ETHIK konkret im Gesundheits- und Sozialwesen Kurs- und Veranstaltungskalender 2015

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1 ETHIK konkret im Gesundheits- und Sozialwesen Kurs- und Veranstaltungskalender 2015

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3 3 Ethik konkret Kurs- und Veranstaltungskalender 2015 Unser Bildungsprogramm mit Veranstaltungskalender 2015 informiert Sie über verschiedene Angebotstypen von Dialog Ethik: massgeschneiderte Fort- und Weiterbildungen für Organisationen und FMH zertifizierte Assistentenweiterbildungen für Spitäler sowie Kurse und Veranstaltungen. Kurse und Veranstaltungen: Die Kurse und Veranstaltungen richten sich an Fachpersonen und Interessierte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie interessierte BürgerInnen und Betroffenengruppen. Alle diese Angebote können auch von Organisationen einzeln oder in Kombination nach dem Baukastenprinzip gebucht werden. Massgeschneidertes Fort- und Weiterbildungsprogramm für Spitäler, Heime und Organisationen allgemein: Dieses Programm bietet Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen die Möglichkeit, gemäss dem Baukastenprinzip massgeschneiderte Bildungs- und Veranstaltungsangebote. In beliebiger Kombination zu verschiedenen Themen und mit unterschiedlichen Veranstaltungsformen können Sie ein individuelles und für die eigene Organisation spezifisch zugeschnittenes Fort- und Weiterbildungsangebot zusammenzustellen. Zudem können Sie ihre Fort- und Weiterbildungen mit den Kursen und Veranstaltungen 2015 kombinieren. Wir würden uns freuen, Sie im Jahr 2015 im Rahmen unserer Bildungsangebote kennenlernen zu dürfen. Für Auskünfte und Beratung bei der Planung Ihres Weiterbildungsangebots stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung per Telefon , per Mail: oder auf unserer Homepage: Ihr Team Dialog Ethik

4 4 Inhalt Kurse & Veranstaltungen...5 Das gute Leben was ist das? Eine literarisch-philosophische Erkundung...6 Kindes- und Erwachsenenschutzrecht: Was muss ich wissen?...7 Moderationskurs «7 Schritte Dialog»...8 Organisationsethik: Internationaler Universitätslehrgang Wien München Zürich...10 Person oder Sache? Behandlung und Betreuung von hirn- und herztoten Patienten an der Grenze zwischen Leben und Tod...11 Suizidbeihilfe: Umgang im Berufsalltag...12 Wie interpretiere ich qualitative und quantitative Studienergebnisse im Gesundheitswesen?...13 RoboCare: Roboter in der Pflege...14 Fortpflanzungsmedizin: Wir erzeugen das perfekte Kind?...15 Ethik für den Berufsalltag...16 Gewissenskonflikte: Im Spannungsfeld von Professionalität und eigenem Gewissen...17 Patientenverfügungen: Das Wesentliche (Teil 1) und die Beratung (Teil 2)...18 Kursleiterinnen und Kursleiter von Dialog Ethik...19 Massgeschneiderte Weiterbildung...21 Massgeschneiderte Weiterbildungsangebote für Organisationen und Fachpersonen...22 Ethische Entscheidungsfindung im klinischen Alltag für Assistentinnen und Assistenten...23 Informationen...26 Anmeldetalon...27

