Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW: Ideen, Inhalt und Instrumente. Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß

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1 Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW: Ideen, Inhalt und Instrumente Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß

2 Strategische Meilensteine seit : Gründung des Landesbetriebs Mobilität und Sicherheit aus einer Hand 2009: Die Zielgruppen genau im Blick Der Kunde ist König 2008: Neue Aufgaben ergänzen das Kerngeschäft Mobilitätsdienstleister Nr. 1 in Nordrhein-Westfalen 2007: Führungsoffensive und Führungskongress Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt 2006: Strukturoptimierung Neue Organisationsformen sichern Zukunft 2005: NRW-Offensive gegen den Verkehrsstau Intelligente Ideen für mehr Mobilität 2004: Multiprojekt-Management und Leistungserfassung Mehr Leistung durch moderne Instrumente 2003: Einführung der betriebswirtschaftlichen Doppik Transparentere Bilanz mit neuer Buchführung Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 2

3 Strategie ist langfristige Unternehmensplanung Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 3

4 Die strategischen Instrumente 1)NW Prima Projektmanagement 2) NWSIB georeferenziertes Informationsmanagement 3)SAP-BI und SNS Business Intelligence und Strategie-Navigations-System Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 4

5 Die strategischen Instrumente: NW PriMa Vorteile von NW PriMa (nordrhein-westfälisches Projektmanagement- und Informations-System) Projekt-, Termin und Finanzdaten in einem System künftig keine Mehrfacheingabe von Daten erforderlich verbessertes und einheitliches Berichtswesen erhebliche Zeitersparnis (z.b. beim Bauprogramm) Projektsteuerung mit NW PriMa Systemintegration bereits mit MAVIS, NWKIS Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 5

6 Die strategischen Instrumente: NWSIB/Infomanagement Wer benötigt welche Information in welcher Form zu welchem Zeitpunkt? Wo fallen welche Informationen an? Wie kann das organisatorisch und technisch umgesetzt werden? Unter Beachtung folgender Grundsätze: Vermeidung von Redundanzen! Minimierung von Schnittstellen! Nutzung von allgemeinen Standards Basis- System Fach- Fach- + + Schalen Systeme Benutzer... Kern-System (Integration, Dienste und Schnittstellen) Auskunfts-System (DWH) Fremd- Systeme Informationsmanagement NWSIB Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 6

7 Die strategischen Instrumente: SAP-BI Status quo Business Intelligence? R/3 System MPM System SAM R/3 System MPM System SAM Operative Systeme liefern spezifische Berichte Verknüpfung von Informationen nur manuell bzw. mit aufwendigen Schnittstellen Informationsfluss nur bottom up Die steuerungsrelevanten Informationen der operativen Systeme werden zusammengeführt Übergreifende Reports können automatisiert erzeugt werden Informationsfluss bidirektional (z.b. Planung) Die heutige System- und Datenlandschaft muss für die ganzheitliche Steuerung (Planung und Berichtswesen) des Landesbetriebs weiter entwickelt werden! Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 7

8 Ist 1-x Prognose Plan , Monate 9 12 Max-Wert Sollwert Das Management-Cockpit SNS-Status Finanzen Tsd Investitionen Top-Reporting Produktbereiche Ergebnis Worst Case Ergebnis U-Bahn Neubau F5 B6 Rest Entwicklung Finanzierungsplan Best Case Fokuskennzahlen Top HR-Kennzahlen Maßnahmencontrolling Strategische Maßnahmen Presse und Öffentlichkeit Risikomonitor Straßen.NRW Top 10-Projekte Planen/Bauen Aktuelles über uns: Von uns: Risikomanagement Reporting- Monatsbericht Strategisches Ziel: Lieferfähigkeit Monat (1-12) 5 Ist-Eingaben Reporting Start Indikatorentwicklung Megastau auf der A3 Bild Köln Pressemitteilung zu ABC Auftritt mit Minister am Risikokategorie Wert Wert Wert Wert (in %) licher Unternehmens- Ist- Soll- Max. Min. Abweichung Kommentar Verantwort- Betroffene Status Risiko Indikator ziele Quote Systemabsturz, 44. EDV- (Systemauslastung, Ausfall Wiederanlaufzeit) (in%) 2 2, % Müller Lieferfähigkeit 45. EDV- Ressourcen Auslastungsgrad (in %) % Maier Lieferfähigkeit 46. Änderungsdienst Änderungen) % Meier Zeichnungsindex, (Anzahl Lieferfähigkeit; Qualität Anzahl Änderungen Indikatorentwicklung 46. Änderungsdienst (Anzahl Änderungen) Schadenshöhe [Mio. EURO] Istwert 25% 50% 75% 100% Eintrittswahrscheinlichkeit Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 8

