METALLE. Nur mit Kuppeln und Gewölben gelang es, vertikale Lasten horizontal zu verlagern.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "METALLE. Nur mit Kuppeln und Gewölben gelang es, vertikale Lasten horizontal zu verlagern."

Transkript

1 METALLE Kein anderes Material hat so zur Veränderung der Architektur beigetragen wie der Stahl. Der Mensch braucht den von der freien Natur abgegrenzten Raum. Er braucht ihn zum Schutz vor der Witterung, zum Schutz vor Feinden aber: er will ihn nicht. Das größte Wohlbefinden ergibt sich bei behaglicher Temperatur im Schatten von Bäumen, mit freiem Blick auf Landschaft und Himmel. Räume sind deshalb ein Kompromiß zwischen Bedürfnissen und existentiellen Notwendigkeiten: je weiter, je höher, je lichter und desto mehr entsprechen sie den menschlichen Bedürfnissen. Je größer die Räume, je größer die Spannweiten, um so größer werden die Kräfte, die von den die Begrenzung bildenden Materialien aufgenommen werden müssen. Die Größe von mit Steinen gebauten Räumen ergab sich aus deren Festigkeit. Ihre Form ergab sich aus der Notwendigkeit, nur Druckkräfte zu übertragen. Nur mit Kuppeln und Gewölben gelang es, vertikale Lasten horizontal zu verlagern. Kuppeln und Gewölbe sind geschlossene Systeme, in denen Öffnungen den Kräfteverlauf stören. Glas als lichtdurchlässiges Material zum Verschließen solcher die Konstruktionen durchbrechenden Öffnungen stand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nur in begrenzten Mengen zur Verfügung. Bis zur großtechnischen Herstellung von Eisen und Stahl konnte man zwar relativ große, aber nur dunkle Räume bauen.

2 Erst den Besuchern des Kristallpalastes" auf der Weltausstellung 1851 in London (erbaut von Sir Joseph Paxton) war es vergönnt, einen Raum zu erleben, dessen Begrenzung im Vergleich zu dem bis dahin Geschaffenen nur als Andeutung von Stofflichem" empfunden wurde. Die Raumbegrenzung war nur noch eine durchsichtige Haut aus Glas, auf dünnen Rippen aus Eisen. Der Kristallpalast" steht als Markstein für den Beginn einer neuen Architektur, einer Architektur, die den Menschen nicht mehr von der Natur trennt, sondern ihn nur noch vor ihren unwirtlichen Einflüssen schützt. Am Kristallpalast" wurden diese neuen konstruktiven Möglichkeiten zum erstenmal für den Menschen genutzt. Für exotische Pflanzen, die wesentlich weniger anpassungsfähig sind als der Mensch, wurden bereits vorher Eisen-Glas-Konstruktionen in vorzüglicher Qualität entwickelt. Möglich wurde dies, weil es 1784 einem Engländer (Henry Cort) gelang, für die Eisenverhüttung die bis dahin ausschließlich verwendete Holzkohle durch Koks zu ersetzen und die Eisenproduktion dadurch wesentlich zu steigern.

3 ALLGEMEINE EIGENSCHAFTEN VON METALLEN Der Unterschied zu mineralischen Stoffen Metalle unterscheiden sich durch eine Reihe von Eigenschaften von anderen Stoffen. Sie sind in der Regel glänzend, haben eine hohe Rohdichte und Festigkeit, in der Regel eine hohe Wärme- und eine gute elektrische Leitfähigkeit. Die Ursache dieser Eigenschaften ergibt sich durch ihren Atomaufbau. Alle Metallelemente haben weniger als 4 Außenelektronen (Valenzelektronen). Bei der Metallbindung werden die Valenzelektronen an ein sogenanntes E- lektronengas abgegeben, das innerhalb des Atomverbandes frei beweglich ist. Diese freie Beweglichkeit der Elektronen bewirkt die elektrische Leitfähigkeit der Metalle. Die verbleibenden positiv geladenen Atomrümpfe werden durch das negativ geladene Elektronengas gebunden. Da bei dieser Bindungsart keine gerichteten Kräfte zwischen den einzelnen Atomen auftreten, können sich diese in dichtestmöglichen Packungen anordnen. Aufgrund dieser dichten Anordnung der Atome ergibt sich ihr hohes Gewicht, ihre Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit. Die Metallatome bilden kristalline Strukturen, die sich im wesentlichen in drei Grundformen einordnen lassen: Kubisch-flächenzentriert (Goldstruktur leicht verformbar) Gold, Silber Kupfer, Nickel, γ-eisen, Aluminium Bild 1 Kubisch-flächenzentrierte Struktur

4 Kubisch-raumzentriert (Wolframstruktur schwer verformbar) Wolfram, Vanadium, Chrom, α-eisen Bild 2 Kubisch-raumzentrierte Struktur Hexagonale Kugelpackung (Magnesiumstruktur spröde) Magnesium, Beryllium, Zink Bild 3 Hexagonale Kugelpackung Metalle sind vielkristallin aufgebaut. Sie bestehen aus einer Vielzahl von einzelnen Kristallkörnern mit unregelmäßigen Grenzflächen. Ein so aufgebautes Gefüge wird als Kristallit bezeichnet. Das Gefüge der Kristallite kann durch die chemische Zusammensetzung sowie durch mechanische und thermische Behandlung beeinflußt werden. Die Ausbildung des Gefüges ist unter anderem für die Kaltverformbarkeit und somit für die Festigkeit des Metalls mitbestimmend.

5 Eigenschaften wichtiger Baumetalle Baustahl Aluminium Kupfer Zink Titanzink Dichte kg/m³ Temperaturdehnzahl mm/km 0,012 0,023 0,017 0,029 0,020 Wärmeleitfähigkeit W/(m. K) Schmelzpunkt C PEI (ca.) mj/t Legierungen Aufgrund der Kaltverformbarkeit von reinen Metallen ist deren Festigkeit für die Anwendung im Bauwesen nicht ausreichend. Alle am Bau verwendeten Metalle sind deshalb Legierungen aus verschiedenen Metallen oder aus Metallen und Nichtmetallen. Durch die Zusammensetzung der Legierung (Verschmelzung) kann jedoch nicht nur die Festigkeit, sondern insbesondere bei den Eisen-Metallen die Korrosionsbeständigkeit beeinflußt werden. Beispiele für Legierungen Eisen und Kohlenstoff Gußeisen Kohlenstoffgehalt > 2% Stahl Kohlenstoffgehalt < 2% Bronze Messing = Kupfer und Zinn = Kupfer und Zink

6 EISEN UND STAHL Geschichtliches Die Eisengewinnung wird bereits um ca v. Chr. bei verschiedenen Völkern nachgewiesen. Vor der Herstellung von Gegenständen aus Eisenerz wurde Meteoreisen bearbeitet. Die erste größere Herstellung von eisernen Gegenständen fand in der Eisenzeit 800 v. Chr. statt. Die Verarbeitung des Eisenerzes erfolgte in sogenannten Rennöfen", in denen mit Holzkohle ein mit Schlacken durchsetzter, kindskopfgroßer Eisenbrocken gewonnen werden konnte. Durch weiteres Aufheizen und Schmieden wurde das Eisen von der Schlacke gereinigt. Diese Art der Eisengewinnung hat sich bis ins frühe Mittelalter nicht geändert. Um 1200 n. Chr. konnten durch Erhöhung der Ofenwände im sogenannten Stückofen" sowie durch den Einsatz von mit Wasserrädern betriebenen Blasebalgen größere, wiederum mit Schlacke durchsetzte Eisenklumpen erzeugt werden. Diese Eisenklumpen wurden mit wassergetriebenen Schmiedehämmern bearbeitet. Um 1300 n. Chr. gelang es das erste Mal, Eisenerz aufzuschmelzen, wodurch ein kohlenstoffreiches Roheisen entstand. Dieses Roheisen war nicht mehr schmiedbar und mußte durch einen zweiten Arbeitsgang in sogenannten Herden durch Zuführung von Sauerstoff so gut wie möglich von Kohlenstoff gereinigt werden. Ab 1500 n. Chr. wurde Roheisen zu Kugeln, Glocken und Gewichten gegossen. Zur Verringerung des Holzverbrauches wurde in England um 1709 und in Deutschland um 1794 (Gleiwitz) der erste Kokshochofen in Betrieb genommen. Das darin erschmolzene, wiederum sehr kohlenstoffreiche Roheisen wurde in sogenannten Puddelöfen" durch Zuführung der Verbrennungsgase und gleichzeitiges Umrühren (puddeln) zu schmiedbarem Eisen bzw. Stahl verarbeitet. Wesentliche Verbesserungen der Stahlqualität brachten um 1850 Siemens-Martin-Verfahren 1855 Bessemer-Verfahren 1900 Elektro-Verfahren.

