TradeCentre Börsenbrief Exklusive und unabhängige Berichterstattung für Ihren Informationsvorsprung

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1 TradeCentre Börsenbrief Exklusive und unabhängige Berichterstattung für Ihren Informationsvorsprung vom Wir verfügen über exzellente Kontakte in der Wirtschaft und können auf eine Vielzahl gut informierter Quellen zurückgreifen. Profitieren Sie von unseren Informationen aus der ersten Liga der Finanzwelt, um an der Börse eine gute Rendite zu erzielen! Im Interview: Gerhard Fischer, Vorstand der AutoBank AG DieAutoBankAG ist eine Bank, die sich ganz auf die Finanzierung von Kraftfahrzeugen fokussiert hat, sowohl Import-, als auch Lagerfinanzierung sowie Leasing- und Kreditfinanzierung auf Endkundenebene. Über 100 Autohandelsunternehmen, Leasingnehmer und Kreditnehmer vertrauen in Finanzierungsfragen auf die AutoBank. In Österreich gehört die AutoBank zu den größten Anbietern. Sie ist dabei vollständig unabhängig von Automobilkonzernen oder Autoimporteuren. Das Unternehmen steuert auf die Börse zu und plant die Erstnotiz am 19. November. Der Emissionspreis beträgt 2,50 Euro. Mit den Mitteln aus dem geplanten Börsengang soll entsprechend die Eigenkapitalausstattung der AutoBank AG weiter erhöht werden. Aufgrund der zukünftigen regulatorischen Anforderungen an das Eigenkapital von Kreditinstituten, insbesondere im Rahmen der sogenannten Solvabilitätsverordnung, muss die geplanteausweitung des Finanzierungs- und Leasinggeschäfts in Österreich sowie in Deutschland mit zusätzlichem Eigenkapital unterlegt werden. Der deutsche Markt ist rund zehnmal so groß wie der österreichische. Unser erstes mittelfristiges Ziel ist, 50Autohändler in Deutschland zu gewinnen, bei einem Markt von über Händlern. Das ist kein Stück aus dem Kuchen sondern eher ein Krümel. Bereinigt um die Kosten für den Börsengang verdienen wir schon dieses Jahr unter dem Strich Geld. Die AutoBank hatte in ihrer 20-jährigen Geschichte sehr gute und ertragsreiche Jahre. Seit der Übernahme und dem Start des neuen Managements 2009 sind wir auf einem sehr guten Weg. ( ) Die Altaktionäre der AutoBank haben in der Vergangenheit mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt, um die Bank weiter zu stärken. Der aktuelle Emissionspreis beim Börsengang von 2,50 Euro liegt klar unter dem Kurs, der bei der letzten Kapitalerhöhung eingezahlt wurde. Unsere neuen Aktionäre erhalten also einen Discount. Die AutoBank ist ein Value-Wert mit klarem Wachstumspfad. Unsere Planung im Vorstand sieht vor, dass wir bereits für das Geschäftsjahr 2012 Dividende ausschütten können und gleichzeitig weiter wachsen. Drive ist bei der AutoBank doch ein gutes Stichwort: Wir sind ein sehr sicherer Wert - Sicherheiten in Form von Autos, sicher planbare Wachstumsschritte, starke aufsichtsrechtliche Kontrolle. Unser Wachstum ist extrem konservativ geplant und beruht allein auf Österreich. Die Marktchancen in Deutschland haben wir noch gar nicht in unserem Business-Plan verarbeitet. Impressum und Haftungsausschluss: Chefredakteur: Simon Betschinger Diplom Volkswirt (Universität Konstanz) Stellvertretender Chefredakteur: Volker Glaser Kontakt: Hinweis nach 34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Mitarbeiter von TradeCentre, die an der Erstellung dieses Börsenbriefes beteiligt sind, besitzenanteilsscheine an folgendenaktien, die in dieserausgabe besprochen werden: Börsenforum: Die Empfehlungen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Allen Informationen liegen Quellen zugrunde, die wir für vertraulich erachten. Für eine Richtigkeit der hier dargelegten Informationen können wir dennoch keine Garantie übernehmen. Eine Haftung für eventuelle Verluste und Schäden ist ausgeschlossen. Nachdruck oder Kopie ist nur mit Verweis auf erlaubt.