5 Kurse & Veranstaltungen

6 6 Das gute Leben was ist das? Eine literarisch-philosophische Erkundung Jean-Pierre Wils Kursunterlagen 5 Bücher (werden vor dem Kurs bekannt gegeben) Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Inhalt Das gute Leben ist in aller Munde. Neben der «ars moriendi» dem «guten Sterben» richtet sich die Aufmerksamkeit immer mehr auf die «ars vivendi», auf das «gute Leben». Aber warum ist die Formel des «guten Lebens» so attraktiv geworden? Offenbar existiert ein Unbehagen hinsichtlich der Art, wie wir leben. Ausgerechnet in einer Gesellschaft, welche die wesentlichen Bedürfnisse ihrer Mitglieder scheinbar mühelos befriedigen kann, werden die Zweifel laut, ob wir so leben wollen, wie wir leben. Es fehlt etwas. Aber was fehlt und was sind unsere wesentlichen Bedürfnisse? Wie können wir wissen, was das «Gute» im «guten Leben» ist? Vielleicht sollten wir uns auf die menschlichen Grundsituationen besinnen. Die Philosophie ist reichlich ausgestattet mit Hinweisen und Beschreibungen, was ein menschliches Leben menschlich macht. Und erst recht in der Literatur stossen wir auf leidenschaftliche Verdichtungen menschlicher Lebensmöglichkeiten. Sie kann als ein großes Experimentierfeld betrachtet werden, auf dem wir erproben, was das Gute bedeutet inmitten der Lage des Menschen, inmitten der condition humaine. Das Seminar wird sich an fünf Tagen mit fünf Situationen anhand fünf literarischer Werke befassen, jeweils nach einer philosophischen Einführung. 7. Februar April Juni Oktober Dezember 2015 jeweils 9:30-15:30 1. Zur Welt kommen: die Nativität des Menschen 2. Nicht ohne Trost leben müssen: die Nähe zueinander 3. Allein sein können: zwischen Einsamkeit und Gemeinsamkeit 4. Der Genuss und die Lust: zwischen Ekstase und Nüchternheit 5. Die Welt verlassen: die Mortalität des Menschen

7 7 Kindes- und Erwachsenenschutzrecht: Was muss ich wissen? Patrizia Kalbermatten Kursunterlagen «Thema im Fokus: Das Erwachsenenschutzrecht» und Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Inhalt Die Teilnehmenden kennen die Ziele und die neuen Instrumente des am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Erwachsenenschutzrechts und erhalten Tipps und Beratung für den Umgang im Institutionenalltag. Im Kurs behandelte Themen: Ziele des neuen Erwachsenenschutzrechts Die Instrumente der eigenen Vorsorge: Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag Die gesetzliche Vertretung Bestimmungen für den Aufenthalt urteilsunfähiger Personen in Wohn- und Pflegeeinrichtungen Die Arten von Beistandschaften Die Bestimmungen bei einer fürsorgerischen Unterbringung und die Verbindlichkeit von psychiatrischen Patientenverfügungen Die Erwachsenenschutzbehörde: Organisation und Zuständigkeiten 5. März :00-21:00

8 8 Moderationskurs «7 Schritte Dialog» Hildegard Huber / Walter Anghileri / Lydia Rufer Kursunterlagen Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Modell «7 Schritte Dialog» / Arbeitsheft «7 Schritte Dialog» Ordner mit Kursunterlagen / Handout Inhalt Ethische Fragen in der Medizin, Pflege und sozialen Betreuung nehmen eine immer grössere Bedeutung ein. Behandlungs-, Pflege- und Betreuungsteams werden im Berufsalltag häufig mit schwierigen Situationen konfrontiert. Das hat viele Gründe: Zum einen sind die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten vielfältiger geworden, zum anderen hat sich der Umgang der Patienten im Verhältnis zu ihrer Krankheit oder ihrer Behinderung geändert. Der zunehmend grosse Handlungs- und Entscheidungsdruck oder unterschiedliche Auffassungen verschiedener Professionen erschweren zudem den professionellen Umgang mit Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit oder Beeinträchtigung nicht mehr für sich sorgen und entscheiden können. Die Fortbildung vermittelt im ersten Block ethisches Grundlagenwissen für das Entscheidungsfindungsmodell «7 Schritte Dialog». Im zweiten Block setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Hilfe des «7 Schritte Dialogs» mit ethischen Kernfragen und Dilemmata aus der Praxis auseinander. Im dritten Block wird die Kommunikation und Prozesssteuerung geschult. Im Anschluss an den Kurs kann zusätzlich zum Spezialpreis die Begleitung einer Fallbesprechung, die Sie selbständig in Ihrer Organisation leiten, durch einen Kursleiter gebucht werden. Kursblock und 13. März 2015 Kursblock 2 7. und 8. Mai 2015 sowie 21. Mai 2015 Kursblock 3 4. und 5. Juni 2015 jeweils 09:00-17:00

