Moderatoren: Michael Geringhoff, Lehrtrainer der Gewalt Akademie Villigst, Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung, Münster

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1 Thema 2: Prävention durch netzwerken Beispiele aus der Praxis Moderatoren: Michael Geringhoff, Lehrtrainer der Gewalt Akademie Villigst, Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung, Münster Dr. Friedrich Wrede, Bundesverband Seniorpartner in School e. V., Berlin Ismail Öner, Mitternachtssport e. V., Berlin

2 Zeitlicher Ablauf: 150 Minuten (9:30-12:00) incl. Pause 9:30 9:40 Begrüßung, Ablauf, Input-Referat - Thema: "netzwerken - Schaffung von Strukturen für ein mutiges Engagement, Herr Geringhoff 9:40 9:55 Bundesweite Vernetzung und Kooperationen (SiS), Herr Dr. Wrede 9:55 10:10 Kommunale Netzwerke, Pflicht oder Kür? Welche Möglichkeiten und Chancen sind gegeben, wo sind Hürden? Herr Geringhoff 10:10 10:25 Wie sieht ein gelingendes Träger-Projekt aus? Welche Zutaten braucht ein Träger vor Ort um erfolgreich zu arbeiten? Herr Öner 10:25 10:40 Pause 10:40 11:40 Drei vorbereitete Tische zu drei Fragestellungen/Thesen (pro Tischdurchgang 20 Minuten = 60 Minuten) 11:40 12:00 Zusammenfassung von Thesen und Ergebnissen der drei Tischgespräche.

3 Input-Referat: Thema: "netzwerken - Schaffung von Strukturen für ein mutiges Miteinander, Herr Geringhoff Was ist das netzwerken? Charakteristika/Grundlagen von Netzwerken

4 Charakteristika/Grundlagen von Netzwerken: 1. eine gemeinsame Vision/Leitbild/Ziel, 2. gemeinsames Anliegen/Thema, brauchen eine gemeinsame Problemsicht, 3. Ableitung einer Strategie, 4. Netzwerkarbeit ist langfristig angelegt, 5. verbindliche Arbeitsformen, 6. Beschreibung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten, 7. umfassen mehrere bis viele rechtlich selbständige Akteure, 8. Verknüpfung von verteilten Kompetenzen, 9. atmendes Gebilde mit Ausdehnungs- und Schrumpfungsphasen, 10. Austausch/Transparenz von Informationen, Geburtsort/Planung von Projekten, 11. Umsetzung der operationalen Ziele in Projekte (Koop.) mittels Mitglieder, 12. die projektbezogene Erweiterung des Netzwerkes durch weitere Kooperationen, 13. relativ komplex. Quellen: und Bertelsmann Stiftung, Erfolgreiche Netzwerkarbeit.

5 Good practice: Netzwerk Gewaltprävention Münster Hürden: - unterschiedliche Ressourcen (personeller oder zeitlicher Art), - hohes Maß an Verständigungs-, Abstimmungs- und Aushandlungsprozesse, - individuelles Engagement (Herz vs. Verstand/Rahmenbedingungen), - zeitliche Überbelastung, Abschieben von Aufgaben, - Finanzierungsprobleme, - Planungsunsicherheiten, - unklare Rechte und Pflichten durch Freiwilligkeit, - Vorurteile und Berührungsängste zwischen Institutionen, - Konflikte (Konkurrenz, Wettbewerb, Eigeninteresse) zwischen den Trägern, - Angst, dass eigenes Profil verloren geht.