7 Gewinnung Für die Herstellung von Roheisen im Hochofen werden heute fast ausschließlich Erze mit einem Eisengehalt von 60 bis 70 M.-%, insbesondere aus Skandinavien, Brasilien und Liberia verwendet. Die in Deutschland, Frankreich, Spanien und England vorkommenden Erze haben lediglich einen Eisengehalt von ca. 23 bis 56 M.-% und sind deshalb für den Hochofenbetrieb weniger wirtschaftlich. Bei der Direktreduktion (Eisenschwammerzeugung) können jedoch auch Erze mit niedrigerem Eisengehalt verarbeitet werden. Reduktion im Hochofen In den heute verwendeten Hochöfen (Schachtöfen) können täglich bis zu Tonnen Roheisen erschmolzen werden. Hierzu wird das aufbereitete Erz schichtweise mit Brennstoff (in der Regel Koks) und Zuschlägen (z.b. Kalkstein) in den Ofen eingebracht. Die von unten in den Hochofen eingepreßte Heißluft (Wind) verbrennt den Koks zu Kohlendioxid (CO 2 ), das sich jedoch durch die Einwirkung des Kokses sofort wieder in Kohlenmonoxid (CO) umwandelt. Das aufsteigende CO- Gas entzieht dem Eisenoxid Sauerstoff, so daß sich wieder CO 2 bildet. Durch die schichtweise Einlagerung von Koks und Erz erfolgt eine abwechselnde Umwandlung von CO 2 und CO und die Reduktion des Eisenoxides. Das reduzierte Eisen nimmt jedoch aus dem CO-Gas Kohlenstoff auf und bildet so das aus Eisen und Kohlenstoff bestehende Roheisen. Ab der Mitte des Hochofens findet keine Reduktion mehr statt, das aufsteigende Gas erwärmt das im oberen Bereich befindliche Erz und tritt als brennbares Gas aus (Gicht). Nach Beendigung des Reduktionsvorganges wird aus dem Hochofen zuerst die auf dem flüssigen Eisen schwimmende, flüssige Schlacke und anschließend das Roheisen abgestochen.

8 Direktreduktion Alternativ zu den kapitalintensiven Großanlagen für die Stahlgewinnung kann in kleineren Betrieben (sogenannten Ministahlwerken mit Kapazitäten von 1000 bis 1500 Tonnen pro Tag) mit billigeren Brennstoffen als Koks, größtenteils auf Erdgasbasis, sogenannter Eisenschwamm gewonnen werden. Hierbei kommt es durch die besonders aufbereiteten Gase zur Reduktion des Eisenoxides, ohne daß dieses eingeschmolzen werden muß. Das so gewonnene Roheisen ist ein stückiges, stark poröses Material, das mit Schweröl oder durch Brikettierung vor Korrosion geschützt wird. Eisenprodukte Die Zusammensetzung des Roheisens wird bereits auf die spätere Weiterverarbeitung abgestimmt. Man unterscheidet: a) für die Stahlerzeugung Stahlroheisen, Thomasroheisen b) für Gußeisen Gießereiroheisen, Sonderroheisen.

9 Gußeisen Durch den hohen Kohlenstoffgehalt im Roheisen ist dieses nicht schmiedbar oder kalt verformbar, sondern nur zum Gießen von Eisenteilen geeignet. Durch Zusätze oder Temperaturbehandlungen kann der im Eisen enthaltene Kohlenstoff unterschiedliche Formen annehmen und damit die Qualität des Gußeisens beeinflussen. Man unterscheidet: a) Gußeisen mit Lamellengraphit (GG) Kohlenstoffgehalt ca. 2,7-4,2 M.-%, wegen der lamellenartigen Graphitkristalle sprödes Material. Anwendung: Heizkörper, Kanalrohre, Sinkkästen, Rohre. b) Gußeisen mit Kugelgraphit (GGG) Kohlenstoffgehalt ca. 3,7 % Durch Zugabe von geringen Mengen Magnesium entstehen kugelartige Graphitkristalle, die dem Material höhere Zugfestigkeit und Verformbarkeit verleihen. Anwendung: Gußteile für schwere Baumaschinen, Schachtsegmente, Rohre. c) Temperguß (GT) Bei mehrtägiger GIühbehandlung (tempern) verteilt sich der Kohlenstoffgehalt flockenförmig im Eisen, wodurch es weiter an Sprödigkeit verliert. Anwendung: Schlüssel, Schloßteile, Beschläge.

10 Stahl Zur Herstellung von kaltverformbarem und schmiedbarem Stahl muß der in dem Roheisen enthaltene Kohlenstoff durch Oxidation mit Sauerstoff entfernt werden. Zu diesem Zweck wird heute vorwiegend mit einer wassergekühlten Lanze von oben durch die Schlackenschicht hindurch in das flüssige Roheisen Sauerstoff eingeblasen (frischen). Der Frischvorgang" kann so gesteuert werden, daß sich der für einen bestimmten Verwendungsvorgang erforderliche Kohlenstoffgehalt einstellt. Die endgültige Zusammensetzung von Eisen und Kohlenstoff sowie anderer Bestandteile wird durch Beimischen von Zusätzen beim Ausgießen des Stahles erreicht. Formgebung Die Formgebung des Stahls erfolgt durch: a) Gießen b) Warmverformung c) Kaltverformung. a) Stahlguß Stahlguß wird insbesondere für Maschinenteile angewandt, bei denen die Festigkeits- und Verformungseigenschaften von Gußeisen nicht ausreichen. b) Warmverformung Unter Warmverformung versteht man das Schmieden, Pressen oder Walzen von Stahl im rotglühenden Zustand bei Temperaturen zwischen 1300 und 900 C. Bei dieser Temperatur ist das Kristallgefüge des Stahles noch regenerierfähig, so daß nach Abschluß der Formgebung ein spannungsfreies Stahlgefüge entsteht. Die im Bauwesen verwendeten Stahlprofile werden auf diese Weise hergestellt.

11 c) Kaltverformung Durch die Kaltverformung werden im bereits auskristallisierten Stahlgefüge Strukturveränderungen erzeugt, die zu einer Änderung der Stahleigenschaften, z.b. Steigerung der Festigkeit und Härte bei gleichzeitiger Abnahme der Zähigkeit und des Formvermögens, führen. Bei Erwärmung des kaltverformten Stahls entstehen jedoch wieder die ursprüngliche Struktur und vorherigen Eigenschaften, also auch eine Festigkeitsabnahme. Aus diesem Grund ist eine nachträgliche Wärmebehandlung durch Schweißen nur mit speziellen dafür zugelassenen Verfahren erlaubt. Angewandt wird das Verfahren z.b. für: Kaltwalzen von dünnen Blechen, Kaltpressen und Kaltschlagen von Schrauben, Muttern, Drahtstiften, Leichtstahlprofilen und profilierten Blechen, Kaltziehen und Kaltstrecken von Drähten, Rohren und Betonstahl, Tordieren von Betonstabstahl. Beeinflussung der Stahleigenschaften Die Stahleigenschaften können bezüglich ihrer Festigkeit und Elastizität sowohl durch den Kohlenstoffgehalt, die Abkühlungsgeschwindigkeit als auch durch Verformen im abgekühlten Zustand genau auf den jeweiligen Anwendungszweck abgestimmt werden. Durch Zusätze wie Silizium, Chrom und Kupfer sowie durch Nickel und Molybdän kann die Korrosionsbeständigkeit des Stahls beeinflußt werden. Andere Zusätze beeinflussen die Verarbeitungseigenschaften des Stahls.

12 Stahlsorten Die am Bau verwendeten Stahlsorten sind: a) Betonstahl b) Baustahl Profilstahl Bleche c) Korrosionsbeständige Baustähle d) Wetterfeste Baustähle. a) Betonstahl Betonstahl wird als Betonstabstahl und Betonstahlmatte hergestellt. Betonstabstahl besteht aus geraden Stäben für Einzelbewehrungen. Sie werden in Längen von 12 bis 15 Metern hergestellt (zwischenzeitlich sind auch Betonstabstahlringe bauaufsichtlich zugelassen). Betonstahlmatten bestehen aus sich kreuzenden Stäben, die werkseitig durch Widerstandspunktschweißung scherfest miteinander verbunden sind. Man unterscheidet: R-Matten, bei denen die Tragstäbe in kleineren Abständen angeordnet sind als die rechtwinklig dazu vorhandenen Verteilerstäbe, so daß sich zwischen Tragstäben und Verteilerstäben ein Rechteck ergibt (für zweiseitig gelagerte Decken). Q-Matten, bei denen die Tragstäbe rechtwinklig zueinander in gleichen Abständen angeordnet sind, so daß sich zwischen den Stählen ein Quadrat ergibt (für vierseitig gelagerte Decken). Der Abstand der Stäbe beträgt bei den R-Matten in der Regel 150 mm zwischen den Längsstäben und 250 mm zwischen den Querstäben. Bei den Q- Matten beträgt der Abstand in beiden Richtungen 150 mm.

