Suizid: ein großes Thema in der Literatur. und in der Gesellschaft

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Suizid: ein großes Thema in der Literatur. und in der Gesellschaft"

Transkript

1 Suizid: ein großes Thema in der Literatur. und in der Gesellschaft 1. Der Suizid ist das willentliche Beenden des eigenen Lebens, sei es durch absichtliches Handeln oder absichtliches Unterlassen. Die Frage nach der moralischen Zulässigkeit des Suizids wird kulturell sehr unterschiedlich betrachtet. In der Literatur ist die Idee des Selbstmords ein großes Motiv für die Dichter verschiedener Epochen gewesen. Die Leiden des jungen Werther (1774) lautet der Titel eines von Johann Wolfgang Goethe verfassten Briefromans, in dem der junge Künstler Werther wegen einer unglücklichen Liebesgeschichte Selbstmord begeht. Werther führt einen Briefwechsel mit seinem Freund Wilhelm, wobei sich die Handlung im Zeitraum vom 4. Mai 1771 bis 20. Dezember 1772 erstreckt. Werther debattiert in den Briefen u.a. auch das Thema des Selbstmords mit seinem Freund Albert. Diese Diskussion zwischen Werther und Albert ist eine zentrale Stelle im Roman. Für Albert ist der Selbstmord eine törichte, lasterhafte Handlung, während Werther als Verteidiger der Idee des Selbstmords auftritt. 2. Laut Albert begehen Selbstmord diejenigen, die ihre Besinnungskraft verloren hätten. Albert stützt sich auf einen dogmatischen und starren Vernunftbegriff. Er ist der Ansicht, dass der Mensch seine Affekte unter Kontrolle halten müsse. Er verurteilt diejenigen, denen dies nicht gelingt. Seine Kriterien sind also Kriterien der Moral und der Vernunft. Werther hingegen bezeichnet den Selbstmord als Krankheit zum Tode. Er beschreibt diese Krankheit als eine wachsende Leidenschaft, die ihm seine ruhige Sinneskraft raubt und ihn zu Tode richtet. Werther erzählt die Geschichte eines Mädchens, das Selbstmord begangen hat und zeigt Verständnis für ihr Handeln. Wenn man an Werthers Selbstmord denkt, ist diese Theorie auf sein eigenes Schicksaal zu übertragen. Der Selbstmord ist in diesem Sinne das Ende einer Krankheit zum Tode. Das Gefühl der Einschränkung bringt Werther auf den Gedanken des Selbstmordes, der ihm als Akt der Freiheit erscheint. Die Symptome dieser Krankheit sind im Buch frühzeitig zu bemerken. Am 30. August beschreibt Werther seine Krankheit ausführlich. Werther begeht Selbstmord, weil er die Leiden der unerfüllten Liebe für Lotte nicht mehr ertragen kann und sich von dieser Krankheit befreien will. https://colegiulgoethe.wordpress.com/2009/03/14/suizid-ein-groses-thema-der-literatur/ CHRISTINE THORMÄHLEN

2 3. Suizid und Selbstmord was ist der Unterschied? Der Begriff Suizid leitet sich ab vom lateinischen, sui cadere, sich selbst töten. Das Wort Selbstmord kommt aus dem Lutherischen und stammt ab von der Formulierung sein selbs mörder. Der Begriff Suizid ist die neutrale, in der Medizin für diesen Sachverhalt verwendete Formulierung. Im Begriff Selbstmord hingegen schwingt die Bedeutungsebene Mord mit. Sie impliziert die absichtliche, aus niederen Motiven begangene Tötung eines Menschen bzw. seiner selbst. Das Wort stammt aus dem christlichreligiösen Umfeld. Das Leben, von Gott dem Menschen geschenkt, darf der Mensch sich selbst nicht nehmen. Im christlichen Kontext ist der Suizid deshalb lange Zeit als Schuld und Fehlgriff verstanden worden. CHRISTINE THORMÄHLEN

3 Etwa alle 53 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben. Etwa alle 4 Minuten versucht es jemand. Laut des Statistischen Bundesamtes sterben aktuell jährlich etwa Menschen durch Suizid. Das sind deutlich mehr Todesopfer als durch Verkehrsunfälle, Drogenmissbrauch und Aids zusammen. Suizid ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen die zweithäufigste Todesursache starben mehr als 600 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren. Trotzdem stellt Suizid in der Öffentlichkeit ein Tabu dar. CHRISTINE THORMÄHLEN

4 In der Schweiz: SELBSTMORD BEI JUGENDLICHEN Allgemeines: Alle drei Tage nimmt sich ein Jugendlicher in der Schweiz das Leben. Rund 9'000 Jugendliche machen pro Jahr einen Selbstmordversuch und überleben ihn. Europaweit begehen pro Jahr 43'000 Menschen Selbstmord. 700'000 Menschen machen einen Selbstmordversuch. Gründe: "sich in der Familie als letzter Dreck fühlen", Versager in der Schule sein und Liebeskummer. Nachahmung: Selbstmord von Prominenten führt häufig zu Nachahmern. Nach dem Tod von Marilyn Monroe z. B. stieg die Selbstmordrate in den folgenden Monaten um 12 Prozent. Aus dem frühen Griechenland erzählt man sich folgende Geschichte: Es gab eine Zeit, da brachten sich sehr viele junge Menschen in Griechenland um. Es war die Zeit der Romantik und der Literatur. Die Regierung verbot daraufhin den Selbstmord. Sie stellte ihn unter Strafe. So wurde zum Beispiel der Selbstmörder, der sich aus einem Fenster in die Tiefe stürzte, damit bestraft, dass die Polizei den toten Körper des Selbstmörders noch einmal aus dem selben Fenster stieß und ihn anschließend den Wölfen zum Frass vorwarf. Innert eines halben Jahres sank die Selbstmordrate um 80 Prozent. Jenseits: Die meisten Jugendlichen glauben, sie könnten, wenn sie tot sind, die Eltern oder die Freunde, sehen, wie sie weinen und leiden. Selbsthilfe: Am meisten hilft es, wenn die Selbstmordgedanken mit anderen besprochen werden. Reden, reden, reden. Auch ein Tagebuch über Selbstmordgedanken kann helfen. Nicht Anderen mit den Selbstmordgedanken Angst machen. Nicht leichtfertig mit Selbstmord drohen. Selbstmordversuche: Nach einem Selbstmordversuch bleibt das Selbstmordrisiko jahrzehntelang erhöht. Die Selbstmordversuchsrate steigt sogar an. CHRISTINE THORMÄHLEN