9 9 Kursblock 1 Basiswissen Ethik (2 Tage) Kursziele: Die TeilnehmerInnen kennen die ethischen Fachbegriffe unterscheiden zwischen deskriptiven und normativen Aspekten der Ethik setzen sich mit verschiedenen ethischen Argumentationsmustern auseinander reflektieren konkrete Situationen aus ethischer Perspektive Kursblock 2 Moderationstraining Modell «7 Schritte Dialog» (3 Tage) Kursziele: Die TeilnehmerInnen Kursblock 3 Kommunikations- und Moderationskompetenzen für Fallbesprechungen (2 Tage) Kursziele: Die TeilnehmerInnen können Fallbesprechungen nach dem Modell «7 Schritte Dialog» moderieren können Gespräche im Kontext von Fallbesprechungen zielführend gestalten Arbeitsweise Referate, Diskussionen Austausch, Übungen, Kleingruppenarbeit kennen die Kernelemente des Instruments «7 Schritte Dialog» und die Komponenten der einzelnen Schritte setzen sich anhand des «7 Schritte Dialogs» vertieft mit ethischen Kernfragen aus ihrer Praxis auseinander und erfassen das ethische Dilemma erkennen die Chancen und Grenzen des «7 Schritte Dialogs» können die ethischen Grundlagen aus Kursblock 1 mit dem «7 Schritte Dialog» verknüpfen üben die einzelnen Schritte des «7 Schritte Dialogs» Speziell für Block 3: Interaktionssequenzen mit Videofeedback Informationsblöcke Zielgruppe Ärzte, Pflegefachpersonen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen sowie weitere Personen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen mit der Möglichkeit, an ihrem Arbeitsplatz Fallbesprechungen zu moderieren. Die KursteilnehmerInnen sind gebeten, für den 2. und 3. Kursblock mindestens eine Beschreibung eines Fallbeispieles aus ihrer Praxis mitzubringen. Anhand dieser Beispiele wird mit dem «7 Schritte Dialog» gearbeitet.

10 10 Organisationsethik: Internationaler Universitätslehrgang Wien München Zürich diverse Referenten Kursunterlagen Kosten werden vor dem Kurs bekannt gegeben Preis auf Anfrage Inhalt Der ökonomische und technische Wandel im Sozial- und Gesundheitswesen verlangt nach ethischer Orientierung nicht nur für die existenziell betroffenen Individuen, sondern zunehmend auch für die Organisationen. Denn hier wird entschieden, wie wir als Menschen zukünftig leben werden und wie unsere Gesellschaft aussehen wird. Ethik hat den Alltag der Organisation und ihrer Umwelten im Blick. Für differenzierte Problemfelder und -ebenen braucht es neue angemessene Modelle und Prozesse der ethischen Verständigung. Kursblock April 2015 Kursblock Juni 2015 Kursblock September 2015 Kursblock Januar 2016 Der Universitätslehrgang kombiniert Präsenzlehrveranstaltungen mit Elementen des Selbststudiums (Online-Plattform). Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, im Rahmen des Lehrgangs Projekte zu bearbeiten oder eigene zu entwickeln. Die Lehrveranstaltungen werden auch projektberatend angelegt. In den Präsenzmodulen werden Inhalte mit dem Hintergrundwissen der Teilnehmenden in Beziehung gesetzt. AdressatInnen Der Universitätslehrgang richtet sich an Verantwortliche und Engagierte für das Thema Ethik, Werte, Organisationsentwicklung in Organisationen des Gesundheits-, Bildungsund Sozialsystems also an Leitungs- und Führungskräfte bzw. InhaberInnen entsprechender Stabsstellen in den Organisationen, an Ärzte und Ärztinnen, Pflegepersonen, SeelsorgerInnen und Angehörige anderer Berufe, die bereits Erfahrung mit Ethikprozessen (in Beratung, interner Konzeptentwicklung, Lehre...) haben oder sich in dieser Richtung qualifizieren wollen.

11 11 Person oder Sache? Behandlung und Betreuung von hirn- und herztoten Patienten an der Grenze zwischen Leben und Tod Ruth Baumann-Hölzle / Denise Battaglia Kursunterlagen Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF «Thema im Fokus: Organerhaltende Massnahmen vor dem Tod» / «Thema im Fokus: Hirntod und Organspende» / Handout Inhalt Wie tot sind hirntote Menschen? Darf man einem Menschen ohne schriftliche Zustimmung die Organe entnehmen? Falls ja, ab wann darf man sie ihm entnehmen, auch schon nach einem Herzstillstand? Welche emotionalen und ethischen Dilemma-Situationen entstehen bei der Behandlung und Pflege von hirn- oder herztoten Patienten? Diese und weitere Fragen wollen wir im Kurs beleuchten und mit Ihnen diskutieren. Wir stellen Ihnen das neue Schweizer Transplantationsmedizingesetz als auch die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Hirntod vor. Der Kurs richtet sich an Fachpersonen und Interessierte. 19. März :00-21:00