13 Bezeichnung der Betonstahlmatten Längsrichtung : a L x d s1 /d s2 - n links /n rechts -L-ü 1 /ü 2 Querrichtung : a Q x d s3 /d s4 - m Anf /m Ende - ü 3 /ü 4 Dabei bedeuten: a L Abstand der Längsstäbe in mm a Abstand der Querstäbe in mm d s1 Durchmesser der Längsstäbe im Innenbereich in mm d s2 Durchmesser der Längsstäbe im Randbereich in mm d s3 Durchmesser der Querstäbe im Innenbereich in mm d s4 Durchmesser der Querstäbe im Randbereich in mm (Doppelstäbe sind zusätzlich mit dem Buchstaben d hinter der Durchmesserangabe zu bezeichnen) n links /n rechts m Anf /m Ende Anzahl der Längs-Randstäbe ds2 links/rechts Anzahl der Quer-Randstäbe ds4 am Anfang/Ende der Matte in Fertigungsrichtung L Mattenlänge in m B Mattenbreite in m ü 1 /ü 2 Längsstabüberstände Mattenanfang/Mattenende in mm ü 3 /ü 4 Querstabüberstände links/rechts in mm Lieferform und Festigkeit von Betonstahl Kurzname BSt 420 S BSt 500 S BSt 500 M Kurzbezeichnung (Zeichnungen und Berechnungen) III S IV S IV M Festigkeit in N/mm² Streckgrenze Zugfestig - keit

14 BSt = Betonstahl S = Stabstahl z.b. 420 = Festigkeit der Streckgrenze M = Mattenstahl Betonstahl wird durch Warmwalzen (mit/ohne anschließende Nachbehandlung aus der Walzhitze) oder durch zusätzliches Kaltverformen (Verwinden oder Recken) hergestellt. b) Baustahl Baustahl wird als Profilstahl und Blech entsprechend den in den Tabellarien bzw. Firmenlisten enthaltenen Angaben hergestellt. c) Korrosionsbeständige Baustähle Korrosionsbeständige Baustähle bestehen aus Legierungen mit einem Chromgehalt von mindestens 12 %. Molybdänhaltige Stähle dürfen auch für Verankerungs- und Verbindungsmittel im Massivbau verwendet werden (z.b. Fassadenanker bei Natursteinverkleidungen). d) Wetterfeste Baustähle Wetterfeste Baustähle haben Legierungszusätze, die auf der Stahloberfläche bei Bewitterung eine Oxidschicht bilden, die sie gegen atmosphärische Korrosion widerstandsfähiger macht. Die Oxidschicht wird zwar abgewittert, aber laufend wieder erneuert. Die Lebensdauer der Stähle kann auf die Lebensdauer des Bauwerks abgestimmt werden. Solche Stähle sind unter den Markennamen COR-TEN", TATINAX", RESISTA" auf dem Markt.

15 ALUMINIUM Geschichtliches Obwohl Aluminium mit ca. 7,3% Masseanteil in der Erdkruste das dritthäufigste Element und das weitverbreitetste Metall auf der Erde ist, gelang es erst Anfang des 19. Jahrhunderts (1825 in Dänemark, 1827 in Deutschland), reines Aluminium in geringen Mengen labormäßig zu gewinnen. Die Schmelzflußelektrolyse zur großtechnischen Herstellung von Aluminium wurde erst 1886 in den USA und gleichzeitig in Frankreich erfunden. Herstellung In der Natur kommt Aluminium nur als Aluminiumoxid AI 2 O 3 in Form von Tonerde vor. Aluminiumreiche Sedimente werden als Bauxit bezeichnet. Die Gewinnung des Reinaluminiums aus Bauxit erfolgt in zwei Stufen. Mittels Natronlauge (NaOH) wird aus dem Bauxit Aluminiumhydroxit ausgelaugt und anschließend durch Brennen vollständig zu reiner Tonerde AI 2 O 3 entwässert. Im Elektrolyseofen wird das Aluminium vom Sauerstoff bei einer Temperatur von 950 C gespalten. Für die Herstellung von einer Tonne Aluminium werden Kilowattstunden elektrischer Energie benötigt. Für Bauzwecke reicht die Festigkeit des Reinaluminiums nicht aus und muß deshalb durch Zusätze von Legierungselementen verbessert werden. Die wichtigsten Legierungszusätze sind Cu, Mg, Mn, Si und Zn. Neben den Legierungszusätzen haben auch die Abkühlgeschwindigkeit und die Kaltverformung Einfluß auf die Festigkeit des Aluminiumproduktes. Die Festigkeitsklassen von Aluminium sind in der DIN 4113 für tragende Bauteile genormt. Danach sind sechs Regellegierungen zugelassen. Anwendung Aluminium wird im Bauwesen in Form von gewalzten Profilen für Tragkonstruktionen, z.b. als Hohlprofile für Fensterkonstruktionen, sowie als Blech und Folie verwendet.

16 Korrosionsschutz Aluminium bildet an der Atmosphäre eine dichte Oxidschicht, die es vor weiterer Korrosion schützt. Diese graue, dünne Schicht wird jedoch nicht bei allen Bauteilen als ästhetisch befriedigend empfunden und ist außerdem bereits bei geringen mechanischen Belastungen verletzlich. Ein besserer Schutz kann durch le, Kunststoff, farb- oder metallische Überzüge, insbesondere aber durch die elektrolytische Oxidation Eloxal erreicht werden. Das Eloxieren von Aluminium ist in verschiedenen Farbtönen möglich. Auch eloxiertes Aluminium ist gegen Säuren und Alkalien, z.b. aus Putzen und Beton, empfindlich und kann dadurch in kurzer Zeit zerstört werden. Werden Aluminiumbauteile vor dem Verputzen eingebaut, sind sie durch farblose Schutzlacke oder Abziehlacke zu schützen.

17 KUPFER Kupfer kommt in der Natur als Kupferkies CuFeS 2 und Kupferglanz Cu 2 S mit Anteilen von 0,5-0,8 % Kupfer vor. Durch eine weitere Aufbereitung im sogenannten Schwimmverfahren und durch Rösten entsteht ein Kupferstein mit % Kupfer. Die Abtrennung des Schwefels kann durch Einblasen von Luft in die flüssige Schmelze erfolgen. Verwendung im Bauwesen Im Bauwesen wird ein sauerstoffreines, phosphorarmes Kupfer mit einem Reinheitsgrad von mind. 99,9 % Kupfer mit der Bezeichnung SF-CU nach DIN 1787 verwendet. Es wird insbesondere in Form von Blechen für Dachdeckung und Klempnerarbeiten in Dicken von 0,6 und 0,7 mm eingesetzt. Kupferrohre werden in bis zu 5 m langen Stangen oder aus Weichkupfer in bis zu 50 m langen Ringen für die Kalt- und Warmwasserinstallation sowie als Heizungs-, Öl- und Gasleitungen verwendet. Legierungen Legierungen aus Kupfer und Zinn werden als Bronze, aus Kupfer und Zink als Messing bezeichnet. Legierungen aus Kupfer, Nickel und Zink ergeben das sogenannte Neusilber. Kupfer wird auch noch in einer Reihe anderer Legierungsformen (siehe DIN 1718) angewandt.

18 Korrosionsverhalten Kupfer gehört zu den edlen Metallen und ist von den am Bau verwendeten Metallen am wenigsten korrosionsempfindlich. Es ist unempfindlich gegen Zement, Kalk und Gips. In der Atmosphäre bildet es eine selbstschützende, grüne Patina aus basischem Kupfersalz. Bei der gleichzeitigen Verwendung von Kupfer mit anderen Metallen, z.b. Stahl, Aluminium oder Zink, können diese "unedlen" Metalle durch elektrolytische Vorgänge angegriffen werden. Es ist daher stets darauf zu achten, daß bei Rohrinstallationen oder bei gleichzeitiger Verwendung von Kupfer und anderen Metallen am Dach in der Fließrichtung des Wassers Kupfer nach Stahl oder Zink angeordnet wird. Zwischen direkten Kontaktverbindungen müssen Isolierungen aus Bitumenpappe eingebaut werden.

19 TITANZINK Titanzink D-Zn bd wird aus elektrolytisch gewonnenem Reinzink mit 99,995 % Zinkanteil und geringen Zusätzen von Titan (0,1 bis 0,2 %) hergestellt. Durch den Zusatz von Titan verbessert sich die Dauerstandsfestigkeit und verringert sich die Wärmedehnung gegenüber Reinzink. Verwendung im Bauwesen Titanzink wird vorwiegend für Dacheindeckungen und Spenglerarbeiten in den Dicken von 0,6; 0,65; 0,7 und 0,8 mm verwendet. Die Ausführung von Dachrinnen und Regenfallrohren ist in der DIN und DIN genormt.