5 Sterbehilfe für unheilbar Kranke Die juristische Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz Staat Aktive Sterbehilfe Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid) Passive Sterbehilfe Indirekte Sterbehilfe Deutschland (bis zu 5 Jahren Haftstrafe) Legal wenn der Betroffene das Mittel selbst einnimmt Legal wenn eine Willensäußerung des Betroffenen oder gültige Patientenverfügung vorliegt Legal wenn eine Willensäußerung des Betroffenen oder gültige Patientenverfügung vorliegt Österreich (bis zu 5 Jahren Haftstrafe) (bis zu 5 Jahren Haftstrafe) Legal wenn eine Willensäußerung des Betroffenen oder gültige Patientenverfügung vorliegt Legal Schweiz Legal, jedoch nur wenn keine selbstsüchtigen Beweggründe vorliegen Legal Legal Aktive Sterbehilfe als gezieltes aktives Herbeiführen des Todes ( Tötung auf Verlangen ) Passive Sterbehilfe als Unterlassen oder Abbrechen lebensverlängernder Maßnahmen Indirekte Sterbehilfe als Leidenslinderung bei Schwerkranken unter Inkaufnahme der Lebensverkürzung CHRISTINE THORMÄHLEN

6 AUFGABEN: 1. Das Selbstmord-Motiv in Die Leiden des jungen Werther: Welche Haltung haben Werther und Albert dem Freitod gegenüber? 2. In welchem italienischen/ englischen/ spanischen/ russischen Roman spielt das Motiv eine Rolle? Erzähle und vergleiche. 3. Stelle ein Bild oder Lied oder Gedicht vor, in dem es um das Thema Selbstmord geht. 4. Jugendliche und Selbstmord: Internet-Recherche: Wie ist die Situation in Italien? Suche nach statistischen Angaben und nach den Gründen, die Jugendliche in Italien in den Selbstmord treiben. 5. Sterbehilfe bei unheilbar Kranken: Wie ist die juristische Situation in Italien? Recherchiere den Fall von Eluana Englaro und berichte. CHRISTINE THORMÄHLEN

Lies den Titel und stell Hypothesen zu den Themen auf. Was bedeutet Tat und was bedeutet Ruhm? Welche Personen sind berühmt? Und warum?

Lies den Titel und stell Hypothesen zu den Themen auf. Was bedeutet Tat und was bedeutet Ruhm? Welche Personen sind berühmt? Und warum? Arbeitsblätter zu Episode 4: Die Tat ist alles, nicht der Ruhm Arbeitsblatt 1 Erste Stunde Aktivität 1: Comic Lies den Titel und stell Hypothesen zu den Themen auf. Was bedeutet Tat und was bedeutet Ruhm?

Mehr

Sterbehilfe in Deutschland Begriffe Ängste - Perspektiven

Sterbehilfe in Deutschland Begriffe Ängste - Perspektiven Sterbehilfe in Deutschland Begriffe Ängste - Perspektiven Dr. Rainer Schäfer Abtlg. Anaesthesie und Palliativmedizin Juliusspital Würzburg 29.04.2015 Forderung nach würdevollem Sterben Elisabeth Kübler-Ross

Mehr

Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther - Buch mit Info-Klappe Rumpf

Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther - Buch mit Info-Klappe Rumpf Lektüre Durchblick Deutsch Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther - Buch mit Info- Klappe Lektüre Durchblick Deutsch von Michael Rumpf 1. Auflage Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen

Mehr

Entscheidungen am Lebensende

Entscheidungen am Lebensende Wintersemester 2016/17 Vorlesung Ethik in der Medizin Entscheidungen am Lebensende Prof. Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Entscheidungen am Lebensende Inhalt Zulässige

Mehr

Inwiefern ist Literatur identitätsstiftend in Goethes Werther und in Fatih Akins Film Auf der anderen Seite?

Inwiefern ist Literatur identitätsstiftend in Goethes Werther und in Fatih Akins Film Auf der anderen Seite? Inwiefern ist Literatur identitätsstiftend in Goethes Werther und in Fatih Akins Film Auf der anderen Seite? Können die Thesen zur Funktion von Literatur in Goethes Werther fruchtbar gemacht werden für

Mehr

Euthanasie - Sterbehilfe

Euthanasie - Sterbehilfe Euthanasie - Sterbehilfe Euthanasie guter Tod Ärztliche Hilfe im Sterben Schmerz-, Leidenslinderung Keine Lebensverkürzung! Euthanasie im dritten Reich Binding und Hoche 1920 Vernichtung unwerten Lebens

Mehr

Sterbehilfe. Ein Verstoß gegen das 5. Gebot?

Sterbehilfe. Ein Verstoß gegen das 5. Gebot? Pädagogik Sabrina Flaig Sterbehilfe. Ein Verstoß gegen das 5. Gebot? Facharbeit (Schule) Seite 1 Inhaltsverzeichnis 1. Problemstellung... 1 2. Sterbehilfe... 2 2.1. aktiv 2.2. passiv 2.3. indirekt 3.

Mehr

Christian Schwarzenegger

Christian Schwarzenegger Kolloquium Zürich Psychiatrisches 27. November 2002, Christian Schwarzenegger 2002, Schwarzenegger, Rechtswissenschaftliches Institut, Universität Zürich [www.rwi.unizh.ch/schwarzenegger/home.htm] Klassischer

Mehr

Die letzten Tage und Stunden

Die letzten Tage und Stunden Die letzten Tage und Stunden Dr. med. Johannes Meiß Internist und Palliativmediziner Zu Hause Sterben Dr. med. Johannes Meiß Internist und Palliativmediziner Eine medizinische Revolution hat die Lebenserwartung

Mehr

Sterbehilfe oder wieviel Autonomie ist am Lebensende sinnvoll und wichtig?

