Bürgerhilfe Florstadt

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1 Welche Menschen kommen? Erfahrungen mit der Aufnahme vor Ort vorgestellt von Anneliese Eckhardt, BHF Florstadt

2 Flüchtlinge sind eine heterogene Gruppe Was heißt das für Sie? Jeder Einzelne ist ein Individuum, kommt aus einem anderen Lande, hat eine andere Lebensgeschichte, andere Erwartungen an seine Zukunft Deshalb Zuhören Und fragen: was möchtest du? Jedem Einzelnen die Selbstbestimmung überlassen

3 Flüchtlinge unterwegs in (tödlicher) Gefahr Was heißt das für Sie? Die eigenen Grenzen kennen!!! (sowohl im Hinblick auf mögl. Traumatisierungen als auch bei asyl- und ausländerrechtliche Fragen) Abgeben an die Profis (Fachärzte, Behörden, Rechtsanwälte das ist ein Zeichen von Kompetenz )

4 Flüchtlinge und ihre sozialen Netze Was heißt das für Sie? Es gibt viele Ratgeber nicht nur Sie/uns: andere Flüchtlinge, Familie, Rechtsanwälte, communities, Beratungsstellen, Die Verantwortung liegt nicht nur bei uns und das kann entlastend sein.

5 Flüchtlinge Menschen mit Ressourcen und Potentialen Was heißt das für Sie? Es geht nicht darum, etwas für Flüchtlinge zu tun, sondern darum, sie bei dem zu unterstützen, was sie selbst wollen. Es geht nicht darum, ihnen die Dinge abzunehmen, sondern ihnen die Chancen zu zeigen, ihre eigenen Wege zu gehen. Es geht darum, Möglichkeiten zu schaffen, so dass Flüchtlinge ihre Ressourcen einbringen können.

6 Es gibt 3 Bereiche, die für die Aufnahme wichtig sind: 1. Die Unterbringung (Quartiersmanagement) - hauptamtlich 2. Die Sozialarbeit hauptamtlich 3. Das Ehrenamt

7 Hauptamtliche Aufgaben wie Unterbringung und Sozialarbeit sind Pflichtaufgaben der Städte und/oder des Wetteraukreises und klar reglementiert. Die Leistungen des Ehrenamtes kommen on top! Alle 3 Bereiche sollten abgegrenzt sein. Die Akteure konzentrieren sich auf ihren Bereich Alle Bereiche kennen Aufgaben und Ansprechpartner der anderen Bereiche bei Bedarf miteinander kommuniziert

8 Ankunft von Flüchtlingen kann so aussehen: Hauptamtlicher Mitarbeiter nimmt Flüchtling in Empfang hauptamtlichem Mitarbeiter begleitet in die Unterkunft Flüchtling hauptamtlichem Mitarbeiter weist den neuen Bewohner ein(küche, Bad, Brandschutz, Aushang der ehrenamtlichen Aktivitäten ) Idealfall: Sozialarbeiter macht Besuch mit Ansprechpartner aus dem Ehrenamt

9 Aufgabe im Ehrenamt kann sein: Sprache Bisher war noch niemand dabei, der die deutsche Sprache beherrschte Voraussetzung für Integration ist aber die Möglichkeit, sich zu verständigen Deshalb: so früh wie möglich Deutschunterricht Den meisten Flüchtlingen ist das bewusst und sie möchten lernen

10 Pünktlichkeit: Ist ein Problem Hat unterschiedliche Gründe Andere Kultur Nachts Albträume tagsüber müde Nicht verstanden wann muss ich wo sein

11 Aufgabe im Ehrenamt kann sein: Beschäftigung Der Tag in der Unterkunft ist lang und es gibt wenig zu tun Die meisten Flüchtlinge möchten arbeiten Achtung: Gesetze und Bestimmungen einhalten Was in jedem Fall erlaubt ist, wenn die Flüchtlinge sich ehrenamtlichen betätigen Beispiele: Verein pflegt ehrenamtlich Park - Flüchtlinge helfen - am Ende wird gemeinsam gegessen; Flüchtlinge helfen im Garten des Altenheimes Flüchtlinge unterstützen bei Einsatz auf der Anlage des Sportvereins

12 Integration der Schlüssel zum Erfolg Sprache, Beschäftigung Über Sportvereine sehr gut möglich und wird auch von Flüchtlingen angenommen Viele möchten deutsche Kultur kennenlernen Beispiel für Integration: gemeinsames kochen und essen Gemeinsame Spaziergänge durch die Kommune zum Kennenlernen der Örtlichkeiten Radtouren in die Umgebung

13 Aufgabe im Ehrenamt kann sein: Mobilität Fahrräder Fahrradreparatur Verkehrserziehung

14 Wo wird es schwierig? Die Flüchtlinge unterschreiben (Handy-)Verträge, ohne zu wissen welche Folgen das für sie hat. Gut ist es, schon im Vorfeld über Fußangel solcher Geschäfte zu sprechen In Gemeinschaftsunterkünften gibt es nicht nur Einvernehmen unter den Flüchtlingen. Die Ehrenamtlichen sollten sich aus Differenzen heraushalten hier ist die Sozialarbeit zuständig und sollte informiert werden. Wichtig: die Ehrenamtlichen sollten die nötige Distanz wahren aber trotzdem Nähe zulassen. Mit der Erfahrung wächst die Sicherheit wo kann ich helfen, wo muss ich mich zurückhalten in der Flüchtlingsbetreuung

15 Welche Menschen kommen welche Erfahrungen gibt es? Jeder Flüchtling ist ein Individuum mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen und möchte, dass darauf eingegangen wird Jeder Ehrenamtliche entscheidet selbst, welche Wünsche er erfüllen kann und wo seine Grenzen sind Geht man in Augenhöhe miteinander um, ist der Kontakt zwischen Flüchtling und Ehrenamtlichem für Beide eine Bereicherung

16 Welche Menschen kommen welche Erfahrungen gibt es? Wichtig: Ehrenamtliche sind keine Einzelkämpfer. Sie sollten sich in Arbeitskreisen, Runden Tischen oder Ähnlichem zusammen tun. Dies vermeidet Reibungsverluste, da die Tätigkeiten hier koordiniert werden können. Außerdem ist dies der Ort, wo Probleme besprochen werden sollten.

17 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Anneliese Eckhardt, Florstadt

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