9 Meine persönliche Strategielandkarte ( strategy map ) Entspannter werden Glücklicher werden ICH Familie Lebensstandard erhöhen Mehr Zeit mit der Familie verbringen Finanzen Haus abbezahlen (Mehr) Geld verdienen Arbeit Schneller und besser arbeiten Karriere und Beruf voranbringen Zeitmanagement verbessern Gesundheit Geistige Fitness erhöhen (wieder) fit werden Gesünder essen und leben Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 9

10 Die Strategielandkarte Straßen.NRW Auftraggeber Klarer politischer Dienstleistungs- und Entwicklungsauftrag Mehr Selbständigkeit Positionierung als Mobilitätsdienstleister Kunden Mobilität verbessern Wahrnehmung als Dienstleister stärken Externe Kommunikation und Information verbessern => Verständnis schaffen Finanzen Verlässlichkeit der Finanzplanung steigern Übertragung des Infrastrukturvermögens Angemessene Eigenleistungsquote Effizienz- und Produktivitätssteigerung Prozesse Vernetzung / Koordination der Verkehrsträger aufbauen Technologieführerschaft erreichen / halten: Hohe fachl./techn. Kompetenz sichert innovativen Einsatz moderner Technologien und Materialien Auf- und Ausbau Reporting Produktorientierte Steuerungsprozesse verankern Kontinuierliche Prozesskritik einführen Mitarbeiter Personal systematisch entwickeln Kundenorientierung stärken Hohen Gesundheitsstand sicherstellen Führungsverhal -ten verbessern Interne Kommunikation: Bereitschaft für Veränderungen schaffen Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 10

11 Wie misst man Mobilitätsdienstleister? Wesentliche Ergebnisse der aktuellen Studie Mobilitätskonzept Straße : Landesbetrieb Konjunktur wirkt nicht nur kurzfristig: 1 Mrd. Investition in Bundesfernstraßen in Nordrhein-Westfalen bringt volkswirtschaftlichen Nutzeffekt von 4,4 Mrd. 31,6 Aber: unterlassene Investitionen bewirken volkswirtschaftliche Nutzeinbußen (z.b. Zeitverlust, Treibstoffverbrauch, Verschlechterung der Standortqualität) Ist das die Kennzahl für Straßen.NRW? Laut Verkehrsstudie liegt die durchschnittliche Reisegeschwindig-keit in Nordrhein-Westfalen mit 31,6 km/h deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 51,3 km/h Es bleibt viel zu tun Verkehrsstudie rechnet mit deutlicher Zunahme der Überlastungen Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 11

12 Der Kunde ist König Der 2. Straßen.NRW-Führungskongress im März 2009 Jacqueline Grünewald (ADAC) Horst Grewer (Speditionsgewerbe) Helmut Simon (Autobahnpolizei) Josef Tumbrink (Naturschutzbund) Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. (Hans-Jochen Vogel 1972) Aufgaben einer Straßenbauverwaltung sollten jetzt und künftig nicht nur die Saat sein, also Planung, Bau, Erhaltung und Betrieb von Straßen. Straßen.NRW wird sich künftig mehr um die Ernte kümmern; um den Verkehr, der auf unseren Straßen fließt. (Winfried Pudenz 2009) Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 12

