Leistungsbeschreibungen CJG Hermann-Josef-Haus MutterKindZentrum - Haus Regina. Perspektivklärung für Säuglinge und Kleinkinder

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1 Allgemeine Beschreibung der Hilfeform Die Säuglings- und Kleinkindergruppe ist eine Perspektivklärungsgruppe, in der Säuglinge und Kleinkinder ohne ihre Eltern aufgenommen werden bzw. Inobhut genommen werden können. Unser Ziel ist es, schnellst möglich zu klären, ob das Kind in die Ursprungsfamilie zurückgeführt werden kann, oder ob eine Unterbringung in eine Pflege- oder Adoptionsfamilie angezeigt ist. Wir begleiten die Kinder mit ihren Eltern in diesem Prozess mit intensiver Familienarbeit, Elterntraining und -schulung. Neben der Versorgung und Förderung der Kinder und der Familienarbeit, nimmt die Rückführung bzw. Vermittlung in eine Pflegefamilie/Adoptionsfamilie einen hohen Stellenwert ein. Auf Anfrage kann eine Nachbetreuung von der Gruppe angeboten werden. Die Zeitspanne umfasst ca. 6 Monate. Grundleistungen Inobhutnahme HzE zur Perspektivklärung 24-Stunden-Betreuung und Versorgung der Kinder Perspektivklärung für Mutter und Kind Medizinische Betreuung (z.b. Monitor, Sauerstoff bei Frühchen und Entzugskinder etc.) Förderung der Kinder Zusammenarbeit mit externen Helfern wie Logopäden, Ergotherapeuten etc. Systemische Familienarbeit (Arbeit mit den Vätern, wenn möglich) Elterntraining PEKiP-Gruppe nach Absprache Spielkreise Engmaschige Reflexion und Dokumentation Begleitung in eine nachfolgende Maßnahme Vermittlung Hausbesuche Gesetzliche Grundlage Die gesetzlichen Grundlagen des Angebotes sind entsprechend 27, 34, 36, 37, 42 SGB VIII Zielgruppe/Indikation Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 0 bis 5 Jahre, deren Eltern zurzeit nicht genügend Ressourcen besitzen, um ihre Kinder zu versorgen, oder bei denen eine Gefährdung des Kindeswohls besteht. Durch intensive Elternarbeit werden die Ressourcen der Mutter überprüft und eine Rückführung des Kindes in die Ursprungsfamilie oder die Vermittlung in eine Pflege- oder Adoptionsfamilie eingeleitet. Ziele Perspektivklärung: Arbeit mit der Mutter/Familie, um zu klären, ob eine Rückführung oder eine Vermittlung angezeigt ist Familienarbeit und Elterntraining (Pflege, Ernährung, Förderung, Umgang etc.)korrigierende Bindungsangebote während des Aufenthaltes in der Gruppe Seite 1 von 5

2 Orientierung von Kindern und Eltern durch einen geregelten Tagesablauf und Rituale Begleitung des Rückführungs- bzw. Vermittlungsprozesses Anzahl der Plätze Maximal 4 Plätze für unbegleitete Säuglinge und Kleinkinder von 0 bis 5 Jahren. Personalschlüssel Pädagogische Fachkräfte ergänzt durch medizinisch ausgebildetes Personal im Tag- und Nachtdienst. Betreuungsschlüssel: 1:1,54 Mitarbeiterqualifikation Pädagogische Fachkräfte: Erzieherinnen, Fachhochschule, Hochschule ergänzt durch medizinisch ausgebildetes Personal: Kinderpflegerinnen und Kinderkrankenschwestern Raum/Lage Infrastruktur Erste Etage eines freistehenden Hauses mit großem Außengelände in ruhiger Lage 2 große Schlafzimmer, in denen die Schlafräume der Kinder abgetrennt sind Spielzimmer Küche Badezimmer 2 Balkone Ruhezimmer Besprechungsraum Gute Anbindung an Bus- und Straßennetz Betriebserlaubnis Die aktuelle Betriebserlaubnis ist zum durch den Landschaftsverband Rheinland erteilt worden. Entgelt Das Leistungsentgelt ist mit dem örtlich zuständigen Jugendamt ausgehandelt und liegt uns vor. Seite 2 von 5