2 Seite 2 Herr Fischer, erklären Sie uns bitte kurz und knapp Ihr Geschäftsmodell und wie Sie in der Zukunft Geld verdienen wollen? Wir finanzieren Autohandelshäusern ihre kapitalintensiven Lager an Neu- und Gebrauchtwagen sowie Vorführwagen. Gleichzeitig sind wir im Leasing und in der Finanzierung von Kraftfahrzeugen an Endkunden aktiv, die uns von diesen Autohandelshäusern vermittelt werden. Die Mittel für diese Finanzierungslösungen kommen von privaten Sparern, die uns ihr Tages- oder Festgeld überlassen. Wir verdienen ganz klassisch wie eine Sparkasse an der Zinsdifferenz, also der Zinsen, die wir für unsere Auto-Finanzierungen erhalten und den Zinsen, die wir an unsere Sparer für ihr Tages- und Festgeld bezahlen. Dieses Geschäftsmodell ist langjährig etabliert. In Kürze gehen Sie mit Ihrem Unternehmen an die Börse. Warum gehen Sie an den Kapitalmarkt und wozu brauchen Sie frisches Geld? Streng genommen brauchen wir gar kein frisches Geld, denn wir haben mehr als ausreichend Liquidität. Unser Engpassfaktor für das weitere Wachstum ist das bilanzielle Eigenkapital, das wir mit dem Börsengang ausbauen wollen. Dabei geht es vor allem um den bilanztechnischen Effekt. Wir benötigen als Bank eine Eigenkapitalquote von mindestens acht Prozent. Das stetig steigende Geschäftsvolumen - mittlerweile liegt unsere Bilanzsumme bei über 250 Millionen Euro - sorgt schon rein rechnerisch für eine sinkende Eigenkapitalquote. Hier steuern wir jetzt gegen und schaffen Spielraum für neues Wachstum. Deshalb kommen alle beim Börsengang angebotenen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Die Altgesellschafter garantieren zusätzlich zwei Drittel der Emission und haben sich mit 75 Prozent ihrer Anteile eine Lock-up unterworfen. Die AutoBank AG ist bisher insbesondere in Österreich tätig. Wie hoch ist dort Ihr Marktanteil und haben Sie in Österreich noch Wachstumspotenzial? Wir arbeiten derzeit in Österreich mit 110 Autohandelsunternehmen zusammen, bei einem Gesamtmarkt von rund Autohändlern. Im Kfz-Leasing liegt unser Marktanteil bei 1,34 Prozent, in der Kfz-Finanzierung bei 2,36 Prozent. Wichtig ist, dass wir in den vergangenen zwei Jahren unseren Marktanteil deutlich ausbauen konnten, während die größten Wettbewerber eher sinkende Anteile haben. Aus unserer Sicht ist eine nochmalige Verdoppelung des Marktanteils bei gleichzeitig stabilem oder leicht wachsendem Markt problemlos möglich. Sie planen das Geschäft stärker in Deutschland auszubauen. Dieser Markt ist hart umkämpft und hat mit den Banken der Autohersteller VW, BMW oder Mercedes-Benz bereits klangvolle Namen am Markt. Wie können Sie in diesem Markt noch ein gutes Geschäft machen und was sind in Deutschland Ihre mittelfristigen Ziele? Der deutsche Markt ist rund zehnmal so groß wie der österreichische. Unser erstes mittelfristiges Ziel ist, 50 Autohändler in Deutschland zu gewinnen, bei einem Markt von über Händlern. Das ist kein Stück aus dem Kuchen sondern eher ein Krümel. Wir sehen uns auch nicht als Konkurrenz zu den Banken der Hersteller. Diese verfolgen das Ziel, möglichst viele Neuwagen in den Markt zu pumpen. Wir sind der Partner der Autohäuser - auch der markengebundenen -, wenn es darum geht auch Lösungen für Gebrauchtwagen oder nicht so im Fokus stehende Neuwagen-Modelle zu realisieren.

3 Seite 3 Was kostet die Expansion nach Deutschland? Wir werden so gut wie keine Markteintrittskosten haben. Denn mit der LeaseTrend AG haben wir eine Tochter in Deutschland, die hier erfolgreich Kfz- Leasing anbietet und mit 800 Autohandelsunternehmen zusammen arbeitet. Für diese 800 Händler erweitern wir nun das Spektrum und bieten als AutoBank auch Kfz-Finanzierungen im Endkundengeschäft und Finanzierungslösungen für die Autohäuser selbst an. Die gesamten notwenigen Strukturen und Prozesse haben wir bereits aufgebaut und umfangreich getestet. Wir können ohne zusätzliche Fixkosten weiter wachsen. Bei weiterem Wachstum und Ausbau des Geschäfts benötigen Sie früher oder später wieder eine Maßnahme um Ihre Eigenkapitalausstattung zu erhöhen. Bei welchem Volumen ist dies der Fall und für wann steht eine weitere Kapitalmaßnahme auf Ihrem Business Plan? Wir benötigen ausreichend Eigenkapital, um die vorhandene sehr hohe Liquidität auch zinstragend als Kredite ausreichen zu dürfen. Wenn das Geschäftsvolumen so wächst, wie wir planen, kann es abhängig von der Gewinnentwicklung 2012 oder 2013 notwendig werden, wieder eine Kapitalerhöhung durchzuführen, um die Eigenkapitalquote fit zu machen für den dann nächsten Wachstumsschritt. Die AutoBank lebt vom Zinsergebnis. Der Chart Ihres Zinsergebnisses zeigt seit 2007 nach unten. Haben Sie 2010 den Wendepunkt erreicht und wie wirken sich in der Zukunft steigende Zinsen auf Ihr Geschäft bzw. die Schwankungen der Zinsen? Richtig, wir leben von der Differenz der Zinsen, die wir für unsere Kredite und im Leasing bekommen und den Zinsen, die wir an die Sparer bezahlen müssen. Diese Differenz ist unabhängig vom allgemeinen Zinsniveau, vor allem auch weil ist Österreich die Finanzierungen immer variabel verzinst und an den EURIBOR gekoppelt sind. Die von Ihnen erwähnte Zinskurve sank deshalb, weil wir so viel überschüssige Liquidität in der Bank hatten, die wir noch nicht zinstragend einsetzen konnten. Ein Risiko Ihres Geschäftsmodells sind Kreditausfälle. Wie hoch war die Quote der Ausfälle in der Vergangenheit und welchen Betrag mussten Sie schon abschreiben? Unser großer Vorteil ist, dass hinter jedem Kreditgeschäft ein Auto steht, das als Sicherheit dient. In der Vergangenheit lag die Quote für unsere Einzelwertberichtigungen bei durchschnittlich 0,6 Prozent, was im Branchenvergleich ein sehr guter Wert ist.