BERUFS- KUNDE. Fragen und Antworten. Eisenmetalle. Kapitel 2. BERUFSSCHULE ELEKTROMONTEURE Kapitel 2 Seite 1 BERUFSKUNDE

BERUFS- KUNDE. Fragen und Antworten. Eisenmetalle. Kapitel 2. BERUFSSCHULE ELEKTROMONTEURE Kapitel 2 Seite 1 BERUFSKUNDE BERUFSSCHULE ELEKTROMONTEURE Kapitel 2 Seite 1 BERUFS- KUNDE Kapitel 2 Eisenmetalle 40 n und en 2. Auflage 08. Mai 2006 Bearbeitet durch: Niederberger Hans-Rudolf dipl. dipl. Betriebsingenieur HTL/NDS

Mehr

2. Steckbrief 2: Welches Metall verbirgt sich hinter dem folgenden Steckbrief?

2. Steckbrief 2: Welches Metall verbirgt sich hinter dem folgenden Steckbrief? Moodle-Kurs: Metalle Test: Gebrauchsmetalle (Block 2) 1. Steckbrief 1: Welches Metall verbirgt sich hinter dem folgenden Steckbrief? Das gesuchte Metall ist ein silberglänzendes Leichtmetall. An seiner

Mehr

GMB 11.11.02. >5g/cm 3 <5g/cm 3. Gusseisen mit Lamellengraphit Gusseisen mit Kugelgraphit (Sphäroguss) (Magensiumbeisatz)

GMB 11.11.02. >5g/cm 3 <5g/cm 3. Gusseisen mit Lamellengraphit Gusseisen mit Kugelgraphit (Sphäroguss) (Magensiumbeisatz) GMB 11.11.02 1. Wie werden Metallische Werkstoffe eingeteilt? METALLE EISENWERKSTOFFE NICHTEISENWERKSTOFFE STÄHLE EISENGUSS- WERKSTOFFE SCHWERMETALLE LEICHTMETALLE >5g/cm 3

Mehr

TU Bergakademie Freiberg Institut für Werkstofftechnik Schülerlabor science meets school Werkstoffe und Technologien in Freiberg

TU Bergakademie Freiberg Institut für Werkstofftechnik Schülerlabor science meets school Werkstoffe und Technologien in Freiberg TU Bergakademie Freiberg Institut für Werkstofftechnik Schülerlabor science meets school Werkstoffe und Technologien in Freiberg PROTOKOLL Modul: Versuch: Physikalische Eigenschaften I. VERSUCHSZIEL Die

Mehr

Material Zustand Temp. Wellenlänge ε Aluminium Blech, 4 Muster unterschiedlich zerkratzt 70 LW 0,03-0,06 Aluminium Blech, 4 Muster unterschiedlich

Material Zustand Temp. Wellenlänge ε Aluminium Blech, 4 Muster unterschiedlich zerkratzt 70 LW 0,03-0,06 Aluminium Blech, 4 Muster unterschiedlich Material Zustand Temp. Wellenlänge ε Aluminium Blech, 4 Muster unterschiedlich zerkratzt 70 LW 0,03-0,06 Aluminium Blech, 4 Muster unterschiedlich zerkratzt 70 SW 0,05-0,08 Aluminium eloxiert, hellgrau,

Mehr

Technologie der Werkstoffe

Technologie der Werkstoffe Jürgen Rüge (t) Helmut Wohlfahrt 2008 AGI-Information Management Consultants May be used for personal purporses only or by libraries associated to dandelon.com network. Technologie der Werkstoffe Herstellung

Mehr

Kurzportraits wichtiger Metalle

Kurzportraits wichtiger Metalle Kurzportraits wichtiger Metalle Edelmetalle - Gold - Silber - Platin Basismetalle - Aluminium - Kupfer - Blei - Zinn - Zink - Eisenerz Edelmetalle Die Notierung von Edelmetallen erfolgt in USD je Feinunze

Mehr

Reinaluminium DIN 1712 Aluminiumknetlegierungen DIN 1725

Reinaluminium DIN 1712 Aluminiumknetlegierungen DIN 1725 Aluminium-Lieferprogramm Reinaluminium DIN 1712 Aluminiumknetlegierungen DIN 1725 Kurzzeichen Werkstoffnummern Zusammensetzung in Gew.-% Hinweise aud Eigenschaften und Verwendung Al 99,5 3.0255 Al 99,5

Mehr

SCHREINER LERN-APP: «2.9.1-2 METALLE UND LEGIERUNGEN»

SCHREINER LERN-APP: «2.9.1-2 METALLE UND LEGIERUNGEN» Welches sind bekannte Legierungen? Welches sind Eigenschaften praktisch aller Metalle? Welches waren die ersten bekannten Metalle? Welches sind bekannte reine Metalle? 676 Legierungen 673 Metalleigenschaften

Mehr

Schaubild Wege zum Stahl

Schaubild Wege zum Stahl Schaubild Wege zum Stahl Stahl-Informations-Zentrum Schaubild Hochofenanlage Abgedeckte Roheisenrinnen in der Hochofengießhalle während des Hochofenabstichs Wege zum Stahl Stahl ist aufgrund seiner vielseitigen

Mehr

Packung, Oktaeder-, Tetraederlücken, kubisch-innenzentrierte Packung, Raumausfüllung, Ionenstrukturen - abgeleitet von Ionendichtestpackungen,

Packung, Oktaeder-, Tetraederlücken, kubisch-innenzentrierte Packung, Raumausfüllung, Ionenstrukturen - abgeleitet von Ionendichtestpackungen, Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Thema: Metallbindung / Salzstrukturen Der metallische Zustand, Dichtestpackung von Kugeln, hexagonal-, kubischdichte Packung, Oktaeder-, Tetraederlücken, kubisch-innenzentrierte

Mehr

-1- Da wären die Elemente: Nr. 13 Aluminium, Al Nr. 47 Silber, Ag (lat. Argentum) Nr. 79 Gold, Au (lat. Aurum) -2-

-1- Da wären die Elemente: Nr. 13 Aluminium, Al Nr. 47 Silber, Ag (lat. Argentum) Nr. 79 Gold, Au (lat. Aurum) -2- -1- Da wären die Elemente: Nr. 13 Aluminium, Al Nr. 47 Silber, Ag (lat. Argentum) Nr. 79 Gold, Au (lat. Aurum) Actinium, Ac kommt in der Natur nur in Spuren vor. Americium, Am gehört zu den Actiniden und

Mehr

Herbstuniversität 2008. Stahlbau

Herbstuniversität 2008. Stahlbau Herbstuniversität 2008 Bauwerksplanung und Konstruktion Stahlbau Herbstuniversität 2008 1 Was ist Stahl? Herstellung und Produkte aus Stahl Eigenschaften des Werkstoffs Stahl Stahl im Zugversuch Prüfmaschine,

Mehr

Aluminium als Konstruktionswerkstoff in Ammoniakkreisläufen

Aluminium als Konstruktionswerkstoff in Ammoniakkreisläufen Aluminium als Konstruktionswerkstoff in Ammoniakkreisläufen Erfahrungen mit Aluminium Aluminium hat verglichen mit anderen Metallen eine erst kurze Geschichte der technischen Verwendung. Während vor ca.

Mehr

Intermetallische Systeme, ( Legierungen ) Metalle

Intermetallische Systeme, ( Legierungen ) Metalle Eigenschaften Metalle plastisch verformbar meist hohe Dichte ( Ausnahme: Leichtmetalle ) gute elektrische Leitfähigkeit gute Wärmeleitung optisch nicht transparent metallischer Glanz Intermetallische Systeme,

Mehr

Verfahren und Werkstoffe

Verfahren und Werkstoffe Verfahren und Werkstoffe Bei den Gießverfahren wird unterschieden zwischen Schwerkraftgießen und Gießen mit Anwendung von Druck. Eine weitere Unterscheidung erfolgt hinsichtlich der verwendeten Formen.

Mehr

Welche Metalle haben A als Anfangsbuchstaben in ihrem chemischen Symbol?

Welche Metalle haben A als Anfangsbuchstaben in ihrem chemischen Symbol? Vom_Metallerz_zum_Metall_Freiarbeit_Loesungen_zum_Quiz.doc 1 / 6 Antwort 1 Welche Metalle haben A als Anfangsbuchstaben in ihrem chemischen Symbol? Da wären die Elemente: Nr. 13 Aluminium, Al Nr. 47 Silber,

Mehr

Aluminium-Rundstangen EN AW-6026

Aluminium-Rundstangen EN AW-6026 Information zu: Aluminium-Rundstangen EN AW-6026 Hervorragender Korrosionswidersstand Gute Spanbildung Eloxier und Hartcoatierfähig RoHS-Konform Abmessungsbereich: ø 10-200 mm; gezogen =< ø 60 mm; gepresst

Mehr

1.10. Redoxreaktionen

1.10. Redoxreaktionen 1.10. Redoxreaktionen 1.10.1. Redoxgleichungen Beispiel 1: Magnesium reagiert mit Sauerstoff zu : Mg + O 2 Magnesium wird Beispiel 2: Magnesium reagiert mit Chlor zu : Mg + Cl 2 Magnesium wird Oxidation

Mehr

Werkstoffkunde Chemische Bindungsarten

Werkstoffkunde Chemische Bindungsarten Folie 1/27 Die Elektronen auf der äußersten Schale eines Atoms (Außenelektronen oder Valenzelektronen genannt) bestimmen maßgeblich die chemischen Eigenschaften. Jedes Atom hat dabei das Bestreben die

Mehr

4.3.2 System mit völliger Löslichkeit im festen Zustand 82 4.3.3 System mit teilweiser Löslichkeit im festen Zustand 83 4.3.

