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1 Regionalkonferenz der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung, 7. Mai 2010, im Medienbunker Hamburg. Grußwort von Prof. Dr. Karin von Welck, Senatorin für Kultur, Sport und Medien Hamburg Sehr geehrte Frau Dr. Berggreen-Merkel, sehr geehrte Damen und Herren, auch ich möchte Sie herzlich zur Regionalkonferenz der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung hier in Hamburg willkommen heißen. Liebe Frau Berggreen-Merkel, ich freue mich sehr, Sie hier begrüßen zu dürfen. Die Eröffnung des Kompetenzzentrums des Bundes für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die mit dieser Konferenz verbunden ist, zeigt die Bedeutung, die auch der Bund der Kreativwirtschaft beimisst. Und natürlich freue ich mich, dass Hamburg der Standort für dieses Regionalbüro und die Konferenz ist. Die beachtliche Teilnehmerzahl der heutigen Veranstaltung macht Ihr Interesse, sehr geehrte Gäste, an der weiteren Entwicklung der Kreativwirtschaft deutlich. Lassen Sie uns heute

2 2 also einen weiteren Baustein für die Stärkung dieses Bereichs in unserer Region hinzufügen. Die Kreativwirtschaft ist in den letzten Jahren zu Recht immer mehr in den Blickpunkt der Kultur- und Wirtschaftspolitik gerückt. Die kulturelle und künstlerische Vielfalt und die unzähligen Ideen der bildenden oder darstellenden Künstler, Autoren, Musiker, Designer oder Softwareentwickler um nur einige Gruppen zu nennen bereichern das Leben der Menschen, die ein immer größer werdendes Interesse an kreativen Inhalten haben. So hat sich die Kreativwirtschaft gerade in den letzten Jahren zu einer der dynamischsten Branchen unserer Volkswirtschaft entwickelt. Traditionelle Wirtschaftszweige treffen dabei auf neue Technologien und Kommunikationsformen und beflügeln sich gegenseitig. Die Konvergenz der Inhalte und der technischen Kommunikationsmittel beschleunigen diesen Prozess. Das sorgt für Innovation und Markt- und Beschäftigungschancen. Das gilt auch für die Freie und Hansestadt Hamburg, die sich zum zentralen Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft im Norden entwickelt hat. Nach aktuellen Zahlen der Handels-

3 3 kammer Hamburg wurden zu Beginn dieses Jahres in Hamburg knapp Unternehmen in der Kreativwirtschaft gezählt. Neben den vielen Unternehmen arbeiten in Hamburg viele freischaffende Künstler und Freiberufler. Sehr spannend ist in diesem Zusammenhang übrigens die Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Kreativ-, Medien- und IT-Wirtschaft in den letzten zehn Jahren: Im Bereich Software und Games beträgt die Steigerung rund 80 Prozent, in der Designwirtschaft sogar rund 96 Prozent. Die Bedeutung, aber auch die Bedürfnisse der Akteure der Kreativwirtschaft wurden von der Politik europaweit erkannt und an vielen Orten in den Fokus besonderer Aktivitäten und Maßnahmen gerückt. Insbesondere seit Beginn der laufenden Legislaturperiode haben auch wir hier in Hamburg große Anstrengungen unternommen, um die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft zu fördern. In diesem Zusammenhang steht z.b. die Gründung der Hamburg Kreativ Gesellschaft, die zum 1. März 2010 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hat. Sie dient als eine Schnittstelle zur Kreativwirtschaft und soll künftig die Kreativen in Hamburg in vielerlei Hinsicht ob bei der Existenzgründung, der Quartierssuche oder Fördermöglichkeiten beraten und wenn nötig Hilfestellungen anbieten.

4 4 Wichtig ist uns dabei auch, dass Vertreter der unterschiedlichen Teilmärkte der Kreativwirtschaft sei es z.b. der Designer und der Softwareentwickler oder der Schriftsteller und die Werbeagentur zusammengebracht werden, um sich besser vernetzen und gemeinsam neue Ideen entwickeln zu können. Ich begrüße ausdrücklich, dass auch der Bund für die Kreativwirtschaft aktiv geworden ist und bereits im Jahr 2007 die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft ins Leben gerufen hat, um die Wettbewerbsfähigkeit und Erwerbschancen der Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken und die Kreativwirtschaft als Wirtschaftszweig zu etablieren. Und jetzt wird das Thema auch ganz praktisch vor Ort angepackt: Mit der Gründung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft und seinen acht Regionalbüros wird eine Infrastruktur geschaffen, um die Kulturund Kreativwirtschaft praxisnah zu unterstützen. Diese Aufgabe wird im Norden Deutschlands durch Sie, lieber Herr Lemloh, wahrgenommen. Sie sind in Hamburg kein Unbekannter. Sie werden sich den besonderen Bedürfnissen der Akteure der Kreativwirtschaft in Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern und Schleswig-Holstein widmen. Das breite Spektrum an Aufgaben zeigt bereits das heutige Programm: Neben erfolgreichen Akteuren aus den Ländern werden För-

5 5 derangebote vorgestellt, aber auch Bedürfnisse diskutiert. Die bisherige gute Zusammenarbeit im norddeutschen Raum, die sich bisher schon durch die Medienanstalt Hamburg/Schleswig- Holstein oder die Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein und durch gemeinsame CeBIT-Auftritte der Länder Schleswig- Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg bewiesen hat, wird also nunmehr um ein weiteres Angebot bereichert. Die beiden Einrichtungen, nämlich das hiesige Regionalbüro des Bundes und die Hamburg Kreativ Gesellschaft, werden in einer sinnvollen Arbeitsteilung gemeinsam Synergien heben. Entsprechende Gespräche wurden bereits geführt und werden fortgesetzt. Ich bin sehr optimistisch, dass es sich dabei um eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit handeln wird, um für die Zukunft die Potentiale der gesamten Region zu erkennen, weiter zu fördern und damit zu stärken. Und so wünsche ich beiden Einrichtungen und beiden Geschäftsführern, Herrn Lemloh und Herrn Rühl, einen erfolgreichen gemeinsamen Weg. Für heute wünsche ich Ihnen und uns allen einen abwechslungsreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Gesprächen und neuen Kontakten, so dass schon heute

6 6 das Netzwerken und die gute Zusammenarbeit fortgeführt werden bzw. beginnen kann.

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