Sterbehilfe oder wieviel Autonomie ist am Lebensende sinnvoll und wichtig? Sterbehilfe oder wieviel Autonomie ist am Lebensende sinnvoll und wichtig? Vereinigung zur Begleitung Schwerkranker Schaffhausen 21.5.2014 Lisbeth Brücker, MAS Ethik im Gesundheitswesen www.ethikbruecken@ch

Mehr

DÜRFEN ÄRZTE BEIM STERBEN HELFEN? Pfarrer Richard Schuster Ethikforum Klinikum Nürnberg 2. Vorsitzender

DÜRFEN ÄRZTE BEIM STERBEN HELFEN? Pfarrer Richard Schuster Ethikforum Klinikum Nürnberg 2. Vorsitzender DÜRFEN ÄRZTE BEIM STERBEN HELFEN? Pfarrer Richard Schuster Ethikforum Klinikum Nürnberg 2. Vorsitzender Zu meiner Person Seit 1998 Krankenhausseelsorger im Klinikum Nürnberg Süd Seelsorger der nephrologischen

Mehr

"Wir sind in einem Dialog, der so schnell kein Ergebnis hat. Aber wichtig ist, dass wir ihn führen."

Wir sind in einem Dialog, der so schnell kein Ergebnis hat. Aber wichtig ist, dass wir ihn führen. 2015/81 Berliner Depressionsgespräche Assistierter Suizid - Die Debatte in der Rückschau Exzerpt einer kontroversen Debatte zwischen Ethik, Recht und ärztlicher Aufgabe 5 10 15 "Wir sind in einem Dialog,

Mehr

Wie dürfen wir sterben?

Wie dürfen wir sterben? Ökumenischer Arbeitskreis Ethik und Menschenrechte Wie dürfen wir sterben? Informationen über die Diskussion um die Sterbe-Hilfe in Deutschland Text: Brigitte Huber - für den ökumenischen Arbeitskreis

Mehr

Charta Palliative Care. Grundsätze der palliativen Behandlung und Betreuung im Kanton Schwyz

Charta Palliative Care. Grundsätze der palliativen Behandlung und Betreuung im Kanton Schwyz Charta Palliative Care Grundsätze der palliativen Behandlung und Betreuung im Kanton Schwyz «palliare mit einem Mantel bedecken» Was ist Palliative Care? Palliative Care ist die internationale Bezeichnung

Mehr

Workshop. Teil1: Wie spreche ich mit Kindern über den Tod? Teil 2: Umgang mit kindlicher Abwehr. B.Juen

Workshop. Teil1: Wie spreche ich mit Kindern über den Tod? Teil 2: Umgang mit kindlicher Abwehr. B.Juen Workshop Teil1: Wie spreche ich mit Kindern über den Tod? Teil 2: Umgang mit kindlicher Abwehr B.Juen Fachtagung: Zarte Seelen trösten-trauern Kinder und Jugendliche anders? Puchberg, 22.01.2011 Teil 1

Mehr

Was denken die Deutschen über drohende Pflegebedürftigkeit und assistierten Suizid?

Was denken die Deutschen über drohende Pflegebedürftigkeit und assistierten Suizid? 13. Dezember 2012 Umfrage Umfrage Umfrage Umfrage Umfrage Umfrage Umfrage Was denken die Deutschen über drohende Pflegebedürftigkeit und assistierten Suizid? TNS Infratest-Umfrage im Auftrag der Patientenschutzorganisation

Mehr

Sterbehilfe und Testament

Sterbehilfe und Testament Unterrichtseinheit: Die Sterbehilfe und die rechtlichen Regelungen zum Testament 1. Sterben und Tod aus der Sicht verschiedener Weltreligionen 2. Euthanasie - Auffassungen in der Geschichte und Gegenwart

Mehr

Zulässigkeit der Sterbe- und Suizidhilfe in den EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz

Zulässigkeit der Sterbe- und Suizidhilfe in den EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz Zulässigkeit der Sterbe- und Suizidhilfe in den EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz Land aktive Sterbehilfe Beihilfe z. Suizid Indirekte Sterbehilfe Passive Sterbehilfe Patientenverfügung Anm. Belgien ja,

Mehr

Otto-Friedrich-Universität Bamberg Einführungsseminar NDL II: Aus alt mach neu! Dozent: Dipl.-Germ. Martin Beyer

Otto-Friedrich-Universität Bamberg Einführungsseminar NDL II: Aus alt mach neu! Dozent: Dipl.-Germ. Martin Beyer Otto-Friedrich-Universität Bamberg Einführungsseminar NDL II: Aus alt mach neu! Dozent: Dipl.-Germ. Martin Beyer Johannes Michel Onet-le-Chateau-Straße 2 96135 Stegaurach Telefon 0951-2960296 email johannes-michel@t-online.de

Mehr

Die Invaliden-Versicherung ändert sich

Die Invaliden-Versicherung ändert sich Die Invaliden-Versicherung ändert sich 1 Erklärung Die Invaliden-Versicherung ist für invalide Personen. Invalid bedeutet: Eine Person kann einige Sachen nicht machen. Wegen einer Krankheit. Wegen einem

Mehr

Sterbebegleitung Sterbehilfe gegen die Begriffsverwirrung und für christliche Zuwendung auf einem entscheidenden Weg Sterbebegleitung aktiv indirekt a

Sterbebegleitung Sterbehilfe gegen die Begriffsverwirrung und für christliche Zuwendung auf einem entscheidenden Weg Sterbebegleitung aktiv indirekt a Sterbebegleitung Sterbehilfe gegen die Begriffsverwirrung und für christliche Zuwendung auf einem entscheidenden Weg Hauptabteilung II -Seelsorge, Abteilung Altenseelsorge, 86140 Augsburg, Tel. 0821/3166-2222,

Mehr

Ethische Fragen am Lebensende

Ethische Fragen am Lebensende Ethische Fragen am Lebensende 16. Juni 2015 Caritas-Akademie Köln-Hohenlind Kooperation mit dem Erzbistum Köln Ulrich Fink Hildegard Huwe Diözesanbeauftragte für Ethik im Vielfalt von Begriffen Therapiezieländerung

Mehr

Schweizer wollen Sterbehilfe durch den Arzt Klare Mehrheit möchte Sterbehilfe laut Studie liberalisieren aber Sterbetourismus verbieten

Schweizer wollen Sterbehilfe durch den Arzt Klare Mehrheit möchte Sterbehilfe laut Studie liberalisieren aber Sterbetourismus verbieten News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 03.09.10 Sterbehilfe Schweizer wollen Sterbehilfe durch den Arzt Klare Mehrheit möchte Sterbehilfe laut Studie liberalisieren aber Sterbetourismus verbieten

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 7. 1 Wissen Sie schon alles über das Rauchen?... 9

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 7. 1 Wissen Sie schon alles über das Rauchen?... 9 Inhaltsverzeichnis Vorwort................................................ 7 1 Wissen Sie schon alles über das Rauchen?......... 9 2 Frau Schmitt und die Zigaretten und Sie?......... 23 2.1 Erste Phase:

Mehr

Beihilfe zur Selbsttötung, Tötung aus Mitleid, Tötung auf Verlangen?