12 12 Suizidbeihilfe: Umgang im Berufsalltag Daniela Ritzenthaler Kursunterlagen Positionspapier «Sterbehilfe von Dialog Ethik» Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF und 30. April 2015 jeweils 18:00-21:00 Inhalt Abend 1 Die Weiterbildung richtet sich an Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Die Teilnehmenden repetieren die verschiedenen Arten von Sterbehilfe und die gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz. Anhand von verschiedenen Beispielen werden die ethischen Dimensionen von Suizidbeihilfe beleuchtet. Neben der Vermittlung von Theorie und Praxisbeispielen erhalten die Teilnehmenden auch Raum für die Diskussion in der Gruppe und dem Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden wird Raum gewährt. Inhalt Abend 2 Themenschwerpunkt dieses zweiten, vertiefenden Abends zur Suizidbeihilfe für Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen sind Fragen rund um den Umgang mit Suizidbeihilfe in der Berufspraxis. Einerseits reflektieren wir die eigene Haltung zum Thema Suizidbeihilfe: Wie wäre es für mich, jemanden zu begleiten, der mit EXIT sterben möchte? Wie sehe ich meine eigene berufliche Identität in diesem Zusammenhang? Zweites Thema ist die Auseinandersetzung als Institution mit dem Thema Suizidbeihilfe: Wie können Langzeitpflegeorganisationen und Spitäler mit Suizidbeihilfe umgehen? Der Abend gibt einige Anhaltspunkte dazu, wie Institutionen eigene Richtlinien zum Thema Suizidbeihilfe entwickeln können. Was bedeutet die Entscheidung, EXIT im eigenen Haus zuzulassen (oder nicht zuzulassen) für die Bewohnerinnen und Bewohner und für die Mitarbeitenden?

13 13 Wie interpretiere ich qualitative und quantitative Studienergebnisse im Gesundheitswesen? Andrea Abraham / Anja Huber Kursunterlagen Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Inhalt Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer lernen die wichtigsten Ansätze der quantitativen und qualitativen Forschung kennen und beurteilen. Es werden die Möglichkeiten, Grenzen und Gütekriterien der beiden Forschungsansätze aufgezeigt und mögliche Anwendungsgebiete und Fragestellungen quantitativer und qualitativer Forschung diskutiert. Abschliessend lernen die Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen Forschungsdesigns kennen, die quantitative und qualitative Ansätze kombinieren. Teil 1 - Quantitative Studienergebnisse Teil 2 - Qualitative Studienergebnisse Der Kurs erklärt in den Sozialwissenschaften häufig verwendete statistische Verfahren kurz und einfach. Anhand von konkreten Beispielen lernen die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer die besprochenen statistischen Verfahren zu verstehen und Forschungsergebnisse auf ihre Qualität hin zu beurteilen. Sie lernen ausserdem die Bedeutung der statistischen Signifikanz kennen. Die Grundlagen der qualitativen Sozialforschung werden erläutert. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer werden mit verschiedenen Methoden der Datenerhebung (z.b. Interviews, Narrationen, teilnehmende Beobachtung) und Datenanalyse (z.b. Inhaltsanalyse, Grounded Theory) vertraut gemacht. Am Beispiel konkreter Studiendesigns wird aufgezeigt, wie in der qualitativen Sozialforschung Ergebnisse zustande kommen, gelesen und beurteilt werden. 5. und 12. Mai 2015 jeweils 18:00-21:00 Als Abschluss der beiden Kursteile zeigen wir Möglichkeiten auf, wie qualitative und quantitative Methoden im Rahmen sogenannter Mixed Methods Designs kombiniert zur Anwendung gebracht werden können ein Vorgehen, das zunehmend an Beliebtheit gewinnt.