3 Gestaltung der Gruppenatmosphäre und des Wohnumfeldes Kindgerecht ausgestattete Wohn- und Schlafräume sichtbare Raumaufteilung sowohl im Spiel- als auch in den Schlafzimmern Eine wohnliche und geordnete Atmosphäre trägt dazu bei, dass sich die Kinder beruhigen und gut gedeihen können. alltägliche Versorgung Individuell nach Bedarf Freizeitgestaltung Zweimal wöchentlich Einmal wöchentlich Die Kinder werden gemäß ihrem Schlaf-Wachrhythmus individuell gefüttert und versorgt Die Versorgung der älteren Kinder erfolgt aus der Großküche des Hermann-Josef- Hauses Unterstützung der jungen Mütter beim Wickeln, Baden, Wiegen etc. des Kindes Spielgruppen Teilnahme an der PEKiP-Gruppe des Hauses ist nach Absprache möglich Lesestunde Einzelförderung Musikangebot Spiele im Außengelände Medizinische Versorgung Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens Zu Beginn der Maßnahme Bei Krankenhausaufenthalt Bei Bedarf Mehrmals wöchentlich Mindestens monatlich Gesundheitliche Eingangsdiagnostik durch den Kinderarzt Gesundheitskontrollen U-Untersuchungen u. allgemeine Kontrollen Sicherstellung notwendiger Therapien und Medikamentenvergabe Körperpflege Krankenhausbesuche Dokumentation Einbeziehung externer Helfer Betreuung spezieller medizinischer Bedürfnisse: Monitor, Sondernahrung, Sauerstoff, Frühchen, Entzugskinder Einzelkontakte Spiel- und Förderstunden Ermöglichen von korrigierenden Beziehungserfahrungen Tagesstruktur: Aufstehzeiten, Mahlzeiten, Ruhezeiten, Kurse, Rituale, Schlaf-Wachrhytmus Seite 3 von 5

4 Bei Bedarf Einüben von Umgangsformen miteinander durch respektvolle Ansprache der Säuglinge/Kinder Umgang mit Gefühlen wie Wut, Frustration oder Trauer lernen Verlässlichkeit und Verbindlichkeit erleben und leben Individuelle Erziehungsplanung mit Überprüfung im HPG Einbeziehen von externen Helfern, z.b. Ergotherapeuten Entwicklungsdiagnostik, Erziehungsplanung, Hilfeplanung Zu Beginn der Maßnahme Nach 6 Wochen Einmal monatlich Nch 2-3 Monaten Ca. 3-wöchig Auf Anfrage Systemische Familienarbeit Rückführungsarbeit Vermittlung Monatlich, bei Bedarf 2 3 Aufnahmegespräch mit Auftragsklärung und Festlegung der vorläufigen Ziele pädagogische Eingangs- und Verlaufsdiagnostik und deren Dokumentation 6-Wochen-Bericht Erziehungsplanung Hilfeplangespräche, Vor- und Nachbereitung Reflexionsgespräche bei Rückführung oder Vermittlung Sachstandsberichte Helferkonferenzen oder Krisengespräche Einbindung der Eltern in den Alltag des Kindes Eltern übernehmen gemäß ihrer Ressourcen Verantwortung für das Kind Im Umgang mit den Familien arbeiten wir situationsbezogen, lösungsorientiert und gegebenenfalls direktiv. Die Eltern sind i.d.r. bei den Aufnahmegesprächen, HPG etc. eingeladen und werden in die Erziehungsplanung einbezogen. Elterngespräche Elterntraining durch Arbeit mit der Elternmappe Genogrammarbeit Anbahnungsgespräche Besuchsbegleitungen bei Hausbesuchen Zeitschiene erstellen begleitete Hausbesuche Anbahnung von Übernachtungen Reflexion der Besuchskontakte Reflexionsgespräche mit den Pflegeeltern Seite 4 von 5

5 Nachbetreuung Im ersten Monat nach Bedarf Telefonische Kontakte 2 Besuche in der neuen Umgebung Besuche in der Gruppe Einladung zu Festen und Feiern Qualitätssicherung durch ein QM-System, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 Konzeptentwicklung Jährlich und bei Bedarf Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte Entwicklung neuer Konzepte aufgrund neuer Anforderungen aus Bedarfsveränderungen Verschriftlichung von Konzepten Teamentwicklung Wöchentlich Zweimal einen Vormittag Teambesprechungen und systemische Beratung Teamtage Supervision Mitarbeiterqualifikation Interne und externe Fortbildungen Dokumentation und Überprüfung von Prozessen und Leistungen Jährlich Zweimal jährlich Kontinuierlich Transparenz durch Prozessdokumentation gemäß der Qualitätsnorm Interne und Externe Audits Selbst-Evaluationen Qualitätsdialog gemäß 78 KJHG Seite 5 von 5

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