WITTUR GMBH. Aufzüge nach Maschinenrichtlinie Erfahrungen und Tendenzen. Karl Jakob Dipl. Ing. (FH)

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1 Aufzüge nach Maschinenrichtlinie Erfahrungen und Tendenzen Karl Jakob Dipl. Ing. (FH) 0

2 Inhaltsverzeichnis Demographischer Wandel Barrierefreiheit Gesetze und Normen Auswahl des Transportmittels HHL W-Line Beispiele Fazit 1

3 Demographischer Wandel Weltweit stieg die Lebenserwartung in den letzten 160 Jahren um ca. 30 Jahre In Deutschland stieg die Lebenserwartung seit 1980 bei Frauen von 76,6 auf 81,3 Jahre bei Männer von 69,9 auf 75,6 Jahre Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt heute sind ca. 20% älter als 60 Jahre im Jahr 2050 bereits ca. 34,5% Diese Bevölkerungsschicht hat den Anspruch auf ein Leben in der eigenen bzw. vertrauten Immobilie steigender Bedarf an Aufzügen auch für den Privatbereich 2

4 Behindertengleichstellungsgesetz BGG fordert Barrierefreiheit Die Umsetzung auf Landesebene ist durch die Länder erfolgt z.b. Bayerische Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung Barrierefreiheit für Gebäude bedeutet, daß ein Zugang für behinderte Menschen ohne besondere Erschwernis und ohne fremde Hilfe möglich ist steigender Bedarf an Aufzügen für den öffentlichen Bau und Gewerbebetriebe 3

5 Barrierefreiheit Barrierefreiheit gilt für unterschiedliche Nutzergruppen in unserer Gesellschaft z.b. Rollstuhlfahrer mit und ohne Begleitperson Eltern mit Kinderwagen ältere Menschen mit Gehbehinderung Kranke und verletzte Menschen 4

6 Barrierefreiheit Für Gebäude mit einer geringen Geschoßzahl entsteht unterhalb des Aufzugs nach Aufzugsrichtlinie ein Markt für langsam fahrende Aufzüge. Charakter: reduzierte Investitionskosten hohe Sicherheit für den Nutzer einfache und bequeme Bedienung geringer Raumbedarf für die Nachrüstung 5

7 Maschinenrichtlinie Gesetze und Normen MR 2006/42/EG gültig seit Definiert eine klare Trennung zur Aufzugsrichtlinie Alle Personenaufzüge v<=0,15m/s fallen unter MR Anhang 1 Punkt 6 behandelt die Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen für das Heben von Personen z.b. kontinuierliche Betätigung zur Bewegung, es sei denn, der Lastträger ist vollständig umschlossen Der Aufzug nach MR ist eine geprüfte Maschine, die bereits mit CE-Zeichen durch den Hersteller versehen ist 6

8 Gesetze und Normen DIN EN Stand März 2011 Titel:Vertikale Plattformaufzüge für Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit Konkretisiert Anforderungen der MR 2006/42/EG Wichtige Teile der EN81-70 wurden aufgenommen Anhaltegenauigkeit +-10mm Nachregulierungsgenauigkeit +- 20mm lichte Breite von Schachtzugängen teilweise Anforderungen an Befehlsgeber Hydraulikberechnungen sind gemäß EN81-2, Anhang K auszuführen 7

9 DIN EN Stand März 2011 Gesetze und Normen Für Nennlast und Größen gelten spezielle Anforderungen Minimal 250kg/m² und max. Ladefläche 2m² Kabinenfläche kann größer als nach Aufzugsrichtlinie sein 8

10 Auswahl Die Normen und Gesetze ermöglichen eine Vielzahl von unterschiedlichen vertikalen Transportmitteln. Beispiele: Treppenlifte und Hublifte ohne Schacht Plattformaufzüge mit oder ohne Wände und Decke Aufzüge mit geschlossener Kabine (nach MR) 9

11 Einsatzort Nicht allgemein zugängliche Orte - Nutzer bekannt z.b. Privathaus, Firmengebäude, Schulen, KITA s Ämter ohne Parteiverkehr Allgemein zugängliche Orte - Nutzer unbekannt z.b. Banken, Rathaus, kleine Hotels, Theater Auswahl Nutzergruppen Eingeschränkte Personenbeförderung für bestimmte und unterwiesene Benutzer Uneingeschränkte Personenbeförderung für Benutzer mit und ohne Behinderung 10

12 Leitlinien für Vertikale Hebeeinrichtungen für Personen mit einer Geschwindigkeit bis 0,15m/s erarbeitet von einer Expertengruppe in Österreich Auswahl d) Geschlossene Kabine mit Abschlusstür 11

13 Auswahl Konsequenz: Die Kabine mit Abschlusstür bietet den größtmöglichen Nutzen bei höchster Sicherheit für Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit. Hinweis: Nach EN81-80 wird die Kabine ohne Abschlusstüren als Risiko eingestuft. 12

14 Produkt der Witturgruppe HHL-W Line HHL W-Line Ein kompletter Aufzug nach MR 2006/42/EG und EN81-41 Baumustergeprüft durch den TÜV Rheinland Mit CE-Kennzeichnung 13

15 HHL W-Line Seilhydraulischer Aufzug mit folgenden Merkmalen Aggregat Minilift 2,2 KW Selbstfahrersteuerung Geschwindigkeit: max. 0,15 m/s Förderhöhe bis 9 m (Standard) Haltestellen: max. 4 (Standard) Schachtkopfhöhe: min mm Schachtgrube: min.125 mm Kabinenhöhe : 2000 oder 2100 mm 3 Türoptionen: Automatische Türen, 2 und 3-flügelig Falttür und Drehtür Lichtgitter mit Sicherheitsschaltung und Drehtür 14

16 Ausstattungsvarianten im Standard HHL W-Line 15

17 Beispiele Neubau einer Fabrikhalle mit Bürotrakt in der 2 Etage Einbau eines HHL W-Line mit Schachtgerüst 16

18 Aufwertung eines kleinen Hotels mit 3 Etagen Einbau eines HHL W-Line mit automatischen Türen Beispiele 17

19 Beispiele Umbau und Erweiterung eines 2-stöckigen Kindergartens Erschließung durch HHL W-Line mit Kabine 1100x1400 Türenausführung automatisch mit TB 900 und Lichtgitter außen verschlüsselt 18

20 Umbau eines Geschäftshauses Einbau HHL W-Line Customized in Glasausführung Beispiele 19

21 Fazit Der Markt für Transportmittel zur Erschließung von 2 bis 3 geschoßigen Gebäuden ist aufgrund der Forderung nach Barrierefreiheit vorhanden und wird in den nächsten Jahren aufgrund des demographischen Wandels der Gesellschaft ansteigen. Der langsam fahrende Aufzug nach Maschinenrichtlinie ist eine kostengünstige Lösung, welche aufgrund des hohen Sicherheitsniveaus in vielen Fällen eingesetzt werden kann. 20

22 Fazit In öffentlich zugänglichen Gebäuden ist die Größe von 1100x1400 und Abschlußtüren mit einer Öffnungsbreite von 900 mm zu bevorzugen. In Privatgebäuden bietet der Einsatz einer geschlossenen Kabine mehr Nutzungsmöglichkeiten und Komfort wie beispielsweise ein Treppenlift. 21

23 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT 22

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