Beihilfe zur Selbsttötung, Tötung aus Mitleid, Tötung auf Verlangen? Beihilfe zur Selbsttötung, Tötung aus Mitleid, Tötung auf Verlangen? Eine theologisch-ethische und seelsorgerische Beurteilung Prof. Dr. theol. Ulrich Eibach, Ev. Theol. Fakultät Uni Bonn und Klinikseelsorge

Mehr

Niederlande: Aktive Sterbehilfe erlaubt. G.K. Kimsma, Vrije Universität, Amsterdam Radboud Universität, Nijmegen

Niederlande: Aktive Sterbehilfe erlaubt. G.K. Kimsma, Vrije Universität, Amsterdam Radboud Universität, Nijmegen Niederlande: Aktive Sterbehilfe erlaubt G.K. Kimsma, Vrije Universität, Amsterdam Radboud Universität, Nijmegen Ziel der Presentation: Niederländische Praxis: Zahlen/ Erkrankungen/ Auffassungen der Ärzte

Mehr

Ärztliche Beihilfe zum Suizid aus der Sicht eines Juristen

Ärztliche Beihilfe zum Suizid aus der Sicht eines Juristen Kriminologisches Seminar der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn Herbstforum der APPH Nordhessen Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel, 7. Oktober 2009 Ärztliche Beihilfe zum Suizid:

Mehr

DIE LEIDEN VON WERTHERS LOTTE

DIE LEIDEN VON WERTHERS LOTTE Eine Unterrichtseinheit in Klasse 11 DIE LEIDEN VON WERTHERS LOTTE Dr. Lea Marquart Didaktische und methodische Ideen GRUNDSÄTZLICHE VORÜBERLEGUNGEN WICHTIGES VORAB 1. Fassung: Die Leiden des jungen Werthers

Mehr

Palliative Care eine große Gemeinschaftsaufgabe

Palliative Care eine große Gemeinschaftsaufgabe Palliative Care eine große Alois Glück Vorsitzender Netzwerk Hospiz Südostbayern 1 Die Aktualität des Themas Beratungen im Deutschen Bundestag zu zwei rechtlich unterschiedlichen Sachverhalten, aber innerem

Mehr

Suizidalität und ihre Diagnostik

Suizidalität und ihre Diagnostik Geisteswissenschaft Britta Brokate Suizidalität und ihre Diagnostik Studienarbeit Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung...2 2. Die Definition von Suizidalität 3 3. Epidemiologie.... 5 3.1. Häufigkeit von Suizidhandlungen.....

Mehr

1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung

1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung Michael Nagenborg Medizin in der Antike Struktur 1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung 2. Die antike Medizin 2.1 Allgemein 2.2 Psychiatrische Erkrankungen 3. Schluss und

Mehr

Blackout. Dantse Dantse. Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen

Blackout. Dantse Dantse. Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen Dantse Dantse Blackout Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen Warum tötete Johnny M. Walker die schöne dänische Frau, die Frau mit dem Teufel im Blut? Das Tagebuch vom tragischen Schicksal meines aidsinfizierten

Mehr

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER. Briefe: 15. August bis 10. September

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER. Briefe: 15. August bis 10. September DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER Briefe: 15. August bis 10. September 15. August Zusammenfassung: Im Gegensatz zu vorigen Brief - > posiiver Eindruck Harmonisches Zusammenleben zwischen LoPe und ihren Geschwistern

Mehr

Thema 3: Verwendung von Texten

Thema 3: Verwendung von Texten PASCH-net und das Urheberrecht Thema 3: Verwendung von Texten Texte sind zwar nicht immer, aber meistens durch das Urheberrecht geschützt. Nur ganz kurze Texte, die zum Beispiel ausschließlich aus einfachen

Mehr

Ethische Fragen am Lebensende. Landeskirchlicher Hospiztag Hannover, Programm

Ethische Fragen am Lebensende. Landeskirchlicher Hospiztag Hannover, Programm Ethische Fragen am Lebensende Pastor Dr. Michael Coors Landeskirchlicher Hospiztag Hannover, 23.8.2013 michael.coors@evlka.de www.zfg-hannover.de Programm 1.Ethische Grundlagen a. Selbstbestimmung b. Fürsorge

Mehr

Mit Jesus gestorben und auferstanden!

Mit Jesus gestorben und auferstanden! Mit Jesus gestorben und auferstanden! Römer-Brief 6, 3-11 Gedanken zur Taufe Gliederung I. WIE WENN WIR UNSERE SCHULD BEZAHLT HÄTTEN II. WIE WENN WIR AUFERSTANDEN WÄREN 1 Einleitende Gedanken Heute Morgen

Mehr

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen:

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen: Predigt zu Joh 2, 13-25 und zur Predigtreihe Gott und Gold wieviel ist genug? Liebe Gemeinde, dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen

Mehr

Befragt wurden 4.003 Personen zwischen 14 und 75 Jahren von August bis September 2013. Einstellung zur Organ- und Gewebespende (Passive Akzeptanz)

Befragt wurden 4.003 Personen zwischen 14 und 75 Jahren von August bis September 2013. Einstellung zur Organ- und Gewebespende (Passive Akzeptanz) Wissen, Einstellung und Verhalten der deutschen Allgemeinbevölkerung (1 bis Jahre) zur Organspende Bundesweite Repräsentativbefragung 201 - Erste Studienergebnisse Befragt wurden.00 Personen zwischen 1

Mehr

Selbst bestimmt sterben Was es bedeutet was uns daran hindert wie wir es erreichen können

Selbst bestimmt sterben Was es bedeutet was uns daran hindert wie wir es erreichen können Selbst bestimmt sterben Was es bedeutet was uns daran hindert wie wir es erreichen können Prof. Dr. Gian Domenico Borasio Lehrstuhl für Palliativmedizin Universität Lausanne Wir sind heute zu einem Punkt

Mehr

Demenz und Selbstbestimmung geht das? 15.04.2015 Putz - Sessel - Steldinger / Medizinrecht Ludwig-Maximilians-Universität München

Demenz und Selbstbestimmung geht das? 15.04.2015 Putz - Sessel - Steldinger / Medizinrecht Ludwig-Maximilians-Universität München Putz - Sessel - Steldinger Rechtsanwälte Medizinrechtliche Sozietät München Wolfgang Putz Rechtsanwalt Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians- Universität München Demenz und Selbstbestimmung geht das?

