Ontologiebasiertes Kompetenzmanagement für die Bildungsbedarfsplanung in der Pflege

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1 Christine Kunzmann 1 Andreas Schmidt 2 Friedbert Mager 3 Ontologiebasiertes Kompetenzmanagement für die Bildungsbedarfsplanung in der Pflege 1 Kompetenzorientierte Personalentwicklung, Königsbach-Stein 2 FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe 3 Städtisches Klinikum Karlsruhe ggmbh

2 Agenda Motivation Städtisches Klinikum in Karlsruhe Problemstellung Konzept Umsetzung Erfahrungen und Schwierigkeiten christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 2

3 Städtisches Klinikum Karlsruhe 1. Motivation christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 3

4 Städtisches Klinikum Karlsruhe Krankenhaus der Maximalversorgung Mitarbeiter (davon in der Pflege) Planbetten 21 Fachbereichen 5 Institute Bildungs- und Beratungszentrum BBZ Ausbildungen im Gesundheitswesen Akademie für Führungskräfte Berufliche Weiterbildung Weiterbildung: Stationsleitungskurse, Fachpflegekräfte, etc. Fortbildung: MA-Gespräche, Kinästhetik, etc. 1. Motivation christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 4

5 Motivation - Problemstellung mangelhafte Erhebung des Bildungsbedarfs Überschätzung fehlende Angebote Anforderungen an die Pflegemitarbeiter steigen durch höhere Qualitätsanforderungen durch Qualitätsmanagement höheren Effizienzdruck durch Kostensenkung Gleichzeitig: sinkende Ressourcen (zeitlich oder finanziell) für die Weiterbildung Also: effizientere Personalentwicklung Qualitätssicherung auch in der Weiterbildung 1. Motivation christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 5

6 Aktuelle Defizite in der strategischen Personalentwicklung kein zukunftsorientierter Aufbau von Kompetenzen, z.b. geplante Umstrukturierungen keine Verbindung mit operativer Ebene in der operativen Personalentwicklung Teilnahmen an Fortbildungsveranstaltungen mitarbeitergetrieben oder reaktiv auf akute Probleme in der strategischen Bildungsbedarfsplanung offene Fragebögen mit geringem Rücklauf erlauben keine Rückschlüsse auf den Bildungsbedarf keine Verbindung mit operativer Ebene in der operativen Bildungsbedarfsplanung kein Überblick über Mitarbeiterkompetenzen keine geplanter Kompetenzaufbau 1. Motivation christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 6

7 2. Konzeption christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 7

8 Konzept: Überblick 2. Konzept christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 8

9 Konzeptebenen christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 9

10 Konzept: Überblick 2. Konzept christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 10

11 Strategische Ebene 2. Konzept christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 11

12 Operative Ebene 2. Konzept christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 12

13 Strategische Bedarfsplanung 2. Konzept christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 13

14 3. Umsetzung christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 14

15 Modellierung Kompetenzkatalog Kompetenzkatalog ist Dreh- und Angelpunkt kontrolliertes Vokabular ( Ontologie ) gemeinsam für alle Bereiche Vorteil: Aufdecken von Gemeinsamkeiten/Missverständnissen Entwicklungsmethodik iterativ Instrumente: Interviews, Workshops Moderation durch Modellierungsexperten unerlässlich Orientierung am Kompetenzkatalog führte zu konstruktiveren Diskussionen 3. Umsetzung christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 15

16 Struktur Kompetenzkatalog Grobstruktur Polyhierarchie (Monohierarchie nicht ausreichend!) weitere semantische Beziehungen derzeit nicht erforderlich insgesamt rund 700 Kompetenzen Problem 1: schlechte Tool-Unterstützung für Modellierung Mindmaps haben sich als Ansatz bewährt, aber monohierarchisch Problem 2: Modellierung mit einheitlicher Semantik was bedeutet ist Unterkompetenz von schwierig zu vermitteln, aber essentiell christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 16

17 Kompetenzkatalog 3. Umsetzung christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 17

18 Anforderungsprofile Legt fest, was ein Mitarbeiter in einem bestimmten Bereich können muss Muss-Kriterien: Qualifikationen, Zwangsfortbildungen Soll-Kriterien: Ziele, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erreicht werden sollen keine Priorisierung erforderlich Sinnvoll ist es oft, hierarchisch zu strukturieren allgemeine Anforderungen für GKP spezielle Anforderungen für GKP auf der Station xy enthält nur die spezielleren Kompetenzen Pro Station zusätzliche Einschränkungen mindestens 50% sollen Kompetenz xy haben 3. Umsetzung christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 18

19 4. Erfahrungen christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 19

20 Denken in Kompetenzen Kompetenzerwerb wird oft missverstanden als Teilnahme an Fortbildungsveranstaltung damit Anforderungsprofil = Checkliste intensive interaktive Workshops erforderlich, so dass das Kompetenzdenken verinnerlicht wird Vermittlung von offenen(!) Anforderungsprofilen problematisch Lücke haben wird missverstanden als nicht geeignet sein statt: Potential für Kompetenzentwicklung 4. Erfahrungen christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 20

21 Erfahrungen Datenschutz Qualifikations-/Kompetenzdaten sind besonders sensible Daten Akzeptanz durch die Mitarbeiter wichtig => es muss klar gemacht werden, wofür (und wofür nicht) die erhobenen Profile genutzt werden Mitbestimmung Kompetenzmanagement fällt unter die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates Betriebsvereinbarung sinnvoll, aber keine abschließenden Regelungen, sondern offen für zukünftige Entwicklungen Kommunikation in allen Phasen wichtig! 4. Erfahrungen christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 21

22 Fazit Kompetenzmanagement ist auch im Krankenhausbereich ein sinnvoller Ansatz für eine systematische Personalentwicklung insbesondere der fort- und weiterbildungsintensive Pflegebereich bietet sich an Tool-Support bei großen Kompetenzkatalogen derzeit völlig unzureichend (Modellierung, Sichten etc.) Kritisch ist das Vermitteln eines Denkens in Kompetenzen und eine saubere Modellierung des Kompetenzkataloges (-> Ontologie) hier ist die Moderation durch Fachexperten anzuraten Standardisierung von pflegerelevanten Kompetenzen als zukünftige Herausforderung christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 22

23 Folien, zusätzliche Informationen & Kontakt Christine Kunzmann Kompetenzorientierte Personalentwicklung Ankerstraße Königsbach-Stein GERMANY christine-kunzmann.de - Kompetenzorientierte Personalentwicklung 23

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