13 1. Beitrag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise 1. In diesem Jahr steht dem Landesbetrieb erstmals ein Gesamtbudget von ca. 1,2 Milliarden Euro für den Bau, die Verbesserung und Erhaltung der Straßen zur Verfügung. Soviel Straßenbau gab es noch nie in Nordrhein-Westfalen! 2. Für Straßen.NRW gibt es auch in Zukunft viel zu tun! Die Auftragsbücher sind gefüllt. Die Leistungsfähigkeit - auch im Vergleich zu Privaten - ist anerkannt. Das erhält Ihre und schafft neue Arbeitsplätze. 3. Mit Ihrer Arbeit und der Umsetzung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II ( ) leisten Sie einen wesentlichen Betrag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Straßen.NRW könnte auch Landesbetrieb Konjunktur genannt werden. Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 13

14 2. Modernes Management als Chance Interview mit dem Chef von IBM Deutschland: Wir müssen uns doch klar darüber sein, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes sichert. Mit dem Füllen von Schlaglöchern schaffen wir das nicht. ( ) Wissen Sie, dass jede Brücke in Deutschland überwacht werden muss, damit man rechtzeitig Risse entdeckt? Wenn man diese Aufgaben alle durch Kameras oder andere Sensoren erledigen lässt, ist das nicht nur intelligenter, sondern auch billiger. 1. Auch Sensoren müssen überwacht und gewartet werden. 2. Der Straßenwärter von heute hat mit dem Straßenwärter von damals nicht mehr viel zu tun. Heute stehen das kluge Management und die optimale Organisation im Mittelpunkt. 3. Es ist gut, dass beim Landesbetrieb Straßenbau alle Kompetenzen vorhanden sind. 4. Aber es müssen nicht alle Aufgaben voll- und eigenständig wahrgenommen werden mittelfristig auf Kernkompetenzen konzentrieren. Oder anders gesagt: Rasenmähen kann jeder. Das Management, die Planung und die Organisation von Betriebsdienst im dicht besiedelten Ballungsraum das können nur Spezialisten! Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 14

15 3. Verkehrssteuerung als Zukunftsaufgabe Die Vision der Geschäftsführung von Straßen.NRW: Nach den aktuellen Verkehrsprognosen verdoppeln sich die Verkehrsleistungen im Straßengüterfernverkehr nahezu um 84 Prozent. Im dicht besiedelten Ballungsraum Nordrhein-Westfalen liegt die Lösung für Engpässe jedoch nicht allein im Bau neuer Straßen, sondern mehr noch in der bestmöglichen Nutzung der bestehenden Verkehrssysteme. Staus können nicht vollständig abgeschafft werden. Aber Verkehrsbehinderungen können durch intelligente Konzepte so weit wie möglich minimiert werden. Eine Verkehrszentrale koordiniert und steuert diese Aktivitäten. Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 15

16 4. Die Beschäftigten stehen im Mittelpunkt Aktuell: Mitarbeiterbefragung 2009 bei Straßen.NRW Was ist der seit der letzten Mitarbeiterbefragung 2007 passiert? Bessere Qualifikation unserer Führungskräfte (Schulungen/Zirkel) Führungskongresse 2007 und 2009 Pilotprojekt 360-Grad-Feedback Jubilarehrung Gesundheitsmanagement Familienservice Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 16

17 5. Infrastruktur weiter als Staatsaufgabe 1. Aufgabe des Staates bleibt es, eine zukunfts- und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur zu garantieren 2. Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur müssen sich dem tatsächlichen Bedarf annähern (konkret bedeutet das aber auch: Im Einvernehmen mit dem betroffenen Bundesland werden wir Bundesstraßen mit geringer Fernverkehrsrelevanz zurückstufen. ) 3. Die VIFG soll zukünftig direkt die LKW-Maut-Einnahmen erhalten. ( Herstellung eines Finanzierungskreislauf Straße ) 4. ÖPP-Modelle weiter voranbringen 5. Planungsrecht beschleunigen 6. Im Bereich Ausbau der Telematik respektive intelligentem Verkehrsmanagementsysteme liegt die Zukunft! ( Investitionen in Verkehrslenkungs- und Verkehrsmanagementsysteme in den Bundesverkehrswegeplan?) Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 17

18 und Ihre Aufmerksamkeit Die Zukunftsstrategie von Straßen.NRW NWSIB-Tage 30. Oktober 2009 Norbert Neß Folie 18

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