6 Vorteile: - gemeinsame Zielsetzung für das Stadtgebiet, unterschiedliche Ressourcen, - inhaltlicher Mehrwert: = 3, - Themen und Leben sind komplexer und facettenreicher geworden, - Multiprofessionalität durch Vielfalt der Institutionen, - Regelmäßige persönliche Sitzungen, neben Verkehr, - langjährige Zusammenarbeit in persona, - Personen in den Institutionen persönlich bekannt und gewachsen vertraut, - ein gemeinsamer Sprecher, - strukturierte Abläufe (von der Einladung, Tagesordnung bis zum Protokoll),

7 Vorteile: - gemeinsame Erlebnisse schaffen (Aktionswoche, Fachtagungen, Fortbildungen), - Kennenlernen weiterer Angebote der Netzwerkmitglieder, - gelingt zwischen Gleichen (gleichberechtigt), - großer Infopool (bundesweit), - unterschiedlicher Zugang zu Drittmitteln (informell, formell), - dem Wettbewerb stellen (u.a. Bündnis für Demokratie und Toleranz), - Informelles MITeinander (bspw. Weihnachtsfeier, Party, Jubiläen).

8 Fazit: Das Netzwerk besetzt das Themenfeld regional inhaltlich WIN-WIN Situation für Träger und Kommune (und Klientel) Wir reden mit und über MENSCHEN! - Personen sind wichtig! Sich einlassen und auf Unterschiedlichkeit freuen! Vertrauen aufbauen, Informelle Töne beachten! Sich und das Netzwerk pflegen! und gute Qualität abliefern

9 Thema 2: Prävention durch netzwerken Beispiele aus der Praxis

10 April 1999 Mai 2001 Jan 2003 Nov Highlights Erstes Treffen des Netzwerkes (Netzwerk konstruktive Konfliktkultur Münster) Broschüre "Wegweiser für Wegweiser" 1. Auflage (5000) gefördert von der Stiftung Sieverdes Namensänderung in Netzwerk Gewaltprävention + Konfliktregelung Münster Broschüre "Wegweiser für Wegweiser" 2. Auflage (3000) gefördert von der Stadt Münster Fortbildung "Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg" Fortbildung "Managing Diversity" Mit Unterschieden leben lernen" Juni 2005 Frühjahr 2006 Das Netzwerk im Internet Ehrenpreis des Bündnis für Demokratie und Toleranz, Berlin - Auszeichnung für den Webauftritt des Netzwerkes und den Grundgedanken des Netzwerkes, Fortbildung Evaluation - Stiftung Kriminalprävention, Münster Aktionswoche Gemeinsam die Gesellschaft leben Wertschätzung und Konfliktkultur 15 verschiedene Projekte in Schule, Kindergarten und Einrichtungen - gefördert von Die Gesellschafter.de / Aktion Mensch Aktionswoche Miteinander-Füreinander, gefördert von der Sparkasse Münsterland-Ost Münsteraner Konflikttagung Was geht? --- Das geht! Erfolgreiche Konzepte der Gewaltprävention an Schulen und in der Jugendhilfe, gefördert vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Münster. 10./11. Mai 2010: Infostand auf dem zweitägigen Kongress "Deutscher Präventionstag. Herbst 2010: Infopaket "Netzwerk" für alle Kindertagesstätten, Schulen und Vereine in Münster, gefördert vom Bundesprogramm "Vielfalt tut gut. Februar 2011 Nachhaltigkeitspreis der UNESCO und dm beim Wettbewerb Ideen Initiative Zukunft. 30./31. Mai 2011: Deutscher Präventionstag Oldenburg: Schwerpunktthema Neue Medienwelten - Herausforderungen für die Kriminalprävention? : 12. Münsteraner Konflikttagung Trotz Konflikten in Kontakt bleiben! Erfolgreiche Konzepte der Gewaltprävention an Schulen und in der Jugendhilfe Dezember 2011: Auszeichnung "Aktiv für Demokratie und Toleranz des Bündnis für Demokratie und Toleranz, Berlin : 13. Münsteraner Konflikttagung: Ausgrenzung - Integration - Teilhabe. Ein Wechselspiel? Erfolgreiche Konzepte für mehr Vielfalt an Schulen und in der Jugendhilfe"

11 Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Michael Geringhoff

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