Neophyten. Zwei Beispiele aus dem Schwarzwald

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1 Neophyten Zwei Beispiele aus dem Schwarzwald 1

2 1 Definition und Begriffsklärung rung Was sind Neophyten? Neophyten sind [pflanzliche] Organismenarten, die nach dem Jahr 1492 unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen in ein Gebiet gelangt sind und dort wild leben. (Quelle:: Mario Ludwig u.a.:.: Neue Tiere und Pflanzen in der heimischen Natur,, 2000) 2

3 Welche Arten von Neophyten gibt es? Unbeständige ndige Neophyten oder Adventivpflanzen Etablierte Neophyten Agriophyten Invasive Neophyten (Quelle:: ; , 14:35 Uhr) 3

4 2 Geschichte der Neophyten Seit 3200 v. Chr. 206 etablierte Archäophyten Seit 1492 bereits ca. 400 etablierte Neophyten??? indigen Archäophyten Neophyten 3200 v. Chr heute Um 1830: Douglasie Um 1860: Ambrosia 2/3 aller Neophyten wurden zwischen 1800 und 1900 eingeführt und eingeschleppt! (Quelle: Kowarik, 2002) 4

5 2.1 Gründe für f r Einführung 50 % beabsichtigt: 50 % unbeabsichtigt: Nutzpflanze in Land- & Forstwirtschaft Zierpflanze in Gärten, G Parks (Quelle: Klingenstein 2005) Tierhaltung (Pelztiere) Saatgut, Pflanzgut Warenfluss / Handelsgüter Entsorgung biologischer Abfälle Tierfutter 5

6 2.2 Ausbreitung neophytische Arten in Dtl. Voraussetzungen für f r Verbreitung anpassungs- & widerstandsfähige Pflanze geeignete Standortbedingungen häufig keine Fressfeinde/Krankheiten Zukunft Mobilität t der Menschen & Klimawandel Zuwachs an Neophyten (Quelle: Mario Ludwig u.a.:.: Neue Tiere und Pflanzen in der heimischen Natur, 2000) 6

7 3 Beifußbl blättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) einjährige krautige Sommerpflanze Hauptblütezeit: tezeit: August Oktober Windbestäubung (ca. 1 Mrd. Pollen pro Pflanze) etwa Samen pro Pflanze bis zu 40 Jahre keimfähig (Quellen: biodiv.de/images/ambrosiaawaldweg jpg, html, , 13:30 Uhr) 7

8 3.1 Herkunft, aktuelle Verbreitung Ursprung: Nordamerika (Prärie) rie) Verbreitung durch globalen Warenverkehr ab 1990: zunehmende Ausbreitung Sommer 2007: höheres h heres Aufkommen in Freiburg geringes Verdrängungspotenzial (Quellen: ://www.freiburg-schwarzwald.de/ambrosia.htm schwarzwald.de/ambrosia.htm, d5c602/index.html, html, , 15:40 Uhr)

9 3.2 Standorte, Ausbreitungswege Ruderalpflanze braucht ausreichend Raum, Licht, Wärme, Nährstoffe & Feuchtigkeit wächst bis 800 m ü. NN Samenverbreitung durch landwirtschaftliche Produkte Standorte weisen auf indirekten Sameneintrag durch den Menschen hin häufige Standorte: Neubaugebiete, landwirtschaftl. Nutzflächen, Baugruben, Wegränder (Quellen: vegetation.de/wasistdas.htm,, html,, , 16:15 Uhr) 9

10 3.3 Auswirkungen auf die Gesundheit Pollenallergien Kontaktallergien auf die Landwirtschaft auf natürliche Lebensräume (Quellen: /DE/Home/pflanzengesundheit/schadorganismen schadorganismen/ ambrosia/ambrosia_aktionsprogramm_node.html ambrosia_aktionsprogramm_node.html,, , 18:30 Uhr) 10

11 3.4 Maßnahmen Entfernen mit Wurzel & ordnungsgemäß äße Entsorgung regelmäß äßige Überprüfungen gereinigter Standorte Säuberung von Arbeitsmaschinen Meldungen von Funden Einsatz biologischer Mittel Einsatz von Herbiziden Vollautomatische Pollensammler (Quellen: skew.ch/deutsch/infoblaetter_invasive.htm, , 21:20 Uhr)

12 4 Gemeine Douglasie immergrüner Nadelbaum (Pseudotsuga menziesii) Blütezeit: April Mai Fortpflanzung durch Samen Windverbreitung (Quellen: , menziesii.html, ; Uhr; commons.wikimedia.org/wiki/image:pseudotsuga_menziesii_schleus_berg_suhl_th_dreger image:pseudotsuga_menziesii_schleus_berg_suhl_th_dreger) 12

13 4.1 Herkunft & Vorkommen Westküste ste Nordamerikas in Dtl.: stark an forstliche Anpflanzung gebunden bodensaure, ärmere Standorte in Flachland & Mittelgebirgen heute in Freiburg bestandsbestimmend (Quellen: neoflora/handbuch/pseudotsuga menziesii.html , 17:35 Uhr, , 11:40 Uhr) 13

14 4.2 Ökonomische Aspekte Wuchsüberlegenheit gutes Ausheilen bei Rindenverletzungen weitgehendes Fehlen von Schadinsekten Minimalanforderungen an Boden & Pflege Fähigkeit zur Naturverjüngung (Quellen: Heidingfeldensfelden et al. 2004; Knoerzer 1999; neoflora/handbuch/pseudotsuga menziesii.html, , 16:50 Uhr) 14

15 4.3 Ökosystemare Folgen Besiedelung von Sonderstandorten Beeinflussung der Artenzusammensetzung in Flora & Fauna Veränderung des Landschaftsbildes (Quellen: Budde 2006; Kowarik 2003; Knoerzer 2003) 15

16 4.4 Maßnahmen Begrenzung der Naturverjüngung durch waldbauliche Maßnahmen Verzicht auf Anbau nahe Biotopen Pufferzonen Beseitigung des Douglasienaufwuchses in Traubeneichenwäldern = Waldbiotope Mischung mit anderen konkurrenzstarken Baumarten Anbau bevorzugt auf nährstoffreicheren n Standorten (Qellen:: Budde 2006; Knoerzer 1999; Kowarik 2003, neoflora/handbuch/pseudotsuga menziesii.html, , 15:30 Uhr) 16

17 5 Interessengruppen Gruppen Interessen Naturschutzämter & -verbände Land- & Forstwirtschaft Bevölkerung Vermeidung & Vorbeugung biologische Vielfalt bewahren ökonomische Beeinträchtigung vermeiden gesundheitliche & kulturelle Aspekte (Quelle: 498.html,, , 20:45 Uhr) 17

18 6 Fazit Ob Neophyten bekämpft, kontrolliert, geduldet oder in ihrem Bestand geschützt werden sollen, ist also keine Grundsatzfrage, sondern eine von Einzelfallentscheidungen. Ingo Kowarik (Quelle: Diskussionsbeitrag 1995) 18

19 Vielen Dank für f r die Aufmerksamkeit! Erstellt von: Teresa Bachmann, Albina Bashota,, Paula Halbig, Juliane Herpich, Sebastian Hoch, Julian Parusel,, Daniel Rieck, Sandra Roschal, Marta Tudela,, Sarah Wintermantel 19

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