Redundante Anbindung im X-WiN

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1 Redundante Anbindung im X-WiN DFN Betriebstagung Oktober 2008 Thomas Schmid,

2 Motivation Dürfte jedem klar sein Erhöhung der Verfügbarkeit Schutz gegen Ausfall der Zugangsleitung Schutz gegen Ausfall des Kernnetzrouters Schutz gegen Stromausfall am Kernnetzknoten (s.u.) Ziel Einheitliche Lösung Bündel von unterschiedlichen Ansätzen skaliert nicht und ist auch nicht stabil und wartbar BT Feb Thomas Schmid, Seite 2

3 Randbedingungen Getrennte Führung der Hauptleitung und Nebenleitung Nebenleitung besitzt 1/3 der Bandbreite der Hauptleitung (optional auch mehr) Option auf gleichzeitige Nutzung beider Leitungen im laufenden Betrieb Einheitliche Lösung für alle Lösung muss von möglichst vielen KR- Plattformen unterstützt werden Unterstützung für 2 KRs beim Anwender Keep it simple, stupid! Stabil, robust, skalierbar, BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 3

4 Routing allgemein Wie funktioniert das Routing bei mehreren Ausgängen? B X-WiN C D A KR A D KR B C KR Das Routing in Richtung KR erfolgt im Regelfall anhand der internen Routingkosten (IS-IS/OSPF-Kosten) im X-Win. BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 4

5 Routing Auslastung A peert mit Upstream? -> Verkehr geht über Leitung 1! Es existiert keine Möglichkeit der Lastverteilung, außer die Kosten für die beiden Wege A D KR und A B C KR sind zufällig identisch (was im X-Win aber nicht der Fall ist). B A X-WiN C D 1 Upstream KR Es existieren (experimentelle) Protokolle, die eine Lastverteilung liefern würden (z.b. Cisco Optimized Edge Routing). Jedoch für Einsatz im X-Win nicht geeignet (Enterprise Release, ). BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 5

6 Routing Auslastung Ausfall A-D: Upstreamverkehr geht über Leitung 2! D.h. Topologieänderungen im X-WiN haben direkte Auswirkungen auf die Auslastung der Zugangsleitungen, falls z.b. keine MEDs zum Einsatz kommen. (s. Forum) B A X-WiN C D 2 1 Upstream KR BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 6

7 Karten legen Welche Optionen hat man? Statische Routen Channeling/Tunnel-Protokolle Dynamische Routingprotokolle VPN-basierte Lösungen? BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 7

8 Option statische Routen Statische Routen (floating statics) Router Netz Next Hop A /24 KR, best A /24 B B X-WiN A KR /24 BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 8

9 Option statische Routen Statische Routen (floating statics) Router Netz Next Hop A /24 KR, best A /24 B, best (Redistribution statisch -> BGP) B X-WiN A KR /24 BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 9

10 Problem mit floating statics Bei Ethernet keine Signalisierung eines Leitungsausfalls Die statische Route floated nicht Mögliche Auswege: Link Loss Forwarding Der Carrier signalisiert einen Ausfall der Verbindung durch einen link down. Problem: Zuverlässigkeit, Unterstützung durch Carrier nicht immer gegeben. BFD for statics Derzeit nicht auf den Routern unterstützt Nicht auf allen KRs verfügbar Tunnel Performance Probleme, MTU Probleme, zu viele Unsicherheiten BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 10

11 Lastverteilung? Lässt sich evtl. doch eine Lastverteilung über beide Leitungen erreichen? Szenario1 Szenario 1: Lastverteilung über dyn. Routing X-WiN -> Anwender möglich. Gegenrichtung schwierig. X-WiN Szenario2 Szenario 2: Lastverteilung über Port-Channel oder dyn. Routing in beiden Richtungen möglich Aber: keine Redundanz bei Ausfall des Routers am Kernnetzknoten BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 11

12 Lastverteilung 2 Standorte Vielleicht so? B X-WiN A KR Auf Router A enden die Zugangsleitung sowie ein VLAN vom KR. Die Router A und KR machen Port-Channeling oder dyn. Routing VLAN In der Praxis wird Port-Channeling mit VLANs derzeit leider nicht unterstützt. Generell das Problem, dass Verkehr doppelt über die Kernnetzleitung A-B geführt wird skaliert nicht. Außerdem: Zugangsleitungen besitzen unterschiedliche Bandbreiten. BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 12

