Daten. Symbole/Zeichen zur Beschreibung von Eigenschaften von Objekten Objekt Eigenschaft Zeichen Name Geschlecht Name Alter

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1 Daten Symbole/Zeichen zur Beschreibung von Eigenschaften von Objekten Objekt Eigenschaft Zeichen Name Geschlecht Name Alter Fritz m Frieda 25 (Jahre) Codieren: Zuordnen von Zeichen zu Objekten Decodieren: Schluß von Symbolen auf das Objekt Symbolbedeutung (Semantik) ist abhängig von Konsens über Codierungsregeln falsche Daten = andere Semantik (Fremdsprache) mehrdeutige Semantik: Homonyme (1 Zeichen, mehrere Objekte), Synonyme (mehrere Zeichen, 1 Objekt) Lügen Daten können nie grundsätzlich wahr oder falsch sein (nur im Hinblick auf Codierungsregeln) Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 1

2 Aussagen Aussagen: sinnvolle Verknüpfungen von Daten Sinn: definiert durch akzeptierte Semantik Beispiele für semantische Regeln: Grammatik bei sprachlichen Aussagen Mann Hund beißt Subjekt Prädikat Objekt Datenübertragungs-Protokoll: TCP/IP, IPSec Anordnung/Topologie bei grafischen/körperlichen Symbolen Filiale Umsatz (TEuro) Mitarbeiter Hamburg München Frankfurt Kontextwissen-Berücksichtigung (Semantik) Die Relation Freundschaft wiegt 3 kg 5% aller Primzahlen sterben innerhalb von 3 Jahren nach ihrer Geburt entweder an Typhus oder an der Quadratwurzel aus einer demokratischen Staatsverfassung Aussagen sind auch bei richtigen Daten nur wahr oder falsch im Hinblick auf semantischen Regeln Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 2

3 Nachrichten Nachrichten: kommunizierte Aussagen Kommunikation=Vorgang: Sender schickt Aussage (=Nachricht) über einen Kanal mit Hilfe eines Mediums an den Empfänger Medium Sender Kanal Empfänger Kommunikationskriterien: Fehlerfreiheit der Übertragung Performance effiziente Codierung (Aussage transportierbar machen) Medienkompetenz von Sender und Empfänger Kommunikation funktioniert nur, wenn Kommunikationskriterien erfüllt Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 3

4 Informationen, Informationsgehalt Informationen: Nachrichten, die für den Empfänger neu sind; Informationsgehalt: Maß des Neuartigkeitsgehalts: IG 1 = Wissen nach Nachricht Wissen vor Nachricht abhängig von Umfang der Nachricht: Menge, Vielfalt Vorwissen des Empfängers Redundanz: Teil der Nachricht, der unter Zuhilfenahme des Vorwissens aus dem Rest der Nachricht ableitbar ist IG 2 = Wissen*Sicherheit nach Nachricht Wissen*Sicherheit vor Nachricht Sicherheit abhängig von Glaubhaftigkeit des Senders der Nachricht Anzahl der Bestätigungen Informationsgehalt ist subjektiv Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 4

5 Informationen, Informationswert Informationswert: Nutzen des zusätzlichen Wissens durch Empfang der Nachricht IW = Nutzen(Wissen nach Nachricht) Nutzen(Wissen vor Nachricht) abhängig von Wollen: Bedürfnisstruktur, Interessen lassen Nutzung des Zusatzwissens zu Können: physische, psychische/kognitive, rechtliche und ökonomische Randbedingungen lassen Nutzung des Zusatzwissens zu negativer Informationswert: Bei absichtlichem Lügen, Irrtum,... Informationswert ist subjektiv Gibt es eine elektronische Informationsverarbeitung? Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 5

6 Informationswert im Beispiel Rolle der Information im Unternehmen; Beispiel Verkaufs-Sachbearbeiter operative Grundlage des Handelns: ermöglicht Durchführung der Arbeitsabläufe Artikelpreise, Vertriebsorganisation Steigerung operativer Effizienz: verbessert aktuelle Durchführung der Arbeitsabläufe Konkurrenzsituation, Bedürfnisstruktur/Lebensumstände der Kunden Steigerung der strategischen Wettbewerbsfähigkeit: zukünftige Verbesserung der Arbeitsabläufe Investitionsverhalten der Zulieferer der Kunden Unternehmensphilosophie: Offenheit als Wert Schaffung von Vertrauen durch Offenheit, Erhöhung der Mitarbeiterkompetenz Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 6