Mehr

Ihre Gastgeber: Eva Assmann und Stefan Pinnow Infoblatt für die Sendung am Montag, 9. März 2015

Ihre Gastgeber: Eva Assmann und Stefan Pinnow Infoblatt für die Sendung am Montag, 9. März 2015 Infoblatt für die Sendung am Montag, 9. März 2015 Homepage: www.daheimundunterwegs.de Soziale Netzwerke: www.facebook.com/daheimundunterwegs Hotline: 0221 / 56789 880 (normale Gebühren) Unser Abschlussbild

Mehr

Hospiz und Palliativpflege im stationären Bereich

Hospiz und Palliativpflege im stationären Bereich Hospiz und Palliativpflege im stationären Bereich Impulsreferat am 26. Juni 2014 in Eisenstadt Dr. Gustav Herincs Mobiles Hospizteam der Caritas Wien Definitionen: Palliative Care (WHO 2002) Ist ein Ansatz

Mehr

Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden

Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden diakonisch-ethische Positionen Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden in den Krankenhäusern der Stiftung kreuznacher diakonie [ 1 ] Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden in den Krankenhäusern

Mehr

KAPITEL I HUNDEBISSE GROSSE GEFAHR ODER KULTURELL BEDINGTE PHOBIE?

KAPITEL I HUNDEBISSE GROSSE GEFAHR ODER KULTURELL BEDINGTE PHOBIE? KAPITEL I HUNDEBISSE GROSSE GEFAHR ODER KULTURELL BEDINGTE PHOBIE? In meiner Lieblingsszene des Films Mondsüchtig kommt der untreue Ehemann eines Abends spät nach Hause und Rose begrüßt ihn mit den Worten:

Mehr

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun!

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun! unseren Vorstellungen Angst. Ich liebe, was ist: Ich liebe Krankheit und Gesundheit, Kommen und Gehen, Leben und Tod. Für mich sind Leben und Tod gleich. Die Wirklichkeit ist gut. Deshalb muss auch der

Mehr

Harry G. Frankfurt: Freedom of the Will and the Concept of a Person. The Journal of Philosophy, Vol. 68, No.1 (Jan. 14, 1971) pp. 5-20.

Harry G. Frankfurt: Freedom of the Will and the Concept of a Person. The Journal of Philosophy, Vol. 68, No.1 (Jan. 14, 1971) pp. 5-20. Harry G. Frankfurt: Freedom of the Will and the Concept of a Person The Journal of Philosophy, Vol. 68, No.1 (Jan. 14, 1971) pp. 5-20. first-order desire second-order desire U, V, W, X, Y, Z Z Second-order

Mehr

Inhalt. 1. Urteilsunfähigkeit und psychische Krankheit. 2. Unsere Angst die Kontrolle zu verlieren. 3. Praktische Schlussfolgerungen

Inhalt. 1. Urteilsunfähigkeit und psychische Krankheit. 2. Unsere Angst die Kontrolle zu verlieren. 3. Praktische Schlussfolgerungen Inhalt 1. Urteilsunfähigkeit und psychische Krankheit 2. Unsere Angst die Kontrolle zu verlieren 3. Praktische Schlussfolgerungen Ambulante und tagesklinische Psychiatrie am Clienia Psychiatriezentrum

Mehr

Norbert Geis Mitglied des Deutschen Bundestages

Norbert Geis Mitglied des Deutschen Bundestages Norbert Geis Mitglied des Deutschen Bundestages Platz der Republik 1 Wilhelmstraße 60, Zi. 434 11011 Berlin Tel: (030) 227-73524 Fax: (030) 227-76186 Email: norbert.geis@bundestag.de 1 Rede zur 1. Lesung

Mehr

Das ist doch kein Leben mehr! Sterbehilfe in den Niederlanden

Das ist doch kein Leben mehr! Sterbehilfe in den Niederlanden Gerbert van Loenen 8.5.2014 Das ist doch kein Leben mehr! Sterbehilfe in den Niederlanden Die Niederlande haben sich zutiefst geändert seitdem die aktive Sterbehilfe und die Beihilfe zur Selbsttötung legalisiert

Mehr

Herzlich Willkommen zur Angehörigeninformation 7. November 2016

Herzlich Willkommen zur Angehörigeninformation 7. November 2016 Herzlich Willkommen zur Angehörigeninformation 7. November 2016 Angehörigenarbeit verstehen wir als Qualitätsmerkmal, mit dem Ziel unseren Bewohnerinnen und Bewohnern ein bestmögliches Daheim zu bieten.

Mehr

Vorname/Name: Geburtsdatum:.. Alter: Adresse:. Anschrift und Telefonnummer Ihrer Krankenkasse und/oder Beihilfe:

Vorname/Name: Geburtsdatum:.. Alter: Adresse:. Anschrift und Telefonnummer Ihrer Krankenkasse und/oder Beihilfe: 1 Anamnesebogen: Datum:.. Sehr geehrte Klienten, dieser Anamnesefragebogen dient zur Erstellung des Berichts für die Kostenübernahme der Therapie. Er orientiert sich an der von den Gutachtern vorgegebenen

Mehr

Lektorenpredigt zu Lukas 7, 11-16. Liebe Gemeinde,

Lektorenpredigt zu Lukas 7, 11-16. Liebe Gemeinde, Lektorenpredigt zu Lukas 7, 11-16 Liebe Gemeinde, ich weiß nicht, wann Sie zum letzten Mal einen Leichenzug gesehen haben. Das gab es früher eigentlich überall; heute kennt man diese Sitte nur noch in

Mehr

= Fähigkeit,. Delikt = Jahre Jahre Jahre. Tipp:

= Fähigkeit,. Delikt = Jahre Jahre Jahre. Tipp: = Fähigkeit,. Delikt = Jahre Jahre Jahre JA NEIN Tipp: Während die Deliktfähigkeit ein Begriff des Zivilrechts ist, spricht das Strafrecht im Jugendgerichtsgesetz (JGG) von Strafmündigkeit. Wer strafmündig

Mehr

- Zu Protokoll - die Diskussion über das Thema Sterbebegleitung in unserer Gesellschaft und bei uns im

- Zu Protokoll - die Diskussion über das Thema Sterbebegleitung in unserer Gesellschaft und bei uns im Rede des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (Emmendingen) Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU Bundestagsfraktion in der 115. Sitzung des Deutschen Bundestages am 02.07.2015 zum Tagesordnungspunkt

Mehr

Autonomie am Lebensende ist denn das die Möglichkeit? Katrin Schlachte Hospizdienst Elisa Zwickau Sächsische Krebsgesellschaft Bad Elster 7.9.