14 14 RoboCare: Roboter in der Pflege Markus Christen Kursunterlagen «Thema im Fokus: Roboter im Gesundheitswesen» und Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Mai :00-21:00 Inhalt Werden Patientinnen und Patienten künftig von Robotern gepflegt? Was auf den ersten Blick wie Science Fiction tönt, wird für gewisse Anwendungen durchaus ernsthaft erwogen. Zum einen können Pflegeroboter Pflegekräfte entlasten, indem sie beispielsweise Botengänge in Spitälern erledigen. Zum anderen können Roboter in der Betreuung chronisch Kranker direkt eingesetzt werden. Das hier wohl bekannteste Beispiel ist die Roboter-Robbe «Paro», die bei Demenzkranken Emotionsbrücken aufbauen soll. Insbesondere in Japan, das aus kulturellen Gründen weit weniger Berührungsängste beim Einsatz von Robotern in der Pflege hat, sind diverse solche Systeme in Entwicklung oder bereits auf dem Markt. Doch welche praktischen und ethischen Fragen stellt der Einsatz von Robotern in der Pflege? In dieser Fortbildung wird den Teilnehmenden aufgezeigt, welche Einsatzformen von Robotern derzeit möglich sind, welche praktischen Auswirkungen etwa hinsichtlich der Mensch-Maschine- Interaktion zu erwarten sind und mit welchen ethischen Fragen der Einsatz von Robotern in der Pflege verknüpft ist.

15 18:00-21:00 15 Fortpflanzungsmedizin: Wir erzeugen das perfekte Kind? Daniela Ritzenthaler Kursunterlagen Broschüre und Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Inhalt Die Abendveranstaltung gibt Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen einen Überblick über aktuelle ethische Spannungsfelder in der Reproduktionsmedizin und deren Folgen für die Berufspraxis der Teilnehmenden. Folgende Themen mit den ethischen Grundlagen dazu werden im Überblick dargestellt: Eizellen- und Samenspende / Leihmutterschaft Forschung mit embryonalen Stammzellen Präimplantations- und Pränataldiagnostik Sehr frühe Frühgeburten und Entwicklung Wir werden immer wieder die Frage stellen, an welchem Menschenbild wir uns orientieren wollen. Praxisfragen und konkrete Fallbeispiele werden aufgenommen und ethisch reflektiert. 9. Juni 2015

16 16 Ethik für den Berufsalltag Walter Anghileri Kursunterlagen Arbeitsblätter und Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Inhalt Behandlungsteams in Spitälern, Langzeitpflege und Behindertenarbeit sind oft mit schwierigen Entscheidungssituationen konfrontiert. In der Praxis müssen solche Entscheidungen unter Zeitdruck, zwischen Tür und Angel, voreilig oder während der Kaffeepause beantwortet werden oft jedoch ohne ein befriedigendes Ergebnis. Der Kurs richtet sich an Pflegende und Betreuende aus dem Gesundheits- und Sozialwesen mit direktem Kontakt zu Patienten. In diesem Kurs wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermöglicht, mittels einer strukturierten ethischen Entscheidungsfindung eine ethisch begründete Entscheidung zu treffen, welche als Grundlage für die darauffolgenden Handlungen dienen kann. 3. September :00-17:00 Die TeilnehmerInnen können mit Hilfe des Modells «7 Schritte Dialog kompakt» ein ethisches Problem innerhalb ihres Arbeitsalltages bearbeiten und «lösen» können mit 2-3 Personen ein ethisches Problem bearbeiten Interessierten bieten wir einen Nachfolgekurs an, in dem mit dem 7 Schritte Dialog kompakt Fälle aus dem eigenen Arbeitsalltag bearbeitet werden. Kosten: CHF / Dauer: bis 21:00 Uhr / Datum: nach Vereinbarung

17 18:00-21:00 17 Gewissenskonflikte: Im Spannungsfeld von Professionalität und eigenem Gewissen Dorothee Bürgi Kursunterlagen «Thema im Fokus: Gewissenskonflikte» und Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Inhalt Fachpersonen des Gesundheits-und Sozialwesens sind oft mit Entscheidungssituationen konfrontiert, bei denen sie unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden müssen. Was aber, wenn die innere Zustimmung zur getroffenen Entscheidung fehlt und Gewissenskonflikte auftreten? Im Kurs behandelte Themen: Die Grundlagen von stimmigen Entscheidungen Was bedeutet Authentizität Wege zur Klärung der eigenen Position Impulse zum Umgang mit Gewissenskonflikten 29. September 2015