7 Informationsmanagement Versorgung der wichtigsten Zielgruppen/Stakeholder des Unternehmens Customer Relations, Employee Relations, Investor Relations, Supplier Relations, Public Relations, Government Relations mit wertvollen Informationen, Verständlichkeit, hoher Informationsgehalt, hoher Informationswert Kommunikation mit den Zielgruppen Push und Pull Beachtung der Wirtschaftlichkeit effizientes und effektives Informationssystem-Management Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 7

8 Informationsgrundsätze: Wie soll informiert werden? richtige Informationsmenge - nicht zu viel (Informationsüberlastung Nachrichtenüberlastung): bit/sec; 7± 2; 30sec-Methode - nicht zu wenig (Informationsmangel) Priorisierung: nach (voraussichtlichem) Informationswert geordnet Zeitungsartikelstruktur (Headlines, Vorspann, Text) Aktualität: nicht zu spät, nicht zu früh (Zwang zur Aufbewahrung) Pressemitteilung: Wochenanfang Didaktische Aufbereitung: Information merkbar machen, Informationswert realisierbar machen Text Tabelle Grafik Bild Animation Video Multimedia Formgerechtigkeit: Erwartungskonformität hinsichtlich Sprache, Verständlichkeit, Aufmachung Fach-Chinesisch präzise Fachsprache, Kündigung als am richtigen Ort: Medium, Kanal, Kommunikations-Endstelle Broschürenanfrage an PR-Leiter und nicht an Sekretariat Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 8

9 Informationsbedarfsanalyse Rahmenbedingungen Unternehmensziele Zielgruppen/Stakeholder Erwartungen der Zielgruppen Priorisierung Aktuelles Informationswesen Wer besitzt welches Wissen? Wer erhält wie welche Informationen? Welche Informationsinfrastruktur liegt vor? Informationsziele Wer benötigt welche Informationen wie? Schwachstellenanalyse Lücken/Mängel in der aktuellen Informationsversorgung konstitutive Maßnahmen Informationssystem implementieren - technisch - organisatorisch Informationssystemmanagement operative Maßnahmen laufende Informationserschließung, -aufbereitung und -versorgung Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 9

10 Bedarf an Fachinformationen Quelle: Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 10

11 Nichtbeachtung der Informationsgrundsätze ökonomische Gründe - Nichtverfügbarkeit zukünftiges Verhalten der Wettbewerber - hohe Kosten umfangreiche Marktforschungs-Studie - Bequemlichkeit alle Unterlagen zuschicken, auch nicht relevante - Zeitmangel Überlastung Unfähigkeit: Wissen, Erfahrung unbekannter Kommunikationspartner, Berufsanfänger Unsicherheit, Macht: Kontrolle über Kommunikationspartner durch Vorenthalten von Informationen; Gefügigmachen Informationen nicht an Untergebene weiterleiten - Anreizsystem für richtiges Informieren und Kommunizieren (I+K) (Wollen) - I+K-System, das richtiges Informieren und kommunizieren leicht macht (Können) - klare Organisationsstruktur, Informationskultur (Dürfen) Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 11

12 Informationssystem Ein Informationssystem besteht aus Menschen und Maschinen, die Informationen erzeugen und/oder benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind (Hansen, Neumann 2001) Ein betriebliches Informationssystem dient zur Abbildung der Leistungsprozesse und Austauschbeziehungen im Betrieb sowie zwischen dem Betrieb und seiner Umwelt (Hansen, Neumann 2001) Ein rechnergestütztes Informationssystem ist ein System, bei dem die Erfassung, Speicherung, Übertragung, und/oder Transformation von Information durch den Einsatz der Informationstechnik teilweise automatisiert ist. (Hansen, Neumann, 2001) Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 12

13 Informationsverarbeitung erfassen speichern transformieren übertragen ausgeben Input Processing Output Auch: EVA (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe) Rohmaterial z.b. Baumwolle Verarbeitung z.b. zuschneiden, nähen Lieferung z.b. T-Shirts Bild: wikipedia Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 13

14 Erfassen: Techniken Quelle: Stahlknecht, Hasenkamp Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 14

15 Speichern: Speicherarten Quelle: Stahlknecht, Hasenkamp Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 15

16 Übertragen: Klassifikation von Netzwerken Quelle: Stahlknecht, Hasenkamp Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 16

17 Ausgeben: Techniken Quelle: Stahlknecht, Hasenkamp Stand: DHBW Heidenheim, Wirtschaftsinformatik 17

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