Autonomie am Lebensende ist denn das die Möglichkeit? Katrin Schlachte Hospizdienst Elisa Zwickau Sächsische Krebsgesellschaft Bad Elster 7.9. Autonomie am Lebensende ist denn das die Möglichkeit? Katrin Schlachte Hospizdienst Elisa Zwickau Sächsische Krebsgesellschaft Bad Elster 7.9.2012 Autonomie am Lebensende oder gar autonomes Sterben - gibt

Mehr

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Interview mit Frau Dr. Pia Heußner vom Mai 2012 Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Die Diagnose Krebs ist für jede Partnerschaft eine große Herausforderung. Wie hält das Paar die Belastung

Mehr

Ärztlich assistierter Suizid: Rechtlicher Regelungsbedarf - juristische Perspektive

Ärztlich assistierter Suizid: Rechtlicher Regelungsbedarf - juristische Perspektive Ärztlich assistierter Suizid: Rechtlicher Regelungsbedarf - juristische Perspektive Mainz, 31.1.2015 Jochen Taupitz Prof. Dr. Jochen Taupitz www.imgb.de Seite 1 Terminologisches Selbsttötung = Suizid Missverständlich:

Mehr

Leseprobe Ohne Gott geht's besser

Leseprobe Ohne Gott geht's besser Leseprobe Ohne Gott geht's besser Atheismus und Humanismus sind die bessere Alternative Wissen und Glauben 2 1. Wissen und Glauben... 1.2 An was die Leute glauben Viele Leute glauben an einen oder mehrere

Mehr

Voransicht. Des Lebens müde Suizid bei Jugendlichen. Dr. Ute Flink, Barcelona

Voransicht. Des Lebens müde Suizid bei Jugendlichen. Dr. Ute Flink, Barcelona S I A Anthropologie Beitrag 18 Suizid 1 Des Lebens müde Suizid bei Jugendlichen Dr. Ute Flink, Barcelona Bild: BilderBox. Klasse: 9 und 10 Dauer: 8 Stunden Arbeitsbereich: Anthropologie / Individualität

Mehr

Verabschiedet Vorstandssitzung vom 28. Mai 2015

Verabschiedet Vorstandssitzung vom 28. Mai 2015 Positionspapier zum assistierten Suizid Positionspapier zum assistierten Suizid Die Entstehung dieses Papiers entspricht einem Bedürfnis der Mehrheit der Vorstandsmitglieder von palliative gr. In Diskussionen

Mehr

Und das ist so viel, es nimmt alle Dunkelheit von Erfahrung in sich auf.

Und das ist so viel, es nimmt alle Dunkelheit von Erfahrung in sich auf. Gedanken für den Tag "Es ist was es ist" zum 25. Todestag von Erich Fried. 1 Ich weiß noch, wie ich mich fühlte, als ich es zu ersten Mal gelesen habe. Es war vor einer Hochzeit. In mir wurde es ganz stumm

Mehr

Sterbehilfe aus juristischer Sicht

Sterbehilfe aus juristischer Sicht Seniorenmarkt Thun, 17. Oktober 2015 Sterbehilfe aus juristischer Sicht Anton Genna, Fürsprecher, Thun Themen 1. Recht als ethisches Minimum: BV, EMRK 2. Begriffe: Suizidbeihilfe Sterbehilfe (aktive, passive)

Mehr

Beispiele aus der Unterrichtspraxis

Beispiele aus der Unterrichtspraxis Beispiele aus der Unterrichtspraxis B u d d h i s m u s Die buddhistische Perspektive Du hast die Antwort des Buddhismus auf die Frage nach dem Leid kennengelernt. Versuche einmal diese Position einzunehmen.

Mehr

Selbstbestimmung im Sterben Fürsorge zum Leben

Selbstbestimmung im Sterben Fürsorge zum Leben Selbstbestimmung im Sterben Fürsorge zum Leben Ein Gesetzesvorschlag zur Regelung des assistierten Suizids Düsseldorf, 14.11.2015 Jochen Taupitz Prof. Dr. Jochen Taupitz www.imgb.de Seite 1 Sterbehilfe

Mehr

Baustelle Erste Liebe

Baustelle Erste Liebe Geschrieben von: Ute Horn & Daniel Horn Baustelle Erste Liebe : Fur Teens Für alle, die es wissen wollen! Inhalt Inhalt Danke................................................... 5 Vorwort...................................................

Mehr

Vergleichen Sie die beiden Rechtsordnungen, indem Sie die Gemeinsamkeiten herausfinden.

Vergleichen Sie die beiden Rechtsordnungen, indem Sie die Gemeinsamkeiten herausfinden. Vergleichen Sie die beiden Rechtsordnungen, indem Sie die Gemeinsamkeiten herausfinden. Unterschiede bzw. Deutsches Recht: 12 StGB Verbrechen und Vergehen (1) Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im

Mehr

Rechtliches am Lebensende

Rechtliches am Lebensende Weil auch Sterben Leben ist Hospizarbeit und Palliativmedizin aus ethischer Sicht -7- Seminaristische Vorlesung im SoSe 09 (Modul 5) FB Angewandte Sozialwissenschaften Prof. Dr. Rupert Scheule Weil auch

Mehr

Also: Wie es uns geht, das hat nichts mit dem zu tun, ob wir an Gott glauben.