18 18 Patientenverfügungen: Das Wesentliche (Teil 1) und die Beratung (Teil 2) Daniela Ritzenthaler Kursunterlagen Patientenverfügungen / Buch Patientenverfügung / Handout Kosten (inkl. sämtliche Kursunterlagen) CHF Teil Oktober 2015 Teil Oktober 2015 jeweils 18:00-21:00 Teil 1 und Teil 2 können unabhängig voneinander gebucht werden Inhalt - Patientenverfügungen: Das Wesentliche (Teil 1) Der Informationsabend für Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen vermittelt und vertieft die ethischen, medizinischen, rechtlichen und psychologischen Aspekte der Patientenverfügung. Verschiedene Patientenverfügungen mit ihren Vorteilen und Grenzen werden vorgestellt. Im zweiten Teil des Abends bleibt Zeit für Fragen und Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden. Herausforderungen von ethischen Entscheidungen am Lebensende werden diskutiert. Inhalt - Patientenverfügungen: Die Beratung (Teil 2) Die Beratung zum Erstellen von Patientenverfügungen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Viele Fragen stellen sich für Fachpersonen: Fragen des «richtigen Momentes», der Gesprächsführung, etc. Im Anschluss an den Abend «Patientenverfügungen: Das Wesentliche» werden die theoretischen Aspekte der Patientenverfügung für Beratungsgespräche nutzbar gemacht. Wir diskutieren und üben anhand von Praxisbeispielen wichtige Aspekte der Beratung und vertiefen damit die Beratungskompetenzen der Teilnehmenden.

19 19 Kursleiterinnen und Kursleiter von Dialog Ethik Dr. phil. Andrea Abraham Andrea Abraham ist promovierte Medizinanthropologin und leitet den Fachbereich Forschung bei Dialog Ethik. Sie ist assoziierte Forscherin am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern und aktives Mitglied der Fachgruppe Medical Anthropology Switzerland (MAS), die regelmässig Veranstaltungen zur qualitativen Forschungsmethodik organisiert. lic. theol. Walter Anghileri Bei Dialog Ethik tätig im Bereich der Ethik-Foren und hausinterne Schulungen in Organisationen. Theologiestudium, dipl. Pflegefachmann Intensivpflege, Lehrbeauftragter im Gesundheits- und Sozialwesen. lic. phil. Denise Battaglia Denise Battaglia leitet den Fachbereich Publikationen bei Dialog Ethik. Sie hat Philosophie und Pädagogik in Basel studiert und sich als Wissenschaftsjournalistin unter anderem mit medizinethischen Themen beschäftigt. In ihrer Doktorarbeit befasst sie sich mit der Veränderung von Menschenbildern durch die Medizin. Dr. Ruth Baumann-Hölzle Mitbegründerin und Leiterin von Dialog Ethik. Sie war und ist an interdisziplinären Nationalfond-Forschungsprojekten im Bereich Medizin, Pflege und Ethik beteiligt und war bis Ende 2013 Mitglied der kantonalen Ethikkommission Zürich und der Nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin. Dorothee Bürgi PhD, Dipl. psych. FH, Dipl. Pflegefachfrau Wissenschaftliche Mitarbeiterin Dialog Ethik; Vortrags- und Publikationstätigkeit im Bereich Medizinethik, End-of-Life-Fragen, Existenzanalyse. Dr. sc. ETH Markus Christen Markus Christen studierte Philosophie und Naturwissenschaften in Bern und promovierte in Neuroinformatik an der ETH Zürich. Es folgte eine mehrjährige Forschungstätigkeit im Bereich (empirische) Ethik, ein Auslandaufenthalt an der University of Notre Dame (USA) sowie Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist und Lektor, unter anderem auch im Fachbereich Publikationen von Dialog Ethik. Derzeit leitet er das Forschungsnetzwerk «Ethik von Monitoring und Überwachung» am Forschungsschwerpunkt Ethik der Universität Zürich.