4.3.2 System mit völliger Löslichkeit im festen Zustand 82 4.3.3 System mit teilweiser Löslichkeit im festen Zustand 83 4.3. Inhalt Vorwort 1 Werkstoffe und Hilfsstoffe 1 2 Struktur und Eigenschaften der Metalle 3 2.1 Atomarer Aufbau, Kristallsysteme, Gitterfehler 3 2.1.1 Das Atom 3 2.1.2 Die atomaren Bindungsarten 4 2.1.3 Kristallsysteme

Mehr

www.alu-loeten.de 18 zuzügl. Versand. TMP-Universallot 37 TMP Löttests sind immer unerlässlich. Alle Angaben ohne Gewähr.

www.alu-loeten.de 18 zuzügl. Versand. TMP-Universallot 37 TMP Löttests sind immer unerlässlich. Alle Angaben ohne Gewähr. 18 zuzügl. Versand. Alle Angaben ohne Gewähr. Löttests sind immer unerlässlich. Frankfurter Str. 131/ 6550 Bad Camberg Tel. 06434-9135 oder Fax: 06434-37154 TMP-Universallot 37 Aluminium Weichlot mit Flussmittel

Mehr

Vom Bauxit zum Aluminium. Ein Beitrag von Sebastian Ehring und Thomas Surmann

Vom Bauxit zum Aluminium. Ein Beitrag von Sebastian Ehring und Thomas Surmann Vom Bauxit zum Aluminium Ein Beitrag von Sebastian Ehring und Thomas Surmann Vom Bauxit zum Aluminium Bauxittagebau in Australien Aluminium in Barrenform Fachhochschule Münster 2 Kurzübersicht 1. Geschichte

Mehr

Aluminium. Nun möchte ich euch was über das Vorkommen des Aluminiums erzählen:

Aluminium. Nun möchte ich euch was über das Vorkommen des Aluminiums erzählen: Aluminium S.g. Herr Professor, liebe Mitschüler, wir möchten euch heute unser Referat, über Eisen und Aluminium vorstellen. Als erstes werden wir mit dem Aluminium beginnen. Vorweg noch einige Angaben

Mehr

1. Die Stoffklasse der Metalle... 03. 2. Eigenschaften und Verwendung der Metalle... 04. 2.2 Eigenschaften und Verwendung wichtiger Metalle...

1. Die Stoffklasse der Metalle... 03. 2. Eigenschaften und Verwendung der Metalle... 04. 2.2 Eigenschaften und Verwendung wichtiger Metalle... KSO METALLE GF Skript Metalle GF V3.0 2012 Bor 2 INHALTSVERZEICHNIS "METALLE" 1. Die Stoffklasse der Metalle... 03 1.1 Historische Bezüge... 03 2. Eigenschaften und Verwendung der Metalle... 04 2.1 Flammenfärbung

Mehr

AWS ( American Welding Society ) unterscheidet Aluminium-Grundmaterialien in verschiedenen Gruppen entsprechend den verwendeten Legierungen

AWS ( American Welding Society ) unterscheidet Aluminium-Grundmaterialien in verschiedenen Gruppen entsprechend den verwendeten Legierungen Aluminium - Das weltweit drittgängigste chemische Element - Das gebräuchlichste metallische Material - 8% des Gewichts von Kristall - Gebräuchlichstes Rohmaterial ist Bauxit ( Aluminium Hydroxid ), dessen

Mehr

Spezielle Charakteristiken von Aluminium

Spezielle Charakteristiken von Aluminium Aluminium Das weltweit drittgängigste chemische Element Das gebräuchlichste metallische Material 8% des Gewichts von Kristall Gebräuchlichstes Rohmaterial ist Bauxit ( Aluminium Hydroxid ), dessen Konzentration

Mehr

Chemische Bindung. Chemische Bindung

Chemische Bindung. Chemische Bindung Chemische Bindung Atome verbinden sich zu Molekülen oder Gittern, um eine Edelgaskonfiguration zu erreichen. Es gibt drei verschiedene Arten der chemischen Bindung: Atombindung Chemische Bindung Gesetz

Mehr

GFS: Gewinnung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse

GFS: Gewinnung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse Sarah Neuwirth Chemie 4std Klassenstufe 13 / 17.01.2006 GFS: Gewinnung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse Aufbau: Ausgangsstoff für die Gewinnung: Bauxit Gewinnung von reinem Aluminiumoxid am

Mehr

Grundlagen der Elektrotechnik

Grundlagen der Elektrotechnik Grundlagen der Elektrotechnik Was hat es mit Strom, Spannung, Widerstand und Leistung auf sich Michael Dienert Walther-Rathenau-Gewerbeschule Freiburg 23. November 2015 Inhalt Strom und Spannung Elektrischer

Mehr

PERMINOX. Technische Dokumentation. Nichtrostender Betonrippenstahl

PERMINOX. Technische Dokumentation. Nichtrostender Betonrippenstahl PERMINOX Nichtrostender Betonrippenstahl Technische Dokumentation Nichtrostender Betonrippenstahl BSt 500 NR (IV NR) mit bauaufsichtlicher Zulassung des DIBt Berlin 2 Das Produkt PERMINOX sind nichtrostende

Mehr

Metalle. Dieses Skript gehört

Metalle. Dieses Skript gehört Metalle Metalle prägen unseren Alltag. Doch wo kommen sie eigentlich her und wofür werden sie verwendet? Metalle werden aus Erzen gewonnen. Das sind Mineralien, die in der Erdkruste enthalten sind. Die

Mehr

ALUNOX ist Ihr Programm: Aluminium.

ALUNOX ist Ihr Programm: Aluminium. ALUNOX ist Ihr Programm: Das ALUNOX Programm zu Schweißzusätze Aluminium AX-EAlSi5 AX-EAlSi12 Massivdrähte/ WIG-Stäbe AX-1040 AX-1450 AX-4043 AX-4047 AX-5087 AX-5183 AX-5356 AX-5754 AX-4043 Spritzdraht

Mehr

4.2 Metallkristalle. 4.2.1 Bindungsverhältnisse

4.2 Metallkristalle. 4.2.1 Bindungsverhältnisse 4.2 Metallkristalle - 75 % aller Elemente sind Metalle - hohe thermische und elektrische Leitfähigkeit - metallischer Glanz - Duktilität (Zähigkeit, Verformungsvermögen): Fähigkeit eines Werkstoffs, sich

Mehr

Aluminiumlegierungen Strangpressprodukte und Schmiedestücke

Aluminiumlegierungen Strangpressprodukte und Schmiedestücke AI AI sind die Leichtmetalle mit den ausgewogensten Eigenschaften. Neben dem niedrigen spezifischen Gewicht bieten sie je nach Legierung: gute Korrosionsbeständigkeit mittlere bis hohe Festigkeit gute

Mehr

Reverse-Charge-Verfahren - Unverbindliche Liste

Reverse-Charge-Verfahren - Unverbindliche Liste Reverse-Charge-Verfahren - Unverbindliche Liste DEUTSCHLAND: für Metallerzeugnisse - neue Anlage zu 13b Absatz 2 Nummer 11 UStG - gültig ab 01.10.2014 ÖSTERREICH: Lt. Österr. Bundesgesetz BGBl.Nr. 63/2013,

Mehr

Kohlenstoff. Härten ist eine Wärmebehandlung des Stahls. Der Stahl wird geglüht und anschliessend

Kohlenstoff. Härten ist eine Wärmebehandlung des Stahls. Der Stahl wird geglüht und anschliessend RT WK GP AB UE BU R Kontroll-Fragen Baulicher Unterhalt und Reparaturen für Fachfrau / Fachmann Betriebsunterhalt EFZ Baustoffe Metalle Beschreibung der Aufgabe: Neben dem Fachtext sind in blauer Farbe

Mehr

Bachelorprüfung. Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Werkstoffe des Bauwesens Univ.-Prof. Dr.-Ing. K.-Ch.

Bachelorprüfung. Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Werkstoffe des Bauwesens Univ.-Prof. Dr.-Ing. K.-Ch. Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Werkstoffe des Bauwesens Univ.-Prof. Dr.-Ing. K.-Ch. Thienel Bachelorprüfung Prüfungsfach: Geologie, Werkstoffe und Bauchemie Prüfungsteil:

Mehr

Edelstahl Rostfrei als Leichtmetall für Dach und Wand

Edelstahl Rostfrei als Leichtmetall für Dach und Wand Edelstahl Rostfrei als Leichtmetall für Dach und Wand Pierre-Jean Cunat, Technischer Direktor, Euro Inox, Brüssel Vortrag anläßlich des Symposiums Edelstahl Rostfrei in der Architektur, Berlin, 15. Juni

Mehr

Metallausbildung - 2. Ausbildungsjahr

Metallausbildung - 2. Ausbildungsjahr Im Metallbau werden selten reine Metalle verarbeitet, da vor allem ihre Festigkeit nicht ausreicht. Eine Legierung ist ein Gemisch aus mindestens zwei chemischen Elementen, von denen mindestens eines ein

Mehr

TITAN. Lieferprogramm

TITAN. Lieferprogramm TITAN Lieferprogramm Titan Grundlegende Eigenschaften: Titan verfügt über außergewöhnliche und innovative Produktvorzüge gegenüber anderen Werkstoffen. Durch ein geringes Gewicht von nur 56 Prozent der

Mehr

Aluminium. Silber aus Lehm

Aluminium. Silber aus Lehm Aluminium Silber aus Lehm Aluminium wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckt. Nach vergeblichen Versuchen des Engländers Humphrey Davy 1807, Tonerde mit Hilfe des elektrischen Stromes zu zerlegen,

Mehr

Empfohlene Hilfsmittel zum Lösen der Arbeitsaufträge: Arbeitsblätter, Theorieblätter, Fachbuch, Tabellenbuch und Ihr Wissen aus dem Praxisalltag

Empfohlene Hilfsmittel zum Lösen der Arbeitsaufträge: Arbeitsblätter, Theorieblätter, Fachbuch, Tabellenbuch und Ihr Wissen aus dem Praxisalltag 2.1.1 Aufbau der Materie (Arbeitsaufträge) Empfohlene Hilfsmittel zum Lösen der Arbeitsaufträge: Arbeitsblätter, Theorieblätter, Fachbuch, Tabellenbuch und Ihr Wissen aus dem Praxisalltag 1. Beim Bearbeiten

Mehr

Institut für Eisen- und Stahl Technologie. Seminar 2 Binäre Systeme Fe-C-Diagramm. www.stahltechnologie.de. Dipl.-Ing. Ch.