Also: Wie es uns geht, das hat nichts mit dem zu tun, ob wir an Gott glauben. Liebe Schwestern und Brüder, Ich möchte mit Ihnen über die Jahreslosung dieses Jahres nachdenken. Auch wenn schon fast 3 Wochen im Jahr vergangen sind, auch wenn das Jahr nicht mehr wirklich neu ist, auch

Mehr

Leibniz. (G.W.F. Hegel)

Leibniz. (G.W.F. Hegel) Leibniz 3. Der einzige Gedanke den die Philosophie mitbringt, ist aber der einfache Gedanke der Vernunft, dass die Vernunft die Welt beherrsche, dass es also auch in der Weltgeschichte vernünftig zugegangen

Mehr

mehr schlägt, wenn ich weine, sind Tränen für mich etwas Verbotenes geblieben. Trotzdem weine ich, Georg. Um dich, um mich, um das, was war, und vor

mehr schlägt, wenn ich weine, sind Tränen für mich etwas Verbotenes geblieben. Trotzdem weine ich, Georg. Um dich, um mich, um das, was war, und vor mehr schlägt, wenn ich weine, sind Tränen für mich etwas Verbotenes geblieben. Trotzdem weine ich, Georg. Um dich, um mich, um das, was war, und vor allem um das, was hätte sein können und niemals sein

Mehr

Über den Umgang mit dem Ende des Lebens

Über den Umgang mit dem Ende des Lebens Diesen Artikel finden Sie online unter http://www.welt.de/13725201 19.11.11Totensonntag Über den Umgang mit dem Ende des Lebens Die Menschen wissen, dass sie sterblich sind. Das unterscheidet uns von Tieren.

Mehr

Informationen des Beratungslehrers

Informationen des Beratungslehrers Sinnvolle Hilfe bei der Hausaufgabe (nach A. Geist, Schulpsychologe) Vorwort "Soll ich meinem Kind überhaupt bei den Hausaufgaben helfen? Und wenn ja, wie soll ich es sinnvoll tun?" Diese Fragen werden

Mehr

Literatur und Sprache Li 1 Allgemeines 1.1 Nachschlagewerke, Bibliografien, Einführungen Spezielle Nachschlagewerke und Bibliografien s. in den entsprechenden Sachgruppen bei Li 1.2 9.4 1.2 Allgemeine

Mehr

Grauzone Sterbehilfe Sterben an der Hand statt durch die Hand

Grauzone Sterbehilfe Sterben an der Hand statt durch die Hand Grauzone Sterbehilfe Sterben an der Hand statt durch die Hand Dettingen, 14. September 2015 Teilnehmer Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages Dr. Klaus Baier Allgemeinarzt und Pallitivmediziner

Mehr

Tod. 2. Sammeln der Erfahrung Die Schüler erzählen, wo sie den Tod schon erlebt haben oder damit konfrontiert wurden.

Tod. 2. Sammeln der Erfahrung Die Schüler erzählen, wo sie den Tod schon erlebt haben oder damit konfrontiert wurden. Tod 1. Sekundarstufe 1 4 Std. Lernziel Die Schüler befassen sich mit dem Thema Tod. Sie sollen sich mit Krankheit und Tod auseinandersetzen. Vor allem sollen sie lernen sich diesem Thema zu stellen und

Mehr

Rechtliche Infos für Frauen und Mädchen bei sexueller Gewalt

Rechtliche Infos für Frauen und Mädchen bei sexueller Gewalt Rechtliche Infos für Frauen und Mädchen bei sexueller Gewalt Infos in Leichter Sprache Infos in Leichter Sprache Beratungs-Stelle bei sexueller Gewalt für Frauen und Mädchen Sexuelle Gewalt Sexuelle Gewalt

Mehr

Bibelsonntag 2011 - sola scriptura

Bibelsonntag 2011 - sola scriptura Bibelsonntag 2011 - sola scriptura Der Bibel einen besonderen Platz schenken: Die Schweizerische Bibelgesellschaft lädt alle Gemeinden ein, einmal jährlich einen Bibelsonntag zu gestalten. Wissenswertes

Mehr

WIE ICH STERBEN MÖCHTE

WIE ICH STERBEN MÖCHTE WIE ICH STERBEN MÖCHTE GLARNER PATIENTENVERFÜGUNG EINFÜHRUNG Die Lebenszeit auf dieser Welt ist für jeden Menschen begrenzt. Zum Leben gehört der Tod. Unter anderem dank der modernen Medizin ist es vielen

Mehr

9. Sonntag nach Trinitatis

9. Sonntag nach Trinitatis 9. Sonntag nach Trinitatis Schlangen, 20.07.08 Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen, und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. Lk 12,48 Text / Lesung: Barmen II Lieder:

Mehr

Ich will nicht mehr leben!

Ich will nicht mehr leben! K R A N K E N H A U S St. Joseph-Stift D R E S D E N Ich will nicht mehr leben! Vom Umgang mit dem Wunsch nach aktiver Sterbehilfe 1 Sterbewünsche unabhängig vom Lebensalter unabhängig von der Grunderkrankung

Mehr

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS DIE KÖRPERVERLETZUNG IM ENTWURF 1962 ZU EINEM NEUEN DEUTSCHEN STRAFGESETZBUCH Von Reichsgerichtsrat R. Dr. jur. Fritz H a r t u n g, Marburg In der SchsZtg. 1961 S. 169 ff. und S. 182 ff. hatte ich den

Mehr

Palliative Care. Ein spezialisiertes stationäres Angebot

Palliative Care. Ein spezialisiertes stationäres Angebot Palliative Care Ein spezialisiertes stationäres Angebot Den Tagen Leben geben Lebensqualität erhalten trotz unheilbarer und fortschreitender Krankheit: Dafür setzen sich die Mitarbeitenden von Diaconis

Mehr

Goethe und Schiller. Deutsch 220. Prof. Dr. Michael Resler Erstes Semester 2001 Büro: Lyons Hall 201C

Goethe und Schiller. Deutsch 220. Prof. Dr. Michael Resler Erstes Semester 2001 Büro: Lyons Hall 201C Goethe und Schiller Deutsch 220 Prof. Dr. Michael Resler Erstes Semester 2001 Büro: Lyons Hall 201C Mo Mi Fr 12 bis 13 Uhr Telefon: 552-3744; Email: resler@bc.edu Lyons Hall 207 Sprechstunden: Mo Mi Fr

Mehr

Für Geburt, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Geburtstage, Trauerfeiern und vieles mehr Mit Musterreden, Zitaten und Sprichwörtern

Für Geburt, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Geburtstage, Trauerfeiern und vieles mehr Mit Musterreden, Zitaten und Sprichwörtern Y V O N N E J O O S T E N Für Geburt, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Geburtstage, Trauerfeiern und vieles mehr Mit Musterreden, Zitaten und Sprichwörtern 5 Inhalt Vorwort.................................