20 20 lic. phil. Anja Huber Psychologin FSP Anja Huber hat an der Universität Zürich Arbeits- und Organisationspsychologie, Betriebswirtschaftslehre sowie Bank- und Börsenrecht studiert. Sie ist bei Dialog Ethik als Assistenz der Geschäftsleitung und Leitung Kommunikation tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit bei Dialog Ethik schreibt sie an ihrer Doktorarbeit, wo sie einen qualitativen und quantitativen Forschungsansatz verfolgt. Hildegard Huber MAS, Pflegeexpertin Höfa II, Intensivpflegefachfrau Intensivpflegefachfrau, Pflegeexpertin Höfa II, MAS «Ethische Entscheidungsfindung in Organisation und Gesellschaft». Dozentin bei Dialog Ethik mit Schwerpunkt Fallbesprechung und interdisziplinäre ethische Entscheidungsfindung, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Forschung zu Case Management und Pflegebedürftigkeit im Alter. lic. phil. Daniela Ritzenthaler-Spielmann Heilpädagogin. Certificate of avanced studies «Ethische Entscheidungsfindung in Organisationen». Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Dialog Ethik im Zusammenhang mit ethischen Fragen am Lebensanfang und Lebensende. M.A. Lydia Rufer Studium der Rhetorik, Politikwissenschaften und Germanistik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Zusammenarbeit insbesondere mit den Hochschuldidaktiken der Universität Basel und Bern sowie dem Deutschen Hochschulverband. lic. phil. Patrizia Kalbermatten Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Genf. Fernlehrgang «Beraterin für Ethik im Gesundheitswesen» Nürnberg und MAS Ethische Entscheidungsfindung in Organisation und Gesellschaft.Seit 6 Jahren bei Dialog Ethik im Bereich Patientenverfügungen tätig. Schwerpunkte: Patientenverfügung, Shared Decision Making und Patientenrecht. Dr. med. Brida von Castelberg Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Chefärztin der Frauenklinik am Zürcher Stadtspital Triemli bis 2012, seit 2012 im vorzeitigen Ruhestand. Beirätin von Dialog Ethik für den klinischen Alltag. Prof. Dr. Jean-Pierre Wils Professor für Politische Philosophie und Kulturphilosophie an der Radboud Universität Nijmegen in den Niederlanden und wissenschaftlicher Beirat des Instituts Dialog Ethik.

21 Massgeschneiderte Weiterbildung

22 22 Massgeschneiderte Weiterbildungsangebote für Organisationen und Fachpersonen Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen können nach dem Baukastenprinzip bestehende Bildungsmodule, Veranstaltungen und Kurse von Dialog Ethik in beliebiger Kombination und Anzahl buchen oder Sie haben die Möglichkeit auf Anfrage zu diversen Themenfeldern organisationsspezifische Weiterbildungsformen zu erhalten. Im Umgang mit den folgenden Themen für massgeschneiderte Weiterbildungen in Organisationen verfügt Dialog Ethik über jahrzehntelange Erfahrung: Ethisches Grundlagenwissen Klinische Ethik Ethik und Gesundheitsökonomie Ethische Entscheidungsfindung und Moderation Patientenverfügung Ethik in der Langzeitpflege Ethik in der Psychiatrie Organisationsethik Ethik in der Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung Zu allen Themen können Sie auch Dossiers mit Artikeln etc. bestellen: Folgende Veranstaltungsformen bietet Ihnen Dialog Ethik an. Sie können die Inhalte anhand des Themenkatalogs oder des Referentenpools frei wählen: Abendprogramm Ethik-Forum Ethik-Kaffee Retraite Tagung Vortrag / Referat Workshop Coaching Fallbesprechung Fordern Sie über den Bestelltalon eine unverbindliche Offerte an oder wenden Sie sich für ein Beratungsgespräch, wenn Sie z. B. in Ihrer Organisation ein Ethik-Forum aufbauen möchten, an: Stiftung Dialog Ethik Schaffhauserstrase Zürich Tel

23 23 «Ethische Entscheidungsfindung im klinischen Alltag für Assistentinnen und Assistenten» (SIWF/FMH-approved) Voraussetzung für den Erwerb eines Facharzttitels ist gemäss der Weiterbildungordnung FMH/SIWF (Art. 16 Abs. 3) der Erwerb von Kenntnissen im Bereich medizinischer Ethik. Die Weiterbildung in ethischer Entscheidungsfindung von Dialog Ethik vermittelt FacharztanwärterInnen ethisches Grundlagenwissen und stellt praktische Instrumente ethischer Entscheidungsfindung vor. Die Weiterbildung besteht aus je zwei Modulen: Zwei Schulungssequenzen und zwei auf Eigeninitiative beruhenden Tätigkeiten, die festgehalten und testiert werden: Basispflichtmodul Ethische Grundlagen Einführung Dauer: 1.5 Stunden Pflichtaufbaumodule zur Auswahl Von den Pflichtaufbaumodulen muss mindestens ein Modul besucht werden. Bezüglich der Modulwahl bestehen keine weiteren Vorgaben Fallbesprechung Auf Eigeninitiative beruhende Tätigkeiten Side Visits und Supervision Psychologische Faktoren Modul: Modul A: Modul B: Modul C: Modul: Modul: Ethische Entscheidungsfindung Prozesse und Fallbeispiele Teilnahme an ethischer Fallbesprechung oder schriftliche Fallreflexion Reflexion über ein Patientengespräch im Dialog oder Selbststudium Begleitetes Selbststudium einer ethischen Problemstellung Side Visits und Supervision Psychologische Faktoren ethischer Entscheidungsfindung Dauer: 1 Stunde Dauer: 1 Stunde Dauer: 1 Stunde Dauer: 1 Stunde Dauer: n.v. Dauer: n.v Übersicht über den Aufbau des modularen Weiterbildungsprogramm von Dialog Ethik