Institut für Eisen- und Stahl Technologie. Seminar 2 Binäre Systeme Fe-C-Diagramm. www.stahltechnologie.de. Dipl.-Ing. Ch. Institut für Eisen- und Stahl Technologie Seminar 2 Binäre Systeme Fe-C-Diagramm Dipl.-Ing. Ch. Schröder 1 Literatur V. Läpple, Wärmebehandlung des Stahls, 2003, ISBN 3-8085-1308-X H. Klemm, Die Gefüge

Mehr

C Si Mn P S Cr Ni Mo Ti. min. - - - - - 16,5 10,5 2,0 5xC. max. 0,08 1,0 2,0 0,045 0,03 18,5 13,5 2,5 0,7. C Si Mn P S Cr Ni Mo Ti N

C Si Mn P S Cr Ni Mo Ti. min. - - - - - 16,5 10,5 2,0 5xC. max. 0,08 1,0 2,0 0,045 0,03 18,5 13,5 2,5 0,7. C Si Mn P S Cr Ni Mo Ti N NICHTROSTENDER AUSTENITISCHER STAHL CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG (IN MASSEN-% NACH DIN EN 10088-3) C Si Mn P S Cr Ni Mo Ti min. - - - - - 16,5 10,5 2,0 5xC max. 0,08 1,0 2,0 0,045 0,03 18,5 13,5 2,5 0,7 CHEMISCHE

Mehr

Film der Einheit Metalle

Film der Einheit Metalle Film der Einheit Metalle Edle und unedle Metalle Produktionszahlen Metalle im Periodensystem der Elemente Herstellung einiger Metalle (Eisen, Aluminium, Kupfer) Kristallgitter und Bindungen in Metallen

Mehr

*DE102007048133A120090409*

*DE102007048133A120090409* *DE102007048133A120090409* (19) Bundesrepublik Deutschland Deutsches Patent- und Markenamt (10) (12) Offenlegungsschrift (21) Aktenzeichen: 10 2007 048 133.2 (22) Anmeldetag: 05.10.2007 (43) Offenlegungstag:

Mehr

Anfassen erlaubt. Aluminium in hochwertiger Edelstahloptik. unempfindlich gegen

Anfassen erlaubt. Aluminium in hochwertiger Edelstahloptik. unempfindlich gegen Anfassen erlaubt. Aluminium in hochwertiger Edelstahloptik unempfindlich gegen FINGERABDRÜCKE Aluminium in Edelstahloptik die intelligente Alternative zu Edelstahl... Aluminium in Edelstahloptik ist ein

Mehr

Saurer Regen, was ist das?

Saurer Regen, was ist das? Saurer Regen, was ist das? 1. SO x (x=2,3) => SO 2 und SO 3 SO 2 + H 2 O H 2 SO 3 (schwefelige Säure) SO 3 + H 2 O H 2 SO 4 (Schwefelsäure) 2. NO x (x=1,2) 2 NO + H 2 O + ½O 2 2 H NO 2 (salpetrige Säure)

Mehr

3. Stahlerzeugung. 3.1. Verfahren zur Stahlerzeugung. 3.1.1. Ziel aller Stahlerzeugungsverfahren

3. Stahlerzeugung. 3.1. Verfahren zur Stahlerzeugung. 3.1.1. Ziel aller Stahlerzeugungsverfahren 3. Stahlerzeugung 3.1. Verfahren zur Stahlerzeugung 3.1.1. Ziel aller Stahlerzeugungsverfahren Roheisen enthält noch eine Reihe von Elementen, z. B. über 4 Masse-% Kohlenstoff, aber auch Silizium, Mangan,

Mehr

Stoff, Reinstoff, Gemisch, homogenes Gemisch, heterogenes Gemisch. Reinstoff, Element, Verbindung. Zweiatomige Elemente.

Stoff, Reinstoff, Gemisch, homogenes Gemisch, heterogenes Gemisch. Reinstoff, Element, Verbindung. Zweiatomige Elemente. 1 1 Einteilung der Stoffe: Stoff, Reinstoff, Gemisch, homogenes Gemisch, heterogenes Gemisch Stoff Reinstoff Mischen Gemisch Bei gleichen Bedingungen (Temperatur, Druck) immer gleiche Eigenschaften (z.b.

Mehr

Materialdatenblatt. EOS Aluminium AlSi10Mg. Beschreibung

Materialdatenblatt. EOS Aluminium AlSi10Mg. Beschreibung EOS Aluminium AlSi10Mg EOS Aluminium AlSi10Mg ist eine Aluminiumlegierung in feiner Pulverform, die speziell für die Verarbeitung in EOSINT M-Systemen optimiert wurde. Dieses Dokument bietet Informationen

Mehr

Brennstoffzellen. Proton-Exchange-Membran-Fuel-Cell (PEM-Brennstoffzellen) Zellspannung: 0,5 bis 1 V (durch Spannungsverluste)

Brennstoffzellen. Proton-Exchange-Membran-Fuel-Cell (PEM-Brennstoffzellen) Zellspannung: 0,5 bis 1 V (durch Spannungsverluste) Brennstoffzellen Kennzeichen: Im Gegensatz zu Akkumulatoren, wo Substanzen während des Entladens aufgebraucht werden, werden bei der Stromentnahme aus Brennstoffzellen die Edukte laufend zugeführt. Brennstoffzellen

Mehr

NE-METALLE NE-METALLE

NE-METALLE NE-METALLE NE-METALLE NE-METALLE Inhalt NE-METALLE Allgemeines Werkstoffübersicht... 3 Technische Daten... 4 Aluminium Bleche... 6 Lochbleche... 8 Warzenbleche... 8 Stangen Flachstangen... 9 Rundstangen... 11 Vierkantstangen...

Mehr

Lingenhöle - Wärmebehandlungstechnologien

Lingenhöle - Wärmebehandlungstechnologien Lingenhöle - Wärmebehandlungstechnologien Glühen Unter Glühen versteht man die Behandlung eines Werkstückes bei einer bestimmten Temperatur, mit einer bestimmten Haltedauer und einer nachfolgenden, der

Mehr

Elektronenpaarbindung (oder Atombindung) Nichtmetallatom + Nichtmetallatom Metallatom + Nichtmetallatom 7. Welche Bindungsart besteht jeweils?

Elektronenpaarbindung (oder Atombindung) Nichtmetallatom + Nichtmetallatom Metallatom + Nichtmetallatom 7. Welche Bindungsart besteht jeweils? LÖSUNGEN Probetest 1 Kap. 03 Theorie Name: 1. C = Kohlenstoff Ag = Silber Br = Brom Schwefel = S Lithium = Li Uran = U 2. Aluminium - Finde die richtigen Zahlen mit Hilfe deines PSE: Massenzahl: 27 Ordnungszahl:

Mehr

Grundlagen Chemie. Dipl.-Lab. Chem. Stephan Klotz. Freiwill ige Feuerwehr Rosenheim

Grundlagen Chemie. Dipl.-Lab. Chem. Stephan Klotz. Freiwill ige Feuerwehr Rosenheim Grundlagen Dipl.-Lab. Chem. Stephan Klotz Freiwill ige Feuerwehr Rosenheim Einführung Lernziele Einfache chemische Vorgänge, die Bedeutung für die Feuerwehrpraxis haben, erklären. Chemische Grundlagen

Mehr

Spezielle Baustofflehre Baumetalle

Spezielle Baustofflehre Baumetalle Spezielle Baustofflehre Baumetalle Thomas A. BIER Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik, Leipziger Straße 28, 09596 Freiberg, Baumetalle Stahl und Eisen Aluminium Kupfer Zink Titan Blei Anwendungen

Mehr

2. Roheisenerzeugung. 2.1. Rohstoffe und Erzaufbereitung. 2.1.1. Eisenerze und Erzvorkommen. Eisenerz. 2.1.2. Erzaufbereitung

2. Roheisenerzeugung. 2.1. Rohstoffe und Erzaufbereitung. 2.1.1. Eisenerze und Erzvorkommen. Eisenerz. 2.1.2. Erzaufbereitung 2. Roheisenerzeugung 2.1. Rohstoffe und Erzaufbereitung 2.1.1. Eisenerze und Erzvorkommen Eisen kommt in der Erdrinde nicht als reines Element vor, sondern nur in chemischen Verbindungen, meist als Oxid,