Mehr

Naturverständnis und Naturdarstellung in Goethes "Die Leiden des jungen Werther"

Naturverständnis und Naturdarstellung in Goethes Die Leiden des jungen Werther Germanistik Thorsten Kade Naturverständnis und Naturdarstellung in Goethes "Die Leiden des jungen Werther" Studienarbeit Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2 2. Das Naturverständnis innerhalb der Epochen

Mehr

H e r a u s g e b e r

H e r a u s g e b e r West-Europa-Mission e.v. Postfach 2907 35539 Wetzlar WEM e.v., 2006 Tel. 0 64 41/4 28 22 Fax 0 64 41/4 31 79 email: info@wem-online.de Internet: www.wem-online.de H e r a u s g e b e r Krank und was nun?

Mehr

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Im nachfolgenden Text finden sich die Informationen zu meinem Vortrag anlässlich der Fachübungsleiterausbildung des Karateverbandes Niedersachsen (KVN) im Juli

Mehr

Evangelisieren warum eigentlich?

Evangelisieren warum eigentlich? Predigtreihe zum Jahresthema 1/12 Evangelisieren warum eigentlich? Ich evangelisiere aus Überzeugung Gründe, warum wir nicht evangelisieren - Festes Bild von Evangelisation - Negative Erfahrungen von und

Mehr

Der Patientenwille. Ein Ratgeber für Angehörige, Betreuer, Bevollmächtigte, Ärzte, Pflegekräfte, Seelsorger und andere. von Dr. med.

Der Patientenwille. Ein Ratgeber für Angehörige, Betreuer, Bevollmächtigte, Ärzte, Pflegekräfte, Seelsorger und andere. von Dr. med. Der Patientenwille Ein Ratgeber für Angehörige, Betreuer, Bevollmächtigte, Ärzte, Pflegekräfte, Seelsorger und andere von Dr. med. Jürgen Bickhardt 1. Auflage Der Patientenwille Bickhardt schnell und portofrei

Mehr

Liebe Gemeinde ich nehme das letzte Wort dieser unglaublichen Geschichte auf. Der

Liebe Gemeinde ich nehme das letzte Wort dieser unglaublichen Geschichte auf. Der Predigt Gottesdienst in Bolheim 22.1.2012 Genesis G esis 50, 15-20 15 Die Brüder Josefs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Josef könnte uns gram sein und uns alle Bosheit

Mehr

Wegleitung für Professionelle Angehörige

Wegleitung für Professionelle Angehörige Wegleitung für Professionelle Angehörige Was sind Wegleitungen für Professionelle? Suizidprävention Freiburg Impressum Bei den Wegleitungen handelt es sich um Empfehlungen. Sie sollen Berufstätigen bei

Mehr

046 Bedürfnisse in der letzten Lebensphase: Wenn nichts mehr zu machen ist...

046 Bedürfnisse in der letzten Lebensphase: Wenn nichts mehr zu machen ist... 046 Bedürfnisse in der letzten Lebensphase: Wenn nichts mehr zu machen ist... Menschen in ihren letzten Lebenstagen und -stunden und deren Angehörige zu begleiten, ist eine ehrenvolle und ganz besondere

Mehr

Depression Die Krankheit Nr. 1!!!

Depression Die Krankheit Nr. 1!!! Depression Die Krankheit Nr. 1!!! Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat festgestellt, dass die Erkrankung Depression in ca. 10 Jahren die häufigste Erkrankung in den Industrieländern darstellt, das

Mehr

Palliative Care im Clienia Bergheim. Leben bis zuletzt

Palliative Care im Clienia Bergheim. Leben bis zuletzt Palliative Care im Clienia Bergheim Leben bis zuletzt Geschätzte Leserin Geschätzter Leser Was bedeutet Palliative Care, und wie wollen wir im Bergheim die Grundsätze der Palliativpflege in unsere Arbeit

Mehr

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2 Inhalt Standardfälle Strafrecht Band 2 Fall 1: Mord und Totschlag 7 Versuch Rücktritt vom Versuch Mordmerkmale Gefährliche Körperverletzung Unterlassene Hilfeleistung Fall 2: Mensch ärgere Dich nicht!

Mehr

Freitagsansprache 02. November 2012 17. Zelhijeeh 1433

Freitagsansprache 02. November 2012 17. Zelhijeeh 1433 (ع) مرکز اسلامی امام علی وين Islamisches Zentrum Imam Ali (a.s.) Wien Freitagsansprache 02. November 2012 17. Zelhijeeh 1433 Redner: Hodschatolislam Montazeri Thema der Ansprache: Islamische Erziehung

Mehr

Bis zu 20% aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Depression. Damit ist Depression eine der häufigsten seelischen Erkrankungen.

Bis zu 20% aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Depression. Damit ist Depression eine der häufigsten seelischen Erkrankungen. Bis zu 20% aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Depression. Damit ist Depression eine der häufigsten seelischen Erkrankungen. Im Jahr 2020 werden Depressionen die Volkskrankheit Nummer Eins

Mehr

Information zum Ländervergleich "Würde am Ende des Lebens"

Information zum Ländervergleich Würde am Ende des Lebens 619/SNEK XXV. GP - Stellungnahme zu Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" 1 von 10 RECHTS-, LEGISLATIV- UND WISSENSCHAFTLICHER DIENST Ansprechpersonen: Mag. a Alexandra Becker, Dr. in Carina Neugebauer

Mehr

Deutschland, Kreativland? Im Ausland werden wir oft auf

Deutschland, Kreativland? Im Ausland werden wir oft auf Wie kreativ ist Deutschland? Eine Online-Befragung mit 271 Teilnehmern lässt ein paar Rückschlüsse zu Von Annette Horváth, Tanja Gabriele Baudson und Catrin Seel Deutschland, Kreativland? Im Ausland werden

Mehr

Weihnachten weist auf das Geschenk hin, das Gott uns anbietet.

Weihnachten weist auf das Geschenk hin, das Gott uns anbietet. Manfred Röseler Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest der Gemeinschaft, der Familie und ein Anlass, einander Freude zu bereiten. Für andere ist Weihnachten ein Fest der Einsamkeit, für manche sogar

Mehr