Vorzeitige Auszahlung VP3

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1 Prozesseinheit 2 Vorzeitige Auszahlung VP3 Jana Spichtig Raiffeisenbank Glarnerland

2 Inhaltsverzeichnis FLUSSDIAGRAMM... 2 EINFÜHRUNG IN DIE PROZESSEINHEIT... 5 PROZESSBESCHREIBUNG... 6 ERFAHRUNGSBERICHT... 8 SCHLUSSWORT... 9 VORGEHENSPLAN AUSWERTUNGSBOGEN MUSTERDOKUMENTE SELBSTSTÄNDIGKEITSERKLÄRUNG

3 Flussdiagramm Start Ein Kunde erkundigt sich nach seinem Guthaben auf seinem VP3-Konto Kunde identifizieren (Alter berechnen) im Kundenstamm unter dem VP3-Konto Saldo abfragen und angeben Kunde möchte sich das Geld auszahlen lassen a 2

4 a Erfüllt der Kunde die Vorgaben zur Auszahlung des Vorsorgeguthabens? Nein Dem Kunden kann das verlangte Geld nicht ausgezahlt werden Ja Im Kundenstamm unter dem VP3-Konto einen Auszahlungsantrag ausfüllen & Absichten klären/ steuertechnische Vorteile aufzeigen Kunden darüber in Kenntnis setzen Ende Ausdruck unterschreiben lassen und an die Vorsorgestiftung schicken und ablegen Auszahlungsantrag elektronisch an die Vorsorgestiftung senden a 3

5 a Stamm des Kunden überwachen, bis die Auszahlungsfreigabe erscheint Das Geld kann auf die gewünschte Art ausgezahlt werden Den Kunden über die erfolgreiche Abwicklung informieren Ende 4

6 Einführung in die Prozesseinheit Die Vorsorge ist ein Thema, über das sich jeder Mensch einmal in seinem Leben Gedanken machen muss. Wie sieht es nach der Pensionierung aus? Werde ich meinen gewohnten Lebensstandard weiterführen können? Das zum Beispiel sind zentrale Fragen, die sich ein jeder stellt. Und natürlich will niemand an seinem Lebensabend hungern müssen, man sehnt sich nach der finanziellen Sicherheit, das ist im Berufs-, sowie im Rentnerleben ein und dasselbe. Wir haben in der Schweiz ein 3-Säulen-Vorsorgesystem, das zusammengesetzt aus der staatlichen-, der beruflichen- und der privaten Vorsorge alle Bedürfnisse im Rentenalter zu befriedigen versucht. Das 3-Säulen-Vorsorgesystem im Überblick: Das 3-Säulen-Vorsorgesystem 1. Säule 2. Säule 3. Säule Staatliche Vorsorge Berufliche Vorsorge Private Vorsorge Existenzsicherung Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung Individuelle Ergänzung AHV / IV Ergänzungsleistung (EL) Obligatorisch BVG / UVG Überobligatorische Vorsorge Gebundene Vorsorge Freie Vorsorge Quelle: Das 3-Säulen-Vorsorgesystem erstellt aus eigenem Wissen Die dritte Säule, die sogenannte Private Vorsorge, ist eine wichtige Ergänzung zu der ersten und der zweiten Säule. Sie ist freiwillig, bringt dem Sparer aber steuerliche Vorteile und einen besseren Zins als das Sparkonto. 5

