menschen aufgehalten haben für 4 Wochen 2. Alternativ: Untersuchung auf WNV-Genom

9

10 Die Auswirkungen des PEI-Stufenplans am UK S-H im Jahr 2014 Zunächst keine Testung auf WNV-Genom 49 Spender zurückgestellt zwischen dem und ,29 % spendenden Personen 38 Spender kamen nach Ablauf der Frist erneut zum Spenden WNV-Genom Testung wird vorbereitet

11

12 Das Hepatitis E-Virus UNIVERSITÄTSKLINIKUM Verschiedene Genotypen mit unterschiedlicher regionaler Verbreitung Schwere Verläufe bei Genotyp 1 und 2: Letalität bis zu 20% bei Schwangeren sonst 0,5-4 % bezogen auf symptomatische Fälle Genotyp 3: häufig asymptomatisch, chronische Verläufe (Immunsupression) Diagnose: Nachweis von Antikörpern/HEV-Genom Aus: Kamar et al., Lancet 2012

13 Hepatitis E-Virus: Übertragungswege UNIVERSITÄTSKLINIKUM Aus: Kamar et al., Lancet 2012

14 Nachweis von HEV-Antikörpern bei Blutspendern in Industrieländern Land Untersuchte Personen Davon Antikörper positiv Jahr (Ref.) Niederlande % 1993 (Zaaijer et al.) Frankreich % 2007 (Boutrouille et al.) Dänemark % 2008 (Christensen et al.) Japan % 2010 (Takeda et al.) Frankreich % 2011 (Mansuy et al.) Deutschland % 2011 (Krumbholz et al.) Schweiz % 2011 (Kaufmann et al.) Deutschland % 2012 (Vollmer et. al.)

15 Seroprevalence and incidence of Hepatitis E Virus (HEV) infection in German blood donors UNIVERSITÄTSKLINIKUM 1019 Spender wurden auf HEV-Antikörper getestet Bei 950 (93.2 %) Spendern kein Nachweis von Antikörpern gegen HEV Bei 69 (6.8 %) Spendern wurden Antikörper gegen HEV nachgewiesen Nachuntersuchungsproben von 65 Dauerspendern wurden auf HEV-Antikörper getestet 7 Spender negativ getestet auf HEV-Antikörper (vor 2 Jahren) 58 positiv getestet auf HEV-Antikörper Neuerkrankungsrate von HEV: 0.35 %/Jahr Aus: Juhl et al., TRANSFUSION 2014

16 Seroprevalence and incidence of Hepatitis E Virus (HEV) infection in German blood donors UNIVERSITÄTSKLINIKUM Alter/ Geschlecht Datum der Probennahme RNA IgM (S/CO) Bewertung IgG (S/CO) Bewertung ALT (U/l) Spender 1 28, männlich Spender 2 42, männlich Spender 3 43, männlich n. t Aus: Juhl et al., TRANSFUSION 2014

17 HEV-Genom in Blutspenden Anzahl Rate Land Referenz 1 von ,04 % Südengland Hewitt et al von ,01 % Schweden Baylis et al von ,02 % Deutschland Baylis et al von ,08 % Deutschland Vollmer et al von ,07 % Deutschland Juhl et al. 2014

18 HEV-Übertragungen durch Transfusionen

19 Fazit UNIVERSITÄTSKLINIKUM WNV ist derzeit in Deutschland nicht heimisch Das HEV wird in Deutschland u. a. durch Schweinefleisch übertragen Infektionen mit beiden Viren verlaufen häufig unbemerkt oder mit unspezifischen Symptomen Beide Viren können im Einzelfall schwere Erkrankungen verursachen Spenderrückstellungen bzw. Testungen sind für WNV in Deutschland seit 2003 vorgeschrieben HEV: Eine Testung aller Blutspenden.wird wegen der begrenzten Erregervirulenz für immunkompetente Empfänger nicht für notwendig erachtet (Stellungnahme des AK Blut des RKI 2014)

20 Paul-Ehrlich-Institut: Sally A. Baylis Johannes Blümel Institut für Transfusionsmedizin: Petra Glessing Ursula Thiessen Tanja Quandt Ulrike Pagel Jessica Heliosch Doris Geusendamm Sylvia Runge-Nissen Holger Hennig Siegfried Görg Vielen Dank!

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