Java WebApps und Services in der Oracle Cloud

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1 Java WebApps und Services in der Oracle Cloud Andreas Koop enpit consulting OHG Paderborn Schlüsselworte Oracle Cloud, WebApp, Service, Erfahrungsbericht Einleitung Mit den Oracle Cloud Services gibt es ein weiteres Maß an Agilität in der Projektabwicklung auf Java EE Basis. Die ausgefeilte Umgebung samt Datenbank, WebLogic Server und Identity Domain erlaubt es, Java EE Anwendungen in kürzester Zeit zu entwickeln und ohne Betrieb einer eigenen Infrastruktur auszurollen. Die nahtlose Integration des Oracle Cloud SDK in Eclipse, Netbeans und JDeveloper sorgt für eine effiziente Handhabung in der gewünschten Entwicklungsumgebung. Dank der Ant-, Maven- und Kommandozeilen-Unterstützung ist die Verwendung innerhalb einer Continuous Integration-Umgebung ebenfalls gewährleistet. Dieser Vortrag erläutert die Konzepte der Oracle Cloud Services und demonstriert alle essentiellen Schritte, um eine Java-Anwendung sowie Services (z.b. für mobile Apps) von einer lokalen Umgebung in die Oracle Cloud zu bringen. Neben den notwendigen Tipps und Tricks bei der Entwicklung, Konfiguration und Deployment der Anwendung werden Best Practices bei der Aktualisierung der Cloud-Datenbankobjekte und -daten gegeben. Die Oracle Cloud ist angekommen Nach langem Warten hat sich Ende des Jahres 2012 ein lange auf sich wartendes Oracle Announcement erfüllt. Die Oracle Cloud wurde Realität und für jedermann zugänglich gemacht. Mit dieser Plattform ermöglicht Oracle auch kleinen Teams Enterprise-Anwendungen ohne administrativen Aufwand und technologischen Tiefgang in IT-Infrastruktur bereitzustellen. Dazu gehören in erster Linie auch datenbankbasierte Java EE /ADF-Anwendungen. Basierend auf höchsten Sicherheitsstandards ist die Oracle Cloud beginnend von der Verschlüsselung sämtlicher Zugangsprotokolle (HTTPS / SFTP) über das Identity Management bis hin zu Oracles einzigartigen Database Security Solutions (Database Firewall, Audit Fault, Label Security, Data Masking) auf höchstem Niveau abgesichert. Machen Sie sich selbst ein Bild von den neuen, wertschöpfenden Möglichkeiten: cloud.oracle.com Oracle Cloud Architektur Die Oracle Cloud basiert auf der Oracle Cloud Foundation, welche die für Java EE-Anwendungen in Produktiveinsatz essentiellen Bestandteile mit sich bringt. Oracle Datenbank für die Datenhaltung Oracle WebLogic Server (inkl. der benötigen ADF-Bibliotheken) Eine Identity Domain mit SSO-Funktionalität für die gemeinsam verwalteten Service-Instanzen und der darin befindlichen Anwendungen Oracle Java Cloud Control für die Verwaltung und die Überwachung der installierten Anwendungen.

2 Abbildung 1 zeigt Oracle Cloud Architektur und hebt die relevanten Teile hervor, mit denen man in Berührung kommt, sobald man ADF-Anwendungen in die Cloud hebt. Abb. 1: Oracle Cloud Architektur Das Deployment von Datenbankobjekten, -daten sowie der ADF-Anwendungen - sowie im Übrigen einer jeden Java EE 5 Anwendung) wird duch Service der Cloud Deployment Infrastructure zur Verfügung gestellt. Für den Entwickler stehen entsprechende Cloud Service Client in Eclipse, Netbeans und im JDeveloper bereit. Außerdem gibt es das Cloud SDK, womit mittels Scripting mit der Oracle Cloud kommuniziert werden kann. Deployment des Datenbankschemas, Schemaänderungen und Daten Von der Entwicklungsumgebung ist es nicht möglich, direkt auf die Cloud Datenbank zuzugreifen. Stattdessen gibt es den Database Cart Mechanismus, mit dem lokale DB-Objekte bzw. Daten ausgewählt und anschließend per SFTP an die jeweilige Oracle Database Service Instanz gesendet werden. Der SQL-Developer und der JDeveloper bietet hierzu entsprechende Funktionalität an. Abbildung 2 zeigt einen Ausschnitt aus dem JDeveloper, wo ausgewählte DB-Objekte zum Deployment in die Oracle Cloud DB Instanz vorbereitet wurden. Die gewählten Objekte werden aus der lokalen DB extrahiert und als SQLPlus Skripte zu einem deploy.zip paketiert. Dieses Paket wird anschließend per SFTP transferiert und von der Cloud Deployment Infrastructure installiert. Ein Logfile kann per SFTP Client eingesehen werden.

3 Abb. 2: Oracle Database Cart für das Deployment von DB-Objekten und -daten Deployment von Java EE-Anwendungen in die Oracle Cloud Vor dem Deployment in die Cloud muss die Konfiguration des Datenquellen-Lookups angepasst werden. Per Konvention wird die Datenquelle in der Cloud unter dem JNDI-Namen: database registriert. Standardmäßig sind ADF-Anwendungen in der Cloud zugriffsgeschützt. Möchte man einen öffentlichen Zugriff, so muss in der web.xml folgende Zeile ergänzt werden:... <login-config /> </web-app> Das Deployment von Java EE-Anwendungen ist wirklich sehr gut in die IDEs integriert. Im JDEveloper z.b wird über die gewohnten Deployment-Profile eine Cloud-Connection angelegt, siehe Abb. 3 Abb. 3: Oracle Cloud Application Server Connection anlegen

4 Voraussetzung hierfür ist JDeveloper Cloud Edition oder höher. Anschließend kann über die Auswahl dieser Connection das Deployment durchgeführt werden. Nach erfolgreichen Whitelist- und Virus-Scan steht die Java EE-Anwendung oder ein Service in der Cloud zur Verfügung. Abb. 4: Deployment Log Einschränkungen in der Oracle Cloud Die Java Services der Oracle Cloud basieren (Stand Anfang 2013) auf WebLogic und somit Java EE 5 und ADF ADF-Anwendungen auf dem Stand x oder 12c werden daher leider noch nicht unterstützt. Außerdem gibt es einige Einschränkungen bzgl. der verwendbaren ADF Features. Folgendes wird z.b. nicht in der Oracle Cloud unterstützt. No Java Mail API (=>Sending Mails is prohibited) No File system access by deployed applications (=>Writing files is prohibited) No Direct use of Oracle JDBC Driver APIs No Java Message Service (JMS) Max Size for deployment archive 95MB Zusammenfassung Lange Zeit hat man darauf gewartet, Java WebApps-Anwendungen in der Cloud zu betreiben. Mit der Oracle Cloud ist es nun auf einfache Art und Weise möglich gemacht worden. Die bestehenden Limitationen schränken den Nutzen nur marginal ein. Es bleibt abzuwarten, wann WebLogic 12 in der Cloud verfügbar wird und damit der Weg für das Deployment von Java EE 6 sowie in naher Zukunft zu erwartenden ADF 12c Anwendungen geebnet wird.

5 Weitere Informationen finden Sie in meinem englischsprachigen Blog: Kontaktadresse: Dipl.-Inform. Andreas Koop enpit consulting OHG Stadtlanfert 7 D Paderborn Telefon: +49 (0) Internet:

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