7 Prozessbeschreibung -Ein Kunde erkundigt sich nach seinem Guthaben auf seinem VP3-Konto Ein Kunde kommt zur Bank und will den Saldo seines VP3-Kontos wissen. -Kunde identifizieren Der Kundenberater bittet den Kunden, einen amtlichen Ausweis zur Identifikation vorzuweisen. Der Ausweis muss amtlich vereidigt sein, das heisst, eine Identitätskarte, ein Pass, ein Ausländerausweis sowie ein Führerausweis wird akzeptiert, ein General- oder Streckenabonnement der SBB jedoch nicht. -Im Dialba einloggen und im Kundenstamm unter dem VP3-Konto Saldo abfragen und angeben Nach der erfolgreichen Identifikation loggt sich der Kundenberater im Dialba ein. Er findet im Kundenstamm das gewünschte Konto und dessen Saldo. Diesen gibt er dem Kunden an (hier: ). -Kunde möchte sich das Geld auszahlen lassen Der Kunde äussert den Wunsch, das Geld auszahlen zu lassen. -Erfüllt der Kunde die Vorgaben zur Auszahlung des Vorsorgeguthabens? Da das Vorsorgeguthaben sehr eingeschränkt verfügbar ist, muss der Kundenberater zuerst feststellen, ob der Kunde rechtlich gesehen über das Geld verfügen darf. In diesem Fall ist der Kunde 60 Jahre alt (=5 Jahre vor Erreichen des AHV-Alters). Der Kunde kann das Geld somit gemäss Vorsorgeplan 3 Reglement beziehen, denn es ist gesetzlich geregelt, dass ein Vorsorgenehmer die Vorsorgegelder frühestens ab fünf Jahren vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV beziehen kann (Vorsorgeplan 3 Reglement, Art. 8). Art. 8 Ordentlicher Ablauf Die ordentliche Dauer der Vorsorgevereinbarung endet bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV, in jedem Fall aber beim Tod des Vorsorgenehmers. Der Vorsorgenehmer hat indessen das Recht, frühestens ab fünf Jahren vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV die Auflösung der Vereinbarung zu verlangen. Weist der Vorsorgenehmer nach, dass er nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV weiterhin erwerbstätig ist, kann der Bezug bis höchstens fünf Jahre aufgeschoben werden. Während dieser Dauer können Beiträge im Rahmen des Maximalbetrages in die Vorsorge geleistet werden. Die entsprechende Erklärung ist der Stiftung schriftlich mitzuteilen. Quelle: Ausschnitt aus dem Vorsorgeplan 3 Reglement der Raiffeisen 6

8 -Im Kundenstamm unter dem VP3-Konto einen Auszahlungsantrag ausfüllen und Absichten klären/ steuertechnische Vorteile aufzeigen Nun kann der Berater zum nächsten Schritt übergehen ein Auszahlungsantrag wird mit dem Kunden ausgefüllt. Dieser wird elektronisch im Kundenstamm unter dem VP3-Konto erfasst. Um das tun zu können, braucht der Kundenberater eine Angabe vom Kunden, nämlich, wohin die Gelder fliessen sollen. Diese Angaben füllt er in den Auszahlungsantrag ein. Natürlich versucht der Kundenberater nun, den Kunden an die Bank zu binden, indem er ihm zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, die Gelder bei der Raiffeisenbank anzulegen. Der Kundenberater zeigt dem Kunden auch auf, dass eine Staffelung der bei der Pensionierung ausgezahlten Beträge steuertechnisch sehr wichtig ist. In unserem Beispiel hat der Kunde nun 100'000.- auf seinem VP3-Konto. Auf Nachfrage des Kundenberaters stellt sich heraus, dass er sich noch in diesem Jahr pensionieren lassen will (Pensionskassenguthaben beläuft sich auf 300'000.-). Würde der Kunde nun die 400'000 in diesem einen Jahr auszahlen lassen, so hätte er eine Steuerbelastung von 27'113.-.Wenn er aber nun dieses Jahr die Vorsorgeplan 3 Gelder bezieht und die Pensionskassengelder noch ein Jahr ruhen lässt, beläuft sich der zu bezahlende Gesamtbetrag nur noch auf 25' Das ergibt eine Differenz von 2' Dieses Beispiel bezieht sich auf die Steuersituation im Kanton Glarus, ist jedoch auch auf alle anderen Kantone in der Schweiz anwendbar. Hier einige Beispiele: Kanton Ort Gesamtbezug PK-Bezug & VP3-Bezug auf 2 Jahre Ersparnis verteilt GL Glarus AG Aarau FR Freiburg SG St. Gallen VD Lausanne Quelle: Ausschnitt K-Tipp Nr Mai 2010, Zahlen Stand Mai Ausdruck unterschreiben lassen und an die Vorsorgestiftung schicken und ablegen Automatisch werden 3 Exemplare des im Dialba erstellten Auszahlungsantrages ausgedruckt, die der Kunde nun unterschreibt. Eines der Exemplare wird an die Vorsorgestiftung gesendet, eines wird dem Kunden ausgehändigt und das letzte geben wir intern an das Services weiter. - Auszahlungsantrag wird elektronisch an die Vorsorgestiftung gesendet Nachdem der Auszahlungsantrag vollständig ausgefüllt ist, wird er nun elektronisch an die Vorsorgestiftung weitergeleitet. Das geschieht mit dem Senden des Antrages im Kundenstamm. 7

