BREITBANDINITIATIVE 2003

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1 BREITBANDINITIATIVE 2003 Österreich auf dem Weg zum Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft Status Vision Ziele Dr. Georg Serentschy Pressehintergrundgespräch am 1. April 2003 zum RTR Symposium am 2. April 2003

2 Themen 1.Die österreichische Breitbandinitiative 2.Rolle der RTR-GmbH 3.Strategische Position 4.Aktuelle Entwicklungen im Breitband-Sektor 5.Breitbandvisionen 6.Next Steps Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 2

3 1. Die österreichische Breitbandinitiative Bestandsaufnahme und Erstellung eines Masterplans Vergleich von internationalen Best Practices Evaluierung von Fördermodellen (technologieneutral) Aufzeigen und Berücksichtigung von Zusammenhängen - Breitband und Volkswirtschaft - Inhalte und Infrastruktur - Angebot und Nachfrage Vorgangsweise Start für einen strukturierten Prozess Kommunikation und Diskussion zwischen allen Stakeholdern Link zu e-government Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 3

4 2. Rolle der RTR Im Rahmen des gesetzlichen Auftrages als Kompetenzzentrum, wie er im KOG 5 Abs 3 festgelegt ist: bringt die RTR ihre inhaltliche Kompetenz und internationale Erfahrung in den Prozess ein (Think-Tank Funktion) organisiert und moderiert die RTR den Diskussionsprozess (Katalysatorfunktion) arbeitet die RTR aktiv am Masterplan mit, welcher Österreich nachhaltig in eine führende Position in der Informationsgesellschaft bringen soll Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 4

5 3. Strategische Position Nach einer frühen Markteinführung von Breitbanddiensten ist Österreich im internationalen Vergleich ins Mittelfeld abgerutscht. Breitbandpenetration im internationalen Vergleich (Ende 2002) Anmerkungen Süd Korea Hong Kong Taiwan Canada Niederlande Singapur Schweden Belgien U.S. Japan Schweiz Österreich Dänemark Deutschland Spanien Frankreich UK Italien Portugal 0 % 20 % 40 % 60 % Quellen: emarketer, Ovum, ADL Research 03/2003 Vergleichsweise frühe Markteinführung von Breitbanddiensten in Österreich: HFC 1) 1997 ADSL 1999 FTTH 2) 2002 Vorteil durch frühe Markteinführung geht zunehmend verloren (nur noch Platz 5 im EU Vergleich) In verwandten Märkten (z.b. Mobilfunk, PC- Dichte, Schmalband- Internet) liegt Österreich zumeist deutlich über dem Mittelfeld 1) Hybrid Fiber Coax = Kabel-TV Netzwerke; 2) Fiber To The Home Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 5 >50 % % % 5-14 % <5 % in % (Anteil Haushalte)

6 4. Aktuelle Entwicklungen W-LAN W-LAN ermöglicht sowohl eine 'öffentliche' Breitbandversorgung als auch die kostengünstige Anbindung ländlicher Regionen und bildet zukünftig eine Brückenfunktion zwischen Fest- und Mobilnetz PW-LAN Nutzung Forecast 'Seamless Environment' in % (der Bevölkerung) 12% 10% 8% 6% 4% 2% 0% Quellen: Gartner Group, ADL Research 02/2003 France Germany Italy Netherlands Scandinavia Spain UK Austria Belgium Greece Ireland Portugal Switzerland Aktuell hohe Nutzung als Ausgangsbasis Intensive Auswirkung als Standortfaktor Limitierter Investitionsaufwand (durch Verbindung von mobilem und Eignung für urbane & ländliche Regionen Festnetzumfeld) Innovative Pilot-Cases (Well.Com, Teleport) Innovative Zugangsgeräte erkennen sämtliche verfügbaren Zugangsnetze und wählen selbstständig das 'beste' Netz Voraussetzungen dafür sind Standards zur Authentifizierung von Kunden sowie eine Vereinbarung zur Kundenverrechung LAN (via xdsl, HFC, FTTx) (P)W-LAN Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 6 UMTS GPRS GSM hoch Leistung Zugangstechnologie niedrig

7 4. Aktuelle Entwicklungen und Wachstumspfade Während bei den 'etablierten' Breitbandtechnologien HFC und ADSL bereits eine bestimmte Marktreife erreicht ist, befindet sich W-LAN noch in einer frühen Wachstumsphase und ist somit leichter zu beeinflussen Marktreifegrad Internetzugangsmärkte Anmerkungen in % (Anteil Bevölkerung) 30,0% 25,0% 20,0% 15,0% 10,0% 5,0% 0,0% "1. Welle" "2. Welle" e "3. Welle" "1. Welle" Schmalband-Internetpenetration baldige Sättigung zu erwarten "2. Welle" ADSL und HFC Breitbandnutzung befindet sich in der Wachstumsphase "3. Welle" FTTx und (P)W-LAN am Beginn der Wachstumsphase PW-LAN FTTX HFC ADSL Internet* Aufgrund der hohen Marktreife ist die nationale Entwicklung der "1. Welle" Schmalband Internet nur unwesentlich beeinflussbar Im Bereich der "2. Welle" sind Anbieter und Produkte etabliert eine Förderung dieses Marktes erfordert das Zusammenspiel aller Stakeholder Im Bereich der "3. Welle" ist der Markt noch im Aufbau begriffen die Stakeholder können gemeinsam die Marktinfrastruktur beeinflussen Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 7

8 5. Breitbandvision Österreich Die Breitbandspirale kombiniert die massive Verbreitung von Breitbandanschlüssen mit attraktiven Anwendungen für privaten und geschäftlichen Nutzen und legt damit den Grundstein für einen Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft. Ziele Breitbandinitiative Österreich ist im europäischen Vergleich im Breitbandbereich ins Mittelfeld abgerutscht ein Wiederaufschließen zur Spitzengruppe muss in den etablierten Zugangstechnologien HFC und ADSL angestrebt werden. Bei neuen Technologien wie FTTH und besonders W-LAN sollte Österreich von Anfang an einen Spitzenplatz in Europa anstreben, um ein durchgängiges Breitbandumfeld vom Fest- bis zum Mobilnetz zu entwickeln (FMC). Nachfrageseitig müssen die Angebote an wertbringenden Anwendungen für Unternehmen und Endkunden ausgebaut werden den öffentlichen Institutionen kommt hierbei eine Vorbildfunktion zu (BB-Ausbau E-Government ELSI). Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 8

9 6. Next Steps 1. Erster Symposiumsbericht Anfang Mai Gründung der Task-Force und Beginn des Masterplanes 3. Schärfung der politischen Ziele 4. Nächstes Symposium Oktober/November 2003 Breitbandinitiative 2003 der RTR-GmbH 9

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