Mehr

Einheiten und Einheitenrechnungen

Einheiten und Einheitenrechnungen Chemie für Studierende der Human- und Zahnmedizin WS 2013/14 Übungsblatt 1: allgemeine Chemie, einfache Berechnungen, Periodensystem, Orbitalbesetzung, Metalle und Salze Einheiten und Einheitenrechnungen

Mehr

Die folgenden Informationen wurden uns freundlicherweise vom Verlag Stahlschlüssel (http://www.stahlschluessel.de/) zur Verfügung gestellt:

Die folgenden Informationen wurden uns freundlicherweise vom Verlag Stahlschlüssel (http://www.stahlschluessel.de/) zur Verfügung gestellt: Die folgenden Informationen wurden uns freundlicherweise vom Verlag Stahlschlüssel (http://www.stahlschluessel.de/) zur Verfügung gestellt: Legierungselemente Einfluss der Legierungen auf Stahl Bei den

Mehr

Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde:

Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Ionenbindung, Koordinationspolyeder, ionische Strukturen, NaCl, CsCl, ZnS, Elementarzelle, Gitter, Gitterkonstanten, 7 Kristallsysteme, Ionenradien, Gitterenergie

Mehr

Eloxierte Oberflächen

Eloxierte Oberflächen Eloxierte Veredelungsverfahren können in zwei generelle Ausführungen unterteilt werden. Aufbauend auf dem Herstellungsverfahren für diese Oberflächen sind das: Eloxierte Oberflächen basierend auf elektrochemischen

Mehr

6. NICHTEISENMETALLE UND IHRE VERBINDUNGEN

6. NICHTEISENMETALLE UND IHRE VERBINDUNGEN 6. NICHTEISENMETALLE UND IHRE VERBINDUNGEN 6.1 KUPFER Dichte: 8,94 kg/dm 3 Schmelzpunkt: 1083 C Elektrische Leitfähigkeit: 56 bis 58 m/ωmm 2 je nach Reinheitsgrad Mit einem Massenanteil von 0,01% steht

Mehr

Grundlagen der Chemie Metalle

Grundlagen der Chemie Metalle Metalle Prof. Annie Powell KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft www.kit.edu Metalle 75% aller chemischen Elemente sind Metalle. Typische

Mehr

G E B R A U C H S A N W E I S U N G für PERKEO ALU-WELD

G E B R A U C H S A N W E I S U N G für PERKEO ALU-WELD G E B R A U C H S A N W E I S U N G für PERKEO ALU-WELD Aluminium Schweißen bei nur 380 C Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, ist es wichtig, diese Gebrauchsanleitung sorgfältig durchzulesen. Die Arbeitstechnik

Mehr

Vom Bauxit zum Aluminium. Anders Ochel

Vom Bauxit zum Aluminium. Anders Ochel Vom Bauxit zum Aluminium Anders Ochel Inhaltsverzeichnis Geschichte des Aluminiums Allgemeine Informationen zum Aluminium Herstellung Gewinnung des reinen Oxids Bayer-Verfahren (Nasser Aufschluss) Trockender

Mehr

1.11 Welcher Stoff ist es?

1.11 Welcher Stoff ist es? L *** 1.11 Welcher Stoff ist es? Didaktisch-methodische Hinweise Im Arbeitsblatt wird der Versuch des Lösens von vier verschiedenen Salzen in Wasser in einem Labor beschrieben. Aus Zahlenangaben müssen

Mehr

Teilnehmer: Name Vorname Position

Teilnehmer: Name Vorname Position Anmeldung AHC Kunden Workshop : Für folgende Termine: Veranstaltungsort: AHC Oberflächentechnik GmbH Werk Kerpen / Medienraum Boelckestr. 25-57 50171 Kerpen Teilnehmerfirma: Personenanzahl: Teilnehmer:

Mehr

LB1 Stoffe. LB1 Stoffe. LB1 Stoffe. Womit beschäftigt sich die Chemie?

LB1 Stoffe. LB1 Stoffe. LB1 Stoffe. Womit beschäftigt sich die Chemie? Lernkartei Klasse 7 LB1: Stoffe Womit beschäftigt sich die Chemie? LB1 Stoffe mit den Stoffen, ihren Eigenschaften und ihren Veränderungen (Stoffumwandlungen) Was sind Stoffe? LB1 Stoffe Stoffe sind die

Mehr

Modulbeschreibung. Eisen- und Stahlerzeugung. Schularten: Fächer: Zielgruppen: Autor: Zeitumfang: Ca. sechs Stunden

Modulbeschreibung. Eisen- und Stahlerzeugung. Schularten: Fächer: Zielgruppen: Autor: Zeitumfang: Ca. sechs Stunden Modulbeschreibung Schularten: Fächer: Zielgruppen: Autor: Zeitumfang: Werkrealschule; Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft (WRS/HS); 9 (WRS/HS), Guido Hennrich Ca. sechs Stunden Stahl ist seit Beginn der

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Einleitung 13. 1. Metallographische Arbeitsverfahren 15

Inhaltsverzeichnis. Einleitung 13. 1. Metallographische Arbeitsverfahren 15 Inhaltsverzeichnis Einleitung 13 1. Metallographische Arbeitsverfahren 15 1.1. Ziel und Methoden metallographischer Untersuchungen 15 1.2. Lichtmikroskopie 16 1.2.1. Optische Grundlagen 16 1.2.1.1. Polarisation

Mehr

Schulinterne Lehrpläne Naturwissenschaften 7.1 Veränderungen von Stoffen/Chem. Reaktionen (Lehrwerk Prisma Naturwissenschaften 7/8)

Schulinterne Lehrpläne Naturwissenschaften 7.1 Veränderungen von Stoffen/Chem. Reaktionen (Lehrwerk Prisma Naturwissenschaften 7/8) Schulinterne Lehrpläne Naturwissenschaften 7.1 Veränderungen von Stoffen/Chem. Reaktionen (Lehrwerk Prisma Naturwissenschaften 7/8) Unterrichtsvorhaben Kompetenz 1 Kompetenz 2 Methodische VERHALTEN IM

Mehr

Hightech by Gerster: Gasnitrieren.

Hightech by Gerster: Gasnitrieren. Hightech by Gerster: Gasnitrieren. Mit neuester Technologie zu Spitzenresultaten. Das Gasnitrieren gehört zur Gruppe der ther mochemischen Diffusionsverfahren. Bei Be handlungstemperaturen von 480 C bis

Mehr

Vergleich der Werkstoffzustandsbezeichnungen im Anhang, Technische Informationen Seite 47.

Vergleich der Werkstoffzustandsbezeichnungen im Anhang, Technische Informationen Seite 47. ALUMINIUM-PLATTEN PLATTENZUSCHNITTE DIN EN 458-1/-2/-4 spannungsarm gereckt / umlaufend gesägte Kanten im rechteckigen Zuschnitt / als Ring oder Ronde in Standardformaten Dicke Legierung/Zustand in mm

Mehr

Geschichtliche Entwicklung und Eigenschaften, warum die Metalle heutzutage genutzt werden: Kupfer, Eisen, Zinn, Gold, Silber, Blei, Quecksilber

Geschichtliche Entwicklung und Eigenschaften, warum die Metalle heutzutage genutzt werden: Kupfer, Eisen, Zinn, Gold, Silber, Blei, Quecksilber Geschichtliche Entwicklung und Eigenschaften, warum die Metalle heutzutage genutzt werden: Kupfer, Eisen, Zinn, Gold, Silber, Blei, Quecksilber Kupfer Eigenschaften und Verwendung heute Kupfer ein vielseitiges

Mehr

Überwachungszertifikat

Überwachungszertifikat Überwachungszertifikat Zertifizierte Tätigkeiten nach 56 KrWG: * Sammeln * Befördern * Lagern * Behandeln * ALBA Metall Süd Rhein-Main GmbH ; 60314 Frankfurt/M. Entsorgungsfachbetrieb - Einhaltung der

Mehr

In der Anlage dürfen die in der folgenden Tabelle genannten Abfälle gelagert bzw. behandelt werden:

In der Anlage dürfen die in der folgenden Tabelle genannten Abfälle gelagert bzw. behandelt werden: Stoffkatalog gem. 1. Änderungsgenehmigung der Bezirksregierung Arnsberg vom 15.12.2000 in der Fassung der Berichtigung vom 4.1.2001 und der Entscheidung gem. 15 II BImSchG vom 15.2.2001, durch Umschlüsselung

Mehr

Grundlagen der Chemie

Grundlagen der Chemie 1 Die Metallbindung Hartstoffe 75% aller chemischen Elemente sind. Typische Eigenschaften: 1. Die Absorption für sichtbares Licht ist hoch. Hieraus folgt das große Spiegelreflexionsvermögen. Das ist die

Mehr

a.) Wie groß ist die Reaktionsenthalpie für die Diamantbildung aus Graphit? b.) Welche Kohlenstoffform ist unter Standardbedingungen die stabilere?