9 -Stamm des Kunden überwachen, bis die Auszahlungsfreigabe erscheint Der Kundenstamm wird nun vom Kundenberater so lange bewacht, bis die Vorsorgestiftung die Auszahlung freigibt. Dies kann man über eine Übersicht tun, die vom Dialba ausgegeben wird. Quelle: Dialba2000 -Das Geld kann auf die gewünschte Art ausbezahlt werden Sobald die Auszahlungsfreigabe vorliegt, kann der Kundenberater die Auszahlung auslösen. -Den Kunden über die erfolgreiche Abwicklung informieren Nun nimmt der Kundenberater mit dem Kunden Kontakt auf und informiert über die erfolgreiche Ausführung seines Belangens und macht wenn möglich einen Termin für die Besprechung einer Gewinnbringenden Anlage der Gelder aus. Erfahrungsbericht Im Kundenstamm unter dem VP3-Konto einen Auszahlungsantrag ausfüllen & Absichten klären Der Teilschritt Im Kundenstamm unter dem VP3-Konto einen Auszahlungsantrag ausfüllen und Absichten klären ist mir als ein sehr wichtiger Teilschritt in Erinnerung geblieben, da sich hier entscheidet, wo das Geld dann effektiv hinkommen wird. Hier kann der Kundenberater noch mit guter Auskunft im Bezug auf die Staffelung der Vorsorgegelder punkten. Mit einer kompetenten Beratung kann man die Kunden für sich gewinnen. Dies wurde mir bei einem Fall klar, bei dem der Kundenberater während eines Gesprächs über die Auszahlung des Vorsorgeguthabens den Kunden so gut beraten hat, dass sich dieser umorientierte und die Gelder bei der Raiffeisen behalten wollte. Mein Fazit aus der Bearbeitung dieses Teilschrittes ist es, dass die Beratung bei diesem Prozess sehr wichtig ist, um Kunden langfristig zu binden und für sich zu gewinnen. 8

10 Quelle: Schlusswort Während der Bearbeitung der Prozesseinheit konnte ich mich tiefer in das Thema Vorsorge vorarbeiten und bin nun so sicher, dass ich einen Kunden kompetent Beraten kann. Die steuerlichen Vorteile des VP3-Kontos, sowie das 3-Säulen-Vorsorgesystem der Schweiz haben sich in mein Gedächtnis eingeprägt und sind nun jederzeit abrufbar. Ich habe auch bemerkt, wie wenig ich vorher über dieses Thema gewusst habe und auch, wie zentral dieses Thema jeden von uns betrifft. Das Vorsorgesystem ist viel komplexer, als ich es anfangs gedacht habe. Alles in allem fand ich die Bearbeitung der Prozesseinheit eine sehr interessante und lehrreiche Aufgabe sei es mit Blick auf den Prozess sowie auf mich mit meiner Arbeitsqualität. Ich habe auch meine Wandlung zwischen der ersten Prozesseinheit und dieser hier sehr intensiv wahrgenommen. Die Funktion und die Wichtigkeit der Vorsorge ist mir dank dieser Prozessbeschreibung klar. Es ist ein zentrales Thema und eine wichtige Aufgabe der Banken auch wenn es nicht ein Thema ist, das man als erstes nennt, wenn man an die Bank denkt. 9

11 Vorgehensplan Informieren Aufgabenstellung von Herrn Maduz bekommen In das Thema eingelesen im Raiweb (Intranet) und im Internet Mit Herrn Wehrli ein Diskussionsgespräch über die Vorsorge geführt Mit Herrn Maduz einige Fallbeispiele durchgespielt und angeschaut Planung Zielsetzung festgelegt und Herrn Maduz abgegeben Wichtige Punkte für das Flussdiagramm zusammengetragen Layout von PE1 übernehmen? Entscheidung Im Kalender wichtige Eckpunkte der Arbeit festgelegt Layout wird übernommen für das Flussdiagramm Realisierung Flussdiagramm erstellt Automatisches Inhaltsverzeichnis erstellt Prozessbeschreibung geschrieben Schlusswort geschrieben Kontrolle Ist die Rechtschreibung korrekt? Stimmt die geforderte Anzahl Seiten? Sind alle Dokumente dabei? Auswertung Was muss ich noch verbessern? Was war gut? Was kann ich nächstes Mal besser machen? War meine Planung gut? Was werde ich nächstes Mal übernehmen und was nicht? 10

12 Auswertungsbogen 11

13 Musterdokumente 12

14 13

15 14

16 15

17 16

18 17

19 Selbstständigkeitserklärung 18

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