13 Zwischenstand Ohne dynamisches Routingprotokoll geht es nicht Floating statics nicht anwendbar Port-Channeling nur back-to-back Lastverteilung auch bei dynamischem Routing nur eingeschränkt möglich BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 13

14 Welches Routingprotokoll? Auswahl an Routingprotokollen: OSPF, IS-IS, RIP, BGP, EIGRP, Im X-WiN in Verwendung: OSPF, BGP, IS-IS Beim Anwender in Verwendung? BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 14

15 OSPF Internes Routingprotokoll D.h. Schutz des X-WiN Routings wichtig! Ergo dedizierter OSPF-Prozess pro Anwender Belegt viele Ressourcen auf dem Router Dann Redistribution in internen OSPF/BGP Prozess Das selbe beim Anwender Schlechte Filter-Möglichkeiten Schlechte Skalierbarkeit komplexer und fehleranfälliger Aufbau Andere NRNs schlechte Erfahrung mit dieser Lösung Pluspunkte: schnelle Konvergenz BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 15

16 Weitere Routingprotokolle IS-IS Problematik ähnlich wie bei OSPF RIP Flooding, Kontrolle, EIGRP Cisco Proprietär BGP Am besten BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 16

17 BGP Externes Routingprotokoll Nebenleitungsszenario ist externes Szenario Bewährt und auf (fast) allen Plattformen unterstützt Langjährige Erfahrung Gut standardisiert Stabil, robust, skaliert (s. Internet ) Pro Anwender eigenes AS Mehr dazu morgen im Forum BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 17

18 Anwender nicht am Standort Anwender befindet sich nicht am Kernnetzstandort X-WiN 1 oder 2 KRs, Volle Redundanz durch doppelte Wegführung gegeben BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 18

19 Anwender am Kernnetzstandort Anwender ist am Kernnetzstandort Standort 1 Führung der Nebenleitung erfolgt über DWDM Geräte am Kernnetzstandort! Kein 100% Schutz gegen totalen Stromausfall am KNK Aber: von einem solchen Stromausfall ist auch das KR- Equipment betroffen. D.h. keine wesentliche Einschränkung Standort 2 BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 19

20 Routingszenarien 2 Möglichkeiten: gesamter Verkehr auf Hauptleitung, Nebenleitung macht Backup beide Leitungen im laufenden Betrieb verwenden, bei Ausfall einer Leitung übernimmt jeweils die andere Leitung Aber: 50:50 (bzw. 2/3:1/3) Auslastung in beiden Richtungen unrealistisch Leitungen enden auf einem oder zwei KRs BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 20

21 Migration Status Quo: Statische Routen Konfiguration BGP Kann im laufenden Betrieb parallel geschehen BGP Routen werden schlechter bewertet als statische Routen (falls identisch, s.u.) Funktionsfähigkeit kann schon geprüft werden Dann Abschalten des statischen Routings Sollte Unterbrechungsfrei von statten gehen, da BGP Routinginformation schon vorhanden Sonderfall: Subnetze wg. Lastverteilung Werden in jedem Fall bevorzugt. BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 21

22 Hardwareanforderungen Kommt drauf an Wenn nur die eigenen Netze annonciert werden und von uns nur der Default sehr geringe zusätzliche Anforderung an den Router Betrifft nur Signalisierung, nicht Forwarding! Wenn die volle Routingtabelle annonciert werden soll, wird v.a. Speicher und CPU benötigt! Hardwareempfehlung? Nein: Empfehlung kann nur nach eingehender Analyse ihrer Anforderungen an den Router ausgesprochen werden. Forwarding-Rate? Firewall/Filter-Funktion? Accounting/Netflow? ( ) Routing-Protokolle eher zweitrangig, da ressourcenschonend und ohnehin sehr gut unterstützt BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 22

23 Beratung und Hilfe Zum Nebenleitungsszenario jederzeit Blick über die Konfiguration (Cisco) Einrichtung Tests Darüber hinaus ( wie integriere ich die Lösung in meine bestehende Infrastruktur? ) können wir wenig Unterstützung anbieten. BT Oktober 2008 Thomas Schmid, Seite 23

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