24 24 Pflichtbasismodul Ethische Grundlagen Einführung Begriffe kennen und und unterscheiden Empirische-deskriptive und normativ-wertende Aussagen unterscheiden und anwenden Ethische Dilemmas benennen und formulieren Organisationale Verantwortungsdimensionen einordnen Bedeutung des Würde- und Autonomieanspruchs einschätzen Pflichtaufbaumodul zur Auswahl Von den Pflichtaufbaumodulen muss mindestens ein Modul besucht werden. Bezüglich der Modulwahl bestehen keine weiteren Vorgaben. Modul: Ethische Entscheidungsfindung Prozesse und Fallbeispiele An einem konkreten, für das Fachgebiet spezifischen Patientenbeispiel wird ein Entscheidungsfindungsprozess aufgearbeitet. In der Moderation wird das 7-Schritte-Modell von Dialog Ethik verwendet. Auf Eigeninitiative beruhenden Tätigkeiten (Module A, B, oder C) Modul A: Mindestens zwei klinikspezifische Fallbesprechungen und Entscheidungsfindungsprozesse anregen. Teilnahme an ethischen Fallbesprechungen oder eigene schriftliche Fallreflexion. Modul B: Mitarbeit an einem Patientengespräch mit ethischer Dimension (Vorbereitung / Durchführung / Nachbereitung) und Supervision des Patientengesprächs. Reflexion über ein Patientengespräch im Dialog oder Selbststudium. Modul C: Begleitetes Selbststudium einer ethischen Problemstellung z.b. Sterbehilfe, Gendiagnostik, Shared-Decision-Making. Dabei sollen mögliche ethische Dilemmas benannt und formuliert sowie ethische Problemstellungen thematisiert werden. Modul: Side Visits und Supervision In den sogenannten Side Visits wird das im Pflichtbasismodul erworbene Fachwissen vertieft und an tatsächlichen Patientensituationen im praktischen Alltag reflektiert. Eine ethisch geschulte Fachperson mit Erfahrungen rund um ethische Fragestellungen im klinischen Alltag begleitet Behandlungsteams auf Visiten oder einzelne Arzt-Patienten-Gespräche und reflektiert im Anschluss die ethischen Fragestellungen.

25 25 Modul: Psychologische Faktoren Ethischer Entscheidungsfindung In diesem Modul werden psychologische Kompetenzen vertiefend eingeführt, die im Prozess der ethischen Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle spielen. Anhand psychologischer Instrumente erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in Stärken und Schwächen eigener psychologischer Kompetenzen hinsichtlich ethischer Entscheidungsfindung. Die Bestätigung der Pflichtbasis- und der Pflichtaufbaumodule erfolgt in einem Logbuch. Der Lernerfolg geschieht über die Auswertung des Logbuchs, ein Anwesenheitstestat sowie über eine schriftliche Evaluation. Anrechnung und Credits: Als Fortbildung ist die «Ethische Entscheidungsfindung im klinischen Alltag für Assistentinnen und Assistenten» vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) anerkannt. Für das erfolgreiche absolvieren der Fortbildungsveranstaltung werden im Rahmen von Art. 16 Abs. 2 der Fortbildungsordnung (FBO) folgende Credits vergeben: Je Modul: 1 Credit Für «auf Eigeninitiative beruhende Tätigkeit»: 5 Credits Insgesamt: 7 Credits Lektüre: Spezielle, zur Verfügung gestellte Artikel, Mantelbüchlein: Medizinethik 1 Basiswissen Weitere Informationen und Anmeldung: Stiftung Dialog Ethik Schaffhauserstrase Zürich Tel

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