4 Seite 4 In den vergangenen Jahren hat Ihr Unternehmen stets Verluste erwirtschaftet. Warum soll mit dem Börsengang alles besser werden und ab wann verdienen Sie netto Geld? Bereinigt um die Kosten für den Börsengang verdienen wir schon dieses Jahr unter dem Strich Geld. Ich muss Sie etwas korrigieren: Die AutoBank hatte in ihrer 20-jährigen Geschichte sehr gute und ertragsreiche Jahre. Das vorherige Management und die alten Besitzer haben sich aber in der internationalen Expansion verzettelt. Wir mussten grundlegend restrukturieren und wussten auch, als wir die Bank 2009 übernommen haben, dass da noch Arbeit auf uns zukommt. Seit der Übernahme und dem Start des neuen Managements 2009 sind wir auf einem sehr guten Weg. Alle angefallenen Verluste haben die neuen Eigentümer ausgeglichen. Und: Die Altaktionäre der AutoBank haben in der Vergangenheit mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt, um die Bank weiter zu stärken. Der aktuelle Emissionspreis beim Börsengang von 2,50 Euro liegt klar unter dem Kurs, der bei der letzten Kapitalerhöhung eingezahlt wurde. Unsere neuenaktionäre erhalten also einen Discount. Wie profitabel jetzt gewirtschaftet wird, sieht man auch an der deutschen Tochter LeaseTrend, die uns zu knapp 50 Prozent gehört, wo wir aber ein Anrecht auf 95 Prozent der Gewinne von zuletzt 1,2 Millionen Euro haben. Damit erzielen wir mit dieser Tochter eine herausragende Rendite gemessen am Buchwert. Und durch den Kauf konnten wir die AutoBank sowohl in der Substanz als auch strategisch ganz entscheidend voranbringen. Wenn die AutoBank Geld verdient, denken Sie dann auch an die Auszahlung von Dividenden? Gute Unternehmen können wachsen und trotzdem Dividenden ausschütten. Ja, das ist genau unsere Strategie. Die AutoBank ist ein Value-Wert mit klarem Wachstumspfad. Unsere Planung im Vorstand sieht vor, dass wir bereits für das Geschäftsjahr 2012 Dividende ausschütten können und gleichzeitig weiter wachsen. Welche Renditen streben Sie mittelfristig und was sind Ihre Ziele beim Gewinn in den nächsten Jahren? Hier zwingt uns die Börsenaufsicht leider Zurückhaltung auf. Wir werden nach dem Börsengang unsere Planung konkreter kommunizieren. Aktienanalysten, die sich unser Geschäftsmodell angeschaut haben, rechnen mit einem Gewinn jeaktie 2012 von 0,21 Euro und 0,36 Euro in 2013.

5 Seite 5 Abschließend Herr Fischer, was ist Ihre Wachstumsfantasie und woher soll der Drive für Ihre Aktie kommen? Drive ist bei der AutoBank doch ein gutes Stichwort: Wir sind ein sehr sicherer Wert - Sicherheiten in Form von Autos, sicher planbare Wachstumsschritte, starke aufsichtsrechtliche Kontrolle. Unser Wachstum ist extrem konservativ geplant und beruht allein auf Österreich. Die Marktchancen in Deutschland haben wir noch gar nicht in unserem Business-Plan verarbeitet. Unsere deutsche Tochter LeaseTrend hat allein eine Bilanzsumme von über 140 Millionen Euro. Wenn wir hier die Zinsmarge in der Refinanzierung stückweise in die AutoBank holen, statt daran externe Dritte Banken verdienen zu lassen, dann ist schon ein signifikanter Ertragssprung sicher. Alles was wir in Deutschland und Österreich an Zusatzgeschäft in der Größenordnung plus 50 Prozent generieren, können wir mit unseren Strukturen und Prozessen abbilden, ohne zusätzliche Fixkosten. Dafür mit allen Chancen auf der Ertragsseite. Der Kapitalmarkt gibt uns ja jetzt schon einen Vertrauensvorschuss mit auf den Weg, weil die vorbörslichen Kurse deutlich und stabil über dem Emissionspreis von 2,50 Euro liegen. Herr Fischer, wir bedanken uns für das ausführliche Gespräch!

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