a.) Wie groß ist die Reaktionsenthalpie für die Diamantbildung aus Graphit? b.) Welche Kohlenstoffform ist unter Standardbedingungen die stabilere? Chemie Prüfungsvorbereitung 1. Aufgabe Folgende Reaktionen sind mit ihrer Enthalpie vorgegeben C (Graphit) + O 2 CO 2 R = 393,43 KJ C (Diamant) + O 2 CO 2 R = 395,33 KJ CO 2 O 2 + C (Diamant) R = +395,33

Mehr

Physik für Mediziner im 1. Fachsemester

Physik für Mediziner im 1. Fachsemester Physik für Mediziner im 1. Fachsemester #12 10/11/2010 Vladimir Dyakonov dyakonov@physik.uni-wuerzburg.de Konvektion Verbunden mit Materietransport Ursache: Temperaturabhängigkeit der Dichte In Festkörpern

Mehr

Ammoniaksynthese nach Haber-Bosch

Ammoniaksynthese nach Haber-Bosch Sarah Kiefer, Thomas Richter Ammoniaksynthese nach Haber-Bosch 1. Allgemeine Einführung 2. Chemisches Grundprinzip 3. Industrielle Umsetzung 4. Anwendung und Auswirkungen 1. Allgemeine Einführung Steckbrief:

Mehr

Hinweise für den Anwender

Hinweise für den Anwender Schweißen von korrosions- und hitzebeständigen Stählen Nichtrostende und hitzebeständige Stähle können mit einigen Einschränkungen mit den Schmelz- und Preßschweißverfahren gefügt werden, die für un- und

Mehr

C Si Mn P S Cr Ni Ti. min. - - - - - 17,0 9,0 5xC. max. 0,08 1,0 2,0 0,045 0,03 19,0 12,0 0,7. C Si Mn P S Cr Ni Ti. min. - - - - - 17,0 9,0 5x(C+N)

C Si Mn P S Cr Ni Ti. min. - - - - - 17,0 9,0 5xC. max. 0,08 1,0 2,0 0,045 0,03 19,0 12,0 0,7. C Si Mn P S Cr Ni Ti. min. - - - - - 17,0 9,0 5x(C+N) NICHTROSTENDER AUSTENITISCHER STAHL CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG (IN MASSEN-% NACH DIN EN 10088-3) C Si Mn P S Cr Ni Ti min. - - - - - 17,0 9,0 5xC max. 0,08 1,0 2,0 0,045 0,03 19,0 12,0 0,7 CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG

Mehr

KOMPLETTE PRODUKTIONSKETTE

KOMPLETTE PRODUKTIONSKETTE 2 KOMPLETTE PRODUKTIONSKETTE WÄRMEBEHANDLUNG MASCHINENBEARBEITUNG WALZEN LACKIERUNG LAGER STAHLHERSTELLUNG Die Vereinigung zwischen Esti und Acciaierie Venete war die Geburtsstunde einer neuen Wirklichkeit,

Mehr

Rudyard Kipling (1865-1936)

Rudyard Kipling (1865-1936) Gold is for the mistress - silver for the maid Copperforthe craftsman cunning in his trade. "Good!" said the Baron, sitting in his hall But iron - cold iron, is master of them all. Rudyard Kipling (1865-1936)

Mehr

Die galvanische Beschichtung von Aluminium

Die galvanische Beschichtung von Aluminium Die galvanische Beschichtung von Aluminium 1 Die Herausforderung Zum galvanisieren bedarf es einer metallisch reinen Oberfläche. Aluminium ist sehr unedel (Normalpotential: 1,676 V) und bildet binnen Sekunden

Mehr

Aluzinc im Bauwesen. ARCELOR FCS COMMERCIAL Arcelor Group S T E E L F O R L I F E

Aluzinc im Bauwesen. ARCELOR FCS COMMERCIAL Arcelor Group S T E E L F O R L I F E Seit mehr als 25 Jahren beweist Aluzinc seine ausgezeichnete Korrosionsfestigkeit gegen Witterungseinflüsse als Ergebnis der Zusammenwirkung von Aluminium und Zink. Aluzinc im Bauwesen Beständige, natürliche

Mehr

Aluminium. Kennwert DIN. Aluminium- Knetlegierungen. Al 99,99

Aluminium. Kennwert DIN. Aluminium- Knetlegierungen. Al 99,99 Kennwerte Kennwert Reinstaluminium Al 99,99 Aluminium- Knetlegierungen Dichte in g/cm³ 2,7 2,64 - (EN AW-5019) 2,85 (EN AW-2007) Thermischer Ausdehnungskoeffizient in 10-6 / K im Bereich 20 bis 100 C Elektrische

Mehr

FWU Schule und Unterricht. FWU-Klassiker Moderne Eisen- und Stahlgewinnung. FWU das Medieninstitut der Länder

FWU Schule und Unterricht. FWU-Klassiker Moderne Eisen- und Stahlgewinnung. FWU das Medieninstitut der Länder FWU Schule und Unterricht DVD 46 10382 15 min, Farbe FWU-Klassiker Moderne Eisen- und Stahlgewinnung FWU das Medieninstitut der Länder 00 Lernziele nach Lehrplänen und Schulbüchern Einblick erhalten in

Mehr

Element. Verbindung. Reinstoff. Gemisch

Element. Verbindung. Reinstoff. Gemisch Element Reinstoff, der chemisch nicht mehr zersetzt werden kann dessen Teilchen (Atome oder Moleküle) aus einer einzigen Atomart (gleiche Ordnungszahl) besteht Verbindung = Reinstoff, der sich in Elemente

Mehr

Anhang SAMMELN zum Zertifikat eines Entsorgungsfachbetriebes T Ü O

Anhang SAMMELN zum Zertifikat eines Entsorgungsfachbetriebes T Ü O Dok.-Nr.: A418 Rev.-Nr.: 05 Seite 1 von 7 Anhang Nr. 1 Zertifizierte abfallwirtschaftliche ätigkeit Sammeln Zertifizierter Standort des Efb Firmenname Mölter GmbH (Firmenbezeichnung) Metall - Recycling

Mehr

Bindungsarten und ihre Eigenschaften

Bindungsarten und ihre Eigenschaften Bindungsarten und ihre Eigenschaften Atome sowohl desselben als auch verschiedener chemischer Elemente können sich miteinander verbinden. Dabei entstehen neue Stoffe, die im Allgemeinen völlig andere Eigenschaften

Mehr

Silber & Silberlegierungen

Silber & Silberlegierungen WERSTOFFINFORMATION WE NOW HOW Silber & Silberlegierungen. Feinsilber Feinsilber weist die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller Metalle auf. Es ist resistent gegen Oxidbildung. Nachteilig

Mehr

Metalle Eisenwerkstoffe Stähle (Konstruktionsstahl, Baustahl, Werkzeugstahl, Edelstahl)

Metalle Eisenwerkstoffe Stähle (Konstruktionsstahl, Baustahl, Werkzeugstahl, Edelstahl) Wissenswertes Sorten Bleche und Lochblech Streckmetall (Streckgitter) Drahtgewebe Rohre Stangen und Stäbe Draht Dr. Sascha Peters hat die Rubrik Wissenswertes für die Kapitel e, e,,, und verfasst. Elektrisch

Mehr

Anlage zur Akkreditierungsurkunde D PL 19508 01 00

Anlage zur Akkreditierungsurkunde D PL 19508 01 00 Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH Anlage zur Akkreditierungsurkunde D PL 19508 01 00 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 Gültigkeitsdauer: 01.09.2014 bis 31.08.2019 Ausstellungsdatum: 01.09.2014 Urkundeninhaber:

Mehr

2. Einführung in die Technische Keramik

2. Einführung in die Technische Keramik 2. Einführung in die Technische Keramik 2.1 Werkstoffe, Eigenschaften und resultierende Anwendungen Heidrun Grycz Saint Gobain Advanced Ceramics Lauf GmbH Lauf a. d. Pegnitz Elke Vitzthum CeramTec AG Lauf

Mehr

ein international tätiges Unternehmen

ein international tätiges Unternehmen JACQUET ein international tätiges Unternehmen Weltgrößter Konsument von Edelstahl Quarto Blechen ca. 450 Mitarbeiter 3 Niederlassungen in 20 Ländern / 22 Produktionsstandorte 7.500 Kunden in 60 Ländern

Mehr

Musterprüfung Chemie Klassen: MPL 09 Datum: 14. 16. April 2010

Musterprüfung Chemie Klassen: MPL 09 Datum: 14. 16. April 2010 1 Musterprüfung Chemie Klassen: MPL 09 Datum: 14. 16. April 2010 Themen: Metallische Bindungen (Skript S. 51 53, inkl. Arbeitsblatt) Reaktionsverlauf (Skript S. 54 59, inkl. Arbeitsblatt, Merke, Fig. 7.2.1

Mehr

LICHTBOGENSCHWEISSEN VON KUPFER UND KUPFERLEGIERUNGEN

LICHTBOGENSCHWEISSEN VON KUPFER UND KUPFERLEGIERUNGEN LICHTBOGENSCHWEISSEN VON KUPFER UND KUPFERLEGIERUNGEN Robert Lahnsteiner MIG WELD GmbH Deutschland Landau/Isar LEGIERUNGSTYPEN AUS SCHWEISSTECHNISCHER SICHT Reinkupfer (+) Kupfer mit geringen Legierungsbestandteilen

Mehr